Kritisch gesehen – Running Scared

Wer Filme von Quentin Tarantino mag und schon alles gesehen hat was des Oeuvre des Meisters zu bieten hat, der landet irgendwann auch bei  Running Scared. Ein atmosphärisch dichtes düsteres Gangsterepos. Ganz im Stile von Quentin Tarantino setzt auch dieser Film auf krasse Gewaltausbrüche gepaart mit ungewöhnlichen visuellen Effekten. Es gibt überzeugende Darsteller und eine eigentlich sehr einfache leicht nachvollziehbare Geschichte. In Deutschland hat der Streifen die FSK Freigabe 16 – für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Worum geht es eigentlich in diesem Film?

Fassen wir zusammen: Bei einem Drogendeal platzen drei maskierte Typen herein. Wie immer gibt es eine Schießerei mit viel Blut und vielen Toten. Leider sind auch Polizisten unter den Toten, einer hat bei der Schießerei dummer Weise auch noch seine Eier verloren. Eine auffällige Pistole muss ganz schnell verschwinden. Im Gegensatz zu Pulp Fiction überlebt jedoch der Typ auf der Rücksitzbank. Blöderweise landet die Pistole in den Händen eines 10 Jahre alten Jungen der damit seinen prügelnden russischen Stiefvater zu erschießen versucht. Wirklich blöd, denn die Ballistiker der Polizei könnten hier unschöne Zusammenhänge konstruieren. Also muss Paul Walker, der zweite coole Typ aus „The Fast and the Furious“, es irgendwie richten. Ja genau, Paul Wer? Kennt Ihr nicht? Es ist der der nicht Vin Diesel ist, dämmert jetzt was??

Ok, wenn es dämmert, dieser Paul Walker liefert hier ein durchaus gute Performance ab und auch die übrigen Darsteller sind in bester „Spiellaune“. Wer sich noch an Maynard, Zed und Hinkebein aus Pulp Fiction erinnert, der wird bei einer Kinderschänder-Sequenz ein Flashback haben. Und sich bei der „Auflösung“ dieser „Problemstellung“ auf die Schenkel klopfen.

Am Ende kommt alles wie es kommen muss, oder doch nicht? Eher „doch nicht“… Warum das? Bei allen Filmen gibt es Probevorführungen, so wurde damals bei „The Saint“ entschieden, dass Val Kilmer auf mysteriöse Art und Weise sein Ende mit der Geliebten in einem Wohnwagen einsam in den Bergen zu fristen soll, statt im kalten Moskau zu versterben. Dieser neue Schluss wurde damals produziert um dem Publikumsgeschmack „näher“ zu kommen.

Wer so etwas mag, der wird nach Running Scared einen zufriedenen letzten Schluck aus der Bierflasche nehmen und die letzten Erdnüsse in die Mundhöhle purzeln lassen. Ich habe mich jedenfalls verarscht gefühlt.

Aber mein Geschmack ist ja kein Evangelium und daher könnt Ihr Euch eine eigene Meinung bilden. Den Streifen gibt es aktuell bei amazon.de auf Blu-Ray ab 9,63 Euro. Die DVD ist für 6,99 Euro zu haben.

Hier habe ich noch einen weiteren Trailer für Euch, vielleicht versteht Ihr damit besser was ich meine 🙂

Indian Summer in Deutschland

Pünktlich zum Wochenstart habe ich ein neues Video für Euch! Eigentlich wollte ich über die Autobahn nach Mainz, aber dann war da wieder richtig viel los, so dass ich kurz vor Koblenz abgefahren bin. Ein paar Kilometer später war ich dann schon unten an der Mosel. Das Navigationssystem wollte mich immer zurück auf die A61 schleusen, aber ich habe es konsequent ignoriert. So bin ich dann im wunderschönen Cochem an der Mosel gelandet. Kurz darauf gibt es eine Brücke über die Mosel. Hinter der Brücke bin ich der Mosel noch ein paar Kilometer gefolgt und dann in ein schönes Tal abgebogen das ich schon oft mit dem Motorrad gefahren bin.

Meine kleine GoPro HD HERO 960 hatte ich auf dem Beifahrersitz liegen. Eigentlich hatte ich sie eingesteckt um in der kommenden Woche mal ein paar Aufnahmen mit meiner BMW K1200RS zu machen. An der Mosel war es dann so zauberhaft, dass ich die kleine GoPro ganz ohne Gehäuse usw. einfach mal eingeschaltet und ein wenig damit herum gespielt habe.

Mal habe ich sie aus dem Fenster gehalten, dann auf die Mittelkonsole gelegt, auf das Armaturenbrett, wie der aus dem Fenster, neben den Spiegel, eben alles was mir so eingefallen ist. Irgendwann bin ich versehentlich falsch abgebogen und wieder hin in Richtung Mosel gefahren. Die Straße ist krass und voller Spitzkehren. Also war ich nicht wirklich böse wegen dieses kleinen Versehens. Am Ende der Straße konnte ich dann anhalten und wenden. Bei diesem Stopp habe ich dann ein wenig im Kofferraum gekramt und tatsächlich in einer Tüte die Scheibenhalterung für diese kleine GoPro Kamera gefunden. Mit einem Taschentuch und ein wenig Spucke ließen sich dann sowohl der Kotflügel säubern als auch die GoPro sicher befestigen. Samt Kamera ging es dann mit Vollgas die Serpentinen wieder hinauf, was für ein Spaß.

Später habe ich die Kamera mal auf dem Glasdach montiert und den Rest des Weges bis zu einem McDonalds „Restaurant“ aus dieser Perspektive gefilmt. Das Wetter war kalt und frisch, aber dadurch war die Aussicht großartig und die Farben der Bäume ganz wunderbar. Noch eine Woche und der Herbst ist voll da!

Mein Tipp für das nächste Wochenende:

Schnappt Euch einen Polfilter und eine Kamera dazu und geht mal im Wald spazieren!

Das Video habe ich auf meinem 17″ MacBook Pro mit Final Cut Pro X geschnitten. Dieses Notebook hat schon eine i7-CPU und damit läuft der Videoschnitts sehr flüssig. Das macht Spaß!

Was gar keinen Spaß gemacht hat ist, dass beim Herausnehmen der Speicherkarte aus dem Kartenleser mein schöner Mac voll abgestürzt ist. Er hat kurz danach  neu gestartet, aber meine lokale iTunes Mediathek ist jetzt komplett zerstört und ich muss sie neu aufbauen. Das ist total ärgerlich, so dass ich meinem Frust eben bei Facebook erst einmal Luft machen musste. Apple bewirbt seine Produkte als wären sie das Beste seit dem Urknall und immer wieder gibt es Situationen in denen sich zeigt, dass auch dieser Konzern nur mit Wasser kocht. Da reden fesch gestylte hippe Verkäufer den Kunden diese MacBooks schön, aber haben selbst noch nie mit einem wirklich gut konfigurierten Windows 7 PC gearbeitet.

An Tagen wie diesem geht mir dieser fast religiöse Apple-Kult wieder einmal total auf die Nerven. Ok, die Dinger sehen gut aus, aber sie haben die gleichen Fehler und Schwachstellen wie die Produkte anderer Hersteller auch. Umso unglaublicher  mutet es da an, wie Millionen von „Apple-Jüngern“ genau diese Fehler tagtäglich zu ignorieren verstehen. Entweder sind sie blind, oder die Marketing-Gehirnwäsche hat bei ihnen funktioniert. 🙂

GoPro HD HERO

Wer sich selbst einmal an einem solchen Video versuchen möchte der könnte sich die neuere Version der GoPro kaufen. Dieses Video habe ich mit der inzwischen schon recht betagten HD HERO 960 in der Auflösung 720p aufgenommen. Dieses Modell hat einen sehr ausgeprägtes Weitwinkelobjektiv. Mit  der GoPro HD HERO 1080 sehen die Videos etwas weniger nach Fisheye aus. Die neueste Version dieser Kamera liefert bei wenig Licht sichtbar rauschärmere Bilder. Außerdem ist der Kontrastumfang des neuen Modells etwas höher, so dass helle Wolkenpartien weniger stark überstrahlt aussehen werden als in meinem Video.

Die GoPro HD HERO 2 gibt es bei amazon.de aktuell in der Motorsports-Edition ab 280,- Euro.

Filmmusik

Bevor ist es vergesse, in diesem Video habe ich erstmals Musik von www.monkeyecho.de verwendet. Wirklich cool und groovy ist das – Danke Stefan!!

Anas – Allein auf Weltreise – Teil V

Am Samstag habe ich wieder eine Postkarte meines Freundes Anastasios in meinem Briefkasten gefunden. Anastasios ist nun schon seit April 2012 ganz allein mit dem Ziel Australien zu sehen unterwegs. Aber statt einen Flug mit Zwischenstopp in Dubai zu buchen hat er einen „kleinen Umweg“ gewählt – Der Weg ist das Ziel! Gestartet ist mit einer Reise nach Moskau, dann ging es mit der Eisenbahn durch Sibirien nach China. Später dann Japan und viele andere Länder.

Die ersten vier Artikel zu den Etappen seiner Reise findet Ihr hier:

Hier nun seine aktuelle Ansichtskarte…

Anastaisos - Allein auf Weltreise - Phi Phi Island

Anastaisos - Allein auf Weltreise - Phi Phi Island

Werfen wir mal einen genauen Blick auf die Stationen seiner Reise:

  • 2012-05-18 bis 2012-05-24 Moskau
  • 2012-05-24 bis 2012-05-29 Transsib 1
  • 2012-05-29 bis 2012-05-31 Ulan Bator
  • 2012-05-31 bis 2012-06-01 Transsib 2
  • 2012-06-01 bis 2012-06-06 Peking
  • 2012-06-06 bis 2012-06-10 Tokio
  • 2012-06-10 bis 2012-06-12 Kyoto
  • 2012-06-12 bis 2012-06-13 Nara
  • 2012-06-13 bis 2012-06-15 Osaka
  • 2012-06-15 bis 2012-06-16 Nagano
  • 2012-06-16 bis 2012-06-17 Tokio
  • 2012-06-17 bis 2012-06-19 Seoul
  • 2012-06-19 bis 2012-06-21 Syncheon
  • 2012-06-20 Yeosu Expo 2012
  • 2012-06-21 bis 2012-06-26 Seoul
  • 2012-06-26 bis 2012-07-01 Hong Kong
  • 2012-06-28 Macau
  • 2012-07-01 bis 2012-07-05 Hanoi
  • 2012-07-05 bis 2012-07-07 Ha Long und Cat Ba
  • 2012-07-08 bis 2012-07-10 Hue
  • 2012-07-10 bis 2012-07-12 Hoi An
  • 2012-07-10 Easy Rider Tien
  • 2012-07-13 bis 2012-07-14 Nha Trang
  • 2012-07-14 bis 2012-07-15 Da Lat
  • 2012-07-15 bis 2012-07-17 Saigon
  • 2012-07-18 bis 2012-07-21 Phnom Penh
  • 2012-07-21 bis 2012-07-23 Battambang
  • 2012-07-23 bis 2012-07-27 Siam Reap und Angkor
  • 2012-07-27 bis 2012-07-30 Bangkok
  • 2012-07-28 G39 in Abwesenheit
  • 2012-07-31 bis 2012-08-04 Ko Tao
  • 2012-08-04 bis 2012-08-07 Ko Phagnan
  • 2012-08-07 bis 2012-08-09 Ko Samui
  • 2012-08-09 bis 2012-08-13 Patong
  • 2012-08-10 Visa Run Myanmar
  • 2012-08-12 Tauchen Racha Noi und Racha Ya
  • 2012-08-13 bis 2012-08-17 Koh Phi Phi
  • 2012-08-17 bis 2012-08-20 Ao Nang
  • 2012-08-20 bis 2012-08-24 Kuala Lumpur
  • 2012-08-24 bis 2012-08-29 Singapur
  • 2012-08-29 bis 2012-09-01 Jakarta
  • 2012-09-01 bis 2012-09-03 Yogyakarta
  • 2012-09-02 Borobudur und Prambanan
  • 2012-09-03 bis 2012-09-04 Gunung Bromo
  • 2012-09-04 bis 2012-09-05 Gunung Ijen
  • 2012-09-05 bis 2012-09-07 Kuta
  • 2012-09-07 bis 2012-09-10 Lovina
  • 2012-09-10 bis 2012-09-13 Gili Meno
  • 2012-09-13 bis 2012-09-18 Gili Trawangang
  • 2012-09-18 bis 2012-09-21 Gili Air
  • 2012-09-21 bis 2012-09-22 Senggigi
  • 2012-09-22 bis 2012-09-25 Nusa Lembongan
  • 2012-09-26 bis 2012-10-28 Perth
  • 2012-09-28 bis 2012-10-02 Testdrive Campervan
  • 2012-10-02 bis 2012-10-05 Perth

Das ist schon krass und man wird schon richtig neidisch wenn man nur allein die Stationen seiner Reise betrachtet.

Hier habe ich nun noch ein kleiner Auswahl seiner Fotos. Sie sind aus dem Handgelenk geschossen und er hat sie bei seinen Zwischenstopps in verschiedenen Internet-Cafés für uns bereitgestellt.

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Kritisch gesehen – The Cold Light of Day

Darauf hat sich die ganze Familie gefreut: Die Shaws sind aus den USA angereist, um einen gemeinsamen Segeltörn vor Spaniens Küste zu unternehmen. Doch was wie ein Traumurlaub beginnt, wird rasch zu einem lebensgefährlichen Alptraum, als Sohn Will (Henry Cavill) nach einem Landausflug auf die gemietete Segelyacht zurückkehrt und statt seiner Familie nur Blutspuren und Indizien für einen Kampf vorfindet. Außer sich vor Sorge bittet Will die örtliche Polizei um Hilfe, aber die scheint in die Vorfälle sogar verwickelt zu sein. Bevor sie auch Will in ihre Gewalt bringen kann, taucht wie aus dem Nichts dessen Vater Martin (Bruce Willis) auf und kommt ihm zur Hilfe. Ganz offensichtlich wurden die restlichen Familienmitglieder von Geheimagenten entführt, die es auf eine Aktentasche abgesehen haben, die sich im Besitz von Martin befindet. Das erfährt Will von einer mysteriösen CIA-Agentin (Sigourney Weaver), die sich als Kollegin seines Vaters ausgibt und ihm ihre Hilfe anbietet. Will traut ihr nicht, muss aber feststellen, dass sein Vater nicht nur wie er selbst als Unternehmensberater arbeitet, sondern eine Doppel-Existenz führt.

Hauptdarsteller Henry Cavill ist vielleicht dem einen oder anderen Fan der Serie „Die Tudors“ als Charles Brandon dem Freund und Berater von Heinrich VIII (Jonathan Rhys Meyers) in Erinnerung. Vielleicht habt Ihr ihn auch als „Theseus“ in „Krieg der Götter“ gesehen? Außerdem wird der im neuen Superman von Zack Snyder im nächsten Jahr auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Dieser Film ist kein außergewöhnliches Highlight aber aufgrund der wirklich guten Besetzung mit Action „Haudegen“ Bruce Willis und Nachwuchsstar Henry Cavill für einen gemütlichen Männerabend durchaus tauglich. Diesen soliden Action-Streifen gibt es bei amazon.de auf Blu-Ray aktuell ab 12,99 Euro.

Kritisch gesehen – Agent Hamilton

Heute möchte ich Euch einen ziemlich coolen Thriller aus Schweden vorstellen, der das Zeug zu einem nordischen James Bond hat und neben einer tollen Besetzung wirklich flott und rasant produziert ist. Ein echter Augenschmaus für jeden Fan anspruchsvoller Actionfilme mit einer Prise James Bond sozusagen.

Worum geht es in diesem Streifen?

Während eines Deals in einer der Wüsten Usbekistans greifen maskierte Soldaten ein Fahrzeug an, das mit geschmuggelten High-Tech-Raketen geladen und auf dem Weg zu einer geheimen Operation ist. Später wird ein schwedischer Ingenieur in Ägypten entführt. Das alles ruft einen der besten Agenten der schwedischen Regierung auf den Plan: Carl Hamilton (Mikael Persbrandt). Er wird damit beauftragt, die Entführung in Form eines Undercover-Einsatzes aufzuklären und stößt dabei nicht nur auf eine internationale Verschwörung, die im Zusammenhang mit den gestohlenen High-Tech-Raketen steht und in der höchste Regierungskreise verwickelt sind. Hamilton erhält von einer durch ihn befreiten Geisel Informationen zu einem terroristischen Anschlag in Schweden. Seine Loyalität wird auf eine harte Probe gestellt, als er entscheiden muss, auf welcher Seite er wirklich steht…

Auf diesem Plot entsteht ein spannender Thriller ohne große Schwächen. Er ist professionell produziert und unterscheidet sich sehr wohltuend vom Krimi-Einheitsbrei den man üblicherweise im Fernsehen zu sehen bekommt.

Der schwedische Hauptdarsteller Mikael Persbrandt bereitete sich für die Rolle des Carl Hamilton mit einem Training bei den American Navy Seals in San Diego vor. Dort erlernte er Techniken wie den Silent Takedown (leise Überwältigung) und Weapon Disarming (Entwaffnung). Außerdem wurde er zusätzlich von der SSG, der Schwedischen Elite Einheit, trainiert. Dieser Einsatz zahlt sich aus, der Film wirkt niemals unfreiwillig komisch, alle Kampfszenen sitzen auf den Punkt genau. Aufgrund einiger harter Szenen ist der Film übrigens erst für Zuschauer über 18 Jahren freigegeben!

Dieser Film ist mein „Tipp des Tages“. Bei amazon.de gibt es diesen Streifen aktuell auf Blu-Ray zum Preis von 14,99 Euro