Fuji X-E2 – Fotos in voller Auflösung

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Gelegenheit mit der neuen Fuji X-E2 einige Testbilder aufzunehmen die ich Euch hier in voller Auflösung zeigen möchte. Wer sehen will was sich sogar ganz ohne Stativ aus dem Fuji X-Trans Sensor herausholen lässt, der klickt einfach die hier verlinkten Vorschaubilder an und wird dann zum großen Bild in meinem Flickr Fotostream weitergeleitet. Dort gibt es rechts unten ein Pfeil-Symbol, dieses klickt man an und wählt danach im Kontext-Menu „Alle Größen anzeigen“ aus.

Bildschirmfoto 2015-02-24 um 19.08.30

Das erste Beispielsfoto habe ich mit dem XF 55-200mm aufgenommen das wegen des kleinen APS-C Sensors im FX-Format einem Blickwinkel eines 82,5-300mm Teleobjektivs entspricht. Bei fast vollständig geöffneter Blende ist das Ergebnis mehr als überzeugend und macht Lust auf mehr.

Testshot #7 - Fuji X-E2

Das nächste Beispielfoto habe ich mit Blende 8 aufgenommen und die Bildqualität ist wirklich herausragend.

Testshot #8 - Fuji X-E2

Als nächstes gibt es drei Fotos die ich vom gleichen Standpunkt aus mit dem XF 18-55mm bei unterschiedlichen Brennweiten bei Blende 5,6 aufgenommen habe. Auch hier ist es beeindruckend wie viele Details der X-Trans Sensor der Fuji X-E2 einzufangen vermag.

Testshot #4 - Fuji X-E2

Testshot #5 - Fuji X-E2

Testshot #6 - Fuji X-E2

Nun ein Foto auf dem einfach irre viele feinste Details zu sehen sind und auch diese Aufgabe meistert die Fuji X-E2 mit Bravour.

Is it sharp? FUJI X-E2 Test Shot

Beim nächsten Foto erkennt man in der 100% Ansicht eine leichte Unschärfe, dies liegt aber an der großen Entfernung zum Motiv und ist auf feinste Partikel zurückzuführen die sich in der Luft befinden. Fotos über weite Strecken gelingen mit einem Teleobjektiv in der Regel nur an sehr kalten Wintertagen mit extrem trockner Luft.

Testshot #2 - Fuji X-E2

Um dieses Manko auszubügeln habe ich hier ein Foto das ebenfalls mit dem XF-55-200mm aufgenommen wurde, aber eben aus deutlich kürzerer Distanz. Hier spielt die in der Wärme der Sinne flimmernde Luft keine Rolle und verfälscht das Bildergebnis nicht. Es ist erstaunlich was dieses Objektiv und dieser Sensor leisten!

Testshot #3 - Fuji X-E2

Neben der Abbildungsleistung der Objektive ist der Dynamik-Umfang eines Kamera-Sensors für gute Bildergebnisse von essentieller Bedeutung. Wer kennt sie nicht die Fotos mit den ausgefressenen Lichtern die bei grellem Licht mit den winzigen Sensoren eines Smartphones aufgenommen wurden? Hier habe ich ein Foto das im unbearbeiteten Zustand das Problem sehr schön zeigt, dass die Natur und unser Auge größere Kontraste bereiten und verarbeiten können als fast jeder aktuelle Kamera-Sensor. Schaut man sich das Bild an sieht es zunächst aus als wäre bei den Wolken jegliche Zeichnung verloren und als würden die dunklen Bildbereiche kaum noch Zeichnung aufweisen.

Dynamic Range Test #1 - Fuji X-E2

Im nächsten Schritt senken wir nun im Adobe Camera RAW Converter die Lichter ein wenig ab und hellen die Schatten ein wenig auf. Zusätzlich reduzieren wir die Helligkeit um etwa 1/3 Blendenstufen und schon zeigen die Wolken eine ausgeprägte Zeichnung, ohne dass überstrahlte Lichter auffallen würden. Hellen wir jetzt noch die Schatten etwas auf, so kommt auch hier erstaunlich viel Zeichnung zum Vorschein und das ohne allzu starke Artefakte und Farbrauschen.

Dynamic Range Test #2 - Fuji X-E2

Der Tonwertumfang des Sensors der Fuji X-E2 ist wirklich ganz beachtlich und da stimmt es auch nicht weiter traurig, dass diese Kamera Belichtungsreichen mit nur 3 unterschiedlich belichteten Fotos erlaubt. In den allermeisten Situationen wird das ausreichen. Und falls mal nicht, so kann man sich mit dem sehr gut zugänglichen Einstellrad für die Belichtungskorrektur helfen. Damit kommt man schnell auf 6 oder 9 unterschiedlich belichtete Fotos aus denen sich HDR Fotos auch bei allerhärtestem Gegenlicht zaubern lassen sollten.

Fazit

Auch wenn der Video-Modus dieser Kamera anmutet an als hätte man ihn nachträglich mehr als lieblos in die Software „hineingemummelt“, so punktet die Fuji X-E2 doch bei der Bildqualität. Was diese kompakte kleine Kamera abliefern ist einfach nur erstaunlich. Im direkten Vergleich ist sie kaum größer als eine Olympus OM-D E-M1 und sich die Objektive sind nur kaum größer als die Pendants des sehr kompakten Micro-Four-Thirds Systems. Sehr gut gefällt mir an meinem neuen XF 10-24mm auch, dass der Filterdurchmesser mit 72m angenehm klein ist und man dieses Objektiv sehr gut mit dichten Graufiltern nutzen kann, ohne dass die Bildränder nennenswert abgeschattet werden, das ist außergewöhnlich!

Mit der neuen Firmware 3.0 ist es möglich bei eingeschaltetem Autofokus manuell nachzufokussieren. Das funktioniert sehr gut und das Fokuspeaking ist eine ganz ausgezeichnete Hilfe bei der Fokussierung. Auch gefällt mir sehr gut, dass man die Farben sehr frei wählen kann die beim Fokuspeaking im hervorragenden Sucher der X-E2 angezeigt werden. Aktuell habe ich „Rot“ eingestellt. Drückt man den Auslöser fokussiert die X-E2 automatisch und durch Drehen des Fokus-Rings wird das Fokus-Peaking aktiviert. Als „scharf erkannte“ Ecken und Kanten werden dann im Sucherbild oder auf dem rückwärtigen Display mit feinen roten Linien markiert. Das funktioniert sehr gut und hier könnten sich die Nikon Ingenieure bei der Entwicklung der Nikon 1 V4 eine dicke Scheibe abschneiden. Alternativ kann man ein digitales Schnittbild nutzen und es gibt auch Optionen um die automatische Vergrößerung des Sucherbildes beim manuellen oder halbautomatischen Fokussieren zu ändern, gut gemacht Fuji!

Neben dem neuen XF 10-24mm das im FX Format einem 15-36mm Weitwinkelzoom entspricht habe ich mir noch eine verrückte Lochblende gekauft. Was sich mit diesem Dingen alles anstellen lässt, das gibt es im nächten Artikel zu sehen!

Etwas enttäuschend ist allerdings die Kapazität der kleinen Akkus. Wer sich mit Auswahl und Komposition seiner Fotos viel Zeit lässt, die Displaybeleuchtung etwas stärker aufdreht und den Bildstabilisator dauerhaft aktiviert hat, der wird bereits nach etwa 100 Bildern feststellen, dass die Akkuladung langsam aber sicher zu Ende geht. Ich bin jetzt mit insgesamt drei Akkus ausstaffiert und bin seit heute außerdem stolzer Besitzer des sehr coolen MHG-XE Handgriffes. Dieser Handgriff kann fest mit der Fuji X-E2 verbunden bleiben und ermöglicht freien Zugang zum Batteriefach und der Speicherkarte. Außerdem ist er Arca-Swiss kompatibel und kann damit an vielen professionellen Schnell-Wechelssstemen ohne weiteres Zubehör genutzt werden.

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Was rockt mich im Herbst?

In den letzten Wochen hatte ich nicht viel Zeit für lange neue Artikel. Das lag zum größten Teil an den sehr aufwendigen und langwierigen Arbeiten zu meinen neuen Videos. Besonders die drei letzten USA-Videos haben mich mehrere hundert Stunden meiner abendlichen Freizeit gekostet.

Daher gibt es heute nicht viel Text sondern einfach nur ein paar Links zu meinen aktuellen YouTube Videos. Ich würde mich sehr freuen dazu den einen oder anderen „Daumen hoch“ von Euch zu erhalten. Konstruktive Kritik und Anregungen wie es besser geht sind natürlich jederzeit ganz ausdrücklich willkommen.

Wer nicht weiß wie er einen „Daumen hoch“ abgeben kann, dazu benötigt man einen kostenlosen YouTube-Account. Man hat dadurch keinerlei Verpflichtungen und muss selbst keine Videos einstellen usw. Aber man kann eben bewerten, kommentieren, Playlisten anlegen und sehr einfach mit den Machern der Videos in Kontakt treten.

Okay, starten wir in umgekehrter chronologischer Reihenfolge….

In den letzten Tagen war endlich das Wetter mal so, dass man wieder mit Freude Motorrad fahren konnte. Weil ich seit ein paar Tagen drei kleine Objektive für meinen iPOD Touch habe, kam es mir in den Sinn ein Video mit Tipps für Biker zu machen. Einige der Tipps passen natürlich auch für andere Arten der „sportlichen Fortbewegung“:-)

Die Zubehörartikel aus dem Video gibt es hier

Hier habe ich ein Video das mit ganz großen Spaß bereitet. Es ist vor ein paar Wochen an einem Montag entstanden den ich gemeinsam mit meinem Freund Mirko in der Luft verbringen durfte. Ein paar Tage zuvor haben wir ein kleines Interview aufgezeichnet.

Als mein Auto vor ein paar Tagen wegen einer Rückrufaktion in die Werkstatt musste, hatte ich Gelegenheit zwei Tage lang einen Mercedes GLA-250 auszuprobieren. Ein sehr schönes Auto!!

Hier nur nun die inzwischen fertig gestellten Teile 1-3 meiner Reportage zur USA-Reise im May 2014:

Infrarot-Fotografie mit der Nikon 1 V1

Wie in meinem letzten Artikel angekündigt gibt es heute einige erste Testbilder die ich gestern mit meiner auf Infrarot 700nm umgebauten Nikon 1 V1 aufgenommen habe. Das erste Foto entstand im Nieselregen am Braunkohle-Tagebau in der Nähe von Bergheim. Dort gibt es einen sehr schön gemachten Aussichtspunkt der auch hochtrabend „Skywalk“ genannt wird. Wie auch immer, die Aussicht ist grandios.

First Impressions #1 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

An meiner Nikon 1 hatte ich zuvor einen manuellen Weißabgleich ausgeführt. Wegen des schlechten Wetters hatte das Foto praktisch keine Farbe und weil besonders bei der Infrarot-Fotografie erlaubt ist was gefällt, habe ich diesem Foto nachträglich einen ausgeprägten Sepia-Look verpasst. Ohne diesen Sepia-Look sehen die Fotos bei schlechtem Wetter etwa so aus wie das nächste Beispielbild. Hier kann man besonders an den Regenjacken der Kinder sehen, dass wegen des relativ „dünnen“ Infrarotfilters, der bereits ab ca. 700nm für langwelliges Licht durchlässig ist, die Bildergebnisse noch ein wenig Farbe vorweisen können. Deutlich ausgeprägter ist dieser Effekt aber bei nur leicht bewölktem Himmel und schönem klaren Sonnenlicht, möglichst im Frühjahr.

First Impressions #2 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Doch auch bei schlechtem Wetter kann man mit dieser nun sehr coolen Kamera ungewöhnliche Fotos aufnehmen die wirklich viele Details Details zeigen.

First Impressions #3 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Das nächste Beispiel ist bei etwas Sonnenlicht im wunderschönen Bad Münstereifel entstanden. Sieht man hier genau hin, so sind bereits violette Bildelemente erkennbar.

First Impressions #4 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Das nächste Foto ist nun ein Bild das direkt aus der Kamera kommt. Durch den manuellen Weißabgleich entsteht ein recht brauchbares Schwarz-Weiß-Foto in dem alles Grün plötzlich Blau zu leuchten scheint. Ein schöner Effekt, der sich so mit meiner auf 830nm umgebauten Nikon D300 nicht erzielen lässt. Sehr gut gefällt mir, dass ich mit der Nikon 1 V1 nun Infrarot-Videos in genau diesem Look aufnehmen kann!

First Impressions #5 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Hier nun drei Beispiele bei denen ich die RAW-Datei mit Photoshop CS6 geöffnet und ähnlich wie im Video weiter oben gezeigt konvertiert habe.

First Impressions #6 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

First Impressions #7 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

First Impressions #8 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Fazit

Der Umbau meiner Nikon 1 V1 war mit 294,- Euro nicht gerade preiswert, aber es hat sich dennoch gelohnt. Diese Kamera liefert nun sehr abgefahre Fotos und wegen des identischen Akku-Systems ist sie eine ideale Begleiterin für Reisen bei denen meine Nikon D800E im Gepäck ist. Ohne viel weiteres Gepäck kann ich so auf der nächsten USA-Reise zusätzlich zu Videos und hochaufgelösten Fotos allerlei abgedrehtes „Infrarot-Zeugs“ fotografieren.

Diese Reise wird wirklich spannend!!

Für alle die selbst ein wenig mit dem Foto aus dem Video experimentieren wollen habe ich hier die zugehörige RAW-Datei abgelegt.

Nikon D300 – Burg Kreuzberg Infrarot

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(Alle Fotos sind 1000 oder 1920 Pixel breit oder hoch – einfach Anklicken…)

Schon seit vielen Jahren ist für mich das Tor zur Eifel das kleine Örtchen Kreuzberg in der Nähe von Altenahr. Bei meinen ersten Erkundungstouren gab es die modernen Straßentunnel und Umgehungsstraßen noch nicht, doch die wunderschöne Burg Kreuzberg war schon immer gut zu sehen und hatte es mir sehr früh wirklich angetan. Inzwischen hat man einen sehr schönen Blick auf die Burg wenn man den Tunnel nördlich von Kreuzberg verlässt. Das sieht einfach immer wieder schön aus und in den letzten Jahren habe ich mich immer wieder geärgert, dass ich keine Kamera dabei hatte.

Heute sollte sich das endlich ändern! Während sich meine Freundin Sandra im Café Fahrtwind vergnügt, bin ich mit meiner auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 und dem nagelneuen Nikon AF-S VR 55-300mm Objektiv unterwegs. Ich will sehen wie sich diese Linse in der Infrarot-Fotografie schlägt. Außerdem ist mein Ziel, einen der benachbarten Berge zu besteigen um so diese wunderbare Burg auf „Augenhöhe“ fotografieren zu können. Ein Exemplar des Nikon AF-S VR 55-300mm habe ich ja schon vor einer ganzen Weile gekauft, aber es ist dann samt Nikon D5100 in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen. Damals habe ich ein spontanes kleines Unboxing gemacht:

Und weil dieses Objektiv an der Nikon D5100 meiner Freundin inzwischen praktisch festgeschweißt ist, habe ich mir in der letzten Woche nach langem Hadern ein zweites Exemplar gekauft. Im direkten Vergleich zum drastisch teureren und deutlich unhandlicheren Nikon AF-S VR 2.8/70-200 habe ich damit an einer DX-Kamera einen größeren Telebereich, kann aber keinen Nikon Tele-Konverter benutzen. Blende 2.8 habe ich auch nicht, aber dafür hat das 55-300 bei amazon gerade einmal 219,- Euro gekostet – wenn das kein Schnäppchen ist?

Hier habe ich eine keine Karte auf der Ihr sehen könnt wie die Burg gelegen ist und von welchen Stellen ich sie fotografiert habe (1-5). Kleiner Spoiler: Die schönsten Fotos sind mir an Position 3 gelungen.

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Hier habe ich eine Sicht auf die Burg die ich von Position 1 mit meiner neuen Nikon 1 J2 aufgenommen habe.

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Hier jetzt eine getunte Variante die via RAW-Converter und einer Prise Tonemapping entstanden ist. Sie ist 1920 Pixel breit – einfach anklicken…

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Hier nun das erste Infrarot-Foto das heute mit der Nikon D300 und dem Nikon AF-S VR 55-300mm entstanden ist.

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Ganz ehrlich, mir gefällt hier auch die farbige Version besser! Infrarot sieht ja meistens ganz abgefahren aus aber hier ist einfach die Position und damit der Blick auf Burg nicht optimal. Auch ist mir aufgefallen, dass sich bei Blende 16 oder 22 im Bildzentrum ein ausgeprägter „heller Fleck“ zeigt. Dies scheint ein ganz typisches Problem vieler Teleobjektive zu sein die in Verbindung mit der Infrarot-Fotografie auftreten. Ich habe ein wenig experimentiert und bei Blende 11 liefert dieses Objektiv eindeutig die besten Ergebnisse!

Interessant ist auch das „Autofokus-Problem“. Obwohl meine Nikon D300 im Rahmen der Infrarot-Umrüstung mit einem geheimen Trallala-Verfahren der Autofokus ebenfalls auf Infrarot umgerüstet wurde, liefert die Kamera im LiveView-Autofokus-Modus ganz eindeutig schärfere Ergebnisse. Ich habe die Kamera so konfiguriert, dass sie mir im LiveView-Modus bereits SW-Bilder anzeigt. Dazu habe ich den Schwarz-Weiss-Modus aktiviert, dann Kontrast und Schärfe auf Maximum eingestellt. So entsprechen die Vorschaubilder ein wenig dem was sich später aus den RAW-Bildern zaubern lässt. Aber eine schlechte Perspektive kann kein RAW-Konverter der Welt wegzaubern und so habe ich mir zu Fuß die nächste Perspektive gesucht (Punkt 2 auf der Karte). Dort angekommen kamen wieder einige BMW Isetta angeflitzt. Heute hatte der Fanclub zu einer großen Runde durch die Eifel geblasen und ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viele dieser eintürigen Autos auf einer Straße gesehen! Hier sieht man übrigens eine knallrote Feuerwehr-Isetta. Warum sie hier fast weiß abgebildet wird? Es ist eine Infrarot-Kamera!! Weitere Fotos dieser witzigen kleinen Autos aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders gibt es morgen im meinen nächsten Artikel.

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Jetzt der Blick hinauf zur Burg. Wirklich schön ist das auch nicht, denn der tolle Turm ist kaum zu sehen, also auch keine schöne Perspektive!

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Als ich im letzten Jahr meine Fuji X100 ausprobiert habe, war ich bereits kurz an der gleichen Stelle und habe dort damals einen kleinen Weg entdeckt. Der „Einstieg“ ist sehr unscheinbar, aber der Aussichtspunkt der sich vor dort erreichen lässt ist umso schöner!

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Der Himmel wird hier übrigen so schön abgebildet, weil ich an der Nikon 1J2 einen relativ dichten Grauverlaufsfilter verwendet habe.

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Hier sieht man jetzt meine Nikon D300 auf dem supercoolen neuen BILROA XedriLux Stativ. Dieses Ding begleitet mich aktuell einfach überall hin. Es ist extrem flexibel, leicht und hat ein geringes Packmaß, außerdem ist es noch ausreichend stabil, also wirklich toll für Leute die ständig unterwegs sind und immer ein Stativ (das diese Bezeichnung auch verdient hat) dabei haben wollen!

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Hier noch ein Blick hinab auf das Örtchen Kreuzberg, so wie die Nikon 1 J2 es samt Grauverlaufsfilter bei 11mm Brennweite „gesehen“hat. Die Nikon 1 J2 hat einen Verlängerungsfaktor von 2.7, das entspricht also etwa 29mm Brennweite. Dieses kleine 11-27,5mm Objektiv funktioniert übrigens wirklich gut und es ist nicht nur scharf, klein und leicht, sondern auch mit nur 149,- Euro sogar überaus preiswert:

Das folgende Bild habe ich auf 1920 Pixel Kantenlänge verkleinert. Klickt es mal an und schaut in aller Ruhe auf die Details. Wenn man bedenkt, dass es mit einer Hosentaschen-Kamera gemacht ist, gibt es nichts zu meckern, gell?

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Hier ist nun mein „Foto des Tages“, die Perspektive stimmt und man sieht die Burg wie sie sehr schön in die umgebende Landschaft eingebettet hoch oben über Kreuzberg thront. (Anklicken!)

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Hier nun ein zweites Bild mit etwas längerer Brennweite. Es hat auch 1920 Pixel Kantenlänge, klickt es einfach an und achtet auf die Details. Das Nikon AF-S VR 55-300mm hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Es gibt praktisch keine Vignettierung und alle Details sind bis in die Ecken scharf abgebildet.

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Weiter geht es zur vierten „Perspektive“. Der Wanderweg oben in den Bergen ist übrigens wirklich schön und ich bin echt froh ihn gefunden zu haben. Wenn irgendwann gutes Wetter und viel Zeit zusammen treffen, werde ich dort einen Teil der Eifel erkunden den man vom Auto oder Motorrad einfach niemals zu sehen bekommt!

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Im farbigen Bild sieht man sehr schön, dass die tolle Burg jetzt schon wirklich weit weg ist. Umso spannender ist das Ergebnis mit dem 300mm Tele-Zoom. Und auch hier hat mich dieses tolle Objektiv nicht enttäuscht…

Wer „lange“ Teleobjektiven in der Landschaftsfotografie einsetzt hat häufig mit einem bösen Feind zu kämpfen, dem DUNST! Besonders an schwül warmen Tagen bindet die Luft unendlich viele kleine Wasserpartikel die es „normalen“ Kameras fast unmöglich machen mit Teleobjektiven scharfe Fotos über große Distanzen aufzunehmen. Im schmalen infraroten Spektrum am unteren Rand des mit unseren Augen sichtbaren Lichts ist das etwas anders. Hier kann das langwellige Licht den Dunst recht gut durchdringen und so gelingen auch an dunstigen Tagen immer wieder überraschend klare und scharfe Fotos! Auch das nächste Bild hat 1920 Pixel – einfach anklicken…

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Vergleicht man jetzt die beiden letzten SW-Fotos so muss man sagen, dass Perspektive 3 irgendwie besser ist als Nr. 4. Hier sieht man die Burg jetzt komplett von der Seite, der Turm wirkt übermächtig und von der schönen Fassade ist kaum noch etwas zu sehen. An Position 5 war dieser Effekt noch ausgeprägter, daher habe ich die Fotos die ich dort gemacht habe gleich in den Papierkorb verschoben:-)

Zurück am Auto, das bei Position 2 geparkt war, habe ich mir den Spaß erlaubt noch schnell zu einer der Brücken zu laufen. Unter einer der Brücken liegen kleine Felsbrocken im flachen Wasser der Ahr und es gibt niedliche „Stromschnellen“. Hier habe ich jetzt ein Foto das bei Blende 22 und ISO-100 entstanden ist. Den hellen Fleck im Bildzentrum habe ich erfolgreich mit Trick-17 in Photoshop beseitigt.

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Übrig geblieben ist eine sehr ruhige Komposition und wer das Foto in der 1920er Auflösung öffnet, kann sogar die Insekten auf dem Felsbrocken erkennen!

Fazit

Zum absoluten Kampfpreis von 219,- Euro ist das Nikon AF-S VR 55-300 eine echte Kaufempfehlung. Jeder der ein hochwertig verarbeitetes Teleobjektiv für eine Nikon DX-Kamera sucht wird damit gut beraten sein. Die deutlich teureren Kandidaten bieten einen besseren Staubschutz, ein Gehäuse aus Metall und es gibt eine Anzeige der eingestellten Entfernung. Doch diese Features braucht nicht jeder Hobbyfotograf, der einfach nur ein preiswertes Telezoom sucht das gute Bildergebnisse liefert. In der Vergangenheit habe ich schon oft mit dem Nikon AF-S VR 55-200mm fotografiert und meiner Meinung nach ist das Nikon AF-S VR 55-300mm eine ganze Klasse besser. Es verzeichnet weniger und liefert geringfügig schärfere Bildergebnisse mit leicht gesteigertem Bildkontrast. Für mich ein echter Gewinner den ich noch oft an meinen DX-Kameras verwenden werde!

Hier die Zusammenfassung der Artikel bei amazon.de

Nikon D300 – Infrarote Landschaftsfotografie II

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Es ist ein wunderschöner sonniger Sonntag und auf dem Programm steht eine Fahrt über die B9 entlang am Rhein von Bonn nach Mainz. Eine gute Gelegenheit neue Infrarot-Fotos zu schießen. Zu meinen erklärten Lieblingsmotiven gehören die Burgen links und rechts des Rheintals. Nirgendwo sonst findet man gut erhaltene Burgen in dieser Menge auf derartig dicht beieinander. Aber es ist auch Erntezeit und in den letzten Wochen habe ich immer wieder Mähdrescher auf den Feldern gesehen, nur eine Kamera hatte ich nie dabei, das soll sich heute ändern! Besonders zwischen Koblenz und Bingen zeigt sich das Rheintal von seiner schönsten Seite. Kaum hat man das Auto gestartet und ist ein paar Minuten gefahren, bietet sich ein schönes neues Panorama. Letztlich komme ich kaum vorwärts denn ich muss fast zwanghaft immer wieder anhalten, aussteigen und meine auf Infrarot 830 Nanometer umgerüstete Nikon D300 zücken. Auch heute ist wieder das Nikon AF-S VR 16-85mm Objektiv dabei. Diese Linse so so gut, man könnte sie eigentlich an der Nikon D300 anschweißen lassen. Meine Nikon D800E bleibt während dessen ungeachtet einsam im Kofferraum zurück…

In den letzten Monaten wurde ich oft gefragt wie viele Fotos ist pro Motiv aufnehme. Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten, es sind meist sehr viele. Ich variiere häufig die Brennweite und den Standpunkt. Häufig neige ich leider dazu die Kamera etwas schief zu halten. Daher nehme ich oft mehrere „fast“ identische Fotos auf, bei denen ich die Kamera leicht nach rechts oder links neige. Klar, man kann jedes Bild mit schiefem Horizont nachträglich „gerade biegen“. Aber das ist immer mit Einbußen bei der Bildqualität verbunden. Je weniger man an einem Foto korrigieren muss umso besser ist es. So kamen auch heute während einer etwa vier Stunden währenden „Oben-Ohne-Fahrt“ wieder viele hundert Fotos zusammen. Letztlich waren es aber nur etwa 20 verschiedene Motive…

Einige wenige Fotos habe ich hier für Euch zusammengestellt. Alle Fotos sind 1920 Pixel breit oder hoch, also einfach anklicken und vielleicht als Desktop-Foto einrichten:-)

Wenn Ihr Fragen zur Konvertierung oder Einstellungen der Kamera habt, dann könnt Ihr mir diese in den Kommentaren stellen. Ich beantwortet sie dann gern.

Nun aber die Fotos…

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