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Kategorie: Dies & Das
Schuberth C3 Pro – Praxistest
Die Ausgangssituation
Als sehr aktiver Motorradfahrer stehe ich zu Beginn jeder neuen Saison vor der Frage ob es der alte Helm noch ein Jahr lang tun wird, oder ob es mal wieder Zeit für eine neue „Mütze“ ist. Im Jahr 2007 bin ich von einem in die Jahre gekommenen Arai Helm auf einen Schubert S1 Pro aufgestiegen und bin von diesem Helm weitgehend begeistert. Er hat allerdings auch seine Schwächen. So hat das Visier zwei kleine Stifte die gern abbrechen und dann läuft man schnell Gefahr das Visier beim Öffnen plötzlich einfach in der Hand zu halten weil es keinen Endanschlag mehr gibt.
Auch muss man peinlich genau darauf achten, dass man beim Tragen die Dichtung rund um das Visier herum nicht beschädigt. Hat sich diese erst einmal gelöst, weil man sie beim Tragen versehentlich etwas daran gerissen hat, so schließt das Visier nicht mehr richtig und man verspürt einen dauerhaften unangenehmen Zug an den Augen. Abhängig vom Motorrad auf dem man ihn benutzt, neigt die inzwischen schon recht alte Konstruktion etwas dazu, bei hohen Geschwindigkeiten leicht zu pendeln. Besonders bei Fahrten mit meiner Sozia ist mir das schon oft unangenehm aufgefallen. Aber es tritt erst bei deutlich mehr als 120 Km/h auf. Schneller muss man zu zweit eh nicht dauerhaft fahren. Störend empfinde ich auch das Pin-Lock Visier. Besonders wenn man der tief stehenden Sonne entgegenfährt und den Helm ganz nach unten neigt um nicht geblendet zu werden, stört die Kante des Pin-Locks deutlich, weil sie mitten im Sichtfeld positioniert ist. Das ist der Grund warum ich meinen S1 Pro seit geraumer Zeit nur noch ohne Pin-Lock Visier fahre!
Aber der Schuberth S1 Pro hat auch viele gute Seiten. So ist die Geräuschkulisse innerhalb des Helms niedriger als bei fast allen anderen lieferbaren Helmen. Das Innenfutter ist überaus angenehm, der Doppel-D Kinnriemen schließt perfekt, das Innenvisier lässt sich sehr einfach bedienen und insgesamt sitzt der Helm sehr komfortabel.
Doch der S1 Pro wird nicht mehr hergestellt und sein Nachfolger der S2 ist nicht mein Ding. Ich bekomme ich kaum über die Ohren gezogen und das neue Design gefällt mir auch nicht. Dieses Ding sieht mehr nach einem Ritterhelm als nach einem modernen Kopfschutz aus. Es gäbe nicht den neuen Schuberth SR-1, aber das ist ein reinrassiger Helm für die Rennstrecke. Es gibt kein zweites innenliegendes Sonnenschutzvisier und Geräuschdämmung spielt beim SR-1 eine untergeordnete Rolle. Für weite entspannte Touren ist dieser Helm eher nicht gemacht.
Weil mein S1 Pro nach sieben Jahren und mehreren selbst ausgeführten kleinen Reparaturen langsam aber sicher in die Jahre gekommen ist, habe ich mich in den letzten beiden Jahren immer wieder nach neuen Helmen umgesehen.
Meine Helme
Meine aktuelle Helmsammlung umfasste bis zuletzt:
- Arai (Alt nicht mehr in Benutzung)
- HJC R-PHA 10 (Sehr leicht aber laut, seit 2013 in Benutzung)
- Shoei XR-1100 (Gute Aerodynamik aber laut, selten in Benutzung, im Jahr 2014 abgelöst vom NXR)
- Shoei GT-Air (Sehr guter Helm, seit 2013 in Benutzung)
- Schuberth S1 Pro (Mein Liebling, aber inzwischen alt und nicht mehr lieferbar)
- UVEX (Uralt und schon lange nicht mehr in Benutzung)
Vor zwei Tagen habe ich dann bei einer kurzen Stippvisite bei POLO in Mainz dem Schuberth C3 Pro eine Chance gegeben. Das Vorgängermodell habe ich schon zweimal ausgiebig getestet und war damit nicht zufrieden. Zu laut und zu unbequem war mit dieser Helm im Vergleich zum Schuberth S1 Pro. Im Jahr 2012 habe ich mir daher den Shoei XR-1100 gekauft. Doch dieser Helm ist zwar toll verarbeitet, es gibt sehr gute Visiere mit Verlaufstönung usw. aber er ist bei geöffneten Lüftungsöffnungen auf meinen Motorrädern extrem laut. Es pfeift dann in diesem Helm so sehr, dass man ihn ohne Gehörschutz meiner Meinung nach überhaupt nicht für längere Zeit tragen kann.
Daher habe ich mir im Jahr 2013 den HJC R-PHA 10 gekauft. Er war recht preiswert und es wurden zwei Visiere inkl. Pin-Lock mitgeliefert. Dieser Helm sitzt gut, ist sehr gut belüftet, ist extrem leicht aber auch sehr laut. Ohne Gehörschutz ist auch dieser Helm kaum über weite Strecken zu ertragen. Im Jahr 2013 habe ich mir schließlich noch den Shoei GT-Air gekauft. Dies ist ein sehr guter Allrounder der fast alles kann was der Schuberth S1 Pro auch kann. Allerdings ist das Innenfutter etwas kratzig und durch die Anbringung des Hebels für das Sonnenvisier produziert er besonders auf der linken Kopfseite laute Windgeräusche.
Wirklich optimal sind alle meine Helme also nicht und mit keinem dieser Helme bin ich vollständig glücklich. Sie erfüllen ihren Zweck, sollten aber bei jeder längeren Tour mit einem Gehörschutz gefahren werden.
Bei meiner Probefahrt mit dem neuen Schuberth C3 Pro hatte ich spontan das Gefühl, dass dieser Helm sich sehr leicht aufsetzen lässt und geschlossen eng aber gut sitzt. Das Futter hat fast die Qualität wie bei meinem S1 Pro und das Blickfeld ist ähnlich groß. Das Pin-Lock wurde etwas geändert und stört nun nicht mehr so sehr wie beim S1 Pro. Allerdings hat man es beim Shoei GT-Ari geschafft die obere Kante des Pin-Lock Visiers komplett aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Hier kann man bei Schuberth noch dazulernen! Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann man ihn so einstellen, dann man noch genügend viel Frischluft bekommt, es aber nicht an den Augen zieht. Das Visier kann leicht mit beiden Händen geschlossen und geöffnet werden. Bei den Shoei Helmen geht das nur mit der linken Hand die ich leider oft an der Kupplung habe wenn ich gern den Helm öffnen würde. Das gefällt mir gar nicht!
Im Shoei GT-Air empfinde ich die Belüftung als etwas schwach und das leicht kratzige Innenfutter mag ich auch nicht so sehr.
Fazit nach den ersten Ausfahrten
Das alles ist beim Schuberth C3 Pro nun anders. Die Belüftung stimmt, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Das Visier lässt sich sehr komfortabel bedienen, der Ratschenverschluss ist ok, wenn auch kurz vor der Grenze. Ich sitze bei meinen BMW K1200 leicht nach vorn geneigt. Daher drückt der Verschluss hier nicht auf den Kehlkopf. Wer einen lässigen Chopper fährt und weit zurückgelehnt sitzt, der könnte mit dem dicken Ratschenverschluss seine liebe Not bekommen!
Die Kopflüftung kann in zwei Stufen geöffnet werden und produziert keine störenden pfeifenden Geräusche. Das Sonnenvisier lässt sich sehr leicht öffnen und schließen. Die Geräuschkulisse ist bei 100 km/h auch über etwas weitere Strecken erträglich, auch wenn Schuberth schreibt, dass es der leistete Schuberth aller Zeiten sei… Wer mit diesem Helm weite Strecken auf der Autobahn zurücklegen will, der sollte wie in praktisch jedem Motorradhelm auch hier unbedingt einen Gehörschutz tragen!!
Mein Traum wäre ein Helm der die Akustik eines normalen PKW bietet. Aber das werde ich wohl niemals bekommen…
Meinen Schuberth C3 Pro werde ich in den nächsten Wochen ausgiebig testen und sobald es Anlass zur Kritik gibt werde ich mich hier wieder melden.
Bis dahin ist der Schuberth C3 Pro meine Empfehlung für alle die etwas mehr Geld ausgeben können und einen bequemen Helm für entspannte weite Touren suchen.
Sicherheit im Internet – Erneut 18.000.000 Passwörter gestohlen
Das Szenario
Seit einigen Tagen geistert es wieder durch alle Medien, schrecklich böse Hacker haben wieder mehr als 18 Millionen Zugangs-Datensätze zu E-Mail-Konten und möglicherweise anderen Diensten gestohlen. Viele Internet-Nutzer sind aktuell schwer verunsichert und fragen sich was nun zu tun ist.
Zunächst sollte man sich fragen wie überhaupt Zugangsdaten gestohlen werden können. Es ist recht unwahrscheinlich, dass ein Hacker eine versteckte Kamera in ihrer Wohnung über ihrem Computer positioniert und sie dabei zu filmen wie sie ihr Online-Banking erledigen. Falls sie jetzt verunsichert sind, suchen sie die Decke über ihrem Computer ab!! Wenn sie dort nichts finden können sie aufatmen, aber nur ganz kurz. Denn tatsächlich funktioniert das Abgreifen von Zugangsdaten fast genau wie mit einer Kamera über dem Computer. Nur ist diese Kamera ein Stückchen Software das sie selbst versehentlich oder unbemerkt auf ihrem eigenen Computer installiert haben.
Diese „Hacker-Kamera“ steckt also in ihrem Computer drin und filmt alles mit was sie auf ihrem Computer tagtäglich so machen. Wenn sie dort beispielsweise https://kunden.commerzbank.de/lp/login?0 eintippen um ihre Miete zu überweisen, so könnte diese kleine „Hacker-Kamera“ hellhörig werden und die nächsten Tastenanschläge heimlich filmen.
Um sich bei der Commerzbank anzumelden tippen sie jetzt ihren Anmeldenamen und ihr Kennwort:
… Karlchen Schlauberger … GruetzwurstIstEklig12345 … Enter …
Die kleine „Hacker-Kamera“ hat das jetzt gefilmt und schickt ihren sehr kurzen Videoclip nun dem Hersteller, der sich darüber natürlich wirklich freuen wird.
Was ist passiert?
Ihr Passwort ist wirklich stark und eigentlich kaum zu knacken, jedenfalls nicht von einem Programm das der Reihe nach immer wieder neue Passwörter erzeugt und ausprobiert. Und doch kennt es jetzt jemand der es außer ihnen nicht kennen sollte. Und überhaupt, woher kommt diese „Hacker-Kamera“ die man gar nicht sehen, fühlen oder schmecken kann?
Die Kamera ist ja nicht wirklich eine Kamera, sie ist eben nur ein winziges Stückchen Software das sie sich versehentlich oder fahrlässig eingefangen haben. Doch wie geht das? Stellen Sie sich vor es gibt eine schwere Grippewelle und in der Turnhalle um die Ecke werden 234 infizierte Personen unter strengsten Auflagen von den gesunden Menschen abgeschirmt um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Sie kommen jetzt auf die Idee dort eine Runde Basketball spielen zu wollen. Heimlich schleichen Sie sich in ihrer Turnhose an den Wachleuten vorbei und lassen sich mit ihrem Basketball von der Hälfte der kranken Menschen kräftig in Gesicht niesen und die Hände schütteln. Am nächsten Tag fühlen sie sich schlecht, haben hohes Fieber und sind dem Tode nah.
Dies alles nur, weil sie eine Runde Basketball spielen wollten!
Zu ihren Verhalten könnte man sagen: Selbst schuld, warum haben sie nicht alternativ für 15 Euro die Stunde eine Runde Badminton gespielt, dann wären sie jetzt noch gesund!
Warum die Metapher? Ganz einfach, die kleine „Hacker-Kamera“ findet den Weg auf ihren Computer genau so wie sie sich gerade mit der fiesen Schweinegrippe infiziert haben. Statt für ein paar Euro in einer schönen sauberen Turnhalle zu spielen waren sie in einem mit fiesen Vieren verseuchten Ort. Das musste schiefgehen!
Manchmal ist für Internet-Nutzer die Verlockung groß Geld für legal gekaufte Software, Videos und Musik zu sparen und sie sich vermeintlich kostenlos zu besorgen. Das Angebot geklauter Software etc. ist im Internet wirklich riesig und man bekommt praktisch alles was man für Geld kaufen kann irgendwie auch ohne (erst einmal) dafür zu bezahlen. Webseiten wie http://www.piratebay.com und wie sie nicht alle heißen sind eine Fundgrube für alles was es illegal zum Download gibt. Auf diesen Seiten kann jeder irgendwas zum Download anbieten und es als geknackte Version von Microsoft Office 2013 oder etwas anderem verpacken. Oft bekommt man sogar die Software die dort versprochen wird. Was jedoch verschwiegen wird ist, dass während die teure Software neu „verpackt“ wurde eine kleine „Hacker-Kamera“ hinzugefügt wurde. Für die Installation des so schrecklich billigen Softwarepaketes werden in der Regel Administrator-Rechte benötigt. Weil sie das kostenlose Office nach dem Download ja auch installieren möchten, geben sie ganz brav ihr Administrator-Passwort ein…
Und schon ist es passiert, das Installations-Programm darf auf ihrem Computer nun alles machen was es will. Im besten Falle installiert es nach der Hacker-Kamera ein funktionierendes Microsoft Office. Sie werden nichts bemerken und sich über das kostenlose Office freuen bis eines Tages ihr Bankkonto leer ist und die Polizei an der Haustüre klingelt…
Sind die guten Menschen die für sie das vermeintliche kostenlose Microsoft Office angeboten haben aber doch nicht so nett, gibt es nur eine Fehlermeldung die besagt, dass bei der Installation ein Fehler aufgetreten ist. Sie werden sich ärgern und nach einer weiteren hoffentlich funktionierenden „kostenlosen“ Version von Microsoft Office suchen. Läuft es dumm, fallen sie auf den Trick gleich mehrfach rein und haben am Ende des Tages nicht nur eine „Hacker-Kamera“ versehentlich installiert, sondern gleich mehrere davon…
Dabei wäre alles so einfach gewesen. Sie hätten doch nur beispielsweise hier für 219,99 € eine lebenslange Lizenz für Microsoft Office erwerben müssen.
Die Viren kommen mit der Post
Ok, sie haben jetzt gelernt, dass es in dieser Welt nichts was einen Wert hat wirklich kostenlos gibt. Ihr Office haben sie gekauft oder stattdessen das kostenlose Open-Office installiert. Außerdem lassen sie sich regelmäßig gegen Grippe impfen und knutschen nicht heimlich mit der offensichtlich schwer erkälteten Nachbarin. Super!
Doch was wenn der nette Bote von DHL ein Päckchen bei ihnen anliefert in dem ein süßer kleiner Teddi ist. Sie haben ihn zwar nicht bestellt und auch nichts dafür bezahlt, aber weil er so niedlich ist behalten sie ihn und stellen ihn neben ihren Computer. Was sie nicht wissen, der kleine Teddi hat eine Kamera eingebaut die sie beim Online Banking filmt und alles per Funk direkt nach Russland übermittelt. Klingt unwahrscheinlich, ist es auch. Denn diese Teddis kommen nicht mit DHL sondern per E-Mail. Die Technologien nach denen weltweit E-Mails ausgetauscht werden sind schon wirklich alt und bieten einige Schlupflöcher. So kann man wie bei einem richtigen Brief auch einfach einen anderen Absender auf den Umschlag schreiben. Würden Sie einen Brief nicht öffnen der vom Finanzamt kommt?
So werden täglich weltweit viele Millionen E-Mails verschickt auf denen ein falscher Absender steht und in denen sie aufgefordert werden etwas zu tun was sie sonst nicht tun würden.
- Vielleicht sollen sie sich kurz bei PayPal anmelden damit geprüft werden kann ob ihre Anmeldedaten sicher sind – Bullshit!
- Vielleicht will ihre Bank ihr Konto prüfen damit es nicht gesperrt werden muss – Bullshit!
- Sie haben eine Rückbuchung gemacht und müssen nun mit 179,- Euro Anwaltskosten rechnen alles weitere finden sie im angehängten Brief des Anwalts – Bullshit!
- Sie bekommen einen kostenlosen Virenscanner geschenkt der die Sicherheit ihren Computer prüft und alles schneller macht – Bullshit!
- Sie haben gewonnen und müssen nur kurz etwas bestätigen damit das Geld auch überwiesen werden kann – Bullshit!
Diese Liste könnte man endlos verlängern und sie wird täglich länger. Hacker auf der ganzen Welt tun den ganzen Tage nichts anderes als darüber nachzudenken wie man sie mit einer E-Mail dazu bewegen kann etwas zu tun das sie sonst nicht tun würden und das wirklich fiese Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Was lernen wir daraus? Wenn man per E-Mail einen Brief einer Anwaltskanzlei bekommt ist das Bullshit denn echte Anwälte schicken ihre Briefe per Einschreiben mit der richtigen Post. Kostenlose Reisen gewinnt man nicht, egal wie oft es auch passiert. Man ist niemals wirklich der 1.000.000.000 Besucher einer Webseite und Anhänge an E-Mails die einem komisch vorkommen öffnet man erst gar nicht.
Der Codex
In der Fernsehserie Dexter wird immer vom „Codex“ gesprochen. Das ist das was Dexter Morgan befolgt damit er nicht geschnappt wird. So ein Codex ist gar nicht schlecht und das Tolle, er ist tatsächlich kostenlos:
- Wer nicht auf illegalen Webseiten nach geklauter Software sucht handelt sich auf diesem Wege keine Viren ein.
- Wer Musik bei Apple oder Amazon kauft oder einfach nur Radio hört fängt sich keine Viren ein.
- E-Mails die vielleicht von googlemail.com oder web.de als „verdächtig“ markiert sind löscht man einfach, denn sie sind es auch.
- Auf seinem Computer deaktiviert man die Firewall nicht und man verzichtet auf den Remote-Zugang seiner Fritz!Box. Damit kann man zwar nicht aus Honolulu auf die heimischen Kochrezepte zugreifen, aber das braucht man auch nicht.
- Wenn der Virenscanner auf dem neuen Notebook nach 3 Monaten abgelaufen ist bezahlt man ihn, oder scheißt ihn runter und installiert die kostenlosen Microsoft Security Essentials. Alternativ auch Avira oder einen anderen Virenscanner der nichts oder nur wenig kostet.
Hält man sich an diese einfachen Regeln ist man schon sehr weit auf der sicheren Seite!
Wie sicher ist ein Passwort?
Ich ärgere mich immer wieder wenn ich irgendwo einmal mehr aufgefordert werde ein abgelaufenes Passwort zu erneuern. Noch mehr ärgere ich mich wenn die Regeln mein Passwort nicht erlauben weil zu nicht komplex genug ist oder schon einmal verwendet wurde. Das alles kann einen manchmal fast zum Wahnsinn treiben…
Aber es ist dennoch wichtig und sinnvoll!
Sich ein sicheres Passwort auszudenken ist manchmal gar nicht so einfach. Noch schwieriger wird es wenn man sich dieses „Ding“ dann auch noch über Monate hinweg merken muss. Grundsätzlich könnte man ich einfach eine wahllose lange Folge aus Zeichen und Buchstaben nehmen sie auf einem Zettel notieren und diesen dann in der Schublade neben dem Computer aufbewahren. Daheim ist das halbwegs ok, doch in einem relativ frei zugänglichen Büroraum nur begrenzt zu empfehlen. Man könnte sich alle Passwörter auch in das Handy tippen, so hat man sie immer dabei. Nur was wenn man das Handy verliert?
Ein wirklich gutes Passwort ist lang, hat große und kleine Buchstaben, Zahlen und enthält Sonderzeichen. Nur das kann sich meistens einfach niemand merken. Doch es gibt einige einfache Tricks um trotzdem an ein sicheres Kennwort zu kommen, dass man sich auch merken kann.
Das Kennzeichen ihres ersten Autos war vielleicht BO-NN-123 und ihr erstes Auto war ein VW den sie sich im Jahr 1974 gekauft haben der damals schon zwei Jahre alt war. Daraus läßt sich ein sehr sicheres Passwort erstellen das man sich gut merken kann: VW19721974BO-NN-123
Das ist wirklich sehr sicher und man kann es gut im Kopf behalten: Marke – Baujahr – Kaufjahr – Kennzeichen
Ein anderer Weg ist eine Eselsbrücke wie:
- Wir dürfen jetzt den Sand nicht in den Kopf stecken
- Password: WidüjedeSaniindeKost
Das ist echt komplex, offensichtlich total wahllos und dennoch kann man es sich ganz leicht merken. Hängt man nun noch das Geburtsjahr des ersten Kindes oder das der Oma daran, so kann es niemand knacken indem er „herumprobiert“.
Sichere Passwörter generieren
Wer wirklich unkreativ ist und dem einfach kein sicheres Passwort einfallen will, der kann sich auf der Webseite www.sicherespasswort.com Vorschläge für sichere Passwörter generieren lassen.
Wenn man hier noch zwei der Passwörter miteinander kombiniert so kann einfach nichts mehr schief gehen, es sei denn ein Dieb findet in ihrer Handtasche oder auf ihrem Handy den sicher notwendigen Merkzettel…
Man kann es also machen, man muss es aber nicht. Denn ein Passwort das man sich nicht merken kann und für das man immer wieder einen Merkzettel braucht ist eigentlich ziemlich daneben. Mir persönlich gefällt die Idee einfach die Typenbezeichnungen von Mikroprozessoren mit einem erfundenen Begriff zu kombinieren. So wird es hübsch komplex und man kann es trotzdem (für sich) behalten.
Hier findet man viele schöne Typenbezeichnungen: Liste von Mikroprozessoren
Natürlich sind auch Bezeichnungen anderer technischen Dinge erlaubt, sofern man sie sich merken kann!
Zusammenfassung
Abschließend könnte man sagen, dass sicher ist wer
- nicht auf Webseiten mit Hacks, Cracks und illegalen Downloads surft
- keine Installationsprogramme aus unbekannten Quellen ausprobiert
- verdächtige E-Mails oder Anhänge ungelesen löscht
- das Betriebssystem seines Computers regelmäßig aktualisiert
- Firewall und Virenscanner benutzt und auf dem neuesten Stand hält
- sich Passwörter ausdenkt die komplex sind und die er sich trotzdem merken kann
Ist der Computer erst einmal verseucht und hat sich ein Virus eingenistet („Hacker-Kamera“) so ist es oft nicht ganz leicht diesen wirklich los zu werden. Könnte man die kriminelle Energie dieser Welt in Kupferleitungen umleiten, wir könnten SOFORT aus der Kernenergie aussteigen… Daher hilft es im Zweifel nur den heimischen Computer komplett neu zu installieren. Danach ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit alle Gefahr gebannt.
Wirklich sicher ist indes nur derjenige der seine Bankgeschäfte mit der Kontokarte in der Filiale um die Ecke erledigt. Doch was wenn diese gerade überfallen wird…
Man sieht schon, wirklich sicher ist nicht im Leben. Aber mit etwas Umsicht und Vorsicht kann man schon durchkommen, meistens jedenfalls…
SONY HDR MV1 – GoPro mit professionellem Sound?
Mein Arzt hat eine Lungenentzündung festgestellt. Die ganze Woche habe ich mit Fieber und Schüttelfrost im Bett verbracht und bin an diesem Morgen einfach nur froh, dass das schwere Antibiotikum langsam anschlägt. Nach vielen Tagen ist es der erste Morgen ohne rasende Kopfschmerzen, es geht doch noch nicht zu Ende mit mir…
Ein Griff zum iPad, schauen wir mal was ich in der letzten Woche alles verpasst habe. Während ich durch die vielen bunten Bilder, Sprüche und Videos hindurch scrolle springt mir ein neuer Post von Steve Huff ins Auge. Dieser Typ ist einfach cool, macht tolle Fotos und stellt alle paar Tage neue Kameras vor. Ich frage mich oft woher er diese Dinger ständig bekommt. Mir schenkt einfach niemand etwas und selbst wenn ich bei einem Fotohändler oder einem Hersteller wegen eines Testexemplars anfrage, werde ich immer nur mit Wartelisten vertröstet. An die Spitze der Warteliste beispielsweise für die Nikon D7100 habe ich es auch nach vielen Monaten noch immer nicht geschafft. Zwar gab es eine nette E-Mail der deutschen Nikon-Werbeagentur aber das war es dann auch schon. Bis ich ein Exemplar der Nikon D7100 für einen Test erhalten werde, gibt es sie wahrscheinlich schon für 199,- Euro als Warehouse-Deal bei amazon.de.
Aber zurück zum Thema. Steve Huff hat vor ein paar Stunden diesen Link bei Facebook geteilt. Dort hat er ein kurzes Video verknüpft, das er zur neuen SONY HDR MV1 erstellt hat.
Was mich an diesem Video besonders anmacht ist die Musik die er für den kurzen Praxistest ausgewählt hat. Man kann kurz das Cover sehen, weiß aber doch nicht genau welcher Song da läuft. Aber kein Problem, das tolle Smartphone ist schnell zur Hand und mit der kleinen APP „Shazam“ weiß ich wenige Sekunden später, es ist „New Favorite“ von „Alison Krauss & Union Station“. Diese Sängerin ist den USA ein großer Star und ich kannte sie bislang nur vom Album „Raising Sand“ das sie gemeinsam mit Robert Plant, der Stimme von Led Zeppelin aufgenommen hat.
Hier habe ich zwei Fotos dieses sehr interessanten kleinen Geräts für Euch. Im Testvideo von Steve Huff ist die Bildqualität der Kamera nicht überragend, aber dies scheint der doch recht mageren Beleuchtung seines sehr coolen Büros geschuldet zu sein. Bei gutem Licht könnte diese Kamera ganz ordentliche Bilder mit tollem Ton liefern.
Weil mir eh kein Hersteller etwas schenkt und die Wartelisten für ein Testexemplar sicher wieder unendlich lang sind, wir außerdem bald Weihnachten haben und ich mehr als glücklich bin die letzten Tage überlebt zu haben, kommt dieses Ding nach dem Wochenende auch schon bei mir an – wenn alles gut geht!
Bei amazon.de gibt es das kleine Schmuckstück aktuell für 290,90 Euro zu kaufen, wenn das kein Deal ist…
Während ich hier mit einem heißen Tee im Bett sitze und auf meinem kleinen Mac „New Favorite“ von Alison Krauss anhöre kommt mir in den Sinn, dass Steve Huff echt ein witziger Typ ist, dass er ausgerechnet diesen Titel für seine kleine Demo ausgesucht, das ist wirklich sehr subtil und da muss man erst einmal drauf kommen! Für Alison Krauss und ihre Band ist das sicher eine gute Werbung und ich bin Steve Huff für diese „Daily Inspiration“ mehr als dankbar!!
In den kommenden Wochen werde ich dieses Ding intensiv auf den Kanaren testen und Euch im neuen Jahr meine Ergebnisse präsentieren.
Nikon DF – Der erste Prototyp
Seit mehreren Wochen geistern nun schon Gerüchte durch das Internet und die neue Nikon DF wird inzwischen allerorts mit großer Spannung erwartet. Daher habe ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um Euch als erster Deutscher ein Exemplar der neuen Nikon DF präsentieren zu können. Heute hat ein Bote von JP-Expresss das lang ersehnte Stück endlich liefern können. Leider ist es noch ein Vor-Serienmodell mit der Nummer #00000003 und es hat auch schon einige Gebrauchsspuren. Möglicherweise wurde diese Kamera bei der Produktion der Teaser-Videos verwendet.
In der neutral grauen Verpackung habe ich noch ein Ladegerät, einen Akku und eine Kopie einer Bedienungsanleitung in japanischer Sprache gefunden. Eine Typenbezeichnung hat diese Kamera leider noch nicht, möglicher Weise ist dies der frühen Seriennummer geschuldet.
Die ersten Fotos sind mehr als vielversprechend, Detailreichtum und Farbwiedergabe scheinen unvergleichlich.
Ein erstes Testbild mit dem neuen AF-S VR 1.2/57mm EX IIe konnte ich auch schon aufnehmen. Das Bild zeigt nur eine überaus geringe Vignettierung und ein ganz fantastisches Bokeh. Dieses Objektiv wird das neue Kameramodell zusätzlich mehr als aufwerten!
Der Tonwertumfang des neuen Sensors beträgt 13,24 EV. Dies ist ein ganz ausgezeichneter Wert und die ersten Testbilder lassen außergewöhnliche Ergebnisse selbst bei extrem kontrastreichen Motiven erwarten.
Hier ein Testfoto das den schier unglaublichen Detailreichtum von Fotos aus der Nikon DF dokumentiert.
Der neue Filmmodus Super-Fine-Grain liefert plastische Abbildungen und hebt selbst allerfeinste Strukturen deutlich hervor.
Endlich habe ich eine Kamera mit der man wirklich fotografieren kann, eine Kamera die mein Leben verändern wird. Statt purer Langeweile verspricht diese Kamera nun pure Freude, danke Nikon!!
Fazit
Mit der Nikon DF ist endlich der unübertreffliche Profibolide verfügbar auf den wir alle so lange gewartet haben und der das Leben vieler Fotografen nun mehr als nachhaltig verändern wird. Diese Kamera hat das Potential aus Knipsern echte Fotografen zu machen. Hersteller von EBV Softwareprodukten werden sich jetzt ganz warm anziehen müssen, denn dank der noch geheimen neuen Technologie „Image From Brain“ kann diese Kamera über Mikro-Sensoren, die in das Gummi des Handgriffes eingearbeitet sind, die Wünsche der Fotografen automatisch erkennen und automatisch umsetzen. Allerdings scheint dieses Feature nur im JPG-Modus verfügbar zu sein. Wer weiterhin im RAW-Modus fotografiert wird weiterhin lange Stunden vor seinem Computer verbringen müssen.
Doch trotz dieses kleinen Wermutstropfen werden mit diesem Profiwerkzeug endlich langweilige Motive selbst bei schlechtem Licht zu ausdrucksstarken Kunstwerken.
Mein Fazit: Das Warten hat sich gelohnt!!
Update vom 4.11.2013
Die Katze ist jetzt aus dem Sack und hier gibt es viele schöne Fotos der neuen Nikon Df.













