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Nikon D810 – Die besten Objektive

Seit einigen Tagen ist die Nikon D810 in ausreichenden Stückzahlen in Deutschland verfügbar. Abgesehen von der leicht gesteigerten Serienbild-Geschwindigkeit gibt es keine großen Unterschiede zur Nikon D800E und die Objektive die an der D800E gute Ergebnisse liefern kann man ohne Abstriche auch an der Nikon D810 und natürlich auch an der D750 verwenden. Viele Nikon Fans die in den letzten Wochen all ihr Geld zusammen gekratzt haben um sich eine Nikon D810 leisten zu können werden in den kommen Wochen darüber nachdenken welche Objektive an ihrer neuen Kamera gute Ergebnisse liefern. Für alle deren “Kriegskasse” nicht mehr wirklich prall gefüllt ist könnten einige sehr hochwertige manuell fokussierte Objektive interessant sein, zu mal das Angebot bei ebay & Co. sehr groß ist. Aber was zeichnet ein älteres Objektiv aus und was bedeuten diese ganzen Bezeichnungen Ai, AiS, AF-S AF-D, G-Typ usw.

Weil ich während der letzten beiden Jahre immer wieder viele E-Mails mit genau diesen Fragen bekamt, habe ich vor ein paar Monaten einige Videos zu diesem Thema aufgenommen.

Für alle die entweder keine Lust haben die langen Videos anschauen oder sich immer noch unschlüssig sind habe ich hier eine Liste meiner Empfehlungen für Nikon FX-Kameras wie die Nikon D800 zusammengestellt.

Objektivauswahl - Nikon D800E - Lens Suggestions

 

Standardbrennweiten

An einer FX Kamera entspricht ein Objektiv mit 50mm Brennweite etwa dem natürlichen Sichtfeld des menschlichen Auges. Daher wurden früher praktisch alle Kamera mit einem 50mm Objektiv verkauft. Was heutzutage häufig als “Kit-Linse” oder “Scherbe” schlechtgeredet wird, war vor 50 Jahren schlicht und ergreifend ein “Normalobjektiv”.

 

Nikkor AF-D 1,8/50mm

Ein extrem billiges kleines leichtes Normalobjektiv ohne eingebauten Autofokus-Motor. Es wird in China produziert und man bekommt es neu schon für rund 100 Euro. Wer wenig Geld hat, bekommt hier ein Objektiv mit sehr guten Abbildungseigenschaften, das auch an DX-Kameras ab der D7000-er Serie gute Arbeit leistet. An der D3xxx und D5xxx ist es weniger optimal, weil diese Kameras keinen eigenen Autofokus-Motor haben.

Nikkor AF-S 1,8/50mm

Etwas teurer größer und schwerer ist das AF-S 1,8/50mm. Dieses Objektiv hat einen Silent-Wave Motor (Ultraschall-Motor) für den Autofokus und funktioniert somit auch sehr gut an allen D3000, D3100, D3200, D5000, D5100, D5200, D5300 usw.

Nikkor AF-S 1,4/50mm

Dieses Objektiv ist ein wenig lichtstärker und kostet schon rund 350,- Euro. Durch die hohe Lichtstärke gelingen damit Fotos bei wenig Licht meist etwas besser, weil im absoluten Grenzbereich der Autofokus noch etwas besser funktioniert als bei der 1,8er Variante. Außerdem ist die Hintergrundunschärfe etwas stärker ausgeprägt. Dieses Objektiv eignet sich damit extrem gut für alle die gern Videos aufnehmen und einzelne Objekte mit weit geöffneter Blende freistellen wollen.

Hier habe ich ein Beispielfoto, das vor einer Weile auf einem Weinfest entstanden ist. In diesen Situationen wird man das AF-S 1,4/50mm lieben. Man beachte auch das schöne weiche Bokeh!

Nikon D800E - Available Light - AF-S 1.4/50mm

Nikkor AiS 1,4/50mm

Dieses Objektiv ist schon etwas älter, liefert aber annähernd die gleiche Bildqualität wie das moderne AF-S Pendant. Meiner Meinung nach ist es besser für Video-Filmer geeignet, weil der Fokusring herrlich butterweich läuft, einen festen Endanschlag für “Unendlich” hat und zugleich eine feinere manuelle Fokussierung erlaubt.

Nikkor H 1,4/50mm

Eines der ältesten lichtstarken Objektive aus dem Hause Nikon. Man kann es sehr leicht selbst auf Ai umbauen und damit liefert es gute Dienste für alle Videofilmer und Fotofreaks die Bilder mit einem etwas altmodischen Touch haben wollen. Die Konstruktion ist mehr als 50 Jahre alt, damit ist der Kontrast geringer, es gibt stärkere Lens-Flares usw. Im direkten Vergleich zum AF-S 1,4/50mm sind diese Nachteile deutlich sichtbar. Für Portraits bei Gegenlicht usw. ist es dennoch ein sehr cooles Objektiv, gerade wegen dieser Fehler die den Fotos einen eigenen Touch verleihen können.

 

Weitwinkelobjektive

Nikkor AiS 2,8/28mm

Wirklich schlechte Objektive hat man bei Nikon nie gebaut und es gab sogar einige Objektive trotz allem aus der Menge der teils hervorragenden Objektive herausgeragt haben. Eines dieser Objektive ist das AiS 2,8/28mm. Mit diesem Objektiv macht man nichts falsch wenn es um eine sehr hochkarätige universell einsetzbare Weitwinkel-Brennweite geht. Ich schätze dieses Objektiv über alle Maßen und kann es jedem empfehlen der ein extrem solide gebautes Weitwinkel mit perfekten Abbildungseigenschaften sucht. Ähnlich gut ist übrigens auch das Nikkor AiS 2,8/24mm. Beide Objektive sind perfekt für alle Video-Filmer geeignet weil der Fokusring wie bei allen manuell fokussierbaren Nikon-Objektiven wunderbar weich läuft. Statt viel Geld für ein ebenfalls manuell fokussiertes ZEISS Objektiv auszugeben, kann man auch einfach versuchen bei eBay & Co ein AiS 2,8/28mm für etwa 150 Euro abzustauben.

Nikkor AF-S 2,8/14-24mm

Dieses Objektiv ist ein großes teures Profiobjektiv und der Listenpreis liegt bei ca. 1500 Euro. Es ist perfekt gegen Staub und Umwelteinflüsse abgedichtet, die Abbildungsqualität ist exzellent, Konstrast, Schärfe liegen auf allerhöchstem Niveau. Die Verzeichnung ist gering und zugleich so linear, dass man sie sehr einfach mit Nikon Capture, Lightroom oder Photoshop korrigieren kann. Ein Nachteil ist, dass bedingt durch die weit vor gewölbte Frontlinse keine normalen Filter verwendet werden können. Leider ist es schwierig zu diesem extremen Objektiv ein passendes Filterset zu finden. Wirklich gut funktioniert eigentlich nur der LEE SW 150 Filteradapter. Dieser kostet zusammen mit einigen Filter allerdings schnell zwischen 600 und 800 Euro.

Bildschirmfoto 2014-10-14 um 18.26.09

Nikkor AF-S VR 4/16-35mm

Wer mit ein wenig Unschärfe an den äußersten Bildrändern und der schwächeren Lichtstärke leben kann, für den ist das Nikon AF-S VR 4/16-35mm ggfs. eine sehr willkommene Alternative. Aktuell kann man das sehr hochwertige 4/16-35mm für unter 900,- Euro kaufen. Es passen normale Graufilter mit 77mm Filterdurchmesser.

Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm

Diese Objektiv ist etwa 500 Euro preiswerter als das 2,8/14-24mm. Es ist ähnlich hochwertig gebaut und liefert bereits bei offener Blende brauchbare Fotos. Der eingebaute Bildstabilisator macht die fehlende Blendenstufe zum AF-S 2,8/14-24mm mehr als wett. Das 77mm Filtergewinde steht fest und man kann damit nach der Fokussierung bspw. einen Infrarotfilter aufschrauben OHNE die Fokussierung versehentlich zu verändern. Verwendet man Slim-Line-Filter, so ist auch bei 16mm Brennweite keine Abschattung der Bildecken erkennbar. Bei “normalen” Filtern werden die äußersten Ecken etwas abgedunkelt. Hier sollte man sich also auf ca. 18mm beschränken oder die leichte Vignettierung mit Photoshop & Co. nachträglich entfernen.

Hier ein Beispiel für ein Infrarotfoto das mit einem HOYA IR72 und der Nikon D800E aufgenommen habe.

Nikon D800E - Beispielfoto mit Infrarot-Filter HAMA IR-72

Nikkor AF-D 2,8/24mm

Ein kleines gut gemachtes Weitwinkel mit 52mm Filtergewinde das in fast jeder Hosentasche Platz hat ist das 2,8/24mm. Schaltet man den Autofokus der Kamera aus, kann man dieses Objektiv ähnlich gut manuell fokussieren wie die älteren Pendants ohne Autofokus. Die Bildqualität ist mehr als brauchbar und es eignet sich recht gut für alle Video-Filmer.

SAMYANG 2,8/14mm

Nikon D800E mit SAMYANG 2.8/15mm

Dieses Objektiv gibt es mit und ohne CPU. Ich habe mich damals für die Version ohne CPU entschieden, würde aber eher die etwas teurere Version mit CPU empfehlen. Durch die eingebaute CPU können die Kameras die eingestellte Blende und die Brennweite des Objektives ohne Umwege direkt in den EXIF-Daten der Fotos speichern, was manchmal sehr praktisch ist. Die Verzeichnung dieses Objektives ist nicht linear und nur schwer zu entfernen. Damit wird es allen Architekturfotografen Kopfschmerzen bereiten. Auch ist es bei Gegenlicht nicht wirklich perfekt, aber angesichts des niedrigen Preises von nur ca. 300 Euro ist es eine sehr gute Alternative zum extrem teuren AF-S 2,8/14-24mm. Vom gesparten Geld kann man sich dann ein AF-S VR 4/16-35 und ein AF-S 1,8/50mm leisten…

Hier habe ich ein Foto das ich mit dem SAMYANG und meiner Nikon D700 vor einigen Monaten aufgenommen habe. Ich denke, an der Bildqualität gibt es nichts zu meckern, oder?

Nikon D700 & Samyang 2.8/14mm

Teleobjektive

Nikkor AF-S VR 2,8/70-200mm

Dieses Objektiv ist eines meiner liebsten Objektive überhaupt. Inzwischen gibt es eine neuere Version, die auch am äußersten Rand noch komplett scharf abbildet. Allerdings ist der kürzeste Aufnahmeabstand mit der neueren Version deutlich länger, so dass ich die ältere Variante besonders für Portraits bevorzuge. Das Objektiv funktioniert sehr gut mit Tele-Konvertern. Es ist kompatibel mit TC14, TC17 und TC20 Modellen. Verwendet man den TC-20 Tele-Konverter, so hat man ein 140-400mm Teleobjektiv mit Blende 5,6. Damit funktioniert der Autofokus noch sehr gut und das Objektiv eignet sich damit sowohl für die Tierfotografie als auch für schöne Portraits.

Hier habe ich ein Beispiel das schon etwas älter ist. Aber man sieht, dass dieses Objektiv selbst bei Blende 5,6 noch eine sehr schöne Hintergrundunschärfe liefert und das eigentliche Motiv perfekt scharf abzubilden vermag.

Nikon AF-S VR 2.8/70-200 - Example

Wer sich für dieses Objektiv interessiert muss mit einem Preis von ca. 1900 Euro rechnen. Die ältere Version bekommt man in gutem Zustand auf dem Gebrauchtmarkt für ca. 1000 Euro. Eine preiswerte Alternative ist ggfs. das neue AF-S VR 4/70-200mm. Hier habt man aber ein weniger schönes Bokeh und Tele-Konverter können nur eingeschränkt genutzt werden.

Nikkor AF-S VR 4/200-400mm

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 4/200-400mm

Der Hammer für die Tierfotografie ist das leider sehr große und schwere AF-S VR 4/200-400mm. Dieses Objektiv mutiert wegen des DX-Crop-Faktors an einer Nikon D7100 zu einem 300-600mm Telezoom mit sehr akzeptabler Lichtstärke. Es ist mein Tipp für alle Tierfotografen die ca. 6.500 Euro für ein Teleobjektiv ausgeben können. Im Vergleich zu den ähnlich teuren Festbrennweiten hat man hier deutlich mehr Flexibilität. In Verbindung mit einem TC-20 Tele-Konverter wird aus dieser Liste an einer Nikon D7100 ein 600-1.200mm Superteleobjektiv mit Blende 8. Damit funktioniert bei gutem Licht der Autofokus noch recht zuverlässig. Es gibt nur wenige Objektive die in der Tierfotografie oder auch Ansitzfotografie ähnlich gute Dienste leisten. Hier habe ich ein kleines Beispielvideo das ich vor einer ganzen Weile mit dem AF-S VR 4/200-400mm und einem Nikon TC-17E II in Verbindung mit einer Nikon D7000 aufgenommen habe. Leider hatte ich meine sehr coole “Affenschaukel” damals noch nicht, so dass die Kamerabewegungen etwas “hakelig” sind. Mit der neuen Benro “Affenschaukel” gelingt das jetzt deutlich flüssiger. Und das Argument für den Kauf dieser nicht ganz preiswerten Alternative zu einem Kugelkopf war letztlich dieses Video.

 

Wer über den Kauf eines solchen Objetkivs nachdenkt, sollte also auch die Folgekosten beachten! Ich verwende dieses Objektiv heute ausschließlich mit einem stabilen BENRO M3204 Carbon Stativ und der oben gezeigten “Affenschaukel” die ebenfalls von BENRO stammt. Diese Kombination kostet etwa 800 Euro, man muss ich also gut überlegen ob man zum einen soviel Geld ausgeben will und zum anderen das exorbitante Gewicht dieses kleinen Monsters “ertragen” will.

Nikkor AF-S VR 4,5-5,6/80-400mm

Lange Zeit war das einige halbwegs preiswerte lange Telezoom aus dem Hause Nikon das AF-D VR 80-400mm. Bedingt durch die etwas ältere Konstruktion hatte dieses Objektiv noch keinen AF-S. Daher wird für den Autofokus eine Kamera mit eingebauten Autofokus-Motor benötigt. Vielfach wurde der dadurch etwas langsame Autofokus bemängelt. Seit einigen Monaten ist nun der Nachfolger mit eingebautem schnellem Ultraschall-Motor lieferbar. Die neue Version ist halbwegs bezahlbar und liegt bei etwa 2.400 Euro. Bedingt durch die relativ geringe Lichtstärke sollte man es nicht mit Tele-Konvertern verwenden. Beispielsweise den Kenko 1,4-fach Konverter könnte man noch benutzen, bei längeren Konvertern liegt die verbleibende Lichtstärke jenseits von Blende 8, so dass bei schwachem Licht der Autofokus nicht mehr zuverlässig funktionieren wird. Ein großer Vorteil dieses Objektivs sind das relativ geringe Gewicht und die recht kompakten Abmessungen.

Nikkor AF-D VR 4,5-5,6/80-400mm

Nikon D800E & Nikon AF-D VR 80-400mm

Hier habe ich ein Beispiel, das ich vor 7 Jahren mit dem damals brandneuen AF-D VR 4,5-5,6/80-400mm und meiner damals ebenfalls brandneuen Nikon D2x aufgenommen habe. Schaut das Foto mal in “Original-Größe” an und Ihr werdet sehen, dass man auch mit dem alten Objektiv durchaus gute Fotos machen kann. Wer also wenig Geld hat und ein kompaktes brauchbares Telezoom sucht, der ist meiner Meinung nach mit dem recht alten 80-400mm immer noch recht gut beraten.

BUSSARD - Nikon D2x & AF-D VR 80-400mm

 

Midrange Zoomobjektive

Nikkor AF-S 2,8/24-70mm

Der Klassiker unter den professionellen “Immer-Drauf” Linsen ist das AF-S 2,8/24-70mm. In den nächsten Monaten erwarte ich eine neuere Version mit eingebauten VR-Bildstabilisator. Dann dürften die Preise für die erste Version fallen. In den letzten Monaten war es schon im Rahmen einer Cash-Back Aktion mit einem Rabatt von 200 Euro lieferbar. Dieses Objektiv kann eigentlich alles und ich mag es sehr gern. Allerdings hat einer meiner Fotofreunde in den letzten Monaten viel Stress mit seiner Version gehabt. Der Zoom-Ring lief nicht gleichmäßig weich und hat manchmal etwas gehakt. Das Objektiv wurde mehrfach umgetauscht aber alle Ersatzgeräte hatten das gleiche Problem. Erst ein Besuch beim Nikon-Service in Düsseldorf konnte das Problem dauerhaft lösen. Hier sollte man also gut überlegen wo man dieses Objektiv ggfs. kauft. Meine Version war vom ersten Tag an tadellos. ich benutze dieses Objektiv sehr gern, allerdings sind Baugröße und Gewicht beachtlich. Wenn es auf jedes Gramm ankommt, packe ich lieber das extrem billige AF-G 28-80mm ein…

Hier habe ich ein Beispiel das vor einigen Tagen mit der Nikon D800E und dem AF-S 2,8/24-70mm in Frankfurt entstanden ist.

Frankfurt Downtown - Nikon D800E & AF-S 2,8/24-70mm

Nikkor AF-S 2,8/28-70mm

In den Zeiten in denen die Nikon F5 noch ein superheißes Eisen war, nutzen viele Profis das AF-S 2,8/28-70mm. Dieses war das erste Objektiv mit einem eingebauten Ultraschall-Motor für den Autofokus. Es hat noch einen Blenden-Ring, ist also kein G-Typ und funktioniert sogar an der Nikon F4 vollständig! Das dieses Objektiv noch aus der analogen Welt stammt, ist die Auflösung bei offener Blende nicht wirklich großartig. Aber bei Blende 8 ist es sehr brauchbar und dem neueren AF-S 2,8/24-70 fast ebenbürtig. Aktuell wird es bei eBay & Co für ca. 500 Euro gehandelt. Wer sich die aktuelle teure Version nicht leisten kann, ist also ggfs. mit dem etwas älteren Pendant recht gut bedient.

Nikkor AiS 2,8-3,5/35-70mm

Dieses Objektiv war das erste Profi-Zoom aus dem Hause Nikon. Es ist kompakt, extrem robust und liefert trotz des hohen Alters auch an einer Nikon D800E erstaunlich gute Bildergebnisse. Es eignet sich ebenfalls sehr gut für Video-Filmer weil Zoom und Fokus im Idealfall wirklich butterweich laufen und einen großen Einstellweg haben.

Nikkor AF-G 3,3-5,6/28-80mm

Es fühlt sich an wie die letzte Plastikgurke, es ist leicht, klapprig und extrem billig, aber es liefert trotzdem gute Fotos! Wer ein extrem leichtes Midrange-Zoom für seine FX-Nikon sucht, der liegt mit diesem Ding genau richtig.

Nikon D700 mit Nikkor AF 28-80G

In diesem Artikel findet ihr weitere Infos zu diesem Objektiv.

 

Makro-Objektive

Nikkor AiS 2,8/55mm

Dieses Objektiv ist der absolute Klassiker unter den “kurzen” Nikon Makro-Objektiven. Es wurde bis vor kurzem noch hergestellt und die Bildqualität ist über alle Zweifel erhaben. In diesem Artikel findet Ihr einige Testfotos in voller Auflösung, die ich mit dem AiS 2,8/55mm und der Nikon D800E aufgenommen habe. Der Filterdurchmesser beträgt 52mm, der maximale Abbildungsmaßstab ist 1:2.

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikkor AF-D 2,8/60mm

Etwas moderner und robust wie ein Panzer ist das AF-D 2,8/60mm. Wer etwas Geld sparen möchte, der kann ggfs. auch den Vorgänger ohne “D” kaufen. Die Bildqualität ist identisch. Das “D” steht für “Distance” und ermöglicht etwas bessere Fotos in Verbindung mit entsprechenden Blitzgeräten. In der Macro-Fotografie ist das aber nicht unbedingt erforderlich. Der Filterdurchmesser beträgt 62mm, der maximale Abbildungsmaßstab ist 1:1. Das 60er Macro ist ein absoluter Klassiker und eignet sich an DX Kameras wie bspw. der Nikon D7100 auch sehr gut für Portraits im Studio. Die Hintergrundunschärfe ist nicht so schön wie bei einem speziellen Portraitobjektiv, aber bei fast vollständig geöffneter Blende immer noch ganz brauchbar.

Nikkor AF-D 2,8/105mm

Dies ist der “Große Bruder” des 60er Makro-Objektives. Die Bildqualität ist auf gleichem Niveau und wegen der längeren Brennweite kann man es bei offener Blende auch mal für Portraits verwenden. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt auch hier 1:1, das Filtergewinde hat 52mm. Auch hier gab es eine Variante ohne “D” die genauso gut funktioniert und ggfs. ein paar Euro billiger ist.

Nikkor AF-S VR 2,8/105mm

Das aktuelle Micro-Nikkor hat deutlich mehr Linsen, ist größer, schwerer, teurer und liefert letztlich keine anderen Ergebnisse als das AF-D 2,8/105mm. Im Makro-Bereich ist der Bildstabilisator überflüssig, ich würde eher zum etwas älteren Modell raten und vom gesparten Geld ein paar Zwischenringe usw. kaufen. Auch dieses Objektiv kann man notfalls sehr gut für Portraits verwenden!

Sigma EX-DG 2,8/105mm Macro

Dieses Objektiv ist ein Klassiker und auf dem Gebrauchtmarkt recht preiswert zu haben. Die optischen Eigenschaften sind exquisit, es steht dem Nikon AF-D 2,8/105mm in nichts nach. Allerdings ist die mechanische Qualität nicht so hochwertig wie beim Pendant von Nikon. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:1, zum Lieferumfang gehört eine sehr stabile Gegenlichtblende aus Metall. Aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen zählt dieses Objektiv zu meinen absoluten Favoriten. Es gibt etwas ältere Versionen ohne “DG”. Dieses Objektive sind ebenfalls sehr gut, der Unterschied ist eine zusätzliche speziell vergütete “Rücklinse” bei den neueren “DG” Modellen. Diese Vergütung soll Spiegelungen des Sensors in der rückwärtigen Linse verhindern.

Es ist eine neuere Version mit eingebautem Ultraschallmotor für den Autofokus lieferbar. Ich bevorzuge jedoch die etwas ältere Variante weil sie deutlich leichter ist und man in der “echten Makro-Fotografie” keinen AF-S benötigt. Wer mit diesem Objektiv ggfs. Portraits fotografieren möchte, der liegt mit der neuen Version allerdings goldrichtig!

Sigma EX-DG 3,5/180mm Macro

Besonders wenn man in der freien Wildbahn versucht Spinnen und anderes Getier groß abzubilden leisten etwas längere Macro-Objektive sehr gute Dienste. Das 180er Makro-Objektiv aus dem Hause Sigma verwende ich auch sehr gern in Verbindung mit dem 1,4-fach Teleconverter den Sigma passend anbietet. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1.1 und kann durch Verwendung des Teleconverters bei gleichem Abstand zum Motiv um den Faktor 1,4 gesteigert werden. In den EXIF-Daten wird dieses Objektiv witziger Weise mit 185mm Brennweite aufgeführt.

Sigma-180

Hier habe ich ein Beispielfoto das ich vor ein paar Jahren mit meiner Nikon D2x und diesem Objektiv aufgenommen habe.

Nikon-D2x-Sigma-180mm-Butterfly

Man beachte die schöne Hintergrundunschärfe! Wer genug Abstand zu seinen Models einnehmen kann, der hat mit dem Sigma EX DG 3,5/180mm auch eine schöne Portraitbrennweite.

Nikkor AF-S 2,8/40mm

Dieses Objektiv ist eigentlich für das kleinere DX Format gerechnet. Allerdings leuchtet es in Verbindung mit Zwischenringen auch das komplette FX-Format aus. Die Abbildungsqualität ist exzellent und an einer Nikon FX-Kamera ist es ein schönes “Normal-Objektiv” mit geringster Verzeichnung und überragender Abbildungsqualität.

 

Portrait-Objektive

Nikkor AF-D 1,4/85mm

Der “King of Bokeh” ist nach wie vor das Nikon AF-D 1,4/85mm. Dieses Objektiv ermöglicht selbst bei Blende 5,6 noch ein außergewöhnlich gute Freistellung von Personen in der Portraitfotografie. Außergewöhnliche Schärfeleistung darf man sich von diesem Objektiv nicht erwarten, seine Stärke ist eher die dezente Unschärfe im Vorder- und Hintergrund. Sein Motiv positioniert man irgendwo dazwischen und erhält wie von Geisterhand Portraits die einen gewissen “malerischen Look” haben. Weichzeichner und andere Hilfsmittel braucht man bei diesem Objektiv eigentlich nicht. Auch für Video-Filmer eignet es sich sehr gut, weil man mit dieser Linse extrem gekonnt mit der Verlagerung der Schärfeebene spielen kann.

Hier habe ich ein Beispielfoto das ich im Jahr 2006 mit meiner Nikon F3 und dem AF-D 1,4/85mm und einem AGFA Film mit ISO-200 aufgenommen habe. Man beachte hier besonders den Schärfeverlauf. Die Hand mit der Maus ist unscharf und die Kalender hinten an der Wand kann man auch nur erahnen. Das Gesicht meines Freundes Richard ist hingegen perfekt scharf abgebildet. Diesen Bildeindruck bekommt man nur mit dem 1,4/85mm hin.

F3_AF_D_1.4_85mm_thumb.jpg

Und so sieht dieses Objektiv aus. Die Linsen sind riesig und die Verarbeitung exquisit. Das Filtergewinde beträgt 77mm, man kann locker einen 8x Graufilter aufsetzen und wegen der hohen Lichtstärke hat man immer noch ein helles Sucherbild. Besonders in Verbindung mit einem Graufilter ermöglicht dieses Objektiv große Blendenöffnungen bei hellem Licht und mäßig kurzen Belichtungszeiten. So kann man auch Outdoor mit Blitzsystemen arbeiten. Will man Blitzen, so darf die kürzeste Blitzsynchronzeit nicht unterschritten werden. Bei einer Nikon D800 kann man zudem die ISO-Empfindlichkeit auf ISO-50 absenken. Das sind die besten Voraussetzungen für schöne Portraits unter freiem Himmel, so kann man bei ISO-50, 1/250s in Verbindung mit einem Graufilter mit Blende 2,0 perfekte Portraits mit guter Schärfe in den Gesichtern und perfekter Unschärfe im Vorder- und Hintergrund erzielen.

Nikon-AF-D-14-85mm

Nikkor AF-S 1,4/85mm

Dies ist die neuere Version des zuvor beschriebenen Objektivs. Der optische Aufbau wurde etwas modifiziert und für die schnelle und leise Fokussierung gibt es jetzt einen Ultraschall-Motor im Objektiv. Die Abbildungsqualität ist sehr ähnlich. Wer sich die neuere Version leisten kann, der kann sie mit gutem Gewissen kaufen.

Nikkor AF-D 1,8/85mm

Die 1,8er Version unterscheidet sich massiv vom 1,4/85mm. Der Neupreis betrug damals weniger als die Hälfte und Nikon hat beim, 1,8er viel Kunststoff verwendet. Der Bildqualität tut dies aber keinen Abbruch, lediglich das Bokeh ist nicht ganz so weich wie bei der deutlich teureren, größeren und schwereren 1,4er Variante. Wer ein brauchbares Portrait-Objektiv sucht und wenig Geld hat, für den ist das AF-D 1,8/85mm genau richtig.

Nikkor AF-S 1,8/85mm

Das gleiche gilt auch für die neuere Version mit AF-S Aufofokus. Auch hier spart man eine Menge Geld, aber der Look der Fotos ist auch deutlich anders. Wer sich das 1,4er nicht leisten kann und wem der Autofokus des AF-D 1,8 zu laut und zu langsam ist, der kann mit gutem Gewissen zum AF-S 1,8/85mm greifen.

Mein Favorit unter den Portrait-Objektiven ist allerdings nach wie vor das AF-D 1,4/85mm.

Nikkor AF DC 2,0/105mm

Eine Sonderstellung unter den speziellen Portrait Objektiven nimmt das DC 2,0/105mm ein. Der Clou an diesem Objektiv ist der spezielle “Defocus-Image-Control” Mechanismus. Damit kann man die Unschärfe im Hintergrund gezielt steigern und erhält einen Look den auch das AF-D 1,4/85mm nicht bieten kann. Dieses Objektiv ist allerdings sehr speziell und es benötigt für den Autofokus eine Kamera mit eingebautem AF-Motor. Der Blendenkreis ist fast perfekt gerundet und das Objektiv hat eine eingebaute Gegenlichtblende. Der Preis liegt bei etwa 1.000 Euro und dieses Objektiv ist etwas für echte Spezialisten unter den Hochzeitsfotografen.

Zusammenfassung

Das waren jetzt meine Tipps wenn es um Objektive für das Nikon FX-Format geht. Die Liste ist längst nicht vollständig und man könnte sie mit weiteren Objektiven bspw. von ZEISS weiter anreichern. Aber ich besitze keine ZEISS Objektive weil für das wenige was sie mehr können als die Nikon Objektive nicht bereit bin einen exorbitanten Zuschlag zu bezahlen. Außerdem kommen die ZEISS Objektive für das Nikon-F Bajonett derzeit ohne Autofokus daher, es sind also eher Objektive für zahlungskräftige Enthusiasten.

Objektive von Tamron fehlen in dieser Liste völlig. Dies liegt an meinem gespannten Verhältnis zu dieser Marke. Alles was ich bislang aus dem Hause Tamron hatte, habe ich schnell wieder bei eBay verkauft weil mir die Objektive nicht gefallen haben. Es gibt durchaus auch gute Tamron-Linsen, aber warum soll ich dafür Geld ausgeben wenn ich das “Original” von Nikon habe?

Sehr brauchbare hochwertig verarbeitete Objektive gibt es auch von Tokina. Ich habe beispielsweise das AT-X Pro 2,6-2,8/28-70mm, eine wirklich hochwertige Linse! Aber ich benutze sie praktisch gar nicht mehr seit ich das Nikkor AF-S 2,8/24-70mm besitze.

Alles in allem ist das Angebot wirklich guter Objektive für das Nikon-F Bajonett fast unüberschaubar. Man könnte ein echtes Vermögen dafür ausgeben und hätte noch immer nicht alles was das Herz begehrt.

Müsste ich eine Empfehlung für eine sinnvolle Objektivauswahl für die Nikon D800 abgeben, dann sähe sie wie folgt aus:

  • Nikkor AF-S 1,4/50mm (Damit starten wir nach dem Kauf der Kamera)
  • Nikkor AF-S 2,8/24-70mm (Das ist das 2. Objektiv das ich kaufen würde)
  • Nikkor AF-S VR 2,8/14-24mm (Mir liegt der weite Winkel mehr als das Tele, das wäre #3)
  • Nikkor AF-S VR 2,8/70-200mm V2 (Toll für Tiere und Portraits, meine #4)
  • Nikkor TC17E-II (DER Tele-Konverter zum 70-200)
  • Sigma EX DG 2,8/105mm (Das ist “mein” Makro!)
  • Nikkor AF-D 1,4/85mm (Wenn Portrait, dann diese Linse!)
  • Sigma EX DG 3,5/180mm (Ich würde mit dem 105er starten und später ggfs. zum 180er aufsteigen)
  • Sigma 1,4-fach Tele-Konverter (Tolle Erweiterung zum 180er Makro)
  • Nikkor AF-S VR 4/16-35mm (Wer mit Graufiltern arbeiten möchte und lange Belichtungszeiten liebt, der hat es mit diesem Objektiv leichter als mit dem Nikon AF-S VR 2,8/14-24mm)

 

 

Was rockt mich im Herbst?

In den letzten Wochen hatte ich nicht viel Zeit für lange neue Artikel. Das lag zum größten Teil an den sehr aufwendigen und langwierigen Arbeiten zu meinen neuen Videos. Besonders die drei letzten USA-Videos haben mich mehrere hundert Stunden meiner abendlichen Freizeit gekostet.

Daher gibt es heute nicht viel Text sondern einfach nur ein paar Links zu meinen aktuellen YouTube Videos. Ich würde mich sehr freuen dazu den einen oder anderen “Daumen hoch” von Euch zu erhalten. Konstruktive Kritik und Anregungen wie es besser geht sind natürlich jederzeit ganz ausdrücklich willkommen.

Wer nicht weiß wie er einen “Daumen hoch” abgeben kann, dazu benötigt man einen kostenlosen YouTube-Account. Man hat dadurch keinerlei Verpflichtungen und muss selbst keine Videos einstellen usw. Aber man kann eben bewerten, kommentieren, Playlisten anlegen und sehr einfach mit den Machern der Videos in Kontakt treten.

Okay, starten wir in umgekehrter chronologischer Reihenfolge….

In den letzten Tagen war endlich das Wetter mal so, dass man wieder mit Freude Motorrad fahren konnte. Weil ich seit ein paar Tagen drei kleine Objektive für meinen iPOD Touch habe, kam es mir in den Sinn ein Video mit Tipps für Biker zu machen. Einige der Tipps passen natürlich auch für andere Arten der “sportlichen Fortbewegung” :-)

Die Zubehörartikel aus dem Video gibt es hier

Hier habe ich ein Video das mit ganz großen Spaß bereitet. Es ist vor ein paar Wochen an einem Montag entstanden den ich gemeinsam mit meinem Freund Mirko in der Luft verbringen durfte. Ein paar Tage zuvor haben wir ein kleines Interview aufgezeichnet.

Als mein Auto vor ein paar Tagen wegen einer Rückrufaktion in die Werkstatt musste, hatte ich Gelegenheit zwei Tage lang einen Mercedes GLA-250 auszuprobieren. Ein sehr schönes Auto!!

Hier nur nun die inzwischen fertig gestellten Teile 1-3 meiner Reportage zur USA-Reise im May 2014:

Photokina 2014 – Top oder Flop?

Mit dem Siegeszug der Digitalfotografie konnten sich die Kamera-Hersteller über viele Jahre hinweg über stetig steigende Umsatzzahlen freuen. Doch diese fetten Jahre sind inzwischen vorbei. Der Markt ist gesättigt, in fast jedem Haushalt schlummert eine moderne digitale Kamera und wartet auf Motive die oft über Monate hinweg nicht kommen wollen. Viele potentielle Kunden verwenden ihre teure Kamera nur im Urlaub und interessieren sich ansonsten nicht weiter für die Superlative welche die Kamerahersteller immer wieder durch ihre Marketing-Abteilungen an die Presse weiterleiten lassen.

Vor diesem Hintergrund war die Photokina 2014 ein von vielen Herstellern mit Spannung erwartetes Event. Ob die Erwartungen erfüllt wurden und welche Tops und welche Flops es gab wollen wir uns hier kurz anschauen.

Meine Liste ist natürlich nicht vollständig und von meinen persönlichen Vorlieben geprägt. In den letzten Tagen habe ich lange hin und her überlegt ob ich überhaupt etwas zur Photokina schreiben soll. Dann hatte ich die Idee eine “Liste der Innovationen” hochzuladen, die nichts als eine schwarze Bitmap enthalten sollte. Aber ganz so schlimm war es dann ja doch nicht…

Nikon D750

Nun ist sie da, aber braucht die Welt diese Kamera wirklich? Mit der D750 schiebt Nikon eine weitere Vollformatkamera in die Lücke zwischen D610 und D810.

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Technisch ist sie auf dem aktuellsten Nivea, sie kann alles was man sich nur wünschen kann, sie ist schnell, hochwertig verarbeitet, fühlt sich gut an und liefert tadellose Ergebnisse. Preislich ist sie knapp unterhalb der D800 angesiedelt und es gibt neben Wifi endlich ein schwenkbares Display. Bei Olympus, Panasonic & Co gibt es dieses Features schon seit Jahren und hier hat Nikon endlich etwas nachgeliefert was längst überfällig war. Allerdings wird man angesichts der Nikon APPs für iOS und Android am neuen Wifi-Feature nur wenig Freude haben. Das können die Wettbewerber beispielsweise bei Panasonic und Olympus bislang eindeutig besser. Hier sollte Nikon schnellstens nachbessern!

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Bei der D750 hat Nikon im wesentlichen Detailarbeit geleistet, wirkliche Innovationen sucht man vergeblich. Wem das Erlebnis des Fotografierens mit einem etwas größeren griffigen Kamerakorpus gleichgültig ist, der wird mit einer Nikon D600 oder D610 zum deutlich niedrigeren Preis die gleichen Ergebnisse erzielen.

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Der Korpus der Kamera besteht aus robustem Magnesium, eine Innovation ist es nicht, aber es ist eben kein billiges Polycarbonat…

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Die Detailarbeit macht sich bei den Video-Modi bemerkbar. Wer allerdings auf Support für 4K Videos gehofft hat wird enttäuscht sein. Was es bei der Panasonic GH4 schon seit Monaten gibt, sucht man bei der deutlich teureren Nikon D750 vergeblich. Aber die Framerates erlauben endlich die Flexibilität die man sich in einem Setup mit mehreren Kameras wünscht. Ich ärgere mich immer wieder, dass die Olympus OM-D EM-1 zum Preis von 1.500 Euro für den Korpus lediglich mit 30 B/s in 1080p filmen kann. Wo ist das Problem der Kamera auch 25 und 24 Bilder pro Sekunde beizubringen? Beim Videoschnitt ist es immer wieder mehr als ätzend wenn man einen Film aus Sequenzen zusammenstellen muss die mit unterschiedlichen Framerates aufgenommen wurden.

Bei ruhigen Szenen ist es kein Problem aber sobald Objekte gefilmt werden die sich mit kontinuierlicher Geschwindigkeit bewegen gibt es im fertigen Film bei unterschiedlichen Bildraten eine sehr unangenehmes Rucken. Der Grund ist so einleuchtend wie einfach. Zwar können moderne Schnittprogramme mit allen Arten von Framerates umgehen, aber sie lassen sich eben nicht so einfach konvertieren. Fügt man eine Sequenz die mit 30 B/S aufgenommen wurde in ein Videoprojekt ein das auf 25 B/s basiert, so müssen einzelne Frames/Bilder ausgelassen werden. Dass das Ergebnis nicht mehr flüssig läuft ist klar. Fügt man einen Clip mit 24 B/s in ein Projekt ein das auf 30 B/s basiert so müssen einzelne Bilder mehrfach angezeigt werden um von 24 auf 30 B/s zu kommen. Das Ergebnis ist in den meisten Fällen nur wenig zufriedenstellend.

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Aus diesem Grund ist es keine wirklich gute Idee Clips aus einer Nikon D7000 (24 B/s) mit Clips aus einer Olympus OM-D EM-1 (30 B/s) zu mischen. Kommt noch eine Kamera wie die Panasonic GM1 hinzu, die fest mit 25 B/s filmt, wird es nicht besser… Ich habe nur wenig Verständnis für diese Politik der Kamerahersteller. Wenn man einer Kamera für 1500 Euro einen Video-Modus spendiert, dann sollte der Anwender auch zwischen 24, 25 und 30 B/s wählen können. Wenn eine Kamera wie die D750 darüber hinaus 50 und 60 B/s im Angebot hat, so ist das mehr als begrüßenswert für alle die mal eine schöne Zeitlupe in ihr Videomaterial integrieren möchten. Hier hat endlich mal jemand mitgedacht…

Das schwenkbare Display der D750 ist recht praktisch sobald Motive aus ungewöhnlichen Positionen fotografiert werden sollen. Das Problem dabei, man kann dieses Feature nur im Live-View Modus nutzen und ist dann auf die Arbeit mit dem langsamen Kontrast-basieren Autofokus angewiesen. Eine Freude ist das nicht und auch hier sind Systemkameras wie beispielsweise eine Olympus OM-D EM-1 deutlich im Vorteil!

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Alles in allem ist die Nikon D750 eine grundsolide Vollformatkamera die alles kann was man als sich als Foto-Amateur wünschen kann. Die Bildqualität ist exzellent und das erprobte durchdachte Bedienkonzept noch immer wegweisend.

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Einen echten Meilenstein wie bei der Nikon D2x oder der D3 hat Nikon mit der D750 aber nicht abgeliefert. Nichts an dieser Kamera ist schlecht, aber es ist eben auch nichts revolutionär. Und genau das wird das Problem sein. Warum soll man diese Kamera kaufen wenn man beispielsweise schon eine D700 hat?

Panasonic CM1

In den letzten Jahren haben Mobiltelefone schrittweise das Fotografieren und Filmen gelernt. In den Känguru-Chroniken wurde schon vor längerer Zeit ein Witz gemacht in dem das Känguru eine Kamera erfand mit der man auch telefonieren kann. Diesen Witz hat man bei Panasonic ernst genommen und mit der CM1 ist in einigen Wochen zum Preis eines iPhone 6 mit 128GB ein Android basiertes Smartphone mit revolutionär guter Kamera verfügbar. Wer von seiner kleinen Bridgekamera allerdings ein Zoom-Objektiv gewöhnt ist wird auch hier enttäuscht sein. Panasonic hat hier eine ganz ordentliches Weitwinkel verbaut, ein Objektiv das einem 28mm Kleinbild-Weitwinkel entspricht. Das ist ganz nett, aber auch nicht revolutionär.

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Lytro Illum V2

Die neue Lichtfeldkamera aus dem Hause Lytro ist nun endlich verfügbar. Vom Spielzeug-Flair des ersten Modells ist nichts geblieben. Die neue Lytro Ilum V2 sieht fast aus wie eine “normale Kamera” und das ist auch gut so :-)

In diesem Video wird sehr schön erklärt was an der Lytro Illum so besonders ist.

Diese Kamera ist aus meiner Sicht die einzige echte Innovation der diesjährigen Photokina in der Sparte der Kameras. Es ist dem Hersteller nur zu wünschen, dass dieses sehr ungewöhnliche Konzept gut aufgenommen wird. Spannend finde ich, dass es den Lytro Desktop nun auch für OS-X gibt und dass man damit kleine Film-Clips exportieren kann. So lassen sich die ungewöhnlichen Fotografien beispielsweise in ein YouTube-Video integrieren. Ein Konzept mit viel Potential von dem wir hoffentlich noch viel zu hören und zu sehen bekommen werden!!

JOBO GYROpod SP-1 und MD-1

In meiner Jugend kannte ich den Hersteller JOBO eher als Lieferanten von Filmentwicklungsdosen mit poppig roten Plastikdeckeln. Mit dem Niedergang der traditionellen Fotografie hat man bei JOBO reagiert und war in den letzten Jahren stets auf der Suche nach Nischen im prall gefüllten Fotoangebot. Nach den innovativen Gorilla-Pods gibt es nun die echt saucoolen GYROpod Stative. Die Dinger sind nicht ganz preiswert aber ein Knaller in Form und Funktion. Auf ein solches Gadget haben Amateurfilmer in aller Welt lange gewartet. Damit wird ein iPhone oder eine kleine Panasonic GM1 zur (fast) perfekten Steady-Cam.

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Leider ist die etwas größere Ausführung für “erwachsene” Kameras mit einem Listenpreis von rund 700 Euro nicht ganz preiswert ausgefallen. Aber angesichts dessen was hier an Hightech drin steckt ist dieser Preis durchaus angemessen. Wem beim Filmen das Hantieren mit dem sperrigen Stativ auf den Geist geht, der liegt mit dem GYROpod MD-1 künftig genau richtig!

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Dieses System ist für mich der heimliche Star der Photokina 2014, es ist innovativ und bislang einzigartig – so sollten Produkte sein die auf einer Messe wie der Photokina vorgestellt werden.

Top oder Flop?

Meiner Meinung nach war die Photokina 2014 eher ein Flop. Der Markt ist mehr als übersättigt und echte Innovation ist auch in diesem Jahr absolute Mangelware.

Ice Bucket Challenge – Mein Standpunkt

 

Psychologen haben herausgefunden, dass gewöhnliche Youtube-Konsumenten ein Video das länger als 2:54 Minuten dauert nicht vollständig verarbeiten können. Bei den Betroffenen ist der Prozess der Abstumpfung oft weit fortgeschritten, gelegentlich sogar irreversibel. Daher habe ich mein gestern veröffentlichtes Video auf exakt 2 Minuten und 54 Sekunden gekürzt um auch diesen armen Menschen eine Chance zu geben sich für einen guten Zweck einzusetzen. Da laut Youtube-Statistik inzwischen mehr als die Hälfte meiner Zuschauer in nicht deutschsprachigen Ländern lebt, habe ich das Video zusätzlich mit Untertiteln versehen. So sollten auch pubertäre Jugendliche in den USA und anderswo erkennen, dass dieses Video keinen Ice Bucket Fail enthalten kann und will und dass es nicht zu ihrer Belustigung beitragen soll.

Wer sich mental in der Lage sieht ein Video mit einer Spielzeit von schier unglaublichen 10:33 Minuten zu bewältigen, dem sei dieses Video empfohlen:

 

Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich finde diese Kampagne wirklich großartig und es ist toll, dass dadurch schon mehr als 70.000.000 US Dollar für die Forschung und Bekämpfung von ALS gespendet wurden. Aber inzwischen ist diese Kampagne auf dem Weg bizarre Formen anzunehmen. Es wird in diesen Tagen einfach nur noch wahllos jeder Bekannte und/oder Nachbar nominiert, meist wahllos weil einem nach der kalten Dusche nichts besseres einfällt. Wenn jemand wie Schauspieler Patrick Stewart einen fetten Scheck ausstellt und sich das Eis statt über den Kopf in ein Glas Whiskey fallen lässt, wird er im Internet von denen die noch immer nicht gepeilt haben worum es eigentlich geht angefeindet. Die besonders stark Verstrahlten beschweren sich inzwischen sogar schon darüber, dass durch diese Aktion “kostbares Trinkwasser verschwendet wird.” Hallo, geht’s noch?

Doch trotz des Hypes und des unglaublichen Erfolgs der Kampagne habe ich den Eindruck, dass damit jetzt langsam Schluss sein sollte. Statt sich grölend mit der Flasche Bier in der Hand die besten Ice Bucket Fails anzuschauen, sollte man lieber zumindest gelegentlich die Nachrichten einschalten und wenigstens für 2:54 Minuten lang zuschauen und versuchen zu verarbeiten welche Schreckensmeldungen man dort kostenlos serviert bekommt.

Wer Augen hat zu lesen, der lese diese Mitteilung des Auswärtigen Amtes. Dort ist von 4,4 Millionen Euro (5,8 Millionen US Dollar) die Rede. Dies ist die Summe die derzeit von 80.781.000 Deutschen aufgebracht wird um 800.000 Jesiden im Irak vor dem Völkermord durch de ISIS Terroristen zu retten. Im Vergleich zu den Spendengeldern der Ice Bucket Challenge ist dies in meinen Augen ein geradezu lächerlich geringer Betrag.

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Daher mein Appell an alle die noch nicht komplett verstrahlt sind, hört auf damit Euch Wassereimer über dem Kopf auszugießen oder Euch über jene die es tun kaputt zu lachen. Setzt Euch an Euren Computer und tut etwas sinnvolles, spendet für Menschen die Eure Spende wirklich ganz arg dringend brauchen. Ich habe es gestern ausprobiert, es ist unglaublich einfach. Man kann die Spende per PayPal bezahlen und bekommt sogar noch eine Spendenquittung die man mit der nächsten Steuererklärung beim Finanzamt einreichen kann!

In meinem Video habe ich gestern den Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber gebeten einen Spendenaufruf an seine Follower auf Twitter und Facebook zu richten. Ulrich Kelber hat keine Sekunde gezögert und gleich heute morgen zur besten Frühstückszeit zu einer Spende für die Menschen im Nord Irak aufgerufen.

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An dieser Stelle daher mein großes Dankeschön an Ulrich für seinen Einsatz. Außerdem hat es mir unglaublich gut gefallen, dass wir heute noch vor dem ersten Kaffee kurz via Facebook Chatten konnten. Das ist bürgernah und so sollte Politik sein!

Danke Ulrich!

 

Telefonat mit Adolf Hitler

Darf man Witze über Adolf Hitler machen?

 

Der zweite Weltkrieg und die Zeit des Nationalsozialismus gehört zu den dunkelsten Epochen der Deutschen Geschichte. Und dieses Grauen wirkt bei vielen Menschen bis heute nach. So gilt es noch immer als verwerflich, militärische Aktionen des Staates Israel öffentlich kritisieren. Wer in diesem Zusammenhang von unangemessener Härte und Brutalität gegenüber der Zivilbevölkerung spricht wird schnell pauschal als Antisemit abgestempelt. Die Kollektivschuld lastet auch mehr als 70 Jahre nach Kriegende noch immer schwer auf deutschen Schultern.

So macht man scheinbar auch keine Witze über Adolf Hitler, oh nein oh nein, das tut man nicht. Denn der Mann war sowas von durchtrieben und abgrundtief böse, dass man nicht einmal einen Witz über ihn reißen darf… Ok ok, bei 3SAT traut man sich das gelegentlich einmal…

Ausgerechnet Hoeneß

 

Im Rest der Welt wird das Gott sei Dank ein wenig anders gesehen. Der Film “Der Untergang” aus dem Jahre 2004 stammt aus der Feder von Bernd Eichinger, der diesen Film auch produziert hat. Oliver Hirschbiegel hat als Regisseur ganze Arbeit geleistet und dieser Film war ein großer internationaler Erfolg. Dies lag nicht zuletzt an der unglaublichen Leistung des Schweizer Schauspielers Bruno Ganz der in einem Interview gesagt hat, dass er nach dem Ende der Dreharbeiten noch lange damit zu kämpfen hatten in welcher Tiefe er in die Rolle des Adolf Hitler hineingeschlüpft sei.

Ein wichtiger Teil des Films sind Telefonate die Adolf Hitler mit verschiedenen Generälen und anderen Mitarbeitern seines Stabs führt. Im Ausland wurden in den letzten Jahren unglaublich viele teilweise sehr witzige aber auch kontrovers diskutierte Parodien auf diese Szenen erstellt. In Deutschland scheint dergleichen, vielleicht wegen der latent gelebten deutschen Kollektivschuld, nicht gut anzukommen. Jedenfalls gibt es deutlich weniger Parodien in deutscher Sprache. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es Amerikaner die eh kein Wort Deutsch verstehen leichter haben einfach witzige Untertitel unter eines der Hitlertelefonate zu setzen und das Ergebnis als “Hitler telefoniert mit Gadafi” oder so ähnlich bei YouTube usw. zu veröffentlichen. Gelegentlich hat Adolf auch mal ein Problem mit seinem DSL-Anschluß und muss in einem Callcenter in Indien um Hilfe bitten. Wer kennt das nicht…

Anruf im Callcenter (Untertitel)

 

Ich habe mich in den letzten Wochen immer mal wieder mit diesem Thema beschäftigt und dabei kam mit die Idee selbst mal mit Adolf Hitler zu telefonieren. Damit er mich auch wirklich anrufen kann, habe ich mich selbst vom Festnetz aus auf dem Handy angerufen, die Nummer als neuen Kontakt gespeichert, ein bekanntes Hitlerfoto als Kontaktbild gewählt und als Klingelton das Finale der symphonischen Dichtung “Les Preludes” von Franz Liszt aus den Jahren zwischen 1848 und 1854 gewählt. Franz Liszt war mehr Pianist als Komponist und die Anzahl seiner Kompositionen ist eher überschaubar. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Haupt-Thema aus “Les Preludes” von den ersten Deutschen Radiomachern ausgesucht und als Erkennungsmelodie verwendet. Damals war diese Komposition aber schon rund 90 Jahre alt!

Außer im Radio wurde dieses Thema auch in den Berichten der Wochenschau verwendet und in den Deutschen Kinos in die Ohren der Zuschauer regelrecht eingehämmert. Obwohl Franz Liszt schon lange tot war, haben die NAZIs damit seine eigentlich sehr schöne Komposition in den Schmutz gezogen. Und so wie man das Wort “Führer” in Deutschland nicht laut ausspricht spielt man natürlich diese Musik auch nicht, jedenfalls nicht so, dass man dabei erwischt werden könnte. Ich empfinde das als falsch, denn die Musik kann ja nichts dazu, in welcher Art sie missbraucht wurde.

Meine Hitler-Parodie

Zurück zu meiner eigenen Hitler-Parodie… Wer sich bei YouTube etwas umschaut findet hunderte von Parodien die aber fast ausnahmslos auf Untertiteln basieren. Etwas wie “Ausgerechnet Hoeneß” bekommt da leider fast niemand hin, oder es traut sich vielleicht auch niemand. Wer will schon einer Horde NAZIs ihr schmieriges Idol madig machen oder in der Öffentlichkeit falsch verstanden werden?

Ich habe die Idee einer Parodie schon seit Wochen in meinem Kopf mit mir herumgetragen und sie schließlich gestern sehr spät am Abend endlich realisiert. Als Thema für das Telefonat mit Adolf Hitler habe ich mir den noch nicht fertig gestellten “Teil 3″ meiner USA-Reportage gewählt. Meine Tonspur habe ich mit einem RODE SmartLAV und einem iPOD Touch 5G aufgenommen. Dabei habe ich die RODE-App verwendet. Beim Mix habe ich die Stereo-Tonspur meiner Panasonic GH3 etwas leiser darunter gelegt. Die Synchronisation hat dank 48 kHz Samplingfrequenz und WAV-Format sehr gut funktioniert.

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Während meine Nachbarn in den Wohnungen um mich herum bereits schliefen, habe ich hier mit keifender Stimme mein Telefonat mit dem “Führer” aufgenommen. Dabei dachte ich nur “Hoffentlich hört niemand was ich hier mache und zieht daraus falsche Schlüsse…” Gegen 2h am Morgen war mein Video dann “online” und bereits nach einigen Minuten gab es die ersten “Daumen nach unten”. Es ist in Deutschland nicht einfach bei YouTube Witze über ein derart komplexes Thema zu machen…

 

Mich würde interessieren was Ihr darüber denkt?

Wer mag kann einfach die kostenlose Kommentarfunktion verwenden und so mit mir und anderen Lesern diskutieren. Ich bin sehr gespannt wer sich traut dies tatsächlich zu tun…

Serdar Somuncu über “Mein Kampf”

Als überaus spannend empfinde ich es auch, dass sich der Comedian Serdar Somuncu immer wieder dafür rechtfertigen muss in welcher Weise er sich mit dem hohlen Irrsinn auseinandersetzt, den Adolf Hitler während er 1924 in Landsberg am Lech im Gefängnis saß, seinem Zellengenossen und späterem Stellvertreter Rudolf Heß in die Feder diktiert hat. Dieses “Werk” ist später als “Mein Kampf” in Buchform erschienen und kann heute in aller Welt gekauft werden, außer in Deutschland. Muss man deutsche Jugendliche wirklich vor 700 Seiten Unsinn schützen indem man dieses wahrscheinlich schlechteste aller Bücher verbietet?

 

USA-2014 – Wieder eine Reise ins Ungewisse – Teil 2

Das Wochenende ist nah und es ist Zeit für den zweiten Teil meiner Reportage zur USA-Reise im May 2014. In dieser Folge dreht sich alles um die Fahrt der Tahoe Queen auf dem Lake Tahoe und meinen ersten Tag in Idaho. Die zugehörigen Artikel aus meinem BLOG findet Ihr hier:

Im dritten Teil wird uns unsere Reise weiter zum Yellowstone National Park und nach Cody in Wyoming führen. Nach einigen Tagen geht es dann von Wyoming in Richtung Süden nach MOAB. Hier wird dann Teil 4 anschließen.

Während der Wochen in den USA war ich viel nachts unterwegs und habe recht viele Fotos auf denen der Sternenhimmel mit einigen schönen Strukturen im Vordergrund zu sehen ist. Diese Fotos sind eine wahre “Fundgrube” und so habe ich in den letzten Tagen zwischen all der “Video-Bearbeiterei” immer mal auf der Festplatte gesucht welche Fotos für eine Nachbearbeitung lohnend erscheinen. Die Ausbeute war gar nicht schlecht und drei Fotos habe ich bereits bei flickr.com hochgeladen. Die Resonanz auf das folgende Bild ist abermals überraschend gut. Das Foto hat es nach nur einem Tag in den “Explore” geschafft, es ist also derzeit auf der Startseite von flickr.com zu sehen. Dieser Erfolg freut mich sehr und bestärkt mich in meinem Willen die Fotos nicht einfach unbeachtet auf der Festplatte altern zu lassen, sondern in den kommenden Wochen immer mal wieder zu schauen welche Schätze sich dort noch verbergen.

Moving in Circles around the Polar Star - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

 

Im zweiten Teil meines Videos gibt es auch ein Kapitel in dem es sich um den “großen Motivationsschub” via flickr.com geht. Während meiner Nacht in den Alabama Hills bei Lone Pine sind auch die beiden folgenden Fotos entstanden.

Mobius Sky - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Nightsky over Alabama Hills - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

 

Alles in allem war für mich das sehr positive Feedback auf flickr.com das besondere Element der letzten Reise. Nie zuvor habe ich Foto ausgestellt die an nur einem Tag mehr als 20.000 mal aufgerufen wurden und mehr als 1.000 Favoriten “Sternchen” einsammeln konnten.

Für dieses Feedback und die vielen privaten Nachrichten und Rückmeldungen möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich auch bei den Lesern dieses BLOG’s bedanken.

RODE SmartLAV – Audiorecording mit dem Smartphone

 

Nach meinem Interview mit Mirko Mochetti haben einige meiner Leser per E-Mail darum gebeten nochmals kurz zu erklären wie ich die beiden separaten Tonspuren während des Interviews aufgenommen habe. Nun könnte ich dazu ein langes Video erstellen, aber es gibt ja nichts was es nicht schon gibt. Wer bei YouTube ein wenig sucht, der findet sehr schnell den Kanal des Mikrofon-Herstellers RODE und dort gibt es viele kurze Videos in denen kurz und bündig erklärt wird, wie man das kleine RODE SmartLAV in Verbindung mit einem Smartphone benutzt.

Das erste Video gibt einen recht guten Überblick zum Handling dieses Ansteckmikrofons und der zugehörigen Software.

 

Bei meinem Interview mit Mirko Mochetti ich habe ich einen iPod Touch 5g und ein HTC One M7 verwendet. Für die Aufzeichnung habe ich die Software iRIG RECORDER benutzt, die es sowohl für iOS als auch for Android gibt. Bei der Synchronisierung der Tonspuren musste ich dann feststellen, dass die Tonspuren eine sehr unterschiedliche Klangcharakteristik haben. Wer es nicht weiß, der merkt es vielleicht nicht, aber wer jetzt mein Interview mit Mirko Mochetti nochmals genau anhöret, der wird bemerken, dass die Tonspur die Mirko mit dem iPOD aufgenommen hat einfach besser klingt. Bei den nächsten Interviews werde ich die kostenpflichtige APP des Herstellers RODE verwenden. Dieses APP hat den großen Vorteil, dass man das Display abschalten kann und der Ton weiterhin aufgenommen wird. Dies ist sehr wichtig, damit man beim Einstecken des Aufnahmegerätes in Hemd oder Hosentasche die Aufnahme nicht versehentlich abbricht.

Um Unterschiede bei der Klangcharakteristik künftig zu vermeiden, habe ich mir in der letzten Woche einen zweiten iPOD Touch 5g gekauft – Nobel geht die Welt zugrunde… Das nächste Video ist etwas länger und hier gehen die Macher auch etwas auf den Video-Schnitt ein. Aber gerade hier ist noch unendlich viel Potential für bessere Tonspuren. Aber es ist ja auch nur ein einfaches Intro!

 

Wer mit mehr als einem RODE SmartLAV arbeitet und vielleicht auch noch die Tonspur aus einer Kamera behalten möchte, der sollte in Final-Cut-Pro-X ein so genannten “Multicam Editing” durchführen. Dazu markiert man nach dem Import die Video-Clips die zusammen gehören und klickt einen der Clips mit der rechten Maustaste an. Es öffnet sich ein Kontext-Menü in dem man “Neuer Multicam-Clip…”. Nachdem man einen Namen vergeben hat wird der Clip erstellt und man kann ihn in die TimeLine seines Videos ziehen. Dort kann man den Clip dann bearbeiten, bis alle Tonspuren so sind wie man es sich vorstellt.

Wer sein Projekt als Surround-Projekt anlegt, der hat die Möglichkeit die einzelnen Stimmen frei im virtuellen Raum anordnen zu können.

Surround-Sound-Project

Multicam-Editing

 

Wer den ersten Screenshot ganz genau anschaut der sieht, dass dort von einer 48 kHz Samplingrate ausgegangen wird. Dies ist die beste Audio-Qualität die sich mit der RODE APP auf dem Smartphone oder iPOD erzielen lässt und diese Qualität sollte man auch einstellen! Während der Aufnahme sollten Blue-Tooth und WLAN übrigens ausgeschaltet sein. Wer ein Smartphone benutzt, der sollte es besser vor der Aufnahme in den Flugmodus bringen.

Noch ein kurzer Tipp: In einem solchen Mix sollte man WAV-Dateien verwenden weil diese eine feste Bitrate haben und sich damit praktisch keine Timing-Probleme ergeben. In der Vergangenheit habe ich schon mehrfach eine separate Tonspur im MP3-Format aufgenommen, die nach einigen Minuten nicht mehr vollständig synchron zum Bild lief. Solche Probleme kann man durch Nutzung des WAV-Formates weitgehend vermeiden.

Hier habe ich noch ein ganz nett gemachtes Review zum RODE SmartLAV:

 

Das RODE SmartLAV gibt es aktuell sehr günstig bei amazon.de zu kaufen:

 

Abgehoben – Teil 1 – Leica Nocticron

Die Sensoren von Micro-Four-Thirds Kameras (MFT) haben nur 1/4 der Fläche eines Sensors wie man in bspw. von der Nikon D800 kennt. Damit ist die Diagonale der Sensoren nur halb so groß wie bei einem FX-Sensor und dementsprechend beträgt der Verlängerungsfaktor (Crop-Faktor) den Wert 2,0. Während man mit einer FX Kamera und einem 1,4/85mm Objektiv Portraits mit ganz bezaubernder Hintergrundunschärfe (Bokeh) aufzunehmen vermag, sieht es bei den MFT ein wenig anders aus. Bei gleichem Blickwinkel sind hier nur 42,5mm notwendig und dementsprechend ist die Schärfentiefe größer und andererseits die Hintergrundunschärfe geringer. Das ist einer der Gründe warum viele Profis in der Vergangenheit die Arbeit mit MFT-Kameras besonders im Portrait-Bereich eher belächelt oder gar vollständig abgelehnt haben.

Wer mit einer MFT-Kamera seine Motive vom Hintergrund abheben will steht zusätzlich vor dem Problem, dass praktisch jedes Kameramodell mit einem relativ lichtschwachen Zoom-Objektiv ausgliefert wird. Meist sind diese Objektive in der längsten Brennweite für ein Portrait geeignet aber oft beträgt die Lichtstärke dann nur noch F/5,6 und man erzielt ein Bokeh wie man es bei einer FX-Kamera etwa bei Blende 8 erhalten würde.

Über diesen “Nachteil” gegenüber dem oft so vollmundig gepriesenen FX- oder auch “Vollformat” wird seit es MFT Kameras gibt in allen nur denkbaren Formen vortrefflich gestritten. Seit Januar 2014 ist nun mit dem Panasonic/Leica Nocticron 1,2/42,5mm ein Objektiv verfügbar das eine MFT-Kamera auf eine völlig neues Niveau zu heben vermag. Dieses Objektiv wird von Panasonic gefertigt und wurde in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt. Es ist mit ca. 1.500 Euro sehr teuer und mit satten 425 Gramm auch relativ schwer. An einer zierlichen Kamera wie bspw. einer Olympus OM-D EM-10 wirkt dieses große Objektiv je nach Sichtweise irgendwie deplatziert, oder eben extrem cool.

Weil der Rummel um dieses Objektiv wirklich groß war und es auf Reisen ständig echten Stress mit dem Gewicht meiner Fotoausrüstung gibt, habe ich mir das Nocticron vor einigen Wochen beim City Foto Center Bonn bestellt. Nach den ersten Testbildern mit meiner Olympus OM-D E-M1 war ich wirklich begeistert von der optischen Qualität dieser sehr modernen Konstruktion. Bereits bei Blende 1,2 liefert diese Linse perfekt scharfe Portraits. Um die gleiche Abbildungsleistung zu erzielen, müsste ich mein Nikon AF-D 1,4/85mm etwa auf Blende 2,8 abblenden. Die erzielbare Hintergrundunschärfe wäre in diesem Fall weitgehend identisch.

Sehr cool ist auch die Möglichkeit vieler MFT-Kameras, den Autofokus via Geschichtserkennung so einzustellen, dass wahlweise das linke, rechte oder eben beide Augen eines als Gesicht erkannten Motivs korrekt fokussiert werden. Dies funktioniert in der Praxis wirklich ganz außergewöhnlich gut und die Trefferquote mit dem Nocticron und bspw. der Olympus OM-D E-M1 ist ganz beachtlich.

Hier habe ich einige Test-Portraits die ich mit dem Nocticron aufgenommen habe. Wer die EXIF-Daten anschauen möchte, kann die Bilder anklicken und dann via flickr.com alle EXIF-Details einsehen.

Nocticron Test Shot #1 - Olympus OM-D E-M10 & Panasonic Leica Noctricon 1,2/42,5mm

Nocticron Test Shot #2 - Olympus OM-D E-M10 & Panasonic Leica Noctricon 1,2/42,5mm

Nocticron Test Shot #3 - Olympus OM-D E-M10 & Panasonic Leica Noctricon 1,2/42,5mm

Nocticron Test Shot #6 - Olympus OM-D E-M10 & Panasonic Leica Noctricon 1,2/42,5mm

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, konnte ich am Montag ein kurzes Interview mit Mirko Mochetti im Hangar des Flugfeldes Mönchsheide bei Bad Breisig führen. Für dieses Interview habe ich die Panasonic GH3 und das Nocticron 1,2/42,5mm verwendet. Um den Blickwinkel noch enger zu fassen habe ich zusätzlich den “digitalen Teleconverter” der GH3 eingeschaltet. So konnte die Kamera recht weit entfernt im großen Hangar stehen und im Verlaufe des Gesprächs hat mein Gesprächspartner dann auch fast vergessen, dass wir eigentlich gefilmt werden. Die anfangs deutlich spürbare Unsicherheit ist dadurch schnell verflogen was sehr zur Qualität des Interviews beiträgt.

Für die Tonaufnahme habe ich zwei RODE SmartLAV Ansteckmikrofone verwendet. Auf der GH3 war zusätzlich das RODE VideoMIC montiert. Meine Tonspur habe ich mit meiner HTC ONE M7 und Mirkos Tonspur mit einem Apple iPod Touch 5g aufgezeichnet. Die verwendete Software war iRIG Recorder für Android, bzw. iOS. Beim Surround-Mix habe ich unsere beiden Mono-Tonspuren jeweils weit vorne links und rechts im virtuellen 5.1 Raum angeordnet. Die von der Kamera aufgezeichnete Mono-Tonspur habe ich etwa in die hintere Mitte des virtuellen 5.1 Raumes gelegt, da hier viel Hall und Umgebungsgeräusche zu hören sind. Im Ergebnis klingt das Ergebnis auf meiner 5.1 Heimkinoanlage recht natürlich. Schaut man das Video bspw. via Apple-TV und YouTube an, so kann man es im Surround-Modus wiedergeben.

Wer Ton und Bilder separat auszeichnet steht natürlich vor der Herausforderung, Bild und Ton zu synchronisieren. Ein weiteres Problem ist zuweilen die Samplingrate der Tonspuren. Während fast alle Kameras ihre Tonspur mit 48kHz aufnehmen, beherrschen viele Handy-Lösungen nur maximal 44,1kHz. Hier sollte man ggfs. die Tonspuren zunächst auf die gleiche Sampling-Rate bringen. Wer seine Videos mit Apples Final-Cut-Pro-X (FCPX) schneidet, muss nichts weiter tun, die Software konvertiert alles so, dass es passt. Dabei bleiben 10s Tonspur, ganz gleich mit welcher Samling-Rate sie aufgezeichnet wurden, immer 10s lang!

Vor dem eigentlichen Schnitt importiert man Ton und Bild in sein Projekt, markiert das was zusammengehört und wählt “Multi-Cam-Clip erstellen” aus. Diesen Clip kann man dann in einem speziellen Editior bearbeiten. Hier erfolgt der wichtigste aller Arbeitsschritte, die Synchronisation der Ton- und Videospuren! Wer keinen Timecode aufzeichnen kann, der hat die Möglichkeit hier über die Tonspuren zu synchronisieren. Sind Kameraton und die Aufzeichnungen der Ansteckmikrofone ähnlich laut und klar zu hören, so klappt es meist mit der automatischen Synchronisierung sehr gut. In unserem Fall stand aber die Kamera sehr weit weg und unsere Stimmen haben sich kaum von den Umgebungsgeräuschen abgehoben.

Multi-Cam-Editing

In solchen Fällen ist es extrem hilfreich, wenn man zu Beginn der Aufzeichnung eine Klappe benutzt. Wenn man so etwas nicht hat, reicht es völlig sich zu zweit direkt vor die Kamera zu stellen und einen Satz zu sagen wie “Interview mit Mirko – Take 1 – Die Aufnahme startet in 3-2-1 KLATSCH”. Das Klatsch spricht man natürlich nicht aus sondern klatscht so in die Hände, dass die Kamera dies “sieht” und die Mikros es “hören”. Im Multi-Cam-Editor hat man dann eine klar definierte Spitze die man für eine sehr präzise manuelle Synchronisation verwenden kann.

Wer es ganz gut machen will, der tut das Gleiche nochmals bevor er die Aufnahme beendet. So kann man sicherstellen, dass die Tonspuren zum Ende hin nicht auseinander driften. Man man es richtig, so ist alles perfekt lippensynchron! Ist alles synchronisiert, so korrigiert man die Pegel so, dass das Lautstärkeverhältnis aller Tonspuren zusammenpasst. Über Plugins wie Compressor und Limiter kann man Übersteuerungen vermeiden und die Grundlautstärke anheben. Mit dem Equalizer läßt sich die für die Sprachverständlichkeit wichtigen Frequenzen bei ca. 2kHz etwas anheben, so dass sich Stimmen besser von Umgebungsgeräuschen abheben. Wer es ganz gut machen will, der senkt entsprechend diese Frequenzen in den Tonspuren mit Umgebungsgeräuschen ab. Wer sein Werk mit Musik untermalen möchte, der kann mittels des Equalizers bei ca. 1kHz – 4kHz eine “Delle” in das Frequenzband der Musik einfügen und so die Sprachverständlichkeit steigern. Nicht vergessen sollte man die Positionierung der einzelnen Tonspuren im virtuellen Surround-Raum!

Ist das alles erledigt, kann man den Multi-Cam-Clip in die Timeline ziehen, Versprecher und Störungen wegschneiden, Titel ergänzen und die eine oder andere erklärende Video-Sequenz hinzufügen.

Fazit

Vom Ergebnis bin ich wirklich sehr angetan. Die Hintergrundunschärfe im Video sieht aus wie bei einer “erwachsenen” Video-Kamera und auch die Synchronisierung der Tonspuren ist recht gut gelungen. Das Nocticron ist zwar kein ganz billiger Spaß, aber meiner Meinung nach ist dieses Objektiv sein Geld wirklich wert. Allerdings sollte man nicht verschweigen, dass man mit dem Olympus 1,8/45mm zum Kampfpreis von ca. 275,- Euro eine recht ähnliche Bildqualität erzielen kann. Hier muss jeder abwägen wie viel Bokeh er braucht und was er dafür auszugeben bereit ist. Nicht vergessen sollte man auch das vergleichsweise hohe Gewicht des Nocticron. Das Olympus 1,8/45mm wiegt nur einen Bruchteil dieser “Edel-Linse”!

Mir hat das Interview wirklich ganz großen Spaß gemacht und ich freue mich darauf mit diesem Setup weitere Gespräche mit interessanten Menschen führen zu dürfen. Wenn jemand unter Euch eine gute Geschichte zu erzählen hat oder ein ungewöhnliches Hobby betreibt, so freue ich mich über eine kurze “Wortmeldung”. Vielleicht ist er ja schon bald im nächsten Interview zu sehen und zu hören!

Abgehoben – Trailer – Panasonic GH3

Es ist seit Wochen geplant aber irgendwie will es einfach nicht klappen, mein Freund Mirko und ich wollen mit einem Ultra-Leicht-Flugzeug von Bad Breizig nach Borkum fliegen. Dort wollen wir einen schönen sonnigen Tag verbringen und am Abend zu zweit mit der extrem coolen Dynamic WT9 wieder nach Hause fliegen. Die wichtigste Zutat für dieses Abenteuer ist das Wetter. Wir fliegen ohne Netz und doppelten Boden, ein reiner Sichtflug ohne Autopilot oder andere Hilfsmittel. Wenn dabei etwas schief geht kann es schnell gefährlich werden. Und damit alles stimmt müssen wir einige Tage mit einem stabilen Hochdruckgebiet ohne starke Winde abwarten.

Dieser Sommer hat uns bislang leider immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Entweder mussten wir beide arbeiten oder am Himmel waren eher Blitz und Donner als strahlendes Blau mit kleinen “Schäfchenwölkchen” zu sehen. Um uns die Wartezeit etwas zu verkürzen hat mich mein Pilot Mirko Mochetti, der eigentlich der Wirt des Café Fahrtwind in Hönningen in der Eifel ist, am Montag zum Flugfeld Mönchsheide bei Bad Breisig eingeladen.

Bewaffnet mit meiner Panasonic GH3, dem Leica/Panasonic Nocticron 1,2/42,5mm, dem Panasonic Vario G 2,8/35-100mm, dem Panasonic Vario 4/7-14mm und dem Walimex 3,5/7,5mm habe ich mich auf den Weg zum Flugfeld Mönchsheide etwas oberhalb von Bad Breisig gemacht. Es war ein toller Tag und ich habe nicht nur die Dynamic WT9 sondern auch viele andere Flugzeuge bestaunen dürfen. Auch habe ich einige andere Flieger und sogar Mirkos Fluglehrer kennenlernen dürfen. Der Fluglehrer hat in einem zweiten Hangar einen extrem coolen alten Doppel-Decker “versteckt”. Eine Maschine die fast nur aus Stoff und Holz besteht und von einem kleinen 2 Zylinder 2-Takt Motor mit ca. 36PS angetrieben wird. Dieser Flieger ist der Hammer!

Die Maschine mit der wir fliegen wollen ist vom Hersteller bis zu Windgeschwindigkeiten von 15 Knoten (ca. 30 km/h) zugelassen. Leider war es gestern mitunter deutlich windiger, so dass es auch für einen kurzen Flug zu gefährlich gewesen wäre.

Nachdem die meisten Flugzeuge frisch geputzt gegen Abend wieder im Hangar standen hatte ich Gelegenheit mit Mirko Mochetti im Hangar ein kurzes Interview zu führen. Um ca. 18h geschah dann das Unerwartete, der Wind legte sich und einer der anderen Piloten begann die Dynamic WT9 startklar zu machen. Mit meiner GH3 konnte ich die Vorbereitungen filmen und war sogar beim Start dabei.

Um das Filmmaterial nicht ungenutzt auf der Festplatte “vergammeln zu lassen” habe ich daraus heute für Euch einen nicht ganz erst gemeinten Trailer erstellt. Das Interview und weitere Bilder des Doppeldeckers werde ich in Kürze nachliefern. Ich bin schon sehr gespannt auf Euer Feedback :-)

Reise ins Ungewisse – Teil 2 – Trailer

Wer ein halbwegs aktuelles MacBook verwendet und gelegentlich schon ein mal mit iMovie herumgespielt hat, der kennt vielleicht die Vorlagen aus denen man in kurzer Zeit wirklich coole Trailer zaubern kann.

iMovie-Trailer-Vorlage

Um einen Trailer zu erstellen wählt man einfach eine Vorlage aus, importiert einige kurze Video-Sequenzen und verteilt diese auf die vorgefertigten Szenen-Elemente. Anschließend gibt man noch hier und dort ein wenig Text ein und kann seinen megacoolen vor Pathos nur so triefenden Trailer bei YouTube oder sonst wo veröffentlichen. Eine wirklich spaßige Sache ist das :-)

iMovie-Trailer-Sample

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