Parasiten – Sie sind in uns

Parasite Choi – Full Film from SR Premium on Vimeo.

Heute möchte ich Euch diesen wirklich famos gemachten Kurzfilm vorstellen. Die Effekte gefallen mir außerordentlich gut und dieser Film beweist einmal mehr, dass künftig so richtig abgefahrene Filmtricks nicht mehr einzig den großen Hollywood-Studios vorbehalten sein werden. Bereits heute lassen sich mit ganz normaler aktueller PC-Hardware Filmtricks erstellen die vor 10 Jahren noch vollkommen unmöglich gewesen wären. Ich denke, dass dies die Filmwelt der kommenden Jahre revolutionieren wird. Wir können uns drauf einstellen, dass uns in den nächsten Jahre ein Flut guter und weniger guter völlig neuartiger Video-Effekte erwartet.

Wenn damit den großen Filmstudios ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren geht, besinnen sie sich vielleicht wieder aus das „Wesentliche“ und produzieren künftig mehr wirklich gute Filme wie beispielsweise „The Artist“ 🙂

Hier habe ich noch ein sehr schönes Making of zum Film „Monsters“. Dieser Film sieht wirklich teuer aus, er war es aber nicht. Der Regisseur war unter anderem mit seinen beiden Schauspielern eine Weile in Südamerika unterwegs. Dort haben sie schöne Locations gesucht und „Filmschnipsel eingesammelt“ aus denen sie später die Story entwickelt haben. Eine völlig andere Vorgehensweise als es etablierte Studios tun würden. Während der Post-Production hat der Regisseur Gareth Edwards alle Trickeffekte des Films in einigen wenigen Tagen daheim an einem normalen PC erstellt.

Wer bereits heute einen Blick auf die Filmwelt von morgen werfen möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen und bei jedem Spezialeffekt daran denken, das dies keine Multimillionen-Dollar-Produktion ist!

Hier noch der Trailer zu Monsters…

MAX 6 – Ein neuer alter Synthesizer

Wer kennt sie nicht die riesigen modularen Synthesizer Systeme mit denen sich die echten Pioniere der elektronischen Musik herumschlagen mussten. Verpackt in einzelne Baugruppen gab es Tongeneratoren, Ferquenzteiler, Filter, Multiplexer, Niederfrequenz-Generatoren, Ring-Modulatoren und vieles mehr. Verbunden wurden all diese einzelnen Baugruppen mit Unmengen bunter Patchkabel. Der Kreativität der Elektroingenieure und Musiker waren in den „Pionierjahren“ der elektronischen Musik kaum Grenzen gesetzt. Doch dann kam der Yamaha DX7 auf den Markt und fast über Nacht wurde alles anders. Bands wie Depesche Mode nutzten dieses eigenwillig anders und neu klingende Instrument. Und im Laufe der Jahre erging es den analogen Synthesizern wie später den analogen Kameras – sie verkamen zum Nischenprodukt.

Mit dem Siegeszug der Techno-Welle gelang einigen alten analogen Drumcomputern und Bass-Synthesizern eine kurze Renaissance, aber auch diese ist heute längst Geschichte. Populäre Musik entsteht heute digital, doch selbst die digitalen Synthesizer haben eigentlich so gut wie ausgedient. War das Angebot einst riesig, so gibt es heute kaum noch Musiker die ihr Geld nicht lieber für einen schnellen Computer und eine gutes MIDI-Masterkeyboard ausgeben als für einen „richtigen“ Synthesizer.

Irgendwie passt es da gut ins Bild, dass es mit „MAX 6“ einen reinrassigen Software-Synthesizer gibt, der sich bezüglich der Programmierung aber die „guten alten Konzepte“ aus den Kindertagen der elektronischen Musik zunutze macht.

Aber seht selbst – wer Spaß daran hat kann sich sogar eine 30 Tage Demo installieren und sich damit einen Monat lang fühlen wie Edgar Froese, Peter Baumann, Christoph Franke, Johannes Schmoelling oder der „GodFather of Trance“ Klaus Schulze. Probiert es mal aus, es kostet nix und es macht echt Spaß damit einen Synthesizer quasi am Reißbrett zu entwerfen!

Und wer es noch nie gesehen hat – so wurde vor vielen Jahren elektronische Musik gemacht…

Während die analogen Step-Sequencer im Hintergrund monoton vor sich hin „getriggert“ haben wurden auf den drei Oszillatoren eines monophonen Mini-Moog eine Solo-Passage nach der anderen improvisiert. Aus heutiger Sicht klingt das komisch und sieht auch seltsam aus, aber damals war es durchaus revolutionär 🙂

Doch auch die Pioniere aus längst vergangenen Zeiten haben sich weiterentwickelt. Wenn sie heute eines ihrer seltenen Konzerte geben sieht das etwa so aus…

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Nikon D800 – Unabhängige Tests und Videos

Etwas überspitzt könnte man titeln „Die Nikon D800 nimmt langsam Fahrt auf!“ aber in der Tat sind die ersten Glücklichen die eine D800 ihr Eigen nennen dürfen durch die Bank weg sehr zufrieden mit dieser Kamera. Schaut man sich bei amazon.com um, so findet man (Stand heute den 21. Mai 2012) bereits 38 unabhängige Reviews die Kunden geschrieben haben. Davon sind 31 Reviews mit 5 Sternen versehen. Die übrigen 7 Reviews verteilen sich auf 1 bis 4 Sterne. Der Reviewer dem die D800 nur einen Stern wert war, hat sie meiner Meinung nach entweder gar nicht gehabt oder sie nicht in Ruhe ausprobiert. Stattdessen lobt er die Canon 5D Mark III über den grünen Klee. Hier zeigt sich wieder, dass auch unabhängige Test eigentlich niemals wirklich objektiv sein können. Niemand der lange Monate auf seine D800 gewartet hat und sein letztes Hemd für diese Kamera gegeben hat würde sie bei amazon oder anderswo schlecht bewerten, dessen bin ich mir recht sicher.

Nikon D800 Reviews auf www.amazon.com

Testberichte in Zeitungen bei denen Canon, Nikon und die restlichen „üblichen Verdächtigen“ allmonatlich für kräftige Umsätze durch Anzeigen sorgen würden eine solche Kamera auch nicht schlecht reden/schreiben. Dafür sind die Einnahmen durch ganzseitige Anzeigen auf den Innen- und Rückseiten der Magazine viel zu wertvoll.

Wer sich unabhängig und objektiv informieren möchte muss dies berücksichtigen und versuchen aus allen verfügbaren Informationen das herauszufiltern was für ihn persönlich wichtig ist und was ihm plausibel erscheint. Man muss also ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Bei aller Euphorie bleibt die D800 letztlich nur ein Fotoapparat der schon bald von der D4x in den Schatten gestellt werden könnte. Irgendwann wird es eine D900 geben und der ganze Hype wird sich wiederholen. Zeitschriften, Testberichte, YouTube-Videos und Artikel von BLOGgern wie mir werden dazu beitragen 🙂

Doch das liegt noch in weiter Ferne und derzeit können wir uns auf den aktuellen Hype konzertieren, die Welt ist manchmal so einfach!

Bei YouTube findet man einige recht gut gemachte Videos die einzelne Profis und Fotoamateure erstellt haben weil sie ihr neues Spielzeug lieben und sich auf das Feedback der Gemeinde freuen.

Einige Beispiele habe ich hier für Euch zusammen gestellt.

Der heise Verlag ist eigentlich eher bekannt für seine Publikationen wie c’t und iX aber inzwischen gibt es hier auch recht gute Testberichte und Beispielbilder. Hier findet Ihr einige ISO-Vergleichsbilder aus der D800.

Sucht man nach Informationen zur D800 darf der „Chuck Norris der Fotografie“ natürlich nicht fehlen. Ken Rockwell hat hier einen schönen Artikel zur D800 veröffentlicht.

Thom Hogan hat zur Nikon D800 seine ganz eigene Meinung 🙂

Und hier habe ich noch einen sehr schön gemachten Vergleich der beiden „ewigen Gegner“:

NI MASCHINE – Mixen mit der Maus

Heute habe ich wieder ein kleines Video zur NI MASCHINE für Euch. Dieses Produkt ist zweigeteilt und besteht neben der Software für Mac und PC aus einem ausgefuchsten Controller mit einmalig guten Drum-PADs. Wendet man den Blick vom Display seines Computers ab, so kann versteht man das Konzept. Der Hersteller Native Instruments hat sich hier viel Geld gespart. Statt einen komplexen eigenen Computer zu entwickeln, hat man einen Controller mit USB-Interface gebaut. Alles was dieses Ding braucht um eine Drum-Maschine zu sein übernimmt ein via USB 2.0 Interface angeschlossener Mac oder PC – kein schlechtes Konzept!

Eigentlich bedient man die Software mit dem Controller, aber sie läuft auch ohne den Controller und man kann sie in Teilen recht gut mit der Maus bedienen. So läßt sich schnell und einfach aus einzelnen kurzen Pattern und Scenes ein Mix erstellen der diese Komponenten in der Reihenfolge enthält die einem beim Mix gerade so in den Sinn kommt.

Hier ist mein Beispiel:

Will man auf dem Mac unter OS-X die Musik live aufzeichnen die man mit der MASCHINE live erstellt, so kann man dies bspw. mit dem Quicktime Player erledigen. Diese Software kann nicht nur Bildschirm-Sessions aufzeichnen (wie im Video oben gezeigt) sie kann auch separate Audio-Spuren aufzeichnen. Sehr praktisch wenn man ein wenig „Live“ experimentieren möchte. Auf meinem MacBook hat das allerdings zunächst einmal NICHT funktioniert!

Abhilfe schaffte die kostenlose Software „Soundflower“. Nach der Installation klappte es allerdings auch nicht auf Anhieb. Ich musste via Terminal einige Befehle eintippen und die Berechtigungen für die Soundflower-Erweiterungen korrigieren. Danach klappte es aber recht gut. Nur die Lautstärke der Aufzeichnungen hängt von der eingestellten Notebook-Lautstärke ab! Entweder ist der Audio-Pegel der Aufnahme viel zu leise oder es fliegen einem die Ohren weg. Hier muss man einen Mittelweg finden! Abhilfe kann hier ggfs. auch ein separater Kopfhörerverstärker schaffen. Oder man lötet sich einen kleinen Adapter mit zwei dicken Widerständen zusammen den man zwischen Kopfhörer und Audio-Ausgang schaltet. Die Wiederstände sollten dabei etwa 270 – 470 Ohm haben, die Leistung der Widerstände sollte bei etwa 1/8 Watt liegen. (Meine Schätzung!! Im Zweifel hilft hier nur „Ausprobieren“)

Nikon D3s – Professionelle Videos produzieren

Bevor sie in den Ramschkorb wandert und bei eBay für 700 Euro verhökert wird, möchte ich Euch noch schnell ein paar ausgesuchte Videos zur Nikon D3s vorstellen. Wer darüber nachdenkt bei wenig Licht ein umfangreiches Video zu produzieren das schöne Hintergrundunschärfe bei wenig ISO-Rauschen zeigt, der liegt auch heute noch mit einer billigen gebrauchten D3s gar nicht so sehr daneben.

Hier einige Beispiele die mit einer Nikon D3s produziert wurden.