Reingehört – Elbow

Inzwischen ist es schon wieder fast zwei Jahre her, dass mir mein Freund Tobias spät abends beim Bier in meinem damaligen Mainzer Appartement von der Band „Elbow“ erzählt hat. Mir sagte das damals viel mehr als gar nichts, sozusagen überhaupt nichts. Dann hatte ich vor ein paar Wochen abends mal mein Apple-TV eingeschaltet und habe erforscht was sich hinter dem neuen Symbol „iTunes-Festival“ verbirgt. In Verbindung mit diesem Festival kam mir dann die Band „Elbow“ wieder und die Fernbedienung. Ich erinnerte mich an den Abend mit Tobias und dachte mir „Komm, geben wir diesem übergewichtigen Briten eine Chance“.

Bereits der erste Track war irgendwie „schrullig“ aber ich habe durchgehalten und es hat mich beeindruckt wie dieser Frontman es geschafft hat die Zuschauer zu begeistern, so dass sie klatschen und mitsingen. Letztlich gefiel mir dieses Konzert so gut, dass ich inzwischen mehrmals via Apple-TV angeschaut habe.

Schaut man sich ein wenig bei YouTube um, dann findet man dort mehrere vollständige Live-Mitschnitte von Konzerten der Band Elbow. Einige sogar mit klangvoller Unterstützung durch ein ausgewachsenes Orchester, wie in diesem Clip.

Aber wer ist denn eigentlich dieser übergewichtige, optische durchschnittliche charismatische Sänger mit der vielseitigen Stimme? Schauen wir doch mal nach was wir in der Wikipedia finden:

Elbow entstammt der Manchesterer Musikszene der 1990er Jahre, die sich um das pulsierende Northern Quarter an der Oldham Street zentrierte.
Die Band ist nach einem Zitat aus der BBC TV Miniserie „The Singing Detective“ benannt. Der Charakter „Philip Marlow“ sagte dort, dass das Wort “Elbow” (deutsch: „Ellenbogen“) das sinnlichste Wort der englischen Sprache sei, nicht aufgrund seiner Definition, aber aufgrund der Weise, wie es sich beim aussprechen anfühle.

1990: Gründung und erste Veröffentlichungen

Guy Garvey traf Mark Potter 1990 im Alter von 16 an einem Sixth form college („Oberstufe“). Mark lud Guy als Sänger in eine Band, in der er mit Richard Jupp und Pete Turner spielte, ein. Zusammen gründeten sie die Band SOFT. Bis 1997 änderten sie den Namen der Band in Elbow, unterzeichneten einen Vertrag bei Island Records und nahmen ihr Debütalbum mit Steve Osbourne als Produzent auf. Island Records wurde allerdings von dem Plattenlabel Universal Music aufgekauft und Elbow zusammen mit vielen anderen Bands fallengelassen. Das Album wurde nie veröffentlicht.

Daraufhin veröffentlichten sie bei dem Independent-Label Ugly Man Records die EPs The Noisebox und The Newborn, welches von BBC Radio 1 entdeckt und häufig gespielt wurde.

2000: Erstes Album „Asleep in the Back“

Für ihr erstes Album Asleep in the Back, welches 2001 bei V2 Records erschien, erhielten sie je eine Nominierung beim Mercury Music Prize und bei den Brit Awards. Der Titel des 2003 veröffentlichten zweiten Albums Cast of Thousands ist eine Referenz an ihren Auftritt bei dem Glastonbury Festival 2002, als sie tausende Zuschauer aufnahmen, die „We still believe in love, so fuck you“ sangen. 2004 ging Elbow auf Tour in Kuba und spielte als erste britische Band ein Konzert außerhalb Havannas. Von dieser Tour drehte der britische Dokumentarfilmer Irshad Ashraf einen Kurzfilm.

Das dritte Album Leaders of the Free World veröffentlichte die Band im September 2005, nachdem die erste Single Forget Myself (auch bekannt als Buddha with Mace) am 22. August erschienen war. Für das 2005 erschienene Benefizalbum Help – a Day in the Life der Organisation WAR child steuerten sie das Lied Snowball bei.

2008: Durchbruch mit „The Seldom Seen Kid“

Im März 2008 erschien das vierte Album The Seldom Seen Kid, für das die Band sieben Jahre nach der ersten Nominierung erneut für den Mercury Music Prize vorgeschlagen wurde und ihn anders als 2001 auch gewinnen konnte. Dabei vermochten sich Elbow überraschend gegen Bands wie unter anderem Radiohead, British Sea Power und Estelle durchzusetzen.[2] Elbow verzichteten bei den Aufnahmen zu The Seldom Seen Kid gänzlich auf das Mitwirken von fremden Produzenten, was das Album, wie sie selbst beschreiben, „Darker and Heavier“ macht.

Elbow spielen in der Folge für viele große Bands in Stadien im Vorprogramm. So absolvieren sie Auftritte als Vorgruppe von R.E.M., von U2 und auch von Coldplay.

Im Februar 2009 gewannen Elbow den Brit Award für die beste Band des Jahres[7], im Mai zwei Ivor Novello Abwarts. Das fünfte Album Build a Rocket Boys! wurde im März 2011 veröffentlicht. Am 12. August 2012 spielten Elbow bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London. Daraufhin stieg ihre bis dahin letzte Chartsingle One Day Like This erneut in die britische Hitparade ein und brachte ihnen ihren ersten Top-5-Hit.

Und hier nun dieser Top-5-Hit mit dem Elbow auch das Konzert beim iTunes-Festival beendet hat. Einer meiner Favoriten dieser wirklich ungewöhnlichen Band.

Dass sie nicht immer ein Orchester als „Klangverstärker“ benötigen beweist diese Acoustic-Session:

Wer jetzt Spaß an dieser Band gewonnen hat und mehr von Elbow hören möchte, der könnte mal hier stöbern:

 

Die Wahrheit über Felix Baumgartner

Es war ein Event das die Gemüter erhitzt oder zumindest bewegt hat. Bei Günther Jauch wurde über die Inhaltsstoffe sogenannter „Energy Drinks“ diskutiert und am Stammtisch vortrefflich über Sinn und Unsinn des Unterfangens gestritten. Da tut es gut, dass es Menschen gibt die das alles weniger ernst nehmen und mit LEGO-Figuren, handwerklichem Geschick und einigen GoPro-Kameras einen wirklich sehr witzigen Film produzieren. Kaum ist er bei YouTube hochgeladen da hat er auch schon mehr als 3.000.000 Zuschauer und weit über 23.000 positive Bewertungen.

Das ist für mich das „schöne Gesicht“ des Web 2.0 – Mit einer ordentlichen Portion Humor und viel Enthusiasmus kann man hier wirklich viel erreichen 🙂

Nikon D800 – Eine Wertanlage?

Nikon D800 bei ebay.com

Zugegeben, der Titel dieses Artikels hat das Niveau der „Bild-Zeitung“. Eine moderne digitale Spiegelreflexkamera kann NIEMALS eine wirkliche Wertanlage sein, das ist klar oder? Bei einzelnen historischen Fotogeräten mag das funktionieren, aber dazu müsste es eine Nikon F sein die von der NASA mit ins Weltall genommen wurde und die man inklusive eines Zertifikats über diesen Einsatz erworben hat. Das war es dann aber auch schon, jede andere „normale“ Nikon-Kamera wird langfristig im Wert fallen. Leser die eine Canon besitzen werden sich jetzt die Hände reiben, aber auch hier gibt es „Bad News“  – bei Canon, Sony, Olympus & Co, ist es leider ganz genauso.

Doch wenn die Kameras schon keine Wertanlage darstellen, so kann man vielleicht vom Preisverlauf der Kameras profitieren und sein ganz persönliches Exemplar zum richtigen Zeitpunkt kaufen und so ein wenig Geld sparen? Wie bei Problemen mit Potenz und Inkontinenz hält auch hier, das Internet hält alle notwendigen Informationen bereit. Eine diesbezüglich recht interessante Ressource ist http://www.nikonpricewatch.com.

Schaut man sich dort nach Kameras um die schon eine Weile am Markt sind, so gibt es bei einigen Modellen sehr interessante Charts welche die Preisentwicklung der Kameras während der letzten Jahre widerspiegeln. Schauen wir uns doch mal die Nikon D3x an. Noch vor zwei Jahren war sie das heißeste Eisen dass man sich als Nikon Fan wünschen konnte. Die deutsche Preisempfehlung lag bei 7.500 Euro und in den USA wurde sie zu einem Äquivalent von etwa 7.500$ angeboten.

Dann kam im März 2011 der Tsunami nach Japan und führte zur Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die Produktion hochwertiger Spiegelreflexkameras aus Japan kam zum Erliegen. Weltweit stiegen die Preise und die Nachfrage nach der D3x als Topmodell im Nikon-Programm stieg ebenfalls. Mit der Nachfrage stieg auch der Preis. Aber nur für einen Zeitraum von etwa 12 Monaten. Kaum waren Fukushima und die anschließende Hochwasser-Katastrophe in Thailand überwunden, da kündigte Nikon im Februar 2012 die D800 sowie die D800E an. Der Preis der D3x fiel sofort um einige hundert Dollar. Doch dann musste man feststellen, dass es viele Monate dauern würde bis diese neuen Top-Kameras wirklich lieferbar sein würden. Der Preis stieg sofort wieder an. Im Juli 2012 war Nikon dann in der Lage die weltweite Nachfrage zu befriedigen und prompt ging der Preis der D3x in den Keller. Aktuell kann man sie noch neu kaufen und wird kaum mehr als 5.000 Euro dafür bezahlen müssen. Warten wir noch 2-3 Jahre ab und auch die D3x gehört zum alten Eisen. So wie ihre Vorgängerin die D2x und deren Vorgängerin die D1x…

Nikon D3x - Preisentwicklung

Werfen wir einen Blick auf den Preisverlauf der Nikon D700. Diese Kamera wurde anfangs zum Preis von etwa 3.000$ bzw. 3.000€ angeboten. Kurz nach der Ankündigung zahlten ungeduldige wohlhabende Amateure kurzzeitig sogar noch ein paar hundert Euro zusätzlich um sich frühzeitig als Besitzer dieser neuen Kamera rühmen zu können. Ich erinnere mich noch sehr gut wie ich damals in den USA unterwegs war und von einigen Amateuren mit meiner D2x und der D300 belächelt wurde. Krass waren zwei Typen aus Südafrika die eigentlich zur Photokina nach Deutschland wollten und einen kleinen Umweg über Las Vegas in Kauf genommen haben um eine Nikon D3 inkl. 14-24, 24-70 und 70-200 einzukaufen. Wie die D700 war die D3 damals noch ein wirklich heißes Eisen!

Hier warten die beiden zwischen ihren teuren neuen Kameras auf den Sonnenuntergang an der Second Wave.

Waiting for sunset - Second Wave - Arizona

Doch dann fiel auch hier der Preis der D700. Während der langen Zeit des Wartens auf den Nachfolger hielt er sich erstaunlich gut bei ca. 2.000 Euro. Nach der Serie von Katastrophen in Japan stieg er sogar wieder an. Kaum war im März 2012 die D800 angekündigt, fiel der Preis der D700 gleich um mehrere hundert Euro.

Nikon D700 - Preisentwicklung

Wie war der Preisverlauf bei der „kleinen“ Nikon D7000? Schauen wir doch mal genauer hin. Anfangs lag diese Kamera relativ lange und relativ stabil bei der Nikon Preisempfehlung. Die Nachfrage war groß, schließlich war die Kamera deutlich preiswerter als eine D3s und lieferte eine höhere Auflösung. Das waren die Argumente die bei den Kunden zählten. Im August 2012 wurde dann klar, dass die D7000 eingestellt wird und der Preis fiel prompt von 1.500$ auf etwa 1.000$. Aktuell ist deine neue Nikon D7000 in Deutschland schon ab ca. 750 Euro erhältlich.

Nikon D7000 - Preisentwicklung

Eine Kamera ist also niemals eine Wertanlage. Aber lohnt es sich im Gegenzug zu warten bis der Preis gefallen ist? Auf diese Frage gibt es keine wirkliche Antwort. Fällt der Preis so ist ein Nachfolger in Sichtweite und sobald dieser lieferbar ist fällt der Preis noch weiter. Man muss sich selbst fragen was man will. Ist man charakterlich gefestigt oder braucht man einen „Ego-Verstärker“ in Form einer 6.000 Euro teuren Nikon D4? Die Nikon D7000 wird in den Händen der meisten Amateure die gleichen Ergebnisse erzielen, kostet aber nur einen Bruchteil einer D4. Soll man warten bis die D7100 lieferbar ist, oder soll man jetzt eine D7000 kaufen und damit einfach viele schöne Fotos machen?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst war während der vergangenen Jahre oft sehr ungeduldig und habe die D2x ganz kurz nach der Vorstellung zu einem horrenden Neupreis erworben. Heute ist sie ein Stückchen Alteisen, aber fotografieren kann man damit noch so gut wie am ersten Tag. Heute bereue ich meine Ungeduld aber ich habe auch draus gelernt. Nur weil man eine neue Kamera hat macht man nicht automatisch bessere Fotos. Wenn ich heute bestaunt werden möchte und die „Zuschauer“ denken sollen ich seit der super Profi, dann ziehe ich mit einer alten Hasselblad in den „Krieg der Eitelkeiten“. Wenn ich Kontakt zu lustigen Leuten suche, dann packe ich meine alte zweiäugige Rolleiflex 3.5f ein, mit keiner anderen Kamera lernt man schneller andere Menschen kennen.

Wenn ich einfach nur fotografieren will, dann packe ich ein was mir gerade in die Hände fällt. Da ist es egal ob es eine D2x, D700, D7000 oder D800E ist. Alle diese Kameras sind nur Werkzeuge und das Foto macht immer noch der Fotograf.

Wem seine Bildergebnisse wichtiger sind als die neidischen Blicke anderer, der sollte mit kühlem Kopf überlegen welche Fotos er machen will und mit welcher Kamera sich das realisieren lässt. Schnell wird man dann einsehen, dass man dafür keine Nikon D4x oder ein sonstiges teures Fotogerät braucht. Kreativität und Können kann man nicht kaufen, das muss man mühsam selbst entwickeln. Und dabei ist es letztlich egal mit welcher Kamera man das tut. Einige der besten Fotos aller Zeiten wurden mit einer Polaroid SX-70 geschossen. Und ein Andreas Gursky würde ein Foto das für mehrere Millionen Euro verkauft wird ganz sicher nicht mit einer Nikon D4 aufnehmen.

Letztlich kommt es immer auf das Ergebnis an. Und wenn das Ergebnis nicht im Mittelpunkt steht, dann sollte der Weg das Ziel sein. Wer also nur Spaß an der Fotografie haben will und von den Ergebnissen nicht leben muss, der ist mit einer preiswerte Ausrüstung sehr gut bedient. Kann er doch das gesparte Geld nutzen um die eine oder andere wunderbare Reise zu unternehmen.

Ansgar mit Rolleiflex 3.5f

Wer von den Ergebnissen seiner Fotos leben muss, der ist meist ein armes Schwein. Zu wenig sind gute Fotos heute noch wert und zu kurz ist die Verweildauer der Augen der Betrachter auch bei herausragenden Arbeiten. Auch hier funktionieren die Regeln von Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage nach Bildmaterial ist während der letzten Jahre enorm gestiegen. Aber im Gegenzug macht heute fast jedes Smartphone Fotos die annähernd auf dem Niveau sind,  das Fotografen im Jahr 1964 mit einer Nikon F erreichen konnten. Doch werden sie auch in ähnlicher Weise wie die Arbeiten eines Robert Capa gewürdigt? An den Fotos dieser Welt verdienen derzeit weniger die Fotografen als vielmehr die Unternehmen die mit diesem Bildmaterial handeln.

Fazit

Richtig schlechte Kameras gibt es heute nicht mehr. Alle Modelle haben vor und Nachteile, tolle Bilder kann man mit Kameras schießen die weniger als 500 Euro kosten. Wer mehr Geld für eine Kamera ausgibt sollte Kosten und Nutzen genau abwägen. Ich rate dazu im Zweifel lieber einen einfacheren Kamera-Body zu kaufen und das gesparte Geld in sinnvolles Zubehör und gute Objektive zu investieren.

Hier habe ich noch ein Foto das ich 2009 in Norwegen mit meiner Rolleiflex 3.5f Baujahr 1960 auf Fuji Velvia 50 aufgenommen habe. Rein qualitativ kann sich das große „Original“ auch heute noch mit einem RAW-Bild aus der Nikon D800E messen. Allerdings muss man es dann auch mit einem Trommelscanner digitalisieren 🙂 (Anklicken für 1000×1000 Pixel Auflösung)

Norwegen 2009 - Hardanger Fjord - Rolleiflex 3.5f

Kritisch gesehen – Black Gold von Jean-Jacques Annaud

Im Jahr 1963 erhielt das bildgewaltige Monumentalfilm „Lawrence von Arabien“ des Regisseurs David Lean und des Produzenten Sam Spiegel mit den Hauptdarstellern Peter O’Toole und Omar Sharif insgesamt sieben Oscars. Dieser Film markierte damit den Höhepunkt einer Filmgattung die heutzutage fast ausgestorben ist, das Wüstenepos. Viele Jahre später kam mit dem Streifen „Black Gold“ nach zähem Ringen um Finanzierung, Hauptdarsteller und Drehorte eine Hommage an Lawrence von Arabien in unsere Kinos. Umgesetzt hat dieses Epos der französische Filmemacher Jean-Jacques Annaud. Gedreht wurde 2010 und 2011 in Tunesien während der Wirren der „Jasmin Revolution„.

Wirft man einen Blick auf einige ausgewählte Werke von Jean-jacues Annaud, so erinnert man sich gern an Blockbuster wie der „Name der Rose“ mit Sean Connery mit oder „Sieben Jahre in Tibet“ mit  Brad Pitt.

  • 1981: Am Anfang war das Feuer (La guerre du feu)
  • 1986: Der Name der Rose (Il nome della rosa)
  • 1988: Der Bär (L’ours)
  • 1992: Der Liebhaber (L’Amant)
  • 1997: Sieben Jahre in Tibet (Seven Years in Tibet)
  • 2001: Duell – Enemy at the Gates (Enemy at the Gates)
  • 2011: Black Gold (Or Noir)

Bereits beim Film „Der Name der Rose“ setzte Jean-Jacques Annaud auf den bis dahin relativ unbekannten Filmmusik-Komponisten James Horner und dieser feierte mit seinem Soundtrack prompt den ersten großen Erfolg. Viele Produzenten weiterer Blockbuster setzten danach auf ausgeprägte musikalische Filmsprache von James Horner.

Allein die Liste seiner Oscar-Nominierungen ist einzigartig:

  • 1987: Somewhere Out There (aus: An American Tail, bester Song)
  • 1987: Aliens (bester Score)
  • 1990: Field of Dreams (bester Score)
  • 1996: Braveheart (bester Drama-Score)
  • 1996: Apollo 13 (bester Drama-Score)
  • 1998: Titanic (bester Drama-Score, Gewinner)
  • 1998: My Heart Will Go On (aus: Titanic, bester Song, Gewinner)
  • 2002: A Beautiful Mind (bester Score)
  • 2004: House Of Sand And Fog (bester Score)
  • 2010: Avatar – Aufbruch nach Pandora (bester Score)

Hinzu kommen etliche Grammy-Nominierungen und Golden-Globes. Aber „Black Gold“ hat weit mehr zu bieten. Zwar wurde der Film im wesentlichen von Geldgebern aus arabischen Ländern finanziert, doch für die Hauptrollen konnten international renommierte Stars gewonnen werden. Mit Antonio Banderas, Mark Strong, Freida Pinto (Slumdog Millionaire) und nicht zuletzt dem wunderbaren Tahar Rahim ist dieser Film ganz großartig besetzt. Im Gegensatz zu allem was wir aus Hollywood kennen, übernehmen hier die amerikanischen Ölsucher eher eine Statistenrolle. Das Hauptaugenmerk liegt auf den unterschiedlichen Weltanschauungen der beiden Könige und den Konflikten die sie beim Übergang hin zu einer modernen Gesellschaft, die sich westliche Errungenschaften zum Vorbild nimmt, meistern müssen.

Worum geht es in Black Gold?

Müsste man diesen Film in einer Schlagzeile zusammenfassen könnte diese lauten „Lawrence von Arabien trifft auf There will be blood„. In den 30er Jahren tauschen verfeindete Stämme irgendwo in Arabien nach einer blutigen Schlacht zwei Geiseln aus. Der unterlegene Scheich (Mark Strong) übergibt seine beiden Söhne dem siegreichen Feldherren (Antonio Banderas). Die beiden Kinder wachsen in Gefangenschaft auf und werden ohne es zu wollen doch Teil der eigentlich verfeindeten Gesellschaft. 15 Jahre später wird im Niemandsland zwischen den beiden Königreichen von amerikanischen Ingenieuren Öl gefunden. Im mündlichen „Friedensvertrag“ war aber 15 Jahre zuvor festgelegt worden, dass dieser „gelbe Gürtel“ von keinem der Wüstenkönigreiche beansprucht werden soll. Während Scheich „Antonio Banderas“ die Ölquellen ausbeuten lässt und mit dem Öldollars sein Köngreich modernisiert, wachsen bei seinen Gegnern Argwohn und Misstrauen gegenüber den Ausländern die jetzt scharenweise ins Land kommen um das Schwarze Gold zu fördern.

Jean-Jacques Annaud lässt sich viel Zeit um die Ausgangslage zu erzählen und die einzelnen Charaktere genau vorzustellen. Somit ist der erste Teil des Films eine zauberhafte ruhige arabische Familiensaga. Doch dann entbrennt der Krieg zwischen den Königreichen aufs Neue. Nun gibt Annaud richtig Gas und entwickelt auf dem bombastischen Soundtrack einen bildgewaltigen Wüstenkrieg. Dieser spitzt sich in einer „Tour de force“ des jungen Helden Tahar Rahim immer weiter zu und bleibt dabei wirklich spannend.

Fazit

Als der Film nach 2 Stunden und 10 Minuten zu ende geht ist man fasziniert von dieser für uns so fremden und doch so einzigartigen arabischen Welt. Eine tolle Geschichte subtil untermalt mit einem großartigen Soundtrack und guten Schauspielern. Da vergisst man schnell die manchmal etwas hölzernen Dialoge und die ruhige fast 60 Minuten dauernde ruhige „Einleitung“.

Black Gold ist großes Kino das jeder Liebhaber ambitionierter Abenteuerfilme gesehen haben sollte. Aktuell ist der Film bei amazon.de auf Blu-Ray bereits ab 9,97 Euro erhältlich:

Nikon D600 – Testbilder in voller Auflösung

Die Mitarbeiter von Chip.de haben sich die Mühe gemacht und eine wirklich umfangreiche Testreihe mit der neuen Nikon D600 abgearbeitet. Alle Testbilder sowie einige Beispiele „aus dem richtigen Leben“ gibt es online und in voller Auflösung. Wer sich fragt wie er die Bilder in voller Auflösung anschauen kann, der klickt einfach auf das Symbol das ich hier mit einem roten Pfeil markiert habe. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und „Pixelpeepen“ 🙂

Bilderstrecke mit Testbildern und Beispielfotos aus der Nikon D600 bei chip.de

Unterdessen ist die Nikon D600 während der letzten Tage schon wieder im Preis  gefallen. Aktuell ist sie bei amazon.de ab 1.946 Euro zu haben:

Die überragend gute Nikon D800 ist ebenfalls im Preis gefallen und aktuell bei amazon.de bereits ab 2.520 Euro erhältlich:

Angesichts des inzwischen relativ geringen preislichen Unterschieds kann man schon fast überlegen statt der D600 die etwas professionellere D800 zu kaufen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dieses „Upgrade“ nur in Verbindung mit exzellenten Objektiven und einem schnellen und wirklich leistungsfähigen Computer sinnvoll ist.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass man abgesehen vom geringeren Prestige als „Otto-Normalverbraucher“ mit einer Nikon D7000 durchaus genau das haben kann was man tagtäglich braucht. Und dabei kann man auch noch eine Menge Geld sparen. Wer also damit leben kann von anderen gut oder besser betuchten Fotoamateuren belächelt zu werden, dem würde ich auch im Zeitalter der D600 noch immer zu einer Nikon D7000 raten. Die D7000 ist eine großartige Kamera. Doch weil die Konkurrenz nicht schläft wird sie in den nächsten 6 Monaten mit der Nikon D7100 einen Nachfolger erhalten. Dies macht man bei Nikon nicht weil die D7000 nicht mehr konkurrenzfähig ist, sondern einfach um mit den technischen Daten der Wettbewerber gleichzuziehen und keine Kunden zu verlieren die nur nach „Pixeln“ schauen.

Ich persönlich halte das bei der D7100 zu erwartende „Mehr an Pixeln“ für relativ überflüssig. Könnte man mit 16.000.000 Bildpunkten keine geniale Fotos machen, so würde sich die Nikon D4 bei den Profis nicht so gut verkaufen. Getreu dem Motto  „Mehr ist Mehr und 16 sind genug“ würde ich aktuell dazu raten die spürbar fallenden Preise der D7000 zu nutzen und mit dem gesparten Geld ein paar gute Objektive zu kaufen und mit dem restlichen Geld eine Weltreise zu bezahlen 🙂

Die Nikon D7000 gibt es aktuell bei amazon.de für schlappe  789 Euro:

Wer es noch nicht getan hat, der kann sich ja mal durch diese Beispielfotos aus der Nikon D4 durcharbeiten. Wer danach noch meint, dass es unbedingt eine D600 mit 24 Megapixeln oder gar eine D800 mit 36 Megapixeln sein muss, der wird entweder bis Januar 2013 warten müssen oder er bringt sich ein Exemplar von einer Reise in die USA mit. Aktuell gibt es die Nikon D800 (Ohne Garantie und Service) via eBay.com ab 2.599 US-Dollar, das entspricht aktuell 2.018 Euro!

Nikon D800 bei ebay.com

Wer bei einem solchen „Schnäppchen“ zuschlagen will sollte aber nicht vergessen, dass der Deutsche Zoll Nikon Kameras die für die USA gefertigt wurden an der Seriennummer ganz einfach erkennen kann. Ist man ehrlich, so muss man Mehrwertsteuer und Einfuhrzoll bezahlen. Hier ein Rechenbeispiel über 10.000 Euro:

Hier muss jeder selbst entscheiden ob sich das lohnt. Ich würde davon abraten, denn ohne Garantie usw. sieht man bei einem Defekt mit einer fast neuen Kamera aus den USA in Deutschland ziemlich alt aus. Bekommt man eine D800 in den USA ggfs. als Ausstellungsexemplar deutlich preiswerter und ist der Händler zudem bereit einen geringeren Rechnungsbetrag auszuweisen, so kann es sich ggfs. rechnen. Aber das Risiko bleibt und es ist trotz offizieller Rechnung eigentlich nicht ganz legal.