Bye Bye Nikon 4/200-400mm

Das Nikon AF-S ED VR 4/200-400mm ist ein perfektes Telezoom für jeden Tierfotografen der mit Nikon Kameras unterwegs ist. Besonders der sehr praxisnahe Zoombereich von 200 – 400mm macht es sehr universell. Durch die hohe Lichtstärke funktioniert der Autofokus mit diesem Objektiv auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch schnell und präzise.

Das Objektiv unterstützt die hauseigenen Teleconverter, mein Favorit ist der 1,7 fach Converter TC17 E-II. Zwar wird die Lichtstärke wird damit auf f/6,3 reduziert, aber der Autofokus arbeitet damit noch immer schnell und zuverlässig. Moderne Kameras sie die Nikon D750, oder die D500 liefern bei ISO Werten bis etwa ISO-1600 noch sehr gute Ergebnisse, so dass sich das Objektiv mit einem Teleconverter noch sehr gut einsetzen läßt.

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Teneriffa 2014/15 – Die vegane Frühstückszeremonie

Canarian style near Taganana - Nikon 1 V3 & 10-100mm

Tag 23 – 2. Januar 2015

Ich bin jetzt schon seit mehr als drei Wochen auf dieser wunderschönen Insel und jeden Morgen ist es immer wieder witzig was man beim Frühstück alles beobachten kann. Auch heute finde ich einen Platz an einem der wenigen freien Tische draußen auf der Terrasse vor dem Restaurant. Während ich eine größere Menge kleiner lauwarmer Pfannkuchen mit verschiedenen Sorten Marmelade zu mir nehme, nimmt gleich neben mir ein großer sehr dünner Typ mit auffälliger Sonnenbrille platz. Eigentlich ist der Himmel voller Wolken und niemand außer ihm trägt eine Sonnenbrille, aber vielleicht gehört das ja zu seinem Stil der allerdings irgendwie seltsam anmutet. Während er immer wieder zwischen Tisch und Restaurant pendelt füllt sich sein Tisch langsam aber sicher mit verschiedenen Tellern auf denen er Salate, Gemüse und Obst gestapelt hat. Dazu gibt es ein Gläschen zuckersüßen Ananas-Saft aus dem Automaten. Auf seiner letzten Tour bringt er schließlich einen Teller mit auf dem zwei Scheiben Toast und jeweils drei Scheiben Käse liegen die wie ein V geschnitten sind.

Ich bin ein großer Fan der leicht skurrilen Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ mit Bjarne Mädel in der Hauptrolle. „Meine Arbeit fängt da an wo sich die meisten Menschen vor Ekel übergeben müssen!“ – Das ist das Credo seiner Arbeit als jemand der kommt nachdem die Spurensicherung weg ist.

Tatortreiniger

In der dritten Staffel gibt es die überragende Folge „Fleischfresser“. Dort stellt Tatorteiniger „Schotty“ vor der Türe hinter der er die Spuren eines Verbrechens beseitigen soll und stellt fest, dass er die Wohnungsschlüssel in der Firma vergessen hat. Er ruft seinen Chef an und organisiert, dass jemand kommt und die Schlüssel bringt. Während er im Hausflur wartet kommt eine junge hübsche Frau in einem Rollstuhl aus dem Aufzug. Weil er mal dringend pinkeln muss, darf er kurz in ihre Wohnung. Was dann kommt ist ein wunderbares Kammerspiel zum Thema „Vegan leben“.

Fleischfresser

Ständig klingelt das Telefon und der Ex-Freund der Rollstuhlfahrern ruft immer wieder an, bettelt und entschuldigt sich für seine grauenhafte Tat. Schließlich klärt sich die Sache auf. Sie ist Veganer und ER hat heimlich Schnitzel gegessen. Daher musste er gehen. Jetzt will er alles wieder gut machen. Tatortreiniger Schott zerreißt es fast das Herz und schließlich bietet er ihr eine „Vegane Patenschaft“ an. Er isst 14 Tage lang kein Fleisch und kompensiert damit die Schnitzel ihres Freundes. So kann er wenigstens für diese Zeit mit gutem Gewissen wieder mit ihr zusammen sein. Eine wirklich lustige Idee der Drehbuchautoren…

Während mein Frühstücksnachbar mit einem speziellen Messer, das er wohl mitgebracht hat, sein Obst bearbeitet gehen mir die Szenen mit Schotty und der „veganen Patenschaft“ durch den Kopf. Irgendwie muss ich in mich hinein grinsen, zu witzig sieht es aus wie dort Birnen, Äpfel und Bananen akkurat seziert und dann mit Messer und Gabel verspeist werden.

Nach dem Obst wendet sich mein Nachbar den nahrhaften Dingen zu. Es gibt zwei Scheiben Toast und genau 5 Scheiben V Käse. Doch halt, zunächst werden am Vollkorntoast die ungesunden dunklen Krusten mit dem Obstmesser entfernt. Nun werden die dunklen Ränder der Käseecken entfernt. Anschließend werden die V Käseecken so auf dem verbleibenden Toast verteilt, dass sie ein sauberes Parallelogramm bilden. Doch was ist das? Ein V ist noch übrig. Wohin damit? Ah, es wird präzise in der Mitte geteilt und dann auf die beiden Scheiben Toast gelegt. Nun wird der Käse mit etwas Brokkoli, Karotten und anderem gedünsteten Gemüse belegt. Als alles fertig ist versucht mein Nachbar es zu essen. Aber das ganze Gemüse kullert ihm wieder von seinem randlosen Vollkorntoast herunter. Das Problem scheint die Instabilität des Brotes zu sein, es hat eben keinen stabilen Rand mehr. Der Veganer denkt kurz nach um danach mit Obstmesser und Gabel das Gemüse zunächst etwas zu zerkleinern und dann vorsichtig mit Messer und Gabel zu verspeisen. Bei jedem Stückchen Toast kullert immer wieder Gemüse zurück auf den Teller, das vegane Leben hält doch allerei Herausforderungen parat. Ich frage mich warum er nicht einfach einen Toast mit Marmelade isst, das wäre deutlich einfacher.

Als der Toast schließlich bewältigt ist geht es mit einem guten Mix aus Tomaten und Salaten weiter. Ein Dressing gibt es nicht, auch Salz und Pfeffer müssen fern bleiben. Während ich das Schauspiel betrachte bekomme ich richtig Appetit auf eine Tasse Kaffee und zwei Brötchen mit Marmelade. Wie ungeheuer simpel mein Leben doch ist…

Nach dem Essen tausche ich wieder 20 Euro in einzelne Münzen und wasche ein zweites Mal meine Anziehsachen. Während die Turbo-Waschmaschine 30 Minuten lang im Keller meine Kleidung säubert ist Zeit diesen Artikel zu schreiben.

Jetzt muss ich kurz unterbrechen, denn nun muss die Wäsche schon in den Trockner. Also nicht wegklicken, ich bin gleich zurück…..

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Ok, da bin ich wieder…

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Die Waschmaschine läuft keine 30 sondern etwa 35 Minuten. Weil Masseur Jerome schräg gegenüber wahrscheinlich gerade eine ältere Dame von ihrem Verspannungen befreit, warte ich vor dem Waschraum bis die Maschine fertig geschleudert hat. Dabei geht mir erneut der Tatortreiniger durch den Kopf. „Warum ich Schweinebraten esse?? Na weil es lecker ist…“ Als ich mich an die Wand neben der Türe anlehne kann ich es kaum glauben, sie vibriert im Rhythmus der schleudernden Waschmaschine, wie krass ist das denn?

Als die „Speed-Queen“ – so die offizielle Bezeichnung – fertig ist hole ich schnell meine Wäsche heraus. Meine farbechten Trekking-Hemden sind zwar nicht der letzte modische Schrei, aber man kann sie problemlos zusammen mit weißer Unterwäsche waschen. Doch in den Trockner sollten sie nicht, das ich auch gar nicht notwendig denn die Speed-Queen hat fast jedes einzelne Wassermolekül herausgeschleudert.

Nun habe ich wieder 45 Minuten Zeit bis Schlafanzug und Unterwäsche frisch duftend und sauber aus dem Trockner kommt. Man braucht hier echt nicht viel Wäsche. Ich habe Hemden für eine Woche, drei vier Hosen und Socken und Unterhosen für 8 Tage. Damit habe ich enorm viel Raum und Gewicht in meinem Koffer gespart, dass ich mit Objektiven und anderem Foto-Equipment ausfüllen konnte.

Allerdings habe ich auch auf dieser Reise wieder viel mehr mit als ich letztlich benutzen kann. Die beiden GoPros sind noch immer fast ungenutzt, das 24mm Shift & Tilt steht seit dem ersten Tag im Schrank und mit der D800E habe ich bis jetzt nur zweimal nachts oben am Teide fotografiert. Da hier das Wetter derzeit etwas durchwachsen ist, fallen die Sonnenaufgänge und -untergänge meist eher unspektakulär aus. Auch oben am Teide hatte ich nicht viel Glück, meistens haben dichte Wolken selbst und 2500 Metern Höhe die freie Sicht auf die Sterne versperrt.

Müsste ich die Reise mit sehr wenig Gepäck antreten, so würde ich wohl nur die Nikon 1 V3 samt 6,7-13mm, 10mm, 10-100mm und das famose 70-300mm einpacken. Sollen während der Reise hochwertigere Fotos entstehen so würde ich statt der Nikon die Olympus OM-D E-M1 mit den Panasonic Objektiven 4/7-14mm, 2,8/12-35mm, 2,8/35-100mm und das Leica Nocticron 1,2/42,5mm einpacken. Zusätzlich käme dann noch das Panasonic 100-300mm in die Fototasche, das im FX Format einem 200-600mm Teleobjektiv entspricht. An das Äquivalent von 189-810mm die das 70-300 der Nikon 1 bietet kommt es letztlich allerdings nicht heran.

Wenn ich auf einer Reise primär Tiere fotografieren möchte und das Gepäck stark limitiert ist, so würde ich lediglich die Nikon 1 V3 mit dem 10-100mm und dem das 70-300mm einpacken. Hier habe ich einige Beispielfotos die ich mit der Nikon 1 V3 und dem 1Nikkor AF-S G VR ED 4,5-5,6/70-300mm (was für eine Typenbezeichnung…) fotografiert habe.

Fish Eagle Portrait - Nikon 1 V3 & AF-S VR 70-300mm

The Observant Eagle - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Jungle Park #2 - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Jungle Park #1 - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Simba #1 - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

El Medano Surfer #3 - Nikon 1 V3 & 70-300mm CX

Die schwere Nikon D800E mag ich unglaublich gern, aber sie ist eben inkl. der zugehörigen Objektive auf Reisen eher hinderlich. An eine klobige Nikon D4s darf ich dabei erst gar nicht denken. Klar sind diese Kameras cool und liefern die allerbesten Ergebnisse, aber solange man nicht beruflich fotografiert und eh nur alle seine Werke im Internet präsentiert ist es als würde man mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.

Da ich gern nachts unterwegs bin würde ich auf die Nikon D800E und das 2,8/14-24mm und sehr ungern verzichten. Sie liefert einfach tolle Ergebnisse und im direkten Vergleich kann die grundsätzlich sehr gute und in vielen Foren gefeierte Olympus OM-D E-M1 einfach nicht mithalten. Wenn es gar nicht anders geht, kann man natürlich auch mit dieser Kamera nachts tolle Fotos aufnehmen, aber die meine erste Wahl ist sie zumindest bislang noch nicht.

Ok, es ist Freitag der 2. Januar 2015 und ich habe noch eine Woche auf dieser Insel. Gleich ist meine Wäsche trocken und dann kann ich schauen was ich hier heute anstelle. Wahrscheinlich werde ich mal die D800E mit dem 3,5/24mm Shift & Tilt einpacken und dann mit einigen Filtern im Gepäck der und den GoPro Kameras auf, an und im Auto die wichtigsten Locations auf dieser Insel „abfahren“ damit ich in meinem nächsten Video zeigen kann wie es dort aussieht.

Kurz vor der Reise habe ich mir extra nicht ein kleines neues Schwebestativ gekauft. Vielleicht benutze ich es heute mal. Morgen ist Samstag und dann soll es mit einigen Freunden von Taganana aus an der Küste entlang zum Strand bei Arfur gehen.

Nikon 1 V1 – Objektive für Videofilmer

Die kleinen Modelle aus dem Hause Nikon haben es mir mittlerweile wirklich angetan. Sie sind klein und preiswert und man kann trotzdem tolle Videos und schöne Fotos damit machen. Sehr cool ist die Einbindung in das wirklich große Nikon Objektiv-Sortiment in Verbindung mit dem FT-1 Adapter

Nikon_1V1_FT1_AFS_VR_18_200

Da die nächsten Reisen schon wieder fast vor der Türe stehen habe ich mir heute mal die Mühe gemacht die Nikon 1 V1 mit drei verschieden Objektiven bezüglich der Video-Tauglichkeit zu checken. Schließlich ist das Gewicht des Handgepäcks bei Flugreisen streng limitiert und man will ja auch keinen total überflüssigen Krempel mitschleppen.

Also habe ich heute das Nikkor AF-S VR 18-200mm und das Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm mit einem Objektiv verglichen das speziell für den kleinen Chip der Nikon 1 Serie gerechnet wurde. Dieses Objektiv hört auf den Namen Nikkor AF-S VR 10-100mm PD und ist wie gesagt für das CX-Format bestimmt. Bei den ersten Tests fällt schnell auf, dass der Autofokus wirklich vollständig nur mit dem 10-100mm Objektiv funktioniert. Eine Einschränkung die sehr schade ist und von der ich hier schon mehrfach berichtet habe. Aber dank der letzten Firmware-Updates funktionieren die beiden „erwachsenen“ Objektive an der Nikon 1 recht ordentlich.

Nikon_1_V1_1_Nikkor_VR_10-100_PD_BK

Überraschend gut ist das 18-200mm Objektiv zu gebrauchen. Wenn man als Ergänzung eine zweite Nikon 1 mit dem famosen 6.7-13mm Weitwinkel-Zoom verwendet, so muss man eigentlich keine Objektive wechseln und hat einen echt großen Brennweitenbereich komplett abgedeckt. Diese Kombination ist zudem recht spannend weil man beide Kameras in Abhängigkeit der verwendeten Brennweite unterschiedlich einstellen kann. Beim lichtschwachen Allround-Zoom sind meist kürzere Belichtungszeiten gewünscht, so dass man hier des öfteren die ISO-Automatik bemühen wird. Das kurze Weitwinkel hat sogar einen VR eingebaut und liefert bei 1/15s aus der freien Hand noch respektable Ergebnisse. Hier ist also ISO-100 die ISO-Empfindlichkeit der Wahl.

Fazit

Mein kleiner Test hat ergeben was ich mir schon fast gedacht hatte. Das AF-S 2.8/70-200mm liefert knackscharfe Bilder und man kann damit sogar in Verbindung mit dem kleinen CX-Sensor der Nikon 1 mit selektiver Schärfe spielen. Allerdings wird aufgrund der 2,7 fachen Brennweitenverlängerung des CX-Sensors das Einsatzgebiet dieses Objektivs stark eingeschränkt. Es ist in Verbindung mit der Nikon 1 eher ein sehr lichtstarkes 540mm Supertele, als ein „Universal-Objektiv“.

Das AF-S VR 18-200mm ist eigentlich für die DX-Sensoren konzipiert und für die Nutzung an der Nikon D2x, D300, D7000 usw. gedacht. Dank des brauchbaren Weitwinkelbereichs von 18mm (Entspricht 48,6mm im Kleinbildformat) kann man es an der Nikon 1 recht universell einsetzen.

Das Nikon 10-100mm PD (entspricht 27 – 270mm im Kleinbildformat) ist im Vergleich zu den anderen Objektiven der Nikon 1 Serie ein echt dicker Brocken. Man kann nicht manuell zoomen und auch nicht manuell fokussieren. Das schränkt das Objektiv etwas ein. Es ist primär für die Nutzung der Nikon 1 als Videokamera konzipiert. Dort macht es auch eine recht gute Figur. Allerdings fällt etwas negativ auf, dass dieses Objektiv keine durchgängige also konstante Lichtstärke hat. Das führt bei Zoomfahrten dazu, dass der Belichtungsmesser der Kamera nachregeln muss oder die Video-Sequenzen im Telebereich stets etwas dunkler sind. Wer genau hinschaut sieht bei den Zoom-Fahrten mit diesem Objektiv daher ein ganz leichtes Flackern.

Die Entscheidung was mit auf die nächste Reise darf und was nicht ist für mich heute aber trotzdem gefallen. Ich werde das 10-100 PD einpacken weil ich mit der Nikon 1 auf der nächsten Reise primär filmen möchte. Das 2.8/70-200 ist ein tolles Universaltele und es kommt auch mit, aber ich werde es hauptsächlich an der Nikon D800E benutzen.

Das AF-S VR 18-200mm wird wohl zuhause bleiben. Denn ich werde das famose AF-S VR 16-85mm in Verbindung mit meiner Nikon D300 Infrarot-Kamera in den Rucksack packen. Wenn ich mal bei einem Video manuell fokussieren oder zoomen will, kann ich dieses Objektiv auch an der Nikon 1 verwenden. Und für die Nutzung im Tierpark oder Schmetterlingsgarten usw. wird die Nikon 1 des öfteren mit dem 2.8/70-200mm kombiniert werden.

Auf die Ergebnisse bin ich schon sehr gespannt 🙂

Nikon_1J2_ReflexNikkor_8_500mm

Sehr krass sind auch die Ergebnisse die sich mit einer Nikon 1 in Verbindung mit einem Reflex-Nikkor 8/500mm Spiegeltele erzielen lassen. Ich habe es heute Nachmittag aus Spaß mal versucht und die Qualität dieses uralten Spiegel-Objektivs haut mich echt um. Aber seht selbst – einfach anklicken und dann im HD-Format öffnen.

Nikon 1 J2 - Reflex Nikkor 8/500mm = 1350mm

Ein kleines Testvideo zu dieser Kombination habe ich für Euch auch noch erstellt.

Nikon D7000 – Telephoto Extreme

 

Es ist Sonntag, die Sonne lacht und wir haben einen freien Tag vor uns. Wohin könnte es heute gehen? Motorrad, Cabrio, Spotten am Flughafen, Curry-Wurst am Bigge-See, Schmiergenehmigung im Café Fahrtwind? Hm, keine leichte Entscheidung… Oder sollen wir einfach mal in den Zoo fahren? In den Zoo, da musste man doch als Kind immer zusammen mit den Eltern hin und das bei diesem Wetter? Na, warum eigentlich nicht, es könnte ein Vergleichstest Nikon D700 gegen Nikon D7000 werden!

Mit dem neuen 207cc geht es offen am Rhein entlang. Im Kofferraum ist noch Platz für zwei Fotorucksäcke, zwei erwachsene Stative und einen großen Beutel mit dem Nikon AF-S VR 4/200-400mm, das Monster unter meinen Teleobjektiven. Eigentlich wäre da sogar noch Platz für ein paar Wanderschuhe, aber heute ist ja Sonntag und wer will da schon in Wanderschuhen unterwegs sein!

Bei Heimbach-Weiß verlassen wir die B42 und folgen der Beschilderung. Am Zoo der Stadt Neuwied angekommen ist die Hölle los. Wir sind völlig überrascht, dass es noch so viele Leute gibt die einen sonnigen Tag mit ihren nörgelnden unzufriedenen Kids im Zoo verbringen. „Wann sind wir denn daaaahaaaa? Wie laaaaange müüüüssen wir denn noch???“ Wir ignorieren das und mischen uns mit den Stativen und langen Teleobjektiven unters Volk.

Bei den Vögeln gelingen mit der D700 bei ISO 800 und ISO 1600 einige gelungene Fotos. Bei offener Blende ganz nach an das Gitter heran und schon ist es praktisch unsichtbar.

Dann sind wir schon bei den Antilopen angekommen. Einige Tiere mit beeindruckender Nase gibt es auch noch…

Bei den Kängurus möchte ich ein paar Video-Aufnahmen machen und tausche die D700 gegen die kleinere D7000. So wird es den Rest des Tages dann auch bleiben. Die D7000 verstärkt den „Tele-Effekt“ zusätzlich und so ergibt sich beim Nikon 4/200-400 in Verbindung mit dem 1.7x Telekonverter und dem 1.5 Crop-Faktor ein beeindruckendes 400mm x 1.7 x 1.5 = 1020mm Teleobjektiv!

Die D7000 begeistert an diesem langen Teleobjektiv mit dem Full HD Video-Modus. Davon habe ich 30 Jahre lang geträumt! Aber auch die Fotos aus der D7000 können sich sehen lassen. Hier ein Beispiel bei  Blende 8 1/400 Sekunde und ISO-400 im RAW-Modus.

Bei den Dachsen angekommen, bin ich etwas oberhalb des kleinen Rackers und will nicht schon wieder die Kamera wechseln. Also mache ich schnell ein kleines Experiment: Wie wird sich das Nikon AF-S VR 16-85mm (DX) an der Nikon D700 (FX) schlagen?

Das Ergebnis ist ein wirklich schöne runde Vignettierung, fast wie mit meinen kleinen „Retro-Linsen“ – nur schärfer und kontrastreicher. Eigentlich gar kein schlechter Effekt!!

Aber seht selbst…

Das Ende des Tages verbringen wir in der famosen Brombeer-Schenke oberhalb des Rheintals.

Nikon P7100 – Nagelneu und schon kaputt

Auf dem Rückweg nehmen wir in ausgelassener Stimmung ein paar kleine Video-Sequenzen mit der nagelneuen Nikon P7100 im fahrenden Cabrio bei geöffnetem Dach auf. Später muss ich dann leider feststellen, dass die neue P7100 nun auch schon wieder defekt ist! Diesmal hat sich ein wirklich riesiger Staubpartikel hinterlistig in das Objektiv eingeschlichen und wirft nun auf absolut jedem Foto einen gewaltigen Schatten. Wie blöd ist das denn? Langsam wird mir klar, dass diese fummeligen kleinen Dinger nichts für mich sind. Mein famoses AF-S 2.8/17-55mm habe ich an der D2x oder der D300 schon mehrfach um die Erde geschleppt und es funktioniert trotz Regen, Schnee, Sandsturm und was weiß ich noch immer so perfekt wie am ersten Tag. Auch das AF-S VR 2.8/70-200 hat schon viel erlebt.  Es war zigmal auf Teneriffa, dreimal in den USA, in Norwegen und sonstwo unterwegs. Seit dem Sandsturm bei den Corral-Pink-Sanddunes knirscht es etwas, funktioniert aber trotzdem wirklich super gut.

Hätte ich mich auf all diesen Reisen auf eine fragile kleine Kamera wie die P7100 verlassen, ich wäre wahrscheinlich nicht glücklich geworden.

In den nächsten Wochen gibt es dann hier zu lesen welche Abenteuer ich bei der Reparatur der neuen P7100 erlebenh durfte.

Genug geklagt, heute ist schon Montag der 3. Oktober. Es ist der „Tag der  deutschen Einheit“ und wir schwingen uns jetzt auf unsere Motorräder und genießen das tolle Wetter. Um 15h gibt es eine Verabredung zum Eisbecher in Eitorf, na wenn das kein Ausgleich für die kaputte P7100 ist? Zum Fotografieren werde ich heute nur mein HTC Desire HD benutzen…