Nikon Df – Top oder Flop?

Seit einigen Wochen ist die Nikon Df nun lieferbar und es sieht so aus als würden sich an dieser Kamera die Geister scheiden. Auf der einen Seite wird das neue Konzept mit vielen Rädchen begrüßt, auf der anderen Seite verdammt, weil es nicht konsequent durchdacht wurde. Schaut am sich beispielsweise die famose Fuji X100 an, so sieht man hier eine moderne Kamera in coolem Retro-Style bei der die Wählräder die komplette Kontrolle der Kamera ermöglichen. Sowohl der Blendenring als auch das Wählrad für die Belichtungszeiten haben eine Stellung „A“.

Damit kann wahlweise die Zeitautomatik, die Blendenautomatik oder eben die Programmautomatik als Kombination aus beiden Verfahren eingestellt werden. Stellt man nirgendwo ein „A“ ein, so ist die Kamera im manuellen Modus. Das ist wirklich intuitiv und jeder Anfänger kommt damit spontan zurecht. Bei der Df hat man nun tolle Einstellrädchen doch wer das kleine Wählrad für die unterschiedlichen Automatikprogramme falsch einstellt wird sich über die Ergebnisse wundern.

Schaut man sich die Nikon Df von der Rückseite an, so ist es mit dem tollen Retro-Feeling sofort vorbei. Hier sieht alles nach Nikon D600 aus. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, denn die D600 ist eine tolle Kamera. Doch mit „Retro“ hat das eben alles nichts zu tun. Hier hätte es schönere dezentere Lösungen geben können. In meiner kleinen Fotomontage habe ich vor dem Erscheinen der Nikon Df eine Fuji X100 mit einer Nikon Fm „verschmolzen“ und das kommt dem relativ nahe was ich persönlich mir gewünscht hätte.

Nikon-DF-Back-Silver-2014

Nikon-Df-kit-silver-3

Auch in der Draufsicht fällt auf, dass die Nikon Df aussieht als hätte man eine Nikon Fm in eine schwarze Kunststoffschale gesteckt. Und der silberne Ring am neuen 50mm Objektiv ist leider auch nur ein optischer Witz denn dieses Objektiv ist ein ganz normaler G-Typ ohne Blendenring an dem es ausreichend viel Oberfläche gibt um das Objektiv beim Objektivwechsel sicher halten zu können. Bei den alten Nikon Objektiven war das anders, hier war praktisch alles beweglich und so war der feststehende silberne Ring eine wichtige Hilfe beim Wechseln der Objektive. Bei der Nikon Df ist dieser „Silberring“ leider zu einem optischen Witz verkommen, schade!

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Nikon-Df-top

Das Rädchen mit den Automatik-Programmen habe ich übrigens auf die linke Seite der Kamera montiert, weil ich damals davon ausgegangen bin, dass Nikon eine schicke Retrokamera auf den Markt bringen wird, die sich eher an designverliebte Amateure als an echte Enthusiasten wenden wird.  Ich selbst bin an dieser Stelle von der Lösung die Nikon mit der Df letztlich gefunden hat sehr angetan. Dass die Df kein Wählrad für Motivprogramme hat ist gut und richtig.

Halbherzig ist allerdings, dass in der Nikon Df zwar der Chip der Nikon D4 verbaut wurde, aber für das Autofokusmodul auf die Nikon 600 zurückgegriffen wurde. In Verbindung mit dem kleinen (wieder einmal neuen) Batteriesystem ist die Serienbildgeschwindigkeit der Nikon Df eher gemütlich, während die D4 abgeht wie die Feuerwehr.

Bei der Konzeption der Nikon Df wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt und es ist eher traurig was nun zum Preis von 3.000 Euro angeboten wird. Sollte sich die Nikon Df als Flop erweisen, wird man sie in 2-3 Jahren billig bei eBay und Co. erwerben können. Als Ergänzung für die Nikon Vitrine taugt sie allemal. Doch wer in diesen Tagen satte 3.000 Euro für diese Kamera hinblättert, wird sich später in dem Bauch beißen…

In meinen Augen ist die Nikon Df ein halbherziger Versuch und leider missglückter Versuch an das famose Design der Nikon Fm anzuknüpfen. Nicht verwunderlich ist es da, dass die Frage nach einer Übersetzung der Typenbezeichnung „Df“ so begierig aufgegriffen und beantwortet wird. Einige „Deutungen“ sind wirklich gut. Am allerbesten gefällt mir „Design failure“! Aber lest selbst…

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Nikon D800E – Fazit nach dem ersten Jahr

Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm

Als Nikon im Vorfeld der CES in Las Vegas im Februar 2012 die neue Nikon D4 und die D800 bzw. D800E ankündigte hat dies die Nikon-Welt ziemlich durchgerüttelt. Die Nikon D4 ist mit 11 Bildern/Sekunde DIE pfeilschnelle Maschine für alle Sportfotografen dieser Welt. Nie zuvor hat es eine derart schnelle digitale Spiegelreflexkamera gegeben. Mit der D4 entgeht einem geübten Sportfotografen nun praktisch (fast) nichts mehr.

Im Vergleich zur D4 sind die 4 Bilder/Sekunde der D800/D800E eher „gemächlich“ – aber diese Kamera hat andere Qualitäten. Befürchtungen, dass die Dynamik des neuen Chips  aufgrund der winzigen Pixel sichtbar gering ausfallen könnte, haben sich nicht bestätigt. Und die ISO-Performance liegt auf dem Niveau der bereits sehr guten Nikon D700. Verkleinert man die Bilder aus der D800 auf das Format der Fotos die man mit einer D700 machen kann, so hat die D800 bei der ISO-Performance sogar die Nase vorn.

Haben anfangs noch viele Fotografen, die mit sündhaft teuren Mittelformatkameras arbeiten, die Nase über die neue D800 bzw. D800E gerümpft, so nehmen viele von ihnen diese neue Kamera inzwischen sehr ernst. Zwar kann auch die D800E trotz aller Innovation nicht mit einem 10-fach teureren Mittelformat-Rückteil mithalten, aber für die allermeisten Produktionen liefert sie genau die Auflösung die für einen überaus detailreichen hochwertigen Fine-Art-Print im Format bis etwa 150x100cm notwendig ist.

Selbst der international renommierte Fotograf Tom Till aus Moab in Utah lässt inzwischen seine Großformat-Kamera daheim und geht mit einer Nikon D800E und einigen Objektiven auf Fototour.

Ich selbst habe meine Nikon D800E im Februar 2012 im Bonner Cityfotocenter bestellt und musste tatsächlich bis zum Juni 2012 warten, bis das gute Stück endlich lieferbar war. Wer es noch nicht kennt, der kann in diesem Video sehen, welche Freude mir der „Tag der Abholung“ dieser tollen neuen Kamera gemacht hat.

Sehr cool war es, als ich am letzten Samstag wieder einmal im Bonner Cityfotocenter stand und plötzlich einer der anderen Kunden zu mir sagte „Hallo, Du kennst mich nicht, aber ich kenne Dich!“. So habe ich Dominic aus St. Augustin kennengelernt. Er hatte das Video gesehen, das ich oben verknüpft habe und war im Cityfotocenter um sich mal eine Nikon D800 „live“ anzuschauen. Leider war kein Exemplar vorrätig, denn angesichts der harten Konkurrenz von amazon, ebay & Co. macht es in Verbindung mit dem rasanten Preisverfall für die meisten Fotogeräte keinen Sinn sie „auf Halde“ zu kaufen. Dominic muss sich also ein „Ansichtsexemplar“ erst bestellen. Aber was soll ich sagen, ich musste ja auch viele Monate warten 🙂

Heute ist der 24. Mai 2013 und ich habe diese Kamera jetzt fast ein Jahr lang viel intensiv genutzt. Und wie lautet mein Urteil?

Die Nikon D800E ist für mich die „ultimative Fotografiermaschine“. Nie zuvor hatte ich eine Kamera in der Hand deren Software und Bedienung so durchdacht und so praxisnah ist. Die Verarbeitungsqualität ist über alle Zweifel erhaben und die Bildqualität lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Diese Kamera ist einfach gut und macht echt viel Spaß!

Wenn mich jemand fragt welche Kamera ich ihm empfehlen würde, dann kommt meist sehr schnell das Gespräch auf die D800 bzw. die D800E. Diese Kameras kann ich uneingeschränkt jedem Fotofan empfehlen, der mit 4 Bildern/Sekunde leben kann. Wer eine schnelle Kamera braucht, der ist im preiswerten Segment mit der Nikon D7000 bzw. der neueren Nikon D7100 sehr gut bedient. Wenn es „unbedingt Vollformat sein soll“, dann sind auch die D600 und auch die ältere D700 wirklich großartige Kameras. Die absolute Powermaschine für Action und hohe ISO-Werte ist jedoch weiterhin die Nikon D4. Aber diese Kamera ist eben auch extrem teuer und Hand auf’s Herz – für die meisten Fotoamateure ziemlich „Over the top“.

Womit wir beim wichtigsten Thema sind. Nicht jeder Fotoamateur braucht eine reinrassige Profikamera. Die wenigsten Amateure fotografieren ständig bei Kunstlicht ein Basketballspiel mit ISO 6400 und wer muss schon einen Redakteur oder Galeristen tagtäglich mit atemberaubenden  Fine-Art-Prints beglücken?

Alle jene die damit klarkommen mit einer „kleinen Amateurkamera“ durch die Gegend zu wandern können überlegen, ob sie nicht einen preiswerteren Kamerakorpus erwerben und das gesparte Geld in sinnvolles Zubehör investieren. Dann ist noch die Frage DX oder FX zu klären. Schaut man sie die Bildqualität der Nikon D7100 genau an, so lässt auch diese Kamera praktisch keine Wünsche offen. Sie kann alles was man sich wünschen kann und das zu einem sehr moderaten Preis. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Preisdifferenz zwischen DX und FX Objektiven. Zum Preis einer Nikon D4 mit EINEM AF-S 2.8/24-70mm bekommt man eine Nikon D7100 mit perfekten Objektiven zwischen 8 und 400 Millimetern Brennweise, dazu mehrere SB-910, Softboxen, Stative, Fotorucksäcke und ein schönes Notebook ist auch noch drin… Würde man all das in Profiqualität inkl. einer D4 erwerben, so kostet diese Fotoausrüstung schnell bis zu 20.000 Euro und mehr.

Besonders für Fotoamateure die gerade in dieses Thema einsteigen ist eine gute DX-Ausstattung meiner Meinung nach mehr als sinnvoll. Mit dem gesparten Geld kann man Workshops bezahlen, sich in Fotostudios einmieten, Models engagieren, schöne Fotoreisen machen und letztlich die besseren Fotos schießen. Für alle die nicht gerade im Geld schwimmen ist eine komplette teure Profiausrüstung aufgrund der finanziellen Belastung eher ein Fluch als ein Segen – meine Meinung.

Während der Zeit in der ich der Lieferung meiner Nikon D800E entgegen gefiebert habe hatte ich die Hoffnung, dass diese neue Kamera „mein Leben verändern wird“. Heute fast ein Jahr später muss ich sagen, dass ich die Erwartungen an diese neue Kamera überbewertet habe. Mein Leben ist auch mit der D800E eigentlich genauso wie zuvor. Meine Fotos sind nicht wirklich anders oder besser geworden und der Spaß am Fotografieren verharrt auf dem gleichen (hohen) Niveau. Klar ist die D800E eine „Überkamera“ aber kann ich ihr Potential wirklich ausschöpfen?

Damit ich mich mit meiner Nikon D800E so richtig austoben kann, habe ich ein neues Notebook gekauft, dann noch etliche neue externe Festplatten um die gewaltigen Datenmengen speichern zu können. Außerdem neue größere stabile Stative, neue Objektive, das alles war echt kostspielig und spätestens seit dem Kauf der Fuji X100 bleibt diese teure schwere Ausrüstung immer wieder daheim zurück, während ich mich mit einem 23mm Objektiv und einem Chip im APS-C Format vergnüge.

Wenn Ihr also gerade so drauf sein solltet wie ich vor einem Jahr:

Bleibt ruhig und lasst Euch von der tollen Werbung nicht verrückt machen! Gute Fotos entstehen seit fast 200 Jahren und diese Bilder entstehen weniger in einer Kamera, als vielmehr in einem kreativen Kopf. 

Die Bildqualität der D800E

Für all jene die ich jetzt noch nicht verschreckt habe, gibt es nun einige Testfotos aus meiner D800E in voller Auflösung – einfach die Vorschaubilder anklicken (und warten bis die 10MB großen Bilder geladen werden…).

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Hier eine „Videokostprobe“ aus meiner Nikon D800E. Das Intro stammt aus einem HTC Desire HD Smartphone, die Szenen im Schmetterlingsgarten und bei der Paisaje Lunar habe ich mit der D800E gefilmt. Alles andere ist mit einer Panasonic HC-X909 gefilmt oder mit einer auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 fotografiert.

Fazit

Die Nikon D800E ist derzeit kaum zu schlagen. Abgesehen von der Serienbild-Geschwindigkeit, kann sie alles was man sich wünschen kann.

Doch trotz allem hat diese Kamera mein Leben viel weniger geändert als erwartet. In den 11 Monaten die ich diese Kamera benutzen durfte, habe ich wieder Spaß an der Benutzung billiger einfacher „Knipskisten“ gewonnen. Statt die „Überkamera“ einzupacken war oft die wunderbare Fuji X100 in einer sehr kleinen Fototasche. Machmal waren sogar meine geniale Nikon Fm3a oder die schnuckelige Nikon FA dabei. Aktuell freue ich mich auf eine ausgiebige Fototour mit meiner neuen Nikon F6!!!

Halten wir fest:

Für gute Fotos braucht man nicht unbedingt eine Nikon D800E. Aber wenn man eine hat, dann kann man damit wirklich gute Fotos machen. Doch diese Fotos entstehen nicht allein wegen der tollen Kamera, sondern genau dann wenn gutes Licht, interessante Motive und kluge Köpfe zueinander finden.

Ach ja, seit heute habe ich übrigens auch eine Nikon 1 🙂

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Nikon D7100 versus D7000 versus D600

Nikon D7100

Die lange Zeit der Ungewissheit hat endlich ein Ende, Nikon hat mit der D7100 den offiziellen Nachfolger der D300s und zugleich der D7000 vorgestellt. Hat im Jahr 2010 die Zahl „12“ die Anzahl der Megapixel der Nikon DX-Kameras gekennzeichnet, so sind wir inzwischen bei der magischen „24“ angekommen. Angefangen mit der D3200 über die D5200 und die D7100 sind nun drei aktuelle DX-Kameras in unterschiedlichen Preissegmenten mit unterschiedlicher Ausstattung und einer Ausstattung von 24 Megapixeln lieferbar.

Noch vor wenigen Monaten waren Kameras wie die D7000 oder die D5100 das Maß der Dinge. Daran hat sich eigentlich nichts geändert, sie sind noch so gut wie vor zwei Jahren, aber sie sind inzwischen recht preiswert zu haben. Diese Kameras wurden in extrem großen Stückzahlen hergestellt und eine preiswerte Nikon D7000 ist auch im Zeitalter der D7100 noch immer ein gutes Arbeitsgerät.

Aber schauen wir und dieses beiden Kameras mal im direkten Vergleich an. Ich habe für Euch mal beide Kameras direkt einander gegenüber gestellt.

Nikon D7100 versus D7000

Schaut man sich dieses Bild genau an so fällt auf, dass eigentlich nichts auffällt. Änderungen am Bedienkonzept gibt es praktisch nicht. Alles ist wie man es kennt und mag. Alle Bedienelemente sind dort geblieben wo sie hin gehören und das wird alle Fotofreunde freuen die ihre D7000 im Schlaf bedienen können und vielleicht irgendwann zur neueren D7100 aufsteigen wollen.

Nikon D7100 versus D7000

Auf der Rückseite werden dann leichte Unterschiede sichtbar. Hatte die D7000 (unten) noch einen „Kipphebel“ mit einem integrierten Auslöseknopf für Live-View und Video-Aufzeichnung, so ist bei der D7100 (oben) der Video-Auslöser wie bei der D600 oder der D800 auf die Oberseite der Kamera gewandert. Wie bei der D600 und D800 unterscheidet auch die D7100 zwischen Live-View für Foto und Video. Das funktioniert sehr gut, ist aber aus meiner Sicht kein Killerargument gegen die D7000. Ich verwende die D7000 schon seit vielen Monaten und habe mit der Anordnung der Bedienelemente nie Probleme gehabt. Aber Fotofreunde die eine D7100 als Backup zur D600 oder D800 nutzen wollen werden sich darüber freuen.

Nikon D7100 versus D7000

Alles in allem kann man feststellen, dass bis auf einige marginale Änderungen alles beim alten geblieben ist und das ist auch gut so!

Schauen wir uns jetzt mal die D7100 im direkten Vergleich zur erst vor einigen Monaten vorgestellten D600 an. Hier fallen noch weniger Unterschiede bei den Äußerlichkeiten auf. Wer allerdings genau hinsieht stellt sofort fest, dass bei der D600 der Spiegel und das Prisma deutlich größer geraten sind. Diese Kamera ist eben eine FX-Kamera und ihr Chip ist bei gleicher Auflösung doppelt so groß. Damit werden sehr wahrscheinlich auch ISO-Empfndlichkeit und Tonwertumfang bei der D600 sichtbar besser ausfallen.

Nikon D7100 versus D600

Hier fällt auf den ersten Blick auf, dass man sich bei Nikon um ein durchgängiges Design bemüht hat. Die D7100 wird so erfolgreich die Brücke vom DX- zum FX-Format schlagen. Beide Kameras sehen sich zum verwechseln ähnlich, wenn der größere Chip der D600 nicht wäre…

Nikon D7100 versus D600

Schaut man D7100 und D600 von der Rückseite an, so kann man sie fast gar nicht mehr auseinander halten. Würde man ihnen noch eine D800 gegenüberstellen, so wäre diese lediglich etwas größer und hätte ein rundes Sucherokular.

Nikon D7100 versus D600

Werfen wir einen Blick auf die Neuerungen bei den technischen Daten der D7100. Neben dem höher auflösenden Chip mit kleineren Pixeln fällt die brauchbare Bildwiederholfrequenz von 6 Bildern/s auf. Verwendet man den 1.3x Crop-Modus, so ist die Auflösung etwas geringer, die Brennweitenverlängerung nochmals stärker. Im Gegenzug sind dann flotte 7 Bilder/s möglich.

In den Monate die ich mit der D7000 unterwegs war habe ich vor allem die gute Video-Qualität sehr zu schätzen gelernt. Was mich jedoch immer ein wenig gestört hat, war die auf 23,97 Bilder/s festgelegte Bildfrequenz. Immer wenn ich mit mehreren Kameras gefilmt habe und daraus ein Video erstellen wollte gab es Probleme. Die Videokamera filmt mit 25 B/s, die D7000 mit 24 B/s, die AW-100 mit 29,97, die P7100 mit 23,97 B/s, die GoPro-Kameras mit 25 oder 30B/s. Konvertiert man die Bildwiederholraten nicht aufwendig um, so laufen die Szenen bei einem Mulitcam-Edit entweder nicht gleich schnell oder sie „ruckeln“ sichtbar bei der Wiedergabe.

Das ist mit der D7100 nun anders. Diese Kamera beherrscht jetzt alle gängigen Bildwiederholraten bis hin zu 50i und 60i (Interlaced – Halbbilder/Sekunde). Damit ist sie kompatibel zu meiner Panasonic HC-X909 sowie der D800E und das freut mich natürlich sehr 🙂

Das Autofokussystem der D7100 hat nun mit Kameras wie der D300, D700 oder der D600 gleichgezogen. Es gibt nun insgesamt 51 AF-Punkte und 15 Kreuzsensoren.

Aus meiner Sicht wären es damit auch schon die wesentlichsten Unterschiede zwischen der D7000 und der D7100.

Fazit

Alle drei Kameras werden sehr gute Bildergebnisse liefern, sofern der Mensch der sie benutzt damit umzugehen versteht. Wer mit der D7000 Schrottfotos gemacht hat, der wird mit der D7100 weiterhin Schrottfotos machen. Wer jedoch sein Handwerk beherrscht ist mit der D7000 fast so gut beraten wie mit der D7100. Neben höherer Auflösung und Verbesserungen bei der Video-Aufzeichnung gibt es keine großartigen Änderungen. Wer also auf jeden Cent schauen muss, der profitiert sehr von der Vorstellung der D7100, denn damit wird die D7000 in den kommenden Wochen noch weiter im Preis fallen. Und all jene die immer glauben, dass sie eine neue Kamera brauchen um endlich gute Fotos zu machen, werden ihre D7000 bei eBay & Co. in den kommenden Monaten preiswert verscherbeln.

Wer seine Fotos auf Großformatdruckern weiterverarbeiten will, der wird sich über die gesteigerte Auflösung der D7100 freuen. Dass man bei dieser Kamera ähnlich wie bei der D800E das Tiefpass weggelassen hat wird den Bildergebnissen zu sichtbar mehr Details als bei der D5200 verhelfen. Im Gegenzug gibt es natürlich ein gewisses Risiko, dass sich unschöne Moiré-Effekte zeigen könnten. Aber Nikon wäre nicht Nikon wenn man das nicht bedacht hätte. Ich gehe aktuell davon aus, dass es sehr bald wieder eine neue Version von Nikon Capture geben wird und dass hier pfiffige neue Algorithmen im Rahmen der RAW-Konvertierung bei der Unterdrückung der Moiré-Effekte helfen werden.

Bei aller Euphorie muss man jedoch sagen, auch diese Kamera hat keine Motivklingel und auch diese Kamera kann nicht mehr als die Realität so präzise wie möglich abbilden. Schlechtes Licht bleibt auch mit der D7100 schlechtes Licht und verwackelte Bilder sehen mit der D7100 genauso gruselig aus wie mit der D7000 – nur dass sie nochmals deutlich mehr Speicherplatz auf der heimischen Festplatte benötigen werden.

Beispielfotos zur Nikon D7100 findet ihr hier. Alle technischen Daten zur Nikon D7100 findet ihr hier.

Update vom 24.03.2012:

Die Redakteure der CHIP haben in der letzten Woche eine sehr umfassende Fotostrecke mit vielen Test- und Beispielfotos aus der Nikon D7100 veröffentlicht: Bildergalerie zur Nikon D7100 auf chip.de Diese Fotostrecke beginnt mit einigen Pressefotos und dann gibt es Testbilder von unterschiedlichen Objektiven mit unterschiedlichen ISO-Werten zu sehen. Alle Testbilder kann man zum Vollbild vergrößern.

Hier habe ich eines dieser Testbilder für Euch direkt verknüpft: Testbild Nikon D7100 mit AF-S 1.4/50mm Dieses Bild zeigt auf beeindruckende Art und Weise die herausragende Bildqualität der neuen Nikon D7100 bei Blende 8 und der niedrigsten ISO-Einstellung. Sehr spannend ist, dass selbst bei ISO-1600 das Rauschverhalten des neuen Chips noch vorbildlich niedrig ist!

Ob die Version der Nikon D7100 für Linkshänder ein Verkaufsschlager werden wird, das bleibt abzuwarten…

Nikon D7100 Left - Front - Top

Und eine 3D-Variante wird es wohl auch nicht geben 🙂

Nikon D7100 - 3D

Nikon D600 – Weg mit dem Sensordreck

Erst seit wenigen Wochen ist die neue Nikon D600 auf dem Markt und schon beschweren sich die ersten User über Probleme mit Staubpartikeln auf dem Chip der Kamera. Seit etwa einer Woche geistert nun ein Video durch die Gemeinde das in einer Zeitraffersequenz zeigt, wie sich langsam aber sich mehr und mehr Staub auf dem Chip der Kamera niederschlägt. Bei einem Auto würde man sagen: „Ok, nach den ersten 10.000 Kilometern ist es eingefahren und braucht dann einen Ölwechsel damit der erste mechanische Abrieb ausgespült wird!“ Das versteht jeder und niemand hat ein Problem damit seinen neuen Porsche nach ein paar Wochen mit frischem sauberen sauteuren Motoröl befüllen zu lassen. Bei einer Nikon ist man nicht so tolerant, da ist man eher frustriert.

Doch woher kommt all der Staub? Böse Stimmen haben ja schon gemutmaßt, dass es nach den vielen Katastrophen der letzten Monate und dem hohen Erfolgsdruck in den Nikon-Produktionsstätten etwas zu staubig sein könnte. Das glaube ich eher nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich bei diesen Staubpartikeln um den ersten Abrieb der Spiegelmechanik handelt, auch eine Kamera muss man „einfahren“ werden. Außerdem saugt praktisch jedes Objektiv fiesen Staub in das Innere eines DSLR-Kameragehäuses. Und bei jedem Objektiv-Wechsel kann neuer Staub eindringen. Dieser wird dann bei jedem Spiegelschlag immer wieder aufgewirbelt. Besonderes bei Zeitraffersequenzen mit vielen Einzelbildern ein großes Problem. Noch größer wird dieses Problem wenn die Einzelbilder bei wenig Licht aufgenommen werden und der Verschluss relativ lange Zeit geöffnet bleibt. Dann ist bereits nach kurzer Zeit Staub auf dem Sensor einer jeden digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) vorprogrammiert. Das war vor 10 Jahren bei meiner Nikon D100 so, das Problem hat sich über D1x, D2x und D300 bis zur D800E fortgesetzt. Auch die Kameras meiner Bekannten und Freude hatten schon oft mit diesem Problem zu kämpfen. In meinem Leben habe ich schon viele Chips vom lästigen Staub befreit und muss feststellen, das ist keine Raketenwissenschaft! Ein Unglück hat es dabei noch nicht gegeben, der Vorgang ist manchmal lediglich etwas zeitraubend weil man häufige mehrere Anläufe benötigt bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine fast nagelneue Nikon D800E bereits nach etwa 200 Auslösungen gereinigt werden musste und dass jetzt etwa 2000 Bilder später der Chip schon wieder eingestaubt ist! Man könnte sagen: „Wohl dem, der in der Lage ist den Chip seiner Kamera professionell selbst zu reinigen“.

Wie man den Chip in seiner Kamera richtig säubert habe ich in diesen beiden Videos gezeigt:

Also keine Sorge, das ist kein Einzelschicksal von Besitzern einer Nikon D600 bei einer Canon, Sony oder Olympus gibt es die gleichen Sorgen. Statt zu fluchen sollte man sich ein Reinigungsset bestellen und sich damit abfinden, dass der Staub der sich früher auf Dias und Negativen niederschlug genetisch mutiert ist und sich nun bevorzugt auf CMOS-Sensoren absetzt. Das Leben ist manchmal sehr ungerecht 🙂

Hier habe ich noch einige Zeitraffersequenzen die ich mit meiner Nikon D7000 erstellt habe. Auch diese Kamera kann den Chip mit Ultraschall schütteln und die Werbung verspricht, dass man damit allem Staub den Garaus machen kann. Wer sich das Video genau anschaut, der sieht mitten drin einen fiesen großen dunklen Fleck. Das ist „Zeitraffer-Sensordreck“ – möglicherweise ist dieser hier sogar genetisch mutiert!!

Nikon D800 – Eine Wertanlage?

Nikon D800 bei ebay.com

Zugegeben, der Titel dieses Artikels hat das Niveau der „Bild-Zeitung“. Eine moderne digitale Spiegelreflexkamera kann NIEMALS eine wirkliche Wertanlage sein, das ist klar oder? Bei einzelnen historischen Fotogeräten mag das funktionieren, aber dazu müsste es eine Nikon F sein die von der NASA mit ins Weltall genommen wurde und die man inklusive eines Zertifikats über diesen Einsatz erworben hat. Das war es dann aber auch schon, jede andere „normale“ Nikon-Kamera wird langfristig im Wert fallen. Leser die eine Canon besitzen werden sich jetzt die Hände reiben, aber auch hier gibt es „Bad News“  – bei Canon, Sony, Olympus & Co, ist es leider ganz genauso.

Doch wenn die Kameras schon keine Wertanlage darstellen, so kann man vielleicht vom Preisverlauf der Kameras profitieren und sein ganz persönliches Exemplar zum richtigen Zeitpunkt kaufen und so ein wenig Geld sparen? Wie bei Problemen mit Potenz und Inkontinenz hält auch hier, das Internet hält alle notwendigen Informationen bereit. Eine diesbezüglich recht interessante Ressource ist http://www.nikonpricewatch.com.

Schaut man sich dort nach Kameras um die schon eine Weile am Markt sind, so gibt es bei einigen Modellen sehr interessante Charts welche die Preisentwicklung der Kameras während der letzten Jahre widerspiegeln. Schauen wir uns doch mal die Nikon D3x an. Noch vor zwei Jahren war sie das heißeste Eisen dass man sich als Nikon Fan wünschen konnte. Die deutsche Preisempfehlung lag bei 7.500 Euro und in den USA wurde sie zu einem Äquivalent von etwa 7.500$ angeboten.

Dann kam im März 2011 der Tsunami nach Japan und führte zur Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die Produktion hochwertiger Spiegelreflexkameras aus Japan kam zum Erliegen. Weltweit stiegen die Preise und die Nachfrage nach der D3x als Topmodell im Nikon-Programm stieg ebenfalls. Mit der Nachfrage stieg auch der Preis. Aber nur für einen Zeitraum von etwa 12 Monaten. Kaum waren Fukushima und die anschließende Hochwasser-Katastrophe in Thailand überwunden, da kündigte Nikon im Februar 2012 die D800 sowie die D800E an. Der Preis der D3x fiel sofort um einige hundert Dollar. Doch dann musste man feststellen, dass es viele Monate dauern würde bis diese neuen Top-Kameras wirklich lieferbar sein würden. Der Preis stieg sofort wieder an. Im Juli 2012 war Nikon dann in der Lage die weltweite Nachfrage zu befriedigen und prompt ging der Preis der D3x in den Keller. Aktuell kann man sie noch neu kaufen und wird kaum mehr als 5.000 Euro dafür bezahlen müssen. Warten wir noch 2-3 Jahre ab und auch die D3x gehört zum alten Eisen. So wie ihre Vorgängerin die D2x und deren Vorgängerin die D1x…

Nikon D3x - Preisentwicklung

Werfen wir einen Blick auf den Preisverlauf der Nikon D700. Diese Kamera wurde anfangs zum Preis von etwa 3.000$ bzw. 3.000€ angeboten. Kurz nach der Ankündigung zahlten ungeduldige wohlhabende Amateure kurzzeitig sogar noch ein paar hundert Euro zusätzlich um sich frühzeitig als Besitzer dieser neuen Kamera rühmen zu können. Ich erinnere mich noch sehr gut wie ich damals in den USA unterwegs war und von einigen Amateuren mit meiner D2x und der D300 belächelt wurde. Krass waren zwei Typen aus Südafrika die eigentlich zur Photokina nach Deutschland wollten und einen kleinen Umweg über Las Vegas in Kauf genommen haben um eine Nikon D3 inkl. 14-24, 24-70 und 70-200 einzukaufen. Wie die D700 war die D3 damals noch ein wirklich heißes Eisen!

Hier warten die beiden zwischen ihren teuren neuen Kameras auf den Sonnenuntergang an der Second Wave.

Waiting for sunset - Second Wave - Arizona

Doch dann fiel auch hier der Preis der D700. Während der langen Zeit des Wartens auf den Nachfolger hielt er sich erstaunlich gut bei ca. 2.000 Euro. Nach der Serie von Katastrophen in Japan stieg er sogar wieder an. Kaum war im März 2012 die D800 angekündigt, fiel der Preis der D700 gleich um mehrere hundert Euro.

Nikon D700 - Preisentwicklung

Wie war der Preisverlauf bei der „kleinen“ Nikon D7000? Schauen wir doch mal genauer hin. Anfangs lag diese Kamera relativ lange und relativ stabil bei der Nikon Preisempfehlung. Die Nachfrage war groß, schließlich war die Kamera deutlich preiswerter als eine D3s und lieferte eine höhere Auflösung. Das waren die Argumente die bei den Kunden zählten. Im August 2012 wurde dann klar, dass die D7000 eingestellt wird und der Preis fiel prompt von 1.500$ auf etwa 1.000$. Aktuell ist deine neue Nikon D7000 in Deutschland schon ab ca. 750 Euro erhältlich.

Nikon D7000 - Preisentwicklung

Eine Kamera ist also niemals eine Wertanlage. Aber lohnt es sich im Gegenzug zu warten bis der Preis gefallen ist? Auf diese Frage gibt es keine wirkliche Antwort. Fällt der Preis so ist ein Nachfolger in Sichtweite und sobald dieser lieferbar ist fällt der Preis noch weiter. Man muss sich selbst fragen was man will. Ist man charakterlich gefestigt oder braucht man einen „Ego-Verstärker“ in Form einer 6.000 Euro teuren Nikon D4? Die Nikon D7000 wird in den Händen der meisten Amateure die gleichen Ergebnisse erzielen, kostet aber nur einen Bruchteil einer D4. Soll man warten bis die D7100 lieferbar ist, oder soll man jetzt eine D7000 kaufen und damit einfach viele schöne Fotos machen?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst war während der vergangenen Jahre oft sehr ungeduldig und habe die D2x ganz kurz nach der Vorstellung zu einem horrenden Neupreis erworben. Heute ist sie ein Stückchen Alteisen, aber fotografieren kann man damit noch so gut wie am ersten Tag. Heute bereue ich meine Ungeduld aber ich habe auch draus gelernt. Nur weil man eine neue Kamera hat macht man nicht automatisch bessere Fotos. Wenn ich heute bestaunt werden möchte und die „Zuschauer“ denken sollen ich seit der super Profi, dann ziehe ich mit einer alten Hasselblad in den „Krieg der Eitelkeiten“. Wenn ich Kontakt zu lustigen Leuten suche, dann packe ich meine alte zweiäugige Rolleiflex 3.5f ein, mit keiner anderen Kamera lernt man schneller andere Menschen kennen.

Wenn ich einfach nur fotografieren will, dann packe ich ein was mir gerade in die Hände fällt. Da ist es egal ob es eine D2x, D700, D7000 oder D800E ist. Alle diese Kameras sind nur Werkzeuge und das Foto macht immer noch der Fotograf.

Wem seine Bildergebnisse wichtiger sind als die neidischen Blicke anderer, der sollte mit kühlem Kopf überlegen welche Fotos er machen will und mit welcher Kamera sich das realisieren lässt. Schnell wird man dann einsehen, dass man dafür keine Nikon D4x oder ein sonstiges teures Fotogerät braucht. Kreativität und Können kann man nicht kaufen, das muss man mühsam selbst entwickeln. Und dabei ist es letztlich egal mit welcher Kamera man das tut. Einige der besten Fotos aller Zeiten wurden mit einer Polaroid SX-70 geschossen. Und ein Andreas Gursky würde ein Foto das für mehrere Millionen Euro verkauft wird ganz sicher nicht mit einer Nikon D4 aufnehmen.

Letztlich kommt es immer auf das Ergebnis an. Und wenn das Ergebnis nicht im Mittelpunkt steht, dann sollte der Weg das Ziel sein. Wer also nur Spaß an der Fotografie haben will und von den Ergebnissen nicht leben muss, der ist mit einer preiswerte Ausrüstung sehr gut bedient. Kann er doch das gesparte Geld nutzen um die eine oder andere wunderbare Reise zu unternehmen.

Ansgar mit Rolleiflex 3.5f

Wer von den Ergebnissen seiner Fotos leben muss, der ist meist ein armes Schwein. Zu wenig sind gute Fotos heute noch wert und zu kurz ist die Verweildauer der Augen der Betrachter auch bei herausragenden Arbeiten. Auch hier funktionieren die Regeln von Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage nach Bildmaterial ist während der letzten Jahre enorm gestiegen. Aber im Gegenzug macht heute fast jedes Smartphone Fotos die annähernd auf dem Niveau sind,  das Fotografen im Jahr 1964 mit einer Nikon F erreichen konnten. Doch werden sie auch in ähnlicher Weise wie die Arbeiten eines Robert Capa gewürdigt? An den Fotos dieser Welt verdienen derzeit weniger die Fotografen als vielmehr die Unternehmen die mit diesem Bildmaterial handeln.

Fazit

Richtig schlechte Kameras gibt es heute nicht mehr. Alle Modelle haben vor und Nachteile, tolle Bilder kann man mit Kameras schießen die weniger als 500 Euro kosten. Wer mehr Geld für eine Kamera ausgibt sollte Kosten und Nutzen genau abwägen. Ich rate dazu im Zweifel lieber einen einfacheren Kamera-Body zu kaufen und das gesparte Geld in sinnvolles Zubehör und gute Objektive zu investieren.

Hier habe ich noch ein Foto das ich 2009 in Norwegen mit meiner Rolleiflex 3.5f Baujahr 1960 auf Fuji Velvia 50 aufgenommen habe. Rein qualitativ kann sich das große „Original“ auch heute noch mit einem RAW-Bild aus der Nikon D800E messen. Allerdings muss man es dann auch mit einem Trommelscanner digitalisieren 🙂 (Anklicken für 1000×1000 Pixel Auflösung)

Norwegen 2009 - Hardanger Fjord - Rolleiflex 3.5f