Und da haben wir schon den zweiten Teil meiner kleinen Fotoschule. Diesmal wird das Thema BLENDE – ZEIT – ISO so einfach und anschaulich wie irgend möglich erläutert. Beim Dreh musste ich alles geben! Nach der ersten Hälfte hat wieder der Akku meiner Nikon 1V1 schlapp gemacht, ich hatte ihn seit Teil 1 nicht aufgeladen… Also habe ich die „Bierszene“ mit der Nikon 1 V2 gefilmt, dabei aber versehentlich nicht den richtigen Fokuspunkt gefunden und erst später beim Schnitt bemerkt, dass diese Szene total unscharf ist. Also musste ich noch eine Flasche Bier auf EX trinken – hicks…
Voller Hoffnung ging es danach an den zweiten Anlauf. Doch diesmal war der Ton teilweise so stark übersteuert, dass man es sich eigentlich nicht anhören konnte. Inzwischen war der Akku für die Nikon 1V1 wieder etwas aufgeladen und so konnte ich Versuch #3 starten. Objektiv, Speicherkarte, alles zurück und Take #3 starten. Hier das Desaster, beim Versuch die drei Gläser Bier auf EX zu trinken habe ich mich verschluckt. Man war das ein Gehustete und der Schaum lief mir fast aus der Nase…
30 Minuten später hatte ich mich endlich etwas gesammelt, war aber nun schon leicht begetrunken. Doch für meine Leser und Zuschauer gebe ich alles und so ist Take #4 auch endlich geglückt.
Beim Export des Videos gab es schließlich um kurz nach Mitternacht die gleiche Fehlermeldung wie beim Video zuvor – Arg..
Also habe ich es wie beim letzten Mal versucht, alle Vorschau-Dateien (Render-Files) zu löschen und los gehts…
Doch dann wieder ein Fehler, langsam aber sicher kriege ich die Krätze…
Das letzte Update von Final Cut Pro X hat einen echt fiesen Mistfehler eingeschleppt! Was ist zu tun, ich bin leicht angetrunken, hundemüde und für diese ganze Videonummer fällt mir nur noch das Wörtchen „Rotz“ ein. Aber egal, ich will es irgendwie hinbekommen… Also drücke ich Command + A um alle Videoschnipsel gleichzeitig zu markieren, danach erstelle ich daraus einen neuen zusammengesetzten Clip. Nach ein paar Minuten ist dieser fertig und in ein neues Projekt eingefügt. Erneut starte ich den Export und irgendwann um kurz vor 1h in der Nacht klappt es dann endlich – das Leben als YouTuber ist manchmal mehr als grausam…
Der Upload erfolgt über Nacht und am nächsten Morgen ist es schon online und mein YouTube-Hater hat mir auch schon den „Daumen nach unten“ gegeben – wow… Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust diese negative Bewertungen zu kompensieren und den Daumen nach oben zu drücken, ich würde mich sehr freuen 🙂
In meinem letzten Artikel habe ich Euch ja schon angekündigt, dass ich plane in den kommenden Monaten in lockerer Folge einzelne Videos und Artikel zum Thema „Ansgar’s kleine Fotoschule“ zu erstellen. Heute ist der erste Teil schon fertig. Mein etwas ungehobelter Kumpel Arnulf Schmadtke hat mir im Vorfeld in seiner einzigartigen Manier einige Fragen per Video-Botschaft zukommen lassen. Diese Fragen habe ich zum Anlass genommen um Euch ein wenig zum Thema „Kennt man eine, kennt man alle“ zu erzählen.
Warum dieses Thema? Ganz einfach, seit ich mit 12 Jahren Jahren meinen ersten Fotoapparat bekam hat sich an den meisten Themen der Fotografie fast nichts geändert. Es gibt einige wenige Zutaten die ein Bild aus rein technischer Sicht ausmachen. Diese Zutaten sollte man kennen und beherrschen. Es ist ein wenig wie das Lesen von Noten. Wer einst ein Konzertpianist werden will, der sollte damit beginnen des Notenlesen zu lernen.
Kommt man mit den Noten erst einmal zurecht so garantiert dies aber noch lange nicht, dass man einst als gefeierter Beethoven-Interpret auf einem Steinway-Flügel musiziert oder vielleicht stattdessen daheim vor einer etwas verstaubten Heimorgel gemeinsam mit den Enkelkindern Volkslieder übt. Das Notenlesen ist das Handwerkszeug der Musiker und was man daraus macht hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und mehr noch davon wie hartnäckig man seine Ziele verfolgt.
Bei der Fotografie ist es ganz genauso. Wer seine Kamera nicht beherrscht (Noten lesen kann) der sollte sich keine Hoffnungen auf eine große Karriere als gefeierter Starfotograf machen. Daher mein Appell an alle die ernsthaft in die Fotografie einsteigen wollen:
Lernt zuerst Noten zu lesen und versucht danach schöne Lieder zu komponieren!
Für die Erstellung meines Videos habe ich insgesamt drei Kameras verwendet. Mein Ziel war ein schöner abwechslungsreicher Multi-Cam-Edit. Aber leider habe ich immer wieder meine Beispiel-Fotoapparate vor der „Detail-Kamera“ zu hoch gehalten und die alternative Einstellung war letztlich nicht zu gebrauchen weil Kamera #3 keinen vollständig aufgeladenen Akku hatte. So sind letztlich nur zwei Spuren übrig geblieben. Wundert Euch also nicht wenn ich im Video immer mal wieder recht freundlich einen imaginären Fremden anlächle, das war Kamera #3…
Kamera #1 (Hauptkamera) war diesmal meine Nikon D800E mit dem AF-S VR 2.8/24-70mm Objektiv bei 1/30s, Blende 5,6 und ca. ISO-400. In der D800E war KEINE SPEICHERKARTE eingelegt, daher konnte ich ein cleanes Videosignal über HDMI ausgeben und erstmals mit meinem neuen Atoms Ninja 2 aufzeichnen. Leider war auch die D800E nicht perfekt vorbereitet. So war auch hier zwischendurch die Batterie am Ende und zusätzlich hatte ich vergessen sie so einzustellen, dass sie den Live-View tatsächlich beibehält. Statt ein ununterbrochenes Videosignal zu liefern hat sie sich alle 10 Minuten abgeschaltet. Dabei bekommt man natürlich die Krise wenn man mit drei Kameras gleichzeitig zu filmen versucht.
Sehr doof ist es auch wenn man sein eigener Tontechniker, Moderator und Kameramann sein muss. Wie fokussiert man eine Kamera auf das eigene Gesicht wenn man hinter der Kamera steht? Dementsprechend sind im zweiten Teil die Kameras auf dem Tisch schön scharf abgebildet, mein Gesicht hat allerdings einen kräftigen Weichzeichner 😦
Auch hatte ich ein wenig Hoffnung in den WU-1b WLAN Adapter an meiner Nikon 1V2 (Detailkamera) gesetzt. Aber die kostenlose Nikon APP ist wirklich noch primitiver als in den diversen Schmähschriften im Internet beschrieben. Zwar kann man damit via WLAN den Live-View auf das Handy oder ein iPad auslagern, aber eine Video-Aufnahme lässt sich damit nicht starten!! Hier habe ich mich echt gefragt wie dumm man sein muss wenn man zu diesen tollen Kameras und dem grundsätzlich guten WLAN-Adapter eine so primitive Software konzipiert…
Dann gab es auch noch Probleme mit dem Ton. Im ersten Teil habe ich das eigentlich recht gute Audio Technika ATR-3350 verwendet. Dieses Mikro hat einen kleinen Vorverstärker der mit einer winzigen LR44 Batterie betrieben wird. Und wie immer war diese kleine Batterie leer, was ich aber erst nach dem ersten Moderationsanlauf bemerkt habe. Mit einer neuen Batterie ging es dann eine Weile ganz gut bis nach einer der vielen Unterbrechungen wieder kein Audio-Signal mehr im Atoms Ninja 2 ankam – Arg… Also bin ich auf ein echt primitives passives Ansteckmikrofon ausgewichen das es bei amazon.de für sage und schreibe 3,95 Euro zu kaufen gibt. Und was soll ich sagen, die Tonspur ist damit sogar besser geraten!
Wundert Euch also nicht wenn etwa in der Mitte des Videos die Tonqualität wechselt, das ist das zweite Mikrofon!
Arnulf Schmadtke hat seine kleine Fragerunde übrigens mit einer Nikon 1 V2 und dem 1.2/32mm bei Blende 1,8 ISO-400 und 1/100s aufgenommen. Außerdem hat der den Portrait-Autofokus mit Gesichtserkennung verwendet. Ich war von der Qualität einer kurzen Frage-Einwürfe mehr als überrascht. Ich hample mit einer großen Profikamera herum und er nimmt seine Fragen einfach schnell mal in der Küche auf 🙂
Später beim Videoschnitt habe ich erst spät einige Clips gefunden die sich doch noch für ein Multicam-Edit eignen. Da war das Video aber schon fast fertig geschnitten. Also habe ich die ursprüngliche „einfache“ Videospur in Final Cut Pro X deaktiviert und eine zweite Spur „darüber“ gelegt bei der ich immer mal zwischen den beiden Kameras (Nikon D800E und Nikon 1V2) gewechselt habe. Als dann nach vielen Stunden endlich das 37 Minuten lange Video fertig für den Upload bei YouTube war, gab es beim Export immer wieder Fehlermeldungen. Das hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich hat eine lange Recherche im Internet geholfen. Auch andere Nutzer haben seit dem letzten Update dieses Problem. Nachdem ich alle Render-Dateien (die für die Vorschau benötigt werden) gelöscht und meinen Mac zwei Stunden lang erneut vor sich hin habe arbeiten lassen, ließ sich das Video dann endlich im Format 1080p exportieren. Die stark komprimierte Videodatei war immer noch 2,89 Gigabyte groß und dementsprechend hat der YouTube Upload ganze 6 Stunden gedauert!
Und so sieht mein schwer zusammen gefummeltes Video-Projekt aus…
Wer diesen Screenshot anklickt muss ich nicht über die Größe wundern, das liegt an der irre hohen Auflösung des 15″ Retina-Displays an meinem neuen kleinen Mac 🙂
Ich hoffe das Video macht Euch trotz aller Widrigkeiten ein wenig Spaß. Ich freue mich auf Euer Feedback!
In den letzten Tagen habe ich schwer aufgerüstet und plane aktuell einige kurze Tutorials mit unterschiedlichen Kameras. Damit ich in guter Qualität die Bedienung der Kameras aufnehmen und außerdem das Live-Bild abgreifen kann habe ich mir einen Atomos Ninja 2 besorgt. In Verbindung mit einer einfachen Zubehörschiene und einem leichten Kugelkopf lassen sich beide Geräte sehr gut kombinieren.
In späteren Beiträgen werden auch die Nikon D7000 und die D800E auftauchen. Starten möchte ich jedoch mit einigen kurzen Tutorials für alle die gerade mit der Fotografie anfangen oder erst seit einigen Monaten dabei sind. Daher möchte ich zunächst einfache preiswerte Kameras in den Mittelpunkt stellen und alle Einsteiger dort „abholen“ wo sie gerade sind. Die „alten Hasen“ unter Euch bitte ich daher um Entschuldigung wenn Themen behandelt werden die Euch vielleicht langweilig erscheinen. Aber das Feedback der letzten Monate hat mir gezeigt, dass ich tatsächlich viele Leser habe die noch eine Schule besuchen oder gerade beendet haben.
Folgende Themen habe ich aktuell auf meiner Liste:
Die Kamera verstehen, kennt man eine, kennt man alle…
Belichtungszeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit verstehen
Den Autofokus richtig einsetzen
Tiefenschärfe kontrollieren und für die Bildgestaltung nutzen
Einstellungen für gelungene Schnappschüsse
Bewegungsunschärfe gezielt erzeugen und nutzen
Fotografieren bei wenig Licht
Nachts fotografieren
Richtig blitzen (Entfesselt & Multiblitz-Systeme)
Welche Filter sind sinnvoll (Fotografie versus Video)
Zeitraffer-Videos (Time Lapse Videos)
Zeitraffer-Videos optimieren (LR-Timelapse etc.)
Infrarot-Fotografie (IR-Filter vor der Linse und vor dem Chip)
Mit dem Fotoapparat filmen
Videos schneiden und vertonen
Alles was Ihr wollt 🙂
Falls Ihr Themen habt die Euch unter den Nägel brennen, so macht mir bitte entsprechende Vorschläge. Wer mag schreibt mir eine E-Mail oder benutzt die Kommentarfunktion. Ich freue mich auf Euer Feedback!
Seit Tagen gibt es in der Nikon Fan-Gemeinde kaum ein anderes Thema mehr, die Nikon Df beherrscht derzeit eindeutig die Diskussionen über neue Kameras. Mit der Nikon Df ist nun eine Kamera auf dem Markt an der sich die Geister zu scheiden scheinen. Das Nikon Marketing hat diese Kamera geschickt über mehrere Wochen hinweg mit sechs kurzen Teaser-Videos auf YouTube eingeführt. Hier hat die Marketingmaschine wieder einmal perfekt funktioniert. Doch vom Ergebnis hatten sich viele Nikon Fans mehr versprochen.
Als die ersten Bilder aufkamen und ein Objektiv mit silbernen Ring sichtbar wurde begannen sich viele „Nikonians“ an die Zeiten zu erinnern in denen sie noch manuell fokussiert haben und das Ergebnis mit einem Schnittbild-Entfernungsmesser live und in Echtzeit kontrollieren konnten. Viele Fans sind der Meinung, dass diese schönen alten Kameras noch ein Seele hatten und genau hier setzt die aktuelle Marketing Strategie an. Es wird gelobt, dass die neue Nikon Df mit alten Nikkor AiS Objektiven funktioniert und dabei wird so getan, als wäre dies ein besonderes Feature. Dass man mit einer schnöden Nikon D1x, D2x, D300, D700 und wie sie alle heißen schon immer mit AiS Objektiven ganz ausgezeichnet fotografieren konnte wird dabei wohlweißlich verschwiegen.
Schauen wir uns mal die Kamera an, die ich im oberen Bild unten rechts positioniert habe. Es ist eine Nikon Fm3a, eine Kamera mit einem einzigartigen Hybrid-Verschluss. Diese Kamera kann man zu 100% mechanisch betreiben, oder sie alternativ in Verbindung mit einer kleinen Knopfzelle mit einer Belichtungsautomatik verwenden. Diese Zeitautomatik mit Vorwahl der Blende funktioniert wirklich gut und liefert bis heute tolle Ergebnisse mit überraschend wenig Ausschuss. Im Bild ist an diese Kamera ein Nikkor AiS 1.4/50mm montiert, eine bärenstarke Linse die man aktuell bei eBay & Co mit ein wenig Glück für etwa 150 Euro zu ergattern kann. Dieses Objektiv hat noch „Hasenohren“ die an der Fm3a gar nicht notwendig wären und noch aus der Ära der Nikon F und F2 stammen. Damals hatten die Kameras eine mechanische Kopplung von Blendenring und Belichtungsmesser über diese charakteristischen „Hasenohren“.
Wer mit diesen Kameras fotografiert hat, der konnte in der Regel die Hasenohren einfach nach senkrecht nach oben zeigen lassen, dann war Blende 5,6 eingestellt. Ein guter Kompromiss zwischen Schärfe, Vignettierung und kurzen Belichtungszeiten für umverwackelte Bilder. Dank der Zeitautomatik musste man an diesem Ring meist gar nicht großartig drehen, es sei denn man wollte Teile eines Bildes gezielt in Unschärfe versinken lassen oder in Verbindung mit einem Stativ lange Belichtungszeiten erreichen.
Die aktuelle Werbung will uns nun Glauben machen, dass diese Art der Fotografie etwas ganz besonderes ist was nur mit der neuen Nikon Df und nur für runde 3.000 Euro zu haben ist. Doch wer schon einmal eines dieser Objektive bspw. an einer Nikon D700 angesetzt hat, der kennt den „Trick“. Man stellt am Objektiv einfach die kleinste Blende ein und regelt alles weitere über das kleine Rad an der Vorderseite der Kamera. An meinen digitalen Kameras verwende ich diese Objektive im Grunde genommen genau wie früher an der Nikon Fm3a. Ich stelle über das Rädchen unterhalb des Auslösers Blende 8 oder 5,6 fest ein und die Kamera wählt ganz automatisch die passende Belichtungszeit. Wirklich geändert hat sich also nichts, nur dreht man heute an einem anderen Rädchen…
Kann dieser kleine Unterschied den exorbitanten Preis der neuen Nikon Df rechtfertigen?
Eben ist mir ein Foto unter den Mauszeiger gekommen, das im September 2011 in einer Mainzer Sushi-Bar entstanden ist. Damals hatte ich meine Nikon D700 gerade neu und habe sie fast überall mit hingeschleppt um sie in allen Lebenslagen ausprobieren zu können. An der Kamera war fast ausschließlich das damals ebenfalls noch neue Nikkor AF-S 1.4/50mm. Während wir auf unser Sushi warteten habe ich damals mit zwei Freunden die Vorteile großer Sensoren, hoher ISO-Werte und lichtstarker Objektive diskutiert. Um zu zeigen was ich meine haben wir ein wenig mit der Kamera herumgealbert und dabei ist dieses schöne Portrait entstanden.
Klickt das Bild mal an und schaut Euch die Augen meines Freundes Hauke an. Dieses Bild habe ich nur mit Photoshop CS6 aus dem RAW-Format konvertiert und dann mit NIK Silver Efex in Schwarz-Weiss umgewandelt. Die Augen sind klar und deutlich abgebildet während der Hintergrund in einer wunderbaren Unschärfe versinkt. Als ich eben dieses Bild sah dachte ich nur „Ja, das ist echte Pure Photography, Pure Passion“ – Fotografieren ohne Netz und doppelten Boden einfach nur mit dem was gerade da ist. Keine zusätzlichen Scheinwerfer, keine Reflektoren, kein Blitzlicht, einfach nach eine Kamera und ein lichtstarkes „Normal-Objektiv“.
Aktuell bekommt man eine neue Nikon D700 mit dem AF-S 1.4/50mm zum halben Preis einer Nikon Df zu kaufen. Vom gesparten Geld kann man sich noch ein schönes AF-S 1.4/85mm und AF-S VR 4/16-35mm erstehen. Damit hat man eine tolle Ausrüstung für Portraits, Landschaften, Architektur und vieles mehr. Eine solche Kombination halte ich derzeit für sinnvoller als viel Geld für eine Kamera auszugeben die uns mit geschicktem Marketing allerorts angepriesen wird.
Fazit
Pure Fotografie findet im Kopf statt nicht im Korpus eines Fotoapparates. Wer auf den „Hip-Faktor“ der neuen Nikon Df verzichten kann und einfach nur eine robuste gute Kamera für alle Lebenslagen sucht, der ist aktuell zum halben Preis mit einer Nikon D700 meiner Meinung nach besser bedient. Allerdings muss man damit leben können von Nikon Df Besitzern, die ihr schönes Stück vor stolz geschwellter Brust präsentieren, mitleidig belächelt zu werden. Wer allerdings charakterlich halbwegs gefestigt ist, wird dieses Lächeln im Wissen erwidern, dank der tollen D700 viel Geld für Zubehör oder eine tolle Reise gespart zu haben.
Die Fuji Finepix X100 wurde bereits vor einigen Monaten von der X100s abgelöst. Umso mehr hat mich vor einigen Wochen die Nachricht überrascht, dass es für die X100 ein Firmware-Update auf Version 2.0 gibt, dass mehr als nur Fehlerkorrekturen enthält.
Die Liste der Neuerungen und Verbesserungen ist überraschend lang…
The firmware update Ver.2.00 form ver.1.30 incorporates the following issues:
1.Improvement of AF speed
Approximately 20% faster AF speed is achieved in various conditions such as bright scenes, dark scenes and changed focus distance compared to the previous firmware version.
2.Improvement of close-up focus performance
The focus distance from the lens surface without switching to macro mode is approximately 30% shorter compared to previous firmware version.
3.“Focus Peak Highlight“ function for manual focusing is added.
The function, which features on FUJIFILM X100S and X20, is added and assists accurate and sensitive manual focusing by enhancing the outline of your subject in high contrast.
* With this update, „Focus Peak Highlight“ function is selected as a default setting. Pressing the center of the command dial for a while enables you to switch the setting of „Focus Peak Highlight“ and „STANDARD“ (off of „Focus Peak Highlight“). And „MF ASSIST“ is added in SHOOTING MENU where you can select „HIGH“ and „LOW“ in „Focus Peak Highlight“ and „STANDARD“.
4.Improved manual focus operation
This makes it easier to capture the peak of the focus by displaying the image with shallow depth of field, using open aperture, when adjusting the focus with the electronic view finder or the LCD.
5.Faster start-up time
The camera start-up time is shortened by approximately 0.2 second with QUICK START mode OFF.
6.Improved operability of selecting focus area
Previously, the focus area was selected while holding the AF button on the back. With the upgraded firmware, pressing the AF button will switch to the focus area selection screen and the area of your choice can then be selected.
7.The phenomenon is fixed that a camera will automatically turn off during „Bulb (B)“ shooting with the „CONTINUOUS“ setting in „IMAGE DISP.“
Heute hatte ich endlich ein wenig Zeit und Muße um dieses Update in meine Fuji X100 einzuspielen. Die notwendigen Schritte sind sehr einfach und auf der oben verknüpften Webseite sehr gut beschrieben (Einfach auf den Screenshot klicken). Bevor man mit dem Update beginnt sollte man für eine leere SD-Karte und einen vollständig aufgeladenen Akku sorgen. Letzteres ist eher eine Vorsichtsmaßnahme, das gesamte Update dauert nur etwa 90 Sekunden und so lange muss die X100 unter allen Umständen durchhalten wenn sie nicht beschädigt werden soll.
Um das Update auszuführen lädt man die etwa 32 MB große Datei namens FPUPDATE.DAT herunter und kopiert sie in das Wurzelverzeichnis der möglichst frisch formatierten SD-Karte. Ist der Kopiervorgang beendet, sollte man die SD-Karte ordentlich „auswerfen“ um sicherzustellen, dass die Datei auch vollständig kopiert wurde. Anschließend steckt man Akku und SD-Karte in die Fuji X100 und ist bereit für das Firmware-Update.
Um das Update zu starten hält man den Button „Back“ auf der Rückseite gedrückt und schaltet die Kamera ein. Anschließend folgt man den Anweisungen der Kamera und wartet ein wenig bis das Update komplett installiert ist. Sobald alles fertig ist wird man aufgefordert die X100 auszuschalten. Diese Aufforderung sollte man UNBEDINGT abwarten, ansonsten ist die schöne Kamera ein Fall für die Service-Abteilung und wer will das schon…
Nach dem erneuten Einschalten muss man die Uhrzeit neu einstellen und kann sich an einer deutlich aufgewerteten Kamera erfreuen.
Fazit
Der Autofokus der X100 arbeitet nach dem Update spürbar schneller. Hat die X100 früher schon für viel Spaß gesorgt, so ist die Freude jetzt so richtig groß. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ich mich um die Firmware der X100 bislang nie gekümmerte habe, ich fand sie so wie sie war ziemlich perfekt. Dementsprechend war ich auch überrascht, dass meine X100 bislang noch die Ur-Version 1.0 der Firmware verwendet hat.
Abschließend bliebt mir nur noch zu sagen:
Danke Fuji für diese tolle Kamera in die unerwartete Modellpflege
Wer mehr über diese tolle Kamera erfahren will findet in diesen Artikeln viele Beispielfotos und Erfahrungsberichte.