In 50 Tagen um die Welt

In 50 Tagen um die Welt, das stimmt zwar nicht so ganz, aber es fühlt sich für mich so an. Nie zuvor war ich zwei Monate lang allein und ohne festes Ziel mit meinem Motorrad und meinen Kameras unterwegs. Es war eine großartige Zeit und das Beste liegt noch vor mir.  Diese „Halbzeit“ ist eine gute Gelegenheit für einen kurzen Rückblick sowie einen Ausblick auf das was noch kommen soll.

Mein Abenteuer begann mit einem Flug von Bad Breisig am Rhein nach Borkum. Dieses Abenteuer war seit mehr als einem Jahr geplant. Leider mussten es wegen des schlechten Wetters immer wieder verschoben werden. Dieser Flug war ein echtes Highlight und ich denke noch oft an den Flug nach Borkum.

Ansgar Mirko Nordstrand Borkum

Am nächsten Tag hatte ich Gelegenheit mich von einigen früheren Kollegen zu verabschieden. Sie arbeiten jetzt bei Microsoft und haben meinen Sohn und mich in die Geschäftsstelle in Köln eingeladen. Es war ein cooles Event.

Microsoft-Buddies

Meinen Freund und Physio-Therapeuten Hermann kenne ich nun schon seit fast 8 Jahren. Wir sind viel zusammen mit dem Motorrad unterwegs gewesen und ich werde seine „heilenden Hände“ unterwegs noch sehr vermissen. Nach mehr als 7.000 km habe ich ständig Rückenschmerzen und könnte einige fachkundige Massagen echt gut gebrauchen.

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Teneriffa – Trauminsel für Biker

Es ist mein vorerst letzter Tag auf der wunderschönen Finca San Juan, denn heute wird meine Freundin Sandra auf Teneriffa eintreffen. Wochenlang haben wir auf diesen Tag hin gefiebert und heute sehen wir uns endlich wieder. Meine Sandra hat in der Nacht kaum geschlafen und als ich wach werde und mein Telefon einschalte, finde ich schon eine Nachricht von ihr. Sie ist bereits unterwegs zum Flughafen. Ich selbst bin noch etwas verschlafen und daher sehr froh, dass ich beim besten Frühstück auf den Kanaren ganz langsam die Lebensgeister in meinen Körper einziehen lassen kann.

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Der Vorabend war wirklich großartig und meine Nachbarn haben noch lange oben auf der Dachterrasse ihres alten „Herrenhauses“ gesessen, während ich vor meinem kleinen Appartement am Buch über diese Reise gearbeitet habe.

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Teneriffa abseits des Massentourismus

Viele Touristen denken bei einer Reise auf die Kanaren gleich an Hotelburgen und deutsche Rentner mit Tennissocken in Sandalen. Tatsächlich gibt es genau das auf Teneriffa, aber es gibt auch das Gegenteil. Man muss gar nicht lange suchen, um auf der Webseite www.toprural.com eine Fülle herrlich gelegener höchst individueller Landhotels und Pensionen zu finden. Ich selbst habe vor vielen Jahren bei einer „Silvesterwanderung“ im Naturschutzgebiet Barranco de Ruiz die Finca San Juan für mich entdeckt. Seit diesem Tag habe ich viel Zeit in diesem lauschigen Landhotel verbracht und im Juni 2016 sogar die neue Webseite des Hotels erstellt.

Während meines großen Motorradabenteuers 100 Days for Freedom habe ich viele Wochen auf der Finca San Juan gewohnt. Nach all den Jahren konnte ich auch endlich einmal mit meinem Motorrad im Al Campo in Puerto de La Cruz einkaufen. Abends nach meinen Touren in die Gebirgswelt rund um die Vulkane Anaga, Teno und Teide gab es stets zünftige Mahlzeiten. Und weil auf dieser Finca alles sehr individuell ist, konnte ich mir bereits morgens beim Frühstück ganz genau wünschen, was es am Abend zu essen geben sollte.

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Teneriffa mit der Kamera entdecken

Lighthouse-Tenerife

Teneriffa ist ein wunderschöne Insel und sie ist mir im Laufe von mehr als 15 Jahren sehr ans Herz gewachsen. Diese Insel zieht mich immer wieder magisch an, denn hier kann ich gut abschalten und den Alltag wunderbar hinter mir lassen. Mein Fotoarchiv ist nach all den Jahren prall gefüllt und es gibt nicht viele Orte auf der Insel die ich noch nicht mit meiner Kamera besucht habe.

Kalima-Pico-del-Teide

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Teneriffa mit dem Motorrad erkunden

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Es ist geschafft, nach 45 Tagen bin ich mit meinem eigenen Motorrad auf Teneriffa angekommen. Was jetzt vor mir liegt klingt nach Sonne, Spaß und Abenteuer.

Als ich am Morgen aufwache klingelt kein Wecker, wie ungewohnt. Seit Wochen habe ich mich jeden Morgen um 7h aus dem Bett werfen lassen um mein tägliches Streckenpensum mit dem Motorrad noch vor Sonnenuntergang absolvieren zu können. Nun werde ich einfach wach weil mich die Sonne an der Nase kitzelt, das ist einfach wunderbar. Das Frühstück auf der Finca San Juan ist wie immer absolut unfassbar reichhaltig und von exzellenter Qualität. Ziemlich voll gefuttert versuche ich mal in kurzer Hose mit freiem Oberkörper und einem Glas Sekt in der Hand am Pool zu liegen. Aber schon nach 10 Minuten geht es mir auf die Nerven. Ich kann einfach nicht faul in der Sonne herumliegen, es geht mir auf den Geist. Sie Sonne blendet, der schwitzige Rücken klebt an der Liege, das ist alles nichts für mich. Letztlich bin ich mir sicher, gebräunte Haut wird bei Männern über 50 generell überbewertet und ich verlasse fluchtartig die Szenerie.

Später treffe ich mich mit meinem Freund Wolfgang, der schon seit mehreren Jahren auf Teneriffa lebt. Wolfgang hat einen DjI Phantom 2+ Quadcopter und wir wollen ein paar kurze Video-Sequenzen filmen, in denen man mich mit meinem eigenen Motorrad auf Teneriffa sieht.

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