Castillo del Mar auf La Gomera

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Es ist Sonntag und heute könnte ich ausschlafen, denn das Zimmermädchen hat heute frei. Grundsätzlich nichts schlechtes, aber heute gibt es deshalb auch kein Frühstück. Am Vortag habe ich im Supermarkt inige sehr leckere Orangen gekauft. Fünf Stück haben 1,07 Euro gekostet. Sie sind hier preiswert und die Qualität ist mehr als überzeugend. In meiner kleinen Küche im Appartement #408 gibt es eine kleine Saftpresse. Es kleben noch ein paar alte Orangen-Fusseln daran, aber ich habe Spülmittel und eine Spülbürste zur Hand. So kann ich kurz drauf meinen ersten selbst gemachten „Zumo Naranja Natural“ kosten, lecker! Dazu ein paar Spiegeleier auf Toast und schon bin ich für den Tag gerüstet.

Heute will ich mit meinem Motorrad den Norden von La Gomera erkunden. Im Internet habe ich gelesen, dass es bei Vallehermoso eine nette kleine Burg geben soll. In der Presse wurde sie auch als Heimat der Ritter der Bananenburg bezeichnet. Dies kommt wohl daher, dass es natürlich keine alte Ritterburg ist, vielmehr wurden hier seit 1890 allerlei Früchte auf Schiffe verladen. Wegen der exponierten Lage, konnten die Schiffe hier direkt anlegen, was die Verladearbeiten stark vereinfach hat. Im Jahr 1981 war der Ort verfallen und fast in Vergessenheit geraten. Frisches Obst wurde längst an anderen Orten verschifft. Der deutsche Fotograf Thomas Müller war zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren auf La Gomera und hatte bereits viele schöne Postkartenmotive fotografiert. Mit dem Verkauf seiner Postkarten hatte er ein kleines Vermögen angehäuft, das er letztlich in die Renovierung dieser stark verfallenen Verladestation am Strand von Vallehermoso investierte. Für einige Jahre erstrahlte die Burg drauf in neuem Glanz und war bei Künstlern und Besuchern sehr beliebt. Jedoch gab es von Anfang an ein Problem mit der fehlenden Stromversorgung. Der Storm für das Gebäude musste teuer mit Dieselgeneratoren erzeugt werden. Schließlich gab es noch ein weiteres Problem mit einer fehlenden Konzession. Das Castillo musste geschlossen werden und wartet nun schon seit vielen Jahren drauf wieder neu belebt zu werden.

Mit diesem Wissen im Kopf soll es nach dem Frühstück ins Tal von Valle Hermosa gehen.

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Der letzte Tag auf El Hierro

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Es ist der letzte Tag auf El Hierro und auch heute will ich es wieder ganz ruhig angehen lassen. Die meiste Zeit des Tages bin ich zu Fuß hier in Tigaday unterwegs und genieße das sehr entspannte Leben auf dieser herrlichen kleinen Insel. Im Supermarkt kaufe ich mir etwas Schokolade und später trinke hier und da ein Bierchen, quatsche mit Einheimischen die etwas Englisch sprechen und lasse die Zeit verstreichen. Früher wäre mir das deutlich schwerer gefallen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich das erste mal allein auf Teneriffa war. Ich hatte tief in mir ständig das Gefühl, dass es das letzte Mal auf dieser Insel sein könnte und habe jeden Tag versucht so viel wie nur irgend möglich aus der wenigen Zeit herauszuholen. Wie ein Getriebener bin ich über die Insel gehastet und habe hier und dort einige Fotos geschossen. Echte Erholung war das nicht und heute miss ich schmunzeln wenn ich daran zurückdenke. Hier auf El Hierro ist das ganz anders. In den letzten beiden Wochen habe ich viele Fotos geschossen, aber im wesentlichen habe ich gelebt. Ich war vogelfrei und konnte hier tun und lassen was ich wollte und das war herrlich.

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Teneriffa 2014/15 – Die letzten Tage

Good Bye Tenerife - Nikon 1 V3 & 10-100mm

Tag 27 – 6. Januar

Ich bin jetzt seit fast 4 Wochen auf Teneriffa und von meiner letzten nächtlichen Fotosession bin am Morgen noch immer ziemlich mitgenommen. So plane ich keine weiteren Aktionen sondern bereite mich langsam aber sicher auf meine Heimreise vor. Die meiste Zeit des Tages verbringe ich damit mal wieder etwas für diesen BLOG zu schreiben und einige wenige Fotos bei flickr.com hochzuladen. Am Nachmittag treffe ich mich dann mit meinem flickr-Freund Jürgen, den ich bislang nur in der virtuellen Welt kenne. Wir verbringen den Rest des Tages zusammen, es gibt leckeren Kuchen auf der Finca San Juan und abends lerne ich seine beiden Söhne Matthias und Timo kennen.

Gemeinsam sind wir noch eine ganze Weile auf der Weihnachtskirmes unterwegs die wie in jedem Jahr gleich neben dem Hafen in Puerto de la Cruz aufgebaut ist. Ich habe zwar meine gesamte schwere Fotoausrüstung dabei, aber ich entschließe mich heute zum „Tag der offenen Blende“ und fotografiere ausschließlich mit meiner Olympus OM-D E-M1 und dem Panasonic/Leica Nocticron 1,2/42,5mm.

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Während der mechanische Verschluss meiner Olympus OM-D E-M1 mit 10 Bildern pro Sekunde vor sich hin klappert sammeln sich auf der 64 GB Sandisk Micro-SD Karte wahre Datensintfluten an. Bei meiner Rückkehr im Hotel werde ich auf der Speicherkarte knapp 3.500 Bilddateien vorfinden und da ich RAW-Bilder und JPG-Dateien gleichzeitig aufgenommen habe muss mein MacBook mit fast 7.000 Bilddateien in einem Ordner klar kommen. Das bringt ihn spürbar ins schwitzen und so macht es nur wenig Freude die Fotos durchzuschauen. Letztlich teile ich die Bilderflut etwas auf und verteile die Dateien über mehrere Ordner. Danach geht das Anschauen und Aussortieren deutlich schneller.

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Weil es so extrem viele Bilder sind verzichte ich heute ausnahmsweise vollständig auf jede RAW-Konvertierung und Nachbearbeitung und öffne statt dessen einfach die kleinen „JPG-Vorschaubilder“ mit Photoshop um sie etwas zu verkleinern und mein Logo einzufügen. Alles was Ihr hier seht kommt also so wie es ist „live“ aus der Kamera und dem Nocticron 1,2/42,5mm Portrait-Tele.

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Tag 28 – 7. Januar

Den nächsten Tag schlafe ich auch wieder bis der Arzt kommt und bin beim Frühstück einer der allerletzten Gäste. Den Rest des Tages verbringe ich mit meinen GoPro Kameras und meinem iPod im Garten des Hotels. Hier und dort nehme ich eine kleine Zeitraffer-Sequenz auf und genieße während die Kameras um die Wette knipsen den wunderbaren Sonnenschein in einem der vielen Liegestühle am Pool. Weil es heute etwas windig ist bin ich fast allein. Der Mehrzahl der andere Gäste scheint es heute zu kühl zu sein um ihre Bäuche in die Sonne zu halten, mir soll es recht sein, so habe ich meine Ruhe 🙂

Den Rest des Tages verbringe ich mit der Bastelei an einigen kleinen Zeitraffer-Sequenzen und räume langsam aber sicher meine Sachen zusammen, damit ich nicht versehentlich etwas vergesse. Seit meiner Reise im Jahr 2013 vermisse ich mein kleines wunderbares Manfrotto Carbon-Stativ und mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass ich es auf dem Balkon des Hotels vergessen habe. Das soll mir nicht noch einmal passieren!

Am Nachmittag nehme ich noch schnell mit meinem HTC ONE M8 eine neue Folge für meine Serie „Ansgar’s kleine Fotoschule“ auf. Heute geht es wie ein Jahr zuvor wieder um den Inhalt meines Fotorucksacks. Ich hole alles mal kurz heraus und sage zu fast jedem Ding einige wenige Worte. So sollte klar werden warum ich diese Dinge dabei habe und welchen Zweck sie im Fotoalltag erfüllen. Zum Schnitt des Videos werde ich allerdings erst einige Tage später kommen, denn obwohl das Video recht simpel strukturiert ist muss man doch alle Hustenanfälle und Versprecher wegschneiden und zur Erläuterung das eine oder andere Foto einblenden. So nimmt die Fertigstellung dieses Videos dann auch fast 8 Stunden meiner knappen Freizeit in Anspruch.

Tag 29 – 8. Januar

Am nächsten Tag plagt mich etwas das schlechte Gewissen. Ich habe nun schon zwei Tage nicht mehr ernsthaft fotografiert. Aber letztlich ist es auch egal, ich verdiene mit alle dem kein Geld und warum soll ich mir die letzten Stunden auf der Insel mit der Jagd nach Fotos vermiesen das sich eh nicht verkaufen lassen? Also packe ich in aller Ruhe meine Koffer ein und bereite mich seelisch auf die Heimreise vor. Als mich am Nachmittag der Hunger plagt geht es ein letztes Mal zur Finca San Juan auf ein wirklich leckeres Stückchen Kuchen.

Später am Abend treffe ich mich noch mit meinem Facebook-Freund Frank. Wie haben uns ein paar Tage zuvor auf unserer Küstenwanderung von Taganana nach Las Palmas de Anaga kennengelernt. Den Abend verbringen wir an der Hotelbar und unterhalten uns über das Leben auf Teneriffa, die Fotografie, das Universum und den ganzen Rest.

Chasing the Evil through Puerto de la Cruz

Tag 30 – 9. Januar

In der Nacht bekomme ich kaum ein Auge zu. Es ist immer das gleiche, zwar bin ich ein sehr geübter „Reisender“, aber wenn wichtiger Flug ansteht den man rechtzeitig erreichen sollte, so bin ich auch nach all den Jahren noch immer etwas aufgeregt. Beim Frühstück habe ich drei 20,- Euro Scheine für meine beiden Lieblingskellnerinnen und die Mitarbeiter der Küche dabei. Weil es noch so früh ist, sind sie leider beide noch nicht zu sehen. Letztlich stecke ich das Geld in die kleine Sammeldose die am Eingang des Restaurants auf Spenden wartet. 60 Euro Trinkgeld muten auf den ersten Blick etwas heftig an, aber wenn man bedenkt, dass die Mitarbeiter sich unter anderem für mich ganze vier Wochen lang echt ein Bein ausgerissen haben und an wirklich jedem Abend ohne Trinkgeld nach Hause gegangen sind, so sind 60 Euro letztlich doch nur 2 Euro pro Abend.

Hätte ich jeden Abend in einem Restaurant verbracht, so hätte ich wahrscheinlich deutlich mehr Trinkgeld bezahlt. Also sind die 60 Euro gut angelegt und da hier alle Mitarbeiter unglaublich nett und sehr zuvorkommend sind ist es mir das auch wert.

Ganz witzig ist es, dass via Google-Now auf meinem Smartphone sehr detailliert angezeigt wird wann mein Flug geht und wann ich mich auf den Weg machen sollte. Es ist sehr cool, dass Google die Fahrzeit vom Hotel zum Flughafen automatisch berechnet und meine aktuelle Position aus dem WLAN des Hotels ermitteln kann!

Google-Now

Weil am Freitag das morgendliche Staurisiko relativ hoch ist, fahre ich schon um 8h30 los. Aber es klappt alles mehr als problemlos und ich bin letztlich viel zu früh am Flughafen. Schnell den Schlüssel für den Mietwagen abgeben und auf zum Schalter 62 wo Condor gerade seine Passagiere abfertigt. Als ich am Schalter ankomme steht nur ein Pärchen dort und ich bin nach wenigen Sekunden eingecheckt. Das ist wirklich toll!

Während meiner letzten Tage auf Teneriffa wurde in Paris der Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo verübt. Daher werden heute alle Passagiere ganz besonders gründlich überprüft. Bei mir führt dies leider dazu, dass der kleine „Pistolengriff“ den ich im oben verlinkten Video benutzt habe mehr als auffällt. Ich muss meine gesamte Fotoausrüstung auspacken, den Koffer mit allen Kabeln und Ladegeräten öffnen, mein Notebook, mein iPad, meinen iPod, mein Telefon und vieles mehr auf etliche dieser weißen Plastikschalen verteilen. Alles wird zweimal gecheckt während ich ohne Gürtel auf Socken daneben stehe und zu jeder einzelnen Kamera diese und jene Frage beantworten muss. Kurz bevor mir meine „bequeme Reisejeans“ auf peinliche Weise von den leider viel zu üppigen Hüften gleitet, bekomme ich schließlich meinen Gürtel zurück. Das Zusammenklauben meiner vielen kleinen Einzelteile macht mich fast wahnsinnig und ich bin letztlich richtig froh als ich wieder alles beisammen habe und mir mein Gate suchen kann.

Endlich im Flugzeug angekommen ist der Flug extrem entspannt und weil ich mir schon viele Wochen zuvor via Internet einen XL-Seat direkt am Notausgang gebucht habe, ist die Beinfreiheit fast grenzenlos. Wegen des Notausganges ist die Sitzreihe vor mir nur mit zwei Sitzplätzen bestückt und so kann ich meine Füße wirklich sowas von weit ausstrecken, dass ich fast unter dem Gurt hindurch von meinem Platz rutsche, das ist so geil…

Während ich mir auf meinem iPad Mini ein paar Filme anschaue die ich zwar schon kenne aber lange nicht mehr gesehen habe, vergeht die Zeit wie im Flug. Ok ok, wie sollte ist in einem Airbus A321 auch anders sein 🙂

High Noon - Airbus A321 - Seat 11A - Nikon 1 V3 & 10-100mm non-PD

In Frankfurt setzen wir auf die Minute pünktlich auf. Ziemlich nervig ist es, dass es bis zum Einsteigen ins Taxi noch geschlagene 90 Minuten dauern wird. Als ich endlich in Önders schönem neuen Taxi sitze bin ich echt froh, dass auch diesmal alles wieder so reibungslos funktioniert hat. Es tut mir nur ziemlich leid, dass Önder so lange auf mich warten musste. Sehr cool ist es auch, dass er mir etwas kaltes zu trinken mitgebracht hat. Dieser Taxifahrer denkt einfach an alles und es gibt in Mainz keine bessere Möglichkeit als sich von Önder oder seinem Vater fahren zu lassen!

Meine Meinung zum Thema „Pegida“

Dass Önder kein „deutscher Name“ ist leuchtet sofort ein. Er und seine Familie haben ihre Wurzeln in der Türkei, leben aber seit vielen Jahren in Mainz. Angesichts der verkackten Demos der gestörten Pegida-Affen kriege ich echt die Krise wenn ich daran denke, dass deren bescheuerter Fremdenhass sich auch gegen Menschen wie Önder und seine Familie richtet. Diese Pegida-Vollidioten mit ihren kranken Sprüchen wie „Sachsen bleibt deutsch“ hätten sich besser in ihrer Jugend in der Schule angestrengt, dann müssten sie sich jetzt um Jobs sorgen die sie selbst gar nicht annehmen würden. Mir geht echt die Hutschnur hoch wenn ich im Fernsehen schmierige Proleten sehe die „Wir sind das Volk“ skandieren und bei denen sofort klar ist, dass sie in ihrem ganzen Leben nicht eine Mark selbst ehrlich verdient haben und sich auf Sozialleistungen ausruhen um die sie jetzt medienwirksam bangen.

Aber noch mehr kotzt es mich an wenn Sarrazin und andere Hetzer zusätzlich verbales Öl ins Feuer gießen. Ich frage mich manchmal ob diese schmierigen Witzbolde aus der deutschen Vergangenheit überhaupt nichts gelernt haben. Die Deutschen waren mal die Weltmeister in der Disziplin der organisierten Vernichtung einer großen Glaubensgemeinschaft. Wenn im Jahr 2015 Menschen vor dem Terror der IS-Mörder oder Taliban fliehen, dann hat kein anderes als unser Volk eine tiefer verwurzelte Pflicht diese Menschen aufzunehmen und ihnen in unserem Land so gut es geht ein neues Zuhause zu bieten.

Scheinbar kann sich keiner der Pegida-Idioten vorstellen, dass Menschen die in Syrien oder anderswo aufgewachsen sind, lieber dort in einer funktionierenden friedfertigen Gemeinschaft leben würden in der man sie versteht und ihre Sprache spricht, als sich im kalten Deutschland mit hasserfüllten Populisten und kahl rasierten Neo-Nazis herumzuplagen. Leider herrscht dort wo sie geboren wurden aber Krieg und dass sie dort geboren wurden konnten sie sich nicht aussuchen. Es gibt Tage da wünschte ich mir alle Pegida-Sympathisanten müssten mal ein Jahr lang im Irak auf der Straße leben oder im Gaza-Streifen um das nackte Überleben kämpfen.

Teneriffa 2014/15 – Teil 2

Ana Mountains - Nikon 1 V3 & 70-300mm CX

Tag 4 – 15. Dezember

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Insel der Fernsehserie „Lost“. Wenn einer der auf dieser Insel gestrandeten Menschen krank wurde, so heilte alles schnell und als Erklärung gab es immer wieder nur zu hören „Das ist die Insel…“

Hier auf Teneriffa geht es mir meist ganz ähnlich. Zum Ende des Jahres komme ich krank und nervlich ausgelaugt hier hin und schon nach einigen wenigen Tagen geht es mir besser und ich kann neue Energie schöpfen. Vor ein paar Jahren hat mit der hier ansässige deutsche Arzt Dr. Heinsch erzählt, dass er Patienten hat die daheim in Deutschland täglich einen umfangreichen Cocktail verschiedenster Medikamente zu sich genommen haben und hier auf Teneriffa nun ohne all diese Pillen auskommen. Das scheint meinen subjektiven Eindruck von den heilenden Kräften dieser Insel zu bestätigen, aber vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich hier nichts anderes zu tun habe als schlafen, essen und fotografieren? Wem würde es dabei nicht gut gehen?

Heute ist der vierte Tag auf Teneriffa und es sind noch mehr als drei Wochen übrig. Das ist eine lange Zeit und trotzdem kommt es mir schon jetzt viel zu kurz vor. Als wir gegen 9h beim Frühstück sitzen ziehen draußen schwere Regenwolken über die Berge. Zwischendurch scheint gerade zu magisch die Sonne durch diese trübe Waschküche, aber dann kommt auch schon wieder ein kleiner Schauer herunter. Solches Wetter habe ich hier in all den Jahren noch nicht erlebt. Früher gab es ab und zu mal einen kleinen Schauer, aber danach schien dann auch gleich wieder die Sonne. Derzeit ist es hier bei etwa 18° C ziemlich durchwachsen. Aber es ist mir trotzdem lieber als das nasskalte düstere Wetter das wir derzeit daheim in Deutschland haben.

Nach dem Frühstück ist etwas Zeit um den ersten Artikel in meinem BLOG zu veröffentlichen. Inzwischen gibt es hier ein kostenloses freies WLAN. Aber weil in der neuen „WiFi“-Ecke ständig alle möglichen Leute mit Handys und iPads auf Daten warten, ist der Durchsatz eher mäßig, wenn man denn überhaupt mal eine Verbindung hat. Wenn ich mit dem Notebook auf dem Balkon sitze klappt es mit der WiFi-Verbindung. Im Zimmer selbst geht es leider gar nicht. Wenn ich etwas nachschauen will muss ich also auf dem Balkon sitzen oder mich in der WiFi-Ecke unter das Volk mischen. Später fahre ich mal runter zu Pepitos Bar um mich dort mit meinem Freund Wolfgang zu treffen. Wir schnacken ein wenig und überlegen was wir in den neusten Tagen hier alles anstellen könnten. Während dessen lässt es sich meine Sandra bei einer ausgiebigen Massage im Hotel gut gehen. Der Masseur ist ein Meister seines Faches und Sandra fühlt sich nach der Massage jedes Mal wie neu geboren.

Als wir gegen Mittag gemeinsam im Auto sitzen ist es ein Mix aus Regen und Sonnenschein, fast wie bei uns daheim im April. Es geht zielstrebig in Richtung Süd-Westen, unser Ziel ist das kleine Restaurant am Ende des Universums, also gleich neben dem Golf-Platz in Buenavista. Dort angekommen ist das Licht wunderbar und die majestätischen Wellen leuchten in den allerschönsten Farben. Jetzt sollte ich schnell eine meiner Kameras heraus kramen, aber meine Sandra hat Hunger und ich will sie nicht warten lassen.

Der gegrillte Fisch schmeckt hier immer gut und auch heute entscheiden wir und für Lenguado a la Plancha, also Seezunge vom Grill. Als der Fisch kommt fällt uns auf, dass wir uns noch ein paar Kartoffeln hätten ordern sollen. So haben wir jeder einen großen Fisch und etwas Salat daneben. Aber egal, es schmeckt auch ohne Kartoffeln. Zum Nachtisch gibt es zum Ausgleich ein leckeres Stückchen Apfelkuchen und eine Tasse Kaffee, man lebt hier wirklich sehr gut wenn man weiß wo man hin muss 🙂

Gegen 16h sind wir dann zurück in der Nähe des Hotels. Ich setze meine Sandra im Einkaufszentrum in der Nähe des Hotels ab. Dort kann sie in Ruhe shoppen und ich kann mir die Fotos der letzten Tag mal in Ruhe anschauen.

Neue Fotos habe ich heute keine aufgenommen. Auch heute bewahrheitet sich die alte Regel, dass man nur ernsthaft fotografieren kann, wenn man allein oder in Begleitung anderer Fotofreaks ist. Sobald man in einer Gruppe oder mit der Freundin unterwegs ist, sollte man sich deren Bedürfnissen beugen und da passt es einfach nicht hinein stundenlang mit der Kamera auf dem Stativ irgendwo herumzustehen und auf gutes Licht zu warten. Wirklich ernsthaft fotografieren kann man auch auf Teneriffa eben nur allein.

Derzeit ist das allerdings für mich kein Problem, denn ab Freitag bin ich allein und bis dahin ist es auch sehr schön mal ein wenig Zeit mit meiner Freundin zu verbringen die ich daheim in Deutschland auch nur am Wochenende zu sehen bekomme. Außerdem sind wir beide noch von unseren Erkältungen gezeichnet und im Grunde genommen sehr froh wenn alles ruhig abläuft und wir einfach in den Tag hineinleben können. Es muss auch mal Tage ohne die Jagd nach neuen Fotos geben können.

Tag 5 – 16. Dezember

Auch dieser Tag beginnt mit Regen und Nebel, das Wetter hier ist derzeit wirklich sehr untypisch. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in den Süden. Auch heute funktioniert unser Plan, als wir in Candelaria eintreffen scheint dort die Sonne. Wir gehen ein wenig spazieren und schlagen danach in einem Café an der Strandpromenade die Zeit tot. Als es uns langweilig wird fahren wir weiter in Richtung Süden. Ein echtes Ziel haben wir nicht und so landen wir schließlich in Santiago del Teide. Gleich im ersten Restaurant kehren wir ein und bestellen uns eine typische Spezialität der Kanaren, es gibt eine gemischte Fleischplatte. Dazu etwas Salat, Brot und Aioli in verschiedenen Variationen, als wir das Restaurant verlassen können wir uns vor lauter Essen kaum noch bewegen.

Candelaria Beach - Nikon 1 V1 Infrared 700nm & 10-100mm CX Lens
Candelaria Beach - Nikon 1 V1 Infrared 700nm & 10-100mm CX Lens

Auf dem Heimweg kommen wir schließlich wieder in San Juan de la Rambla vorbei und entschließend uns kurzfristig zu einem erneuten Besuch auf der Finca San Juan. Dort gibt es noch ein Stückchen Kuchen und einen leckeren Kaffee mit Milch.

Finca San Juan #1 - Nikon 1 V1 Infrared 700nm & 10-100mm CX Lens
Finca San Juan #2 - Nikon 1 V1 Infrared 700nm & 10-100mm CX Lens

Zurück am Hotel hängen noch immer dicke Wolken über dem Gebirge. Ich habe meine auf Infrarot 700nm umgebaute Nikon 1 V1 dabei und entschließe mich auf dem Parkplatz vor dem Hotel noch ein paar Fotos zu schießen.
Living on the hillside #5 - Nikon 1 V1 Infrared 700nm
Tenerife Clouds - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm
Living on the hillside #4 - Nikon 1 V1 Infrared 700nm
Living on the hillside #1 - Nikon 1 V1 Infrared 700nm

Hätte ich gewusst, dass wir hier nur deutsches Regenwetter haben, ich hätte alle Kameras auch daheim lassen können. Nun haben wir extra einen Tag damit verbracht ein Ladegerät für meine Nikon D800E zu kaufen und ich habe sie noch nicht einmal ausgepackt. Auch die Olympus OM-D E-M1 liegt zusammen mit einigen Objektiven noch immer gut verwahrt in unserem Zimmersafe.

Einzig mit der Nikon 1 V3 und der Nikon 1 V1 habe ich bislang einige belanglose Knipsbilder geschossen. Wirklich ersthaft fotografiert habe ich noch gar nicht und es wird auch noch 2-3 Tage dauern bis das hier möglich sein wird. Dabei ist natürlich das schlechte Wetter nur einer der Gründe. Der zweite Grund ist, dass ich erstmal gesund werden muss und dass wer in Begleitung verreist auch auf seinen Reisepartner eingehen sollte und nicht nur mit seiner Kamera hier und dort auf das richtige Licht warten kann.

Wirklich intensiv fotografieren kann man eigentlich nur wenn man allein ist oder eben mit 100% Gleichgesinnten unterwegs ist. Wer einen Reise komplett mit seiner Frau oder Freundin verbringt sollte sich keine Hoffnung auf bahnbrechend gute Fotos machen, dazu ist meist einfach keine Gelegenheit. Was geht sind Knipsbilder die im Vorbeigehen aufgenommen werden. Das sind mitunter schöne Erinnerungen für das Fotoalbum, mehr aber in der Regel auch nicht. Und dafür reicht nach meiner Erfahrung eine Kamera wie die Nikon 1 V3 mit dem 10-100mm „Deppenzoom“ völlig aus.

Ich habe auf dieser Reise vier Kameras und einen ganzen Koffer voller Zubehör dabei. Bislang habe ich davon praktisch nichts benutzt. Allein die Hoffnung bleibt, dass sich dies ändert sobald ich einige Tage allein bin und mich voll und ganz auf neue Fotos konzentrieren kann.

Tag 6 – 17. Dezember

Und auch dieser Tag beginnt mit Regen und Nebel, es ist langsam wirklich mehr als frustrierend. Beim Frühstück überlegen wir was wir heute unternehmen könnten. Schließlich sind wir gegen 11h mit dem Auto unterwegs ins Anaga-Gebirge. Unser Ziel ist das Fisch-Restaurant am Roque de las Bodegas am Strand zwischen Taganana und Benijo. In meinem Fotorucksack habe ich auch heute nur die Nikon 1 V3 sowie die Nikon 1 V1 und das 6,7-13mm, 10-100mm und das 70-300mm Objektiv. Am Ende des Tages werde ich diese Kamera nicht ein einziges Mal in der Hand gehabt haben, denn es regnet an einem Stück.

Der Weg nach Taganana ist mehr als mystisch. Teilweise sieht es aus als würden wir durch einen Dampfgarer fahren. Die Nebenschwaden ziehen durch die urigen Wälder, dass es fast zum fürchten ist. Als Sandra irgendwann sagt, dass sie nur noch darauf wartet, dass jetzt einer der Saurier aus dem Jurassic Park auf der Straße vor uns auftaucht ist es um uns geschehen. Nun fantasieren wir gemeinsam was noch alles passieren könnte und uns fallen nur wirklich gruselige Dinge ein.

Am Roque de las Bodegas zwischen Taganana und Benijo angekommen hat es aufgehört zu regnen. Unser „Tagesziel“ hat sogar geöffnet, wir sind allerdings die einzigen Gäste. Wir bestellen wie immer den Fisch des Tages, als Vorspeise Garnelen die in heißem Öl mit viel Knoblauch gebacken wurden, Brot, rote und grüne Mojo-Sauce und einen gemischten Salat. Dazu ein Radler und schon ist der Tag gerettet.

Gegen 13h geht es wieder zurück zum Hotel. Es sind eigentlich nicht wirklich viele Kilometer aber sie haben es trotzdem in sich. Die Straße ist eng und kurvenreich und während mir nach dem opulenten Mittagsmahl wegen der nicht enden wollenden Kurven langsam aber sicher übel wird, kommt uns immer mal wieder ein großer Bus entgegen. Sie tauchen urplötzlich aus dem Nebel auf, so dass uns beiden der Atem stockt. Als wir endlich unterhalb von Las Mercedes auf die Hauptstraße abbiegen bin ich echt froh, dass es mit den Kurven für heute ein Ende hat.

Im Hotel angekommen versuchen wir erneut irgendeine Art von Internet-Verbindung herzustellen, aber es geht rein gar nichts. Es ist zum heulen, da habe ich am Anreisetag für 10 Euro „drei Tage Internet“ gekauft, aber anmelden kann ich mich mit den Zugangsdaten auf der Quittung rein nirgendwo. Irgendwann fällt mir dann auf, dass da auch Spanisch zu lesen steht, dass man sich innerhalb von zwei Tagen erstmals anmelden soll, weil das Guthaben ansonsten verfällt, na prima…

In der Halle gibt es eine neue Ecke mit kostenlosem WiFi. Dort steht eine Horde Handyzombies die alle von ihren Smartphones hypnotisiert zu sein scheinen. Auf einem Schild an der Rezeption steht „Free WiFi“. Gleich darunter „HALL-WIFI“ und eine etwas längere Zahlenkette, es ist der WEP-Zugangsschlüssel. Als ich mit meinem Mac neben dem Aufsteller stehe um die Zahlenkolonne abzutippen kommt ein deutscher Rentner von hinten, dreht den Aufsteller so, dass ich nicht mehr lesen kann was darauf steht und sagt „Andere wollen das auch lesen“. Ich könnte ihm eins in die faltige Schauze hauen, aber ich bin gut erzogen und quittiere sein Verhalten mit einem „Ich wünsche ihnen viel Spaß, es funktioniert sowieso nicht.“. Ich klappe mein Notebook zusammen und akzeptiere, dass es Tage gibt an denen man sich höheren Mächten beugen muss.

Später treffen wir uns mit unseren Freunden Karin und Wolfgang in der Innenstadt von Puerto de La Cruz. Dies ist einer der wenigen Lichtblicke in dieser trüben Zeit 🙂 Es ist schön die beiden endlich wieder zu sehen. Sandra und Karin quasseln was das Zeug hält, wir Männer halten es ebenso, nur die Themen sind bei uns anders. Als es langsam dunkel wird wandern wir zum Parkhaus und machen uns auf den Weg zurück zum Hotel. Meine Sandra hat nun noch einen Tag hier auf Teneriffa. Morgen werden wir erneut versuchen dem Mistwetter die besten Seiten abzutrotzen, übermorgen geht es dann nach Hause.

Ich habe dann einen Tag „frei“ bevor am Sonntag mein Sohn Leon hier eintrudelt. Er ist seit kurzem 17 Jahre alt und stolzer Besitzer eine Nikon D2x mit einigen Zubehör. Mir schwebt vor, dass wir hier eine Woche „Ansgar’s kleine Fotoschule“ mit privatem Coaching durchführen. Hoffentlich ist das Wetter dann besser… Toll wäre natürlich auch ein funktionierender Internet-Zugang um unsere ersten Meisterwerke auch bei flickr und anderen Plattformen präsentieren zu können.

Tag 7 – 18. Dezember

Auch heute starten wir wieder mit Regen und schweren Wolken in den Tag. Nach dem Frühstück reißt dann aber der Himmel über den Bergen etwas auf und die Sonne scheint nahezu magisch auf La Orotava herab. Draußen auf der Terrasse ist es menschenleer und als wir mit unseren Sektgläsern dort entlang flanieren finden wir sogar zwei trockene Stühle. So kann man es aushalten, endlich einmal. Das Lichterspiel wird immer spannender. Wäre ich jetzt allein würde ich schnell hoch ins Zimmer flitzen und mit Kamera und Stativ zurückkehren. Statt dessen nuckle ich weiter an meinem Glas Sekt und hoffe für die nächsten Tage auf ähnlich beeindruckende Lichtstimmungen.

Nach dem Frühstück versuchen wir erneut unser Glück mit dem WiFi in der Halle, aber dieses Hotel ist eine Informationstechnische Katastrophe. Überall lungern Leute mit Smartphones und Tablets herum und lauern auf das eine oder andere Bit das sich mühsam durch die maroden Leitungen quält. Weder Sandra noch ich haben heute Glück. Dabei müsste Sie ihren neuen Kindle Fire HDX mal mit dem Internet verbinden, ansonsten werden sämtliche Medien die wir vor einigen Tagen daheim in Deutschland auf das Gerät geladen haben deaktiviert. Diese ganzen Beschränkungen sind echt zum Abgewöhnen und ich frage mich manchmal wie es wäre wenn ein Jeff Bezos mit seinem eigenen Kindle Fire hier im Las Aguilas wohnen würde.

Was nutzt auf Reisen ein teures Gerät mit zahlungspflichtigen Medien wenn man es nur nutzen kann wenn ein WiFi-Netzwerk in der Nähe ist? Was soll ein Off-Line Modus der eigentlich gar keiner ist? Über diese Scheiße könnte ich mich wochenlang aufregen. Wahrscheinlich ist es das beste auf den ganzen Dreck zu verzichten und sich einfach einen portablen DVD-Player mit einigen DVDs mit in den Urlaub zu nehmen. Das funktioniert wenigstens und die DVDs sind meist sogar billiger als die Rechte an digitalen Medien die eigentlich nur eine Geldschneiderei der großen Konzern wie Apple, amazon & Co. sind. Und DVDs kann man bei eBay weiterverkaufen, man kann sie verleihen und die Kinder können sie sich so oft anschauen bis sie die Dialoge mitsprechen können. Das sollte man mal mit einem Kindle-Fire oder einem iPad versuchen. Hat man sich damit für etwa 5 Euro einen Film ausgeliehen und schaut daheim nur mal ganz ganz kurz hinein ob es denn auch das ist was man erwartet, so verbleiben gerade noch 48h Stunden um den Film zu Ende zu schauen.

Irgendwann sind wir unterwegs in Richtung Punta de Hidalgo. Der Himmel ist schwer bewölkt und als wir nach etwa 45 Minuten am Punta de Hidalgo eintreffen haben wir dort schwül warme 24°C. Unser Auto parken wir dort wo wir schon im letzten Jahr geparkt haben und flanieren ein wenig die etwas marode Promenade hinauf und hinunter. Letztlich landen wir in einem Restaurant das einen ganz ordentlichen Eindruck macht. Es ist inzwischen Mittagszeit und wir bestellen uns etwas zu Essen. Sandra entscheidet sich für eine Portion Muscheln, bei mir gibt es wieder eine Seezunge vom Grill. Nach dem Essen geht es zurück zum Auto und dann schnurstracks zum Café Melita etwas weiter oben an der steilen Felsenküste gelegen. Dort schlagen wir auf der Terrasse die Zeit tot. Es gibt noch einen Café und eine schöne Sicht auf das Meer. Sandra glaubt zwischendurch Delfine zu sehen die sich dort unten im Wasser tummeln. Als es uns irgendwann langweilig wird geht es wieder zurück zum Hotel.

The Wave Queen - Nikon 1 V3 & 70-300mm CX

Dort angekommen klappt es mit dem Internet-Zugang immer noch nicht. In der Lobby sind lauter unzufriedene Gäste die wie Zombies auf ihre Handies starren und wieder und wieder den WEP-Code eingeben um danach gleich wieder darüber zu stöhnen, dass einfach nichts passiert.

Zurück im Zimmer fummle ich die beiden SIM-Karten aus meinem DUAL-SIM Telefon und tausche sie um. Laut SMS der Deutsche Telekom kann ich mit der X-Tra Card für 14,95 Euro eine Woche lang im Ausland surfen, das wäre kein schlechtes Angebot. Damit es funktioniert sollte die Karte im Kartenslot Nr. 1 stecken. Zwar ist mein HTC ONE (M8) ein waschechtes DUAL-SIM Telefon, aber bei den Datenverbindungen hört der Spaß auf, da kann es nur eine schnelle Verbindung geben und das ist die Karte die im Slot Nr. 1 steckt.

Nachdem ich die Karten getauscht habe klappt aber irgendwie gar nichts mehr, nicht einmal telefonieren kann ich jetzt. Um den Dienst der Telekom nutzen zu können soll man das Daten-Roaming einschalten und die Internet-Seite http://pass.telekom.de öffnen. Leider klappt das einfach nicht. Ich starte das Telefon neu und versuche dies und das, aber nichts hilft. Schließlich tausche ich die Karten wieder zurück und verbinde mich über die ePlus-Karte ins Internet. Nun kann ich http://pass.telekom.de aufrufen, aber eben mit der falschen Telefonkarte. Das bringt also alles nichts, ich bin frustriert und fühle mich hier vom „normalen Leben“ abgeschnitten. Zwar kann ich meinen BLOG schreiben, das war es dann aber auch schon. Publizieren kann ich in diesem Hotel rein gar nichts und das nervt total!!

Wirklich fotografiert habe ich in den letzten Tage auch nicht. Entweder hat es ständig geregnet oder wir waren mit dem Auto unterwegs. Meine Olympus OM-D E-M1 liegt noch immer ungenutzt im Zimmersafe. Die Nikon D800E samt AF-S VR 2,8/14-24mm liegt einfach ungenutzt im Kleiderschrank, für den Zimmersafe ist sie leider etwas zu groß…

Wer hier bei durchwachsenem Wetter unterwegs ist und auf seine Reisebegleitung Rücksicht nehmen muss, der braucht echt nicht mehr als eine kleine Knipskamera wie die Nikon 1 V3 und die habe ich hier ständig dabei. Wirklich benutzt habe ich sie allerdings auch noch nicht.

Auch meine beiden GoPro HD HERO 3 und 4 liegen noch ungenutzt im Schrank, es ist ein Trauerspiel. Letztlich bleibt nur die Hoffnung, dass sich in den nächsten Tagen das Wetter etwas besser und ich endlich zu der einen oder anderen ausgedehnten Fototour aufbrechen kann.

Auch wenn es sich vielleicht anders anhört, die letzten Tage waren trotz allem gar nicht so schlecht. Ich habe viel und lange geschlafen und meine Erkältung recht ordentlich auskuriert. Mittlerweile ist der Husten weg und ich kann wieder normal durch die Nase atmen. Beim Kauen knackst es leider noch bei jedem Bissen im rechten Ohr. Aber hier habe ich den Eindruck, dass auch das langsam besser wird, es ist eben „die Insel“.

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz

Es ist Donnerstag und wir haben lange geschlafen weil heute ein Feiertag ist. Den Freitag haben wir frei und die nächste Woche können wir auch machen was wir wollen. Was für ein Luxus 🙂

So (ähnlich) wird unsere Route aussehen:

Reiseroute von Mainz nach Luzern

In den nächsten Tagen wir die geniale kleine Fuji X100 beweisen müssen was in ihre steckt. Mit im Gepäck sind verschiedene Speicherkarten, Verlaufsfilter, ein Polfilter und endlich einmal wieder ein Infrarotfilter. Natürlich noch ein Stativ und ein Drahtauslöser. Das Wetter soll sehr durchwachsen sein. Wenn es zu fies wird, fahren wir einfach weiter nach Italien. Schließlich sind wir frei wie die Vögel und keine Pauschaltouristen 🙂

Hier ein kleiner Vorgeschmack, diese Fotos habe ich Mai 2008 mit einer Nikon D300 rund um Luzern aufgenommen. Alle Fotos sind wieder 1000 Pixel breit, also anklicken wenn es größer sein soll.

Mit der Gongel hoch zur RIGI - Blick auf den Pilatus

Blick von der RIGI hinüber zum Pilatus

In Luzern an der Reuss

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Ja, dann mal los…