Wenn man krank daheim herumschleicht und endlich mal einige Kartons mit altem Krams ausmistet, fördert dies gelegentlich Dinge ans Tageslicht die man längst vergessen hatte. So ist es mir heute mit zwei kleinen Postkarten ergangen. Sie waren zu dick für eine Ansichtskarte und beim zweiten hinsehen fiel mir dann auf, dass eine DVD drin steckte. Also gleich rein damit in das nun externe DVD-Laufwerk meines neuen MacBooks (dort wo es eingebaut war ist jetzt eine 750er Festplatte die dort zusätzlich zu einer 256er SSD werkelt). Mit dem kleinen Tool „DVD Ripper HD“, das es in Apples App-Store zu kaufen gibt, lässt sich das Video dann auch schnell in eine mp4 Datei umwandeln. Leider gibt es wegen des 4:3 Fernsehformates oben und unten noch dunkle Balken. Also rein damit in Final-Cut-Pro X, kurz beschneiden und dann direkt ab in Richtung YouTube damit.
Es gibt ein paar nette Luftaufnahmen dieses einzigartigen Areals. Der Rest ist nicht überragend, die Musik ist so lala, aber für USA-Fans ist es vielleicht doch eine kurzweilige Abwechslung die noch nicht jeder von Euch kennt 🙂
Nach meiner Freundin und etlichen Arbeitskollegen hat es mich nun auch erwischt. Ich pfeife aus dem letzten Loch, die Nase läuft und jeder Handgriff fällt schwer. Da ist es genau richtig auf dem Sofa zu sitzen und via Apple-TV bei YouTube und Co. zu stöbern. Irgendwann fällt mir dabei ein Typ auf, er sieht aus wie ein Milchbubi, ist etwas speckig, trägt einen komischen Hut und spielt auf seiner Strat fast den Altmeister Robben Ford von der gemeinsamen Bühne. Joe Bonamassa – Jahrgang 1977 und Sohn eines Musikers der später einen Gitarrenladen betrieb. Bereits mit 4 Jahren bekam der kleine Kerl vom Papa seine erste kleine Gitarre geschenkt. Und auf die Ohren gab es vom Papa Rory Gallagher, Eric Clapton und vieles mehr. Mit 14 Jahren spielt das inzwischen fast erwachsene Pummelchen dann bei BB-King. Später wird er zu diversen Festivals eingeladen und tritt im Rockpalast, bei „Ohne Filter“ und anderen Shows auf. Die Musik die er spielt passt eigentlich nicht zu ihm, aber er ist nicht mit Bananarama und den Per Shop Boys aufgewachsen. Er spielt was ihm gefällt und das gefiel auch schon seinem Vater und den Babyspeck hat er inzwischen auch verloren!
Hier eine kleine Kostprobe:
Gleich der erste Riff besteht aus wenigen Elementen der pentatonischen Tonleiter. Die Tabulator zum Intro findet man im Internet ganz schnell, hier kann man sogar mithören und sehen was man selbst spielen müsste. Versucht man es mitzuspielen stellt man fest, dass es gar nicht einfach ist diesen wenigen Tönen einen guten Groove abzuringen. Und gerade darin zeigt sich wohl der Genius, Bonamassa macht auch aus wenigen Tönen einen coolen Groove.
Sehr schön ist auch das Zitat aus Paranoid von Black Sabbath am Ende des Schlagzeugsolos kurz am Ende des Songs.
Während ich so daheim auf der Couch weitere Songs von Joe Bonamassa via YouTube und Apple-TV schaue und vor allem höre, finde ich dann bei facebook einen Link zu einem Video das dort ein guter Freund gepostet hat. „Cpt. Metal“ vom neuen Album der „Ärzte“. Eigentlich mag ich diese Band nicht so wirklich, ich fand sie früher einfach zu albern. Aber dieser Song und das Video beweisen, die Ärzte haben enormes Potential. Und das was sie da singen spricht mir aus der Seele. Meine erste Schallplatte war von „Led Zeppelin“ und ich bin mit „Whole Lotta Love“ aufgewachsen. Was derzeit im Radio und anderswo läuft sagt mir meistens gar nichts mehr, oft einfach nur seelenloses Mainstream-Gedudel für Kids und Kohle. Da sticht der Song der Ärzte hervor und zeigt mir, dass ich so allein mit diesem Gefühl der musikalischen Ratlosigkeit angesichts der akutellen Charts gar nicht bin…
Es gibt Zeiten da hilft eben nur „Capt. Metal“ – hier auch sehr schön die Zitate von Metallica und Rammstein!
In diesem Video erzählt er etwas von seinen musikalischen Einflüssen und bringt auch einige nette Beispiele dazu wie er die Spielweise von Eric Clapton, Robben Ford und anderen Helden der E-Gitarre sieht.
In diesem Video zeigt er wie er seine vielfältigen Sounds kreiert und welche Amps und Effekte er verwendet. Interessant finde ich wie er hier immer wieder einen Lick nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt um den jeweiligen Amp oder Effekt zu demonstrieren. Ein Vollblutmusiker durch und durch…
Heute habe ich für Euch einen kleinen Test den ich mit dem Magix USB 2.0 Video-Grabber aut meinem 17″ MacBook unter Windows 7 gemacht habe. Das Magix-Produkt heißt „Retten sie ihre Videokassetten“ – schon witzig – es funktioniert sehr gut, aber die Bildqualität könnte besser sein. Ich denke es liegt daran, dass der USB-Grabber nur einen Composite-Video-Eingang hat. Könnte man ein richtiges RGB-Kabel (SCART) anschließen, wäre sicher mehr drin. In der nächsten Woche werde ich das ganze nochmals mit einem TERRATEC G3 Grabber unter OS-X einlesen und hoffe, dass dann ein deutlicher Qualitätsgewinn sichtbar wird. Dies wird dann aber weniger am OS-X als am Scart-Anschluß des neuen Grabbers liegen 🙂
Aber sei’s drum, hier schon mal 90 Minuten mit bluesigen Tipps vom Meister persönlich…
Es ist schon eine ganze Weile her, aber es war dennoch ein toller Tag als mich meine Freundin Sandra im August 2010 zu einem Überraschungsausflug nach Düsseldorf eingeladen hat. Ich wusste nicht was kommt und habe einfach mal die Nikon D300 samt AF-D 1.4/85mm und dem „kleinen Schwarzen“ AF-D 2.8/10,5mm sowie ein Nikon SB-900 Blitzlicht eingepackt. Ein stark reduziertes Equipment, aber nicht zuletzt seit meiner neuen Liebe zur Fuji X100 weiß ich „Less is more“. Also ging es bewaffnet mit nur zwei Objektiven auf nach Düsseldorf in ein altes Straßenbahn-Depot, das heute einen großartigen Oldtimer-Markt beherbergt.
Hier einige Fotos die an diesem Tag entstanden sind. Alle Bilder sind 1000 Pixel breit, also einfach anklicken wenn es größer sein soll…
Rückblickend muss ich sagen, dass die Wahl der Objektive ziemlich perfekt war. Mit dem 1.4/85mm lässt sich mit der D300 selbst bei Blende 5.6 noch eine sehr angenehme Hintergrundunschärfe realisieren. Die Fahrzeuge können damit trotz der Enge in der voll gestopften Halle sehr schön vom Hintergrund abgehoben werden. Für einige abgefahrene Weitwinkel-Perspektiven war das 10.5mm Fisheye genau richtig.
Würde ich noch einmal hinfahren, so würde ich die D700 oder D800 mit dem AF-D 1.4/85mm, AF-S 1.4/50mm, AF-D 2.8/20mm und das supergute AF-S VR 4/16-35mm einpacken. Dazu noch das SB-900 und für einige Details vielleicht das AF-D 2.8/60mm Macro oder das AiS 2.8/55mm Macro – egal – schauen wir mal was in den kommenden Monaten passiert – vielleicht klappt es ja dort die neue D800E in den ersten Mai-Wochen auszuprobieren 🙂
In einigen ersten Publikationen bezüglich der Qualitäten der neuen Nikon D800 wird die Genauigkeit der Belichtungsmessung im Vergleich zur D300 hervorgehoben. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, meiner Meinung arbeitet die Belichtungsmessung die D300 sehr zuverlässig, wenn man sie kennt. Bei Außenaufnahmen mit hellem Licht und vielen Weißtönen korrigiere ich den Belichtungsmesser wie bei der D7000 und der D2x meist um -0,3 bis -0.7 EV. Damit gibt es dann keine ausgefressenen überstrahlten Lichter in den RAW-Bildern. Die dunklen Bildbereiche haben dank der 14-Verarbeitung meist noch große Reserven und können Problemlos im Rahmen der RAW-Konvertierung aufgehellt werden.
Bei gedämpftem Licht mit etwas milderen Kontrasten ist in der Regel keine Korrektur notwendig. Bei Portraits im Gegenlicht korrigiere ich manchmal um +0.7EV – je nach Wunsch, aber meist erzielt man auch mit der Standard-Einstellung der D300 zuverlässig sehr gute Ergebnisse. Auch die hier gezeigten Fotos habe ich so im im RAW-Format fotografiert und mit einer inzwischen veralteten Version von Nikon Capture NX2 „entwickelt“. Die Ergebnisse sind für meinen Geschmack recht ansprechend und ausgewogen. Ich denke hier muss sich die D300 oder auch die D700 nicht hinter der neuen D800 verstecken.
Bereits als kleiner Junge war ich vom Design des Jaguar E-Type fasziniert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn seine Technik fehleranfällig war und die Besitzer dieser Fahrzeuge damit mehr in der Werkstatt als auf der Landstraße unterwegs waren, das Design des Jaguar E-Type ist für mich bis heute nahezu unerreicht.
Dass ich mit dieser Meinung nicht allein auf der Welt bin zeigt mir die Vorstellung der Designer der schweizer „Classic Factory“. Erst vor einigen Wochen haben sie ihre finale Version einer modernen Interpretation eines Sportcoupés vorgestellt für das der Jaguar E-Type das Vorbild war. Solch ein Fahrzeug könnte die Herzen betuchter Kerle schneller schlagen lassen. Basierend auf einem Aluminium-Spaceframe und Karosserieteilen aus Karbon-Fasern soll das Fahrzeug relativ leichte 1.600 Kilogramm auf die Wage bringen. Unter der Haube soll ein Turbo-aufgeladenes V8 Triebwerk mit nicht weniger als 5 Litern Hubraum und 550PS bei 680 Nm Drehmoment werkeln. Der Top-Speed soll bei 300 km/h liegen, die 100 km/h Marke soll bereits nach 4 Sekunden geknackt sein.
Handgefertigt im britischen Coventry sollen die ersten 50 Fahrzeuge zum Stückpreis von 495.000 Euro an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die Wartezeit soll derzeit 18 Monate betragen. Es gibt sie noch, die echten Männerträume. Ob Frauen auch von solchen Dingen träumen weiß ich nicht, vielleicht schreibt mir ja mal ein weiblicher Leser einen Kommentar 🙂