OS-X Mavericks – Was bringt das Update?

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 10.34.01

Die Nikon F3 wurden von 1980 bis ist Jahr 2002 hergestellt. Die Nikon D2x wurde nur noch von 2005 bis 2008 gefertigt und die eigentlich noch brandneue Nikon D5200 wurde vor einigen Tagen bereits durch die D5300 abgelöst. Man fragt sich wohin diese immer kürzeren Produktzyklen noch führen sollen.

Bei Notebooks ist es nicht viel anders. Mein neues tolles MacBook Pro mit 15″ Retina-Display ist erst ein paar Wochen alt, da gehört es auch schon wieder zum alten Eisen. Oder etwa doch nicht? Nicht so ganz, wie wir gleich sehen werden…

In der neuen Version wurde im wesentlichen eine neuer Grafikchip verbaut. Und der Werbung kann man entnehmen, dass die Laufleistung des Akkus verlängert wurde. Die Verlängerung der Laufleistung des Akkus basiert aber im wesentlichen auf Optimierungen des Betriebssystems das aktuell als OS-X Mavericks angeboten wird. Das Upgrade vom eigentlich noch ganz frischen OS-X Mountain Lion ist kostenlos und so kommen auch Notebooks die schon ein paar Wochen alt sind in den Genus der neuen Features.

Also schauen wir mal was das bedeutet. Um OS-X Mavericks zu installieren startet man einfach den „Apps Store“ und schon wird das kostenlose Update angeboten.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 10.33.18

Der Download dauert trotz DSL 16.000 fast eine Stunde. Zur Installation ist ein Neustart fällt, weitere 30 Minuten später ist das Update schon fast erledigt.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 10.35.58

„Schon fast“ deshalb, weil weitere Downloads anfallen. iMovie, Pages, Numbers, Keynote, iTunes, Safari, es gibt fast nichts was nicht ebenfalls aktualisiert werden müsste. Aber schauen wir uns zunächst das Update im Detail an.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 10.41.24

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 11.12.12

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 11.12.40

Hier sehen wir nun die Programme die ebenfalls aktualisiert werden sollten.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.18.36

 

Schaut man sich unmittelbar nach dem Update die Liste der verfügbaren Softwarepakete an, so sollte man sich nicht davon irritieren lassen, dass sowohl das bereits installierte als auch das etwas ältere OS-X zum „Laden“ angeboten werden. Hier also nicht klicken.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.21.24

Insgesamt müssen Daten mit einem Volumen von fast 10 GB heruntergeladen uns installiert werden. Hat man zwei Notebook, so fallen 20 GB an, bei drei Notebooks sind es 30 GB und wer wie ich noch einen Mac Mini in der Ecke stehen hat, der kommt auf 40 GB. Hier können alle Anwender aufatmen die noch eine echte DSL-Flatrate ohne Volumenbegrenzung haben.

Doch was bringt der ganz Datenwahnsinn? Auf der Apple Webseite wird man schnell fündig. Es ist die Rege von satten 200 Verbesserungen, das klingt erst einmal wirklich gut. Schauen wir ins Detail…

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.49.38

Mit iBooks versucht Apple an de Erfolg des amazon Kindle-Konzeptes anzuknüpfen. Das Lesen digitaler Bücher liegt im Trend und nun kann man seine Urlaubslektüre auch bei Apple kaufen. Meiner Meinung nach ist das kein echtes Killer-Feature, denn wer schon einen Kindle oder ähnlichen E-Book Reader hat, der will seine Bücher sicher nicht auf dem Notebook lesen. Für alle die noch nichts mit Kindle & Co. zu tun hatten mag dieses Feature jedoch ganz willkommen sein.

Al nächstes schauen wir uns mal die neue Karten-Anwendung an. Auf den ersten Blick sieht das alles sehr nach Google-Earth aus. Was jedoch auffällt sind die wirklich langen Ladezeiten bis die Karten endlich aufgebaut sind. Meinen Versuch eine Route von Bonn nach Genua zu berechnen habe ich nach etwa 5 Minuten abgebrochen…

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.45.45

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.45.52

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.46.18

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.46.36

Wer ein aktuelles iPhone besitzt, der kann sich eine geplante Route mit seinem mobiles Gerät synchronisieren. Für mich als Nutzer eines „echten GPS Gerätes“ wäre es ganz interessant wenn man die Routen bspw. als GPX-Datei exportieren und an ein GPS-Gert übertragen könnte. Aber zum Suchbegriff GPX (das ist das gängigste Austaschformat für Geodaten) findet man in der Online-Hilfe leider keinen einzigen Treffer. Für eine echte Kartenanwendung ist das meiner Meinung nach wirklich ziemlich armselig.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.44.17

Was ist noch neu? Man kann nun ein zweites Display anschließen! Eingefleischte Apple Fans werden jetzt vielleicht in frenetischen Jubel ausbrechen. Aber mal ganz ehrlich, wer vor  5 oder 6 Jahren ein DELL Notebook mit Windows XP und einer Docking-Station verwendet hat, der konnte zusätzliche zum internen Display ZWEI WEITERE 24″ Displays anschließen, sogar via DVI. Dass dies beim fortschrittlichsten „Betriebssystem aller Zeiten“ nun als tolles Feature angepriesen wird ist fast unfreiwillig komisch. Aber es gibt etwas das man in der ach so bösen Windows-Welt meist nicht kennt. Man kann den zweiten Monitor via WLAN in Verbindung mit einem Apple-TV ansprechen. Das kann ganz praktisch sein. Ich habe ein Apple-TV im Schlafzimmer und eines im Wohnzimmer, also musste ich dieses neue Feature sofort mal ausprobieren. Die Integration funktioniert recht gut. Aber bereits beim Versuch auf dem via WLAN angeschlossenen zweiten Monitor (Ein älterer LCD-Fernseher mit 720p Apple-TV Generation 2) kam dann Ernüchterung auf. Alle YouTube-Videos ruckeln und es macht so keinen Spaß parallel ein Video auf dem Fernseher laufen zu lassen.

In der Praxis wird man dieses Feature also eher selten sinnvoll nutzen nutzen können.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.51.19

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 17.58.54

Schauen wir uns mal die an OS-X Mavericks angepassten Programme an, die man allerdings zusätzlich kaufen muss! Hier gibt es ein paar Neuerungen, aber die Liste der Features ist mehr als überschaubar. Im wesentlichen wurde hier die iCloud eingebunden und es gab kleine Detailverbesserungen die letztlich notwendig waren um die Akku-Laufzeit zu verbessern.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.06.27

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.26.04

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.27.19

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.27.52

Beim kurzen Test starten alle Programme ohne Probleme und es scheint alles soweit problemlos zu funktionieren.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.29.06

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.29.45

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.30.32

Für mich als eingefleischten Fotofan sind natürlich die Fotoprogramme von größtem Interesse. Hier gibt es keine Änderungen zu vermelden, es bleibt alles beim Alten und das ist auch ganz gut so.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.31.18

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.33.27

Mit Logic Pro spiele bastle ich ganz gern ab und zu herum. Meine ersten Gehversuche mit Midi-Sequencern und elektronischen Klangerzeugern liegen schon fast 30 Jahre zurück. Doch die Liebe zu dieser Software-Gattung ist geblieben und daher ist es natürlich wichtig, dass Garage-Band und Logic weiterhin gut funktionieren.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.34.48

Nicht für jedes Software gibt es eine OS-X Version, so muss ich immer mal wieder in die Windows-Welt ausweichen. Dies lässt sich über den Parallels Desktop sehr einfach bewerkstelligen. Auf dem neuen Notebook startet das Windows 8 in einigen wenigen Sekunden und die Einbindung in das OS-X ist nahezu vorbildlich gut gelungen.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.36.56

Egal ob Powerpoint, Word, Excel, Visual Studio 2013, es funktioniert auch mit OS-X Mavericks alles wie gewohnt. Und während ich kurz ausprobiere ob noch alles funktioniert schummeln sich auch schon wieder Updates für den Adobe Acrobat Reader und vieles mehr auf die virtuelle Windows-Festplatte 🙂

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.39.27

Hier noch ein Screenshot von Windows 8 unter OS-X. Es funktioniert recht gut, aber mit dieser Kacheloberfläche kann ich mich noch immer nicht so wirklich anfreunden. Daher habe ich auf allen Windows 8 Rechner bislang die kostenlose „Classic-Shell“ installiert. In den Optionen dieser Software kann man die Kacheloberfläche abschalten, ok sie ist nicht ganz weg aber sie mogelt sich nicht immer wieder in den Vordergrund. Alles in allem läuft das Windows 8 in Verbindung mit dem Parallels Desktop auf meinem Notebook sehr gut und sehr flüssig. Hier hat sich die ausgiebige Detailarbeit ausgezahlt die man bei Microsoft investiert hat um dieses Betriebssystem für etwas leistungsschwächeren Tablet-PCs zu optimieren.

Bildschirmfoto 2013-10-26 um 18.40.47

Fazit

OS-X Mavericks scheint stabil und gut zu funktionieren. Wer Wert auf maximale Akku-Laufzeit legt, der sollte sich ein paar Stunden Zeit nehmen und das Update ausführen. Wirklich wichtige Neuerungen scheint es auf den ersten Blick nicht mitzubringen. Aber solange es schnell und flüssig funktioniert, spricht auch nichts dagegen diese neue OX-X Version zu installieren, zumal das Update abgesehen vom extrem hohen Datenvolumen wirklich problemlos ist.

Mein Fazit: Daumen hoch für OS-X Mavericks

Vanguard – The Heralder in 140s

 

Weil ich an diesem Rucksack so viel Spaß habe, gibt es heute statt eines Unboxing-Vidoes ein kleines „Einpacking“. Außerdem habe ich ein wenig mit den Vorlagen von iMovie gespielt. Ich habe einen fast leeren Trailer mit dem iMovie-Thema „Übernatürlich“ erzeugt, es im Format 1080p gerendert und und dann in Final Cut Pro X importiert. Dort habe ich aber nur einige Soundeffekte und die ersten Sekunden des Anfangs und das Outro verwendet. Irgendwie macht diese ganze Videobearbeitung viel Spaß und es ist mit Final Cut Pro X wirklich sehr einfach. Um eine kurze Zeitraffer-Sequenz zu erzeugen schneidet man mit zwei Mausklicks das was schneller ablaufen soll einfach aus dem Video-Stream heraus, klickt es an und drückt „Command + R“. Auf dem Mac heißt die Taste links neben der Leertaste „Command-Taste“.  Nachdem man das gemacht hat wird über dem markierten Videoschnipsel ein grüner Balken angezeigt. Den schiebt man mit der Maus hin und her, ganz so wie es einem gefällt. So kann man Zeitlupen oder Zeitraffer erzeugen, es ist ganz einfach!

Sobald man die Maustaste losgelassen hat wird der geänderte Videoschnipsel gerändert, es wird also eine Vorschau erzeugt die man ganz flüssig anschauen kann. Das geht meistens ganz fix.

Das Rohmaterial für dieses nur 140s lange Video ist ganze 15 Minuten lang!! Der Videoschnitt hat etwa 30 Minuten gedauert. Die Ausgabe als Video in Full-HD braucht dann etwa 15 Minuten und nach weiteren 15 Minuten ist das Video dann bei YouTube verfügbar. So macht das wirklich Spaß!

Sehr cool finde ich mein neues Ansteckmikrofon. Dieses kleine Ding habe ich bei amazon.de zum Spaßpreis von nur 4,95 Euro gefunden. Beim hinzufügen zum Einkaufskorb hatte ich das Gefühl, dass das nicht geklappt hat und habe mehrfach geklickt. Aber es hat geklappt, sogar mehrfach. Ich habe ein paar Tage später nicht schlecht gestaunt als ich plötzlich VIER kleine Ansteckmikros in der Post fand…

Man könnte sie zurückschicken, aber bei diesem Preis ist es auch ok sie einfach zu behalten. So habe ich ein Mikro für die YouTube-Videos, eines kann ich in die Notebooktasche stecken, eines kommt zur Nikon D800E in den neuen Rucksack und das vierte Mikro lege ich in die kleine Fototasche zu den beiden Nikon 1. So kann ich künftig immer und überall schnell mal in sehr brauchbarer Qualität ein wenig Ton aufnehmen 🙂

Sehr cool ist auch, dass dieses Mikro mit einem kleinen Trick am Zoom H2 und Zoom H2n funktioniert. An diesen Geräten muss man lediglich via Menü die Option „Plug-In Power“ aktivieren und dann funktionieren die Mikros sehr gut. So kann man sich bspw. den kleinen Zoom H2 in die Hosentasche stecken und das Mikro an den Hemdkragen klipsen. Damit kann man sich völlig frei bewegen und hat später eine sehr brauchbare Tonspur. Ich freue mich schon drauf das auf der nächsten Reise ausgiebig zu nutzen!

Hier habe ich noch ein Fotos der beiden ZOOM Geräte:

zoom_h2n_zoom_h2

Und zum Abschluss noch Links zu Mikrofon und dem sehr coolen ZOOM H2n:

Angetestet – Vanguard The Heralder 46

Bildschirmfoto 2013-10-22 um 18.48.49Bildschirmfoto 2013-10-22 um 18.48.22

Mein Fotorucksack ist inzwischen ziemlich in die Jahre gekommen und so habe ich mich in den letzten Wochen nach einer Alternative umgesehen. Dabei ist mir der Vanguard „The Heralder 46“ ins Auge gesprungen. Und weil dieser Rucksack pfiffig gemacht und sehr durchdacht ist, gibt es heute ein ausführliches Review dazu.

 

Sehr cool ist die laufende Sonderaktion „My ABEO PRO„. Wer sich bis zum Jahresende ein Stativ des Typs ABEO Pro 283 CGH bestellt, der bekommt vom Hersteller einen „The Heralder 46“ Fotorucksack geschenkt. Wer sich nicht sicher ist ob das ABEO Pro das richtige Stativ für ihn ist, der kann sich als kleine Entscheidungshilfe meine beiden Videos zu diesem Stativ anschauen.

Hier gibt es den kurzen 90s Teaser:

 

Und hier habe ich das vollständige Review:

Nikon 1 V1 – Objektive für Videofilmer

Die kleinen Modelle aus dem Hause Nikon haben es mir mittlerweile wirklich angetan. Sie sind klein und preiswert und man kann trotzdem tolle Videos und schöne Fotos damit machen. Sehr cool ist die Einbindung in das wirklich große Nikon Objektiv-Sortiment in Verbindung mit dem FT-1 Adapter

Nikon_1V1_FT1_AFS_VR_18_200

Da die nächsten Reisen schon wieder fast vor der Türe stehen habe ich mir heute mal die Mühe gemacht die Nikon 1 V1 mit drei verschieden Objektiven bezüglich der Video-Tauglichkeit zu checken. Schließlich ist das Gewicht des Handgepäcks bei Flugreisen streng limitiert und man will ja auch keinen total überflüssigen Krempel mitschleppen.

Also habe ich heute das Nikkor AF-S VR 18-200mm und das Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm mit einem Objektiv verglichen das speziell für den kleinen Chip der Nikon 1 Serie gerechnet wurde. Dieses Objektiv hört auf den Namen Nikkor AF-S VR 10-100mm PD und ist wie gesagt für das CX-Format bestimmt. Bei den ersten Tests fällt schnell auf, dass der Autofokus wirklich vollständig nur mit dem 10-100mm Objektiv funktioniert. Eine Einschränkung die sehr schade ist und von der ich hier schon mehrfach berichtet habe. Aber dank der letzten Firmware-Updates funktionieren die beiden „erwachsenen“ Objektive an der Nikon 1 recht ordentlich.

Nikon_1_V1_1_Nikkor_VR_10-100_PD_BK

Überraschend gut ist das 18-200mm Objektiv zu gebrauchen. Wenn man als Ergänzung eine zweite Nikon 1 mit dem famosen 6.7-13mm Weitwinkel-Zoom verwendet, so muss man eigentlich keine Objektive wechseln und hat einen echt großen Brennweitenbereich komplett abgedeckt. Diese Kombination ist zudem recht spannend weil man beide Kameras in Abhängigkeit der verwendeten Brennweite unterschiedlich einstellen kann. Beim lichtschwachen Allround-Zoom sind meist kürzere Belichtungszeiten gewünscht, so dass man hier des öfteren die ISO-Automatik bemühen wird. Das kurze Weitwinkel hat sogar einen VR eingebaut und liefert bei 1/15s aus der freien Hand noch respektable Ergebnisse. Hier ist also ISO-100 die ISO-Empfindlichkeit der Wahl.

Fazit

Mein kleiner Test hat ergeben was ich mir schon fast gedacht hatte. Das AF-S 2.8/70-200mm liefert knackscharfe Bilder und man kann damit sogar in Verbindung mit dem kleinen CX-Sensor der Nikon 1 mit selektiver Schärfe spielen. Allerdings wird aufgrund der 2,7 fachen Brennweitenverlängerung des CX-Sensors das Einsatzgebiet dieses Objektivs stark eingeschränkt. Es ist in Verbindung mit der Nikon 1 eher ein sehr lichtstarkes 540mm Supertele, als ein „Universal-Objektiv“.

Das AF-S VR 18-200mm ist eigentlich für die DX-Sensoren konzipiert und für die Nutzung an der Nikon D2x, D300, D7000 usw. gedacht. Dank des brauchbaren Weitwinkelbereichs von 18mm (Entspricht 48,6mm im Kleinbildformat) kann man es an der Nikon 1 recht universell einsetzen.

Das Nikon 10-100mm PD (entspricht 27 – 270mm im Kleinbildformat) ist im Vergleich zu den anderen Objektiven der Nikon 1 Serie ein echt dicker Brocken. Man kann nicht manuell zoomen und auch nicht manuell fokussieren. Das schränkt das Objektiv etwas ein. Es ist primär für die Nutzung der Nikon 1 als Videokamera konzipiert. Dort macht es auch eine recht gute Figur. Allerdings fällt etwas negativ auf, dass dieses Objektiv keine durchgängige also konstante Lichtstärke hat. Das führt bei Zoomfahrten dazu, dass der Belichtungsmesser der Kamera nachregeln muss oder die Video-Sequenzen im Telebereich stets etwas dunkler sind. Wer genau hinschaut sieht bei den Zoom-Fahrten mit diesem Objektiv daher ein ganz leichtes Flackern.

Die Entscheidung was mit auf die nächste Reise darf und was nicht ist für mich heute aber trotzdem gefallen. Ich werde das 10-100 PD einpacken weil ich mit der Nikon 1 auf der nächsten Reise primär filmen möchte. Das 2.8/70-200 ist ein tolles Universaltele und es kommt auch mit, aber ich werde es hauptsächlich an der Nikon D800E benutzen.

Das AF-S VR 18-200mm wird wohl zuhause bleiben. Denn ich werde das famose AF-S VR 16-85mm in Verbindung mit meiner Nikon D300 Infrarot-Kamera in den Rucksack packen. Wenn ich mal bei einem Video manuell fokussieren oder zoomen will, kann ich dieses Objektiv auch an der Nikon 1 verwenden. Und für die Nutzung im Tierpark oder Schmetterlingsgarten usw. wird die Nikon 1 des öfteren mit dem 2.8/70-200mm kombiniert werden.

Auf die Ergebnisse bin ich schon sehr gespannt 🙂

Nikon_1J2_ReflexNikkor_8_500mm

Sehr krass sind auch die Ergebnisse die sich mit einer Nikon 1 in Verbindung mit einem Reflex-Nikkor 8/500mm Spiegeltele erzielen lassen. Ich habe es heute Nachmittag aus Spaß mal versucht und die Qualität dieses uralten Spiegel-Objektivs haut mich echt um. Aber seht selbst – einfach anklicken und dann im HD-Format öffnen.

Nikon 1 J2 - Reflex Nikkor 8/500mm = 1350mm

Ein kleines Testvideo zu dieser Kombination habe ich für Euch auch noch erstellt.

NOKIA LUMIA 1020 – Perfekte Kamera für unterwegs?

Der finnische Handy-Hersteller NOKIA lag ziemlich am Boden als Microsoft vor einigen Wochen die Handy-Sparte übernahm. Microsoft selbst hat bei aller Marktmacht aktuell schwer damit zu kämpfen, dass viele „Otto-Normalverbraucher“ sich statt eines klobigen PCs einen modernen Tablett-Computer kaufen. Ein Trend den auch Apple zu spüren bekommt. Statt ein teures Notebook für 2.800 Euro zu kaufen, greifen viele Apple-Fans inzwischen zu einem iPad und sind damit sehr glücklich.

Aber ist das ein Trend der auch Fotoapparate übertragen werden kann? Klein und leicht statt groß und leistungsfähig? Mit dem LUMIA 1020 spricht NOKIA respektive Microsoft die Herzen aller Fotofans an. Dieses Telefon wird als perfektes Foto-Hand vermarktet, man spricht sogar von einem Ersatz für eine Spiegelreflexkamera.

Bildschirmfoto 2013-10-18 um 09.23.14

Sowohl Microsoft als auch NOKIA haben viele Trends der letzten Jahre erst spät erkannt und so erscheint die Konkurrenz seitens Apple, Samsung & Co. aktuell fast übermächtig. Die Konzerne müssen also etwas tun um ihre Aktionäre zufrieden zu stellen. Da NOKIA nun teilweise ein US Konzern ist liegt es nahe die Produkte auch auf dem US Markt zu bewerben. Und so entstanden dann auch einige Werbefilme im ur-amerikanischten Teil der USA, im Süd-Westen zwischen Utah und Arizona.

Vergisst man für kurze Zeit, dass es Werbebotschaften sind die hier transportiert werden, so sind diese Werbefilme ein echtes Schmankerl für jeden South-West-Fan. Und wer schon einmal auf dem Bauch am Horse-Shoe-Bend gelegen hat der wird verstehen warum der Fotograf den Bildaufbau gewählt hat den man im Video zu sehen bekommt. Diese Schleife des Colorado River ist einfach so irre groß, dass man ein Fisheye braucht um sie komplett ablichten zu können.

Aber schauen wir uns das Video doch mal an:

Und was sagt Ihr dazu? Die Qualität ist nicht schlecht wobei man auch sagen muss, dass sich alle Einstellungen an der festen Brennweite des eingebauten Objektivs orientieren. Hier schreibt sozusagen das Aufnahmegerät das Drehbuch selbst. Für einen wirklich ambitionierten Film eher undenkbar. Aber man muss auch sagen, dass die Bildqualität wirklich überraschend gut ist. Wer indes hofft allein mit diesem Handy aus dem Stand ein ähnliches Video machen zu können wird schnell enttäuscht sein.

Ich bin mir sehr sicher, dass bei diesem Video viele kleine Hilfsmittel wie improvisierte Stative usw. verwendet wurden. An den Stellen an denen die Handy-Kamera „fliegt“ holpert es trotz allem ganz kräftig. Wer etwas mehr Gewicht transportieren kann wird hier mit einem Schwebestativ und einer einfachen DSLR bessere Kamerafahrten aufnehmen können.

Aber das NOKIA LUMIA 1020 zeichnet (bei allen Einschränkungen) nicht nur Videos in überraschend guter Qualität auf, es macht auch sehr brauchbare Fotos. Dieses Video zeigt außerdem sehr schön was moderne Videoschnitt-Software inzwischen leisten kann.

Für das Video wurden 41 Fotos mit jeweils 41 Megapixeln aufgenommen. Es ist mehr ein Werbe-Gag, denn so lässt sich daraus ein 41×41 Video machen. Die Macher haben sicher sehr lange überlegt wo sich diese Idee realisieren lässt. Und ganz ehrlich, sie hätten keinen besseren Ort finden können. Denn wegen der Straßenbeleuchtung sind die Lichtverhältnisse über viele hundert Meter hinweg nahezu konstant. Und wenn man dann noch viele Tage in die Aufbereitung der Fotos steckt, entsteht daraus so ein cooler Videoeffekt. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass hier mehr als nur 41 Fotos geschossen wurden. Es kann gut sein, dass letztlich nur 41 Bilder verwendet wurden, aber diese 41 Fotos wurden sicher aus einer größeren Menge gezielt ausgewählt damit die Einzelbilder so gut wie möglich zusammenpassen.

Aber sei’s drum, das Video zeigt eine frische neue Idee und ich denke weltweit werden danach viele Hobby-Filmer überlegen wie und wo sich ein ähnlicher Effekt kreieren lässt. Sehr cool sind auch die farbigen Handgriffe die zum NOKIA 1020 lieferbar sind. Damit soll ein wenig DSLR-Feeling aufkommen und in knalligem Gelb sieht das auch echt crazy aus.

Bildschirmfoto 2013-10-18 um 09.22.51

Fazit

Das NOKIA 1020 ist sicher kein schlechtes Handy und man kann damit schon brauchbare Fotos und Videos machen. Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen und aktuell steht eine neue Generation spiegelloser Kameras mit Chips in vollem Kleinbild-Format mit satten 24-36mm in den Startlöchern. Die Sensorfläche ist bei diesen Kameras immens größer und das Zubehörangebot wird kein Auge trocken lassen.

In diesem Umfeld wird sich ein Telefon niemals ernsthaft behaupten können. Es sei denn Größe und Gewicht sind die ausschlaggebenden Faktoren. Dann punktet das Smartphone als brauchbare „immer dabei“ Kamera.

Alles in allem ist es erstaunlich was aktuelle Handys in Sachen Bildqualität zu liefern im Stande sind. Doch das NOKIA 1020 hat große Konkurrenz und die spielt auf ähnlich hohem Niveau.

Schauen wir mal auf den Preis. Das NOKIA Lumia 1020 kostet ohne einen Vertrag etwa 700 Euro. Zu diesem Preis habe ich eine Nikon 1V1 mit 10-30mm UND dem genialen Nikkor AF-S 10-100 PD kaufen können. Die Kamera war ein Auslaufmodell und das Objektiv eine preisgünstige Versand-Retoure.

Nikon_1_V1_1_Nikkor_VR_10-100_PD_BK

Mit dieser Kamera hat man zu einem ähnlichen Preis ein System das Fotos und Videos in wirklich toller Qualität ermöglicht und eine extrem weich laufenden 10x Motorzoom hat. In Verbindung mit dem kleinen 2.8/10mm Objektiv ist die Nikon 1 V1 auch klein leicht und kompakt. Auf dem Papier hat sie zwar „nur“ 10 Megapixel und ist damit dem NOKIA 1020 scheinbar hoffnungslos unterlegen. Aber die Realität sieht ganz anders aus. Ganz gleich ob Videos oder Fotos, die Nikon 1 V1 kann es besser als jedes Smartphone.

Für alle die es noch nicht kennen habe ich hier mein Nikon 1 Testvideo das ich vor ein paar Tagen in der Flugzeugausstellung in Hermeskeil in der Nähe von Trier aufgenommen habe. Dabei habe ich eine Nikon 1 V1 und eine Nikon 1 J2 mit unterschiedlichen Objektiven verwendet.

Besonders die Passagen die mit einem Stativ gefilmt sind finde ich sehr überzeugend. Auch liefert die Nikon 1 bei gedämpftem Licht in Ausstellungsräumen wirklich überraschend gute Fotos und Videos.

Abschließend möchte ich sagen, dass das NOKIA LUMIA 1020 aus meiner Sicht ein vielversprechendes Telefon ist. Wer es immer dabei hat wird damit viele Schnappschüsse in guter Qualität aufnehmen können. Ein wirklicher Ersatz für eine gleichteure Kamera „richtige“ Kamera ist es hingegen trotz aller Werbeversprechen nicht. Aber das Werbevideo aus dem Süd-Westen der USA ist trotzdem richtig gut 🙂