In den Highlands von La Gomera

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Als ich am Morgen des zweiten Tages auf La Gomera von der Sonne geweckt werde, fühle ich mich gut. Toll sind hier die schönen großen Betten. Nirgendwo stoße ich mit den Füßen an, das ist nach den Tagen auf El Hierro eine ganz neue Erfahrung. Auf dem Balkongeländer ist meine GoPro 4 noch immer aktiv und schießt Bild um Bild. Aber inzwischen ist es hell und ich habe ISO-800 und eine Belichtungszeit von 30s eingestellt, daher sind alle Fotos die sie jetzt noch aufnimmt hoffnungslos überbelichtet. Also stoppe ich das kleine Wunderding und schaue mal auf meinem Notebook was sich in den letzten sechs Stunden alles auf der Speicherkarte angesammelt hat. Wirklich großartig sieht es nicht aus. In der Nacht sind fast nur Wolken durchgezogen. Als Zeitraffer ist es vielleicht ganz wirkungsvoll sobald es erst einmal aufgearbeitet ist, aber so im Schnelldurchlauf macht es nicht viel her. Aber auch damit muss man leben können.

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Von El Hierro nach Teneriffa

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Die Tage auf El Hierro waren mehr als entspannt, trotzdem kann ich in dieser Nacht irgendwie wieder nicht richtig schlafen. Es ist immer das Gleiche, kaum steht eine wichtige Etappe bevor, deren Verlauf ich nicht vollständig selbst in der Hand habe, bin ich irgendwie nervös und kann nicht so recht schlafen. Aber heute ist meine Schlaflosigkeit gar nicht so übel, denn selbst in der Nacht ist es noch so mild, dass ich mit einem Bier auf meinem kleinen Balkon sitzen und die Sterne anschauen kann. Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang schnappe ich mir meine GoPro 4 und montiere sie auf mein kleines Cullmann „Taschenstativ“. Schnell geht es leise die Treppe hinauf auf das Flachdach und in der Dunkelheit suche ich mir eine Ecke von der ich hoffe, dass man hier den Sonnenaufgang wird sehen können.

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Der letzte Tag auf El Hierro

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Es ist der letzte Tag auf El Hierro und auch heute will ich es wieder ganz ruhig angehen lassen. Die meiste Zeit des Tages bin ich zu Fuß hier in Tigaday unterwegs und genieße das sehr entspannte Leben auf dieser herrlichen kleinen Insel. Im Supermarkt kaufe ich mir etwas Schokolade und später trinke hier und da ein Bierchen, quatsche mit Einheimischen die etwas Englisch sprechen und lasse die Zeit verstreichen. Früher wäre mir das deutlich schwerer gefallen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich das erste mal allein auf Teneriffa war. Ich hatte tief in mir ständig das Gefühl, dass es das letzte Mal auf dieser Insel sein könnte und habe jeden Tag versucht so viel wie nur irgend möglich aus der wenigen Zeit herauszuholen. Wie ein Getriebener bin ich über die Insel gehastet und habe hier und dort einige Fotos geschossen. Echte Erholung war das nicht und heute miss ich schmunzeln wenn ich daran zurückdenke. Hier auf El Hierro ist das ganz anders. In den letzten beiden Wochen habe ich viele Fotos geschossen, aber im wesentlichen habe ich gelebt. Ich war vogelfrei und konnte hier tun und lassen was ich wollte und das war herrlich.

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El Hierro bei Nacht

Wegen des milden Klimas herrscht auf den Kanarischen Insel das ganze Jahr über Saison für Motorradfreunde. Das Klima ist selbst im Herbst oder Winter angenehm mild und wer nicht gerade zu Silvester nachts auf Teneriffa hinauf in die Canadas del Teide fahren will, der kann sich auf Temperaturen zwischen 20°C und 30°C freuen, 356 Tage im Jahr. Als ich im Jahr 2009 das erste Mal im März in Arizona war, habe ich tagsüber unter der sengenden Sonne geschwitzt und nachts im Bett vor Kälte gezittert. Das gibt es hier nicht. Selbst in der Nacht ist es jetzt im September noch so angenehm, dass man in der Nähe des Meeres mit etwa 25°C rechnen kann.

Ideale Bedingungen um nachts mit seiner Kamera loszuziehen. Aber zunächst habe ich hier einige Fotos die das Herz aller Motorradfahrer schneller schlagen lassen, die sich aktuell daheim in Deutschland mit dem Ende der Motorradsaison konfrontiert sehen. Wenn der Geldbeutel es erlaubt, ist es ein gute Idee einfach für ein paar Tage auf die Kanaren zu fliegen, ein Motorrad zu mieten und beispielsweise auf El Hierro großen Spaß damit zu haben. Motorräder stehen beispielsweise auf Teneriffa in großer Zahl und guter Qualität bereit. Wer ein Motorrad für eine Woche oder mehr mietet, kann mit der ARMAS Schnellfähre von Los Christianos im Süden Teneriffas in weniger als 3 Stunden nach El Hierro übersetzten und findet hier unberührte Natur und großartige Motorradstrecken.

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El Hierro mit dem Motorrad erkunden

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Im Gegensatz zu den anderen Kanarischen Inseln hat El Hierro keinen großen „Sockel“. Diese kleine Insel ist vielmehr die Spitze eines gewaltigen Berges die ganz oben aus dem Meer herausragt. Nur wenige Meter vor El Hierro ist der Atlantik bereits viele hundert Meter tief. Diese kleine Insel hat im Gegensatz zu Inseln wie Teneriffa keine wirklich tiefen Schluchten (Barrancos). Somit ist die Insel aus der Sicht eines Motorradfahrers recht übersichtlich. Es gibt in der Mitte einen einzigen hohen flachen Berg der meist bis in die Wolken hineinragt, sie aber nicht zu durchdringen vermag. Über den Wolken ist man daher auf El Hierro sehr selten.

Die wenigen Straßen die es gibt führen mit vielen Kurven hinab zum Meer, allerdings nur wo dies auch möglich ist. Weite Teile der Küste sind zu steil und zu hoch um dort Straßen zu bauen und daher nur mit einem Schiff oder zu Fuß erreichbar. Wegen der enormen Höhenunterschiede können Wanderungen hinunter zum Meer extrem kräftezehrend ausfallen.

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