Fuji X-E1 – Kurztest mit XF 18-55

Heute hatte ich Gelegenheit die Fuji X-E1 mit dem XF 18-55/2.8-4.0 kurz anzutesten. Größe, Verarbeitung, Bedienung und Haptik erinnern sehr an die wunderbare Fuji X100. Im direkten Vergleich zur Fuji X-Pro 1 fällt auf, dass diese Kamera etwas größer als die X100 und etwas kleiner als die X-Pro 1 ist. Durch den optischen Sucher baut die X-Pro 1 etwas höher und ist zugleich ein wenig breiter. Trotzdem liegen alle drei Kameras gut in der Hand, wobei die X100 als unauffällige kleine Kamera in fast jede Tasche passt und dadurch besonders in der Streetphotography in den beiden letzten Jahren viele Freunde  gewonnen hat. Ein großes Plus der X100 ist ihr unaufdringliches gelungenes Retro-Design. Das hilft besonders in der Begegnung mit fremden Menschen Hürden abzubauen und Vertrauen zu schaffen.

Die neue Fuji X-E1 ist wie die X100 in einem schwarzen und einem silbrig schimmernden Design lieferbar. Mir hat es besonders diese silbrige Variante angetan. Sah die X100 noch sehr nach einer „traditionellen Leica“ aus, so ist die Fuji X-E1 mehr eine „moderne Leica“. Ganz gleich für welche Variante man sich auch entscheidet, alle Kameras bestechen durch ein gelungenes Design und hervorragende Bildqualität.

Fuji_X-E1_Top_Left

Fuji_X-E1_Top_Flash

Fuji_X-E1_Left_Lens

Fuji_X-E1_Back

Hier nun einige wenige erste Beispielfotos in voller Größe und völlig unbearbeitet. Einfach anklicken, dann sollten sie sich in einem neuen TAB öffnen und können dann kritisch begutachtet werden.

DSCF1001

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Bei der Begutachtung der Bilder fällt auf, dass sie selbst bei vergleichsweise langen Belichtungszeiten von 1/30s und weniger nicht verwackelt sind. Dies liegt daran, dass hier kein Spiegelschlag für ungewollte Vibrationen sorgt. Das Zoom Objektiv liefert selbst bei vollständig geöffneter Blende überraschend viele Details. Der elektronische Sucher ist mit dem Sucher der X100 vergleichbar, nur dass er im Gegensatz zur X100 eben nur elektronisch betrieben werden kann. Einen „Augensensor“ gibt es auch bei der X-E1. Ist er aktiviert, so wird das rückwärtige Display automatisch abgeschaltet sobald man den Sucher verwendet. Das ist praktisch und hilft wertvollen Batteriestrom zu sparen.

Fazit

Die neue Fuji XE-1 ist eine sehr kompakte Kamera mit tollem funktionalen Design. Die Bildqualität ist ausgezeichnet und die Möglichkeit aus einer Reihe unterschiedlicher Objektive zu wählen gibt viel zusätzliche Flexibilität. Die Objektive sind überaus hochwertig gemacht, aber auch nicht ganz preiswert. Für ein Makro, ein universelles Zoom, eine lichtstarke Portrait-Brennweite und die Fuji X-E1 kommen schnell mehr als 3.000 Euro zusammen. Ob man zum gleichen Preis nicht eine Nikon D7000 mit Blitz und einer Reihe toller Objektive bei insgesamt vergleichbarer Bildqualität kauft, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Vorzüge einer Spiegelreflexkamera wie bspw. der D7000 sind:

  • Schnellerer Autofokus
  • Zwei Kartenschächte für SD-Karten
  • Optischer Sucher
  • Größere Zubehörpalette

Die Fuji X-E1 setzt dagegen:

  • Kompakte Bauweise
  • Tolles Design
  • Elektronischer Sucher auf im Video-Betrieb aktiv

Etwas negativ aufgefallen ist mir:

  • Manuelles Fokussieren schwierig
  • Chip nicht durch einen Verschluss geschützt
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7 thoughts on “Fuji X-E1 – Kurztest mit XF 18-55

  1. Hi Ansgar
    Danke für Deinen Kurzbericht. Seit etwa 3 Monaten verspricht mir Fujifilm ein Testexemplar zuzustellen. Vor zwei Wochen meinten sie, dass gerade eine frei sei und gleich auf die Post gehe. Bis heute ist leider nichts eingetroffen.

    Nun bin ich kurz davor die Olympus OM-D E-M5 anzuschaffen. Diese konnte ich zweimal kurz testen. Eigentlich ist sie sehr gut, vor allem für den günstigen Preis.
    Würdest Du heute anstelle der X100 die X-E1 kaufen?
    Die Testberichte über die Fujifilm sind ja durchwegs sehr gut. Die Olympus wurde bei dpreview hingegen von den Lesern zur Kamera des Jahres gewählt.

    Soll ich mir die X-E1 vor der OM-D doch noch irgendwo anschauen? Was meinst Du?

    LG
    Heinz

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    1. Hallo Heinz,

      die X100 hat mit der X100s einen Nachfolger bekommen. Die Bildqualität ist wie bei der X-E1 – nur das Objektiv ist fest. Die X100 ist kleiner, cooler und kompakter. Die X-E1 etwas größer, teurer und flexibler. Eigentlich braucht man beide Kameras 🙂

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      1. OK, ich habe mich nun doch spontan für die Olympus entschieden und gleich bestellt. Wenn sie denn nichts ist, gibt es halt auch noch eine Fujifilm 🙂
        Sollte Mitte nächster Woche eintreffen.

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  2. Seit 10 Tagen besitze ich eine schwarze X-E1. Und schon nach diesen wenigen Tagen kann ich nur sagen: eine wunderbare Kamera! Und ich füge hinzu: Sie hat fast so was wie eine „Seele“. Vom Feeling her ein bißchen wie meine Leica M7. Als kleines Beispiel der Link zu einem Photo – unbearbeitet -, das ich hier bei mir in der bayerischen Zugspitz-Region mit Sepia-Filmsimulation gemacht habe
    Ammergebirge über Garmisch-Partenkirchen

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  3. Der Fuji X Sensor hat einige Nachteile, die man nicht von der Hand weisen kann. Color Bleeding, ungewöhnlicher Moire bei manchen feinen Details und weniger Farbempfindlichkeit.

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  4. Hallo Ansgar,
    was ist das für ein geiler Laden wo die Testfotos entstanden sind?
    Wer hat heute schon noch Diaprojektoren und Filmprojektoren zur Auswahl?
    Gut für die jüngere Generation die soetwas noch nie gesehen haben.
    Stefan

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