Tausche BMW F800r gegen K1200r

Am späten Nachmittag rufe ich kurz beim Motorradhaus Senger an, sicher ist sicher. Mein weißes „Mädchenmotorrad“ ist abholbereit. Schnell runter in die Tiefgarage und rauf auf mein Leihmotorrad. Irgendwie sieht sie voll gut aus, da muss man doch noch schnell mit der Nikon AW-100 ein paar Fotos machen…

Zu einem meiner Artikel zur Nikon AW-100 hat jemand einen Kommentar geschrieben, dass die Qualität der Bilder die er mit dieser Kamera macht schlecht sei. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ok, man darf sich die 16.000.000 Bildpunkte nicht mit der Lupe im 100% Modus anschauen. Verkleinert man diese Bilder auf ein „sinnvolles“ Maß, so sehen sie meiner Meinung nach ganz ok aus.

Ok, wenngleich der Kilometerzähler erst bei 18.000 KM steht, wurde doch die 20.000er Inspektion erledigt. Diverse Öle mussten gewechselt werden und auch hier wurde der neue „Überspringschutz“, für die Steuerkette welche die Nockenwellen antreibt, eingebaut. Dieser Teil der Reparatur schlägt inkl. Mwst. mit etwa 60 Euro zu Buche. Da meine Sandra meist hübsch piano fährt, sind beide Reifen noch in Höchstform, was sich auch gleich positiv in den Gesamtkosten niederschlägt. Die 30.000er Inspektion meiner blauen K1200 hat in der letzten Woche inkl. TÜV und Reifen 1145,- Euro gekostet. Heute sind es „nur“ 345,- Euro. Ist immer noch ne Menge Geld, aber verglichen mit der letzten Woche ist es moderat und mir stockt nicht gleich der Atem.

Ein zaghaftes Drehen am Gasgriff zahlt sich also doppelt aus, man (oder auch Frau) fährt sicherer und die Verschleißteile halten länger.

Als ich die schwarz-gelbe F800r beim Motorradhaus abstelle, steht da ein Kundenmotorrad mit einer echt heißen Auspuffanlage. Leider kann mir niemand sagen was es für eine Anlage ist. Vielleicht kommt sie aus Italien und wahrscheinlich hat sie nicht einmal einen Katalysator. Aber scharf sieht sie aus, wirklich messerscharf… Also schnell ein paar Foto mit meiner neuen ständige Begleiterin der Nikon AW-100 machen…

Dagegen wirkt der Auspuff an meiner weißen K1200r Sport wie ein zu groß geratene Thermoskanne, oder?

Auf dem Rückweg ist dann Stau auf der Autobahn, es wird dunkel und es regnet. Die Saison ist wirklich zu Ende. Übermorgen noch einmal am Rhein entlang nach Hause und dann wird wohl der Winterschlag dieser beiden Schönheiten beginnen – schade eigentlich – wir hatten soviel Spaß in diesem Jahr…

Mein neues Buch

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Meine neue BMW F800 – Nur für einen Tag…


(Foto: Nikon AW-100)

Die Arbeit im Büro gestaltet sich heute wieder einmal schwierig. Beim letzten Deployment sind einige Stored-Procedures nicht korrekt in die Datenbank gewandert und so müssen sie erst noch gegen die aktuellen Versionen ausgetauscht werden. Aus der Produktion wird der eine oder andere Fehler mit hoher Priorität gemeldet. Kaum ist ein Fehler behoben geht das Telefon und es gibt ein neues Problem. Um 17h ist dann alles soweit erledigt, trotzdem raucht mein Kopf. Da tut eine kleine Abkühlung auf der Autobahn ganz gut. Bei 12°C geht es mit meiner weißen BMW K1200r Sport über die A60 nach Rüsselsheim. Beim Motorradhaus Sänger wird schnell abgeklärt, dass wir in der letzten Woche die Service-Hefte vertauscht hatten und dass daher die 30.000er Inspektion beim falschen Motorrad eingetragen ist. Tja wer sich den Luxus zweier identischer Motorräder gönnt, kann schon mal durcheinander kommen! Aber nichts ist unlösbar und bei Senger sowieso nicht. Es dauert nur ein paar Minuten, dann bin ich mit einer fast neuen BMW F800R unterwegs nach Mainz. Sie sieht aus wie eine Tigerente und brummt wie eine wilde Hummel…

Zunächst ist es wein wenig ungewohnt, aber man fühlt sich auf der F800 schnell zuhause. Beim Auffahren auf die Autobahn bin ich überrascht wie der kleine Motor hoch dreht und die Fuhre abgeht. Untermotorisiert ist dieses Motorrad nicht! Die 200 km/h erreicht sie spielend. Jetzt wünsche ich mit eine kleine Verkleidung hinter der ich mich zusammen kauern kann, aber da ist nichts. Auf diesem Ding sitze ich voll im Wind und so mache ich den Gashahn lieber wieder zu 🙂

Später an meinem Appartement angekommen muss ich sagen, das Ding fährt wie auf Schienen. Am 2.500 Umdrehungen geht es zügig vorwärts, aber es wird auch mit kernigen Vibrationen quittiert. Der Lenkungsdämpfer gibt zusätzlich  Ruhe in das ohnehin sehr gute Fahrwerk. Bremsen, Motor, Handling, Sitzposition, alles ist ok. Und doch ist es kein Motorrad für mich. Wenn man jahrelang einen großen „Brummer“ unter dem Hintern hatte, fühlt sich diese F800 an wie ein Fahrrad. Besonders blöd finde ich den neuen Blinker-Hebel. An die beidseitigen Blinkerhebel meiner K1200 musste ich mich gewöhnen, aber nun will ich nichts anderes mehr. Zu blöd, dass genau diese genialen Armaturen nicht mehr hergestellt werden und BMW sie nicht mehr einkaufen kann. Meine Handschuhe sind relativ eng und bei gezogener Kupplung ist es mir fast unmöglich den Blinkerhebel zu bedienen. Das könnte besser sein!

Vor meinem Besuch bei meinem Freund Hermann geht es noch ganz kurz zum Fototermin hoch in den Mainzer Volkspark. Schnell ein paar Bilder mit Video-Sequenzen mit der neuen Nikon AW-100 aufnehmen. Wieder am Appartement noch ein kleiner Soundcheck, schließlich will man ja auch hören wie der Motor der F800 „klingt“.

Dann schnell das Video zusammen stellen, Musik drunter und ab in Richtung YouTube damit.

 

Zusammenfassend könnte man sagen:

  • Die BMW F800R ist eher ein Motorrad für Frauen – daher auch das F in der Typenbezeichnung
  • Eine BMW der K-Serie ist eher was für Männer, daher auch das K wie „Kerl“ in der Typenbezeichnung
  • Eine R1200r ist eher ein „gemütlicher Panzer für betuchte Rentner“, daher auch das R in der Typenbezeichnung

Ein Tag mit der Nikon AW-100

 

Als Sandra und ich wach werden ist es ein schöner sonniger Herbsttag. Draußen ist es kalt und klar, aber der Spätsommer hat sich verabschiedet, ganz eindeutig! Um 12h bin ich am Hauptbahnhof und treffe mich mit einem guten Freund aus alten Zeiten. Er ist eine wenig zufällig mal in Bonn. Eigentlich wohnt er jetzt in Hannover. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und quatschen über alte längst vergangene Zeiten. Er hat sein iPhone dabei, ich meine neue Nikon AW-100. Hier und da bleiben wir stehen und schießen ein paar Bilder. Um 13h30 landen wir im Roses, schräg gegenüber des Bonner Münsters. Es gibt Nudeln mit Scampis, lecker! Als mein Freund um 14h16 wieder mit dem ICE in Richtung Hannover verschwindet, laufe ich einmal quer durch die Stadt. Mein Auto steht im Parkhaus an der Oper.

Aber da ist ja noch der Bonn Münster, schnell mal rein und ein paar Testbilder für meinen BLOG machen…

Hier ein kleiner „Zoom-Test“ – Volles Weitwinkel gegen maximale Tele-Brennweite.

Wie schlägt sich die AW-100 bei wenig Licht in einer Kirche (Bonner Münster) – Überraschend gut!!

Wieder daheim angekommen geht es Sandra immer noch nicht wirklich besser. Das Vernünftigste ist, sie bleibt im Bett. Ich packe während dessen eine Sachen zusammen. Mein weißes „Mädchenmotorrad“ hat am Montag einen Termin in der Werkstatt in Rüsselsheim. Bei ihr wird es nicht so teuer werden wie bei meiner baugleichen blauen Turbine. Die weiße Turbine hat knapp 18.000 Kilometer auf dem Tacho, da steht also die 20.000er Inspektion an. Da Sandra im Gegensatz zur mir nie sinnlos den Gashahn aufreißt, schafft sie mit einem Hinterreifen die doppelte Laufleistung. Wirklich beachtlich! Die beiden Michelin Pilot Road 2 werden also wohl erst im nächsten Jahr wie bei der blauen K1200 gegen die neueren Michelin Pilot Road 3 ausgetauscht.

Um 17h30 bin ich dann startklar. Das Thermometer zeigt 17,5°C, ich bin warm eingepackt und es geht los nach Mainz. In den Höhenlagen von Eifel und Hunsrück ist es schon kalt und es wird in 90 Minuten dunkel. Also verkneife ich mir die Fahrt durch die Berge und cruise einfach entspannt über die B42 am Rhein entlang. Was für eine tolle Strecke, was für eine Wetter. Zwar kriecht die Kälte langsam in alle Ritzen aber es ist trotzdem schön. Als ich die Loreley passiere geht gerade die Sonne unter. Nun wird es langsam frisch. Kurz drauf zeigt der Bordcomputer noch 12°C, teilweise sind es nur noch 10°C. Trotzdem macht die Tour Spaß. Ich bin froh, dass ich mir am Samstag bei Hein Gericke in Bonn noch eine neue Sturmhaube aus flauschig warmem Fleece gekauft habe. So ist es im Helm wirklich angenehm, auch wenn er jetzt etwas stramm sitzt. Aber es hat auch etwas Gutes, ich reiße mir beim Auf- und Absetzen nicht mehr die Ohren ab 🙂

Kurz vor Rüdesheim sehe ich rechts eine Fähre. Warum nicht? Also kurz blinken und in einem scharfen Haken nach rechts, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist. Die Überfahrt kostet 2,80 Euro und ich bin froh, dass ich mir kurz die Beine vertreten kann. Mein Telefon ist in einem der Koffer und die kleine AW-100 steckt in der Jackentasche. Raus damit und schnell ein Foto gemacht. Später werde ich wirklich überrascht sein wie schön es geworden ist!

In meinem Appartement dann der große Schock, der Kühlschrank ist mal wieder abgestellt und es gibt nur warmes Bier. Da hilft nichts, schnell rüber zur Tankstelle. Es gibt noch einen Burger und ein Desperados darf ich ausnahmsweise auch trinken, eigentlich ist der Verzehr alkoholhaltiger Getränke im Tankstellenbereich verboten! Aber wir kennen uns nun schon seit 2007 – da machen sie Jungs von der Tankstelle für mich mal eine Ausnahme 🙂

Was für ein schöner Tag…

Nikon AW-100 im Feldtest

Gestern haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und eine Stunde an der Landebahn des Kölner Flughafens verbracht. Dass die D700 und die D7000 im Gepäck waren, habe ich ja gestern schon beschrieben. Hier habe ich nun noch ein kleines Video das ich bevor es „richtig losging“ schnell mit der kleinen AW-100 aufgezeichnet habe. Man sieht sehr schön, dass da zwar FULL HD drauf steht, es aber noch wirklich drin ist. Ich denke, dass Taschenkameras mit kleinen Chips und FULL HD (zumindest im Jahr 2011) noch eine Mogelpackung sein müssen. Einer Nikon D4 würde ich FULL HD in guter Qualität sofort abnehmen, aber bei den kleinen Hosentaschenkameras ergeben sich im Modus 1080p eher große Video-Dateien mit viel unscharfem Inhalt.

Doch gemessen an Preis und Chip-Größe ist es dennoch brauchbar was die AW-100 liefert. Man darf einfach für 330 Euro keine Hollywood-Blue-Ray-Qualität erwarten. Vergleicht man die Ergebnisse die sich mit der AW-100 erzielen lassen mit dem was bspw. eine S600 oder S3000 liefert, so ist das zweifellos bereits ein Quantensprung!

Wie bei allen Video-Aufzeichnungen gilt auch bei der AW-100:

BENUTZEN SIE EIN STATIV

Ohne Stativ verwackelt man zwangsläufig praktisch jede Aufnahme mehr oder weniger. Besonders im Telebereich ist es kaum möglich die Kamera wirklich ruhig zu halten. Da hilft auch kein VR, das hilft nur ein Stativ! Ist es wirklich windig, kann man sogar mit einem Stativ noch Probleme bekommen. In jedem Fall bekommt man aber eine Tonspur die von Windgeräuschen überlagert wird. Um das zu umgehen bleibt bei der AW-100 nur die Verwendung eines externen Audio-Recorders, den man in einem kleine „Fellmütze“ einpackt. Damit sieht dann aber bspw. eine ZOOM H2n aus wie der Kachelman 2002 am Nordkap… Und die Synchronisation ist auch nicht ganz einfach. Sprich, benutzt man eine AW-100 sollte man wissen worauf man sich einläßt. Man kann damit beim Schnorcheln schöne kleine Videos machen. Oberhalb der Wasseroberfläche würde ich eine Nikon P7100 mit Nikon ME-1 Mikro und „Windratte“ vorziehen. Auch wenn die P7100 auf dem Papier „nur“ 10 MPix hat und Videos „nur“ in 720p aufzeichnet.

Im direkten Vergleich sind meiner Meinung nach die 10 MPix aus der P7100 mehr wert als die 16 MPix aus der AW-100. Und auch die Video-Qualität ist bei der P7100 nicht schlechter!

Allerdings kann man mit der AW-100 wenn man sie auf den Kopf stellt wirklich schön in Bodennähe fotografieren. Damit wird dann auch mal ein Blick UNTER einen kleinen Pilz möglich!

Aber lange genug geschrieben, hier ist mein erstes kleines Outdoor-Video mit der Nikon AW-100…

Hier ein Foto das man so eigentlich nur mit der AW-100 machen kann. (Fast) Jede andere Kamera hätte man „eingraben“ müssen um diesen extrem tiefen Standpunkt erzielen zu können.

Nikon D700 versus D7000 – Performance-Test

Es ist Samstag und die Sonne lacht. Aber Sandra ist durch und durch erkältet, die Nase tropft und die Glieder schmerzen. Aber, das Gehirn braucht Sauerstoff! Also bleiben die Motorräder und das Cabrio heute mal daheim. Um kurz nach 12h geht es mit meiner schwarzen Dieselrakete zur „Wahner Heide“, gleich hinter dem Köln-Bonner Flughafen. Dort bin ich früher auf dem Weg zur Arbeit immer mal wieder für ein paar Minuten gewesen und habe mit einer Nikon F4, F100 oder F5 und später mit einer Nikon D100 Flieger geknipst. Motoviert war das alles durch Bilder eines Fotografen der diverse Flieger exakt von unten fotografiert und sie einander gegenüber gestellt hat. Dieser Artikel aus irgendeiner Fotozeitung geistert mir seit Jahren im Kopf herum wenn ich in der Nähe eines Flughafens bin.

Heute sind die Nikon D7000 und die D700 im Gepäck. Zusätzlich habe ich noch die neue Nikon AW-100 dabei. Die Anfahrt dauert nicht lang und warm eingepackt warten wir auf die Flieger die da kommen werden.

Zwischendurch finde ich einen sehr schönen fast unbeschädigten Pilz. Ich versuche mich mal an einer Nahaufnahme mit der kleinen Nikon AW-100. Richtig gelingen tut das erst, als ich die Kamera auf den Kopf stelle und das Blitzlich als „Aufheller“ verwende. Wirklich praktisch diese kleinen Kameras 🙂

Dann wird es ernst, die ersten Flieger kommen. An meine D7000 setze ich das Nikon AF-S VR 18-200mm – mal sehen wie es sich schlägt! Oben drauf sitzt ein Adapter eines kleinen „Schirmhalters“. Daran habe ich eine Stativ-Adapterschraube gedreht und da wiederum einen GoPro Stativ-Adapter angeschraubt. Oben drauf sitzt eine GoPro HD HERO 1080.

Nachdem einige Flieger „durch sind“ habe ich das Gefühl, dass die D7000 einfach zu langsam ist. Also raus mit der D700, dem AF-S 1.4/50mm und dem MB-D10 Batteriegriff samt großem EN-EL4 aus meiner Nikon D2x. Ich stelle auch hier nur den RAW-Modus ein, keine JPG-Vorschaubilder! Im Karten-Slot steckt die neue schnelle 16GB CF-Karte von Foto Gregor in Köln. Drauf mit der GoPro und los geht der Spaß. So eingestellt geht die D700 ab wie eine Rakete! Das macht Spaß, nur kommen zu wenig Flieger 😦 Und die Flieger die kommen sind langweilige Kisten von German Wings. Ok, man kann nicht alles haben…

Zum Abschluß mache ich noch einen kleinen Soundcheck mit dem ZOOM H2. Dann geht es zurück zum Auto. Es ist inzwischen 15h und wir haben Hunger. Im Navi finden wir das Schloß-Restaurant an der Agger – das klingt gut! Also los, es sind nur ein paar Kilometer!

Dort angekommen bleibt bis auf die neue Nikon AW-100 alles im Auto. Hier habe ich zwei Testbilder aus der kleinen AW-100…

Hier ein Foto der Tischdekoration – Selbstauslöser  & Makro-Programm – ganz brauchbar – oder?

Später wird dann daheim das Video des Tages geschnitten – Nikon D700 versus D7000. Meine Gewinnerin ist ganz eindeutig die schon etwas in die Jahre gekommene D700. Im Vergleich zur D7000 hat sie irgendwie genau die Power die man für wirklich schnell fliegende „Objekte“ braucht. Das 50er Objektiv ist ein wenig zu kurz, also habe ich auch mal einige Fotos mit einem AF-S VR DX 16-85mm gemacht – das dunkelt die Bildränder wirklich kräftig ab – aber so schlecht sieht das gar nicht aus 🙂