USA-2014 – Tag 13 – Cody Wyoming

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Als ich vorgestern in den Abendstunden hier im Cody Cowboy Village eingecheckt habe, hat mir die sehr nette deutschsprachige Mitarbeiterin „Petra“ bereits einige Tipps für unseren Aufenthalt hier in Cody gegeben. Heute wollen wir es ganz ruhig angehen lassen und einige dieser Tipps ausprobieren. Nachdem wir ausschlafen haben geht es erst einmal zum Frühstück in die Stadtmitte. Dort gibt es bei „Granny’s Diner“ ein echt saugutes Frühstück. Danach geht es kurz in den Walmart und anschließend wieder zum Motel. Wir stellen unsere Einkäufe schnell in den Kühlschrank und machen uns zu Fuß auf den Weg zum „Old Trail Town“. Gleich hinter unserem Motel sitzt auch schon einer der vielen Hasen im Gras. Ich habe ausschließlich meine Panasonic GH3 samt 100-300mm Telezoom (Entspricht 200-600 im FX-Format) und ein 7-14mm Weitwinkelzoom (Entspricht 14-28mm im FX-Format) dabei. Bereits als ich den kleinen scheuen Hasen entdecke leistet das kleine leichte 100-300mm Zoom-Objektiv sehr gute Dienste.

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Am Old Trail Town angekommen lernen wir auch gleich den Besitzer kennen. Wegen des langen Winters ist noch nicht alles wieder korrekt aufgeräumt. Daher öffnet das kleine Freilicht-Museum offiziell erst morgen. Aber wir dürfen schon einige Fotos machen. Morgen kommen wir wieder und dann können wir alle Häuser auch von innen anschauen!

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Gegen Mittag streunen Sandra und ich etwas durch dieses niedliche kleine Örtchen und für mich ist heute wieder ein „Tag des gepflegten Knipsbildes“ – es ist „Snapshot-Day“.

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Am Nachmittag entschließen wir uns zu einem kleinen Ausflug auf der von Petra so sehr angepriesenen „South-Fork-Road“. Hier habe ich ein Bild aus Google-Earth. Die gelbe Linie ist die Route hinauf in den Yellowstone National Park. Die von mir rot markierte Route ist etwas das was wir heute gefahren sind. Kurz nach dem Ortsausgang habe ich meine Sandra das erste Mal mit dem großen Geländewagen fahren lassen. Erst wollte sie nicht so recht, aber etwas später scheint es ihr dann sogar Spaß zu machen dieses große schwarze Ungetüm zu bewegen.

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Die Ausläufer der South-Fork-Road führen irgendwann einfach ins Nichts. Die Straße ist dann zu Ende und man steht vor einigen wirklich sehr majestätischen Bergen. Heute sind sie sogar noch mit Schnee bedeckt. Außerdem geht bald die Sonne unter, so entsteht dann das folgende Foto. Es ist eine wirklich perfekte Wildnis die „normale“ Touristen so niemals zu sehen bekommen werden. (Einfach mal anklicken, dieses Foto ist recht groß).

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Zurück in Cody gibt es noch einen kurzen Stop beim Walmart. Während unserer Mittagspause habe ich eine kleine Flasche Jägermeister gekauft und dafür brauchen wir jetzt noch zwei stilechte kleine Gläschen. Im Walmart werde ich auch schnell fündig. Es gibt viele niedliche kleine Gläser mit Aufschriften wie „I Love Yellowstone“ usw. Da ist letztlich auch was dabei was zu meinem Geschmack ganz gut passt. Mit den kleinen Gläschen unter dem Arm geht es dann nach Nebenan ins Motel.

Morgen werden wir uns die Ecken des Yellowstone National Parks in denen wir noch gar nicht waren etwas genauer ansehen. Übermorgen werden wir dann auschecken und uns auf den langen Weg in Richtung Süden machen.

USA-2014 – Tag 12 – Yellowstone Reloaded

Yellowstone NP #4 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm - HDR

Es ist der 12. Tag in den USA und heute werde ich meine Sandra in Billings Montana abholen. Wir haben uns per SMS um 12h im Best Western in Billings verabredet. Aber Achtung, Billings ist kein Dorf und es gibt gleich VIER verschiedene Best Western Hotels!! Als ich um kurz nach 10h in Cody starte scheint die Sonne und es sind etwa 13°C. Eigentlich noch relativ kühl, aber im Auto bemerkt man davon nichts. Auf dem Weg nach Billings nehme ich mit meinem HTC ONE ein kleines Video auf und bin während ich da erzähle was ich so in den letzten Tagen erlebt habe vollkommen hingerissen von der einzigartigen Kombination aus Weite, Bergen, Schnee und Licht.

In Billings angekommen lande ich irgendwie in einem Industriegebiet, aber nicht am Best Western Clock Tower Hotel in der First Avenue. Nach einer Weile fällt mir auf was ich falsch gemacht habe. Ganz in der Nähe des Hotels ist auch eine 1st Road. Similar but slightly different…. Um 12h20 bin ich dann aber doch am Hotel, Sandra wartet schon in der Lobby. Sie ist glücklich und total fertig zu gleich. Ihre Anreise war etwas abenteuerlich und hat sie teilweise an den Rand der Verzweiflung geführt. Aber sie hat sich nicht unterkriegen lassen. Ich würde sagen das war ein STRIKE 🙂

Auf dem Rückweg machen wir kurz vor Cody Rast im Edelweiss Saloon. Für mich gibt es einen Burger, Sandra entscheidet sich für eine Pizza. Es sind zwei alte Amerikaner dort, sie spiele Pool-Billard und unterhalten sich ein wenig mit uns. Der eine von beiden hat sofort verstanden, dass er langsam und deutlich sprechen muss, das klappt sehr gut. Der andere der beiden hat so einen krassen Akzent, ich verstehe bei ihm so ziemlich gar nichts. Irgendwann blicke ich dann, dass er Verwandtschaft in Deutschland hat und dass die Worte die ich absolut nicht verstehen konnte, ihre Namen sind.

Nach einer Stunde geht es weiter. Wir machen eine kurze Pause im Cody Cowboy Inn und Sandra lernt nun auch die liebe Petra kennen. Beide scheinen sich auf Anhieb gut zu verstehen und wir dürfen sogar mal den heißen Pool inspizieren der morgen geöffnet werden soll. Bei rund 38°C kann man es sich dort nach einem langen Fototag gut gehen lassen. So gegen 16h sind wird dann unterwegs zum Yellowstone National Park. Der Weg bis zum Eingang des Parks ist weit und wir sehen bereits hier etliche wild lebende Tiere. Nach rund 80 Kilometern erreichen wir dann den offiziellen Eingang. Ich zeige meinen „Annual National Park Pass“ vor, den ich am Vortag für 80$ erworben habe und der nun ein Jahr lang den kostenlosen Eintritt in alle National Park der USA ermöglicht. Dieser Ausweis kann auf eine weitere Person übertragen werden und gilt für alle Insassen in einem Fahrzeug. Als ich ihn am Vortag gekauft habe, musste ich ihn auf der Rückseite unterschreiben. Heute muss ich zusätzlich meine ID-Card, also meinen deutschen Personalausweis vorzeigen.

Auf unserem Weg durch den Park laufen uns viele Tiere über den Weg und wir müssen immer wieder anhalten und die Fotoapparate zücken. Ich fotografiere heute mit dem vollen Programm, Nikon 1 V1, Panasonic GH3 und Nikon D800E.

Yellowstone NP #1 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm & 6,7-13mm

Yellowstone NP #2 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm & 6,7-13mm

Yellowstone NP #3 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm & 6,7-13mm

Yellowstone NP #4 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm & 6,7-13mm

Yellowstone NP #5 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm & 6,7-13mm

Yellowstone NP #3 - Panasonic GH3 & 100-300mm

Yellowstone NP #4 - Panasonic GH3 & 100-300mm

Besonders gut gefällt mir diese Szenerie, in der ein dicker Felsbrocken als „Spiegel“ des grasenden Büffels herhalten muss.

Yellowstone NP #5 - Panasonic GH3 & 100-300mm

Am riesigen und noch verschneiten Yellowstone Lake stehen plötzlich etliche Autos am Straßenrand. Warum stehen die bloß dort? Ich halte auch mal an und dann sehe ich ihn auch, eine dicker Grizzly wandert etwa 100 Meter von uns entfernt einen Hang hinauf. Bis ich mein Kamera startklar habe ist er leider schon verschwunden. Aber da sind auch noch zwei Schwarzbären. Sandra ist total verzückt, sie steht sprachlos mit ihrer Nikon D5100 und dem AF-S VR 55-300mm am Straßenrand und sieht zum ersten Mal in ihrem Leben gleich mehrere Bären die nicht durch Zäune oder Wassergräben von ihr getrennt sind. Das ist ein echtes Erlebnis für die meisten Besucher.

Yellowstone NP #6 - Panasonic GH3 & 100-300mm

Als wir etwa in der Mitte des Park ankommen wird es dunkel. Wir machen uns auf den Rückweg und müssen sehr aufmerksam und langsam fahren, weil immer wieder Rehe auf der Straße stehen können. In der Dunkelheit sind sie unterwegs zum nahegelegenen Shoshone River um dort ihren Durst zu stillen. Dabei müssen viele Rehe die Straße kreuzen, was nicht ganz ungefährlich ist.

Yellowstone NP #2 - Nikon D800E & AiS 2,8/55mm Micro

Yellowstone NP #3 - Nikon D800E & AiS 2,8/55mm Micro

Yellowstone NP #1 - Nikon D800E & AiS 2,8/55mm Micro

Die Wege sind weit und als wir in Cody eintreffen ist es schon 23h am Abend. Oder wie man hier sagt: 11 pm

Was für ein toller Tag! Dieser National Park ist unglaublich groß und traumhaft schön. Besonders jetzt mit der Mischung aus Schnee und frischem Grass schlägt er alles was ich bislang gesehen habe. Es war die richtige Entscheidung im May hierhin zu kommen. Zwar sind einige Wege noch gesperrt aber wir wollen hier ohnehin nicht wandern und campen. Wer dies allerdings vorhat, der sollte den Yellowstone eher in der Zeit zwischen  August und September besuchen. Eine sehr gute Sache der noch relativ kalten Jahreszeit ist, dass dort aktuell noch keine Moskitos unterwegs sind. Das macht den Aufenthalt für uns deutlich angenehmer als im Hochsommer.

USA-2014 – Tag 11 – Yellowstone National Park

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Es ist der elfte Tag in den USA. Meine Sandra hat ihre erste Nacht in Las Vegas verbracht und wird heute nach Billings in Montana fliegen. Das ist wirklich weit weg im Nord-Osten und damit sie dort nicht allzu lange allein auf mich warten muss, soll es heute von Sun Valley in Idahoe nach Cody in Wyoming am östlichen Eingang des Yellowstone National Parks gehen.

Nachdem ich meine Sachen zusammen gepackt habe gebe ich kurz meine Zimmerschlüssel ab und mache mich auf den Weg. Von Lisa konnte ich mich leider nicht verabschieden weil die Rezeption heute mit einer anderen Kollegin besetzt ist. Bevor es aber so richtig losgeht, gibt es bei Angenie und Peter noch ein wirklich amerikanisches tolles Frühstück. Bei „Belgium Blueberry Waffels“ mit warmem Ahorn Sirup und „Scrambled Eggs“ lassen wir es uns gut gehen und unterhalten uns über die „Beauty Spots“ in Deutschland. Nach dem Frühstück schauen wir uns noch ein paar Fotos an und überlegen ob wir uns nicht vielleicht über Weihnachten auf Teneriffa treffen könnten. Ein wie ich finde wirklich großartiger Gedanke!!

Gegen 10h geht es dann mit dem großen Mietwagen zunächst in Richtung Süden. Nach etwa einer Stunde dann entlang der „Craters of the Moon“ weiter in Richtung Nord-Osten. Die Craters of the Moon sind wirklich ganz spannend. Dort sieht es aus wie am Fuße des Pico Viejo auf Teneriffa der zuletzt vor etwa 100 Jahren ausgebrochen ist. Hier in Idahoe hätte ich derartig gewaltige Lava Felder nicht erwartet.

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Als Route habe ich mir den südlichen Eingang des Yellowstone ausgesucht und möchte so ganz nebenbei noch den Grand Teton Nationalpark besuchen. Aber als die Grand Tetons bereits als zum Greifen nahe erscheinen ist die Straße irgendwann einfach zu Ende. Vor mir liegt eine fast einen Meter hohe Schneedecke, hier komme ich nicht weiter. Zähneknirschend geht es fast eine Stunde lang wieder zurück. Über den westlichen Eingang ist der Yellowstone National Park dann erreichbar. Zwischendurch halte ich immer mal wieder an und mache Fotos von Büffeln, Rehen und allerlei anderem Getier.

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Mit Beginn der Dämmerung erreiche ich den Bill Cody Staudamm. Bill Cody ist den meisten Deutschen eher als Buffalo Bill bekannt. Und da er hier eine echte Größe war und bis heute ist, gibt es im nach ihm benannten Örtchen Cody etliche Bill Cody Museen, Cowboy Bars und vieles mehr. Ich fahre zweimal hin und her und entschließe mich schließlich im Cody Cowboy Village Inn einzuchecken.

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An der Rezeption ist es ganz witzig, ich werde innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde als deutscher Tourist enttarnt und somit können Petra und ich ja auch Deutsch sprechen. 🙂 Ich bin wirklich überrascht und freue mich sehr über die vielen Tipps die sie auf Lager hat. Später am Abend trifft meine Sandra dann auch in Billings Montana ein. Somit kann ich ganz entspannt in meinem extrem urigen allein stehenden Holzhaus einschlafen.

Das Cody Cowboy Village Inn ist ein sehr neues Motel und die gesamte Anlage ist extrem gut gepflegt und in hervorragendem Zustand. Alles wirkt als wäre es nagelneu und in den kleinen Holzhäusern geht es hell und freundlich zu. Auf der Tapete im Bad sind Cowboy-Hüte und Cowboy-Stiefel zu sehen. Selbst der Fuß einer Lampe wurde aus einem alten Cowboy-Stiefel gefertigt. Das ist das Amerika das meiner Sandra sicher sehr gut gefallen wird.

Am nächsten Morgen geht es mir ziemlich gut und ich fühle mich erholt und ausgeruht. Schnell diesen Artikel schrieben und dann mache ich mich gleich selbst auf den Weg nach Billings um meine Sandra dort einzusammeln. Danach schauen wir mal was es im Yellowstone National Park alles zu sehen gibt.

In einigen Tagen wollen wir dann weiter nach Moab. Später stehen dann noch Monument Valley, Page, Grand Canyon und zum Abschluss wieder Las Vegas auf dem Programm. Es bleibt spannend 🙂

USA-2014 – Tag 9 – Sightseeing in Idahoe

Es ist mein erster „richtiger“ Tag in Idahoe und als das Telefon klingelt stecke ich noch ganz tief in meinen Träumen. Dementsprechend fällt es mir schwer ein halbwegs sinnvolles Englisch zu sprechen. Aber am anderen Ende ist Angenie und sie gibt sich alle Mühe herauszuhören was ich eigentlich sagen möchte. Alles fängt damit an, dass ich das Gefühl habe in einer falschen Zeitzone gelandet zu sein. Und das ist tatsächlich richtig! Unterwegs habe ich am Vortag ein Hinweisschild am Straßenrand gesehen „Mountain Time – Timezone“ war darauf zu lesen. Also verständige ich mich mit Angenie zunächst darauf welche Uhrzeit eigentlich korrekt ist. Mein iPad war am Abend noch online und hat schon die „richtige“ Zeit. Man Handy ist noch eine Stunde zurück und mein Notebook hat es auch schon kapiert, was für ein Durcheinander…

Ziemlich genau 60 Minuten später treffen wir uns in der Lobby des Hotels. Danach geht es zu einem sehr urigen Restaurant in dem es ein sehr gutes Frühstück gibt. Nach dem Frühstück geht es zum Haus von Angenie und Peter. Weil beide sehr sportlich und sehr aktiv sind, haben sie sehr detailliertes Kartenmaterial der näheren und ferneren Umgebung. Gemeinsam überlegen wir welche Erkundungstour für den Anfang die beste wäre. Es soll viel zu sehen geben, das Fahren soll Spaß machen und es soll nicht zu kurz und auch nicht zu lang sein. Letztlich entschließe ich mich zu dieser Route:

Idahoe-Roundtrip

 

Kurz nach dem Start passiere ich das Sun Valley Resort, ein wirklich edles Hotel das sicher nicht ganz preiswert ist. Mein Weg führt mich vorbei am Hyndman Peak auf einer zunächst sehr gut asphaltierten Straße. Nach ein paar Kilometern geht diese Straße in eine sehr gute befahrbare Schotterpiste (Gravel Road) über. Es ist kalt und windig und das leichte Schneetreiben lädt nicht gerade dazu ein weiter Wanderungen zu machen um tolle Fotolocations zu finden. Aber auch entlang der Straße gibt es immer wieder eine tolle Aussicht auf verschneite Gebirgszüge. Weil das Wetter für „normale“ Fotografie nur wenig hergibt, fotografiere ich an diesem Tag fast ausschließlich mit der kleinen Nikon 1 V1 die ich mir vor einigen Wochen auf Infrarot 700nm habe umrüsten lassen.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #9 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #11 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Immer wieder gibt es kleine lohnende Abzweige und mit meinem gewaltigen Geländewagen muss ich mir keine Sorgen machen irgendwo nicht durchzukommen. Lediglich schlammige Passagen sollte man meide wie die Pest. Der Schlamm setzt sich in kürzester Zeit in das Profil der Reifen und dann geht nichts mehr! Hier ist also allergrößte Vorsicht geboten!!

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #8 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #7 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #6 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Das Ende der Off-Road Piste führt mich an den östlichsten Punkt meiner Reise. Bis hierhin war ich fast zwei Stunden unterwegs. Nun geht es auf einer sehr gut ausgebauten Straße in Richtung Norden.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #1 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #5 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Auch hier muss ich immer wieder anhalten weil kleine aber feine Motive den Wegesrand säumen.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #4 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Schließlich lande ich in Stanley. Ein wirklich schöner kleiner Ort hoch oben und den Bergen direkt am beeindruckenden Salmon River gelegen. Ich halte kurz an um ein Foto zu machen, als ich danach so richtig auf das Gaspedal treten möchte, entdecke ich gut getarnt hinter einigen Sträuchern einen örtlichen Polizeiwagen. Er ist besetzt und die der Polizist grüßt zurück als ich freundlich die Hand hebe! Nur gut, dass mich der Übermut nicht verleiteten konnte hier zu schnell zu fahren…

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #3 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Unterwegs halte ich immer wieder an und schaue mal was sich am Ende einiger schmaler Feldwege verbirgt. Ich finde nichts außergewöhnliches und so geht es stets unverrichteter Dinge wieder zurück.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #2 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Auf dem letzten Teilstück das mich wieder in Richtung Süden führt halte ich rechts der Passstraße an und genieße das gewaltige Panorama. Was für ein tolles Land dies doch ist. Kaum bin ich hier und schon bin ich hingerissen von der wilden Schönheit dieser weitläufigen Bergwelt.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #10 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Kurz darauf kommt mit auf der Straße ein ganz seltsamer Vogel entgegen. Er schlägt wie wild mit den Flügeln und ich fühle mich spontan an die „Start-Szene“ aus dem Disney Film „Bernhard & Bianca“ erinnert. Schließlich hebt er doch noch ab, landet aber gleich neben der Straße wieder. Weite Strecken scheinen nicht sein Ding zu sein. Weil ich hier sowieso den ganzen Tag allein unterwegs bin trete ich voll auf die Bremse, greife nach hinten und schnappe mit meine Panasonic GH3 mit dem bereits angesetzten 100-300mm Telezoom. Der schnelle Serienbild-Modus und die intelligente Automatik sind bereits eingestellt und so gelingen einige schöne Aufnahmen dieses seltsamen Tieres das mich ein wenig an unsere Graureiher erinnert.

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

Wie aus dem Nichts taucht plötzlich ein weiterer Vierbeiner auf. Es sieht aus wie eine Mischung aus Hirsch und Antilope, keine Ahnung was es wirklich ist. Aber nachdem er mich entdeckt hat macht Er (oder Sie?) einige schnelle Sprünge zur Seite um mich danach aus sicherer Distanz zu mustern.

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

Ein paar Minuten zu spät treffe ich schließlich am Abend wieder bei Angenie und Peter ein. Sie haben gekocht und ihre Freunde Peggy und Chris sind auch zu Besuch. Peggy und Chris haben eine Weile in Alaska gelebt. Irgendwann ist es ihnen dort wahrscheinlich zu kalt geworden und nun wohnen sie in Idahoe. Hier gibt es auch viel Schnee, aber die Winter sind deutlich kürzer und die Sommer länger und sicher deutlich freundlicher. Bis in die Nacht hinein unterhalten wir uns, schauen Fotos und überlegen gemeinsam welche Reisen als nächstes kommen könnten.

Zurück im Hotel bin ich rundum glücklich und schlafe auch sehr schnell ein. Mein Jet-Lag ist nun vollständig vergessen…

USA-2014 – Tag 7 – Snapshot Day

Nun bin ich schon eine Woche in den USA, habe eine abenteuerlich schwere Fotoausrüstung mit drei Kameras und etlichen Objektiven mitgeschleppt und letztlich fast ausschließlich mit der Nikon D800E und dem AF-S 2,8/14-24mm fotografiert. So kann das einfach nicht weitergehen! Mein Schlafrhythmus hat sich inzwischen etwas normalisiert, das Jet-Lag habe ich weitgehend verarbeitet und so geht es um so gegen 8h zum Frühstück. Als ich die Rezeption betrete riecht es dort nach Kaminholz. Und tatsächlich, hier wird mit echtem Holz in einem offenen Kamin geheizt, das hat doch was. Um die Ecke ist ein sehr urig eingerichteter Bar-Bereich, dort bin ich ganz allein und es gibt ein ganz ordentliches Frühstück. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass es hier kein Schwarzbrot und keine Brötchen gibt und man sich seinen Toast auch nicht mit Käse oder Wurst belegen kann, dann ist das Frühstück eigentlich ganz ok. Man kann davon satt werden und das Obst, Yoghurt usw. sind auch von guter Qualität.

Nach dem Frühstück versuche ich die vielen Benachrichtigungen von flickr.com zu verarbeiten und keine wichtigen E-Mails versehentlich zu löschen. Über Nacht sind einige der neuen Fotos wieder auf sehr große Resonanz gestoßen und das ist fast ein wenig elektrisierend. Wann hat man schon Tage an denen die eigenen Fotos fast 50.000 mal angeschaut werden?

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Sehr cool sind auch die Einladungen einzelner Fotos in die diversen Gruppen die es bei flickr.com gibt. So werden deutlich mehr flickr-User auf die eigenen Fotos aufmerksam und das ist letztlich der Katalysator der dazu führt, dass einzelne Bilder manchmal groß rauskommen und bspw. von Getty-Images nachgefragt werden.

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Doch die Fotos die so gut ankommen sind auch keine schnell gemachten Schnappschüsse. Oft braucht es weite Wege, schönes Wettern und mehrere Stunden in denen man das gleiche Motiv wieder und wieder mit anderen Einstellungen, anderen Objektiven und aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert. Während man das tut ändern sich Licht, Wolken, das Wetter und andere Faktoren die letztlich bestimmen ob ein einzelnes Foto wirklich gut oder doch eben nur guter Durchschnitt ist.

Da ich nun schon eine ganze Woche mit großer Energie dem perfekten Foto hintergejagt bin, ist es heute eigentlich mal Zeit für einen ganz entspannten Tag. So verstaue ich meine Nikon D800E und alles was dazugehört im Motel-Zimmer und gehe einzig mit meiner Panasonic GH3, einigen Objektiven und der kleinen Nikon 1V1 zu Fuß auf Motivsuche.

Heue ist der Tag des gepflegten „Knips-Bildes“ – Heute ist Snapshot-Day

Zuerst geht es in Richtung Norden an der Hauptstraße entlang, dann biege ich links ab und gehe mal an den Strand. Überall sind Motels, an vielen Stellen wird geputzt und geschrubbt, es werden Winterschäden beseitigt und alles wird für die Sommersaison startklar gemacht.

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Das klingt grausam, ist es aber gar nicht, ein Dead End ist eine einfache „Sackgasse“.

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Auch Motorboote wollen mal volltanken…

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In America lebt man oft auf großem Fuß und da ist es nicht verwunderlich wenn auch schon mal ein Automobil mit Zwillings-Bereifung daher kommt…

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Spannend finde ich, dass man hier sogar sein Parkticket mit der VISA-Karte bezahlen kann – WOW!!

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Die Gegensätze sind krass, Strand auf der einen Seite, dann ein gewaltiger See mit schönen Yachten und im Hintergrund im Mai komplett verschneite Berge.

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Die Autos sind hier etwas größer als in Europa, dafür sind die Häuser häufig aus einfachen Holzbrettern zusammen genagelt.

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Die Ski-Saison ist vorbei, die Lifte stehen still. Hier einer der steilsten und gefährlichsten Hänge. Auf der Rückseite geht es gemütlicher zu.

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Bei der Marina stand dieses Auto, das seine eigene Zapfsäule dabei hat – Ein Self-Charger??

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Wenn man etwas darauf achtet sind hier überall kleine Tiere unterwegs.

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Sehr cool dieser mit eichen Steinen verkleidete Kamin, ob er einem kräftigen Wirbelsturm standhalten würde?

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Die Hydranten sind hier nicht ROT sondern in edlem Silber gehalten!

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Wer hier mit dem Hund ausgeht macht das auch schon mal mit dem Skateboard…

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Es gibt sie noch, die schönen dicken Trucks die man bspw. aus dem ersten Film von Steven Spielberg kennt.

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Eine Schaufel ist brandneu…

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Bald kann auch wieder gegrillt werden…

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Und wieder sitzen überall die Vögel herum und singen ihre Lieder, das hört sich wirklich gut an!

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Mein erstes Eichhörnchen – hier heißen sie anderes, ich glaube es ist ein Squirrel.

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Auch sehr cool, eine total verwanztes heruntergekommenes Gebäude wird als „Truly Exceptional“ beworben, das geht nur in Amerika 🙂

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Stundenlang steht sie mit ihren Kameras auf dem Gehweg, was sie hier „Time-Lapse’en“ will weiß ich allerdings nicht…

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Winke Winke…

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Der steht auch auf einem Bein…

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Und wenn er mal läuft, dann sehr exzentrisch…

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Nicht nur die Autos sind hier größer, auch die Tannenzapfen…

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Kleines Haus – Großes Haus – Alles in EINEM…

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Der kommt überall durch, nur nicht durch die Prüfung beim Deutschen TÜV 🙂

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Nun ist der Spaziergang schon fast beendet…

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Da steht es noch mein teures großes schwarzes Spaßmobil…

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Nach einer kurzen Pause geht es um 12h wieder weiter. Im Internet habe ich gelesen, dass ein paar hundert Meter die Straße hinunter ein Schaufelraddampfer die „Tahoe Queen“ um 13:30 ablegen wird. Das könnte eine schöne Tour werden, das Wetter ist inzwischen nicht mehr wirklich schön, der Himmel ist mit schweren Wolken verhangen und daher entschließe ich mich mal eine der großen Attraktionen auszuprobieren.

Auf dem Weg zur Anlegestelle gibt es mehrere kleine Gedenkstätten.

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Man sagt, dass hier in den Wäldern Bären leben und dass man ihnen besser nicht begegnen sollte…

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Da ist sie schon, die Tahoe Queen. Sie sieht alt aus, ist aber recht modern mit Klimaanlage, Souvenir-Shop und komplett ausgestattetem Restaurant.

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Jetzt noch schnell ein Ticket kaufen!!! Nur gut, dass ich so früh hier war und am Anfang der laaaaaaaangen Schlage stehe…

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Direkt vor dem Schaufelrad (rechts) gibt es einen kleinen Lounge-Bereich mit sehr bequemen Kuschelecken.

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Nachdem wir abgelegt haben kann man mit dem langen Teleobjektiv sehr schön die Villen der Schönen und Reichen sehen…

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Das gefällt allerdings nicht allen Teilnehmern…

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Für diese Fahne ist immer Platz und wo sie nicht weht, da ist auch nicht Amerika!!

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Ein gepflegtes „Selfi“ auf dem Lake Tahoe? Wer hat das schon…

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Wenn man jetzt nur ein Teleobjektiv hätte…

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Er hat eines, aber wie man die Streulichtblende benutzt hat ihm noch niemand erklärt…

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Fotoschnack mit Kaffee auf dem See, das Leben kann schön sein 🙂

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Das Schaufelrad von oben – das geht nur mit einem Fish-Eye Objektiv…

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Das ist sie, die kleine Insel in der Emerald Bay!

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Und hier noch ein paar Infrarot-Fotos die ich heute mit der Nikon 1 V1 aufgenommen habe. Keine Angst, es ist gleich geschafft… Diese Fotos sind schon etwas ernst gemeint als die vorherigen „Snapshots“. Wer mag kann sie mal anklicken und in voller Schönheit betrachten!

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So, das war sie nun die erste Woche! Morgen geht es dann in Richtung Sun Valley. Dort möchte ich Angenie und Peter besuchen die ich 2009 beim Wandern in einem kleinen Canyon neben der Cottonwood Road kennen gelernt habe. Seit der Zeit haben wir den Kontakt per E-Mail gehalten und uns im Jahr 2011 in Page (Arizona) zu einem Burrito getroffen. Das Sun Valley ist eine beliebtes Skigebiet der Amerikaner und ich bin sehr gespannt welche Tipps für schöne Fotolocations Angenie und Peter für mich auf Lager haben 🙂