Motorradtour durch die Eifel

Es ist ein tolles sonniges Wochenende und gemeinsam mit meiner Freundin Sandra und meinem Sohn geht es mit zwei Mopeds kreuz und quer durch die Eifel. Bei Rheinbach hatte ich die Idee die Tour mit meinem TomTom Urban Rider aufzuzeichnen. Da die gefahrene Runde wirklich schön war, habe ich die aufgezeichnete GPX-Datei mit Google-Earth geöffnet und für Euch einige Bilder aus der Vogelperspektive exportiert. Vielleicht hat ja der eine oder andere Spaß daran in der Eifel einige schöne neue Routen zu entdecken.

Die gefahrene Strecke betrug etwa 170 Kilometer, wir haben uns dafür etwa 6h Zeit gelassen.

Hier die Eckpunkte der Route:

  • Bonn-Röttgen
  • Rheinbach
  • Kirchsahr
  • Adenau
  • Mayen
  • Maria Laach
  • Remagen
  • Wachtberg
  • Bonn-Röttgen

Und so sieht das aus der Vogelperspektive aus:

Hier die perspektivische Ansicht:

Im kleinen Örtchen Kirchsahr gibt es ein kleines nettes Restaurant. Das Tal ist landschaftlich sehr reizvoll und die Straße ist relativ wenig frequentiert, hier macht das Bikerleben großen Spaß. Auf dem Weg von Kirchsahr nach Ahrbrück kann man ein paar wirklich schöne Umwege fahren. Diese sind gespickt mit Spitzkehren und sehr schönen Bergkuppen mit tollen Blicken über die wunderschöne Landschaft der Eifel.

Bei Ahrbrück erreicht man dann das ehemalige Café Fahrtwind, das inzwischen Café Ahrwind heißt. Der neue Pächter hat einfach zwei Buchstabe gestrichen: (F)Ahr(t)wind

Das neue Café Fahrtwind ist nur einige wenige Kilometer weiter in Richtung Adenau. Da wir von unserem Zwischenstopp im Hotel bei Kirchsahr noch perfekt gesättigt waren gab es ausnahmsweise mal keinen Zwischenstopp im Café Fahrtwind. Über Adenau ging es weiter nach Mayen. Bei Schloss Bürrensheim dann ein ein kurzer Zwischenstopp, weil inzwischen der Hintern schmerzt. Das Schloss ist sehr reizvoll gelegen und ein Augenschmaus für jeden Fotografen der auf alte Burgen steht 🙂

Schloss Bürresheim mit HTC Desire HD

Hier habe ich ein Bild der Infotafel für Euch, falls jemand überlegt dieses schöne alte Schloss mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Etwa 5 Kilometer weiter südlich landet man in Mayen. Hier lädt eine weitere großartige Burg zu einer kleinen Entdeckungsreise ein. Außerdem gibt es dort ein sehr schönes Bergbau-Museum, das zu einer kleinen Grubenfahrt einlädt.

Den Rest des Tages gondeln wir entspannt in östlicher Richtung zum Rhein hinüber. Auf der B9 geht es bis Remagen, bei der Apollinaris-Kirche biegen wir links ab und fahren eine kurvenreiche schöne Landstraße bis Wachtberg. Dort werden die Motorräder in einer Waschanlage von den vielen Insekten befreit. Es gibt noch einen Zwischenstopp im wunderschönen schattigen Biergarten der Waldesruh. Danach setzen wir meinen Junior bei seiner Mama ab und lassen den heißen Sommertag langsam ausklingen.

SHOEI XR1100 – Motorradhelme richtig reinigen

Welcher Biker kennt das nicht, der einst so schöne neue Helm riecht am Ende der Saison wie ein nasser Hund. Egal was man auch anstellt, der Muff geht einfach nicht weg. Im letzten Jahr hat mich der Muff in meinem eigentlich noch ganz guten Schuberth S1 pro so genervt, dass ich begann mich nach einem anderen Helm umzusehen. Nur welcher Helm soll es sein? Nach einigen Testfahrten habe ich mich für einen SHOEI XR1100 entschieden. Dieser Helm hat ein komplett herausnehmbares Innenfutter. Da sollte es leicht sein den Muff am Ende der Saison zu entfernen.

Heute haben wir den 12. August und mein Shoei ist nun etwa ein Jahr alt und schon ordentlich durchgeschwitzt. Bei der heutigen Motorradtour ging mir das irgendwann so gegen den Strich, dass ich mich zu einer radikalen „Grundreinigung“ entschlossen habe. Bei Louis und anderen Motorrad-Zubehörgeschäften gibt es „Helmreiniger“ in Dosen. Man schäumt das Innenleben seines Helms damit ordentlich ein, lässt es einwirken und reibt es dann mit einem Schwamm oder einem Tuch heraus. Eine mühsame Prozedur und zugleich nicht dauerhaft erfolgreich. Ich habe es schon mehrfach versucht, der Helm riecht am ersten Tag nach der Reinigung penetrant nach Chemie und 3-4 Tage später wieder genau so muffig wie vor der Prozedur.

Das muss anders gehen! Weil mir mein Schuberth S1 pro im letzten Jahr zu schade für den Müll war, habe ich ihn damals zerlegt und mit richtig heißem Wasser, einer ordentlichen Portion Fleckensalz und einem guten Schluck Flüssigwaschmittel (Spee Sensitiv) in der heimischen Badewanne mehrere Stunden eingeweicht. Nach einer längeren „Trockenperiode“ roch der Helm dauerhaft relativ angenehm nach frisch gewaschener Wäsche.

Diese Prozedur habe ich heute mit meinem Shoei XR1100 ebenfalls durch exerziert und für Euch ein paar Fotos geschossen. Hier sind sie…

Beim Zerlegen des Helmes bin ich dann auf eine Wespe gestoßen die in einer der Lüftungsöffnungen meines Helmes steckt – Uahhh…

Es ist also durchaus sinnvoll seinen Helm gelegentlich genauer zu begutachten! Hier die nackte Helmschale nach dem Ausbau aller Polster. Im Bereich der Ohren sieht man braunen Filz. Diesen habe ich selbst eingeklebt um das Geräuschniveau im Bereich der Ohren etwas abzusenken. Es hat ein wenig geholfen, aber der Helm ist trotzdem noch so laut, dass man bei längeren Fahrten mit hoher Geschwindigkeit unbedingt einen Gehörschutz tragen sollte!

Nach der Reinigung kommt die Trocknung. Nur wie trocknet man die nassen Polster so effizient wie möglich? Hier habe ich einen Tipp für Euch. Ich habe zwei Gartenstühle zusammen gestellt, einen Standventilator darauf gelegt, diesen auf kleinster Stufe laufen lassen und dann die Teile der Helmpolsterung drauf gelegt. Nach einigen Stunden waren die Polster soweit getrocknet, dass man sie schon fast wieder einbauen kann.

Es ist also gar nicht so schwer seinen Helm nach der Saison oder auch mal zwischendurch gründlich vom Muff der sommerlichen Kilometer zu befreien. Der Shoei XR1100 ist hier im Vorteil, weil sich wirklich alle wesentlichen Polster sehr einfach entfernen lassen. Der Zusammenbau ist recht einfach und vor einer gründlichen Reinigung muss man sich nicht fürchten. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kauft noch schnell bevor sein Helm aus dem Programm genommen wird einen oder vielleicht auch zwei Sätze Wangenpolster. Die riechen meist wirklich schlimm und sehen besonders bei Fahrern mit ausgeprägtem Bartwuchs nach kurzer Zeit ziemlich abgenutzt aus.

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BMW K1200RS versus BMW K1200r Schnitzer

Die Vorgeschichte

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste gemeinsame Motorradtour mit meinem Freund Hermann. Damals haben wir auf halber Strecke die Motorräder getauscht und er sagte etwa 50 Kilometer später „Die geb‘ ich nicht mehr her!“ Zugegeben, es war ein ungleicher Kampf, eine BMW K1200r Sport Baujahr 2007 gegen eine BMW R1100 Baujahr 1997. Dazwischen lagen 10 Jahre Entwicklungsarbeit und der Leistungsunterschied betrug 84PS zu 163PS.

Es dauerte nicht lang, da stand in der Garage meines Freundes auch eine BMW K1200r Sport – sogar ein Modell das von AC Schnitzer überarbeitet worden war. Ein echt heißer „Ofen“ und für meinen Freund der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Hier habe ich zwei Videos aus dem letzten Jahr, dort sieht man den „alten“ Boxer und im zweiten Video die neue K1200r Sport.

Die Testkandidaten

Heute war das Wetter großartig und wir hatten uns nach langer Zeit endlich einmal wieder zu einer gemeinsamen Tour verabredet. Statt meiner blauen BMW K1200r Sport war ich heute mal mit einer BMW K1200RS Baujahr 2001 unterwegs. Dieses Motorrad hat in den letzten Wochen einige kleine Modifikationen erfahren. Die leicht verschrammte Standard-Scheibe ist einer kurzen leicht getönten neuen Scheibe gewichen. (Gibt es bei amazon.de für ca. 219,- Euro) Die hässlichen gelben Blinker mussten modischen weißen Pendants weichen, das Rücklicht ist auch weiß und wird von einer ganzen Batterie roter LEDs beleuchtet. Auf den Rädern drehen sich zwei nagelneue Michelin Pilot Road 3. Die Stummellenker sind über zwei Zwischenstücke etwas erhöht montiert und so wurde es auch möglich, einen RAM-Mount für eine TomTom Urban Rider zu befestigen. Auf dem Tacho stehen mehr als 100.000 Kilometer, aber der längs eingebaute 131 PS starke Vierzylinder-Reihenmotor verrichtet seine Arbeit noch ganz ordentlich.

Die Teststrecke

Wir starten in Mainz und es geht über den Rhein in den Taunus. Hermann kennt die Strecken wie seine Westentasche und sobald die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben sind sehe ich eigentlich nicht einmal seinen Hinterreifen mehr. Ab und zu taucht er wieder am Horizont auf, er fährt Schrittgeschwindigkeit und wartet auf mich. Sobald er den Scheinwerfer meiner 300 Kilogramm schweren „Fuhre“ sieht dreht er am Hahn und gibt den 163 Pferden des großen quer eingebauten Reihenvierzylinders ordentlich die Sporen. Es geht durch das Wispertal und später in Richtung Lorsch am Rhein. Doch kurz bevor wir Lorsch erreichen biegt er scharf rechts ab.

Hier beginnt eine geniale kurvenreiche Strecke, die Straße ist sehr gut ausgebaut und trotz meiner Gehörschutzstopfen höre ich wie Hermanns K1200 irgendwo weit vor mir ihr „Lied singt“. Oben auf der Höhe angekommen ist Hermann schon lässig an sein Moped angelehnt, den Helm hat er bereits abgenommen und die Handschuhe sind auch schon ausgezogen. Eine gute Zeit für ein paar Handy-Fotos mit dem HTC Desire HD. (Anklicken für 1000er Auflösung)

Bevor es weitergeht beschließen wir die Mopeds zu tauschen. Eigentlich ist seine AC Schnitzer Version meiner K1200r Sport sehr ähnlich und doch ist sie anders! Ich sitze höher, es kommt mir vor als wäre ein Teil verbaut, welches das Heck höher stellt. Der Superbike-Lenker ist noch breiter als an meiner K1200r Sport und die Bugverkleidung wurde bei AC Schnitzer durch eine kleine Lampenverkleidung ersetzt. Der Schnitzer Auspufftopf sieht nicht nur viel besser aus als die von BMW im Original verbaute „Thermoskanne“ er hört sich auch so richtig gut an. Trotz dB-Killer produziert diese Maschine einen sonoren Sound der richtig Spaß macht.

Am allermeisten überrascht mich die Sitzposition und das Handling dieser Schnitzer-Variante der K1200r Sport. „Das Ding fährt wie ein Fahrrad“ geht es mir durch den Kopf, wie ein Fahrrad das mit einer Rakete angetrieben wird. Vielleicht irre ich mich, aber bei Schnitzer scheint man auch etwas an der Motorsteuerung geändert zu haben. Dieses Biest hängt noch gieriger am Gas als meine 100% originale K1200r Sport.

Vor mir gibt sich Hermann auf der alten K1200RS alle Mühe mich abzuhängen, aber es klappt nicht. Nun wird mir auch klar warum ich mit der schweren etwas unbeweglichen alten K1200RS zuvor keine Sonne gesehen habe. Das Handling dieser Schnitzer Version ist nicht nur besser als bei der originalen „Basis“ es ist auch ungleich besser als beim doppelt so alten Vorgängermodell. Die K1200RS macht auch Spaß, aber die Sitzposition ist völlig anders, das Drehverhalten des Motors ist viel entspannter und ruhiger. Die Leistungsentfaltung ist sehr satt und gleichmäßig, aber gegen die deutlich leichtere und 32 PS stärkere Schnitzer BMW hat sie keine Chance.

Vielleicht würde es auf einer längeren Autobahnstrecke etwas anders aussehen. Auf der K1200RS sitzt man deutlich tiefer und die Sitzposition ist deutlich nach vorn geneigt. Der AC Schnitzer Superbike-Lenker ermöglich im Gegenzug ein genial leichtes Handling aber auch eine völlig aufrechte Sitzposition. Es ist fast wie auf einem „Hollandrad“. Bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h ist das kein Problem, aber darüber könnte es doch anstrengend werden. Hier und auch nur hier könnte die K1200RS Punkte sammeln. In allen anderen Disziplinen hat die K1200r Sport mit ihrem neuen Fahrwerk und völlig neuem Motorkonzept die Nase vorn.

Nach einem Tankstopp bei Nahstätten tauschen wir wieder unsere Motorräder. Irgendwie macht die alte K1200RS trotzdem Spaß. Ok, sie ist deutlich schwerer, wirkt im Vergleich etwas träge, aber sie läuft auch sehr souverän und „unaufgeregt“. Auf der Aartal-Straße lässt Hermann es erneut so richtig krachen und ich habe nun wieder große Mühe „dran zu bleiben“. In einigen Kurven schleift plötzlich meine Stiefelspitze am Asphalt. Immer mal ein kurzer Schreck, danach stelle ich die Füße mit den Ballen auf die Rasten, nun schleift nichts mehr. Im Zweifel würde jetzt die Fußrasten aufsetzen, aber so weit will ich es nicht treiben, schließlich haben die beiden neuen Reifen erst knapp 200 Straßenkilometer gesehen…

Fazit:

Wieder daheim kann ich gut verstehen warum Hermann von seiner K1200r Schnitzer so begeistert ist. Das Ding geht richtig ab, der Motor ist eine Musterbeispiel für Laufruhe und Drehfreudigkeit. Im direkten Vergleich zur „Basis-Version“ ist diese K1200r Sport noch einfacher zu fahren. Ihr Motor läuft „gefühlt“ satter und ist durch die geänderte Verkleidung wird das Motorrad während der Fahrt irgendwie kleiner und leichter als eine „normale“ K1200r Sport.

Doch auch die doppelt so alte und etwa 80 Kilogramm schwerere K1200RS hat ihre Stärken. Mit diesem Motorrad fährt man sehr entspannt, trotz der etwas sportlicheren Sitzposition. Dieses Motorrad verleitet weniger zum „Kurven-Räubern“, ihre Domäne sind das entspannte „Kilometer-Fressen“ auf wunderschönen Landstraßen und die flotte Hatz auf der Autobahn. Trotz der 100.000 Kilometer läuft die K1200RS noch sehr ruhig, lediglich bei kaltem Motor dringen hin und wieder Geräusche an das Fahrer-Ohr die man eigentlich eher nicht vernehmen möchte. Aber das scheint mir „hausgemacht“ zu sein. Ist der Motor war, sind die Geräusche weg. Die Getriebe lassen sich übrigens bei beiden Modellen sehr gut bedienen. Dass man bei BMW keine Getriebe bauen kann, scheint mir ein Marketing-Gag der Japanischen Motorradhersteller zu sein 🙂

Wirklich vergleichen kann man diese Motorräder nicht, dafür sind sie zu verschieden, ausgeprägten Fahrspaß entwickeln aber beide Modelle. Und nicht zu vergessen, eine K1200RS ab Baujahr 2001 (das neuere Modell) bekommt man in gutem Zustand bereits ab etwa 3.000 Euro. Eine gute K1200r Sport ab Baujahr 2006 wird bei 8.000 bis 9.000 Euro liegen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte oder kann und mit der Charakteristik der älteren Maschine leben kann, der sollte hier ggfs. zugreifen.

Übrigens hat sich das Fahrverhalten der K1200RS mit der Montage der Michelin Pilot Road 3 (MPR3) drastisch verbessert. Wer mit dem Fahrverhalten seines Motorrades nicht ganz glücklich ist, der sollte vielleicht mal diese neuen Reifen ausprobieren!

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Luftaufnahmen einfach selbst erstellen

Welcher engagierte Video-Amateuer hat nicht schon einmal davon geträumt Aufnahmen aus der Luft zu machen? Bislang wawr dies nur mit wirklich teuren Modellhubschraubern möglich, die in der Lage waren eine „richtige“ Kamera zu tragen. Mit dem Erscheinen der ersten GoPro-Kameras wurden die Anforderungen an die Tragfähigkeit des „Luftfahrzeugs“ geringer, aber es war dennoch ein komplexes und exklusives Vergnügen. Mit der AR.DRONE 2.0 ist nun in deutschen Geschäften via Saturn und Mediamarkt zum Preis von etwa 300 Euro eine kleine Drohne erhältlich, die über ein iPad oder ein iPhone bzw. einen iPod Touch der neueren Generation gesteuert werden kann. Der absolute Clou bei der Geschichte ist, dass man während der Steuerung bspw. via iPad sehen kann was die Kamera der Drohne gerade aufzeichnet. Das ist wirklich ziemlich cool!

Der Hersteller der AR.DRONE ist www.parrot.com

Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst muss wie in diesem Video gezeigt irgendwann einmal die Feuerwehr ausrücken um eine dieser Drohnen zu „retten“.  Und das könnte ggfs. nicht so glimpflich ausgehen wie bei diesen netten Feuerwehrleuten in Las Vegas!

Hier habe ich ein sehr professionell produziertes Video von Chase Jarvis für Euch. Schaut Euch am Schluß mal an wie sie hier den Flug über die „U-Bahntreppe“ realisiert haben! Da hing eine Nikon D7000 unter einem 2.0000$ Hubschrauber! Das geht inzwischen viel einfacher und presiwerter!

Ganz spannend sind auch die Flugaufnahmen in diesem Video:

Wer jetzt angefixt ist und sich das Ding kaufen geht, der schreibt mir bitte eine E-Mail und schickt mir einen Link zu seinen ersten Videos 🙂

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz – Tag 4

Noch heute erinnere ich mich gut an den Januar 2000 und wie es war zum ersten Mal die Schweiz nicht nur kurz mit dem Bus auf dem Weg nach Italien zu durchqueren. Damals habe ich mir am Flughafen Zürich Kloten bei SIXT einen Golf gemietet und bin damit zu einem Meeting nach Luzern gefahren. Ein Navi hatte der Mietwagen damals noch nicht und so musste ich meinen Weg selbst finden. Irgendwie habe ich es damals geschafft die Autobahn in Richtung Süden auf der westlichen Seite des Zürisees zu finden. An einer Raststätte habe ich damals angehalten und mir eine Straßenkarte für die Schweiz gekauft. Danach ging es über einen unscheinbaren kleinen Pass (den Hirzel) in Richtung Zug und weiter nach Luzern.

Viele Monate später war das dann alles kalter Kaffee, die anfängliche Unsicherheit war verflogen und die Schweiz wurde von Montag bis Freitag so langsam aber sicher meine zweite Heimat. Heute fast 12 Jahre später habe ich mehrere Jahre dort verbracht und habe das Land und seine Menschen schätzen und lieben gelernt.

Im Pfingstmontag 2000 habe ich meine alte BMW abgestaubt und bin mit ihr nach Luzern gefahren. In den folgenden Monaten habe ich dieses Land nach Feierabend mit meinem schönen alten 50PS „Dampfer“ durchkämmt und wirklich viele tolle neue Orte, Täler und Pässe entdeckt. Richtig genial fand ich immer den Pragelpass der vom Muotatal bei Schwyz in Nord-Östlicher-Richtung zum Klöntalsee bei Glarus führt. Nimmt man den Klausenpass für die „Rückreise“ so hat man eine großartige etwas abenteuerliche „Feierabendrunde“.

Die Wettervorhersage für heute war nicht wirklich berauschend und so hatte ich heute die Idee, diese Runde endlich einmal wieder abzufahren. Doch bim Blick in die Liste der Alpenpässe wurde schnell klar, dass der Pragelpass derzeit gesperrt ist. Außerdem haben wir Sonntag, da ist er eh gesperrt. Also Plan-B – über den Klausenpass nach Glarus, dann zum Klöntalsee und danach vorbei am Zürisee über den Hirzel und Zug zurück nach Buochs. Das sollte Spaß bringen und locker an einem Tag zu schaffen sein.

Also los… Kurz bevor der Klausenpass landschaftlich wirklich toll wird halten wir kurz an und ich „klebe“ die kleine GoPro HD HERO 1080 auf das Glasdach meines silbrigen Spaßmobils. Es geht weiter bis kurz unterhalb der Passhöhe. Dort halten wir an, die Aussicht ist grandios. Sandra mag nicht aussteigen, sie hat Höhenangst und es geht gleich neben dem Auto kräftig tief nach unten. Also schieße ich mir der kleinen Fuji X100 ein paar Fotos. Das ist aber gar nicht so einfach. Versucht man sein Bild über das rückwärtige Display zu komponieren, so erkennt man im gleißend hellen Sonnenlicht eigentlich gar nichts. Verwendet man den tollen Hybridsucher, so sieht man zwar alles, aber es ist trotzdem schwer den richtigen Ausschnitt zu finden, denn der  Leuchtrahmen zeigt doch nicht ganz exakt das was schließlich auf dem Chip landen wird. Verwendet man des „vollelektronische“ Sucherbild, so ist es irgendwie zu dunkel und so richtig hilfreich ist es daher auch nicht.

Hier einige Impressionen dieser tollen Tour. Das „Fahrvideo“ gibt es wenn ich wieder daheim bin und einen vernünftigen Internetzugang habe!

Alle Fotos sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken…

Mit der GoPro HD HERO 1080 auf dem Klausenpass

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Auf dem Klausenpass mit GoPro HD HERO 1080

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Unter diesen Bedingungen ist eine Spiegelreflexkamera nach wie vor so richtig schwer im Vorteil! Ganz egal wie hell es in der Umgebung auch sein mal, mit einer Spiegelreflexkamera kann ich mein Bild in aller Ruhe komponieren. Das geht mit der X100 auch, aber man muss doch deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Wohlgemerkt nur bei extrem heller Umgebung!

Auf der Rückseite des Klausenpass ist es schwer nebelig. An einer Spitzkehre halten wir trotzdem kurz an und ich versuche mich mit einigen Makro-Fotos. Ohne Nahlinse geht das mit der X100 nicht so richtig gut, aber die Ergebnisse sind dennoch ganz brauchbar.

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100 - Makro-Testfoto

Es geht weiter zum MacDonald‘s bei Glarus. Dort gibt es ein schönes Kaltgetränk und einige industriell gefertigte Kohlehydrate…

Wenig später sind wir dann am Klöntalsee. Über dem gewaltigen Gebirgsmassiv auf der Rückseite des Sees wabern schwere Wolken hin und her, es sieht fast aus als wären die Bergzipfel in Zuckerwatte gehüllt. Wirklich sehen kann man sie nicht, aber sie lassen sich erahnen. Dadurch, dass sich die Wolken dort oben fleissig abregnen stürzen an vielen Stellen geniale Wasserfälle aus mehreren hundert Metern Höhe in die Tiefe. Das kenne ich so sonst nur aus Norwegen. Aber auch bei meinem „Erstkontakt“ vor 12 Jahren mit dem Motorrad hatte es am Vortrag schwer geregnet und bereits damals haben mich diese Wasserfälle völlig fasziniert. Leider hatte ich damals nur eine kleine APS-Kamera dabei! Als ich ein paar Jahre später erneut dort war, schien die Sonne, der Himmel war super blau und von Wasserfällen war keine Spur zu sehen, man kann nicht immer Glück haben…

Heute ist das anders! Schlechtes Wetter ist gutes Fotowetter, das zeigt sich hier einmal mehr!

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Als ich gerade mitten drin bin in meiner Fotosession mit Infrarot-Filter und Stativ, macht unerwartet die Batterie schlapp. So ein Mist! Eine Ersatzbatterie habe ich, aber sie liegt daheim in Bonn. Ein Ladegerät habe ich dabei, aber wir müssten zurück zum MacDonald‘s fahren und uns dort eine Steckdose suchen und dazu haben wir keine Lust. Also öffnen wir das Dach des Spaßmobils und genießen einfach die tolle Straße die uns am Seeufer entlangführt.

Später geht es wie geplant über den Hirzel nach Zug. Dort „parkieren“ wir das Auto in einem neuen schier unglaublich sauberen Parkhaus und genießen den unerwarteten Sonnenschein in einem der viele Cafés direkt am Zuger Seeufer. Das Leben kann wirklich schön sein!

Als der Tag sich dem Abend entgegen neigt, geht es entlang am Seeufer in Richtung Brunnen. Dort zweigen wir nach Süden ab und umrunden wieder einmal den „unteren“ Teil des Vierwaldstätter Sees. Pünktlich zum Abendessen sind wir zurück am Hotel und lassen es uns dort noch eine Weile gut gehen. Was für ein toller Tag! Morgen geht es weiter und morgen sind alle Akkus frisch geladen und die Speicherkarten leer gefegt…