Einer meiner Facebook-Freunde hat mich vorgestern gebeten eine kleines Review zu Nikon D7000 zu machen. Da dieses Video ohnehin längst überfällig war habe ich mit einige DX Kameras und etwas Zubehör geschnappt und mich damit eine Weile vor meine Video-Kamera gestellt. Eigentlich sollte das Video nur etwas 15 Minuten dauert. Aber dann habe ich gequatscht und gequatscht und gequatscht…
Beim Videoschnitt mit dem neuen Magix Video Deluxe 2013 habe ich dann schon echt vieles weggeschnitten und trotzdem hat das Video wieder 52 Minuten. Na, vielleicht ist da aber auch gut so. Wer keine Zeit dafür hat dem sei gesagt
Die D7000 ist eine preiswerte leichte bärenstarke Kamera.
Die D300 fühlt sich etwas dicker und professioneller an, macht ähnlich gute Bilder, ist besser für die HDR-Fotografie zu gebrauchen und hat eine Schnellere Bildfolgezahl.
Im DX-Format mag ich die D2x noch immer fast am liebsten weil sie einfach eine echte Profimaschine ist. Macht man alles richtig, so sind die Ergebnisse auch mit der D2x ganz großartig.
D2x und D300 kosten auf dem Gebrauchtmarkt etwa genauso viel wie eine D7000. Wer keine Videos aufnehmen möchte und für wen sich die D7000 zu sehr nach „Mädchenkamera“ anfühlt, der hat also einige sehr gute Alternativen.
Wenn es doch ein wenig Video sein soll, dann könnte eine gebrauchte D300s auch interessant sein.
Die D2xs hat ein etwas besseres Display als die D2x, Softwaretechnisch sind sie völlig identisch.
So könnte eine Zusammenfassung des ersten Teils dieses Videos niedergeschrieben werden. Im zweiten Teil geht es um Blitzlichter und Objektive. Hier ist die Botschaft:
Es muss nicht immer teuer sein, auch mit Zubehör von Sigma & Co. kann man tolle Fotos machen.
Blitzen mit mehreren Blitzlichtern ist einfach und schwierig zugleich.
Wer keine große Softbox herumschleppen will, für den gibt es kleine leichte Alternativen.
Wie ist Eure Meinung zu diesen Kameras? Welche dieser drei Kameras gefällt Euch besser und warum ist das so?
Ich freue mich auf Eure Kommentare 🙂
Und für alle die sie noch nicht kennen, hier zwei Videos die ich mit der D7000 erstellt habe.
Es schlug ein wie ein Paukenschlag als Mega-Upload Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom vor einigen Tagen seinen neuen Cloud-Dienst mit dem schönen Namen MEGA der Netzwelt präsentierte. Einige Kommentare waren voll des Lobes, wird doch dort mit 50 GB mehr kostenloser Cloud-Speicherplatz angeboten als bei Apple, Microsoft und Amazon zusammen. Nun hat Nikon einen auf Bildmaterial zugeschnittenen Dienst vorgestellt bei dem es 20 GB kostenlosen Online-Speicher für alle Besitzer einer Nikon Kamera gibt.
Für die Nutzung des kompletten Angebotes ist lediglich die Registrierung einer Nikon Kamera notwendig. Danach kann jeder Nikon-Fan seine wichtigsten Fotos dort ablegen und (hoffentlich) auf viele Jahre vor einem Datenverlust schützen. Client-Anwendungen für mobile Endgeräte und Möglichkeiten für die Freigabe der Bilder komplettieren das Angebot. Damit unterscheidet sich dieser Dienst auch schon sehr deutlich von etwas „zwielichtigen“ MEGA-Angeboten und klingt nach einer interessanten Alternative für alle Nikon-Fotofreunde.
Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm „Universal-Zoomobjektiv“ auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.
Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.
Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal „meine Version“ des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt „Magic Numbers“ meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige „Magic Numbers“ und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme „im Weg“. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und „entwickle“ meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die „mitdenkt“.
Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.
Woran liegt das?
Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
Sandras „Silikon-Schutzhülle“ und meine Handschuhe erschweren die Bedienung
Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera „aufwächst“, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das „vereinfachte Bedienkonzept“ erst einmal gewöhnen.
Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.
Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten „Knipsbildes“ aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)
Das Bild ist ein „Klassiker“, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt „aufpeppen“ und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen „Hingucker“.
Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger „alltäglich“ wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches „Schnee-Wald-Bild“.
Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten „Wellen“ in den Bäumen auf 🙂
Nachdem wir unsere erste „Magic Number“ gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.
Nachdem wir an „Bäumen geübt haben“ versuchen wir uns an „Menschen“. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…
Und so muss sie jetzt „Modell stehen“. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.
In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.
Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.
Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr „real“ wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen „Grunge“ und „Vintage“ dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten „Testbild“ auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?
Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste „Probeschuss“ 🙂
Weiter geht es mit „Magic Numbers“. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!
Nach den „Magic Numbers“ versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.
Der „Ruhrtyp“ ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der „Waldweg“ weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.
Nach den „Magic Numbers“ finde ich noch viele „Magic Symbols“. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen „Details“, „Vignette“ und „Grunge“ verwendet.
Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm „Landschaft“ hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion „Tilt“ lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.
Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion „Grunge“ habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.
Fazit
Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.
Von Anfang an für die semiprofessionellen Fotografen gemacht, hat die Nikon F801 bis heute eine große Fangemeinde. Diese Kamera gilt gemeinhin als „unzerstörbar“ und erst vor ein paar Tagen hat mir mein Freund Alex Mader erzählt, dass ihm seine F801 bei einem Besuch am Strand ins Meer gefallen ist. Er hat sie mit Süßwasser gespült und dann ein paar Tage auf der lauwarmen Heizung austrocknen lassen. Und tatsächlich funktioniert sie noch. Und sogar die Bilder ließen sich entwickeln, allerdings hat das Salzwasser Spuren hinterlassen. Aber seht selbst:
Alex Mader „geht gern mal fremd“ und fotografiert mit alten Hasselblad-Kameras. Es sei ihm verziehen… Sein Facebook-Profil mit vielen kreativen sehr coolen Fotos findet Ihr hier: www.alexmader.de
Das Video habe ich mit einer Panasonic HC-X909 aufgenommen. Als Mikrofon habe ich ein Nikon ME-1 verwendet. Das Video habe ich erstmals mit der neuen Version von Magix Video Deluxe 2013 geschnitten. Dieses Programm gab es zu Weihnachten im Sonderangebot für 59,- Euro. Das für mich ausschlaggebende Kaufkriterium ist der Support für das 1080/50p Videoformat der famosen Panasonic HC-X909. So sieht das fertige Video-Projekt in Magix Video Deluxe aus. Es istganz simpel, lauter kurze Tracks aneinander gereiht, ein Titel an Angang und Ende und ein Musik-Jingle meines Filmmusik-Komponisten Gereon M. Hillebrand.
Mit der neuen Version von Video Deluxe funktionieren Import und Schnitt wie in der Werbung versprochen wirklich gut. Auch die Vorschau konnte im ersten Test überzeugen, alles in allem bin ich von dieser Version sehr angetan. Als Computer habe ich einen etwa 3 Jahre alten Acer Mini-PC mit Intel Q8200 2,33 GHz Quadcore und 4 GB Arbeitsspeicher unter Windows 8N / 64-Bit verwendet.
Ein paar Anmerkungen zum Video habe ich noch:
Beim Probeschauen habe ich einige kleine Versprecher entdeckt – verzeiht mir das bitte…
Den Blitzschuh für die TTL-Messung gab es schon vor der F801 – aber nur ganz kurz vorher
Das Kabel des MC-20 Kabelauslösers passt auch in F80, F5, F6, D1, D2, D3, D4, D300, D700, D800 und vielleicht weiteren Kameras die ich leider nicht habe…
Die Mattscheiben von F801 und F90 sind auswechselbar
Es gibt Mattscheiben mit Schnittbild und Mikroprismenring
Falls ich noch etwas vergessen haben sollte oder Ihr weitere Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge habt, dann schreibt mir das bitte in die Kommentare unter diesem Artikel.
Im Jahr 2009 bin ich mit meinem damals 12 Jahre alten Sohn in einem Wohnmobil nach Norwegen gefahren. Es war eine wirklich tolle „Vater-Sohn-Tour“ und wir haben viel gesehen und erlebt. Auf dieser Reise hatte ich eine Nikon D300 im Gepäck. Zusätzlich waren eine Mamiya 645 Pro II und eine alte zweiäugige Rolleiflex 3,5F mit von der Partie. Leider musste ich gleich bei den ersten Fotos mit der Mamiya feststellen, dass die kleine Spezialbatterie leer war. So hatte ich viele tausend Kilometer eine tolle Mittelformatkamera und viele Rollen Fuji Velvia 50 im Gepäck. Aber fotografieren konnte ich damit nicht weil ich keinen Fotoladen finden konnte, der in der Lage war mit diese fiese kleine Spezialbatterie zu verkaufen.
Also habe ich mich auf die Rolleiflex und ganz besonders auf die Nikon D300 konzentriert. Heute liegt die Reise schon ein paar Jahre zurück und die D300 steht kurz davor von der D400 (…oder 7100 oder D8000 oder was auch immer…) abgelöst zu werden. Ich habe mich heute gefragt ob dies wirklich notwendig ist? Nach der letzten Fotosession mit der meiner Nikon D2x ist mir einmal mehr klar geworden, dass 12 Millionen RGB-Pixel für „normale Fotos“ mehr als ausreichend sind. Wer kein Andreas Gursky ist und seine Bilder nicht auf Hauswände aufkleben will, der ist auch im Jahr 2013 mit einer Kamera die 12.000.000 Pixel auflösen kann noch immer sehr gut bedient.
Unsere Route hat uns von Bonn über Hamburg und Dänemark nach Schweden geführt. Über Oslo ging es weiter entlang der südlichen Küste Norwegens nach Bergen. Von dort sind wir über Europas größte Hochebene die Hardanger Viadda zurück nach Oslo gefahren und dann durch Dänemark wieder heim nach Bonn.
Aber schauen wir uns doch mal welche Fotos ich mit der Nikon D300 in Norwegen hinbekommen habe. Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit. Einfach anklicken und in einem neuen Tab öffnen.
Fazit:
Die hier gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl aus vielen tausend Bildern die während dieser Reise entstanden sind. Die D300 hat nicht einmal herum gezickt. Die Akkus liefern richtig lange richtig viel Strom. Ich hatte zusätzlich einen Batteriegriff dabei in dem ich einen zweiten Akku unterbringen konnte. Damit war die D300 stets und überall schussbereit. Die heute etwas altmodisch anmutenden Compact-Flash-Karten haben sich auch auf dieser Reise bewährt. Sie sind überaus robust und stecken ordentlich was weg. Da muss man sich keine Sorgen machen, bei den kleinen SD-Karten ist das anders. Die gehen gern mal schnell kaputt und dann sind vielleicht alle Bilder eines Tages oder einer ganzen Reise verloren.
Der Autofokus der D300 arbeitet schnell und zuverlässig, der Sucher ist groß und hell, der Belichtungsmesser versieht seine Aufgaben ohne große Fehler. Die Möglichkeit Belichtungsreihen mit bis zu 9-Bildern aufzunehmen ist grandios und ich vermisse dies gelegentlich bei der Nikon D7000. Mit Batteriegriff lieft die D300 toll in der Hand, sie ist eher ein erwachsenes Arbeitsgerät als eine „Kinderkamera“, mir kommt das sehr entgegen.
Und last but not least ist die Bildqualität, besonders wenn man den 14-Bit RAW-Modus benutzt, über alle Zweifel erhaben. Diese Kamera kann alles was man braucht und das auf sehr hohem Niveau.
Steht man vor der Wahl ob Nikon D300 oder Nikon D700 so ist die Antwort nicht einfach. Ich würde vielleicht die D700 nehmen, obwohl sie etwas langsamer ist und die größeren schwereren Objektive benötigt. Aber das liegt daran, dass mir kaum eine Kamera zu schwer ist, wenn ich sie nicht allzu weit tragen muss. Kommt es einzig auf die Bildqualität an, so liefert die D300 bei ordentlichen Lichtverhältnissen die gleiche Bildqualität wie die D700, gute Objektive natürlich vorausgesetzt.
Wer im Jahr 2013 eine gebrauchte gute robuste Kamera sucht, der liegt mit der D300 meiner Meinung nach genau richtig. Sie ist etwas moderner als die D2x (Live-View, 14-Bit) und bei vergleichbarer Bildqualität deutlich preiswerter als die D700. Man muss hierbei auch bedenken, dass die Kamera nur ein kleiner Baustein einer größeren Fotoausrüstung ist. Gute Objektive sind für die D300 deutlich preiswerter als für die D700. Letztlich wird man es den allerwenigsten Fotos ansehen ob sie mit einer D300 oder D700 gemacht wurden.