Angetestet – Peugeot 208 VTi

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Es ist der Dienstag nach Karneval und mein inzwischen etwas betagter Peugeot 407 Coupé (Baujahr 2006) soll eine neue Tankklappe und neue Düsen für die Scheibenwaschanlage bekommen. Besonders die Nummer mit der Tankklappe ist schon fast witzig! Dieses Auto hat unten links am Armaturenbrett einen Drücker für die elektrische Entriegelung der Tankklappe. Drückt man darauf wir immer eine kleine Menge des Additivs für das „Freibrennen“ des Rußpartikelfilters in den Tank eingespritzt. Dieser Knopf ist also nicht ganz unwichtig. Zu blöd ist es, wenn die Feder im Tankdeckel etwas verrostet ist und der Tankdeckel nicht von allein aufspringt! In den letzten Wochen habe ich daher immer wieder mitten in der Nacht in Schnee und Regen an der einen oder anderen Autobahntankstelle auf einen zweiten Kunden gewartet der mir helfen konnte, die Tankklappe an meinem Peugeot 407 Coupé zu öffnen. Ich habe mit den Fingernägeln an der Klappe gezogen und jeweils einem wildfremden Menschen ein „Jetzt drücken“ zugerufen. Könnt Ihr Euch das vorstellen??

Das hatte heute aber dann endlich ein Ende… Während mein Auto in der Peugeot-Werkstatt in Mainz Hechtsheim repariert wurde konnte ich  in aller Ruhe einen nagelneuen Peugeot 208 1.4l VTi 95 ausprobieren.

Hier einige Fotos dieses knuffigen kleinen Flitzers die ich mit meinem HTC Desire HD aufgenommen habe. (Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken und in neuem Fenster öffnen…)

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Die Optik des kleinen Flitzerchens ist bereits ab Werk mit einigen gut gemachten Dekorstreifen aufgewertet. Sie sind aufgeklebt und man könnte sie nach Wunsch auch wieder entfernen. Verglichen mit den „normalen“ Ralley-Streifen aus den 80er Jahren gefallen mir diese Dekor-Streifen aber ziemlich gut 🙂

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Das kleine Auto steht auf erwachsenen schwarzen Alufelgen, die montierten Reifen vermitteln einen großartigen Fahrbahnkontakt. Damit lässt sich der Wagen perfekt um enge Kurven zirkeln. Allerdings muss man im Gegenzug Einbußen im Komfort hinnehmen. Bei schlechtem Straßenbelag mit vielen geflickten Schlaglöchern rumpelt und poltert es mit dieser Bereifung ziemlich kräftig.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Die neuen Scheinwerfer unterstreichen sehr schön das neue „Markengesicht“. Dieser Peugeot soll von vorn dem Gesicht eines Löwen ähneln der seinen Betrachter mit aufgerissenem Maul die Zähne zeigt. War es bis vor kurzem das weit aufgerissene Haifischmaul, so ist es jetzt ein Löwe. Und das passt meiner Meinung nach auch viel besser zum Peugeot Marken-Image.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Verblüfft hat mich das kleine sehr griffige Sportlenkrad. Es ist ein Multifunktionslenkrad und es ist so klein, dass ich wie in nur sehr wenigen Autos zuvor über das Lenkrad hinweg auf Tacho und Drehzahlmesser schauen kann. Das ist zumindest etwas gewöhnungsbedürftig. Die Instrumente sind übersichtlich, klar gegliedert und sehr gut ablesbar. Eine kleine Infozentrale zwischen Tacho und Drehzahlmesser weist ein auf Dinge hin wie „Zündschlüssel abziehen!“ – sehr praktisch!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Im niedrigen Kaufpreis sind sogar elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage und elektrisch abklappende Außenspiegel enthalten! Das Interieur wirkt gemessen am moderaten Verkaufspreis sehr funktionell und hochwertig.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Über USB-Anschlüsse kann man das Radio mit der Lieblingsmusik füttern oder mal ein Telefon-Akku aufladen – sehr gut!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Im direkten Vergleich zum RCZ der ersten Baureihe sieht das aktuelle Design sehr viel moderner und agiler aus. Im Verkaufsraum stand zum Preis von 35.000 Euro auch schon die eine neue Version des RCZ – ganz in Schwarz mit Leder und 200 PS – ein toller Sportwagen!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Wirklich beeindruckt haben mich Qualität und Bedienbarkeit des neuen Kommandozentrale. Die Bedienung über den großen Touchscreen ist sehr intuitiv und funktioniert auf Anhieb. Hier kommt schon fast „iPad-Feeling“ auf. Das gefällt und damit setzt sich dieses Auto stark vom nur wenig älteren Peugeot 207 ab.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Der Benzinverbrauch ist erfreulich niedrig. Die Herstellerangabe von 5,6 Litern Super Benzin sollte machbar sein, auch wenn mein Testverbrauch deutlich höher lag. Aber man muss bedenken, dass Auto ist noch nagelneu, nicht eingefahren und ich bin auch nicht wirklich zimperlich mit dem Gaspedal umgegangen 🙂

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Fazit

Alles in allem erhält man hier zu echten Kampfpreis einen großartig ausgestatten City-Flitzer mit toller Optik, knackigem Fahrwerk und ausgezeichnetem Navigationssystem. Wenn ich bedenke, dass mein 407 Coupé einst den dreifachen Listenpreis hatte, da kommt man im Hinblick auf das nächste Auto schon schwer ins Grübeln… Der Motor stellt für meine Begriffe einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Sportlichkeit dar.

Dieses Auto ist meiner Meinung nach ein perfektes Fahrzeug für jeden „ambitionierten“ Fahranfänger und alle die ein gut gezeichnetes Fahrzeug für die Nutzung in großen Ballungsräumen suchen.

Wer täglich hunderte Kilometer auf der der Autobahn abspulen muss oder die Mitglieder eine 5 köpfigen Familie transportieren muss, der sollte sich den Peugeot 3008 (ab 19.000 Euro) oder den Peugeot 508 (ab 25.000 Euro) einmal genauer ansehen.

Für alle denen der Audi TT zu teuer und zu „gewöhnlich“ ist, könnte auch der neue Peugeot RCZ (ab 29.000 Euro) eine interessante Alternative sein.

Peugeot-RCZ-2013

800 Abonnenten auf YouTube

800 Abos - Abonnenten - YouTube - anscharius.net - ancharius

Als ich mich im Juli 2009 bei YouTube angemeldet habe, war ich auf der Suche nach einer kostenlosen Möglichkeit um Videos abzulegen die sich dann leicht mit meinem BLOG verknüpfen lassen. Da VIMEO relativ teuer ist, kam eigentlich nur YouTube als Alternative in Frage. Anfangs habe ich die Videos zum meinem BLOG noch bei Microsofts kostenlosem Video-Dienst Soapbox (Seifenkiste) abgespeichert. Aber einige Monate später hat Microsoft erkannt, dass dieses kostenloses Angebot keine Chance gegen die Übermacht von YouTube hat. So war Soapbox zusammen mit dem kostenlosen BLOG-Dienst auch kurz darauf schon wieder Geschichte. Alle treuen Blogger mussten mit ihren BLOGs umziehen, es gab eine „Umzugshilfe“ in Richtung WordPress. So bin ich mehr oder weniger zufällig hier bei WordPress gelandet.

Während des „Umzugs“ hieß es: Es wird ihnen gefallen was sie dort sehen werden! Und ich muss sagen, da hat Microsoft nicht zu viel versprochen. Gemessen am alten Microsoft Angebot eröffnet sich dem fleißigen Blogger auf WordPress ein ganz neues Universum.

Hier ist mein allererstes YouTube-Video:

Als ich dieses Video aufgenommen habe, war neben einer kleinen Nikon S600 die einzige Möglichkeit etwas zu filmen mein NOKIA N95 Telefon. Die schöne Noblex 150 HS hat mir übrigens einiges an Kopfzerbrechen bereitet und viele Bilder beschert,  die zu einem Teil doppelt belichtet waren. Irgend etwas stimmte mit dem Filmtransport nicht. Letztlich habe ich sie dann gegen die ultracoole fast neue Hasselblad 500 C/W mit dem perfekten Carl Zeiss 100mm eingetauscht, worüber ich im Nachhinein wirklich froh bin! Diese Kamera ist zu 100% mechanisch und funktioniert einfach immer und überall. Egal ob kalt oder heiß, das Siebengebirge oder der Mond, diese Hasselblad macht einfach gute Fotos und das ganz ohne Strom – wirklich genial!

Ansgar-Hasselblad-500CW

Im Frühjahr 2009 war ich das erste mal im bedrückend engen Spooky Canyon in Utah. Damals war mir nicht klar, dass es hier giftige Spinnen und Klapperschlangen gibt. Einige Wochen später hat sich ein übergewichtiger Fotoamateur so heftig zwischen die Felswände gezwängt, dass er stecken blieb und fast verdurstet wäre. Nach zwei Tagen haben ihn andere Wanderer gefunden und ihm das Leben gerettet! Er hatte alles was man zum Überleben braucht dabei, aber es lag ein paar Meter entfernt und er steckte zwischen den Felswänden fest.

Als ich dort mein unbeschwertes Video aufgenommen habe, war ich mir der Gefahren die dort lauern nicht wirklich bewusst…

Zwei Jahre später hatte ich dann die famose kleine Nikon P7000 mit dabei und habe ich Utah dieses Video aufgenommen. Inzwischen hatte ich ein kleines Mac Book und konnte meine Videos mit iMovie bearbeiten.

Mit der Nikon P7000 entstand auch dieses Video während ich gemeinsam mit meinem Sohn das Phantasialand in Brühl bei Köln besucht habe.

Hatten meine Videos bis dahin eher dokumentarischen Charakter, so kam spätestens mit der Nikon D7000 mehr „Ernst“ ins Spiel. Ich habe mit meiner Reihe „Nikon History“ begonnen und fast eine ganze Saison über viele Motorradfahrten mit bis zu drei GoPro Kameras gefilmt. Die Videos waren lang und für „nicht Biker“ ziemlich langweilig. Aber mir machen sie noch heute in der kalten fiesen Jahreszeit eine Menge Spaß. Ab und zu schaue ich mal hinein und freue mich darauf, dass es bald wieder Frühling wird und die neue Motorradsaison startet.

Mit meinem Video zur letzten Reise nach Teneriffa ist dann mein bislang aufwändigstes Video bei YouTube gelandet. Hier waren vier Kameras am Werk und Schnitt und Vertonung haben fast eine Woche verschlungen. Aber es war eine tolle Zeit, Abend für Abend habe ich diese tolle Reise erneut erleben können.

So haben sich inzwischen fast 250 Videos in meinem YouTube Kanal angesammelt, die verteilt über rund 750 Artikel in diesem BLOG einen wirklich sehr schönen kreativen Lebensabschnitt dokumentieren.

An dieser Stelle möchte ich allen Zuschauern und Lesern ganz herzlich danken, dass sie mir ihre Zeit geschenkt haben und mich mit soviel Zuspruch, E-Mails, Kommentaren und sogar gemeinsamen Reisen unterstützt haben.

D*A*N*K*E

Nikon D5100 – Hands-On mit AF-S VR 55-300mm

Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm „Universal-Zoomobjektiv“ auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.

Nikon D5100 - Nikkor AF-S VR DX 55-300mm

Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.

Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal „meine Version“ des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt „Magic Numbers“ meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige „Magic Numbers“ und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme „im Weg“. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und „entwickle“ meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die „mitdenkt“.

Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.

Woran liegt das?

  • Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
  • Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
  • Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
  • Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
  • Sandras „Silikon-Schutzhülle“ und meine Handschuhe erschweren die Bedienung

Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera „aufwächst“, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das „vereinfachte Bedienkonzept“ erst einmal gewöhnen.

Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.

Bildbearbeitung mit NIK Snapseed

Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten „Knipsbildes“ aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)

DSC_0002_1000px

Das Bild ist ein „Klassiker“, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt „aufpeppen“ und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen „Hingucker“.

DSC_0002_SnapSeed_1000px

Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger „alltäglich“ wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches „Schnee-Wald-Bild“.

Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten „Wellen“ in den Bäumen auf 🙂

DSC_0019_Snapseed_1000px

Nachdem wir unsere erste „Magic Number“ gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.

DSC_0023_Snapseed_1000px

Nachdem wir an „Bäumen geübt haben“ versuchen wir uns an „Menschen“. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…

DSC_0028

Und so muss sie jetzt „Modell stehen“. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.

In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.

DSC_0037_1000px

Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.

DSC_0037_BW_1000px

Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr „real“ wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen „Grunge“ und „Vintage“ dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten „Testbild“ auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?

DSC_0037_SnapSeed_1000px

Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste „Probeschuss“ 🙂

DSC_0041_Snapseed_1000px

Weiter geht es mit „Magic Numbers“. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!

DSC_0048_Snapseed_1000px

Nach den „Magic Numbers“ versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.

DSC_0057_Snapseed_1000px

Der „Ruhrtyp“ ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der „Waldweg“ weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.

DSC_0064_Snapseed_1000px

Nach den „Magic Numbers“ finde ich noch viele „Magic Symbols“. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen „Details“, „Vignette“ und „Grunge“ verwendet.

DSC_0069_Snapseed_1000px

Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm „Landschaft“ hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion „Tilt“ lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.

DSC_0085_Snapseed_1000px

Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion „Grunge“ habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.

DSC_0086_Snapseed_1000px

Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.

Nikon D300 – Einmal Norwegen und zurück

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Im Jahr 2009 bin ich mit meinem damals 12 Jahre alten Sohn in einem Wohnmobil nach Norwegen gefahren. Es war eine wirklich tolle „Vater-Sohn-Tour“ und wir haben viel gesehen und erlebt. Auf dieser Reise hatte ich eine Nikon D300 im Gepäck. Zusätzlich waren eine Mamiya 645 Pro II und eine alte zweiäugige Rolleiflex 3,5F mit von der Partie. Leider musste ich gleich bei den ersten Fotos mit der Mamiya feststellen, dass die kleine Spezialbatterie leer war. So hatte ich viele tausend Kilometer eine tolle Mittelformatkamera und viele Rollen Fuji Velvia 50 im Gepäck. Aber fotografieren konnte ich damit nicht weil ich keinen Fotoladen finden konnte, der in der Lage war mit diese fiese kleine Spezialbatterie zu verkaufen.

Also habe ich mich auf die Rolleiflex und ganz besonders auf die Nikon D300 konzentriert. Heute liegt die Reise schon ein paar Jahre zurück und die D300 steht kurz davor von der D400 (…oder 7100 oder D8000 oder was auch immer…) abgelöst zu werden. Ich habe mich heute gefragt ob dies wirklich notwendig ist? Nach der letzten Fotosession mit der meiner Nikon D2x ist mir einmal mehr klar geworden, dass 12 Millionen RGB-Pixel für „normale Fotos“ mehr als ausreichend sind. Wer kein Andreas Gursky ist und seine Bilder nicht auf Hauswände aufkleben will, der ist auch im Jahr 2013 mit einer Kamera die 12.000.000 Pixel auflösen kann noch immer sehr gut bedient.

Unsere Route hat uns von Bonn über Hamburg und Dänemark nach Schweden geführt. Über Oslo ging es weiter entlang der südlichen Küste Norwegens nach Bergen. Von dort sind wir über Europas größte Hochebene die Hardanger Viadda zurück nach Oslo gefahren und dann durch Dänemark wieder heim nach Bonn.

Ein komplette Reisebeschreibung findet Ihr hier:

Aber schauen wir uns doch mal welche Fotos ich mit der Nikon D300 in Norwegen hinbekommen habe. Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit. Einfach anklicken und in einem neuen Tab öffnen.

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Fazit:

Die hier gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl aus vielen tausend Bildern die während dieser Reise entstanden sind. Die D300 hat nicht einmal herum gezickt. Die Akkus liefern richtig lange richtig viel Strom. Ich hatte zusätzlich einen Batteriegriff dabei in dem ich einen zweiten Akku unterbringen konnte. Damit war die D300 stets und überall schussbereit. Die heute etwas altmodisch anmutenden Compact-Flash-Karten haben sich auch auf dieser Reise bewährt. Sie sind überaus robust und stecken ordentlich was weg. Da muss man sich keine Sorgen machen, bei den kleinen SD-Karten ist das anders. Die gehen gern mal schnell kaputt und dann sind vielleicht alle Bilder eines Tages oder einer ganzen Reise verloren.

Der Autofokus der D300 arbeitet schnell und zuverlässig, der Sucher ist groß und hell, der Belichtungsmesser versieht seine Aufgaben ohne große Fehler. Die Möglichkeit Belichtungsreihen mit bis zu 9-Bildern aufzunehmen ist grandios und ich vermisse dies gelegentlich bei der Nikon D7000. Mit Batteriegriff lieft die D300 toll in der Hand, sie ist eher ein erwachsenes Arbeitsgerät als eine „Kinderkamera“, mir kommt das sehr entgegen.

Und last but not least ist die Bildqualität, besonders wenn man den 14-Bit RAW-Modus benutzt, über alle Zweifel erhaben. Diese Kamera kann alles was man braucht und das auf sehr hohem Niveau.

Steht man vor der Wahl ob Nikon D300 oder Nikon D700 so ist die Antwort nicht einfach. Ich würde vielleicht die D700 nehmen, obwohl sie etwas langsamer ist und die größeren schwereren Objektive benötigt. Aber das liegt daran, dass mir kaum eine Kamera zu schwer ist, wenn ich sie nicht allzu weit tragen muss. Kommt es einzig auf die Bildqualität an, so liefert die D300 bei ordentlichen Lichtverhältnissen die gleiche Bildqualität wie die D700, gute Objektive natürlich vorausgesetzt.

Wer im Jahr 2013 eine gebrauchte gute robuste Kamera sucht, der liegt mit der D300 meiner Meinung nach genau richtig. Sie ist etwas moderner als die D2x (Live-View, 14-Bit) und bei vergleichbarer Bildqualität deutlich preiswerter als die D700. Man muss hierbei auch bedenken, dass die Kamera nur ein kleiner Baustein einer größeren Fotoausrüstung ist. Gute Objektive sind für die D300 deutlich preiswerter als für die D700. Letztlich wird man es den allerwenigsten Fotos ansehen ob sie mit einer D300 oder D700 gemacht wurden.

Das perfekte Stativ – Teil 6 – Preview

In den letzten Jahren hat sich der der Hersteller Vanguard in Fotografen-Kreisen einen guten Namen gemacht und bürgt damit für gute Qualität zum fairen Preis. Und die Vanguard Design-Abteilung ist auch immer wieder für eine Überraschung gut. Die bereits seit einiger Zeit lieferbare Produktgruppe mit Kombinationen aus Kugelkopf und Pistolengriff hat mit dem GH-300T nun Zuwachs erhalten. Das Buchstabe T steht dabei für „Trigger“ – also für „Auslöser“. In Verbindung mit einem passenden Kabel kann man damit die meisten Kameras der großen Hersteller auslösen ohne die Hand vom Pistolengriff nehmen zu müssen. Besonders dort wo schnelle Schwenzbewegungen in Verbindung mit actionreicher Bewegungsunschärfe gefragt sind, spielt das neue ABEO Stativ in Verbindung mit dem GH-300T seine Stärken aus.

Weitere Informationen findet Ihr hier:

In den nächsten Wochen werde ich Euch dieses interessante Stativ in einem Video ausführlich vorstellen.

Hier mein Video zum Vanguard Alta Pro Stativ mit dem GH-100 Kugelkopf: