Nikon Df – Photoshop Facelift

Seit sie auf dem Markt ist scheiden sich an der Nikon Df die Geister. Scheinbar lässt diese neue Kamera nur wenig Raum zwischen Hass und Liebe. Mir persönlich gefällt das Design der Nikon Df überhaupt nicht. Diese Kamera soll eine digitale Fortführung wunderbarer Kameras wie der Nikon F3 oder auch der famosen Nikon Fm3A sein. Doch was letztlich in den Regalen der Fotogeschäfte gelandet ist sieht für mich aus wie ein halbbarer Stilmix aus Nikon D4 und D600 mit einigen Retro-Akzenten.

Wie es besser geht hat Fuji gestern mit der Vorstellung der neuen Fuji X-T1 gezeigt. Eine moderne Systemkamera durch und durch und dennoch in zeitlos schönem Retro-Gewand. Was blieb mir anderes übrig als mir meine Wunschversion der Nikon Df selbst zusammen zu mixen? Meine Photoshop Mockups sind nicht perfekt – sollen sie auch gar nicht sein – ich habe nur etwa 5-Minuten je Foto investiert.

The Nikon Df that I would buy #1

The Nikon Df that I would buy #2

The Nikon Df that I would buy #3

Nun ist Eure Meinung gefragt! Wie würde Euch diese Nikon Df gefallen und welche Features würdet Ihr Euch wünschen und was würdet Ihr es Euch kosten lassen?

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Nikon Df – Top oder Flop?

Seit einigen Wochen ist die Nikon Df nun lieferbar und es sieht so aus als würden sich an dieser Kamera die Geister scheiden. Auf der einen Seite wird das neue Konzept mit vielen Rädchen begrüßt, auf der anderen Seite verdammt, weil es nicht konsequent durchdacht wurde. Schaut am sich beispielsweise die famose Fuji X100 an, so sieht man hier eine moderne Kamera in coolem Retro-Style bei der die Wählräder die komplette Kontrolle der Kamera ermöglichen. Sowohl der Blendenring als auch das Wählrad für die Belichtungszeiten haben eine Stellung „A“.

Damit kann wahlweise die Zeitautomatik, die Blendenautomatik oder eben die Programmautomatik als Kombination aus beiden Verfahren eingestellt werden. Stellt man nirgendwo ein „A“ ein, so ist die Kamera im manuellen Modus. Das ist wirklich intuitiv und jeder Anfänger kommt damit spontan zurecht. Bei der Df hat man nun tolle Einstellrädchen doch wer das kleine Wählrad für die unterschiedlichen Automatikprogramme falsch einstellt wird sich über die Ergebnisse wundern.

Schaut man sich die Nikon Df von der Rückseite an, so ist es mit dem tollen Retro-Feeling sofort vorbei. Hier sieht alles nach Nikon D600 aus. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, denn die D600 ist eine tolle Kamera. Doch mit „Retro“ hat das eben alles nichts zu tun. Hier hätte es schönere dezentere Lösungen geben können. In meiner kleinen Fotomontage habe ich vor dem Erscheinen der Nikon Df eine Fuji X100 mit einer Nikon Fm „verschmolzen“ und das kommt dem relativ nahe was ich persönlich mir gewünscht hätte.

Nikon-DF-Back-Silver-2014

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Auch in der Draufsicht fällt auf, dass die Nikon Df aussieht als hätte man eine Nikon Fm in eine schwarze Kunststoffschale gesteckt. Und der silberne Ring am neuen 50mm Objektiv ist leider auch nur ein optischer Witz denn dieses Objektiv ist ein ganz normaler G-Typ ohne Blendenring an dem es ausreichend viel Oberfläche gibt um das Objektiv beim Objektivwechsel sicher halten zu können. Bei den alten Nikon Objektiven war das anders, hier war praktisch alles beweglich und so war der feststehende silberne Ring eine wichtige Hilfe beim Wechseln der Objektive. Bei der Nikon Df ist dieser „Silberring“ leider zu einem optischen Witz verkommen, schade!

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Nikon-Df-top

Das Rädchen mit den Automatik-Programmen habe ich übrigens auf die linke Seite der Kamera montiert, weil ich damals davon ausgegangen bin, dass Nikon eine schicke Retrokamera auf den Markt bringen wird, die sich eher an designverliebte Amateure als an echte Enthusiasten wenden wird.  Ich selbst bin an dieser Stelle von der Lösung die Nikon mit der Df letztlich gefunden hat sehr angetan. Dass die Df kein Wählrad für Motivprogramme hat ist gut und richtig.

Halbherzig ist allerdings, dass in der Nikon Df zwar der Chip der Nikon D4 verbaut wurde, aber für das Autofokusmodul auf die Nikon 600 zurückgegriffen wurde. In Verbindung mit dem kleinen (wieder einmal neuen) Batteriesystem ist die Serienbildgeschwindigkeit der Nikon Df eher gemütlich, während die D4 abgeht wie die Feuerwehr.

Bei der Konzeption der Nikon Df wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt und es ist eher traurig was nun zum Preis von 3.000 Euro angeboten wird. Sollte sich die Nikon Df als Flop erweisen, wird man sie in 2-3 Jahren billig bei eBay und Co. erwerben können. Als Ergänzung für die Nikon Vitrine taugt sie allemal. Doch wer in diesen Tagen satte 3.000 Euro für diese Kamera hinblättert, wird sich später in dem Bauch beißen…

In meinen Augen ist die Nikon Df ein halbherziger Versuch und leider missglückter Versuch an das famose Design der Nikon Fm anzuknüpfen. Nicht verwunderlich ist es da, dass die Frage nach einer Übersetzung der Typenbezeichnung „Df“ so begierig aufgegriffen und beantwortet wird. Einige „Deutungen“ sind wirklich gut. Am allerbesten gefällt mir „Design failure“! Aber lest selbst…

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Nikon Df – Pure Photography

Nikon - Wallpaper

Seit Tagen gibt es in der Nikon Fan-Gemeinde kaum ein anderes Thema mehr, die Nikon Df beherrscht derzeit eindeutig die Diskussionen über neue Kameras. Mit der Nikon Df ist nun eine Kamera auf dem Markt an der sich die Geister zu scheiden scheinen. Das Nikon Marketing hat diese Kamera geschickt über mehrere Wochen hinweg mit sechs kurzen Teaser-Videos auf YouTube eingeführt. Hier hat die Marketingmaschine wieder einmal perfekt funktioniert. Doch vom Ergebnis hatten sich viele Nikon Fans mehr versprochen.

Als die ersten Bilder aufkamen und ein Objektiv mit silbernen Ring sichtbar wurde begannen sich viele „Nikonians“ an die Zeiten zu erinnern in denen sie noch manuell fokussiert haben und das Ergebnis mit einem Schnittbild-Entfernungsmesser live und in Echtzeit kontrollieren konnten. Viele Fans sind der Meinung, dass diese schönen alten Kameras noch ein Seele hatten und genau hier setzt die aktuelle Marketing Strategie an. Es wird gelobt, dass die neue Nikon Df mit alten Nikkor AiS Objektiven funktioniert und dabei wird so getan, als wäre dies ein besonderes Feature. Dass man mit einer schnöden Nikon D1x, D2x, D300, D700 und wie sie alle heißen schon immer mit AiS Objektiven ganz ausgezeichnet fotografieren konnte wird dabei wohlweißlich verschwiegen.

Schauen wir uns mal die Kamera an, die ich im oberen Bild unten rechts positioniert habe. Es ist eine Nikon Fm3a, eine Kamera mit einem einzigartigen Hybrid-Verschluss. Diese Kamera kann man zu 100% mechanisch betreiben, oder sie alternativ in Verbindung mit einer kleinen Knopfzelle mit einer Belichtungsautomatik verwenden. Diese Zeitautomatik mit Vorwahl der Blende funktioniert wirklich gut und liefert bis heute tolle Ergebnisse mit überraschend wenig Ausschuss. Im Bild ist an diese Kamera ein Nikkor AiS 1.4/50mm montiert, eine bärenstarke Linse die man aktuell bei eBay & Co mit ein wenig Glück für etwa 150 Euro zu ergattern kann. Dieses Objektiv hat noch „Hasenohren“ die an der Fm3a gar nicht notwendig wären und noch aus der Ära der Nikon F und F2 stammen. Damals hatten die Kameras eine mechanische Kopplung von Blendenring und Belichtungsmesser über diese charakteristischen „Hasenohren“.

Wer mit diesen Kameras fotografiert hat, der konnte in der Regel die Hasenohren einfach nach senkrecht nach oben zeigen lassen, dann war Blende 5,6 eingestellt. Ein guter Kompromiss zwischen Schärfe, Vignettierung und kurzen Belichtungszeiten für umverwackelte Bilder. Dank der Zeitautomatik musste man an diesem Ring meist gar nicht großartig drehen, es sei denn man wollte Teile eines Bildes gezielt in Unschärfe versinken lassen oder in Verbindung mit einem Stativ lange Belichtungszeiten erreichen.

Die aktuelle Werbung will uns nun Glauben machen, dass diese Art der Fotografie etwas ganz besonderes ist was nur mit der neuen Nikon Df und nur für runde 3.000 Euro zu haben ist. Doch wer schon einmal eines dieser Objektive bspw. an einer Nikon D700 angesetzt hat, der kennt den „Trick“. Man stellt am Objektiv einfach die kleinste Blende ein und regelt alles weitere über das kleine Rad an der Vorderseite der Kamera. An meinen digitalen Kameras verwende ich diese Objektive im Grunde genommen genau wie früher an der Nikon Fm3a. Ich stelle über das Rädchen unterhalb des Auslösers Blende 8 oder 5,6 fest ein und die Kamera wählt ganz automatisch die passende Belichtungszeit. Wirklich geändert hat sich also nichts, nur dreht man heute an einem anderen Rädchen…

Kann dieser kleine Unterschied den exorbitanten Preis der neuen Nikon Df  rechtfertigen?

Eben ist mir ein Foto unter den Mauszeiger gekommen, das im September 2011 in einer Mainzer Sushi-Bar entstanden ist. Damals hatte ich meine Nikon D700 gerade neu und habe sie fast überall mit hingeschleppt um sie in allen Lebenslagen ausprobieren zu können. An der Kamera war fast ausschließlich das damals ebenfalls noch neue Nikkor AF-S 1.4/50mm. Während wir auf unser Sushi warteten habe ich damals mit zwei Freunden die Vorteile großer Sensoren, hoher ISO-Werte und lichtstarker Objektive diskutiert. Um zu zeigen was ich meine haben wir ein wenig mit der Kamera herumgealbert und dabei ist dieses schöne Portrait entstanden.

Avaliable Light - Nikon D700 & AF-S 1.4/50mm

Klickt das Bild mal an und schaut Euch die Augen meines Freundes Hauke an. Dieses Bild habe ich nur mit Photoshop CS6 aus dem RAW-Format konvertiert und dann mit NIK Silver Efex in Schwarz-Weiss umgewandelt. Die Augen sind klar und deutlich abgebildet während der Hintergrund in einer wunderbaren Unschärfe versinkt. Als ich eben dieses Bild sah dachte ich nur „Ja, das ist echte Pure Photography, Pure Passion“ – Fotografieren ohne Netz und doppelten Boden einfach nur mit dem was gerade da ist. Keine zusätzlichen Scheinwerfer, keine Reflektoren, kein Blitzlicht, einfach nach eine Kamera und ein lichtstarkes „Normal-Objektiv“.

Aktuell bekommt man eine neue Nikon D700 mit dem AF-S 1.4/50mm zum halben Preis einer Nikon Df zu kaufen. Vom gesparten Geld kann man sich noch ein schönes AF-S 1.4/85mm und AF-S VR 4/16-35mm erstehen. Damit hat man eine tolle Ausrüstung für Portraits, Landschaften, Architektur und vieles mehr. Eine solche Kombination halte ich derzeit für sinnvoller als viel Geld für eine Kamera auszugeben die uns mit geschicktem Marketing allerorts angepriesen wird.

Fazit

Pure Fotografie findet im Kopf statt nicht im Korpus eines Fotoapparates. Wer auf den „Hip-Faktor“ der neuen Nikon Df verzichten kann und einfach nur eine robuste gute Kamera für alle Lebenslagen sucht, der ist aktuell zum halben Preis mit einer Nikon D700 meiner Meinung nach besser bedient. Allerdings muss man damit leben können von Nikon Df Besitzern, die ihr schönes Stück vor stolz geschwellter Brust präsentieren, mitleidig belächelt zu werden. Wer allerdings charakterlich halbwegs gefestigt ist, wird  dieses Lächeln im Wissen erwidern, dank der tollen D700 viel Geld für Zubehör oder eine tolle Reise gespart zu haben.

Nikon Df – Technische Daten

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Heute wurde die neue Nikon Df offiziell vorgestellt und es gibt nun endlich die Infos auf die so viele Nikon Fans schon seit mehreren Wochen warten.

Ein aktueller Prospekt ist auch schon online verfügbar.

Produktbroschuere

Schauen wir mal was man bei Nikon über das neue Modell alles schreibt…

Übersicht

Erleben Sie mit der Nikon Df Fotografie für Puristen. 

Diese Kamera weckt Leidenschaft für die Fotografie durch Form und Funktion. Ihr Gehäuse im Retro-Stil beherbergt den gleichen FX-Format-Bildsensor mit 16,2 Megapixel, der auch in Nikons Flaggschiff-Modell, der D4, zum Einsatz kommt. 

Der außergewöhnlich große Dynamikumfang und ein ISO-Empfindlichkeitsspielraum bis zu einer Entsprechung von ISO 204.800 ermöglichen Aufnahmen mit feiner Tonwertgradation und in jeder Lichtsituation. Auch wenn sie wie eine klassische, analoge Nikon aussieht, verfügt sie über ein hochempfindliches Autofokussystem, präzise Belichtungsmessung und eine bemerkenswert schnelle Reaktionsfähigkeit.

CMOS-Sensor im FX-Format (Vollformat) mit 16,2 Megapixel

Die Df ist mit demselben Bildsensor wie das Nikon-Spitzenmodell, die D4, ausgestattet und bietet hervorragende Detailschärfe mit sanften Farbübergängen.

Stilvolles Nikon-Design

Mit ihrem an Nikons Kleinbildkameras orientierten Aussehen und Technologie der neuesten professionellen digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras ist die Df der puren Fotografie gewidmet.

Stilvolles Nikon-Design

Mit ihrem an Nikons Kleinbildkameras orientierten Aussehen und Technologie der neuesten professionellen digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras ist die Df der puren Fotografie gewidmet.

Hervorragende Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen

Mit einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800 (erweiterbar auf Werte entsprechend ISO 204.800) liefert die Df detailscharfe Bilder mit minimalem Rauschen, selbst unter schwierigsten Lichtbedingungen.

Hochempfindlicher Autofokus mit dem Autofokussystem Multi-CAM 4800 mit 39 Messfeldern: bietet eine reaktionsschnelle und präzise Abdeckung über einen Großteil des Bildfelds. Empfindlich bis –1 LW und kompatibel zu Mindestlichtstärken ab 1:8. Vier Modi für die AF-Messfeldsteuerung, inkl. »3D-Tracking«, sorgen für scharfe Ergebnisse – egal, ob sich Ihr Motiv außerhalb der Bildmitte befindet, sich schnell oder sogar völlig unvorhersehbar bewegt. Zusätzlich steht im Live-View-Betrieb der schnelle und präzise Autofokus mit Kontrasterkennung zur Verfügung.

Elegante mechanische Wählräder: Komfort trifft unmittelbare Kontrolle – mit gerändelten mechanischen Wählrädern für eine intuitive und sichere Bedienung. Für ISO-Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Belichtungssteuerung und Aufnahmebetriebsart steht jeweils ein spezielles Wählrad zur Verfügung. So haben Sie ohne Umwege über das Kameramenü die direkte Kontrolle über die wesentlichen fotografischen Parameter.

Kompatibel zu Non-AI-NIKKOR-Objektiven: Die Nikon Df verfügt über einen speziellen, klappbaren mechanischen Blendenkupplungshebel. Damit ist sie als einzige Nikon-Kamera im aktuellen Programm sogar zu klassischen, nicht auf AI umgerüsteten NIKKOR-Objektiven von vor 1977 kompatibel. Mit manueller Belichtungssteuerung (M) oder Zeitautomatik (A) kann dabei mit einfachen Kameraeinstellungen sogar die Offenblendenmessung genutzt werden.

Leistungsstarker optischer Sucher: Der Sucher mit Pentaprisma bietet eine nahezu 100%ige Bildfeldabdeckung und eine Vergrößerung um den Faktor 0,7 sowie Suchermarkierung beim Fotografieren im DX-Format.

Renommierte Nikon-Bauweise: Die Gehäuseteile an Ober-, Unter- und Rückseite der Kamera sind aus einer robusten Magnesiumlegierung gefertigt. Zudem ist die Nikon Df genauso gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub geschützt wie die Nikon D800.

Langlebiger Verschluss: Der hochpräzise Verschluss wurde auf 150.000 Auslösungen getestet. Er ermöglicht Belichtungszeiten von bis zu 1/4.000 s und eine Blitzsynchronisationszeit von bis zu 1/200 s.

8 cm (3,2 Zoll) großer Monitor mit ca. 921.000 Bildpunkten, großem Betrachtungswinkel und gehärtetem Glas. Bietet eine helle und scharfe Bildwiedergabe und einen weit gefassten Farbraum.

Leise Auslösung: Dieser Modus ist hervorragend für diskrete Aufnahmen geeignet, da das Geräusch des Spiegelschlags merklich verringert wird.

Elektronischer virtueller Horizont mit Doppelachse: Sie können Informationen zu Drehung (horizontale Ausrichtung) und Neigung (nach vorne oder hinten) über den Monitor, Informationen zur Drehung auch im Sucher überprüfen.

Motiverkennungssystem: Sowohl der Bildsensor (im Live-View) als auch der 2.016-Pixel-RGB-Sensor (bei Verwendung des Suchers) liefern dem Motiverkennungssystem schon vor dem Auslösen präzise Daten. Davon profitieren Belichtungsmessung, AF-Messfeldsteuerung und Weißabgleich für perfekt belichtete, scharfe Bilder.

Sensorreinigungssystem: reduziert die Ablagerung von Staub vor dem Bildsensor.

Spot-Weißabgleichsmessung: ermöglicht eine besonders präzise Kontrolle über die Farbwiedergabe. Bei der Live-View-Fotografie kann der Weißabgleich schnell in einem eng begrenzten Motivausschnitt ermittelt werden. Mit dem Multifunktionswähler kann der Messpunkt frei im Bildfeld verschoben werden, sodass auch bei fernen Motiven und ohne Graukarte ein genauer Weißabgleich ermittelt werden kann.

Alternative Bildformate: FX- und DX-Format. Wenn ein DX-Format-Objektiv angesetzt wird, wird automatisch das DX-Aufnahmeformat aktiviert. Bei Aufnahmen im Live-View-Modus hilft Ihnen die Nikon Df anhand von optionalen Gitterlinien für die Bildseitenverhältnisse 1:1 oder 16:9 bei der Wahl des Bildausschnitts.

Optimale Detailzeichnung bei kontrastreichen Motiven: Es stehen zwei Modi zur Verfügung, um die Detailzeichnung bei der Aufnahme in sehr hellem Umgebungslicht oder Gegenlicht zu verbessern. Während sich HDR (High Dynamic Range) besonders gut für unbewegte Motive eignet, ist Active D-Lighting ideal für die Aufnahme von Motiven in schneller Bewegung. Die Intensität kann bei beiden Modi angepasst werden.

Kamerainterne Bildoptimierung: Mit den Picture-Control-Konfigurationen können Sie Parameter wie Scharfzeichnung, Farbsättigung und Farbton vor der Aufnahme fein abstimmen. Das umfangreiche Bildbearbeitungsmenü bietet Zugriff auf verschiedene Werkzeuge und Effekte.

Energiesparendes Design: bis zu ca. 1.400 Aufnahmen* (bei Verwendung des Akkus EN-EL14a und Einzelbildschaltung).

Speichermedien: kompatibel zu SDXC-Speicherkarten gemäß UHS-I-Standard und Eye-Fi-Karten.

Nikon Creative Lighting System:vollständige Kompatibilität zum branchenführenden Nikon Creative Lighting System, das eine Reihe vielfältiger Blitzgeräte für kreatives Blitzen bietet, sei es mit an der Kamera angesetztem Blitzgerät oder kabellos entfesselt.

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Technische Daten

Typ Digitale Spiegelreflexkamera
Bajonettanschluss Nikon-F-Bajonettanschluss (mit AF-Kupplung und AF-Kontakten)
Effektiver Bildwinkel Nikon-FX-Format
Effektive Auflösung 16,2 Millionen Pixel
Bildsensor CMOS-Sensor, 36,0 x 23,9 mm
Gesamtpixelanzahl 16,6 Mio.
Staubreduzierungssystem Bildsensor-Reinigung, Referenzbild für Staubentfernung (setzt Capture NX 2 voraus, optional erhältlich)
Bildgröße (in Pixel) FX-Format (36 x 24): 4.928 x 3.280 (L), 3.696 x 2.456 (M), 2.464 x 1.640 (S). DX-Format (24 x 16): 3.200 x 2.128 (L), 2.400 x 1.592 (M), 1.600 x 1.064 (S)
Dateiformat NEF (RAW): 12 oder 14 Bit; verlustfrei komprimiert, komprimiert oder unkomprimiert. TIFF (RGB). JPEG: JPEG-Baseline-Komprimierung; Qualitätsstufen: »JPEG Fine« (ca. 1:4), »JPEG Normal« (ca. 1:8) und »JPEG Basic« (ca. 1:16) (angegebene Komprimierungsraten bezogen auf die Einstellung »Einheitliche Dateigröße«); Einstellung »Optimale Bildqualität« wählbar. NEF (RAW)+JPEG: duales Dateiformat (Aufnahmen werden sowohl im NEF (RAW)-Format als auch im JPEG-Format gespeichert)
Picture-Control-System »Standard«, »Neutral«, »Brillant«, »Monochrom«, »Porträt« und »Landschaft«; ausgewählte Picture-Control-Konfiguration kann angepasst werden; Speicher für benutzerdefinierte Picture-Control-Konfigurationen
Speichermedien SD-Speicherkarten und UHS-I-kompatible SDHC- und SDXC-Speicherkarten
Dateisystem DCF (Design Rule for Camera File System) 2.0, DPOF (Digital Print Order Format), Exif (Exchangeable Image File Format for Digital Still Cameras) 2.3, PictBridge
Sucher Optischer Pentaprismensucher mit fester Position der Austrittspupille
Bildfeldabdeckung FX (36 x 24): ca. 100 % horizontal und vertikal. DX (24 x 16): ca. 97 % horizontal und vertikal.
Vergrößerung ca. 0,7-fach (bei 50-mm-Objektiv mit Lichtstärke 1:1,4, Fokuseinstellung auf unendlich, –1,0 dpt)
Lage der Austrittspupille 15 mm (bei –1,0 dpt; ab Mitte der Okularlinsenoberfläche)
Dioptrieneinstellung –3 bis +1 dpt
Einstellscheibe BriteView-Einstellscheibe Typ B (Mark VIII) mit Markierung des AF-Messfeldbereichs und einblendbaren Gitterlinien
Spiegel Schnellrücklauf-Schwingspiegel
Abblendtaste Die Abblendtaste schließt die Blende bis zur eingestellten Blendenstufe (Tiefenschärfenkontrolle). Bei Zeitautomatik (A) oder manueller Belichtungssteuerung (M) wird die Blende manuell vom Benutzer vorgegeben, bei Programmautomatik (P) oder Blendenautomatik (S) wird sie von der Kamera eingestellt.
Blende Elektronisch gesteuerte Springblende
Kompatible Objektive Kompatibel mit AF-NIKKOR-Objektiven, einschließlich TYP G, E und D (bei PC-Objektiven bestehen Einschränkungen) sowie DX-Objektiven (bei DX-Format, 24 x 16, scheinbare 1,5-fache Brennweitenverlängerung), AI-P-NIKKOR-Objektiven und NIKKOR-Objektiven ohne CPU inklusive Non-AI-Objektiven. IX-NIKKOR-Objektive und Objektive für die F3AF können nicht verwendet werden. Die Scharfeinstellung mit elektronischer Einstellhilfe steht bei Verwendung von Objektiven mit einer Mindestlichtstärke von 1:8 mit allen AF-Messfeldern zur Verfügung. (Bei einer Lichtstärke von 1:8 können die mittleren 7 Fokusmessfelder genutzt werden und bei 1:7,1 die 33 mittleren Felder.)
Typ Elektronisch gesteuerter, vertikal ablaufender Schlitzverschluss
Belichtungszeit 1/4.000 s bis 4 s, Schrittweite 1 LW (1/4.000 s bis 30 s, Schrittweite 1/3 LW mit dem hinteren Einstellrad), X200 (nur mit dem Belichtungszeitenrad), Langzeitbelichtung (B), Langzeitbelichtung (T)
Blitzsynchronzeit X=1/200 s; Synchronisation mit Belichtungszeiten von 1/250 s oder länger
Aufnahmebetriebsart Einzelbild, langsame Serienaufnahme, schnelle Serienaufnahme, leise Auslösung, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung
Bildrate 1 bis 5 Bilder/s (Serienaufnahme langsam) oder 5,5 Bilder/s (Serienaufnahme schnell)
Selbstauslöser 2 s, 5 s, 10 s, 20 s; 1 bis 9 Bilder im Abstand von 0,5, 1, 2 oder 3 s
Belichtungsmessung TTL-Belichtungsmessung mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor
Messsystem Matrixmessung: 3D-Color-Matrixmessung II (nur mit G-, E- und D-Objektiven); Color-Matrixmessung II (mit anderen Objektiven mit CPU); Color-Matrixmessung bei Objektiven ohne CPU, deren Objektivdaten eingegeben wurden. Mittenbetonte Messung: Messschwerpunkt mit Gewichtung von 75 % auf mittlerem Messfeld, Durchmesser 12 mm. Ein Durchmesser von 8, 15 oder 20 mm ist alternativ einstellbar oder Integralmessung über das gesamte Bildfeld (12-mm-Kreis bei Objektiven ohne CPU). Spotmessung: Belichtungsmessung in einem Kreis von 4 mm (entspricht ca. 1,5 % des Bildfelds) in der Mitte des gewählten Fokusmessfelds (mittleres Fokusmessfeld bei Objektiven ohne CPU)
Messbereich (bezogen auf ISO 100 bei 20 °C und einer Objektivlichtstärke von 1:1,4) Matrixmessung oder mittenbetonte Messung: 0 bis 20 LW. Spotmessung: 2 bis 20 LW
Blendenübertragung Elektronisch (CPU) und mechanisch (AI; einklappbarer mechanischer Blendenkupplungshebel)
Belichtungssteuerung Programmautomatik (P) mit Programmverschiebung, Blendenautomatik (S), Zeitautomatik (A) und manuelle Belichtungssteuerung (M)
Belichtungskorrektur –3 bis +3 LW, Schrittweite 1/3 LW
Belichtungsreihe 2 bis 5 Bilder in Schritten von 1/3, 2/3, 1, 2 oder 3 LW
Blitzbelichtungsreihe 2 bis 5 Bilder in Schritten von 1/3, 2/3, 1, 2 oder 3 LW
Weißabgleichsreihe 2 bis 3 Bilder mit einer Schrittweite von 1, 2 oder 3
ADL-Belichtungsreihe 2 Bilder mit ausgewählter Einstellung für ein Bild oder 3 bis 5 Bilder mit voreingestellten Werten für alle Bilder
Belichtungsmesswertspeicher Speichern des gemessenen Werts durch Drücken der AE-L/AF-L-Taste
ISO-Empfindlichkeit (Recommended Exposure Index) ISO 100 bis ISO 12.800, Schrittweite: 1/3 LW. Einstellung auf ca. 0,3, 0,7 oder 1 LW (entspricht ISO 50) unter ISO 100 oder auf ca. 0,3, 0,7, 1, 2, 3 oder 4 LW (entspricht ISO 204.800) über ISO 12.800 möglich; ISO-Automatik einstellbar
Active D-Lighting Automatisch, Extrastark +2/+1, Verstärkt, Normal, Moderat oder Aus
Autofokus Autofokus-Sensormodul Nikon Multi-CAM 4800 mit TTL-Phasenerkennung, Feinabstimmung und 39 Fokusmessfeldern (einschließlich 9 Kreuzsensoren; die 33 Messfelder in der Mitte unterstützen den AF bei Lichtstärken größer als 1:5,6 und kleiner als 1:8, die mittleren 7 Fokusmessfelder bei 1:8)
Messbereich –1 bis +19 LW (ISO 100 bei 20 °C)
Fokussierung Autofokus (AF): Einzelautofokus (AF-S), kontinuierlicher Autofokus (AF-C), prädiktive Schärfenachführung reagiert automatisch auf Bewegungen des Motivs. Manuelle Fokussierung (M): Scharfeinstellung mit elektronischer Einstellhilfe kann verwendet werden.
Fokusmessfeld Auswahl aus 39 oder 11 Fokusmessfeldern
AF-Messfeldsteuerung Einzelfeldsteuerung, dynamische Messfeldsteuerung mit 9, 21 oder 39 Messfeldern, 3D-Tracking, automatische Messfeldsteuerung
Fokusspeicher Speichern der Entfernung durch Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt (Einzelautofokus) oder durch Drücken der AE-L/AF-L-Taste
Blitzsteuerung TTL: i-TTL-Blitzsteuerung mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor für SB-910, SB-900, SB-800, SB-700, SB-600, SB-400 oder SB-300 verfügbar; i-TTL-Aufhellblitz für digitale Spiegelreflexkameras wird bei Matrixmessung und mittenbetonter Messung verwendet, Standard-i-TTL-Blitzsteuerung für digitale Spiegelreflexkameras bei Spotmessung
Blitzmodus Synchronisation auf den ersten Verschlussvorhang, Langzeitsynchronisation, Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, Reduzierung des Rote-Augen-Effekts, Langzeitsynchronisation mit Reduzierung des Rote-Augen-Effekts, Langzeitsynchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, Unterstützung der automatischen FP-Kurzzeitsynchronisation
Blitzbelichtungskorrektur –3 bis +1 LW, Schrittweite: 1/3 oder 1/2 LW
Blitzbereitschaftsanzeige Leuchtet konstant, sobald das optionale Blitzgerät vollständig aufgeladen ist; blinkt nach einer Blitzauslösung mit voller Leistung
Zubehörschuh Standard-Normschuh (ISO 518) mit Synchronisations- und Datenkontakten und Sicherungspassloch
Nikon Creative Lighting System (CLS) Advanced Wireless Lighting mit Blitzfernsteuerungseinheit SU-800 oder einem SB-910, SB-900, SB-800 oder SB-700 als Master-Blitzgerät und SB-910, SB-900, SB-800, SB-700, SB-600 oder SB-R200 im Slave-Betrieb; automatische FP-Kurzzeitsynchronisation und Einstelllicht mit allen CLS-kompatiblen Blitzgeräten außer SB-400 oder SB-300; Farbtemperaturübertragung und Blitzbelichtungsspeicher mit allen CLS-kompatiblen Blitzgeräten
Blitzsynchronanschluss Standardanschluss (ISO 519) mit Gewinde
Weißabgleich Automatisch (2 Optionen), Kunstlicht, Leuchtstofflampe (7 Optionen), Direktes Sonnenlicht, Blitzlicht, Bewölkter Himmel, Schatten, Eigener Messwert (bis zu 4 Messwerte speicherbar, Spot-Weißabgleichsmessung bei Live-View verfügbar), Farbtemperatur auswählen (2.500 bis 10.000 K), Feinabstimmung bei allen Optionen möglich
Fokussierung bei Live-View Autofokus (AF): Einzelautofokus (AF-S), permanenter Autofokus (AF-F). Manuelle Fokussierung (M)
AF-Messfeldsteuerung Porträt-AF, Großes Messfeld, Normal, Motivverfolgung
Autofokus AF mit Kontrasterkennung an beliebiger Position im Bildfeld (bei Porträt-AF oder Motivverfolgung automatische Auswahl des Fokusmessfelds durch die Kamera)
Monitor Niedertemperatur-Polysilizium-TFT-LCD-Monitor mit ca. 921.000 Bildpunkten (VGA), einer Bilddiagonalen von 8 cm (3,2 Zoll), großem Betrachtungswinkel von ca. 170°, ca. 100 % Bildfeldabdeckung und Helligkeitsregelung
Wiedergabe Einzelbildwiedergabe und Bildindex (4, 9 oder 72 Indexbilder oder Kalender), Wiedergabe mit Ausschnittsvergrößerung, Diaschau für Fotos, Histogramm-Anzeige, Anzeige der Lichter, Bildinformationen, Positionsdatenanzeige und automatische Bildausrichtung
USB Hi-Speed-USB
HDMI-Ausgang HDMI-Mini-Anschluss (Typ C)
Zubehöranschluss Funkfernsteuerungen: WR-R10 und WR-1 (separat erhältlich). Kabelfernauslöser: MC-DC2 (optionales Zubehör). GPS-Empfänger: GP-1/GP-1A (optionales Zubehör)
Menüsprachen Arabisch, Chinesisch (vereinfacht und traditionell), Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Portugiesisch und Brasilianisch), Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Thai, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch, Ungarisch
Akku Ein Lithium-Ionen-Akku vom Typ EN-EL14a
Netzadapter Netzadapter EH-5b; erfordert Akkufacheinsatz EP-5A (separat erhältlich)
Stativgewinde 1/4 Zoll (ISO 1222)
Abmessungen (H x B x T) ca. 110 x 143,5 x 66,5 mm
Gewicht ca. 765 g mit Akku und Speicherkarte, jedoch ohne Gehäusedeckel; ca. 710 g (nur Kameragehäuse)
Temperatur 0 °C bis 40 °C
Luftfeuchtigkeit bis 85 % (nicht kondensierend)
Mitgeliefertes Zubehör Abdeckung für Zubehörschuh BS-1, Gehäusedeckel BF-1B, Lithium-Ionen-Akku EN-EL14a, Akkuladegerät MH-24, Okularabdeckung DK-26, Trageriemen AN-DC9, USB-Kabel UC-E6, Schnur für Okularabdeckung, ViewNX 2 auf CD-ROM

Nikon_Df

Fazit

Nüchtern betrachtet hat die neue Nikon Df vieles zu bieten, aber es ist nichts dabei was eine Nikon D7000 nicht auch zu bieten hätte. Eine Nikon D7000 kann man aktuell sogar noch NEU erwerben, hier habe ich ein Angebot für sagenhafte 655,- Euro gefunden!!. Wer für eine Nikon Df fast 3.000 Euro ausgibt, der wird dies nicht wegen der Features und der Bildqualität tun. Die Nikon Df soll ihren Benutzern ein Stück Lebensgefühl vermitteln. Mich erinnert dies ein wenig an den Versuch des Volkswagen Konzerns mit dem „New Beetle“ an die Erfolge des VW Käfer anzuknüpfen. Der neue Beetle ist technisch auf hohem Niveau und sieht seinem Original auch irgendwie ähnlich. Aber statt des luftgekühlten Boxermotors im Heck werkelt hier ein moderner Vierzylinder zwischen den Vorderrädern. Eigentlich ist es kein Käfer sondern ein Audi A3 mit einer neuen Karosserie…

So richtig gut ist der New Beetle daher auch nie bei der Kundschaft angekommen, trotz der kleinen Blumenvase am Armaturenbrett. Ich halte es für denkbar, dass die Nikon Df ein ähnliches Schicksal erfahren könnte. Warum soll man für eine Kamera die weniger leistet als eine Nikon D610 mehr als den doppelten Preis bezahlen, nur weil es ein paar mechanisch anmutende Knöpfe gibt, die letztlich doch nur Parameter eines Computers steuern? Ist das nicht wie ein wassergekühlter Vierzylinder statt eines Motors den einst Ferdinand Porsche höchst persönlich entwarf?

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Die Nikon Df sieht im wesentlichen cool aus und ist für mich so etwas wie die Rolex unter den Nikons. Wer nur mal schnell die Zeit ablesen möchte, der kauft sich eine Nikon 1 und hat auch eine Expeed 3 Engine im Gehäuse. Wem es wichtig ist ein Uhrwerk mit minimaler Gangabweichung zu haben, der kauft sich eine Nikon D610. Wer seine Uhr beispielsweise beim Tauchen benutzt und sein Leben daran hängt, der kauft sich eine Nikon D4 oder ein D800.

Doch wer eine Uhr sucht die von anderen bemerkt wird und der fremde Männer heimlich hinterher schauen, der kauft sich eben eine Nikon Df. Es ist also eher eine Frage des Egos (viele werden es Understatement nennen) als der technischen Raffinessen, denn diese gibt es bei anderen Kameras für weniger Geld in größerer Zahl.

Die neue Nikon Df soll ein Lebensgefühl zurückbringen, das es bereits vor 30 Jahren mit der Nikon F3 oder der Fm bzw. der Fe und ihren Nachfolgern gab. Ob dies gelingen wird wird man sehen. Ich frage mich allerdings warum man für eine weichgespülte Version eines Lebensgefühls 3.000 Euro bezahlen soll, wenn es das „Original“ schon für 399,- Euro zu kaufen gibt?

Bildschirmfoto 2013-11-05 um 18.16.22

Nikon Df – Die ersten Fotos

Und wieder einmal hat das lange Warten endlich ein Ende. Die Katze ist nun aus dem Sack und so wird die neue Nikon Df aussehen. Ganz ehrlich, von der umwerfend schlanken Linie der großartigen Fm3A ist sie relativ weit entfern, aber dennoch empfinde ich das Design das ein wenig an die Nikon FA erinnert recht gelungen. Nun bleibt abzuwarten wie der Verkaufspreis ausfällt und wenn diese Kamera lieferbar sein wird.

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Champagner oder Schwarz, das ist hier die Frage. Sehr gut gefällt mir, dass es sie nicht wie die „kleineren“ Coolpix Kameras in knallig bunten Farben geben wird. Je länger ich sie anschaue umso besser gefällt mir das Champagner farbige Modell weil dies den ohnehin starke Retro-Charakter eindrucksvoll unterstreicht.

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In der Draufsicht fällt auf, dass das neue Gehäuse um Welten dicker ausgefallen ist als die schlanke analoge Fm3a oder ihre vielen Schwestern – Fm, Fe, Fe2, Fm2 usw…

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Wie schon Fuji mit der X100 baut nun auch Nikon auf den guten alten Drahtauslöser. Wenn das so weitergeht werde ich irgendwann am Flughafen nicht mehr erklären müssen warum ich so ein Ding dabei habe.

Nikon-Df-front

Das neue Gehäuse ist rundum abgedichtet und wird wie die D800, D4 usw. auch üblen Witterungseinflüssen erfolgreich zu trotzen wissen.

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Statt einfachem Plastik kommt auch hier ein Body aus hochfestem Magnesium zum Einsatz. Wer sich über Schrammen und Dellen am Boden der Kamera nicht ärgert, der wird mit der Df Nägel in die Wand schlagen können und anschließend das Bild fotografieren können das er daran aufgehängt hat – sehr cool!

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Der sehr praktische Okular-Verschluss der D800 hat es leider nicht in die Df geschafft. Wer mit Infrarot-Filtern oder Selbst- bzw. Drahtauslöser fotografiert sollte das Okular mit dem DK-26 abdecken. Alternativ kann man auch ein dunkles Tuch über Prisma und Okular hängen.

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Fazit

Die neue Nikon Df sieht ein wenig aus wie eine digitale Nikon FA. Für alles was im Fotografenalltag wichtig ist gibt es jetzt ein eigenes Rädchen, man fühlt sich ein wenig in die Ära der wunderbaren analogen Nikon Kameras zurück versetzt.

Wer Spaß am Design der neuen Nikon Df hat der sollte sie jetzt vorbestellen und dann fleißig damit fotografieren. Die Bildqualität wird auf aktuellem Niveau liegen und auch professionellen Ansprüchen genügen.  Mit welchen technischen Daten diese neue Kamera im Detail aufzuwarten vermag ist eigentlich zweitrangig. Sie sieht cool aus und man wird viel Spaß damit haben. Das ist es was zählt, wer eine höhere Auflösung oder schnelle Bildraten haben will, der kann letztlich immer noch zur D800E oder der famosen D4 greifen.

Bei amazon.com war diese neue Kamera sogar schon kurzeitig als Pre-Order gelistet. Es ist schon witzig, da ist eine neue Nikon noch gar nicht so richtig offiziell angekündigt, da kann man sie schon bei amazon vorbestellen.

Nikon-Df-camera-price

Wenn man diesem kleinen „Versehen“ Glauben schenken kann, wird die neue Nikon Df preislich gesehen in einer Liga mit der Nikon D800E spielen. Angesichts dieses Preises muss man schon sehr vom neuen Designkonzept überzeugt sein um angesichts des hier genannten Preises nicht zu einer Nikon D800E zu greifen 🙂