Ein Männertraum

Eigentlich hatte ich mir für den Abend so allerhand vorgenommen. Ich wollte einen Artikel für meinen BLOG schreiben, die letzten Videos schneiden die ich mit der neuen GoPro Kamera aufgenommen habe und und und… Doch dann kommt alles ganz anders! Zu fortgeschrittener abendlicher Stunde nagt der Hunger an der Physiognomie. Die Kollegen haben auch Hunger und zu trinken haben sie auch nichts mehr. Am Montag habe ich früh morgens gekniffen und bin statt mit dem Motorrad nach langer Zeit mal wieder mit dem Auto zur Arbeit nach Mainz gefahren. Ich bin also motorisiert und könnte doch mal etwas einkaufen! Die Kollegen wünschen sich ein paar Liter frisches Wasser, ich könnte mal schnell zum REWE fahren und ein wenig einkaufen. Danach wollen wir uns treffen und gemeinsam einen Spanier gegenüber des Mainzer Hauptbahnhofs ausprobieren. Also auf zum REWE.

Es gibt Wasser, Schokolade, Rotwein, Süßigkeiten und dann stehe ich vor einer Kiste Bier. Das wäre doch mal was! Eine ganze Kiste Bier. Einfach mal nicht das teure Sixpack an der Tankstelle kaufen sondern gleich 20 Flaschen in den Kühlschrank legen. Das hält dann eine Weile und wenn mich abends mal die Kollegen in meiner „kleinen Werkswohnung“ besuchen, müssen sie mich nicht mit verdorrten Kehlen wieder verlassen.

Nach dem Einkauf werden die Kollegen vor dem Büro eingesammelt und es geht zum Spanier – super ist es da! Ein Geheimtipp, das werden wir sicher bald wiederholen!

Als Kollege Tobias und ich wieder „daheim“ sind wird schnell das Auto leer geräumt und das Bier kaltgestellt. Nun habe ich heute meine 1112-te Übernachtung hier in Mainz und noch nie war mein kleiner „Projektkühlschrank“ so wunderbar männermäßig gefüllt. Bier, Ramazotti, Jägermeister und ein Fuji Velvia 50 – na wenn das kein Männertraum ist 🙂

Das erste Bier ist noch lauwarm – so richtig schmecken tut es nicht… Aber morgen könnte ich ein wirklich kaltes Bier trinken, aber da hat einer der Kollegen zum Ausstand eingeladen. Die „Besprechungsanfrage“ kam via Outlook und der Termin geht bis 3:00 am nächsten Morgen – das ist ein Ansage! So wird das Bier bis Montag Zeit haben eine angenehm kalte Temperatur zu erreichen!

Danny Glover würde dazu sagen „Ich bin zu alt für diese Scheiße“ – ich sage eher „Bis 3:00 am morgen, das schaffe ich ganz bestimmt nicht“ 🙂 Mal sehen, aber ich werde wohl um 24h im Bett liegen, in ein paar Jahren werde ich ja schon 50!! Oh je, bin ich doch zu alt für diese Sch….?

Egal, wir werden es sehen und ich werde berichten – gute Nacht 🙂

Nikon Showtime

Das Wochenende ist schon wieder vorbei und die ersten Gehversuche mit einem 3D Video waren frustrierend. Daher gibt es meine kleine Nikon Show nun im 2D Format. Mal schauen wie der nächste Versuch wird 🙂

 

 

 

Die GoPro HD HERO 1080 ist da

Kurz vor 12h geht die Klingel, ein Bote von DPD ist an der Tür und bringt mir ein Päckchen. Als ich es auspacke finde ich ein LCD-BacPac für die neue GoPro HD HERO 1080 die leider noch nicht da ist. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass diese Kamera vielleicht auch heute noch eintrudelt. Und siehe da, kaum eine Stunde später ist das dann auch der Bote von DHL an der Türe und hat die Kamera dabei. Das schreit jetzt nach einem „Unboxing“. Bei YouTube packen ständig irgendwelche Typen etwas aus und tausende YouTuber schauen begeistert zu – das sollte ich vielleicht auch mal machen 🙂

Als alles ausgepackt ist versuche ich die neue Kamera zusammen mit dem LCD-BacPac einzuschalten, aber es passiert nichts – absolut gar nichts! Ist das was kaputt? Schlechte Qualitätssicherung in China?? Mist, oder habe ich was falsch gemacht? Ich versuche es noch ein paar Mal, aber die Kamera bleibt tot. Hm, was tun? Ich frage mal bei Google nach und siehe da, die nagelneue Kamera braucht erst einmal ein Firmware-Update!! Wie sollte das auch anders sein. Hat irgendjemand von Euch schon mal einen Kaffeeautomaten sofort in Betrieb nehmen können ohne zunächst eine neue Firmware einzuspielen??

Die Prozedur ist aber ganz einfach und wird auf der GoPro-Webseite mit einem kleinen netten Video erklärt. Die Firmware ist eine 8,2MB große Datei. Für den Download muss man nur einen Namen und eine E-Mail-Adresse angeben. Dann wird die Firmware in den „Root“ einer SD-Karte kopiert. Entweder via Card-Reader oder man steckt die Karte direkt in die Kamera und verbindet sie via USB-Kabel mit dem Computer. Dann taucht die SD-Karte als Wechselmedium auf und man kann die Firmware entsprechend kopieren.

Hier ist das Video zum Firmware-Update:

 

Ist doch alles ganz einfach, oder? Danach klappt es dann auch mit dem Nachbarn!

 

 

Zeitraffer mit GoPro HD HERO 960

Es ist Freitag, die Wohnung ist nun ein wenig aufgeräumt und gesaugt habe auch schon. Während das kleine MacBook im Hintergrund meinen neuen „Fahrfilm – Rüdesheim nach Bonn“ bei YouTube hoch zu laden versucht, schaue ich mir mein „Werk“ mal an. Die Zeitraffersequenz am Ende ist mir irgendwie zu langsam. Also lege ich ein neues Projekt an und ziehe nur die zweistündige „Wolkensequenz“ hinein. Mit iMovie kann ich das um den Faktor 20 beschleunigen. Ohne weitere Änderungen mache ich einen Export auf die Festplatte und verwendet den Quicktime-Exportfilter. Bei der Kompression wähle ich die höchste Qualität, den Ton schalte ich ab, da gibt es eh nichts zu hören. Nach etwa 30 Minuten ist der Export abgeschlossen.

Nun importiere ich den um 2000% beschleunigte  Filmschnipsel. Schnell einen Titel und den üblichen Abspann einfügen und das Tempo erneut um den Faktor 5 beschleunigen. Nun ziehen die Wolken so richtig dramatisch schnell über die Bonner Museumsmeile. Leider hat die kleine GoPro Kamera mit der ich das Video aufgenommen habe ein krasses Weitwinkelobjektiv mit 170° Blickwinkel. Es sind sogar noch die Ränder des Fensterrahmens zu sehen und der Horizont ist krumm wie eine Wurst. Je dunkler es wird um so höher hat die Kamera den ISO-Wert geschraubt und parallel die Rauschunterdrückung hochgefahren. Zum Ende hin ist der Film dadurch ziemlich unscharf. Aber egal, es ist ja nur ein Experiment!  Mit iMovie kann man sehr leicht einen Ausschnitt wählen der den Fensterrahmen nicht enthält. Durch den Beschnitt reduziert sich die ohnehin geringe Auflösung leider nochmals um ca. 50%!!

Schnell noch eine passende musikalische Untermalung aus dem iMovie-Archiv heraussuchen und dann ab nach YouTube. Beim Upload wähle ich eine kleine 380p, mehr würde keinen Sinn machen, da einfach nicht mehr an Informationen „drin“ sind.

Der Upload läuft parallel zum riesigen „Fahrfilm“. Über mein 6 MBit/s „Hausfrauen-DSL“ ist der winzige Filmschnipsel nach etwa 30 Minuten schon online – wer hätte das gedacht 🙂

Und hier ist es nun, mein neues Experiment:

 

Und pünktlich zu Kaffee und Kuchen ist dann auch das Monstervideo online – der Soundtrack stammt übrigens von Dredge!

UPDATE: Und genau dieser Soundtrack scheint das Problem zu sein! Obwohl die Musik in mono, leiser und 4% schneller unterlegt ist wird sie vom YouTube Content-Filter als BMG-Content erkannt. Daher ist das Video weltweit sichtbar, nur nicht in Deutschland. Ich habe jetzt mal via Audio-Swap irgendeinen belanglosen Title aus der Rubrik „Easy Listening“ unterlegt – Dancing with desire – heißt der Song. Mal sehen wie lange die YouTube Server-Farm brauchen wird um das riesige Video einmal durch den Fleischwolf zu drehen…

 

 

Eine neue Woche in Mainz

Update am 12.08.2011:

Hier habe ich noch eine Version mit GEMA-freier Musik. Die sollte man sich hoffentlich auch in Deutschland ohne Probleme anschauen können 🙂

 

Als mein Telefon klingelt ist es 5h morgens, es ist mein privater Weckruf und es ist schön am Morgen Sandras vertraute Stimme zu hören. Kurz drauf stehe ich unter der Dusche, dann schnell anziehen und das Motorrad satteln. Heute darf mal der Tankrucksack mit den ich noch nie benutzt habe, Kollege Hauke möchte ihn sich mal anschauen. Der Rucksack ist ganz praktisch, hätte ich gar nicht gedacht! Es passt sogar die Nikon D7000 hinein, endlich kann ich mal einen Fotoapparat auf dem Motorrad mitnehmen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – cool!

Als es losgeht ist es noch vor 6h – es ist Sommer und doch recht kalt – das Thermometer zeigt gerade einmal 15,5°C – ich trage nur eine Lederkombi und oben herum auch nur ein T-Shirt – nicht wirklich klug – damit hätte ich nicht gerechnet. Bei Bad Breisig fällt mir dann auf, dass die kleine GoPro Kamera wieder einmal im Fotomodus war und ich bei meiner Abfahrt nur ein Bild geknipst habe statt die Aufnahme zu starten. Aber das wird jetzt nach geholt. Kaum habe ich den Seitenstreifen verlassen kommt von hinten ein Typ in einem Porsche, Lichthupe, dicht auffahren, ganz plötzlich steht Pimmelfechten auf dem Programm. Also kurz den Gashahn aufreißen, 2. Gang, 3. Gang, wenige Sekunden vergehen und vom schweineteuren Porsche sind im Rückspiegel nur noch zwei kleine Lichter übrig. Aber da heißt es dann auch schon wieder vom Gas zu gehen. Erstens darf man hier noch gar nicht so schnell fahren und zweitens ist da auch ein Bus der die freie Sicht versperrt. Der Typ im Porsche hat es kapiert, da fährt keine voll bepackte 125er vor ihm, er hält Abstand und kurz drauf ist er dann auch hinter den überholten Autos verschwunden. 2KG/PS sind kein schlechtes Verhältnis 🙂

Es geht über die B9 nach Mainz, das Wetter ist nicht so schön wie erwartet. Statt des erhofften grandios eingefärbten Morgenhimmels gibt es nur Nebel im Rheintal. Aber kurz nach Bingen klart es dann auf. In Mainz steuere ich kurz mein Appartement an. Schnell umziehen und dann ab ins Büro, die Arbeit wartet.

Später kopiere ich die Video-Dateien auf meinen Mac Mini. Der Import der Dateien soll mehrere Stunden dauern, da bleibt Zeit für einen Besuch auf der Kirmes gleich nebenan. Als ich zurück bin ist immer noch nicht alles konvertiert, was für eine Datensintflut…

Bis das Video geschnitten, exportiert und bei YouTube hochgeladen ist werden mehrere Tage vergehen!

Am Donnerstag starte ich um kurz nach 7h den Upload. Das Video läuft knapp 28 Minuten und ist etwa 1,8GB groß – wow… Am Abend ist es dann geschafft, das Video ist online – aber in einigen Ländern wegen der unterlegten Musik von Joe Satriani gesperrt. Also schnell das Einspruchsformular ausfüllen, die Songs sind krass zusammen gedampft und die Lautstärke ist reduziert, das wird sich wohl niemand heraus kopieren und auf eine CD brennen wollen.

Schnell noch diesen kurzen Artikel schreiben und dann geht es auch schon wieder zurück nach Bonn. Draußen scheint die Sonne, die Batterie der kleinen GoPro ist frisch geladen und ich überlege welchen Weg ich fahren und filmen soll. Na, schauen wir einfach mal…

Los geht’s – bis später 🙂