Der perfekte Telekonverter – Teil 2

Nach meinem ersten Artikel zum Thema „Der perfekte Telekonverter“ war das Echo wirklich groß und mein Facebook-Freund Karsten Reder hat mir ein paar Tage später einen Kendo Teleplus Pro 300 1.4x für Nikon AF-D zugeschickt. Diesen Konverter habe ich ein wenig getestet und bin vom Ergebnis wirklich überrascht. Im Video gibt es ein paar Worte zum Konverter von Kenko sowie einen Konverter von Sigma und den guten alten Nikon TC-17E II.

Beginnen wir mit den drei Testkandidaten. Das Foto ist 1000 Pixel breit – einfach anklicken…

Nikon D800E - Sigma EX DG 105mm - Kenko Teleplus Pro 300 - Sigma EX 1.4 - Nikon TC-17E II

Hier habe ich nun einige Testfotos die ich eben mit der Nikon D800E aufgenommen habe. Alle Fotos sind komplett umkorrigiert, das Testchart habe ich selbst erstellt und im Format DIN A3+ auf einem EPSON 2880 auf Semigloss Photopapier gedruckt. Ich habe lediglich den Weißabgleich und die Helligkeit so angepasst, dass sie weitgehend identisch sind. Am Ende dieses Artikels findet Ihr dann noch ein komplett korrigierte Version des Testbildes das ich mit dem Nikon AF-S 1.4/50mm und der Nikon D800E gemacht habe in kompletter Originalgröße!!

Hier die Liste der Testbilder – Einfach auf die kleinen Vorschaubilder klicken um die großen Originale im JPG-Format anzuschauen.

  1. Nikon AF-S 1.4/50mm
  2. Nikon AF-S 1.4/50mm + Kenko 1.4x (Gleiche Entfernung)
  3. Nikon AF-S 1.4/50mm + Kenko 1.4x (100%, größere Entfernung)
  4. Nikon AF-S 2.8/70-200mm
  5. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Kenko 1.4x (Gleiche Entfernung)
  6. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Kenko 1.4x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)
  7. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Sigma 1.4x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)
  8. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Nikon 1.7x (Gleiche Brennweite)
  9. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Nikon 1.7x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)
D800E_7644_AFS_14_50mm
1. Nikon AF-S 1.4/50mm
D800E_7646_AFS_14_50mm_Kenko_14
2. Nikon AF-S 1.4/50mm + Kenko 1.4x (Gleiche Entfernung)
D800E_7647_AFS_14_50mm_Kenko_14
3. Nikon AF-S 1.4/50mm + Kenko 1.4x (Gleicher Ausschnitt, größere Entfernung)
D800E_7649_AFS_70_200
4. Nikon AF-S 2.8/70-200mm
D800E_7651_AFS_70_200_Kenko_14
5. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Kenko 1.4x (Gleiche Entfernung)
D800E_7652_AFS_70_200_Kenko_14
6. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Kenko 1.4x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)
D800E_7653_AFS_70_200_Sigma_14
7. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Sigma 1.4x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)
D800E_7654_AFS_70_200_Nikon_17
8. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Nikon 1.7x (Gleiche Brennweite)
D800E_7655_AFS_70_200mm_Nikon_17
9. Nikon AF-S 2.8/70-200mm + Nikon 1.7x (100%, kürzere Zoom-Brennweite)

Hier nun die vollständig korrigierte Version des ersten Testfotos. Meiner Meinung nach ist es wirklich beeindruckend was dieses Objektiv an der D800E bei Blende 8 leistet. Und ebenfalls beachtlich ist wie unglaublich gut Nikon Capture NX die Verzeichnung des Objektives korrigiert und sämtliche Farbsäume entfernt hat.

D800E_7644_AFS_14_50mm_All_Corrections
Nikon D800E mit Nikon AF-S 1.5/50mm bei Blende 8 – Vollständig korrigiert

Fazit

Alle getesteten Teleconverter sind mehr als brauchbar. Der Kenko Teleplus Pro 300 1.4x ist etwas weicher als der Sigma EX 1.4x, im Gegenzug aber unglaublich flexibel. Dieser Konverter passt praktisch an alle Objektive für das Nikon F-Bajonett und lädt wirklich dazu ein, die eine oder andere Spielerei zu versuchen. Man sollte jedoch bei aller Euphorie beachten, dass die Abbildungsqualität besonders an den Bildrändern leidet und dass sich nicht jedes Objektiv für die Nutzung mit diesem Telekonverter eignet. Stößt ein Objektiv wie beispielsweise das Nikon AF-S VR 18-200 im langen Teilbereich ohnehin an seine Grenzen, so ist es in Verbindung mit dem Kenko Telekonverter nicht mehr so richtig zu gebrauchen. Besonders an den neuen hochauflösenden Kameras wie Nikon D7000 oder gar D7100 ist eine derartige Kombination nicht sinnvoll.

Der Sigma Konverter besticht durch sehr gute Bildqualität, funktioniert aber nur mit wenigen ausgesuchten Objektiven. Außerdem werden nur AF-S Objektive vollständig unterstützt.

Der Nikon TC-17E II ist mein Favorit. Die Bildqualität leidet in vertretbarem Maße und die Lichtstärke bleibt auf einem Niveau bei dem der Autofokus in praktisch allen Situationen noch korrekt arbeitet. Sowohl mit dem AF-S VR 2.8/70-200mm als auch mit dem extrem guten AF-S VR 4/200-400 ist der Nikon Telekonverter eine echte Bereicherung.

Hier habe ich für Euch eine kleine Liste dieser Telekonverter bei amazon.de zusammen gestellt:

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Nikon D7000 – Telephoto Extreme

 

Es ist Sonntag, die Sonne lacht und wir haben einen freien Tag vor uns. Wohin könnte es heute gehen? Motorrad, Cabrio, Spotten am Flughafen, Curry-Wurst am Bigge-See, Schmiergenehmigung im Café Fahrtwind? Hm, keine leichte Entscheidung… Oder sollen wir einfach mal in den Zoo fahren? In den Zoo, da musste man doch als Kind immer zusammen mit den Eltern hin und das bei diesem Wetter? Na, warum eigentlich nicht, es könnte ein Vergleichstest Nikon D700 gegen Nikon D7000 werden!

Mit dem neuen 207cc geht es offen am Rhein entlang. Im Kofferraum ist noch Platz für zwei Fotorucksäcke, zwei erwachsene Stative und einen großen Beutel mit dem Nikon AF-S VR 4/200-400mm, das Monster unter meinen Teleobjektiven. Eigentlich wäre da sogar noch Platz für ein paar Wanderschuhe, aber heute ist ja Sonntag und wer will da schon in Wanderschuhen unterwegs sein!

Bei Heimbach-Weiß verlassen wir die B42 und folgen der Beschilderung. Am Zoo der Stadt Neuwied angekommen ist die Hölle los. Wir sind völlig überrascht, dass es noch so viele Leute gibt die einen sonnigen Tag mit ihren nörgelnden unzufriedenen Kids im Zoo verbringen. „Wann sind wir denn daaaahaaaa? Wie laaaaange müüüüssen wir denn noch???“ Wir ignorieren das und mischen uns mit den Stativen und langen Teleobjektiven unters Volk.

Bei den Vögeln gelingen mit der D700 bei ISO 800 und ISO 1600 einige gelungene Fotos. Bei offener Blende ganz nach an das Gitter heran und schon ist es praktisch unsichtbar.

Dann sind wir schon bei den Antilopen angekommen. Einige Tiere mit beeindruckender Nase gibt es auch noch…

Bei den Kängurus möchte ich ein paar Video-Aufnahmen machen und tausche die D700 gegen die kleinere D7000. So wird es den Rest des Tages dann auch bleiben. Die D7000 verstärkt den „Tele-Effekt“ zusätzlich und so ergibt sich beim Nikon 4/200-400 in Verbindung mit dem 1.7x Telekonverter und dem 1.5 Crop-Faktor ein beeindruckendes 400mm x 1.7 x 1.5 = 1020mm Teleobjektiv!

Die D7000 begeistert an diesem langen Teleobjektiv mit dem Full HD Video-Modus. Davon habe ich 30 Jahre lang geträumt! Aber auch die Fotos aus der D7000 können sich sehen lassen. Hier ein Beispiel bei  Blende 8 1/400 Sekunde und ISO-400 im RAW-Modus.

Bei den Dachsen angekommen, bin ich etwas oberhalb des kleinen Rackers und will nicht schon wieder die Kamera wechseln. Also mache ich schnell ein kleines Experiment: Wie wird sich das Nikon AF-S VR 16-85mm (DX) an der Nikon D700 (FX) schlagen?

Das Ergebnis ist ein wirklich schöne runde Vignettierung, fast wie mit meinen kleinen „Retro-Linsen“ – nur schärfer und kontrastreicher. Eigentlich gar kein schlechter Effekt!!

Aber seht selbst…

Das Ende des Tages verbringen wir in der famosen Brombeer-Schenke oberhalb des Rheintals.

Nikon P7100 – Nagelneu und schon kaputt

Auf dem Rückweg nehmen wir in ausgelassener Stimmung ein paar kleine Video-Sequenzen mit der nagelneuen Nikon P7100 im fahrenden Cabrio bei geöffnetem Dach auf. Später muss ich dann leider feststellen, dass die neue P7100 nun auch schon wieder defekt ist! Diesmal hat sich ein wirklich riesiger Staubpartikel hinterlistig in das Objektiv eingeschlichen und wirft nun auf absolut jedem Foto einen gewaltigen Schatten. Wie blöd ist das denn? Langsam wird mir klar, dass diese fummeligen kleinen Dinger nichts für mich sind. Mein famoses AF-S 2.8/17-55mm habe ich an der D2x oder der D300 schon mehrfach um die Erde geschleppt und es funktioniert trotz Regen, Schnee, Sandsturm und was weiß ich noch immer so perfekt wie am ersten Tag. Auch das AF-S VR 2.8/70-200 hat schon viel erlebt.  Es war zigmal auf Teneriffa, dreimal in den USA, in Norwegen und sonstwo unterwegs. Seit dem Sandsturm bei den Corral-Pink-Sanddunes knirscht es etwas, funktioniert aber trotzdem wirklich super gut.

Hätte ich mich auf all diesen Reisen auf eine fragile kleine Kamera wie die P7100 verlassen, ich wäre wahrscheinlich nicht glücklich geworden.

In den nächsten Wochen gibt es dann hier zu lesen welche Abenteuer ich bei der Reparatur der neuen P7100 erlebenh durfte.

Genug geklagt, heute ist schon Montag der 3. Oktober. Es ist der „Tag der  deutschen Einheit“ und wir schwingen uns jetzt auf unsere Motorräder und genießen das tolle Wetter. Um 15h gibt es eine Verabredung zum Eisbecher in Eitorf, na wenn das kein Ausgleich für die kaputte P7100 ist? Zum Fotografieren werde ich heute nur mein HTC Desire HD benutzen…