Schon als kleiner Junge war ich von Motorrädern begeistert. Mit 15 durfte ich das erste Mal auf einer BMW R100 RS sitzen. Damals war sofort klar, so ein Höllengerät wollte ich auch haben. Letztlich wurde daraus eine BMW R80 RT mit mageren 50 PS. Aber dieses Motorrad hat mich nie im Stich gelassen und ich habe viele tausend Kilometer damit zurückgelegt. Damals gehörte das Wort »Konstantfahrrucken« noch nicht zu meinem Wortschatz.
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BMW Motorrad Service auf Gran Canaria
Die schlechten Straßen haben während der letzten 14.000 Kilometer ihre Spuren an meinem Motorrad hinterlassen. Neben dem extrem teuren hinteren ESA-Federbein hat es auch den linken Heizgriff und den Reifendruck-Sensor im Vorderrad erwischt. Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Zahn der Zeit der langsam aber sicher an meinem Motorrad nagt, möglich wäre es. Per E-Mail hat mir Ana von BMW Marmotor in Las Palmas mitgeteilt, dass der neue Heizgriff zur Montage bereit ist. Eigentlich bräuchte man ihn auf den Kanaren nicht, aber die Gelegenheit für eine Reparatur ist hier gerade günstig und wer weiß, was mich auf dem Rückweg nach Deutschland noch alles erwartet?
Barranco de Guayadeque auf Gran Canaria
Mit dem Barranco de Guayadeque hat Gran Canaria eine sehr ungewöhnliche Touristen-Attraktion zu bieten. Der Barranco liegt im Süd-Osten der Insel und kann sehr einfach vom Ort Agüimes über die frisch asphaltierte GB-103 erreichet werden. Hier gibt es ein kleines Museum und eine Vielzahl uriger Wohnungen die allesamt vor langer Zeit in die Felsen geschlagen wurden. Ich habe diesen kleinen Ort bereits vor vielen Jahren besucht und so bin ich sehr gespannt zu sehen wie es sich dort weiterentwickelt hat.
Als wir am Morgen in Maspalomas unsere Motorräder starten ist es angenehm warm und die Sonne scheint. Für den Weg nach Osten habe ich in mein TomTom eingegeben, dass wir die Autobahn heute mal vermeiden wollen. Das klappt auch ganz vorzüglich, man fährt einfach immer der GC-500 nach. Weil es so einfach ist, bitte ich meine Sandra auf ihrer knallig roten Honda vorzufahren. Später kurz vor Agüimes wird es dann etwas unübersichtlich und ich überhole sie. Nun zeigt uns mein TomTom den Weg.
Mit dem Motorrad nach Puerto Mogan
Es ist Mittwoch und meine Sandra muss schon am Samstag wieder nach Hause fliegen. Die kleine Honda ist noch bis Freitag um 13h gemietet. Also wollen wir den heutigen Tag nutzen um noch ein wenig diese schöne Insel zu erkunden. Nach dem Frühstück fahren wir über die GC-500 parallel zur Küste in Richtung Westen. Unser Ziel ist Puerto Mogán. Diesen Ort kenne ich von meinem früheren Besuch auf Gran Canaria recht gut und ich bin mir sicher, dass es Sandra dort sehr gut gefallen wird.
Bis Puerto Mogan sind es etwa 35 Kilometer, wir fahren kaum schneller als 50 km/h und genießen den wunderschönen Ausblick auf das Meer, die Golfplätze und die karge wüstenähnliche Landschaft. Vieles erinnert mich hier an Utah und Arizona, nur fehlt dort dieser wunderbare Ozean.
Honda NC-700 auf Gran Canaria mieten
Die Zeit der Trennung war lang und wir freuen uns auf unser Wiedersehen. Während Sandra unterwegs nach Fuerteventura ist, bin ich noch beim Frühstück. Von 10:30 bis 12:30 hat Sandra „Mittagspause“ bevor es mit der Kanarischen Fluggesellschaft Binter Canarias weiter von Fuerteventura nach Gran Canaria geht. Die Landung ist für 13:10 geplant. Ich mache mich so gegen 12:45 auf den Weg zum Flughafen. Als ich ankomme ist Sandra gerade gelandet. Ihr Gepäck hat sie „motorradfreundlich“ in einer Rolle verpackt, die aussieht wie ein großer silberner Seesack. Diesen wasserdichten großen „Sack“ hat sie sich zuvor bei FC-Moto zum Preis 39,90 Euro bestellt, heute erweist er sich als sehr praktisch. Bei der Gepäckaufgabe am Düsseldorfer Flughafen hat die Waage ein Gewicht von lediglich 8 Kilogramm angezeigt, für das Gepäck einer reisende Frau höchst ungewöhnlich!






