Nikon D800E – 200mm Brennweiten im Vergleich

Nachdem ich vor einigen Tagen verschiedene 300mm Brennweiten an der Nikon D800E miteinander verglichen habe, gibt es heute einen Vergleich verschiedener 200mm Brennweiten. Diese Objektive stehen diesmal auf dem Programm. Es ist eine Mischung aus teils uralten extrem preiswerten 200mm Festbrennweiten, einem modernen Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm Zoom, einem 18-200mm Superzoom im DX-Format und einem 150mm Zeiss-Objektiv das eigentlich für Hasselblad-Kameras gedacht ist. Dieses große schwere Zeiss-Objektiv lässt sich in Verbindung mit einem recht preiswerten Adapter sehr gut an der D800E und vergleichbaren Kameras nutzen.

Testkandidaten

Hier die Testkandidaten, anklicken für Originalgröße…

Nikon D800E - 200mm - Lens Comparison - Objektivvergleich

Von links nach rechts

  • Nikon MF Ais 4/200mm
  • Tokina MF 3,5/200mmm
  • Nikon MF Ai 4/200mm
  • Zeiss / Hasselblad 4/150mm
  • Nikon MF AiS 4/80-200mm
  • Nikon MF AiS 5.6/100-300mm
  • Sigma EX 3.5/180mm Macro
  • Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm
  • Nikon AF-S VR 18-200mm DX (Nicht abgebildet)

Auch wenn nicht alle Objektive genau bei 200mm Brennweite liegen, so ist der Vergleich dieser Linsen doch spannend. Der extrem hochauflösende Chip der D800E sollte hier jede noch so kleine Schwäche unerbittlich enttarnen. Aus dem RAW-Bildern habe ich mit Nikon Capture sehr hochauflösende ca. 12MB große JPG-Dateien erstellt. Alle Dateien wurden mit den gleichen Einstellung im Batch-Verfahren konvertiert.

Testaufbau

DX-Objektive an der D800E

Dieses Bild habe ich mit dem Nikon AF-S VR 18-200mm Superzoom aufgenommen. Ein Objektiv, dass von Forums-Experten gern mal als „Deppenzoom“ bezeichnet wird, das aber trotzdem unter Nikon Fans im DX-Format sehr beliebt ist. Dieses Bild zeigt sehr schön, dass man mit diesem Objektiv durch aus auch an der D800E arbeiten kann, aber man muss das Ergebnis kräftig beschneiden, so dass letztlich nur etwa 18 Megapixel übrig bleiben. Für viele Anwendungen ist das noch halbwegs ok und man hat ein kleines kompaktes Objektiv im Gepäck. Will man aus seiner D800E jedoch das Maximum herausholen, so ist diese Kombination nicht empfehlenswert.

Testergebnisse

Diese Original-Dateien habe ich auf meinem Webserver für Euch abgelegt (Jeweils ca. 12MB).

Diskussion der Ergebnisse

Auflösung bei Blende 11

Schauen wir uns die Ergebnisse im Detail an. Beginnen wir mit dem Auflösungvermögen bei Blende 11. Bei dieser Einstellung liefern diesen Objektiven die beste Auflösung. Ausgesucht habe ich einen Ausschnitt aus dem unteren Bildbereich. Dort ist die Anforderung an die Auflösung extrem hoch. Wirklich überraschend ist hier, dass abgesehen vom 18-200mm „Deppenzoom“ alle Objektive sehr ähnliche Ergebnisse liefern. Schaut man ganz genau hin, so liefert das Sigma EX 3,5/180mm die beste Qualität, bei geringer Verzeichnung und hohem Kontrast. Das moderne Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm schlägt sie recht gut, zeigt allerdings eine deutliche Verzeichnung. Auch ist beim 70-200 eine leichte Randunschärfe deutlich sichtbar. Das alte billige AiS 80-200mm Schiebezoom schlägt sich hier sichtbar besser.

Das Zeiss-Objektiv bietet neben gutem Kontrast und hoher Auflösung eine praktisch verzeichnungsfreie Abbildung. Eine Vignettierung ist auch bei offener Blende praktisch nicht erkennbar. Diese Objektive verdienen Ihren guten Ruf durchaus. Und in Verbindung mit einem professionellen Mittelformatrückteil werden sie an einer Hasselblad perfekte Ergebnisse produzieren. Die Nutzung an einer Kleinbild-Spiegelreflex ist mittels eines Adapters zwar möglich, aber doch irgendwie esoterisch. Das Objektiv ist einfach sehr groß und schwer und wenn man mit einem kleinen, leichten sehr billigen Nikon AiS 4/200mm sehr ähnliche Ergebnisse erzielt, warum sollte man sich dann mit dem großen Zeiss/Hasselblad-Objektiv abmühen?

Auflösung am Bildrand bei Blende 11

Ein Blick in die obere linke Ecke zeigt, dass alle Kandidaten bei Blende 11 praktisch keine sichtbare chromatische Aberration produzieren. Den Ausschnitt des 18-200mm DX-Objektivs habe ich entsprechend vergrößert. Schaut man sich das Sigma bzw. das Zeiss-Objektiv im direkten Vergleich an so wird klar, dass ein DX Objektiv an der D800E nicht vielmehr als eine Notlösung darstellt. Beim AF-S VR 2.8/70-200 ist die Verzeichnung gut sichtbar. Und auch hier schlägt sich das alte 80-200mm Schiebezoom erneut wirklich gut. Interessant finde ich, dass das uralte von mir selbst auf Ai umgebaute Nikon 4/200 (aus der Ära der Nikon F) sich im Vergleich zu den deutlich moderneren Objektiven sehr gut schlägt. Das Ergebnis ist praktisch identisch und zeigt mir einmal mehr, dass der gute Ruf der Nikon-Objektive seit mehr als 60 Jahren mehr als berechtigt ist.

 

Einschränkungen

So spannend wie dieser Vergleich auch sein mag, man sollte bedenken, dass alle Bilder im Nahbereich mit einem Abstand von etwa 2-3 Metern aufgenommen wurden. Besonders das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm zeigt in diesem Nachbereich bei offener Blende nicht das was es eigentlich kann. Schaut man die Bilder im Detail an, so wirken sie bei Blende 2,8 und 4 irgendwie unscharf und verwackelt. Mich hat das zunächst irritiert. Daher habe ich sie mehrfach neu aufgenommen. Aber stets mit gleichem Ergebnis. Dieses Objektiv arbeitet in Nahbereich nicht optimal. Sobald man auf ein Motiv fokussiert, das 5-10 Meter und weiter entfernt ist, verschwindet dieser Effekt, zumindest bei meinem Exemplar. Wer sich für das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm interessiert sollte daher ggfs. mit „seinem“ Modell einige Testaufnahmen machen.

Fazit

Dieser kleine Vergleich zeigt erneut, dass die alten manuell fokussierten Objektive nicht zu unterschätzen sind. Man bekommt sie sehr preiswert und falls man sie bei Blende 8/11 verwenden kann, liefern sie durchweg brauchbare Ergebnisse.

Das Nikon AF-S VR 2.8/70-200 zeigt eine deutlich sichtbare Verzeichnung und ausgeprägte Randunschärfe. Im mittleren Bildbereich ist die Auflösung. mit der oben beschriebenen Einschränkung, sehr gut. Damit empfiehlt es sich eher als lichtstarkes „Supertele“ für DX Kameras. Hier wird es sichtbar bessere Ergebnisse liefern als das Nikon AF-S VR 18-200 Superzoom Objektiv. Aber man muss auch den vierfachen Preis und etwa das dreifache Gewicht einkalkulieren.

Wer sehr genau auf jeden Cent achten muss, der hat mit dem Tokina 3,5/200mm ein sehr kompaktes sehr preiswertes kleines Teleobjektiv, für das man bei den diversen Onlineplattformen kaum mehr als 50-100 Euro bezahlen wird. Wer nicht unbedingt zoomen will, der könnte sich als Alternative zum Nikon 70-200 das Sigma  3,5/180mm Macro kaufen. Es bietet bei ähnlicher Brennweite eine wirklich hervorragende Bildqualität und kostet neu kaum mehr als 500 Euro. Ein echter Preistipp!

Nikon D800E – 300mm Teleobjektive im Vergleich

Schaut man sich die Liste der Teleobjektive an bei Nikon innerhalb der letzten 50 Jahre konstruiert wurden so wird schnell klar, dass dies eine heimliche Leidenschaft der Nikon-Ingenieure sein muss. Nikon Kameras werden von vielen Profis eingesetzt und diese Profis sind oft bei Sportveranstaltungen oder dort wo es Promis zu sehen gibt unterwegs. Eine ganz andere Fotografen-Spezies ist weltweit unterwegs und lauert auf das ultimative Tierfoto. All diesen Fotografen gibt Nikon seit vielen Jahren zu teils exorbitanten Preisen hervorragende Teleobjektive an die Hand.

Geht man an einem schönen sonnigen Tag mal in einen Zoo, so sieht man viele Amateure mit ihren „langen Tüten“ zwischen den Gehegen umherstreifen, auch sie sind auf der Suche nach dem ultimativen Tierfoto. Die Mehrzahl der Fotoamateure träumt insgeheim vom einem ultimativen Teleobjektiv so wie sie es in den Nachrichten auf den Stativen der Profis zu sehen bekommen. Doch wirklich leisten können sich das nur wenige. Erst vor einigen Tagen hat Nikon ein neues 800mm Supertele vorgestellt, dieses dicke Ding wird soviel kosten wie ein Kleinwagen. Außerdem wird es schwer sein wie ein Stück Blei und man wird damit auf allen Flugreisen ein Problem wegen der Größe und des Gewichts dieses Objektivs haben.

Welche Teleobjektive an der D800 bzw. der D800E was können, was sie wiegen und kosten, das will ich heute ein wenig ausloten.

Beginnen wir mit einem Nikon AF-S VR 4/200-400mm. Dieses Ding kostet runde 6.500 Euro und liegt damit an der Obergrenze dessen was ein „normaler“ Fotoamateuer investieren kann. Dieses Telezoom ist nicht nur teuer, es ist auch groß und schwer. Bei meinen letzten Reisen hatte ich mit diesem Monstrum regelmäßig Probleme mit dem Handgepäck. Aber, es liefert auch geniale Ergebnisse und der 2-fach Zoombereich gibt einem die in der Tierfotografie oft notwendige Flexibilität. In Verbindung mit den Video-Features ist es an der D7000 oder auch der D800E gibt, ist es ein tolles Gerät für die Beobachtung von Tieren. Gelegentlich verwende ich es auch mit dem Nikon TC17-E II Teleconverter. Damit funktioniert der Autofokus noch, das Sucherbild ist ausreichend hell und der Vergrößerungsfaktor gewaltig. Nutzt man es mit einer DX-Kamera hat man ein halbwegs bezahlbares und transportables Supertele mit dem man sich nirgendwo zu schämen braucht 🙂

Hier eines meiner Beispielvideos.

Zurück zu meiner kleinen Testreihe, so sieht dieses Telefobjektiv an der D800E aus. Ein echt „dicker Brummer“, gell?

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 4/200-400mm

Wenn die enormen Abmessungen und das Gewicht des großen Teleobjektivs nicht „tragbar“ sind, nehme ich in der Regel das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm und den 1.7er Teleconverter mit. Damit hat man ein kompaktes relativ lichtstarkes Objektiv mit sehr guten Abbildungseigenschaften. Diese Kombination ist neu für etwa 2.300 Euro zu haben.

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 2.8/70-200mm / Nikon TC17-E II

Auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man mit ein wenig Glück für etwa 1.000 Euro das schon recht betagte Nikon AF-D VR 80-400mm. Der 1.7er Teleconverter funktioniert mit diesem Objektiv allerdings nicht und es hat keinen AF-S Motor, also keinen eingebauten Ultraschallantrieb für den Autofokus. Das Fokussieren muss also ein Motor in der Kamera übernehmen. Viele preiswerte Nikon DSLR-Modelle verfügen inzwischen nicht mehr über diesen Motor, so dass man genau hinschauen muss, ob dieses Objektiv für die eigene Kamera geeignet ist oder nicht.

Nikon D800E & Nikon AF-D VR 80-400mm

Wer noch weniger Geld hat, der bekommt für etwa 150 Euro auf dem Gebrauchtmarkt Objektive wie das Nikon AiS 5.6/100-300mm zu kaufen. Es ist ein Schiebezoom mit sehr brauchbarer Abbildungsqualität. Es ist recht leicht und sehr kompakt. Damit könnte es für all jene interessant sein, die ein Teleobjektiv weniger für die Tier- als vielmehr für die Landschaftsfotografie suchen. Wer Landschaften fotografiert muss oft lange Wanderungen über weite Distanzen zurücklegen um zur ultimativen Fotolocation zu gelangen. Mit einem kleinen leichten Teleobjektiv wie diesem hier, fallen solche Wanderungen spürbar leichter aus.

Nikon D800E & Nikon AiS 5.6/100-300mm

Ok, schauen wir uns an was diese Objektive leisten. Ich habe hier eine Testreihe für Euch und jeweils von der größten Blende bis Blende 22 ein kleines Testchart im Format DIN A3 abfotografiert, dass ich mit einem EPSON STYLUS PRO R2880 auf Fotopapier gedruckt habe. Das Papier hat leider keine perfekt matte Oberfläche, daher reflektiert bei einigen Bildern die Oberfläche das einfallende Tageslicht. Alle Bilder sind bei etwa 300 Brennweite entstanden. Die D800E stand auf einem Stativ und wurde mit der Spiegelvorauslösung so erschütterungsfrei wie irgend möglich ausgelöst.

Versuchsaufbau

Mein Versuchsaufbau sah etwa so aus. Damit Ihr einen Eindruck von der Größe des Testcharts bekommt, habe ich mal einen einfachen Gliedermaßstab davor gestellt.  Das Testchart ist mit Tesafilm an einem alten Karton befestigt und diesen habe ich auf ein Regal gestellt um das Testchart ablichten zu können.

Liste der Testbilder

Hier habe ich Euch die konvertierten Testbilder in voller Auflösung bereitgestellt. Wer ein Original-RAW-Bild haben möchte, der muss sich einfach melden. Aber, diese Dateien sind pro Stück etwa 45MB groß!! Um die Bilder in der vollen Größe zu öffnen, einfach auf die Links klicken. Sie sollten in neuen Fenstern oder neuen TABs geöffnet werden. Damit kann man sie dann sehr einfach miteinander vergleichen.

  1. Nikon AF-S VR 4/200-400mm
    1. Blende 4
    2. Blende 5.6
    3. Blende 8
    4. Blende 11
    5. Blende 16
    6. Blende 22
  2. Nikon AF-D VR 5.6/80-400mm
    1. Blende 5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22
  3. Nikon AiS 5.6/100-300mm
    1. Blende 5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22
  4. Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm & TC17-E II
    1. Blende  5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22

Diskussion der Bildergebnisse

Schaut man sich die Bilder an so fällt schnell auf, dass alle Objektive bei vollständig geöffneter Blende eine sichtbare Vignettierung zeigen. Blendet man die Objektive um 2-3 Stufen ab, so verschwindet die Vignettierung fast vollständig und die Abbildungsqualität erreicht das Maximum. Bei Blende 16 und Blende 22 ist keine Zunahme der Abbildungsqualität mehr erkennbar. Ganz im Gegenteil, nun kommen die Beugungseffekte an den Blendenlamellen ins Spiel und die Abbildungsqualität nimmt sogar ab!

Schauen wir einmal ins „Zentrum“ der vier Testkandidaten bei offener Blende.

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Der gleiche Ausschnitt bei Blende 11

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Nun die obere linke Ecke bei Blende 11

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Auch wenn die Testumgebung sicher nicht perfekt und die Ausleuchtung verbesserungswürdig ist, so zeigt diese Gegenüberstellung doch die exorbitant gute Bildqualität des Nikon AF-S VR 4/200-400mm Objektivs. Die Bilder sind sehr scharf und man kann fast die Papierfasern erkennen. Im Vergleich fallen die drei anderen Objektive sichtbar ab. Beim AF-D 80-400mm hat man den Eindruck, dass dieses Objetkiv den krassen Chip der D800E einfach nicht mehr adäquat mit Bildmaterial versorgen kann.

Trotz Teleconverter liefert das AF-S VR 2.8/70-200mm noch brauchbare Ergebnisse. Ohne Teleconverter wäre es auf dem Niveau des 200-400mm Objektivs. Das uralte billige 100-300mm Schiebezoom schlägt sich gar nicht so schlecht. Wenn man bedenkt, dass man es auf dem Gebrauchtmarkt sehr sehr preiswert kaufen kann, ist es durchaus eine Empfehlung wert, wenn das Geld für eine der teuren Linsen nicht ausreicht.

Die Hersteller Tamron, Sigma und Tokina haben ebenfalls sehr brauchbare Objektive im Angebot. Welches Objektiv nun perfekt ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer einen guten Fotohändler in der Nähe hat sollte fragen, ob er die 2-3 Objektive die er in der engeren Auswahl hat für ein paar Stunden ausleihen kann um sich eine eigene Meinung zu bilden.

In meinem Shop findet ihr ggfs. ein Testchart im Format 60x90cm. Es ist richtig matt, spiegelt also nicht wie diese kleine „Testvariante“ und weil es auch viel größer ist, spielt die Struktur des Papiers bei der Diskussion der Bildergebnisse eine untergeordnete Rolle. Allerdings braucht man für den Test eines Teleobjektives mit einem großen Testchart auch wirklich viel Platz! Ich hatte ihn heute nicht, daher habe ich mein kleines DIN A3 Testchart verwendet. Will man bei 60x90cm ein 400mm Teleobjektiv testen, so sollte man einen Raum haben der etwa 8 – 10 Meter breit oder lang ist. Notfalls kann man auch in den Garten ausweichen und das Testchart beispielsweise an die Hauswand hängen. 🙂

Hier der Link zum Testchart in meinem Shop.

Luftaufnahmen einfach selbst erstellen

Welcher engagierte Video-Amateuer hat nicht schon einmal davon geträumt Aufnahmen aus der Luft zu machen? Bislang wawr dies nur mit wirklich teuren Modellhubschraubern möglich, die in der Lage waren eine „richtige“ Kamera zu tragen. Mit dem Erscheinen der ersten GoPro-Kameras wurden die Anforderungen an die Tragfähigkeit des „Luftfahrzeugs“ geringer, aber es war dennoch ein komplexes und exklusives Vergnügen. Mit der AR.DRONE 2.0 ist nun in deutschen Geschäften via Saturn und Mediamarkt zum Preis von etwa 300 Euro eine kleine Drohne erhältlich, die über ein iPad oder ein iPhone bzw. einen iPod Touch der neueren Generation gesteuert werden kann. Der absolute Clou bei der Geschichte ist, dass man während der Steuerung bspw. via iPad sehen kann was die Kamera der Drohne gerade aufzeichnet. Das ist wirklich ziemlich cool!

Der Hersteller der AR.DRONE ist www.parrot.com

Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst muss wie in diesem Video gezeigt irgendwann einmal die Feuerwehr ausrücken um eine dieser Drohnen zu „retten“.  Und das könnte ggfs. nicht so glimpflich ausgehen wie bei diesen netten Feuerwehrleuten in Las Vegas!

Hier habe ich ein sehr professionell produziertes Video von Chase Jarvis für Euch. Schaut Euch am Schluß mal an wie sie hier den Flug über die „U-Bahntreppe“ realisiert haben! Da hing eine Nikon D7000 unter einem 2.0000$ Hubschrauber! Das geht inzwischen viel einfacher und presiwerter!

Ganz spannend sind auch die Flugaufnahmen in diesem Video:

Wer jetzt angefixt ist und sich das Ding kaufen geht, der schreibt mir bitte eine E-Mail und schickt mir einen Link zu seinen ersten Videos 🙂

Schweiz 2012 – Sandras Geschichte

Unsere Reise in die Schweiz liegt nun schon wieder ein paar Tage zurück. Während ich abends meine „Bilder des Tages“ gesichtet und einen ausführlichen Artikel für diesen BLOG geschrieben habe, hat es Sandra ruhiger angehen lassen. Sie hat die Erlebnisse aller Tage in einem großen Artikel zusammen gefasst. Wer gern ihre Geschichte lesen möchte, der findet sie hier oder klickt einfach auf das „Vorschaubild“. ich wünsche Euch viel Spaß bei der Lektüre 🙂

Nikon D800E – Das perfekte Weitwinkel

Während der kommenden Wochen werde ich einige Objektive an der D800E genauer unter die Lupe nehmen. Hier eine kleine Auswahl der Objektive die ich Euch vorstellen werde.

Objektivauswahl - Nikon D800E - Lens Suggestions

Wer sich für den Kauf der Nikon D800E entscheidet ist in der Regel in der Landschaftfotografie unterwegs, denn dort ist die Gefahr unerwünschter Moiré-Effekte verschwindend gering und hier kann die D800E ihre Stärken voll ausspielen. So sehr wie die Tierfotografie mit langen Teleobjektiven verbunden ist, gehört zur Landschaftsfotografie das Weitwinkelobjektiv. Doch gerade Weitwinkelobjektive sind im digitalen Zeitalter gar nicht so einfach zu konstruieren. Das Problem sind die Randbereiche der Chips. Fallen die Lichtstrahlen dort schräg ein, so ist dies mit unerwünschten Farbsäumen verbunden, außerdem leidet an den Rändern meist die Abbildungsqualität.

Heute möchte ich Euch drei Weitwinkelobjektive für die D800E vorstellen die preislich in sehr unterschiedlichen Regionen angeordnet sind und alle ihre Stärken und Schwächen haben.

Der Kandidat Nr. 1 ist das Nikon AF-S VR 4/16-35mm. Dieses Objektiv besticht durch seine sehr gute Abbildungsleistung und den sehr gut funktionierenden VR. Damit sind unverwackelte scharfe Bilder aus der Hand bis zu 1/60s an der D800E sehr gut realisierbar. Falls möglich sollte man jedoch den VR abschalten und ein Stativ verwenden. Das Objektiv ist dann in der Regel besser zentriert und die Abbildungsqualität über das gesamte Bild hinweg homogener. Dieses Objektiv ist für etwa 1.000 Euro im Fachhandel erhältlich. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 77mm, damit kann man relativ preiswerte Polfilter usw. an diesem Objektiv verwenden. In Verbindung mit Adapterringen passen diese Filter an praktisch allen kleineren Objektiven.

Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm

Kandidat Nr. 2 ist das Nikon AiS 4/18mm. Ein Objektiv aus der Ära der Nikon F3. Auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man sehr gut erhaltene Exemplare zwischen 200 und 300 Euro. Verglichen mit dem AF-S VR 16-35mm ist es also fast ein Schnäppchen. Allerdings ist das 86mm Filtergewinde wirklich unüblich und Filter in dieser Größe sind schwer zu bekommen und außerdem extrem teuer. Dafür ist das Objektiv sehr leicht und kompakt.

Nikon D800E mit Nikon AiS 4/18mm

Kandidat Nr. 3 ist das SAMYANG 2.8/15mm Weitwinkel, das auch von Foto Walser und anderen Händlern unter verschiedenen Labels vertrieben wird. Das SAMYANG gibt es mit und ohne CPU, der Preis liegt je nach Ausführung etwa zwischen 280 und 330 Euro. Das SAMYANG hat gar kein Filtergewinde. Wie beim Nikon 14-24mm scheidet die Nutzung von Polfiltern usw. damit leider aus. Aber das Ding ist klein und leicht und ermöglicht mit 15mm Brennweite einen fantastischen weiten Blickwinkel.

Nikon D800E mit SAMYANG 2.8/15mm

Schauen wir uns drei Testbilder im Vergleich an, die ich eben bei Blende 8 und ISO 100 aufgenommen habe.

Testbild - Example Picture - Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm
Nikon AF-S VR 4/16-35mm – Anklicken für Originalgröße
Nikon AiS 4/18mm – Anklicken für Originalgröße
Testbild - Example Picture - Nikon D800E - SAMYANG 2.8/15mm
SAMYANG 2.8/15mm – Anklicken für Originalgröße

Hier nun einige Ausschnitte im direkten Vergleich. Beginnen wir mit der Bildmitte.

Nikon D800E - Wideangle Comparison - Weiwinkel Vergleich - Center Sharpness

Hier sehen wir, dass das SAMYANG bedingt durch die kürzere Brennweite alles etwas kleiner abbildet. Verglichen mit den beiden Nikon Objektiven ist ein deutlicher Unterschied in der Schärfe erkennbar. Das alte AiS 18mm schlägt sich recht gut, die Abbildungsqualität in der Bildmitte ist durchaus mit der des teuren neuen AF-S VR 4/16-35mm vergleichbar.

Schauen wir uns nun die kritischen Bildränder an.

Beispielbild - Example Picture - Nikon D800E - Edge Sharpness - Wideangle Comparison

Hier sehen wir, dass das Nikon AiS 4/18mm trotz Blende 8 an den Bildrändern deutlich abfällt. Das neue AF-S Zoom ist bis in die Bildecken sehr scharf. Das SAMYANG zeigt an den Bildrändern ebenfalls einen sehr deutlichen Schärfeverlust. Hier habe ich einen Ausschnitt gewählt, der mit unseren beiden anderen Testkandidaten übereinstimmt. Hier ist das SAMYANG noch wirklich gut. An den äußersten Bildrändern zeigt es eine deutlich verringerte Auflösung, ganz ähnlich wie das Nikon AiS 4/18mm.

Fazit

Das neue schwere und teure Zoomobjektiv schlägt sich im Vergleich zu den beiden Festbrennweiten sehr gut und liefert in diesem Test bei Blende 8 die beste Auflösung. Der Randabfall ist gering, doch das Objektiv ist auch groß, schwer und teuer. Allerdings ist das 77er Filtergewinde überaus praktisch. Wer es sich leisten kann und bereit ist das schwere Ding zu schleppen, dem würde ich dieses Objektiv uneingeschränkt empfehlen.

Das kompakte kleine Nikon ist in der Bildmitte ebenfalls sehr gut, doch der Schärfeabfall ist zum Rand hin deutlich sichtbar. Das Objektiv verzeichnet sichtbar weniger stark als das SAMYANG. Auch ist die Verzeichnung beim SAMYANG etwas wellenförmig und kann mit Photoshop oder ähnlichen Programmen nur sehr schwer korrigiert werden. Ist beim SAMYANG der Horizont nicht in der Bildmitte, so ist er krumm wie eine Banane und es ist schwierig dies zu korrigieren.

Die Verzeichnung ist beim AiS 4/18mm gleichmäßig und sichtbar geringer, auch kann sie mit Photoshop sehr einfach entfernt werden.

Wenn das Geld nicht für das 16-35 reicht, ist die Entscheidung nicht ganz einfach. Hier helfen nur weitere Tests. Diese drei Testbilder sagen beispielsweise noch gar nichts über die Gegenlichtempfindlichkeit oder Vignettierungen oder die Bildqualität bei offener Blende aus. Aber das werde ich beizeiten nachliefern.

Auf euer Feedback und Eure Wünsche für weitere Testaufnahmen bin ich sehr gespannt. Schickt mir eine E-Mail wenn Ihr Fragen habt.