Nikon D810 – Die besten Objektive

Mit der D810 hat Nikon eine Kamera mit einem besonders hochauflösenden Sensors im Angebot die mehr als ein heißes Eisen ist. Aber dieser Sensor verlangt sowohl die Fotografen als auch den verwendeten Objektiven alles ab. Nur mit den besten Objektiven, der richtigen Blendeneinstellung und kurzen Verschlusszeiten läßt sich das Potential dieser Kamera wirklich ausreizen. Wer mit Stativ,  Fernauslöser und Spiegelvorauslösung arbeite, kann mit dieser Kamera Ergebnisse erzielen, die vor einigen Jahren Besitzern teurer digitaler Mittelformat-Kameras vorbehalten waren.

Allerdings haben die Hersteller dieser Kameras nicht geschlafen und haben weiterhin die Nase vorn, aber nicht nur bei Pixelgröße und Auflösung sondern auch beim Preis. Aber vVerglichen mit einem digitalen Rückteilen wie dem Mamiya Leaf Credo 80 für knapp 25.000 Euro, ist die Nikon D810 schon fast ein Schnäppchen.

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Fotoschule – Teil 1

In meinem letzten Artikel habe ich Euch ja schon angekündigt, dass ich plane in den kommenden Monaten in lockerer Folge einzelne Videos und Artikel zum Thema „Ansgar’s kleine Fotoschule“ zu erstellen. Heute ist der erste Teil schon fertig. Mein etwas ungehobelter Kumpel Arnulf Schmadtke hat mir im Vorfeld in seiner einzigartigen Manier einige Fragen per Video-Botschaft zukommen lassen. Diese Fragen habe ich zum Anlass genommen um Euch ein wenig zum Thema „Kennt man eine, kennt man alle“ zu erzählen.

Warum dieses Thema? Ganz einfach, seit ich mit 12 Jahren Jahren meinen ersten Fotoapparat bekam hat sich an den meisten Themen der Fotografie fast nichts geändert. Es gibt einige wenige Zutaten die ein Bild aus rein technischer Sicht ausmachen. Diese Zutaten sollte man kennen und beherrschen. Es ist ein wenig wie das Lesen von Noten. Wer einst ein Konzertpianist werden will, der sollte damit beginnen des Notenlesen zu lernen.

Kommt man mit den Noten erst einmal zurecht so garantiert dies aber noch lange nicht, dass man einst als gefeierter Beethoven-Interpret auf einem Steinway-Flügel musiziert oder vielleicht stattdessen daheim vor einer etwas verstaubten Heimorgel gemeinsam mit den Enkelkindern Volkslieder übt. Das Notenlesen ist das Handwerkszeug der Musiker und was man daraus macht hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und mehr noch davon wie hartnäckig man seine Ziele verfolgt.

Bei der Fotografie ist es ganz genauso. Wer seine Kamera nicht beherrscht (Noten lesen kann) der sollte sich keine Hoffnungen auf eine große Karriere als gefeierter Starfotograf machen. Daher mein Appell an alle die ernsthaft in die Fotografie einsteigen wollen:

  • Lernt zuerst Noten zu lesen und versucht danach schöne Lieder zu komponieren!

Für die Erstellung meines Videos habe ich insgesamt drei Kameras verwendet. Mein Ziel war ein schöner abwechslungsreicher Multi-Cam-Edit. Aber leider habe ich immer wieder meine Beispiel-Fotoapparate vor der „Detail-Kamera“ zu hoch gehalten und die alternative Einstellung war letztlich nicht zu gebrauchen weil Kamera #3 keinen vollständig aufgeladenen Akku hatte. So sind letztlich nur zwei Spuren übrig geblieben. Wundert Euch also nicht wenn ich im Video immer mal wieder recht freundlich einen imaginären Fremden anlächle, das war Kamera #3…

Kamera #1 (Hauptkamera) war diesmal meine Nikon D800E mit dem AF-S VR 2.8/24-70mm Objektiv bei 1/30s, Blende 5,6 und ca. ISO-400. In der D800E war KEINE SPEICHERKARTE eingelegt, daher konnte ich ein cleanes Videosignal über HDMI ausgeben und erstmals mit meinem neuen Atoms Ninja 2 aufzeichnen. Leider war auch die D800E nicht perfekt vorbereitet. So war auch hier zwischendurch die Batterie am Ende und zusätzlich hatte ich vergessen sie so einzustellen, dass sie den Live-View tatsächlich beibehält. Statt ein ununterbrochenes Videosignal zu liefern hat sie sich alle 10 Minuten abgeschaltet. Dabei bekommt man natürlich die Krise wenn man mit drei Kameras gleichzeitig zu filmen versucht.

Sehr doof ist es auch wenn man sein eigener Tontechniker, Moderator und Kameramann sein muss. Wie fokussiert man eine Kamera auf das eigene Gesicht wenn man hinter der Kamera steht? Dementsprechend sind im zweiten Teil die Kameras auf dem Tisch schön scharf abgebildet, mein Gesicht hat allerdings einen kräftigen Weichzeichner😦

Auch hatte ich ein wenig Hoffnung in den WU-1b WLAN Adapter an meiner Nikon 1V2 (Detailkamera) gesetzt. Aber die kostenlose Nikon APP ist wirklich noch primitiver als in den diversen Schmähschriften im Internet beschrieben. Zwar kann man damit via WLAN den Live-View auf das Handy oder ein iPad auslagern, aber eine Video-Aufnahme lässt sich damit nicht starten!! Hier habe ich mich echt gefragt wie dumm man sein muss wenn man zu diesen tollen Kameras und dem grundsätzlich guten WLAN-Adapter eine so primitive Software konzipiert…

Dann gab es auch noch Probleme mit dem Ton. Im ersten Teil habe ich das eigentlich recht gute Audio Technika ATR-3350 verwendet. Dieses Mikro hat einen kleinen Vorverstärker der mit einer winzigen LR44 Batterie betrieben wird. Und wie immer war diese kleine Batterie leer, was ich aber erst nach dem ersten Moderationsanlauf bemerkt habe. Mit einer neuen Batterie ging es dann eine Weile ganz gut bis nach einer der vielen Unterbrechungen wieder kein Audio-Signal mehr im Atoms Ninja 2 ankam – Arg… Also bin ich auf ein echt primitives passives Ansteckmikrofon ausgewichen das es bei amazon.de für sage und schreibe 3,95 Euro zu kaufen gibt. Und was soll ich sagen, die Tonspur ist damit sogar besser geraten!

Wundert Euch also nicht wenn etwa in der Mitte des Videos die Tonqualität wechselt, das ist das zweite Mikrofon!

Arnulf Schmadtke hat seine kleine Fragerunde übrigens mit einer Nikon 1 V2 und dem 1.2/32mm bei Blende 1,8 ISO-400 und 1/100s aufgenommen. Außerdem hat der den Portrait-Autofokus mit Gesichtserkennung verwendet. Ich war von der Qualität einer kurzen Frage-Einwürfe mehr als überrascht. Ich hample mit einer großen Profikamera herum und er nimmt seine Fragen einfach schnell mal in der Küche auf🙂

Später beim Videoschnitt habe ich erst spät einige Clips gefunden die sich doch noch für ein Multicam-Edit eignen. Da war das Video aber schon fast fertig geschnitten. Also habe ich die ursprüngliche „einfache“ Videospur in Final Cut Pro X deaktiviert und eine zweite Spur „darüber“ gelegt bei der ich immer mal zwischen den beiden Kameras (Nikon D800E und Nikon 1V2) gewechselt habe. Als dann nach vielen Stunden endlich das 37 Minuten lange Video fertig für den Upload bei YouTube war, gab es beim Export immer wieder Fehlermeldungen. Das hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich hat eine lange Recherche im Internet geholfen. Auch andere Nutzer haben seit dem letzten Update dieses Problem. Nachdem ich alle Render-Dateien (die für die Vorschau benötigt werden) gelöscht und meinen Mac zwei Stunden lang erneut vor sich hin habe arbeiten lassen, ließ sich das Video dann endlich im Format 1080p exportieren. Die stark komprimierte Videodatei war immer noch 2,89 Gigabyte groß und dementsprechend hat der YouTube Upload ganze 6 Stunden gedauert!

Und so sieht mein schwer zusammen gefummeltes Video-Projekt aus…

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Wer diesen Screenshot anklickt muss ich nicht über die Größe wundern, das liegt an der irre hohen Auflösung des 15″ Retina-Displays an meinem neuen kleinen Mac🙂

Ich hoffe das Video macht Euch trotz aller Widrigkeiten ein wenig Spaß. Ich freue mich auf Euer Feedback!

Nikon DF – Systemkamera mit Vollformatsensor

Wer während der letzten Monate den internationalen Fotomarkt etwas beobachtet hat, dem sind sicher mehrere neue spiegellose Systemkameras ins Auge gesprungen. Sony hat zunächst mit der RX1 eine Kamera mit fest montiertem Zeiss Objektiv zum exorbitanten Preis von weit mehr als 3.000 Euro ins Rennen um die Käufergunst geschickt. Diese Kamera liefert bestechend gute Bildergebnisse, nur das Objektiv lässt sich nicht wechseln und selbst einen Sucher muss man separat erwerben.

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Kaum war die RX-1 auf dem Markt, hat SONY nur acht Monate später die grundsätzlich baugleiche RX1r nachgelegt. Damit es den unentschlossenen Käufern nicht langweilig wird ist nun gleich eine Triumvirat neuer Kameras Alpha-Serie in der Pipeline die mehr in Richtung Spiegelreflexkamera zielen, ohne indes einen Spiegel zu verwenden.

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Wirklich lieferbar sind sie noch nicht aber man kann sie bereits vorbestellen.

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Und einen toll gemachten Werbespot gibt es auch schon zu sehen.

Auch bei Olympus hat sich in den letzten Wochen einiges getan und mit der OM-D E-M1wurde ein spiegellose Systemkamera im Retro-Design vorgestellt die sehr an die großen SLR Klassiker OM-1 und OM-2 aus dem 80er Jahren erinnert.

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Wie schon in den 80er Jahren legt man bei Olympus großen Wert drauf zu unterstreichen, dass die neue Kamera deutlich kleiner und kompakter als die Systeme der Wettbewerber ausfallen.

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Quo Vadis Nikon

Bei Nikon überschlagen sich derzeit die Neuvorstellungen ebenfalls. Wie bei der SONY RX1 wurde die sehr gute Nikon D5200 vor einigen Tagen bereits nach weniger als einem Jahr von der Nikon D5300 abgelöst. Wegen der vielen negativen Stimmen zum Problem mit feinsten Öltropfen die den Sensor verschmutzen können, hat Nikon mit der Nikon D610 die sehr gute Nikon D600 bereits einige Monate nach der Vorstellung schon wieder aus dem Programm genommen.

Aktuell sieht das Nikon DSLR-Angebot etwa so aus:

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Auch im Segment der kleinen Nikon Kameras tut sich was, hier wurde jüngst die weltweit erste wasserdichte Systemkamera mit Wechselobjektiv und Blitzlicht vorgestellt, die Nikon 1 AW1.

Nikon1_AW1_Silver

Doch wie sieht es mit einem Pendant zu den neuen spiegellosen DSLR-ähnlichen Systemkameras von Sony und Olympus aus?

Mit den beiden Videos „Nikon – Pure Photography“ verunsichert man aktuell die gesamte Fangemeinde. Woher kommt dieses Verschlussgeräusch am Ende der Videos, aus einem Lautsprecher oder ist es echt? Eine Kamera ist in beiden Videos indes nicht wirklich zu sehen und so werden wieder einmal gezielt Spekulationen befeuert und Kunden verunsichert. Vielleicht ist die neue Generation noch nicht ganz fertig und bevor Kunden zu Sony oder Olympus abwandern könnte man ihnen die schon fast getroffene Entscheidung so schwer machen, dass sie warten bis klar ist was letztlich hinter diesen Videos steckt.

Aber seht selbst:

Im zweiten Video hält der Schauspieler eine Kamera in der Hand deren Objektiv sehr an die legendären AiS Objektive ohne Autofokus erinnert. Dies verleitet die Nikon Fangemeinde aktuell wieder einmal zu wilden Spekulationen. Die einen hoffen, dass eine neue Kamera im Design der legendären Nikon F3 auf den Markt kommen wird, die andere hoffen auf einen digitalen Nachfolger der Nikon FM3a.

Ich habe mir heute mal den Spaß erlaubt eine Symbiose aus Nikon Fm3a der Fuji X100 und der Nikon F75 zu erstellen. Ein neues extrem lichtstarkes Objektiv habe ich auch gleich dazu entworfen, wenn Mythos dann echter Mythos🙂

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Ach ja, der rote „Video-Button“ stammt von der Nikon 1…

Über die Gestaltung der Rückseite habe ich auch nachgedacht🙂

Nikon-DF-Back-Silver-2014

Wie dem auch sei, so oder so ähnlich könnte die neue Nikon aussehen. Ob die Typenbezeichnung allerdings wirklich Nikon DF sein wird, das bleibt abzuwarten.

Aktuell kursieren im Internet bereits mehrere Interpretationen der neuen Typenbezeichnung:

  • Nikon DF – Digital Fusion
  • Nikon DF – Discontinued Filmcamera
  • Nikon DF – Discrete Finance
  • Nikon DF – Digital Flop

Vor ein paar Tagen machte bei Facebook dieser schöne Cartoon die Runde:

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Da steckt viel Wahrheit drin! Wer in diesem Tagen in die Fotografie einsteigen möchte und überlegt welche Kamera er kaufen sollte, dem würde ich zu einer gebrauchten DX Kamera in guten Zustand raten. Wer mit der Kamera filmen möchte, der nimmt eine D5100 oder die D7000. Wer eine schöne große Profikamera sucht, der ist mit der D2x oder der D2xs immer noch sehr gut beraten. Auch die Nikon D300 oder die D300s sind durchaus noch mehr als zeitgemäß und liefern wirklich tolle Bilder. Aber auch mit den Kameras der anderen Hersteller kann man sehr gute Fotos machen.

Noch immer gilt die alte Weisheit:

Das Bild macht nicht die Kamera sondern der Fotograf

Also Freunde, lasst Euch nicht total verrückt machen von all den neuen schönen Dingen die immer besser toller, weiter, höher und schneller sind. Kauft Euch einfach eine erprobte Kamera für kleines Geld und achtet dabei mehr darauf wie sie in der Hand liegt und ob Euch die Bedienung zusagt.

Ein perfektes Foto das mit einer Nikon D70 für 100 Euro aufgenommen wurde ist immer noch 10.000 mal besser und wertvoller als eine verwackelte Gurke die aus einer Nikon D4x mit AF-S VR 1.8/500mm EX-IId oder sonst was stammt.

Mein Tipp:

Nicht mehr in Internet-Foren nach der besten Kamera mit den feinsten Pixeln stöbern und auch nicht 5 Stunden am Tag ein Werbevideo nach dem anderen bei YouTube anschauen. Schnappt Euch eine gebrauchte Kamera die technisch gut in Schuss ist und geht hinaus in die Welt und macht geile Fotos. Was nutzt die konkrete Utopie mit 24,37 Megapixeln und 2.013 statt 1.879 Linienpaaren solange ihr dieses teure Ding weder versteht, noch korrekt bedienen könnt und außerdem keine Erfahrung im Umgang mit Motiven habt?

Viele wichtiger als die Kamera mit den allerletzten technischen Gimmicks ist eine eigene Bildsprache! Geht einfach fotografieren und versucht bei dem was ihr da macht mit jedem Mal ein wenig besser zu werden. Irgendwann ist es dann Zeit für die teure Profikamera und dann ist sie bei Euch auch in guten Händen. Und statt viel Geld für immer neue Kameras auszugeben habt ihr dann ein paar Jahre lang viel fotografiert, seid in der Welt herumgekommen und könnt über die Frage Nikon D7000 oder Nikon 7100 nur noch müde lächeln.

Ich für meinen Teil packe jetzt meine Sachen und gehe raus um mir ein paar schöne Motive zu suchen🙂

Update vom 01.11.2013

Die Leute vom Nikon Marketing bauen ihren Werbefeldzug schrittweise aus und nun gibt es weitere Details zu sehen. Die neue Nikon DF wird wie eine Mischung aus D800 und F3 aussehen. Aber warten wir es mal ab, bis zur offiziellen Vorstellung sind es nur noch einige wenige Tage…

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800 Abonnenten auf YouTube

800 Abos - Abonnenten - YouTube - anscharius.net - ancharius

Als ich mich im Juli 2009 bei YouTube angemeldet habe, war ich auf der Suche nach einer kostenlosen Möglichkeit um Videos abzulegen die sich dann leicht mit meinem BLOG verknüpfen lassen. Da VIMEO relativ teuer ist, kam eigentlich nur YouTube als Alternative in Frage. Anfangs habe ich die Videos zum meinem BLOG noch bei Microsofts kostenlosem Video-Dienst Soapbox (Seifenkiste) abgespeichert. Aber einige Monate später hat Microsoft erkannt, dass dieses kostenloses Angebot keine Chance gegen die Übermacht von YouTube hat. So war Soapbox zusammen mit dem kostenlosen BLOG-Dienst auch kurz darauf schon wieder Geschichte. Alle treuen Blogger mussten mit ihren BLOGs umziehen, es gab eine „Umzugshilfe“ in Richtung WordPress. So bin ich mehr oder weniger zufällig hier bei WordPress gelandet.

Während des „Umzugs“ hieß es: Es wird ihnen gefallen was sie dort sehen werden! Und ich muss sagen, da hat Microsoft nicht zu viel versprochen. Gemessen am alten Microsoft Angebot eröffnet sich dem fleißigen Blogger auf WordPress ein ganz neues Universum.

Hier ist mein allererstes YouTube-Video:

Als ich dieses Video aufgenommen habe, war neben einer kleinen Nikon S600 die einzige Möglichkeit etwas zu filmen mein NOKIA N95 Telefon. Die schöne Noblex 150 HS hat mir übrigens einiges an Kopfzerbrechen bereitet und viele Bilder beschert,  die zu einem Teil doppelt belichtet waren. Irgend etwas stimmte mit dem Filmtransport nicht. Letztlich habe ich sie dann gegen die ultracoole fast neue Hasselblad 500 C/W mit dem perfekten Carl Zeiss 100mm eingetauscht, worüber ich im Nachhinein wirklich froh bin! Diese Kamera ist zu 100% mechanisch und funktioniert einfach immer und überall. Egal ob kalt oder heiß, das Siebengebirge oder der Mond, diese Hasselblad macht einfach gute Fotos und das ganz ohne Strom – wirklich genial!

Ansgar-Hasselblad-500CW

Im Frühjahr 2009 war ich das erste mal im bedrückend engen Spooky Canyon in Utah. Damals war mir nicht klar, dass es hier giftige Spinnen und Klapperschlangen gibt. Einige Wochen später hat sich ein übergewichtiger Fotoamateur so heftig zwischen die Felswände gezwängt, dass er stecken blieb und fast verdurstet wäre. Nach zwei Tagen haben ihn andere Wanderer gefunden und ihm das Leben gerettet! Er hatte alles was man zum Überleben braucht dabei, aber es lag ein paar Meter entfernt und er steckte zwischen den Felswänden fest.

Als ich dort mein unbeschwertes Video aufgenommen habe, war ich mir der Gefahren die dort lauern nicht wirklich bewusst…

Zwei Jahre später hatte ich dann die famose kleine Nikon P7000 mit dabei und habe ich Utah dieses Video aufgenommen. Inzwischen hatte ich ein kleines Mac Book und konnte meine Videos mit iMovie bearbeiten.

Mit der Nikon P7000 entstand auch dieses Video während ich gemeinsam mit meinem Sohn das Phantasialand in Brühl bei Köln besucht habe.

Hatten meine Videos bis dahin eher dokumentarischen Charakter, so kam spätestens mit der Nikon D7000 mehr „Ernst“ ins Spiel. Ich habe mit meiner Reihe „Nikon History“ begonnen und fast eine ganze Saison über viele Motorradfahrten mit bis zu drei GoPro Kameras gefilmt. Die Videos waren lang und für „nicht Biker“ ziemlich langweilig. Aber mir machen sie noch heute in der kalten fiesen Jahreszeit eine Menge Spaß. Ab und zu schaue ich mal hinein und freue mich darauf, dass es bald wieder Frühling wird und die neue Motorradsaison startet.

Mit meinem Video zur letzten Reise nach Teneriffa ist dann mein bislang aufwändigstes Video bei YouTube gelandet. Hier waren vier Kameras am Werk und Schnitt und Vertonung haben fast eine Woche verschlungen. Aber es war eine tolle Zeit, Abend für Abend habe ich diese tolle Reise erneut erleben können.

So haben sich inzwischen fast 250 Videos in meinem YouTube Kanal angesammelt, die verteilt über rund 750 Artikel in diesem BLOG einen wirklich sehr schönen kreativen Lebensabschnitt dokumentieren.

An dieser Stelle möchte ich allen Zuschauern und Lesern ganz herzlich danken, dass sie mir ihre Zeit geschenkt haben und mich mit soviel Zuspruch, E-Mails, Kommentaren und sogar gemeinsamen Reisen unterstützt haben.

D*A*N*K*E

Fotografieren mit dem Hasselblad Flexbody

Welcher begeisterte Fotoamateur hat sich nicht schon einmal eines dieser sündhaft teuren Tilt- und Shift-Objektive gewünscht um die Linien eine Hochhauses bolzengerade abzubilden oder die „unendliche Tiefenschärfe“ zu erzielen? Doch diese Objektive sind extrem teuer und sind in der Regel den Profis vorbehalten.

In einer ganz ähnlichen Liga spielt der Hasselblad Flexbody. Allerdings hat man sich bei Hasselblad etwas ganz besonderes überlegt als man den Flexbody konstruiert hat. Statt komplexe neue Tilt- und Shift-Objektive zu konstruieren hat man einfach den Kamerakorpus ersetzt. Bereits bei der Hasselblad SWC (SuperWide-Camera) hatte man einen spiegellosen sehr einfachen Kamerakorpus mit einem festmontierten starken Weitwinken sehr erfolgreich kombiniert. Mit dem Flexbody wurde dann 1995 eine sehr spezielle Kamera präsentiert, die einer Fachkamera recht ähnlich ist, ohne jedoch deren Möglichkeiten in vollem Umfang bieten zu können. Aber man kann das Magazin in den Höhe verschieben und es in recht weiten Bereichen neigen. Außerdem bietet der eingebaute Balgen viel zusätzliche Flexibilität bei der Fokussierung. Nach der Vorstellung des Flexbody musste man sich bei Hasselblad aber auch Kritik gefallen lassen. Denn nicht alle Objektive die für den 6x6cm großen Bildkreis konstruiert sind leuchten bei extremen Einstellungen noch das komplette Bildformat aus. Daher wurde 1997 also nur zwei Jahre später der Arcbody vorgestellt. Diese Kamera ist dem Flexbody sehr ähnlich, beschreitet aber völlig neue Wege. Die herkömmlichen Objektive können nicht mehr verwendet werden, statt dessen wurden drei speziell konstruierte Objektive der Firma Rodenstock vorgestellt. Diese Objektive leuchten in allen Einstellungen am Arcbody stets den vollen Bildkreis aus. Aufgrund der geringen Stückzahlen ist der Archbody noch heute äußerst selten zu bekommen und die Preise bewegen sich zumeist in exorbitanten Regionen.

Kann man mit den leichten Einschränkungen des Flexbody-Modells leben, so bekommt man hier zum halbwegs moderaten Preis ein skurriles Kamerasystem das relativ einzigartig ist.

Hier habe ich zwei wirklich großartige Hasselblad-Publikationen für Euch verknüpft die es bei amazon.de zu kaufen gibt:

Für die Komposition des Bildes benötigt man eine Mattscheibe. Diese gehört zum Lieferumfang. Stellt man die Bildbühne schräg, so ist das Bild das die Mattscheibe produziert ab Winkeln von etwa 10° relativ dunkel. Dies lässt ich korrigieren indem man eine spezielle Fresnel-Linse vor der Mattscheibe einschiebt. Je nach Richtung des Winkels muss man diese Linse von links oder rechts einschieben. Für größere Winkel gibt es zwei weitere Frensel-Linsen. Außerdem steht das Bild welches man auf der Mattscheibe sieht stets auf dem Kopf und ist auch noch seitenverkehrt. Man braucht also ein gewisses Maß an Vorstellungsvermögen bei der Bildkomposition. An die Mattscheibe lassen sich eine Sucherlupe oder ein Prismensucher ansetzen. Mit dem Prismensucher ist das Bild dann seitenrichtig, steht aber noch immer auf dem Kopf, weil es nicht durch einen Schwenkspiegel umgekehrt wird.

Nach der Komposition des Bildes, der Belichtungsmessung und der korrekten Fokussierung wird es spannend. Man schließt den Verschluss durch Drücken des Drahtauslösers. Danach ist das Objektiv lichtdicht. Anschließend nimmt man die Mattscheibe ab, setzt ein Magazin an die Kamera, stellt sicher, dass ein Stück unbelichtetes Filmmaterial aufgezogen ist und entfernt den Schieber aus Edelstahl. Nach einem leisen Klick ist dann das „Bild im Kasten“. Nun heißt es den Schieber wieder in das Magazin zu stecken, das Magazin abzunehmen, die Mattscheibe anzusetzen und den Verschluss wieder zu öffnen. Danach ist man bereit für das nächste Motiv.

Das alles ist relativ komplex und man kann vieles falsch machen. Passt man nicht auf, so hat man seine Bilder häufig doppelt belichtet. Denn das Spannen des Verschlusses und das Transportieren des Films sind zwei getrennte Arbeitsschritte! Außerdem ist extrem wichtig nach dem Auslösevorgang sofort den Edelstahlschieber wieder einzusetzen. Bei einer Hasselblad 500 C/W – also einer Spiegelreflexkamera – hat man einen Hilfsverschluss. Dieser schützt das Filmmaterial und macht eine „normale“ Hasselblad damit relativ „Idiotensicher“. Beim Flexbody gibt es das alles nicht, hier fotografiert man ohne Netz und doppelten Boden! Und das ist vielleicht der besondere Reiz den dieses System auf mich ausübt.

Allein bin ich damit übrigens nicht! Beispielsweise bei flickr.com findet sich eine Gruppe von Leuten die dort mit dem Flexbody arbeiten. Schaut mal rein, dieses Bilder zeigen sehr schön, was mit dem Hasselblad Flexbody möglich ist.

http://www.flickr.com/groups/flexbody/pool

Hasselblad Flexbody

Hasselblad Flexbody