Nikon DF – Systemkamera mit Vollformatsensor

Wer während der letzten Monate den internationalen Fotomarkt etwas beobachtet hat, dem sind sicher mehrere neue spiegellose Systemkameras ins Auge gesprungen. Sony hat zunächst mit der RX1 eine Kamera mit fest montiertem Zeiss Objektiv zum exorbitanten Preis von weit mehr als 3.000 Euro ins Rennen um die Käufergunst geschickt. Diese Kamera liefert bestechend gute Bildergebnisse, nur das Objektiv lässt sich nicht wechseln und selbst einen Sucher muss man separat erwerben.

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Kaum war die RX-1 auf dem Markt, hat SONY nur acht Monate später die grundsätzlich baugleiche RX1r nachgelegt. Damit es den unentschlossenen Käufern nicht langweilig wird ist nun gleich eine Triumvirat neuer Kameras Alpha-Serie in der Pipeline die mehr in Richtung Spiegelreflexkamera zielen, ohne indes einen Spiegel zu verwenden.

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Wirklich lieferbar sind sie noch nicht aber man kann sie bereits vorbestellen.

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Und einen toll gemachten Werbespot gibt es auch schon zu sehen.

Auch bei Olympus hat sich in den letzten Wochen einiges getan und mit der OM-D E-M1wurde ein spiegellose Systemkamera im Retro-Design vorgestellt die sehr an die großen SLR Klassiker OM-1 und OM-2 aus dem 80er Jahren erinnert.

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Wie schon in den 80er Jahren legt man bei Olympus großen Wert drauf zu unterstreichen, dass die neue Kamera deutlich kleiner und kompakter als die Systeme der Wettbewerber ausfallen.

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Quo Vadis Nikon

Bei Nikon überschlagen sich derzeit die Neuvorstellungen ebenfalls. Wie bei der SONY RX1 wurde die sehr gute Nikon D5200 vor einigen Tagen bereits nach weniger als einem Jahr von der Nikon D5300 abgelöst. Wegen der vielen negativen Stimmen zum Problem mit feinsten Öltropfen die den Sensor verschmutzen können, hat Nikon mit der Nikon D610 die sehr gute Nikon D600 bereits einige Monate nach der Vorstellung schon wieder aus dem Programm genommen.

Aktuell sieht das Nikon DSLR-Angebot etwa so aus:

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Auch im Segment der kleinen Nikon Kameras tut sich was, hier wurde jüngst die weltweit erste wasserdichte Systemkamera mit Wechselobjektiv und Blitzlicht vorgestellt, die Nikon 1 AW1.

Nikon1_AW1_Silver

Doch wie sieht es mit einem Pendant zu den neuen spiegellosen DSLR-ähnlichen Systemkameras von Sony und Olympus aus?

Mit den beiden Videos „Nikon – Pure Photography“ verunsichert man aktuell die gesamte Fangemeinde. Woher kommt dieses Verschlussgeräusch am Ende der Videos, aus einem Lautsprecher oder ist es echt? Eine Kamera ist in beiden Videos indes nicht wirklich zu sehen und so werden wieder einmal gezielt Spekulationen befeuert und Kunden verunsichert. Vielleicht ist die neue Generation noch nicht ganz fertig und bevor Kunden zu Sony oder Olympus abwandern könnte man ihnen die schon fast getroffene Entscheidung so schwer machen, dass sie warten bis klar ist was letztlich hinter diesen Videos steckt.

Aber seht selbst:

Im zweiten Video hält der Schauspieler eine Kamera in der Hand deren Objektiv sehr an die legendären AiS Objektive ohne Autofokus erinnert. Dies verleitet die Nikon Fangemeinde aktuell wieder einmal zu wilden Spekulationen. Die einen hoffen, dass eine neue Kamera im Design der legendären Nikon F3 auf den Markt kommen wird, die andere hoffen auf einen digitalen Nachfolger der Nikon FM3a.

Ich habe mir heute mal den Spaß erlaubt eine Symbiose aus Nikon Fm3a der Fuji X100 und der Nikon F75 zu erstellen. Ein neues extrem lichtstarkes Objektiv habe ich auch gleich dazu entworfen, wenn Mythos dann echter Mythos 🙂

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Ach ja, der rote „Video-Button“ stammt von der Nikon 1…

Über die Gestaltung der Rückseite habe ich auch nachgedacht 🙂

Nikon-DF-Back-Silver-2014

Wie dem auch sei, so oder so ähnlich könnte die neue Nikon aussehen. Ob die Typenbezeichnung allerdings wirklich Nikon DF sein wird, das bleibt abzuwarten.

Aktuell kursieren im Internet bereits mehrere Interpretationen der neuen Typenbezeichnung:

  • Nikon DF – Digital Fusion
  • Nikon DF – Discontinued Filmcamera
  • Nikon DF – Discrete Finance
  • Nikon DF – Digital Flop

Vor ein paar Tagen machte bei Facebook dieser schöne Cartoon die Runde:

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Da steckt viel Wahrheit drin! Wer in diesem Tagen in die Fotografie einsteigen möchte und überlegt welche Kamera er kaufen sollte, dem würde ich zu einer gebrauchten DX Kamera in guten Zustand raten. Wer mit der Kamera filmen möchte, der nimmt eine D5100 oder die D7000. Wer eine schöne große Profikamera sucht, der ist mit der D2x oder der D2xs immer noch sehr gut beraten. Auch die Nikon D300 oder die D300s sind durchaus noch mehr als zeitgemäß und liefern wirklich tolle Bilder. Aber auch mit den Kameras der anderen Hersteller kann man sehr gute Fotos machen.

Noch immer gilt die alte Weisheit:

Das Bild macht nicht die Kamera sondern der Fotograf

Also Freunde, lasst Euch nicht total verrückt machen von all den neuen schönen Dingen die immer besser toller, weiter, höher und schneller sind. Kauft Euch einfach eine erprobte Kamera für kleines Geld und achtet dabei mehr darauf wie sie in der Hand liegt und ob Euch die Bedienung zusagt.

Ein perfektes Foto das mit einer Nikon D70 für 100 Euro aufgenommen wurde ist immer noch 10.000 mal besser und wertvoller als eine verwackelte Gurke die aus einer Nikon D4x mit AF-S VR 1.8/500mm EX-IId oder sonst was stammt.

Mein Tipp:

Nicht mehr in Internet-Foren nach der besten Kamera mit den feinsten Pixeln stöbern und auch nicht 5 Stunden am Tag ein Werbevideo nach dem anderen bei YouTube anschauen. Schnappt Euch eine gebrauchte Kamera die technisch gut in Schuss ist und geht hinaus in die Welt und macht geile Fotos. Was nutzt die konkrete Utopie mit 24,37 Megapixeln und 2.013 statt 1.879 Linienpaaren solange ihr dieses teure Ding weder versteht, noch korrekt bedienen könnt und außerdem keine Erfahrung im Umgang mit Motiven habt?

Viele wichtiger als die Kamera mit den allerletzten technischen Gimmicks ist eine eigene Bildsprache! Geht einfach fotografieren und versucht bei dem was ihr da macht mit jedem Mal ein wenig besser zu werden. Irgendwann ist es dann Zeit für die teure Profikamera und dann ist sie bei Euch auch in guten Händen. Und statt viel Geld für immer neue Kameras auszugeben habt ihr dann ein paar Jahre lang viel fotografiert, seid in der Welt herumgekommen und könnt über die Frage Nikon D7000 oder Nikon 7100 nur noch müde lächeln.

Ich für meinen Teil packe jetzt meine Sachen und gehe raus um mir ein paar schöne Motive zu suchen 🙂

Update vom 01.11.2013

Die Leute vom Nikon Marketing bauen ihren Werbefeldzug schrittweise aus und nun gibt es weitere Details zu sehen. Die neue Nikon DF wird wie eine Mischung aus D800 und F3 aussehen. Aber warten wir es mal ab, bis zur offiziellen Vorstellung sind es nur noch einige wenige Tage…

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Nikon D800 – Videos professionell produzieren

Atomos Ninja 2

Moderne Kameras wie die Nikon D800 bzw. D800E ermöglichen neben qualitativ hochwertiger Bildaufzeichnung auch Videoaufzeichnungen. Doch jeder der schon einmal versucht hat eine etwas längere Video-Sequenz mit einer DSLR aufzunehmen kennt das Problem der kurzen Aufzeichnungsspannen dieser Kameras. Ich selbst habe mich beispielsweise bei den Videos zum Thema „Nikon History“ schon oft darüber geärgert, dass meine Nikon D7000 nach 20 Minuten die Videoaufzeichnung einstellt und man keinen entsprechenden Hinweis erkennen kann, solange man VOR der Kamera steht.

Das ist oft wirklich störend besonders wenn man gerade im Fluss ist und einige komplexe Sachverhalte schön auf den Punkt gebracht hat. Die Enttäuschung ist dann immer wieder groß wenn man feststellen muss, dass große Teile der Moderation nicht aufgenommen wurden.

Wer sich fragt warum es diese Begrenzungen gibt und ein wenig bei google & Co. auf die Suche geht findet schnell heraus, dass dies eine bewusste Beschränkung ist, die von den Kameraherstellern in die Software der Kameras integriert wurde. Für eine DSLR die Videos aufzeichnen kann die länger als 30 Minuten laufen, werden nämlich zusätzliche Abgaben fällig.

Ich selbst habe mich beim Filmen mit der Nikon D7000 oder meiner D800E auch schon oft darüber geärgert, dass man auf dem Display bei hellem Sonnenlicht praktisch nichts erkennen kann. Man muss ich mit Lichtschächten und Lupen behelfen die auf das Display geklebt werden, wirklich schön ist das alles nicht.

Wenn ich allein bin und bspw. ein YouTube-Video erstellen möchte, so habe ich auch immer das Problem, dass ich während der Aufnahme gar nicht sehen kann ob ich im Bild bin oder nicht. Aus diesem Grunde habe ich mir im letzten Jahr die wirklich tolle Panasonic HC-X909 angeschafft. Dieses Gerät ist ein spezielle Videokamera die sowohl über ein Schwenkdisplay als auch über eine Infrarot-Fernbedienung verfügt. Damit gelingen wirklich brauchbare Videos aber die Kamera hat auch ein paar Einschränkungen. So kann ich beispielsweise keine Objektive tauschen. Zwar verfügt die HC-X909 über drei getrennte Bildsensoren, doch sind diese Sensoren sehr klein ausgelegt, denn nur so ist ein kompakte Bauform erreichbar. Die geringe Größe der Sensoren führt bei schwacher Ausleuchtung schnell zu sehr störendem Bildrauschen. Für ein wirklich hochwertiges YouTube Video brauche ich also stets eine „komplette Festbeleuchtung“.

Hier habe ich ein Beispiel, dass ich vor einigen Wochen zusammen mit meinem Freund Fabian alias „Rainer Schauder“ aufgenommen habe. Dabei kam nur die Panasonic HC-X909 zum Einsatz. Den Ton haben wir ausschließlich mit einem preiswerten Nikon ME-1 Mikrofon aufgenommen, das über ein billiges Verlängerungskabel an den Panasonic angeschlossen war. Für die Ausleuchtung haben wir zwei spezielle recht lichtstarke Video-Lampen verwendet. Die Qualität ist meiner Meinung nach ganz brauchbar und vor allem konnten wir uns während der Aufnahmen kontrollieren und alles in einem Take aufnehmen.

Wer bereits ein Nikon D800 oder eine ähnliche TOP-Kamera sein eigen nennen darf, wird sich vielleicht auch schon über die beschriebenen Einschränkungen geärgert haben. Für alle die nicht gleich zu einer separaten „richtigen“ Videokamera greifen wollen, bietet der australische Hersteller Atomos mit dem Ninja 2 einen HDMI Recorder zum Preis von ca. 600 Euro an. Mit dem Ninja 2 können Videos über viele Stunden aufgezeichnet werden. Das Gerät beherrscht unterschiedliche Codecs für die Kompression des Bildmaterials. Zeichnet man beispielsweise mit ProRes 422 auf, so hat man ein Format das bspw. Final Cut Pro X sehr gut und ohne Einschränkungen direkt verarbeiten kann. Zwar sind die Videodateien dann etwa zehnmal so groß wie sie innerhalb der Kamera auf eine Speicherkarte aufgenommen würden, aber die Qualität ist wegen der geringeren Kompression auch sichtbar besser.

Der Qualitätsgewinn hängt allerdings stark von den gefilmten Motiven ab. Bei einem YouTube-Vortrag in dem man recht still vor der Kamera steht und sich fast nur die Lippen bewegen wird man keinen Unterschied feststellen können. Aber bereits bei einem zügigen Kameraschwenk sind besonders an den Kanten des gefilmten Motivs deutliche Unterschiede erkennbar. Sehr cool ist auch, dass der Ninja 2 eine eigene Stromversorgung über zwei Akkus hat, die sogar während des laufenden Betriebs gewechselt werden können. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass man im Gegensatz zu HDMI-Recordern die ihre Signal unkomprimiert aufzeichnen mit einfachen 2,5″ Festplatten auskommt. Statt mehrere tausend Euro für eine ganze Batterie von SSDs ausgeben zu müssen, reicht hier eine flotte 2,5″ 1-TB Festplatte (ca. 80 Euro) um mehr als 20h Videomaterial in toller Qualität speichern zu können.

Zum Ninja 2 Lieferumfang gehört ein kleines Gehäuse samt einer Docking-Stating mit USB 3.0 Anschluss. So kann man das Video-Material sehr schnell für den Videoschnitt verfügbar machen.

In diesem Video wird die Arbeit mit dem Atomos Ninja 2 sehr schön präsentiert und die Vorzüge des Systems werden sehr gut erläutert.

Ob die eigene Kamera den Atomos Ninja 2 unterstützt sollte man vor dem Kauf allerdings klären, hier wird man via google & Co. schnell fündig werden.

Bei amazon.de ist der Ninja 2 derzeit in kleinen Stückzahlen verfügbar.

Hier habe ich noch ein Beispiel-Video das mit einer Nikon D800 aufgenommen wurde. Dabei kamen auch externe HDMI-Aufnahmegeräte zum Einsatz. Wer sich dieses Video aufmerksam anschaut wird schnell die tolle Bildqualität bemerken. Einen Video-Clip in dieser Qualität wird keine Sendeanstalt ablehnen. Und dieses Video ist der beste Beweis, dass bereits mit einer relativ preiswerten DSLR professionelle Videoaufnahmen möglich sind.

Hier ist das Making of…

Nikon D800E – Fazit nach dem ersten Jahr

Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm

Als Nikon im Vorfeld der CES in Las Vegas im Februar 2012 die neue Nikon D4 und die D800 bzw. D800E ankündigte hat dies die Nikon-Welt ziemlich durchgerüttelt. Die Nikon D4 ist mit 11 Bildern/Sekunde DIE pfeilschnelle Maschine für alle Sportfotografen dieser Welt. Nie zuvor hat es eine derart schnelle digitale Spiegelreflexkamera gegeben. Mit der D4 entgeht einem geübten Sportfotografen nun praktisch (fast) nichts mehr.

Im Vergleich zur D4 sind die 4 Bilder/Sekunde der D800/D800E eher „gemächlich“ – aber diese Kamera hat andere Qualitäten. Befürchtungen, dass die Dynamik des neuen Chips  aufgrund der winzigen Pixel sichtbar gering ausfallen könnte, haben sich nicht bestätigt. Und die ISO-Performance liegt auf dem Niveau der bereits sehr guten Nikon D700. Verkleinert man die Bilder aus der D800 auf das Format der Fotos die man mit einer D700 machen kann, so hat die D800 bei der ISO-Performance sogar die Nase vorn.

Haben anfangs noch viele Fotografen, die mit sündhaft teuren Mittelformatkameras arbeiten, die Nase über die neue D800 bzw. D800E gerümpft, so nehmen viele von ihnen diese neue Kamera inzwischen sehr ernst. Zwar kann auch die D800E trotz aller Innovation nicht mit einem 10-fach teureren Mittelformat-Rückteil mithalten, aber für die allermeisten Produktionen liefert sie genau die Auflösung die für einen überaus detailreichen hochwertigen Fine-Art-Print im Format bis etwa 150x100cm notwendig ist.

Selbst der international renommierte Fotograf Tom Till aus Moab in Utah lässt inzwischen seine Großformat-Kamera daheim und geht mit einer Nikon D800E und einigen Objektiven auf Fototour.

Ich selbst habe meine Nikon D800E im Februar 2012 im Bonner Cityfotocenter bestellt und musste tatsächlich bis zum Juni 2012 warten, bis das gute Stück endlich lieferbar war. Wer es noch nicht kennt, der kann in diesem Video sehen, welche Freude mir der „Tag der Abholung“ dieser tollen neuen Kamera gemacht hat.

Sehr cool war es, als ich am letzten Samstag wieder einmal im Bonner Cityfotocenter stand und plötzlich einer der anderen Kunden zu mir sagte „Hallo, Du kennst mich nicht, aber ich kenne Dich!“. So habe ich Dominic aus St. Augustin kennengelernt. Er hatte das Video gesehen, das ich oben verknüpft habe und war im Cityfotocenter um sich mal eine Nikon D800 „live“ anzuschauen. Leider war kein Exemplar vorrätig, denn angesichts der harten Konkurrenz von amazon, ebay & Co. macht es in Verbindung mit dem rasanten Preisverfall für die meisten Fotogeräte keinen Sinn sie „auf Halde“ zu kaufen. Dominic muss sich also ein „Ansichtsexemplar“ erst bestellen. Aber was soll ich sagen, ich musste ja auch viele Monate warten 🙂

Heute ist der 24. Mai 2013 und ich habe diese Kamera jetzt fast ein Jahr lang viel intensiv genutzt. Und wie lautet mein Urteil?

Die Nikon D800E ist für mich die „ultimative Fotografiermaschine“. Nie zuvor hatte ich eine Kamera in der Hand deren Software und Bedienung so durchdacht und so praxisnah ist. Die Verarbeitungsqualität ist über alle Zweifel erhaben und die Bildqualität lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Diese Kamera ist einfach gut und macht echt viel Spaß!

Wenn mich jemand fragt welche Kamera ich ihm empfehlen würde, dann kommt meist sehr schnell das Gespräch auf die D800 bzw. die D800E. Diese Kameras kann ich uneingeschränkt jedem Fotofan empfehlen, der mit 4 Bildern/Sekunde leben kann. Wer eine schnelle Kamera braucht, der ist im preiswerten Segment mit der Nikon D7000 bzw. der neueren Nikon D7100 sehr gut bedient. Wenn es „unbedingt Vollformat sein soll“, dann sind auch die D600 und auch die ältere D700 wirklich großartige Kameras. Die absolute Powermaschine für Action und hohe ISO-Werte ist jedoch weiterhin die Nikon D4. Aber diese Kamera ist eben auch extrem teuer und Hand auf’s Herz – für die meisten Fotoamateure ziemlich „Over the top“.

Womit wir beim wichtigsten Thema sind. Nicht jeder Fotoamateur braucht eine reinrassige Profikamera. Die wenigsten Amateure fotografieren ständig bei Kunstlicht ein Basketballspiel mit ISO 6400 und wer muss schon einen Redakteur oder Galeristen tagtäglich mit atemberaubenden  Fine-Art-Prints beglücken?

Alle jene die damit klarkommen mit einer „kleinen Amateurkamera“ durch die Gegend zu wandern können überlegen, ob sie nicht einen preiswerteren Kamerakorpus erwerben und das gesparte Geld in sinnvolles Zubehör investieren. Dann ist noch die Frage DX oder FX zu klären. Schaut man sie die Bildqualität der Nikon D7100 genau an, so lässt auch diese Kamera praktisch keine Wünsche offen. Sie kann alles was man sich wünschen kann und das zu einem sehr moderaten Preis. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Preisdifferenz zwischen DX und FX Objektiven. Zum Preis einer Nikon D4 mit EINEM AF-S 2.8/24-70mm bekommt man eine Nikon D7100 mit perfekten Objektiven zwischen 8 und 400 Millimetern Brennweise, dazu mehrere SB-910, Softboxen, Stative, Fotorucksäcke und ein schönes Notebook ist auch noch drin… Würde man all das in Profiqualität inkl. einer D4 erwerben, so kostet diese Fotoausrüstung schnell bis zu 20.000 Euro und mehr.

Besonders für Fotoamateure die gerade in dieses Thema einsteigen ist eine gute DX-Ausstattung meiner Meinung nach mehr als sinnvoll. Mit dem gesparten Geld kann man Workshops bezahlen, sich in Fotostudios einmieten, Models engagieren, schöne Fotoreisen machen und letztlich die besseren Fotos schießen. Für alle die nicht gerade im Geld schwimmen ist eine komplette teure Profiausrüstung aufgrund der finanziellen Belastung eher ein Fluch als ein Segen – meine Meinung.

Während der Zeit in der ich der Lieferung meiner Nikon D800E entgegen gefiebert habe hatte ich die Hoffnung, dass diese neue Kamera „mein Leben verändern wird“. Heute fast ein Jahr später muss ich sagen, dass ich die Erwartungen an diese neue Kamera überbewertet habe. Mein Leben ist auch mit der D800E eigentlich genauso wie zuvor. Meine Fotos sind nicht wirklich anders oder besser geworden und der Spaß am Fotografieren verharrt auf dem gleichen (hohen) Niveau. Klar ist die D800E eine „Überkamera“ aber kann ich ihr Potential wirklich ausschöpfen?

Damit ich mich mit meiner Nikon D800E so richtig austoben kann, habe ich ein neues Notebook gekauft, dann noch etliche neue externe Festplatten um die gewaltigen Datenmengen speichern zu können. Außerdem neue größere stabile Stative, neue Objektive, das alles war echt kostspielig und spätestens seit dem Kauf der Fuji X100 bleibt diese teure schwere Ausrüstung immer wieder daheim zurück, während ich mich mit einem 23mm Objektiv und einem Chip im APS-C Format vergnüge.

Wenn Ihr also gerade so drauf sein solltet wie ich vor einem Jahr:

Bleibt ruhig und lasst Euch von der tollen Werbung nicht verrückt machen! Gute Fotos entstehen seit fast 200 Jahren und diese Bilder entstehen weniger in einer Kamera, als vielmehr in einem kreativen Kopf. 

Die Bildqualität der D800E

Für all jene die ich jetzt noch nicht verschreckt habe, gibt es nun einige Testfotos aus meiner D800E in voller Auflösung – einfach die Vorschaubilder anklicken (und warten bis die 10MB großen Bilder geladen werden…).

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Hier eine „Videokostprobe“ aus meiner Nikon D800E. Das Intro stammt aus einem HTC Desire HD Smartphone, die Szenen im Schmetterlingsgarten und bei der Paisaje Lunar habe ich mit der D800E gefilmt. Alles andere ist mit einer Panasonic HC-X909 gefilmt oder mit einer auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 fotografiert.

Fazit

Die Nikon D800E ist derzeit kaum zu schlagen. Abgesehen von der Serienbild-Geschwindigkeit, kann sie alles was man sich wünschen kann.

Doch trotz allem hat diese Kamera mein Leben viel weniger geändert als erwartet. In den 11 Monaten die ich diese Kamera benutzen durfte, habe ich wieder Spaß an der Benutzung billiger einfacher „Knipskisten“ gewonnen. Statt die „Überkamera“ einzupacken war oft die wunderbare Fuji X100 in einer sehr kleinen Fototasche. Machmal waren sogar meine geniale Nikon Fm3a oder die schnuckelige Nikon FA dabei. Aktuell freue ich mich auf eine ausgiebige Fototour mit meiner neuen Nikon F6!!!

Halten wir fest:

Für gute Fotos braucht man nicht unbedingt eine Nikon D800E. Aber wenn man eine hat, dann kann man damit wirklich gute Fotos machen. Doch diese Fotos entstehen nicht allein wegen der tollen Kamera, sondern genau dann wenn gutes Licht, interessante Motive und kluge Köpfe zueinander finden.

Ach ja, seit heute habe ich übrigens auch eine Nikon 1 🙂

Das Buch zum großen Fotoabenteuer

Das Buch zu meiner großen Fotoreise gibt es bei amazon.de als Kindle eBook zu kaufen. Auf 573 Seiten gibt es die vollständige Geschichte sowie 200 farbige Fotos, einige Karten und viele Tipps zum Thema Fotografie.

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Nikon D7100 – Das perfekte Telezoom

In letzten Artikel habe ich Euch einige Beispiele zum von mir im DX-Bereich präferierten Nikon AF-S 2.8/17-55mm gezeigt. Heute soll das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm an der Reihe sein. Dieses Objektiv gibt es inzwischen in einer neueren Version. Neben der neuen Vergütung auf der Basis von Nanokristallen ist die Auflösung an den äußeren Bildrändern etwas besser als beim älteren Modell. Außerdem konnte die Funktionsweise des VR verbessert werden, so dass mit der neueren Version etwas längere Belichtungszeiten aus der freien Hand möglich sind. Hier eine Fotos der ersten Version dieses Objektivs.

Nikon Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Wegen der besseren Daten der neueren Version sind in den letzten Monaten vermehrt Exemplare der ersten Baureihe von „Vollformat-Aufsteigern“ verkauft worden. Wie ich meine aber zu Unrecht, denn auch das etwas ältere 2.8/70-200mm liefert bspw. an der Nikon D800E perfekte Bildergebnisse, entsprechende Beispiele findet Ihr in diesem Artikel. Hier ein Beispiel aus diesem Artikel.

(Alle Fotos wie immer 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

Nikon D800E mit Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm - Reitturnier Mainz Ebersheim - 2012

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, machen sich die leichten Unschärfen an den Bildrändern im DX Format in keiner Weise bemerkbar. Damit ist das AF-S R 2.7/70-200mm der ersten Generation prädestiniert für die Nutzung mit der Nikon D7100. Von allen Telezoom-Objektiven mit vergleichbarem Zoombereich liefert dieses Objektiv die beste Auflösung und ist wegen des Nachfolgers inzwischen am Gebrauchtmarkt deutlich günstiger zu haben als das neuere Modell. Eine Alternative wäre noch das AF-S VR 4/70-200mm das Nikon vor einigen Monaten vorgestellt hat. Es ist weniger lichtstark und liefert in der Portrait-Fotografie ein weniger weiches Bokeh. Aber aufgrund von Preis und Gewicht ist es trotzdem ebenfalls eine Empfehlung für die Nikon D7100. Allerdings funktioniert der Einsatz mit einem Teleconverter aufgrund der größeren Ausgangsöffnung bei der 2.8er Variante deutlich besser. Das Sucherbild ist heller und der Autofokus ist bei wenig Licht mit der 2.8er Version deutlich treffsicherer.

Hier einige Portraits die ich mit dem AF-S VR 2.8/70-200 bereits vor einigen Jahren outdoor in Verbindung mit dem Nikon SB-900 als Fillflash aufgenommen habe.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Wegen der hohen Lichtstärke funktioniert die Arbeit mit diesem Objektiv auch in Innenräumen mit gedämpftem Tageslicht ganz ausgezeichnet.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Hier ein Foto das vor einigen Jahren auf der Essener Motorshow ganz spontan entstanden ist.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Landschaftsfotografie mit dem Teleobjektiv, geht das überhaupt? Irgendwie erscheint es ein wenig paradox, denn gesonders das Thema „Landschaftsfotografie“ wird gemein fast automatisch mit Weitwinkelobjektiven assoziiert. Wie ich meine zu Unrecht, denn gerade mit mittleren Telebrennweiten lassen sich in der Landschaftsfotografie einzelne Motive sehr schön vom Hintergrund separieren. Sei es durch das gezielte Spiel mit der Vorder- bzw. Hintergrundunschärfe oder durch die Nutzung des engen Blickwinkels, Teleobjektive verdichten den Raum und eröffnen im Vergleich zum Weitwinkel vollkommen andere Sichtweisen.

Dazu jetzt einige Beispiele die ich mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm (Generation 1) und einer Nikon D300 in der Nähe von Page in Arizona aufgenommen habe. Beim ersten Bild regiert die „Diagonale“ den Bildaufbau. Das Hauptmotiv ist dekorativ ins linke Drittel des Bildes gerückt.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Hier nun eine andere Sicht auf diesen schönen Hoodoo (White Ghost). Bei diesem Foto sehen wir eine gewollte deutliche Unschärfe im Vordergrund. Die Schärfe liegt auf dem Hoodoo und wie beabsichtigt nimmt die Schärfe im Hintergrund leicht ab. Dadurch ist der Hoodoo schön freigestellt und der Betrachter erkennt instinktiv worum es in diesem Foto geht.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Jedoch fehlt dem Bild trotzdem etwas, es gibt keinen Maßstab. Der Hoodoo könnte 50cm klein oder 10 Meter groß sein. Schauen wir uns die gleiche Szenerie in Verbindung mit einem Menschen als „Maßstab“ an.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Wow, was für ein Unterschied – sofort wird klar, dieser Hoodoo ist wirklich ein waschechter weißer Riese 🙂 Und wir haben gelernt, dass es dem Betrachter eines Bildes hilft die Dimensionen zu erkennen, sobald ein Mensch auf dem Bild zu sehen ist.

Hier nun ein Beispiel aus dem Coalmine-Canyon. Wieder habe ich meinen Freund Wolfgang als „Maßstab“ in das Bild integriert.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Das Foto zeigt zugleich die Qualität dieser Linse im DX-Format. Weder sind die Bildränder abgeschattet noch gibt es Unschärfen an den äußeren Bildrändern. DX-Fotografen sind hier klar im Vorteil, sie nutzen das „Dicke vom Glas“ und haben bei diesem Objektiv ein Brennweiten-Äquivalent von 105-300mm bei Blende 2.8 inkl. Bildstabilisator zur Verfügung!

Besonders das „Herauspicken“ einzelner Details funktioniert mit diesem Objektiv sehr gut. Manchmal sagen kleine Details mehr aus als ein Foto das mit einem extremen Weitwinkel aufgenommen wurde.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Werfen wir einen 100% Blick auf ein Detail dieses Bildes. Wir sehen hier, dass dieses Objektiv selbst feinste Details auf dem Chip der Nikon D300 sauber abzubilden vermag. Die neue Nikon D7100 verfügt über die doppelte Auflösung und das auch noch ohne Tiefpassfilter. Wer diesen Chip wirklich ausreizen will, der braucht ein Objektiv das mehr ist als ein „Flaschenboden in einer Kunststofffassung“. Neben der sehr guten Auflösung bietet das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm auf einen perfekten Staubschutz für das Innenleben der verwendeten Kamera. Alles ist perfekt abgedichtet und selbst nach vielen Jahren und tausenden Fotos in der Wüste und anderen garstigen Orten funktioniert mein Exemplar noch immer wie am ersten Tag.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Hier zwei weitere Beispielfotos mit je einem 100% Ausschnitt.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Weiter oben habe ich schon geschrieben, dass sich mit leichten Telebrennweiten Landschaftsmotive etwas „kompakter“ darstellen lassen. Nach den Details nun eine Landschaft im „Vollformat“…

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Hier nun eine ähnliche Perspektive aus dem AF-S 2.8/17-55mm.

Nikon AF-S 2.8/17-55- Example

Schauen wir uns nun zwei Fotos eines anderen Motivs an und überlegen wo die Unterschiede sind. Das erste Foto ist eigentlich ganz ok, es gibt eine schöne diagonale Linie die ins Bild hineinführt und das Hauptmotiv liegt dekorativ im linken oberen Drittel des Bildes. Aber geht das nicht auch besser?

Nikon AF-S 2.8/17-55- Example

Ich denke es geht VIEL besser, nämlich so wie in diesem Bild. Der tiefe Standpunkt und die kurze Weitwinkelbrennweite geben dem Bild einen ganz anderen Charakter. Außerdem bilden die Gräser einen klar definierten Vordergrund und die Wolken einen definierten Hintergrund. Aus der Mitte hebt sich nun sehr schön unsere Gesteinsformation ab und der trockene Baum erzählt seine ganz eigene Geschichte. Fotos wie dieses lassen sich mit dem AF-S VR 2.8/70-200mm allerdings NICHT aufnehmen!

Nikon AF-S 2.8/17-55- Example

Und damit wird einmal mehr deutlich, dass es Sinn macht mit mehreren Objektiven auf Fototour zu gehen. Sicher könnte man ein 18-300mm Suuuuperzooooomm verwenden, aber das halte ich an Kameras wie der neuen Nikon D7100 nicht für sinnvoll, da diese Objektive einfach alles können, aber nichts davon richtig!!

Wer in Canyons und engen Schluchten fotografiert ist meiner Meinung nach mit dem AF-S 2.8/17-55mm sehr gut bedient. Alternativ könnte man in diesen Situationen auch zum Tokina AT-X Pro 4/12-24mm oder dem 11-16mm Pendant greifen. Lange Brennweiten sind in diesen Situationen eher unpraktisch.

Nikon AF-S 2.8/17-55 - Example

Nikon AF-S 2.8/17-55 - Example

Fazit

Mit dem Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm gibt es ein bezahlbares Telezoom das für die Nutzung an der Nikon D7100 wie geschaffen ist. Dieses Objektiv ist bezahlbar, hat relativ kompakte Abmessungen, kann sehr gut mit dem 1.7er oder 2.0er Teleconverter verwendet werden, liefert exzellente Bildergebnisse und ist neben alle dem so robust gebaut wie ein Panzer.

Mein Tipp, verwendet diese geniale Linse NICHT mit einem billigen UC-Filter als Objektivschutz. Wer das tut schützt zwar die Frontlinse, verschenkt aber ein großes Stück der sehr guten Bildqualität. Ich setze den stabilen Objektivdeckel in der Regel so schnell wie möglich wieder auf das Objektiv und verwende es GRUNDSÄTZLICH mit der großen Gegenlichtblende. Damit ist die Frontlinse im Falle eines Sturzes gut geschützt. Für die Reinigung der Frontlinse verwende ich einen Blasebalg oder etwas Druckluft aus der Dose. Erst wenn alle Staubpartikel weggepustet sind lasse ich einen Lenspen an die Frontlinse. Auch schöne alte hunderfach gewaschene Taschentücher aus Baumwolle sind sehr gut für die Reinigung der Frontlinse geeignet.

Im Fotofachhandel findet man darüber hinaus einige Reinigungssets denen eine Reinigungsflüssigkeit für hartnäckige Verschmutzungen beiliegt. Einen UV-Filter würde ich als Schutz nur dann vor dieses Objektiv schrauben wenn es am Meer oder auf dem Wasser verwendet wird.

Ob man sich für die weniger lichtstarke 4.0er oder die neuere Generation des 2.8er entscheidet, das muss jeder mit sich und seiner Geldbörse abstimmen. Mein Favorit für die Nikon D7100 ist ganz klar die sehr gute preiswertere ältere Version, hier habe ich für Euch alle drei Kandidaten bei amazon.de herausgesucht…

Nikon D7100 – Das perfekte Objektiv

In diesen Tagen werden die ersten Exemplare der neuen Nikon D7100 an die Händler ausgeliefert. Dass eine Kamera immer nur so gut ist wie das Objektiv und der Fotograf der beides verwendet, das sollte jedem klar sein. Die Kamera allein macht keine guten Bilder und mit schlechten Objektiven lassen sich keine detailreichen scharfen Fotos erstellen. Doch welches Objektiv ist für die neue Nikon D7100 die „perfekte Linse“? Meiner Meinung nach ist das Angebot sehr guter DX Objektive recht gut, da man als DX-Fotograf auch alle FX-Linsen verwenden kann.

Am 3. März 2009 konnte ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang das Coyote Buttes North Areal in Arizona besuchen. In meinem Rucksack hatte ich:

  • Nikon D300
  • Nikon F100 mit Fuji Velvia 50 und Kodak Ektar 100
  • Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm
  • Nikon AF-S 2.8/17-55mm
  • Nikon AF-D 2.8/10,5mm
  • Tokina AT-X PRO 4/12-24mm
  • Lensbaby II

All diese Objektive ermöglichen Fotos in allerbester Qualität, das Lensbaby vielleicht ausgenommen. Es hat andere Qualitäten, aber später mehr dazu…

(Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken…)

Nikon AF-S 2.8/17-55mm IF-ED

Heute ist mir bei der Sichtung der mittlerweile 4 Jahre Bildergebnisse wieder einmal aufgefallen, dass ich auch bei diesem Trip die überwiegende Zahl der Fotos mit dem famosen Nikon AF-S 2.8/17-55mm aufgenommen habe. Dieses Objektiv ist einfach perfekt und neben der überragenden optischen Qualität auch noch „robust wie ein Panzer“.

Wer sich eine Nikon D7100 gönnt und auf der Suche nach dem absolut perfekten Midrange Zoom Objektiv ist, der kommt an dieser Linse nur sehr schwer vorbei. Wer zusätzlich ein sehr gutes Weitwinkel-Zoom sucht, der ist mit dem Tokina 4/12-24 oder auch der 11-16mm Variante sehr gut bedient. Wer ein Fisheye für die D7100 sucht, dem sei das wunderbare Nikon AF-D 2.8/10,5mm sehr empfohlen. Im Telebereich liefern sowohl das etwas ältere AF-S VR 2.8/70-200 als auch die neuerer Version perfekte Bildergebnisse. Eigentlich sind es FX-Objektive und so gibt es bei der D7100 weder Probleme mit Randunschärfen oder unschönen Vignettierungen der Bildränder. „Wer im DX-Bereich mit FX-Linsen fotografiert, der verwendet nur das Gute der eingebauten Gläser, also nur das dicke Glas aus der Mitte!!!“ – Mit diesen Worten hat das mal ein guter Freund auf den Punkt gebracht und Recht hat er!

Schauen wir uns einige Fotos an die mit dem AF-S 2.8/17-55 mm und der Nikon D300 im März 2009 in der berühmten „Wave“ in Arizona entstanden sind.

Das erste Foto besticht nicht gerade durch gute Farben und überragende Schärfe. Wie kommt das? Ganz einfach, hier habe ich absichtlich eine recht schludrige RAW-Konvertierung mit Snapseed durchgeführt. Dieses Beispiel soll zeigen, dass das wirklich gute Foto auch bei der Nikon D7100 nicht wie von allein auf der Speicherkarte landet. Wer wirklich perfekte Bildergebnisse mit der D7100 erzielen will, der kommt neben der richtigen Aufnahmetechnik und den perfekten Objektiven um die Arbeit im RAW-Modus und die anschließende Konvertierung nicht herum.

Auf diesem Fotos kann man übrigens das Areal rund um „The Wave“ schon in der Ferne erkennen. Es liegt im V-förmigen Einschnitt an der oberen Bildmitte.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier zum Vergleich ein korrekt konvertiertes RAW-Bild das nur wenige Augenblicke später bei gleichem Licht entstanden ist. Zwischen diesen beiden Fotos liegen Welten, oder?

Hier nun eine Reihe von Fotos dieses wunderschönen Trips. Alle Fotos enthalten die vollständigen EXIF-Daten. Wer sich für die Details interessiert kann, der kann dort alles nachlesen.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier jetzt ein Fotos das ich mit dem Lensbaby II aufgenommen habe. Es gibt mir bei diesem Bild darum das Zentrum zu betonen und den Rest des Bildes in Unschärfe zu hüllen. Sieht man genau hin, so fällt die sehr gute Schärfe im Zentrum des Bildes auf, währen die Ränder leicht unscharf abgebildet werden, Dieser Effekt ist bei Nutzung des Lensbaby II im FX-Format übrigens deutlich ausgeprägter!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier jetzt ein Foto das ich bei Blende 11 und 19mm Brennweite mit dem Tokina AT-X Pro 4/12-24mm aufgenommen habe. Es ist scharf bis in das letzte Sandkorn hinein und lässt keinerlei Wünsche offen. Auch an der neuen Nikon D1700 wird dieses Objektiv stets ein verlässlicher Partner sein!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier nun ein Foto im Hochformat das ich mit dem Nikon AF-D 2.8/10,5mm Fisheye aufgenommen habe. Eigentlich war es krumm wie eine Banane, aber die automatische Objektivkorrektur von Adobe Camera RAW 6.7 hat das Bild wunderbar entzerrt und so entsteht ein sehr schöner für extrem kurze Brennweiten typischer „Sogeffekt“ mit nahezu unendlicher Tiefenschärfe.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Zum Vergleich noch eine ähnliche Perspektive die mit dem AF-S 2.8/17-55mm bei 23mm Brennweite aufgenommen ist. Man erkennt den Schärfeabfall zum Hintergrund. Dies ist auf die eingestellte Blende 5,6 zurückzuführen und ist durchaus als gestalterisches Mittel gedacht, auch DX-Kameras bieten durchaus Spielraum für die kreative Nutzung der Hyperfokal-Distanz!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Fazit

DX-Kameras gehören noch lange nicht zum alten Eisen und mit dem AF-S 2.8/17-55mm IF-ED hat Nikon ein Midrange Zoomobjektiv im Programm das sich mit Festbrennweiten von ZEISS & Co. durchaus messen kann. Wer ein sehr hochwertiges „Immerdrauf“ für seine neue Nikon D7100 sucht liegt mit dieser Linse genau richtig.

Aktuell gibt es dieses Objektiv bei amazon.de zum Preis von 1242,- Euro zu kaufen.

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