Die Reise mit dem Schlaganfall

Korsika Evisa

Mit dem Motorrad nach Korsika zu reisen, ist ein Abenteuer der ganz besonderes Art. Der Hin- und Rückweg lockt mit herrlichen Landschaften die das Bikerherz schneller schlagen lassen. Nur blöd, wenn etwas dazwischen kommt. Wie diese Reise und das jähe Ende mein Leben verändert haben, davon handelt dieses Buch.

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Mit dem Motorrad nach Korsika

In meinem BLOG war es in diesem Jahr sehr ruhig. Der Grund war ein Schlaganfall vor ziemlich genau einem Jahr. Dass es mich mit nur 54 Jahren im sonnigen Süden Frankreichs vom Motorrad hauen würde, das hätte ich auch nicht gedacht. Aber solche Dinge passieren und ich bin sehr glücklich, dass es mir heute besser geht als vor dem Schlaganfall. Häufig ist leider das genaue Gegenteil der Fall.

Auch wenn es mir wieder gut geht, so hat dieses Ereignis die letzten 12 Monate doch sehr geprägt. Bei der Aufarbeitung hat mir vor allem die Arbeit an diesem Buch geholfen.

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Mit dem Motorrad nach Fuerteventura

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Fuerteventura via Gran Canaria mit einem gemieteten oder gar dem eigenen Motorrad zu erkunden ist relativ einfach. Mehrmals täglich verkehren Fähren der Fährgesellschaften ARMAS und FRED OLSEN zwischen beiden Inseln. Die Überfahrt dauert je nach Wetter und Fährgesellschaft zwischen zwei und drei Stunden. Motorräder haben in allen Fährhäfen Priorität und dürfen zuerst auf die Schiffe. Dies ist notwendig, weil Motorräder an speziellen Plätzen auf den Fähren sicher verzurrt werden müssen. Man sollte also rechtzeitig im Hafen eintreffen oder sich einfach dreist vordrängeln und ganz vorn, noch vor die wartenden PKW und LKW, anstellen.

Bei den Schnellfähren von FRED OLSEN wäre zu erwähnen, dass diese nicht vollständig geschlossen sind und man mit einem leichten Nebel aus Meerwasser auf dem Motorrad rechnen muss. Wenn sich das ehemals blitzsaubere Moped plötzlich etwas klebrig anfühlt, sollte man ggf. die nächste Tankstelle mit einem Hochdruckreiniger aufsuchen.

Wegen der geografischen Begebenheiten legen die Fähren im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria ab. Auf Fuerteventura legen sie im Hafen von Morro Jable, am südlichsten Zipfel der Insel, an. Tickets kann man bequem über die Webseiten der Fährgesellschaft buchen. Ich selbst verwende in der Regel die APP von www.aferry.com, die für Android und iOS verfügbar ist.

Ferry-Gran-Canaria-Fuerteventura

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Regen und Sturm auf Gran Canarria

Eine uraltes Sprichwort besagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Bei uns Fotografen gibt es eine etwas abgewandelte Variante:

  • Schlechtes Wetter ist gutes Fotowetter

Dieses Sprichwort ist es dann auch, was mich letztlich heute antreibt. Am Morgen war es noch schön, aber schon gegen 11h ziehen von Süd-Osten her schwere Wolken über Gran Canaria. Das Thermometer zeigt trotz allem angenehme 28°C und oben in den Bergen wird es damit kaum kälter als 18°C sein. Warum also nicht einen kleinen Ritt wagen und auf schönes Licht zwischen diesen dunklen Wolken hoffen?

Gran-Canaria-GC60

Noch vor Mittag geht es also los, mein Ziel ist heute die GC60. Noch von meinem ersten Besuch vor etwa 12 Jahren habe ich die GC60 als echte Prachtstraße in guter Erinnerung. Inzwischen ist sie ganz wunderbar neu asphaltiert und das Motorradfahren macht hier richtig Laune.

Gran-Canaria-GC60-GoPro3-01

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Gran Canaria mit dem Motorrad entdecken

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Auf die Rivalität zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria wurde ich in den letzten Jahren schon häufig hingewiesen. Aber auch ich selbst habe mal bei einer Wanderung auf Teneriffa einen der anderen Wanderer gefragt, warum er sich entschieden hat auf Teneriffa zu leben und nicht beispielsweise auf Gran Canaria. Er war damals regelrecht fassungslos und hat etwas gesagt wie: „Also, diese ganze Frage ist schon falsch…“

Wo die Wurzeln dieser Rivalität liegen vermag wahrscheinlich niemand zu sagen. Auf mich macht es einen Eindruck wie die Rivalität etwa bei Schalke 04 und Borussia Dortmund, jeder will der Bessere sein. Im Gegensatz zum Fußball sind diese beiden Inseln allerdings sehr verschieden. Betrachtet man Größe und Anzahl der Einwohner, so können sie sich das Wasser reichen, wobei Teneriffa etwas mehr Fläche und natürlich die höheren Berge hat.

Auch wenn die Berge auf Gran Canaria lange nicht so hoch wie der Pico del Teide sind, es gibt auch hier ganz ordentliche „Brocken“. Und ähnlich wie bei La Gomera gibt es sehr tiefe Schluchten und viele Kilometer „endgeiler“ Motorradstrecken. Während man auf Teneriffa entweder außen herum am Meer entlang fährt oder irgendwo oben am Pico del Teide herumkurvt, bewegt man sich auf Gran Canaria meist im heftigen Zickzack vorwärts, sobald man auf dem Motorrad das Zentrum der Insel ansteuert. Kurzum, Gran Canaria ist ganz anderes als Teneriffa, aber für Motorradfahrer ebenfalls eine sehr gute Adresse.

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