Mit der Nikon D300 durch Norwegen

Inzwischen ist es schon eine Weile her, aber gerade sind mir einige Bilder der 2009er Reise durch Süd-Norwegen in die Hände gefallen die ich Euch gern am Stück zeigen würde. Die meisten dieser Bilder sind mit einer Nikon D300 und dem Tokina AT-X PRO 4/12-24 oder dem Nikon AF-S 2.8/17-55mm gemacht. Über einen wirklich langen Zeitraum waren das an der Nikon D300 meine meistbenutzten Objektive. Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch. Also einfach anklicken um sie etwas größer zu sehen.

Starten wir mit einer kleinen Abendstimmung die während der Anreise bei einem kleinen Zwischenstopp in Schweden entstanden ist. Wirklich gut gefällt mir hier der Abendhimmel und wie sich die Kinder als Silhouetten im Wasser abheben.

Kurz hinter Oslo finden wir dann die ersten Fjorde. Begleitet von ständigem Nieselregen fahren wir mit unserem Wohnmobil immer weiter in Richtung Westen. Die Landschaft ist trotz oder vielleicht gerade wegen des Regens großartig.

Ist man müde und neigt sich der Tag dem Ende zu sucht man sich einen schönen See und parkt einfach dort wo es am schönsten ist. In Norwegen gilt das „Jedermanns-Recht“. Solange man keinen Müll zurück lässt darf man überall eine Nacht lang bleiben. Großartig!

Hier ein Blick in einen Fjord den ich von einem Parkplatz direkt am Wasser aus fotografiert habe. Mein Sohn und ich waren etwas länger als zwei Wochen mit einem wirklich coolen Wohnmobil unterwegs. Leider war das Ding so riesig, dass man fast nie dort anhalten konnte wo es wirklich toll aussah. Ein echter Nachteil dieser „Wüstenschiffe“. Hier mag ich die für diese Reise typische leicht verregnete Stimmung und die Abstufung der Felswände an beiden Seiten des Fjordes. Ich denke, dieses Bild ist irgendwo am Hardanger-Fjord entstanden.

Auch hier erinnere ich mich mehr genau wann und wo es war, aber hier flossen zwei Fjorde ineinander und der Himmel sah einfach nur bedrohlich aus. Die besten Bilder macht man wirklich bei schlechtem Wetter!

An dieses Bild kann ich mich auch noch gut erinnern. Es ist in der Nähe von Grimstad entstanden. Wir hatten unser Wohnmobil auf einem wirklich abgelegenen Camping-Platz am äußersten Zipfel einer Halbinsel geparkt und sind zum Sonnenuntergang ein wenig auf den Felsen am Meer herum geklettert. Mein Sohn hatte meine D60 samt 18-200er Superzoom dabei, ich die D300 mit 2.8/17-55 und 4/12-24. Ich habe ihm noch zugerufen, dass er vorsichtig sein soll, denn die Felsbrocken waren glitschig. Kurz drauf lag ich dann selbst auf der Nase und die Gegenlichtblende meines Nikon AF-S 2.8/17-55 war nur noch ein Stückchen Plastikschrott. Aber dieses Foto war es wert!!

An diesem Bild mag ich den fast unwirklichen Charakter sehr gern. Der kleine Bootsschuppen sieht fast aus als wäre er mit einem 3D-Programm „hinein gerendert“.

Sehr gut erinnere ich mich auch noch an die Nacht an einem der großen Wasserfälle. Ich glaube es war der „Langfoss“. Während mein Sohn im Wohnmobil auf dem Parkplatz schlief bin ich mit einer Taschenlampe, der D300, meinem Stativ, einem Kabelauslöser und einem Lappen an diesem Wasserfall herum geklettert. Mit dem Lappen musste ich alle par Minuten die Liste meines AF-S 2.8/17-55mm Objektives trocken wischen. Dieser Wasserfall ist so groß, das im Umkreis von 100 Metern die ganze Luft mit feinen Nieselregen erfüllt ist. Dieses Bild ist etwa 30 Sekunden lang belichtet. Dadurch sieht es fast aus als wäre es ein verregneter Tag. Aber es war tatsächlich lange nach Einbruch der Nacht!

Hier habe ich ein Foto von der gegenüberliegenden Seite des Fjordes. Rechts neben dem einsamen Holzhaus ergießt sich ein kleiner Fluß in den Fjord.

Sehr typisch sind die vielen kleinen Dörfer inmitten versteckter Täler, oftmals direkt an einem Fluss gelegen, der von den Bergen herab immer wieder durch kleine Wasserfälle gespeist wird. Ein ganz zauberhaftes Land!

Richtig doll angetan hat es mit die „Hardangervidda“ – Europas größte Hochebene und der Quell der Energie für viele Norwegische Wasserkraftwerke. Das Wetter war stürmisch, es war selbst im Hochsommer kalt und feucht. Am Horizont konnten wir Schnee und kleine Gletscherzungen erkennen. Ein einziger Traum!

Meine Mamiya 645 hatte ich auch im Gepäck, ebenso wie eine Reihe passender Objektive vom Superweitwinkel bis zum 300er Tele. Beim ersten Film war dann aber die kleine Spezial-Batterie leer und so blieb diese gesamte Mittelformat-Ausrüstung während der gesamten Reise ungenutzt. Was für ein Ärger! Aber ich hatte noch meine gute alte Rolleiflex 3.5F dabei!! Und etliche Rollen Fuji Velvia 50. Alle zu belichten habe ich letztlich nicht geschafft. Wir waren einfach zu viele Stunden unterwegs und mit dem großen Wohnmobil konnten man fast nirgendwo wirklich sicher parken. Ein echtes Manko, hier wäre ein kleiner PKW besser geeignet gewesen. Aber unsere Freiheit bei der Reiseplanung hätte dies im Gegenzug stark eingeschränkt. So waren wir „vogelfrei“ und konnten tun und lassen was wir wollten. Auch nicht schlecht!

Hier einige der Fotos die mit der schönen alten Rolleiflex auf Fuji Velvia 50 entstanden sind. Man beachte auf dem folgenden Bild die winzig klein wirkende Autofähre!!

Entlang des Harangier Fjordes kann man eigentlich alle paar Kilometer anhalten und wird immer wieder schöne Motive finden. Überall sind Obstplantagen links und rechts der Straße. Es gibt „unbemannte“ Stände mit toller Obstauslage. Man nimmt sich einen Beutel mit knackigen frischen Kirschen und steckt ein paar Kronen in eine kleine Blechdose. Wirklich großartig wie diese Menschen mit dem Verkauf ihrer Obsternte umgehen.

Großartig auch, dass man fast überall direkt ans Wasser heran kann. Fast nichts ist abgesperrt. In Bayern am Starnberger See oder am Ammer See sind dagegen weite Teile des Ufers in privater Hand und nicht zugänglich. Das ist in Norwegen gänzlich anders!

Auf dem Rückweg haben wir in der Nähe von Hannover den Vogelpark Walsrode besucht. Hier kam dann auch das famose Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm samt 1.7x Teleconverter mal zum Einsatz!

Als wir nach gut zwei Wochen zurück in Bonn sind haben wir fast 2.000 Kilometer hinter uns gebracht und beim Verleiher wird eine krasse Nachzahlung fällig. Zwar waren wir 15 Tage unterwegs und ab 15-Tagen gibt es keine Kilometerbegrenzung. Aber er kommt mir mit dem Argument, dass wir nur 14 Tage bezahlt hätten und der erste Tag „auf ihn“ gegangen sei. So muss ich fast 600 Euro nachzahlen. Auf dem Heimweg bin ich stinksauer und immer wenn er mir heute noch Werbematerial zuschickt würde ich ihn am liebsten in der Luft zerreißen. Was für ein blöder Arsch…

Aber die Reise war trotzdem großartig und ich würde es jederzeit wieder machen. Aber dann mit einer zuvor vertraglich festgelegten unbegrenzten Kilometerpauschale!

Auch würde ich beim nächsten Mal versuchen nach Stavanger oder Bergen zu fliegen und von dort aus mit einem Wohnmobil in Richtung Nordkap zu fahren. Hier ist die Herausforderung einen Vermieter zu finden der einem nicht auch das Fell über die Ohren zieht und im Gegenzug ein vollständig eingerichtetes Wohnmobil zur Verfügung stellt. In unserem Wohnmobil gab es nicht einmal einen Salzstreuer! Wir mussten alles, wirklich alles mitbringen! Am Tag vor der Rückgabe habe ich stundenlang das Wohnmobil geschrubbt um mir dann später anhören zu müssen, dass es nicht sauber genug sei und dass die „Endreinigung“ nochmals mit 100 Euro veranschlagt wird.

Caravan Center Lütz bei St. Augustin – einmal und nie wieder!

Nikon AF-S VR 16-35mm im ersten Praxistest

Nachdem ich gestern so überraschend mein neues Weitwinkel-Zoom geliefert bekommen habe, ging es mittags gleich in den Fotorucksack und mit auf die große Reise. Die erste Etappe führt mich von Bonn nach Waltrop, mal die Oma besuchen. Ok, es ist nicht meine Oma, aber die meines Sohnes. Und ich werde immer ihr Sohn bleiben, egal wie alt ich auch bin. Es gibt Kaffee und Kuchen, lecker! Später nach einer kleinen Wohnungsbesichtigung in Marl gibt es dann ein leckeres Filet-Steak mit einer Ofenkartoffel, ordentlich viel Sauerrahm und einer Portion gebackenen Zwiebeln. Super! Dazu ein Glas Merlot und als Abschluss einen Ramazotti, auf Eis mit Zitrone! Das Leben als Erwachsener ist wirklich cool. Als ich noch ein Kind war musste ich essen was auf den Tisch kommt und Ramazotti kannte man in Deutschland damals noch gar nicht 🙂

Am nächsten Morgen geht es nach dem Kaffee ab zur Werkstatt, Sandras „YPSE“ (Yamaha YZF-750) ist etliche Wochen lang total überholt worden. Jetzt klappert nichts mehr, die Ventilschaftdichtungen sind erneuert und sie sieht trotz der vielen Jahre, die sie auf dem Ritzel hat, noch wirklich gut aus! An der Auffahrt zur Autobahn verabschieden wir uns. Sie dreht noch eine Runde und ich mache mich mit meiner schwarzen Dieselrakete auf in Richtung Otzenhausen. Wohin? Richtig gelesen, es geht nach Otzenhausen in der Nähe von Trier. Dort gibt es die Europäische Akademie und vor mir liegen drei Tage voller Vorträge und Workshops. Das Navi in meinem Auto schlägt eine Route vor die ich schon kenne und die echt langweilig ist. Also nehme ich mal die A1 bis sie zu Ende ist. Danach geht es über Bundesstraßen weiter. Im Kofferraum ist die D700 mit dem nagelneuen 4/16-35mm Nikkor. Die Landschaft ist großartig, doch anhalten kann ich nicht wirklich und als es endlich geht stecke ich mitten in einer nebligen Suppe.

Schließlich lande ich auf der A60 in der Nähe der Mosel. Es geht in weiten gut ausgebauten Kurven vorwärts, ich bin fast allein auf der Autobahn und meine Dieselrakete bekommt mal den Auslauf der auf der A61 nicht möglich ist. Immer wieder steht die Nadel bei 230 km/h und ich grinse still in mich hinein. Manch ein Amerikaner würde für diese Augenblicke töten 🙂

Als ich in Otzenhausen eintreffe reicht das Heizöl noch für ganze 16 Kilometer. Da hat das Grinsen schnell ein Ende… Die Tankfüllung kostet fast 90 Euro! Das sind 180 Deutsche Mark – urgs…

Kurz drauf stehe ich vor der Türe der Europäischen Akademie, aber wie auf der Autobahn zuvor, bin ich auch hier allein. Ich klopfe hier und da, suche via Handy im Web nach einer Telefonnummer, klingle neben dem Briefkasten, aber finden tue ich niemanden. So ist das eben mit Europa, immer wenn man mal jemanden braucht der sich auskennt ist keiner da…

Also gibt es eine kleine Fotosession mit dem neuen Objektiv. Es erlaubt wirklich schräge Perspektiven und das ganz einfach aus dem Handgelenk, nicht einmal durch den Sucher muss man schauen 🙂

Selbst bei krassem Gegenlicht liefert es noch scharfe und sehr detailreiche Fotos!

Nach den ersten Testbildern mache ich eine „kleine Runde“ um denn benachbarten Stausee. Zwischendurch halte ich mal an und schieße weitere Testbilder mit dem neuen Objektiv. Bei 16mm Brennweite bekommt mein 407 eine richtig lange „Schnauze“. So soll das sein, das ist schon fast ein Fisheye-Effekt. Wirklich cool!

Während die Wolken die Sonne verdunkeln warte ich am Straßenrand auf den richtigen Augenblick. Ganz einfach ist das nicht und es braucht eine Menge Geduld, aber dann kommt die Sonne durch. Nur wie mache ich es, dass nicht immer mein blöder Schatten im Bild ist? Hier gibt es einen einfachen Trick, man versucht eine Stelle zu finden an der er einen „natürlichen Schatten“ von Bäumen oder Sträuchern gibt. Da stellt man sich hin und ist wie auf diesem Bild zu sehen praktisch unsichtbar. Eigentlich hat es mir diese kleine „Insel“ mit den roten Bäumen angetan. Aber selbst bei 35mm ist das neue Objektiv noch zu „kurz“. Wenn ich jetzt zum Auto laufe ist die Sonne wieder weg. Na, man kann nicht alles haben!

Der Zoombereich ist mit 16-35mm nicht wirklich groß aber er gibt doch den nötigen Spielraum für die Bildgestaltung. Und gerade durch diesen relativ kurzen Zoombereich ist die Bildqualität einfach großartig.

Zurück am Auto setze ich das famose Nikkor AF-S VR 2.8/70-200 an die D700. Landschaftsfotografie braucht nicht immer den „weiten Winkel“. Oft sieht es gerade gut aus wenn man Landschaften mit einer langen Brennweite und einem daraus resultierenden engen Blickwinkel etwas „komprimiert“. Weniger schön ist der mit weißer Folie abgedeckte „Haufen“ hinten links im Bild…

Von der letzten Fotosession ist noch der 77er Polfilter am 70-200mm Telezoom. Also runter damit, rauf auf das neue 16-35mm und nun schauen wir mal ob der Polfilter (keine Slimline-Version!) die Bildränder abdunkelt! Und wie erwartet gibt es dunkle Ecken. Aber es ist relativ harmlos. Würde man das Bild entsprechend beschneiden gingen nur einige wenige Prozent verloren. Alternativ kann man die Ecken auch mit dem Kopierstempel aus Photoshop entfernen. Oder man achtet bei Fotos mit Polfilter drauf, dass man nicht mit vollen 16 Millimetern sondern mit etwa 18 Millimetern Brennweite arbeitet. Dann werden die Ecken nicht abgeschattet!

Noch ein letzter „Schuss“ und es geht weiter. Insgeheim erhoffe ich mir den Blick auf den Stausee von einer Bergkuppe herunter, im Hintergrund ein famoser Sonnenuntergang. Das wäre heute wirklich super, dann ein paar 9er Belichtungsreihen mit der D700 – oh ja! Aber die Straße schlängelt sich entlang des Stausees durch den Wald, den Stausee selbst bekommt man gar nicht zu Gesicht, schade eigentlich 😦

Als ich an der „Verlassenen Akademie“ eintreffe, steigen gerade zwei Kollegen aus dem Taxi. Nun sind wir schon zu dritt, aber vom Hausmeister ist keine Spur. Wir versuchen erneut jemanden zu erreichen, aber wer in dieser Welt nicht per Handy erreichbar sein will, der ist es auch nicht. Statt noch mehrere Stunden vor verschlossener Türe zu verbringen, geht es in Richtung „May-Flower“ – ein ganz ordentliches Thailändisches Restaurant weiter unten im „Dorf“. Das Essen ist super und 90 Minuten später trudeln auch die beiden Kollegen aus Hamburg und Lübeck ein, die Schlüssel haben sie dabei!

Später im Zimmer 115 sichte ich meine „Beute des Tages“ und bin von der Qualität des neuen Objektives richtig positiv überrascht. Mein Sigma 17-35 könnte ich jetzt eigentlich verkaufen. Oder soll ich es für einen Vergleichstest aufbewahren? Na schauen wir mal. Das Sigma ist grundsätzlich auch ok, es ist deutlich leichter und hat noch einen Blendenring. So könnte ich es noch wunderbar an meinen älteren Nikons verwenden. Ich sollte mal wieder ganz entspannt ein paar Filme belichten…

Nikon D700 mit AF-S VR 4/16-35mm

Während ich mir die Zähne putze klingelt es an der Tür. Es ist Montagmorgen und eigentlich erwarte ich kein Paket. Kurz darauf nehme ich mit etwas überraschtem Blick einen kleinen Pappkarton entgegen. Darin finde ich das neue Nikon AF-S VR 4/16-35mm Weitwinkel-Zoom. Dieses schöne Teil hatte ich am Freitag in der letzten Woche geordert, damit ich es Euch hier vorstellen kann. Dass es so schnell geliefert werden würde hätte ich nicht gedacht! Auch der Preis ist ganz ok, er liegt deutlich unter 1.000 Euro.

Also auspacken! Was zum Vorschein kommt ist ein sehr hochwertig gebautes Zoom-Objektiv ohne Blendenring – also ein G-Typ. Ein Objektiv das an der Nikon F4 nicht mehr so wirklich gut zu benutzen ist, aber ich habe auch schon eine Weile keinen Film mehr belichtet. Ok ok, das ist traurig, ich weiß es ja auch. Aber erst am Samstag hat mir mein Bonner Fotohändler bestätigt, dass die Menge der zu entwickelnden Film seit Jahren auf ein Drittel des Vorjahres schrumpft. Sein Labor www.eurocolor.de ist von einst 17 Standorten auf nunmehr 2 Standorte zusammen geschrumpft. Es ist also eine Frage der Zeit bis es in Deutschland ein Luxus sein wird NICHT digital zu fotografieren. Ganz aussterben wird es wohl nicht, aber es wird noch teuer und noch zeitraubender werden!

Aber darum geht es hier und heute gar nicht! Das neue Objektiv macht an der D700 eine gute Figur. Trotz der der Größe ist es nicht übermäßig schwer und es hat vor allem ein 77er Filtergewinde! Im Gegensatz zum deutlich teureren Nikon AF-S 2.8/14-24mm Objektiv kann man also Grauferlaufsfilter und Polfilter verwenden., super!! Die Lichtleistung ist im eine Blendenstufe geringer, man muss also doppelt so lange belichten wie mit dem 14-24mm, aber dies wird durch den eingebauten VR mehr als gut kompensiert. Bei meinen ersten freihändigen Testbildern waren bei 16mm und 1/20s noch scharfe Bilder möglich!

Wie sich das Objektiv in der Praxis und auf den nächsten Reisen schlagen wird, das wird sich zeigen. Aber wenn man Ken Rockwell glauben darf, ist dieses Objektiv das beste Ding seit der Erfindung des Eicherbechers!

So sieht es in Verbindung mit der D700 aus. Das Foto habe ich eben mit der D7000 und dem AF-S VR 16-85mm bei Blende 11 gemacht. Auf der rechten Seite der D700 habe ich ein Stativ aufgestellt und ein Nikon SB-800 mit weißem Reflektionsschirm daran befestigt.

Hier die D700 mit dem neuen Objektiv. Einfach Anklicken, dann sieht man das JPG aus der D7000 in Originalgröße.

Hier nun zwei erste Testbilder mit dem neuen Objektiv. Es sind unbearbeitete JPG-Dateien in Originalgröße – einfach anklicken…

1) 16 mm Brennweite, Blende 8, 1/125s, ISO-200

2) 35 mm Brennweite, Blende 8, 1/125s, ISO-200

3) Hier ein etwas kleineres JPG vom letzten Samstag mit dem AF-S 24-85mm bei 48mm Brennweite und Polfilter.

Weitere Bilder gibt es hier in den nächsten Wochen zu sehen.

Die Rentergang hat wieder zugeschlagen

Als ich wach werde zeigt die Uhr bei 8h20. Habe ich sie eigentlich umgestellt? Ja, habe ich! Aber welche Uhren habe ich gestern alle vergessen und welche haben sich automatisch umgestellt? Ein Thema das mich sicher auch in diesem Jahr noch eine Weile verfolgen wird, bis im nächsten Frühjahr alles wieder rückgängig gemacht wird. Überflüssig wie ein Kropf ist das…

Bei einer Tasse frischem Kaffe und einem Schwarzbrot mit Quark und Zwiebeln schaue ich mal beim Morgenmagazin hinein. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Am Anfang meiner „Karriere“ als Unternehmensberater habe ich manchmal morgens im Hotel ein wenig in den Fernseher geguckt. Aber es mir dann fast vollständig abgewöhnt. Auch heute gibt es langweilige Sportnachrichten und eine lange Diskussion darüber, wie man sich bei einer staatlich geführten Pleitebank um 55.000.000.000 Euro verrechnen könnte. Eigentlich eine Lachnummer. Doch dann erklärt ein Professor, dass aufgrund des Abrechnungsprozederes alles in bester Ordnung ist und dem deutschen Staat keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen. Na, dann können wir sie auch nicht nach Griechenland, Italien oder Portugal verschenken. Auch nicht schlecht…

Dann gibt es für mich die Nachricht des Tages: Die eisenharten Rentner der Krawall-Band Metallica haben mal wieder zugeschlagen. Diesmal haben sie sich eine Verstärkung geholt die gut zum heutigen Halloween passt – Lou Reed ist mit dabei. Wie genial ist das denn? James Hetfield erklärt in einem Interview-Schnipsel, dass es diesmal voll cool war, weil sie sich nicht erst einmal irgendwelche Texte ausdenken mussten, sondern es statt dessen gleich krachen lassen konnten.

Witzig wie die beiden früher einmal ausgesehen haben…

Schaut man sie heute an, sehen sie fast aus als hätten sie sich pünktlich zur Halloween Party verkleidet.

Man beachte die extrem coolen Sonnenbrillen!!

Auch das Cover der neuen „Scheibe“ ist wirklich böse ausgefallen…

Nun fragt man sich, wie das wohl „klingen“ wird – Lou Reed und Metallica – schauen wir doch mal was wir zu diesem Thema finden…

Ein kleines Interview gibt es da zu sehen…

 

Witzig wie James Hetfield hier sagt, dass man dem Ganzen nur noch den „Metallica-Stempel“ aufdrücken musste. Das habe ich eben schon im Morgenmagazin gesehen & gehört 🙂

Aber wie klingt das was sie da machen? Stöbern wir mal weiter…

 

Früher war Metallica mal die Kracher-Band schlecht hin und die weltweite Fangemeinde ist noch immer riesig. Ich bin gespannt wie nach mehreren Flops nun dieses Werk ankommen wird. Irgendwie ist auch Metallica nicht mehr das was sie einmal waren, aber ich werde ja auch nicht jünger…

Fall Colors – Herbstfarben

Es ist Samstag und die Sonne lacht, also geht es los. Wir steuern den Parkplatz unterhalb des Ölbergs im Siebengebirge an. Ich will Sandra oben auf dem Ölberg zum Mittagessen einladen. Kaum angekommen machen wir uns an den Aufstieg. Ich habe meine D7000 und die D700 im Gepäck. Das neue kleine Manfrotto Stativ ist dabei und einige Objektive gibt es auch zur Auswahl.

Im Wald sind die Farben der Bäume wirklich grandios. Der klare blaue Himmel bringt den ganzen Wald zum Leuchten. Die Perspektiven sind so beeindruckend, ich brauche ein Weitwinkel! Mit der D300 hätte ich jetzt das supergute Tokina 4/12-24mm oder das neue WALIMEX 3.5/8mm verwendet. An der D700 benutze ich jetzt das SAMYANG 2.8/14mm. Es hat keinen Autofokus und weil es auch keine CPU hat, gibt es statt der tollen Matrix-Belichtungsmessung „nur“ eine mitten-betonte Belichtungsmessung. Aber letztlich ist es mir total egal wie die Kamera dazu kommt bei Blende 8 eine 1/125 Sekunde zu wählen 🙂 Aufgrund der krassen Kontraste ist die wirklich exakte Belichtungsmessung ohnehin schwierig und auf dem Display anhand von Spitzlichtern und Histogrammen nur eingeschränkt zu beurteilen. Also wähle ich auch heute -0.3 EV – das passt fast immer recht gut. Zusätzlich erstelle ich jeweils via Bracketing zwei weitere Bilder mit +0.7 EV und -0.7EV. Daraus ergibt sich jeweils diese Belichtungsreihe: +0.3EV -0.3EV -1.0EV

Später bei der RAW-Konvertierung kann ich mir dann das Bild aussuchen bei dem die Belichtung am besten passt. Schwierig sind in der Regel die Lichter. Ist hier etwas wirklich verloren, so kann man es auch nicht wieder zurück zaubern. Egal wie man sich in Nikon Capture oder Photoshop auch bemühen wird. Besonders bei der D700 findet sich in den dunklen Bildbereichen meist noch ausreichend viel Zeichnung, so dass man mittels „Schatten aufhellen“ ein gutes Bildergebnis erhält.

Oben am Ölberg angekommen ist es gut besucht, alle Tische sind besetzt und die Gäste genießen den wunderbaren Sonnenschein. Während wir verschwitzt unsere Stative und Kameras wegpacken wird dann sogar einer der wirklich allerbesten Plätze frei, super! Nun gibt es etwas leckeres zu Essen. Wildschwein, Hirschgulasch, Reh, die Karte verheißt wirklich viele tolle Speisen.

Doch dann fällt mir auf, dass das was ich in der linken inneren Jackentasche für meine Geldbörse hielt mein tolles großes Smartphone ist. Das wovon ich dachte es sei das Smartphone stellt sich als Päckchen Tempo-Taschentücher heraus. So ein Mist, all mein Geld liegt unten auf dem Parkplatz im Auto im Kofferraum, in meiner „Straßenjacke“. Sandra hat auch kein Geld dabei. Großartig! Ziemlich verschwitzt, gefrustet und hungrig machen wir uns an den Abstieg. Unten am Auto angekommen schnappe ich mir mein Geld. Ein paar Meter weiter ist ein ganz nettes traditionsreiches Restaurant. Dort gibt es zwar ein gutes Jägerschnitzel, aber eben keinen Sonnenschein und nicht den Ausblick vom höchsten Gipfel des Siebengebirges. Es ist ok, aber irgendwie ärgere ich mich doch noch eine ganze Weile darüber, dass ich mein Geld im Auto habe liegen lassen.

Später bin ich dann aber mit der Qualität der Bilder die mit dem SAMYANG 2.8/14mm entstanden sind ganz glücklich. Bei offener Blende hat man im absoluten Nahbereich von ca. 30cm sogar eine wenig Hintergrundunschärfe! Aber die Schärfe an den Bildecken lässt dann doch sehr zu wünschen übrig. Ich habe im Wald freihändig mit Blende 8 und ISO-400 bei ca. 1/250s fotografiert. Die erhöhte ISO-Einstellung ist in den Bildern der D700 kaum ablesbar. Sogar bei ISO-800 sind die Ergebnisse noch wirklich gut!

Die Bilder die ich mit Stativ gemacht habe sind bei ISO-200, Blende 11 oder Blende 16 mit Zeitautomatik entstanden. Die Zeitautomatik ist genau das was die D700 bei Objektiven ohne CPU unterstützt. Für mich völlig ausreichend. Will man mehr, sollte man eine betagte Nikon F4 verwenden. Die funktioniert auch bei uralten Objektiven mit Blenden- und Programm-Automatik! Die F4 beherrscht dann sogar eine Matrix-Belichtungsmessung! Diese hat zwar deutlich weniger Messfelder, liefert aber dennoch überzeugende Ergebnisse!

Hier ein paar Beispiele unserer kleinen Wanderung. Die D7000 habe ich übrigens GAR NICHT benutzt. Einmal mehr zeigt sind, dass ich nicht wirklich gut mit mehreren Kameras parallel fotografieren kann. Video-Sequenzen habe ich keine aufgenommen. Die D700 kann das leider nicht, hier werden wir noch eine Weile auf die D800 warten müssen. Und ständig zwischen den Kameras zu wechseln ist auch nicht so toll.

Die D700 ist in Kombination mit der D7000 schon ok und ersetzt eigentlich eine D800 sehr gut. Aber es ist doch ein wenig unpraktisch, jedenfalls auf Wanderungen. Auch ist mein Lowe Pro Minitrecker Rucksack nicht so praktisch wie man es sich bei der Arbeit mit zwei Kameras wünschen würde. Um die Kamera zu wechseln muss man ihn immer wieder vom Rücken nehmen, hinlegen, öffnen, wirklich umständlich ist das. Hier wünsche ich mir manchmal eine „gute alte Fototasche“. Die hängt man an die Schulter und kommt immer wirklich schnell an alles ran was man gerade braucht. Bald werde ich mal wieder meinen „Slingshot“ Rucksack ausprobieren, vielleicht klappt es mit dem etwas besser.

Die folgenden Bilder sind jeweils 1000 Pixel breit oder hoch. Also einfach mal anklicken um das „Original“ zu sehen.

Starten wir mit dem ersten Bild – es ist ein klassischer „Blick nach Oben“. Die Schärfe des billigen SAMYANG Fisheye-Objektives ist beeindruckend.

Aufgrund des einfachen optischen Aufbaus schlägt sich dieses Objektiv auch in Gegenlicht-Situationen wirklich gut!

Hier eine mit Photoshop leicht überarbeitete Fassung.

Bei sehr kurzen Brennweiten kommt es fast immer wirklich gut rüber, wenn es ein interessantes Motiv im Vordergrund ist. Der eingebaute kleine Blitz der D700 hilft hier sehr effizient den Baumstumpf unauffällig aufzuhellen.

Haucht man die riesige Fisheye-Frontlinse an, muss man sich beeilen, denn sie trocknet sehr ungleichmäßig ab. Meist vom Rand zur Mitte hin. Ein malerischer Effekt ist aber dennoch recht einfach realisierbar.

Bei diesem Bild habe ich die „Zitter-Technik“ verwendet. Es sieht aus als würden farbige Säulen aus dem Boden schießen. Auch sieht man sehr gut wie das Fisheye die Welt die es „sieht“ verkrümmt.

An windstillen Tagen kann man sich sogar im Wald mal an einem HDR versuchen. Hier habe ich ein Bild aus 5 JPGs die mit 0.7EV Unterschied belichtet sind. Zusammen gerechnet habe ich es mit Photomatix Pro 4.0 auf dem Mac.

Hier nun ein Foto das mit dem Nikon AF-S 24-85 und Polfilter bei Blende 5.6 und ISO-400 entstanden ist.

Und noch einige Bilder mit dem Motto „Ein Schuss ins Bunte“…

Ein „flotter Dreh aus dem Handgelenk“ bringt immer wieder erstaunliche Bildergebnisse 🙂

Ok, Freunde! Sandra hat heute Geburtstag und wir machen uns jetzt mal auf in Richtung Bad Godesberg. Lecker Essen, Kino, der Tag wird sicher schön 🙂