Angekommen

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Der Flieger ist dann doch halbwegs pünktlich. Um 12h47 Ortsteil landen wir in Las Vegas. Es klappt alles reibungslos und als wir um 22h Ortszeit mitten im Death Valley im Furnace Creek Inn ins Bett fallen sind wir wirklich total erledigt…

Update vom 02.03.2011

Hier habe ich noch ein kleines Video der Landung am Flughafen in Las Vegas.

Abflugbereit

Die Nacht war unruhig und um 6h bin ich froh, dass ich endlich aufstehen darf. Um kurz vor 7h sind wir schon fertig, das Taxi (06131 910910) steht nach ein paar Minuten vor der Türe, super!

Ein Abflug am Sonntagmorgen ist überaus entspannt, besonders wenn man sich der schweren Koffer schon erledigt hat. Über leere Straßen geht es im ersten Morgenlicht zum Flughafen. Als wir um 7h25 dort eintreffen ist unser Gate noch nicht wirklich ausgeschildert. Also warten wir nach der Passkontrolle noch eine Weile. Während dessen fällt mir auf, dass ich zwar immer 8h20 gesagt bekommen habe und das auch wiederholt habe. In meinem Kopf hat sich aber 20 Minuten VOR 8h eingebürgert nicht NACHT 8h. Wir sind also viel zu früh!!

Als das Gate C6 endlich auf der Anzeigetafel bekannt gegeben wird geht es zur Sicherheitskontrolle. Dort ist die Hölle los, eine wirklich lange Schlange, kreischende Kleinkinder, es ist wie im Film. Wo wir schon wieder beim Thema wären – FILM – in meinem Rucksack stecken 12 Dosen Kleinbildfilm. 6x Fuji Velvia 50 und 6x Kodak Ektar 100. Mir ist nicht klar ob sie bei einer der letzten Reisen mit dabei waren und ich weiß auch nicht, ob sie schon mal in einer dieser Röntgenanlagen waren. Filme kumulieren die absorbierte Röntgenstrahlung. Ein oder zwei mal ist es in der Regel kein Problem, aber wenn sie immer wieder durchleuchtet werden sind sie irgendwann einfach hin!

Auf der linken Seite des Sicherheitschecks ist eine Tür zum Raum mit dem Feinstaubscanner. Ich stelle mich also links an und bitte die nette junge Dame ganz ganz höflich, ob sie einen ihrer Kollegen bitten könnte meine Filme manuell zu prüfen. Die Filme habe ich aus den Kartons heraus geholt. Sie stecken nun in den halb transparenten Plastikdosen. Alles zusammen in einer dieser Melitta-Gefrierbeutel mit dem praktischen ZIP-Verschluss. Der Chef der netten Dame kommt, schnappt sich meine Tüte und hat volles Verständnis. Die Filmdosen werden genau beäugt und es wird eine kleiner Feinstaubabstrich gemacht. Der Feinstaubscanner gibt Entwarnung. Als mein schwerer Fotorucksack aus dem Röntgengerät kommt muss ich ihn öffnen, es wird noch eine Feinstaubprobe genommen. Hier ist alles ganz ganz sicher!!

Nach der Sciherheitskontrolle kommen wir in einen isolierten Wartebereich, nun gibt es kein vor und kein zurück. Keinen weiteren Kontakt zur Außenwelt und keine Möglichkeit etwas mit anderen als den Fluggästen auszutauschen. Sicherer geht es meiner Meinung nach gar nicht 🙂

Kaum sind wir dort angekommen, vermisst Sandra ihre Brille. Ein Adrenalinschub befördert sie mit WARP-Geschwindigkeit zurück zur Sicherheitskontrolle. Die Brille ist irgendwie herunter gefallen und sie ist wirklich froh, dass sie noch heil ist! Wir haben Hunger, es gibt ein Regal mit ein paar Süßigkeiten und Softdrinks. Sandra kauft einen Hanuta und eine Cola – das tut gut.

Um 9h10 ist noch keine Bewegung in Sicht, in 20 Minuten sollen wir starten. Ob Sandras Prognose aufgeht, dass das nicht zu schaffen ist? Mir soll es egal sein, solange wir heil in Las Vegas ankommen und so habe ich Zeit noch etwas für meinen BLOG zu schreiben.

 

Die letzte Nacht in Deutschland

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Um 16h ist der Koffer gepackt. Die neue Waage war gut und wichtig, beim ersten Versuch hatte der Koffer satte 27,9 Kg – viel zu viel. Also raus mit ein paar T- Shirts und Unternehmen. Ein paar Akkus wandern in der Fotorucksack, nach drei Versuchen stehen 23,4 Kilo auf dem Display, das wird klappen.

Der Weg nach Mainz ist problemlos, das Auto findet seinen Weg fast von ganz allein. Unterwegs fällt mir noch ein, dass ich vergessen habe den Kaffeeautomaten zu säubern, es sind noch Kaffeereste in der Auffangschale und Wasser ist auch noch drin. Egal, ich mach sie im April gründlich sauber.

Dann habe ich noch vergessen die Reservierungsunterlagen für den Mietwagen auszudrucken, aber Herr Schreeb kann mir helfen.

Dann trudelt auch Sandra schon ein. Eine Stunde später sind wir schon beim Check-in am Frankfurter Flughafen, alles läuft nach Plan.

Danach dann zurück nach Mainz in die Riverside-Bar. Es wird ein schöner Abend und um 22h sind wir schon fast im Bett.

Kurz bloggen mit den schönen neuen HTC, das klappt alles ganz vorzüglich. Morgen geht der Wecker um 6h, dann ab zum Flughafen und los nach Las Vegas.

Kampf dem Chaos II

Auch wenn die Schlacht verloren scheint, es gibt Lichtblicke! So auch heute in den späten Morgenstunden… Es ist schon witzig, da liege ich im Bett und träume von der letzten USA-Reise. Im Gegensatz zu „Inception“ sind meine Träume „eindimensional“ – es läuft also nichts in Zeitlupe ab – ich wurde ja auch nicht von Leonardo di Caprio „traumatisiert – egal – ich träume vom Einkauf beim „Walmart“ in Page. Ich träume von der neuen Notebooktasche – ich träume von der alten Notebooktasche und ich träume davon, wie ich sie kurz vor dem Rückflug im Mai 2010 zu meiner „Techniktasche“ umfunktioniert habe. Als ich wach werde ist der Traum nohc irgendwie präsent – so wie bei „Inception“. Die Augen sind noch ein wenig verklebt und der Hals ist von der lauten Schnarcherei ganz trocken. Während ich versuche wach zu werden wandert mein Blick links am Bett entlang hinüber zum Sideboard. Links daneben steht sie, die alte Notebooktasche. Gefühlte 120 Sekunden später durchzuckt es meinen Körper, noch ein wenig schlaftrunken springe ich aus dem Bett, greife mir das Ding, lege auf das „Fußende“, öffne den Reißverschluss und traue meinen Augen nicht. Da ist er, der Autoscheibenhalter für mein Garmin Colorado 300 – da ist er ja!!!

Hm, warum hatte ich diesen Traum nicht ein Woche eher? Ich hätte 39 Euro gespart!! Nun habe ich drei Ladekabel und zwei Autoscheibenhalter für EIN GPS – was soll da noch schiefgehen? Etwas später beim Telefonat mit Sandra überblickt sie die Situation blitzartig – weibliche Intuition – jetzt wo ein Halter übrig ist passt der doch sicher auch ganz prima an ihr Colorado 300 – so ergibt in dieser schönen Welt doch immer wieder alles einen Sinn 🙂

Gegen 10h bin ich dann halbwegs klar, es gibt ein kleines Frühstück im Bett, dazu einen letzten Kaffee aus eigener Herstellung. Ich schalte mal den Fernseher ein – einmal im Jahr kann man das mal für 90 Minuten ertragen. Es läuft die Lokalzeit bei West 3 – es gibt neues aus Bonn. Das halbfertige Kongresszentrum, das mir nach meinem „Rückzug“ im Juni 2009 irgendwann mal beim Blick aus dem  Schlafzimmerfenster aufgefallen ist, soll nach dem Willen der Grünen zwangsversteigert werden. Hier ist was los! Erst fallen sie alle Reihenweise auf einen obskuren „Investor“ herein, der setzt sich dann mit der Kohle ab und als die Baustelle halb fertig ist steckt der Staatsanwalt die halbe Baufirma in den Knast. Klar, dass die Stadt Bonn als Bürge eingetreten ist und dann jahrelang nicht weiß wie sie aus dieser Nummer wieder herauskommen soll. Aber davon habe ich keine Ahnung, das ist Lokalpolitik. Und  der einzige Bonner Politiker den ich kenne ist ja jetzt meist in Berlin…

Ich greife zur Fernbedienung und switche mal durch Fernsehkanäle. Plötzlich bin ich bei „Switch“ auf Pro 7. Gar nicht schlecht wie sie hier den Stoiber, den Jauch, den RTL und andere Skurrilitäten durch den Kakao ziehen. Irgendwann frage ich mich jedoch, ist das jetzt noch „Switch“ oder schon die Werbepause? Es könnte auch eine Realsatire sein – ich bin verwirrt und schalte den Krams einfach ab.

Zwischendurch macht mir meine Mama am Telefon noch ein wenig Mut. Sie will genau wissen mit welcher Airline wir fliegen und wann genau wir wo starten. „Damit ich bei einem Absturz weiß ob Ihr dabei wart“ Aber so sind Mütter eben – man kann 46 Jahre alt sein, man bleibt doch immer das Kind seiner Eltern 🙂 Als ich erwähne, dass wir in Reihe 6 sitzen, bekomme ich erklärt, dass die Passagiere die ganz vorn sitzen bei einem Unglück immer zuerst sterben.

Nach diesem mentalen Aufbauprogramm brauche ich erst einmal einen zweiten Kaffee. Während die Kaffeemaschine brummt räume ich ein wenig die Küche auf. Als das Mahlwerk ein zweites mal läuft werde ich „ziemlich stutzig“ – ein Blick nach hinten offenbart das Ausmaß meiner Unachtsamkeit. Die Maschine ist noch im „Doppelmodus“ – überall läuft der Kaffe herunter, was für eine Sauerei. Als alles wieder sauber ist, hat sich der Kaffee soweit abgekühlt, dass man ihn mit gutem Gewissen in den Ausguss gießen kann…

Während die „Ersatztasse“ gebrüht wird behalte ich den Vorgang im Auge…

Um kurz nach 12 wird ganz kurz was für das BLOG geschrieben und dann geht es unter die Dusche und mit voller Kraft an das Packen des Koffers. Sechs Wochen wird es dauern bis ich das nächste Mal in diesem Bett schlafen werde. Was für ein Vagabundenleben 🙂

Kampf dem Chaos

Am 16 Juni 2009 bin ich wieder zurück in meine Wohnung gezogen. Auch eineinhalb Jahre danach sind noch nicht alle Umzugskartons ausgepackt. Warum? Weil ich fast immer nur unterwegs bin…

Dementsprechend ist es schwierig oder gar nicht möglich die Dinge wieder zu finden die 2009 und 2010 mit in den USA waren. Es ist das blanke Grauen, im letzten Jahr habe ich erst in den USA festgestellt, dass ich das falsche Kabel für mein GPS eingepackt hatte. Damals ließ sich das Problem durch eine Bestellung bei amazon.com mit Lieferung zum Motel in Page lösen.

Diesmal finde ich die Autoscheibenhalterung einfach nicht wieder. Wo ist das blöde Ding denn nur… Nach tagelangem Rätselraten dann eine Bestellung bei amazon.de mit Expresslieferung.

Beim Auspacken muss ich an die vielen total überflüssigen YouTube-Videos denken. Sie heißen irgendwas mit „Unboxing the new iPhone“ oder so ähnlich. Sehen tut man in der Regel nichts Spektakuläres. Da wird einfach irgendetwas kurz nach der Lieferung durch den Paketboten ausgepackt, das kann ich auch 🙂

Während die Waschmaschine nebenan die blaue Goretex-Jacke samt Innenfutter wäscht, versuche ich mich an der Autoscheibenhalterung für mein Garmin Colorado 300…

Als es entlich ausgepackt ist, schleudert die Waschmaschine die letzten Umdrehungen. Die neue Nikon P7000 ist noch „warm“ also schnell ein „Bullaugenvideo filmen 🙂

Danach geht es an die Vorbereitungen  zum Kofferpacken. Der neue Koffer ist super, aber das leichte Carbonstativ passt samt Kugelkopf aber auch hier nur quer hinein – so ein MIST!! Also versuche ich den Kugelkopf abzuschrauben, was natürlich nicht funktioniert. Das Ding sitzt sowas von bombenfest, man kann auch nirgendwie anfassen. Dann fallen mit die drei Madenschrauben mit Innensechskant auf. „Habe ich die angezogen??“ Ich weiß es nicht mehr. Aber einen passenden Inbusschlüssel habe ich auch nicht parat. Also fummle ich mit dem was mit in die Finger kommt dran herum bis die drei Schrauben fast herausfallen. Aber nichts rührt sich, ahh…

Irgendwann gebe ich einfach auf, ich nehme die Mittelsäule aus dem Stativ heraus und lege sie einfach nebeneinander in den Koffer. Das geht auch. Das Stativ werde ich morgen mit Socken und anderen Kleinigkeiten auspolstern, dann sollte da nichts schief gehen. Mal sehen welche Steine ich noch aus dem Weg räumen muss 🙂

Update um 18h50

Der Zigarettenqualm im Hausflur hat es den ganzen Tag angedeutet, die Maler sind noch da! Als ich den Müll weg bringen will ist der Hausflur nicht nur frisch gestrichen, sondern auch tip top aufgeräumt!

Also schnell die Eignung der neuen Nikon P7000 für die Archtekturfotografie unter Beweisstellen – auch wenn es keine schöne Architektur ist. Um es kurz zu machen, wähle ich das Motivprogramm „Museum“ und knipse mal das Treppenhaus. Einen Augenblick später am Rechenr sieht das Ergebnis ein wenig „bauchig“ aus. Aber diese Verzeichnung ist für Weitwinkelobjektive durchaus typisch. Bei der P7000 läßt sie sich wirklich einfach korrigieren.

Hier ist das Ergebnis – freihändig geknipst!

Juchu. ich habe meine Schweizer Messer wiedergefunden 🙂 Beim Durchsuchen des Kühlschranks kommt eine Filmdose nach der Anderen zum Vorschein. Eigentlich sollte ich noch eine traditionelle Kamera mitnehmen. 2009 habe ich sogar die dicke Nikon F5 und die F100 überall hin mitgesschleppt. Das will ich mir nicht mehr antun, zumal 2009 etwa 75% der Dias im Labor schwer beschädigt wurden. Die meisten Dias sind krass verschrammt! Dieses Mal passiert das hoffentlich nicht wieder! Welches analoge Gehäuse darf also mit? Die F75 fällt mir ins Auge, sie ist klein und leicht. Später im Diaprojektor kann man des den Dias nicht mehr ansehen was die Kamera wog die sie gemacht hat!

Also versuche ich die F75 zu beleben. Aber ich habe sie lange nicht benutzt und alle Batterien sind irgendwie leer. Ich finde ein Kombination in der sie noch etwas tut. Aber dann blinkt ständig „Err“ im Display. Morgen noch neue Batterien kaufen? Egal, ich versuche meine F80. Die braucht zwei etwas größere Lithium-Batterien. Was sich diesbezüglich im Kühlschrank findet ist auch nichts mehr wert. Auch hier gibt es unter 8 Batterien noch eine Kombination mit der die F80 einen letzten Spiegelschlag erzeugt. Dann blinkt auch hier ständig „Err“ im Display. Ob sie vielleicht einen Defekt hat?? Ich krame im nächsten Schrank und es kommt noch eine F80 ans Tageslicht. Sie hat ein Champangerfarbenes Gehäuse und sieht eigentlich irgendwie komisch aus. Aber egal, sie hat einen Batteriegriff! In selbigem finden sich noch vier Mingon-Zellen. Aber die sind auch leer.

Also vier Akkus aus dem Ladegerät hinein. Die haben aber nur 1.2 statt 1.5 Volt und es blinkt wieder nur „Err“ im Diasplay. Langsam werde ich ungehalten… Ich krame weiter und finde einen 8er Satz Mignonzellen die ich irgendwann im ALDI eingepackt habe. Also rein damit, einschalten, nun sagt sie gar nichts mehr. Ohje… Wieder raus damit, aha, eine Batterie ist falsch herum! Danach klappt alles, die F80 lebt!! Eigentlich könnte damit auch die schwarze F80 zu beleben sein. Ich versuche es mal und habe Erfolg. So kan nich sie mitnehmen, im vergleich zur F75 hat sie den deutlich größeren Sucher und liegt dank des Batteriegriffes viel besser in der Hand. Irgendwie muss man den Koffer ja voll bekommen 🙂

Und schnell noch ein Testbild mit der P7000 gemacht. Diesmal mit einem Nikon SB-900 Blitzlicht. Die Weitwinkelstreuscheibe ist ausgeklappt und der kleine weiße Reflektor ist ausgezogen. Der Reflektor selbst ist recht weit nach oben gekippt und blitzt unter die weiße Decke. Am SB-900 ist „TTL“ eingestellt, die Belichtungsmessung erfolgt also durch das Objektiv der P7000 (Thru-The-Lens) – Der erste Schuß sitzt sofort. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner neuen kleinen Knipse!!