Nikon D7000 – Zeitraffer mit extremem Teleobjektiv

Vor ein paar Tagen hatten wir eine ungewöhnlich klare Nacht und einen traumhaft schönen Vollmond. Als der Mond von meinem Balkon aus zu sehen war, habe ich schnell meine D7000 samt Riesentele aufgestellt und das Schauspiel aufgenommen. Ein paar heulende Wölfe im Hintergrund hätten die schaurige Szenerie wohl perfekt gemacht. Aber wer will in Deutschland schon nachts einen Wolf heulen hören?

Zum Videoschnitt, die Originalaufnahme habe ich um den Faktor 10 beschleunigt und einen etwas größeren Ausschnitt gewählt. Daher ist das Video nicht in Full HD sondern „nur“ in 720p.

Über den Soundtrack habe ich nicht lange nachgedacht sondern einfach mal mein Klavier geöffnet, den ZOOM H2 oben drauf gestellt und vier mal das tiefe A gespielt. Dann noch viermal das A eine Oktave höher und schon klingt es irgendwie gruselig 🙂

 

Tutorial – How to use a Portal Gun

POrtal: Terminal Velocity from Jason Craft on Vimeo.

Das eine oder andere Computerspiel hat jeder von uns schon einmal gespiel. Ich selbst habe eine ganze Weil „Commander Keen“ gespielt, aber das ist schon 20 Jahre her. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Anzahl der Videospiele ist astronomisch angestiegen. Mit Computerspielen wird inzwischen weltweit mehr Geld verdient als mit Kinofilmen. Bei der unglaublichen Menge der Spiele ist es schwer neue Ideen und neue Konzepte zu entwickeln. Das Spiel „Portal“ ist hier eine löbliche Ausnahme.

Einer der Fans hat überlegt wie eine echte „Portal Gun“ im wahren Leben aussehen und funktionieren würde. Und weil er es kann hat er es auch gleich gefilmt, wirklich cool!

Wo man diese Waffe kaufen kann verrät er uns leider nicht 😦

Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten „Dampfer“ erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem „Car-Kit“ oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit „NI Maschine“ einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte 🙂

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer „Deutschen Enklave“ in New Mexico und dort wird offensichtlich das „heimische Liedgut“ sehr ansprechend gepflegt 🙂

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz – Fazit

Fuji Finepix X100

Es ist Dienstag und es geht wieder heim nach Deutschland. Ein letztes Mal genießen wir den superguten Schweizer Käse, danach werden unsere Koffer gepackt und die Hotelrechnung bezahlt. Im strömenden Regen verstauen wir unser Gepäck in meinem kleinen Flitzerchen. Um 10h sind wir unterwegs, vor uns liegen fast 600 Kilometer und die werden uns heute wirklich lang werden. In der Schweiz ist noch alles gut, aber kaum haben wir die Schweiz verlassen, quälen wir uns durch schier endlose Baustellen auf der A5 und stehen immer wieder im Stau. Bei Bingen verheißt die „Stauschau“ im Radio nichts gutes. Wir wechseln auf die B9 und fahren den Rest des Weges am Rhein entlang.

Daheim angekommen wird die Wohnung gelüftet und die Waschmaschine angeworfen, eben das was man so macht wenn man eine Weile nicht daheim war.

Als alles erledigt ist kopiere ich die letzten Videodateien von der Speicherkarte der Fuji X100 auf meinen heimischen Windows PC. Mit Magix Video Deluxe MX werden die verwackelten Teile der Videosequenzen des Vorabends entfernt. Danach beschleunige ich einzelne Videosequenzen auf das 50-fache Tempo. Diese werden als unkompliziertes AVI-exportiert. Danach schneide ich daraus einen kurzen „Abschiedsfilm“. Zur musikalischen Untermalung dient eine Stück Royalty Free Musik von einer Magix-DVD. Die originale Geräuschkulisse des Vierwaldstätter Sees lege ich darunter, an Anfang und Ende jeweils etwas lauter. Nach einer Stunde ist das Video fertig, eine Stunde später ist es bei YouTube online und ich kann gar nicht aufhören es via Apple-TV auf dem großen LCD-Fernseher anzuschauen.

Hinter uns liegen fünf Tage voller wunderbarer Eindrücke. Erst gestern waren wir noch im Tessin, heute sind wir schon wieder in Bonn. Sandra ist jetzt sogar schon wieder daheim in Marl, was für ein „Zigeunerleben“. Ganze fünf Tage lang hat mich die Fuji X100 überall hin begleitet. Ich habe vieles ausprobiert und diese kleine Kamera hat mich bei der allabendlichen Sichtung des Bildmaterials immer wieder überraschst. Die Bildqualität ist hervorragend und muss sich hinter aktuellen Spiegelreflex-Kameras nicht verstecken.

Aber fassen wir mal zusammen. Was gefällt mir nicht?

  1. Der Autofokus ist relativ langsam und im Videomodus nicht wirklich berechenbar.
  2. Bei extrem heller Umgebung ist es schwer sein Bild „sauber“ zu komponieren.
  3. Ein aktivierter Selbstauslöser ist nach dem Ein- und Ausschalten der Kamera immer deaktiviert. Besonders ärgerlich wenn man Infrarotbilder erschütterungsfrei mit dem Selbstauslöser „starten“ will. Jedes mal muss man ihn neu aktivieren, das nervt! Alternativ kann man natürlich einen guten alten Drahtauslöser verwenden!
  4. Die Auflösung im Videomodus ist nur HD 720p und die Komprimierungsartefakte sind unübersehbar. Das kann die Nikon D7000 eindeutig viel besser! Der Video-Modus ist hier eher eine Zugabe. Wer ernsthaft Videos aufzeichnen will, er sollte die X100 nicht in Erwägung ziehen.
  5. Der manuelle Autofokus ist eine „Krankheit“. Am schön „designten“ Einstellrad bewegt man das Objektiv gar nicht wirklich mechanisch. Statt dessen steuert man einen kleinen Elektromotor der den Fokuspunkt des Objektives ändert. Auf dem Display wird angezeigt wo etwa der Fokuspunkt liegt. Das geht irgendwie, Spaß macht es aber definitiv nicht.
  6. Der Akku ist relativ klein dimensioniert. Man sollte ihn täglich laden, sonst steht man irgendwann wie ich in toller Umgebung und hat keinen Strom. Oder man packt seinen Reserve-Akku auch wirklich ein!
  7. Das umgekehrte 49er Filtergewinde empfinde ich als unpraktisch. Mit einem „normalen“ 52er Filtergewinde wäre vieles leichter. Das sähe vielleicht weniger cool aus, wäre aber deutlich praktikabler.

Weitere Kritikpunkte fallen mich nicht ein. Was gefällt mir an der Fuji X100?

  1. Das Gehäuse ist sehr hochwertig gebaucht und sieht einfach gut aus. Die Bedienelemente sprechen für sich und man kommt mit dieser Kamera spontan zurecht.
  2. Die Bildqualität der X100 ist über alle Zweifel erhaben.
  3. Die praktisch kreisrunde Blendenöffnung liefert trotz der kurzen Brennweite und des kleinen Chips eine recht angenehmes Bokeh.
  4. Der Hybridsucher ist ein wirklich tolles Feature, aber er könnte speziell im vollelektronischen Modus heller sein.
  5. Wenn der Autofokus „getroffen“ hat, dann ist das Ergebnis meist sehr überzeugend.
  6. Die Kamera ist klein und handlich, sie sieht cool aus und verschreckt Menschen auf der Straße nicht. „Streetphotography“ funktioniert damit wirklich gut, sofern man mit dem recht langsamen Autofokus klar kommt.
  7. Das zusätzlich erhältliche Systemblitzlicht verrichtet seinen Dienst sehr ordentlich.
  8. Der Makromodus funktioniert recht gut. Leider muss man ihn separat aktivieren, was manchmal störend ist. Besonders wenn man vergisst ihn zu deaktivieren und danach ein Landschaftsfoto machen möchte! Eigentlich wäre das nicht nötig.

Alles in allem ist mir diese Kamera richtig ans Herz gewachsen und die D800E wird es gegen sie schwer haben. Manchmal habe ich ein Zoom-Objektiv vermisst. Speziell bei der Session in der Glashütte in Hergiswil wäre es schön gewesen größere Details der Arbeit mit dem flüssigen Glas aufnehmen zu können. Aber ein Zoom-Objektiv ist weniger lichtstark, verzeichnet stärker und liefert niemals die gleiche Bildqualität wie eine gute Festbrennweite. Somit ist die X100 keine Kamera für „alles“, sondern eher ein sehr spezielles Fotogerät für Leute die es gern schlicht und präzise mögen. Um den Bildausschnitt zu verändern muss man sich bewegen. Ok, machmal geht das nicht. Da muss man ggfs. mit einer Ausschnittsvergrößerung leben. Die Auflösung der X100 ist aber so gut, dass man bei einem 50% Ausschnitt noch einen guten DIN A3 Print erstellen kann. Wer es wirklich will, der kann ggfs. einen Weitwinkel- oder auch Tele-Converter vor das perfekte Objektiv schrauben, muss damit aber deutliche Abstriche in der Bildqualität in Kauf nehmen.

Ganz besonders gut gefällt mir die Fuji X100 im Bereich der Infrarotfotografie. Bereits vor einigen Wochen habe ich diese kleine Video zu diesem Thema erstellt.

Während der vergangenen Tage habe ich nun wirklich viele IR-Bilder aufgenommen und bin von der überaus einfachen Benutzung dieser Kamera mit einem Infrarotfilter (HAMA IR-72) total begeistert. Hat man ein kontrastreiches helles Motiv, so arbeitet sogar der Autofokus noch, das ist der Hammer überhaupt!

Ist die Umgebung nicht zu hell, so kann man auf dem rückwärtigen Display oder durch den Hybridsucher sein Motiv sehr schön komponieren. Das funktioniert höchstens bei einer alten zweiäugigen Rolleiflex so einfach wie bei der X100. Diese Kamera ist daher mein absoluter Favorit für alles was mit Infrarot zu tun hat! Hier ein Beispiel das sehr schön zeigt was ich meine. Bei dieser Art der Fotografie liefert die X100 einfach immer wieder erstaunliche Ergebnisse. Allerdings sollte man unbedingt im RAW-Modus fotografieren und die Belichtung um -1.0 EV korrigieren. Ist man sich mit der Einstellung der Entfernung nicht ganz sicher, so kann man den IR-Filter abschrauben, korrekt automatisch fokussieren und den Autofokus danach abstellen. Meine IR-Bilder habe ich fast fast ausschließlich mit Blende 8 oder 11 unter Verwendung von Zeitautomatik und Stativ bei ISO-200 aufgenommen. Meist war der Autofokus abgeschaltet!

Sonogno im Tessin mit Fuji Finepix X100

Für die RAW-Konvertierung habe ich Adobe Camera RAW Version 6.7 verwendet.

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz – Tag 3

Als ich wach werde ist es kurz nach 6h, der erste Blick aus dem Fenster verheißt nicht viel Gutes für den Tag. Um 12h haben wir uns mit Karin und Heinz an der Talstation der Seilbahn in Weggis verabredet, eigentlich wollen wir auf der RIGI eine kleine Fotowanderung unternehmen. Vor dem Frühstück klart der Himmel ein wenig auf und ich nutze die Zeit für einige Makroexperimente mit der kleinen Fuji X100.

Makrofoto mit der Fuji Finepix X100

Nach dem Frühstück halten wir kurz Kriegsrat und weil wir die Spitze der RIGI trotz allem noch nicht wirklich sehen können, verabreden wir uns mit Karin und Heinz um 12h am Bahnhof in Luzern. Der Weg von Buochs nach Luzern ist nicht weit und so sind wir schon etwas eher dort, so dass ich die Zeit für ein paar Experimente im Bereich der „Streetphotography“ nutzen kann. Die Fuji X100 ist klein und leicht und das moderate Weitwinkel bietet ein recht hohes Maß an Tiefenschärfe. Zwar ist der Autofokus relativ langsam aber dennoch gelingen einige schöne Fotos aus dem Handgelenk. Im Vergleich mit einer erwachsenen großen Spiegelreflex weckt die X100 bei den fotografierten Personen weniger Unbehagen. Eine kurze Frage „Hey, darf ich Sie fotografieren?“ Und fast jeder stellt sich sofort ein wenig in Pose, es ist wirklich toll wie diese Kamera bei den „potentiellen Fotomotiven“ ankommt.

Hier habe ich einige weiter Beispielbilder aus der X100 für Euch. Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken. Beginnen wir mit der witzigen „Tür ins Nichts“.

Abstrakte Welt mit Fuji Finepix X100

Hier ein Bild der weltberühmten nach dem Brand von 1993 wieder aufgebauten Kapellbrücke. Dieses Ding ist das meistfotografierte Bauwerk der Schweiz  und es ist gar nicht so einfach hier mal eine Perspektive zu finden die nicht täglich hundertfach genauso abfotografiert wird.

Kapellbrücke in Luzern

Hier ein Test für den Dynamikumfang des Chips der X100. Bei krassem Gegenlicht habe ich hier für Euch den alten Pulverturm neben der Kapellbrücke abgelichtet. Zwischendurch hat er auch mal als Gefängnis gedient, heute werden dort Souvenirs verkauft.

Alter Pulverturm an der Kapellbrück in Luzern

Hier ein kleiner witziger Fiat 500 der in einer Seitenstraße als Werbeträger für ein Restaurant dient. Dieses Foto schreit geradezu nach einem heftigen Tonemapping…

Fiat 500 mit Fuji Finepix X100

Weiter geht es in den nach einem Brand von 1971 vollkommen zerstörten und später vom Stararchitekten Santiago Calatrava neu gestalteten Bahnhof. Im Untergeschoss steht eine junge Mutter eine ganze Weile regungslos da und beschäftigt sich mit ihrem Telefon. Zeit für einen schnellen Schuss aus der Hüfte.  Als ich ihr später das Foto zeige grinst sie nur sag „Aber sicher, dass können sie gern haben!“.

Streetfotography mit der Fuji Finepix X100 im Bahnhof von Luzern

Während ich auf Sandra warte die mal kurz verschwinden muss, probiere ich aus was die X100 bei vorhandenem hergibt. Hier ein völlig unbearbeitetes JPG  (Out-Of-The-Cam).

Out-Of-The-Cam mit Fuji Finepix X100

Um Punkt 12h treffen wir Karin und Heinz vor dem Bahnhof. Die RIGI können wir gar nicht sehen, sie ist komplett von Wolken umhüllt. Heute wird es sich nicht lohnen dort hinauf zu fahren, das Geld können wir uns sparen und wir sparen da eine Menge Geld! Statt dessen entschließen wir uns die Glashütte in Hergiswil zu besuchen. Ein Highlight, das bereits seit 12 Jahren auf meiner „Liste“ steht.

In der Glashütte ist es krass warm und man kann von einer Empore den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen.

Hier ein „Available-Light“ Foto mit ISO-800 und Blende 4. Danach ein Ausschnitt aus diesem Bild. Die X100 hat kein Zoomobjektiv, aber die wirklich hohe Auflösung ermöglicht moderate Ausschnitte bei guter Qualität.

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

Und weil es so schön ist hier noch ein Vergleich – Original zu Crop

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

Oben auf der Empore stehen ganz im Abseits einige Kunstwerke aus teilweise Glas, teilweise diese die Oberfläche sehr uneben und erzeugt wirklich schöne abstrakte Lichtmuster.

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

Hier noch zwei Beispiel für die tolle Bildqualität der X100.

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

In der Glasausstellung gleich nebenan finde ich diese ungewöhnliche Thermometer. Die Kontraste waren sehr flach aber die RAW-Bearbeitung bringt dann doch einen Knaller hervor.

In der Glashütte bei Hergiswil mit der Fuji Finepix X100

Nach soviel Glas und Hitze brauchen wir eine kleine Erfrischung. Hinter der Glashütte kann man ganz toll am See sitzen und den Tag bei einem Eis und einer kühlen Limonade genießen. Während wir die Sonne genießen hebt auf dem See neben uns ein Wasserflugzeug nach dem anderen ab und landet wieder. Später erfahren wir, dass hier heute ein Treffen einiger Fans dieser ungewöhnlichen Flugzeuge stattfindet. Irgendwann habe ich dann Sandras Nikon D5100 in der Hand. Als Objektiv ist das große Sigma 120-400mm Telezoom montiert das Heinz in seinem Fotorucksack dabei hat. Ich verfolge einen knallig gelben Flieger und bin entzückt als er direkt vor mit eine Wende fliegt und sich schön in die Bilddiagonale dreht – Perfekt!

Wasserflugzeug mit Nikon D5100 und Sigma HSM 120-400mm

Wenn man dieses Bild anschaut wird klar, dass man auch mit Kameras die deutlich einfacher und preiswerter als die Nikon D800 sind wirklich schöne Fotos machen kann! Wichtig sind das Motiv, das Licht und der richtige Augenblick. Hat man dann noch die passende Brennweite zur Hand, ist es fast egal ob es eine Sony, Olympus, Nikon oder Canon ist. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera!

Dann darf ich die Speicherkarte aus meiner Fuji X100 tatsächlich mal in die Nikon D800 stecken die Heinz etwa für mich mitgebracht hat. Mein Herz schlägt schneller und ich bin wirklich ein bisschen aufgeregt. Diese Kamera fühlt sich auf Anhieb gut an. Sie ist ein wenig größer als meine D700, liegt aber trotzdem wirklich gut in der Hand. Alles ist so wie ich es gewohnt bin und ich fühle mich auf Anhieb sehr wohl mit dieser nagelneuen Kamera.

Hier ein Beispiel für die Stärken der Kamera, ein Schnappschuss der eigentlich ziemlich missglückt ist. (Nikon D800, AF-S VR 24-120 @120mm, F/4, ISO-100)

Testbild mit Nikon D800

Das Motiv ist witzig aber es ist voll in der Bildmitte, von einem halbwegs sinnvollen Bildaufbau ist hier keine Spur zu sehen.

Aber schauen wir doch mal was geht… Als ich versuche das Bild mit Photoshop CS5.1 zu öffnen so klappt das nicht. Meine Version von Nikon Camera-RAW braucht ein Update! Nach dem Update auf Version 6.7 kann ich die Datei öffnen, prima! Nikon Capture NX Version 2.3.1 kann sie auch öffnen, ich bin bereit für mein ganz persönliches Exemplar der D800E 🙂

Beispielfoto mit Nikon D800 und Nikon AF-S VR 24-120mm

Trotz des verwendeten 24-120mm Zoom-Objektives ist das Bild bei vollständig geöffneter Blende scharf und detailreich. Gespiegelt und beschnitten ist es dann ganz brauchbar. Weniger schön ist das Bokeh dieses Objektives. Aber man muss auch bedenken, dass dieses Objektiv für maximale Abbildungsqualität optimiert wurde, was bei einem Zoom mit derart weitem Brennweitenbereich gar nicht so einfach ist! Ein spezielles Portrait-Objektiv wie das neue AF-S 1.4/85mm würde hier den Hintergrund etwas schöner „verschwimmen“ lassen. Aber auch das 24-120 ist schon ganz brauchbar.

Hoch oben über dem Örtchen Horw lassen wir es und am Nachmittag im Gasthaus Schwendelberg richtig gut gehen. Als wir am Abend die Heimreise antreten sind wir wirklich glücklich, dass wir mit Karin und Heinz zwei supernette Schweizer kennen gelernt haben. Auf dem Weg nach Buochs überlegen wir, wann wir sie das nächste Mal in der Schweiz besuchen könnten. Aber vielleicht haben sie ja auch Lust mal einen preiswerten Kurzurlaub in Deutschland zu verbringen 🙂 ??

Zurück am Hotel steht der ganze Parkplatz voll mit superschönen Jaguar E-Type. Ich bin entzückt und während Sandra im Hotel verschwindet habe ich noch eine spannende Fotosession.

Jaguar E-Type mit Fuji Finepix X100

Jaguar E-Type mit Fuji Finepix X100

Jaguar E-Type mit Fuji Finepix X100

Zum Schluss noch ein Blick auf die friedliche Abendstimmung an diesem wunderschönen Fleckchen Erde.

Vierwaldstätter See mit Fuji Finepix X100

Was für ein wunderbarer Tag…