Gunther Wegner ist ein Experte wenn es darum geht wirklich tolle Zeitraffer-Videos zu erstellen. Auf meiner ganz persönlichen Lieblingsinsel Teneriffa hat er in mühsamer Kleinarbeit ein geniales Zeitraffer-Video dieser tollen Insel aus etwa 36.000 RAW-Bildern erstellt. Gebt ihm eine Chance!
Für alle die es noch nicht kennen, hier mein Nikon D7000 Featurette auf Teneriffa:
…könnt Ihr in diesem ausführlichen und sehr schön bebilderten Artikel lesen den die liebe Sandra heute veröffentlicht hat. Alle Bilder sind mit einer Nikon D5100 und dem Nikon AF-S VR 55-300mm oder dem AF-S VR 18-55mm Kit-Objektiv gemacht.
Am 25. Dezember 2011 heißt es wieder einmal Abschied zu nehmen. Nach einem schnellen Frühstück geht es einmal rund um die Insel zum Flughafen Tenerife Sur. Hinter uns liegen 15 Tage mit Sturm, Sonne, Wolken, Meer, Gebirge, gutem Essen, kleinen Wanderungen und gemütlichen Abenden. Im Gepäck habe ich eine Festplatte mit wirklich vielen kurzen Video-Fragmenten.
Am ersten Weihnachtsfeiertag wird ausgeschlafen und danach wird jede freie Minute darauf verwendet die kurzen Fragmente zu einem halbwegs sinnvollen schönen Video zusammen zu fügen.
Als es nach fast drei Wochen fertig ist, habe ich eine 11 Gigabyte große Video-Datei auf der Festplatte. Wie kann man das im Jahr 2012 veröffentlichen? Ich entschließe mich daher eine stärker komprimierte Version zu rendern, eine MP4-Datei wäre vielleicht nicht so verkehrt. Die Voreinstellungen für den MP4-Export verheißen eine Dateigröße von 1.6GB. Zunächst rändere ich eine Minute aus dem Film um die Qualität des Ergebnisses beurteilen zu können. Es sieht recht gut aus und erscheint mit relativ kompakt. Mit diesen Settings könnte man das gesamte 35 Minuten lange Video exportieren. Etwa fünf Stunden später ist der Film dann fertig gerendert. Aber er ist immer noch wirklich groß, statt 11GB sind es jetzt 4,82GB.
Egal, ich versuche mal einen Upload in Richtung YouTube. Als Browser wähle ich Google Chrome. Google verspricht, dass dieser Browser bei Unterbrechungen der Internet-Verbindung ohne Probleme weiter machen soll. Na schauen wir mal…
Der Upload über meine Internet-Anbindung mit 16MB/s dauert satte 14 Stunden! Aber es klappt, am Morgen des 9. Januar 2012 ist das Video online, juchu!
Und hier ist es nun, mein Featurette zur letzten Reise nach Teneriffa. Die Panorama-Schwenks sind mit einer GoPro Hero HD 1080 in Full HD aufgenommen. Die Kamera war dabei auf einen Küchenwecker geklebt und hat sich ganz langsam um die eigene Achse entgegen dem Uhrzeiger-Sinn gedreht. Beschleunigt man die aufgezeichneten Videos um den Faktor 50 bis 100, so dreht es sich relativ „rund“ und die Wolken ziehen ganz wunderbar an der Kamera vorbei.
Alle „normalen“ Video-Sequenzen sind mit der Nikon D7000 in Full HD mit 23,97 B/s aufgezeichnet. Die GoPro zeichnet im PAL-Modus mit 25 B/s auf. Ganz am Ende des Videos gibt es noch eine kurze Sequenz aus der Nikon Aw-100, diese zeichnet mit 30 B/s auf. Das alles so zusammenzufügen, dass das Video dennoch „rund“ läuft und nicht ruckelt ist gar nicht so einfach, um nicht zu sagen „dass das ein Dschungel“ ist.
Fast alle verwendeten „Still-Photos“ sind mit der Nikon D700 fotografiert. An einigen Stellen bin ich leider vor der D7000 herumgesprungen, aber durch den krassen Zeitraffer sieht das sogar fast witzig aus.
Die Musik stammt aus dem Lieferumfang verschiedener Magix Produkte. Einige kleine Auszüge haben ich aus einer Royalty-Free Music-Collection verwendet. YouTube hat trotzdem Content-Treffer generiert, eine Monetarisierung des Videos scheidet damit aus. Aber das ist eh ein „Special-Interest“. Es gibt keine blanken Brüste, kein besoffenen Typen, keine Kunststückchen, niemand baut einen Unfall und ein Bein bricht sich auch niemand. Damit ist es bei YouTube ohnehin zur „Bedeutungslosigkeit“ verdammt. Die Zeitraffer-Sequenzen mit der Kamera auf dem Auto habe ich ebenfalls mit der kleinen GoPro aufgezeichnet. Die Musik dazu stammt aus der Feder von Gereon M. Hillebrand (www.gerimusic.com), der Track heißt „Driving“ – irgendwie passt er zu allen „Fahrvideos“ 🙂
Aber vielleicht gefällt es Euch gerade deshalb – ich hoffe es!
Wer Spaß an meinem kleinen „Chill-Out-Projekt“ hat, könnte es bei YouTube mal mit einem kurzen Kommentar oder dem „Daumen hoch“ honorieren. Feedback ist das Lebenselixier der Internet-Blogger, das ist bei mir nicht anders 🙂
Es ist Sonntag, ich habe einen Tag frei und muss später noch die Steuererklärung für 2011 vorbereiten. Aber egal, erst einmal geht es mit einer Tasse frischem Kaffee an meinem Computer. Ich will schauen was das Video des Vorabends so macht. Während der letzten Reise nach Teneriffa habe ich wirklich viele Videosequenzen mit der Nikon D7000 aufgezeichnet. Außerdem gibt es einige Zeitraffer-Panoramaschwenks die ich mit meiner GoPro Hero HD und einem „Kitchentimer“ aufgenommen habe.
In stundenlanger Arbeit ein 35 minütiges Video über Teneriffa entstanden. In „Original-Auflösung“ hat das Video satte 11 Gigabyte! Die Qualität ist super und es sieht auf dem heimischen Flachbild-TV aus wie eine Blue-Ray. Aber wie bekommt man das bei YouTube hochgeladen? Eigentlich gar nicht, jedenfall nicht im Jahr 2012 mit einer 16 MBit DSL-Leitung. Was tun? Am Vorabend einen Export im MP4-Format und in guter Qualität angestoßen, auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Und siehe da, die Videodatei ist fertig und sie ist deutlich kleiner, aber immer noch 4,82 Gigabyte groß, die Verarbeitung hat fast 6 Stunden gedauert! Beim „Testdurchlauf“ ist die Qualität ganz ok, aber besonders in den dunklen Bildbereichen sichtbar schlechter als im riesigen Original. Fast 5 GB also, ich versuche mal einen Upload über die heimische DSL Leitung. Der Upload startet nach einer Weile und soll 800 Minuten dauern, das sind mehr als 13 Stunden! Na sei’s drum, versuchen wir das mal…
Während der Upload vor sind hin läuft schaue ich was ich bei Vimeo hochladen könnte. 500 MB habe ich dort frei, das ist echt ein Witz, aber es ist kostenlos und bei Vimeo sind deutlich weniger Idioten unterwegs als bei YouTube. Plötzlich sticht mir dort ein Video ins Auge. Es ist ein Musikvideo der Band Clock Opera, es läuft knapp 5 Minuten. Ok, die gebe ich mir mal. Am Ende des Videos bin ich beeindruckt von der visuellen wie audiophilen Qualität dieser Produktion. Wie viel Arbeit da wohl drin steckt mag, ich bin mir sicher es waren viele hundert Stunden. Aber das Ergebnis ist großartig und daher binde ich es hier mal ein.
Ok, dann drückt mal auf den „Play“-Button, lehnt Euch zurück und genießt diese schöne kleine Geschichte.
Eigentlich ist es ein Tag wie jeder andere, aber irgendwie ist er dennoch anders. Jahr für Jahr ertappe ich mich dabei wie ich mich auf Sylvester freue, es ist ein Abschluss und der Beginn einer neuen Runde. Im Grunde genommen hat das alles nichts zu bedeuten, wenn da nicht die Symbolhaftigkeit wäre. Während der Tage vor Sylvester frage ich mich manchmal ob sich ein Läufer kurz vor der Ziellinie nicht ähnlich fühlt. Klar ist er außer Atem, die Beine schmerzen, aber die Ziellinie ist nur ein Kreidestrich auf dem roten Boden, aber ihre Symbolhaftigkeit ist ähnlich wie bei Sylvester, was nicht mehr als ein Tag im Kalender ist.
Nach der Ziellinie weiß der Läufer ob er gewonnen hat oder nicht, er geht heißt duschen und beginnt mit dem Training für den nächsten Wettkampf. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – das ist Sylvester und das ist heute!
Geld für Feuerwerk habe ich wie auch in früheren Jahre nicht ausgegeben. Einmal habe ich versucht bei „Brot statt Böller!“ mit zumachen, aber die Brote sind nicht explodiert, es war langweilig und später habe ich Paniermehl daraus gemacht 🙂
Und ein schönes Feuerwerk wird es hier heute auch nicht zu fotografieren geben, dazu müsste man hier nachts auf der Godesberg oder dem Ölberg stehen. Was macht man in solch einer Situation, man greift auf sein Archiv zurück…
Hier sind sie meine „offiziellen“ Sylvester-Fotos – irgendwie ist es ein „Neutrino-Feuerwerk“ – man kann es sehen bevor es statt fand.
Diese Bilder sind Sylvester 2008 mit der Nikon D300 und dem AF-S VR 3/200-400mm samt Teleconverter auf Wolfgangs Terrasse auf Teneriffa entstanden.
@Karin & Wolfgang: Nochmal danke für die immer wieder schönen Zeiten auf „Deiner Insel“. Ich halte es mit dem Terminator und verspreche „Ich komme wieder“ 🙂
1) Noch ist alles ruhig – wir warten auf die erste Rakete…
2) Es ist immer noch keine Rakete in Sicht, aber die Spanier essen gerade ihre Weintrauben. Also drehen wir mal bei langer Belichtungszeit am Zoomring.
3) Endlich geht es los, es zischt und pfeift überall…
4) Die Show ist vorüber, jetzt ist Gelegenheit gemütlich beisammen zu sitzen und das neue Jahr zu begrüßen.
Meinen treuen Leserinnen und Lesern möchte ich hiermit ein schönes Fest, einen guten Rutsch und ein glückliches und gesundes Jahr 2012 wünschen.