In den Highlands von La Gomera

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Als ich am Morgen des zweiten Tages auf La Gomera von der Sonne geweckt werde, fühle ich mich gut. Toll sind hier die schönen großen Betten. Nirgendwo stoße ich mit den Füßen an, das ist nach den Tagen auf El Hierro eine ganz neue Erfahrung. Auf dem Balkongeländer ist meine GoPro 4 noch immer aktiv und schießt Bild um Bild. Aber inzwischen ist es hell und ich habe ISO-800 und eine Belichtungszeit von 30s eingestellt, daher sind alle Fotos die sie jetzt noch aufnimmt hoffnungslos überbelichtet. Also stoppe ich das kleine Wunderding und schaue mal auf meinem Notebook was sich in den letzten sechs Stunden alles auf der Speicherkarte angesammelt hat. Wirklich großartig sieht es nicht aus. In der Nacht sind fast nur Wolken durchgezogen. Als Zeitraffer ist es vielleicht ganz wirkungsvoll sobald es erst einmal aufgearbeitet ist, aber so im Schnelldurchlauf macht es nicht viel her. Aber auch damit muss man leben können.

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La Gomera mit dem Motorrad erkunden

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Es ist mein erster Tag auf La Gomera. In den letzten Tagen war ich reichlich aufgekratzt und wusste nicht so recht was mich hier erwarten würde. Aber es ist alles ganz easy, mein Zimmer hat ein schönes großes Bett, einen tollen Balkon und eine sehr praktische vollständig eingerichtete kleine Küchenzeile. Hier werde ich es während der kommenden Wochen gut aushalten können. Gegen 10h schaue ich kurz bei der Rezeption vorbei. Im Internet wurde bei einer Hotelbewertung sehr positiv hervorgehoben, dass einer der Mitarbeiter der deutschen Sprache mächtig ist. An der Rezeption treffe ich einen netten jungen Mann an, der gerade mit einem Gast auf spanisch die Rechnung abstimmt. Da ich hier noch niemanden kenne, starte ich auf Englisch. Das klappt prima und irgendwann spricht er einfach Deutsch mit mir, hier ist alles sehr entspannt.

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Von El Hierro nach Teneriffa

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Die Tage auf El Hierro waren mehr als entspannt, trotzdem kann ich in dieser Nacht irgendwie wieder nicht richtig schlafen. Es ist immer das Gleiche, kaum steht eine wichtige Etappe bevor, deren Verlauf ich nicht vollständig selbst in der Hand habe, bin ich irgendwie nervös und kann nicht so recht schlafen. Aber heute ist meine Schlaflosigkeit gar nicht so übel, denn selbst in der Nacht ist es noch so mild, dass ich mit einem Bier auf meinem kleinen Balkon sitzen und die Sterne anschauen kann. Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang schnappe ich mir meine GoPro 4 und montiere sie auf mein kleines Cullmann „Taschenstativ“. Schnell geht es leise die Treppe hinauf auf das Flachdach und in der Dunkelheit suche ich mir eine Ecke von der ich hoffe, dass man hier den Sonnenaufgang wird sehen können.

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Der letzte Tag auf El Hierro

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Es ist der letzte Tag auf El Hierro und auch heute will ich es wieder ganz ruhig angehen lassen. Die meiste Zeit des Tages bin ich zu Fuß hier in Tigaday unterwegs und genieße das sehr entspannte Leben auf dieser herrlichen kleinen Insel. Im Supermarkt kaufe ich mir etwas Schokolade und später trinke hier und da ein Bierchen, quatsche mit Einheimischen die etwas Englisch sprechen und lasse die Zeit verstreichen. Früher wäre mir das deutlich schwerer gefallen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich das erste mal allein auf Teneriffa war. Ich hatte tief in mir ständig das Gefühl, dass es das letzte Mal auf dieser Insel sein könnte und habe jeden Tag versucht so viel wie nur irgend möglich aus der wenigen Zeit herauszuholen. Wie ein Getriebener bin ich über die Insel gehastet und habe hier und dort einige Fotos geschossen. Echte Erholung war das nicht und heute miss ich schmunzeln wenn ich daran zurückdenke. Hier auf El Hierro ist das ganz anders. In den letzten beiden Wochen habe ich viele Fotos geschossen, aber im wesentlichen habe ich gelebt. Ich war vogelfrei und konnte hier tun und lassen was ich wollte und das war herrlich.

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Tiefenentspannung auf El Hierro

Ich bin jetzt seit 80 Tagen mit meinem Motorrad und meinen Kameras im Süden Europas unterwegs. Wer müsste dabei nicht an Jules Vernes famosen Roman „In 80 Tagen um die Welt“ denken? Von einer Umrundung der Welt bin ich allerdings noch wirklich weit entfernt und es liegt auch gar nicht in meinem Interesse dies zu tun. Ich will Motorrad fahren und fotografieren!!

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Bereits am Freitag geht meine Fähre um 14:00 zurück nach Teneriffa. Läuft alles nach Plan so komme ich um 16:45 in Los Christianos an, meine Freundin wird fast zeitgleich um 16:30 am Flughafen im Süden Teneriffas eintrudeln. Telefonisch haben wir abgestimmt, dass wir uns am Flughafen treffen und sie dann mit ihrem kleinen Mietwagen hinter mir her bis zur Finca San Juan fährt. Zwar war sie schon oft auf Teneriffa und kennt sich eigentlich gut aus, aber irgendwie scheint es noch eine gewisse Sorge zu geben, sich heillos zu verirren und nicht rechtzeitig zum Abendessen auf der Finca San Juan einzutreffen. Ich halte diese Sorge für unbegründet, vielleicht schätze ich sie auch falsch ein? Vielleicht ist es für sie auch einfach schön, am Flughafen persönlich begrüßt und mit dem Motorrad eskortiert zu werden. Wie dem auch sei, ich werde sie am Freitag mal fragen…

Meinen vorletzten „richtigen“ Tag auf El Hierro gehe ich wieder sehr ruhig an, inzwischen bin ich im Modus „Tiefenentspannung„. Ich schaue dem Maler zu wie er sich von Tag zu Tag mal hier und mal dort aus dem Fenster lehnt und mit einer langen Teleskopstange die Fassade weiß anstreicht. In den Tagen zuvor hat er scheinbar zunächst eine Art Grundierung aufgetragen, seit gestern streicht er mit richtig weißer Farbe. Bis das gesamte Gebäude neu angestrichen ist werden sicherlich noch mehrere Wochen vergehen. Mir ist es auch ein kleines Rätsel wie die vielen weißen Flecken auf dem Vordach des Restaurants und den Fliesen vor meinem Motorrad wieder entfernt werden, aber auch dafür wird es hier ein Lösung geben. Die Kanarios scheinen die Weltmeister der Improvisation zu sein.

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