Teneriffa 2014/15 – Die Milchstrasse fotografieren

Tag 12 – 22. Dezember – Unter der Milchstraße

Auch der nächste Tag beginnt mit üblichen Ritualen, nur dass diesmal mein Sohn Leon der Langschläfer ist. In der ersten Woche war meine Sandra regelmäßig vor mir wach und hat mich angetrieben mich endlich anzuziehen, damit wir zum Frühstück wandern können. Nun ist es mein Leon der trotz geöffneter Vorhänge, Fenster und Gedudel aus dem Handy einfach weiterschläft. Jeder Mensch mit Schlafstörungen die ihn dabei sehen könnte wäre sowas von neidisch 🙂

Aber irgendwann ist es geschafft! Nach dem Frühstück geht es mit dem Auto runter nach La Paz, dem deutschen Stadtteil von Puerto de la Cruz. Gegenüber vom Supermercado 2000 ist eine kleine Bar namens „Pepito“. Hier treffen sich jeden Montag um 10h30 einige deutsche Residenten um den Spiegel zu lesen und das Geschehen in der Welt zu diskutieren. Als wir dort eintrudeln ist die Runde schon gut besetzt, mein Freund Wolfgang hat uns zwei Plätze freigehalten. Wir genehmigen und zwei große „Zaperoco“ und haben wirklich Gefallen an diesem Gemisch aus Zitrone, Likör, Sahne, Zimt, Kakao und aufgeschäumter Milch.

Gegen Mittag machen wir uns wieder auf den Weg zum Hotel. Irgendwie sind wir von der guten Luft hier so kaputt, dass man meinen könnte wir hätten eine Sauerstoff-Vergiftung. Damit das nicht noch schlimmer wird hängen wir ein Weilchen im Garten des Hotels herum und schieben uns schließlich eine Pizza mit Tunfisch zwischen die Backenzähne. Während meine erste Portion Wäsche in der Waschmaschine im Basement ihre Runden dreht, verbringen wir weitere Stunden damit zu einfach nichts, wirklich gar nichts zu tun. Man mag es kaum glauben, aber das ist total anstrengend…

Später schieben wir uns noch ein Abendessen hinein und wären nun eigentlich bereit ausgiebig an der Matratze zu horchen. Aber wir haben noch ein Tagesziel, wie wollen die Milchstraße von ihrer allerbesten Seite fotografieren. Im Mondphasenkalender habe ich schon vor Wochen gesehen, dass wir heute Neumond haben und dass damit die allerbesten Voraussetzungen gegeben sind um die Sterne der Milchstraße klar und deutlich sehen zu können. Nun müssen nur noch die Wolken mitspielen!! Im Mai in den USA hatte ich einige Tage, an denen es tagsüber sehr bewölkt war und spät in der Nacht doch noch alle Wolken abgezogen und die Sterne klar und deutlich zu sehen waren. So habe ich die Hoffnung, dass es heute auch wieder klappen könnte

Der Weg hinauf in die  Canadas del Teide geht sehr zügig voran, wir sind praktisch allein unterwegs. Als wir nach etwa 90 Minuten bei den Los Roques eintreffen stehen dort ein Polizei- und ein Rettungswagen. Irgendwo unterhalb des Roque Chinchado sind Lichter zu sehen. Wir lassen uns davon nicht abhalten und starten unsere Fotosession. Zunächst machen wir wieder mit allerhöchster ISO-Empfindlichkeit einige schnelle Orientierungsfotos um dann die ISO-Werte langsam zu reduzieren und die Belichtungszeiten zu verlängern. Bei der Nikon D2x meines Sohnes ist die Rauschunterdrückung ausgeschaltet. Bei ISO-800 und 2 Minuten Belichtungszeit sieht man schon auf dem Display ein ganz ausgeprägtes Bildrauschen. So geht das nicht! Als ich schnell die Rauschunterdrückung aktivieren will finde ich den zugehörigen Menüpunkt nicht. Man kann tausend Sachen an dieser Kamera konfigurieren aber die Rauschunterdrückung scheinbar nicht. Aber es muss gehen, nur wo? Schließlich finde ich den Menüpunkt „Langzeitbelichtung“ – das muss es sein. Wir schalten die Option ein und siehe da, nun führt die D2x eine Rauschunterdrückung durch. Danach sehen die Bilder signifikant besser aus. Hier habe ich ein Beispiel aus seinem neuen flickr-Account. Der winzige Typ der den Roque Chinchado anstrahlt bin ich 🙂

Spotlight on Pico del Teide - Nikon D2x

So fotografieren wir hier und da vor uns hin. Das Thermometer ist inzwischen drastisch gefallen und wir haben nur noch 3°C. Es bewahrheitet sich mal wieder meine alte Weisheit aus „Ansgar’s kleine Fotoschule – Fotografieren bei Nacht“, dass warme Kleidung wichtiger als eine teure Kamera ist.

Gegen 3h am Morgen haben wir fast drei Stunden lang in der Kälte fotografiert und meinem Leon fallen fast die Zehen ab. Er hat nur leichte Turnschuhe dabei, ich mit meinen dicken Socken und Wanderstiefeln bin besser ausgestattet. Weil der Himmel mit Wolken verhangen ist und wir die Milchstraße trotz der langen Wartezeit noch immer nicht sehen können, packen wir gegen 2h unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Rückweg zum Hotel.

Colorful Night @ El Teide - Nikon D800E & Nikkor 2,8/14-24mm

Heute nehme ich mitten in der Nacht wieder die steile Abkürzung direkt hinter der Forellenzucht in Aguamansa. Es geht extrem steil den Berg hinab aber so sparen wir mehrere Kilometer und echte viele Kurven! Als ich um 4h am Morgen in meinem Bett liege bin ich völlig fertig, aber überglücklich weil wir so einen schönen Tag auf Teneriffa verbringen durften.

Tag 13 – 23. Dezember – Zu Besuch bei Lucie

Als sich nur einige wenige Stunden nach unserer nächtlichen Fotosession mein Handy-Wecker meldet bin ich hundemüde. Aber wir haben uns für 13h mit unseren Freunden Karin und Wolfgang zum Essen verabredet. Damit es vorher noch zu einem Frühstück reicht müssen wir uns beeilen. Mein Leon schläft so tief und fest, er ist kaum wach zu bekommen. Als wir es endlich zum Frühstück geschafft haben ist es 10h und es das Buffett wird gerade abgebaut. Aber es ist noch reichlich da und wir können bei allerbestem Sonnenschein auf der Terrasse frühstücken.

Als wir um 13h beim Mirador Pedro eintreffen, sind Karin und Wolfgang nur zwei Wagenlängen hinter uns. Gemeinsam geht es zu einem Restaurant das hier derzeit als völliger Geheimtipp gehandelt wird, wir wollen zu „Lucie“.

Als wir schließlich bei Lucie eintreffen ist das Restaurant leider geschlossen, wir sind frustriert. Da haben wir extra gestern angerufen und gefragt ob heute geöffnet ist und dann haben wir eine falsche Auskunft bekommen. Gleich vor dem Hotel treffen wir zwei sehr gut durchtrainierte junge Wanderer aus Deutschland. Sie haben 500 Höhenmeter überwunden um hier zu Mittags zu essen und jetzt sind auch sie frustriert. Gemeinsam überlegen wir wo wir stattdessen essen könnten. Die Auswahl ist nicht wirklich groß und so landen wir schließlich wieder in der Finca San Juan die nur einige wenige Kilometer entfernt gelegen ist.

Dort gibt es alles was lecker ist und wir sind letztlich nicht wirklich traurig, dass bei Lucie heute geschlossen ist.

Gegen 17h sind wir in der Nähe des Hotels und entschließen uns schnell ein paar Getränke und Süßigkeiten im Einkaufszentrum auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn zu kaufen. Es ist ein typischer Männereinkauf und ich bin mir knapp 30 Euro dabei. Im Einkaufswagen haben wir mehrere Liter Mineralwasser, diverse Softdrinks, Bitter Lemon, Chips und etwas Obst, man(n) muss ja auf die Gesundheit achten 🙂

Fotografiert haben wir heute gar nichts, außer mit dem Smartphone. Der Grund warum wir in der Nacht die Milchstraße nicht sehen konnten ist uns heute klar geworden, wir haben seit heute eine sehr spezielle Wetterlage die man hier „Calima“ nennt. Dabei wird nach einem Sturm allerfeinster Sand aus der Sahara in Richtung Westen auf das Meer hinaus gewirbelt. Dieser Staub ist so unendlich fein, er schafft es locker bis nach Teneriffa. Und dort hängt er dann meist einige Tage lang über der Insel in der Luft bis der Wind und die Schwerkraft ihn dazu bewegen können sich im Meer und auf der Insel niederzuschlagen.

Bei dieser Wetterlage ich es rund um Teneriffa und die umliegenden Inseln, wie La Gomera, Gran Canara, La Palma usw. flächendeckend trüb. Man kann tagsüber die Sonne kaum sehen und häufig geht diese Wetterlage mit ungewöhnlich hohen Temperaturen einher. Für schöne Fotos ist das einfach nicht geeignet. Weil der Calima erfahrungsgemäß immer einige Tage anhält, werden wir in den nächsten Tagen leider auf schöne Sonnenuntergänge am Meer ebenso verzichten müssen wir auf den tollen Blick auf die Milchstraße. Wenn in vier Wochen wieder Neumond ist, könnte man einen neuerlichen Versuch wagen hier die Milchstraße eindrucksvoll zu fotografieren, aber dann werde ich längst zurück in Deutschland sein.

Under the Canarian Sky - Nikon D800E & 2,8/14-24mm

Den meisten Betrachtern von Fotos der Milchstraße ist gar nicht klar was es beutetet derartige Fotos aufzunehmen. Man hat nur an wenigen Tagen im Jahr die Chance sie wirklich klar zu sehen und an diesen Tagen müssen der Ort und das Wetter perfekt zusammen passen. Um ein wirklich gutes Foto des nächtlichen Sternenhimmels aufnehmen zu können braucht es also Glück, gute Planung, viel Zeit und eine geeignete Fotoausrüstung.

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Nikon D2x – Tipps für bessere Fotos

Manchmal ist es schon interessant wen man als Blogger und YouTuber mit seinen Artikeln und Videos erreicht. Wenn ich im Detail nachschaue wer meine Videos bei YouTube konsumiert, dann sind das meist Männer im Alter zwischen 45 und 54 Jahren. 14 Jahre alte Jungs sind da eher die Ausnahme und Frauen leider sowieso…

YouTube-Demografie

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Video die Nikon D800E mit verschiedenen anderen semiprofessionellen Kameras vergleichen. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, als sich kurz darauf der 14 Jahre alte Julian mir per E-Mail bei gemeldet hat um mir zu erzählen, dass er seine Nikon D7000 gegen eine Nikon  D2x eingetauscht hat. Im ersten Moment dachte ich nur „Urgs, hoffentlich habe ich mit diesem Video keinen Fehler gemacht und hoffentlich wird Julian mit der D2x auch glücklich!“

Aber warum sollte er das nicht? Wenn ich selbst „nur fotografieren will“ und vor der Wahl stünde meine D7000 oder meine D2x einzupacken, ich selbst würde immer die D2x mitnehmen. In der „echten Welt“ war im letzten Jahr dann doch oft die D7000 in der Fototasche, denn sie ist etwas universeller ausgestattet und kann auch Videos in FULL HD aufzeichnen. Da ich immer wieder viele kleine „Video-Schnipsel“ aufgenommen habe, war also die D7000 im Fotorucksack. Seit ich die D800E habe, nehme ich meist nur noch die D800E mit, weil sie einfach alles kann was ich mir wünsche.

Doch die Nikon D2x ist noch immer ein robustes gutes „Arbeitstier“ und man kann damit wirklich tolle Fotos machen. Ich habe hier mal ein paar Tipps aufgeschrieben mit denen man noch bessere Fotos erhält. Diese Tipps gelten natürlich auch für „fast“ alle anderen Kameras! Also aufgepasst und weitergelesen 🙂

Hier meine 10-Gebote für bessere Fotos:

  1. Bei jedem Bild über Bildgestaltung, Inhalt und Aussage nachdenken.
  2. Im RAW-Modus fotografieren
  3. Für Landschaften und Stills immer ein Stativ benutzen
  4. Wenn mit Stativ, dann ohne VR fotografieren
  5. Zusätzlich zum Stativ immer die Spiegelvorauslösung und den Okularverschluss benutzen
  6. Einen Kabelauslöser wie bspw. den Nikon MC-20 verwenden
  7. Alle billigen UV-Filter und Skylight-Filter an Angsthasen verschenken und statt dessen hochwertige vergütete Zirkular-Polfilter und Grauverlaufsfilter benutzen (B&W)
  8. Wenn möglich Belichtungsreihen aufnehmen (bspw. 3 Fotos mit 0.7 EV Unterschied)
  9. Falls möglich, Objektive mit wenigen Linsen verwenden, also Festbrennweiten
  10. Alle Objektive um 2-3 Stufen abblenden.
    1. 1.4er Objektive auf Blende 5.6
    2. 2.8er Objektive auf Blende 8
    3. 4.0er Objektive auf  Blende 8 – 11
    4. 5.6er Objektive auf Blende 11

Hat man alle diese Gebote beachtet, so steht man nach der Fototour vor der Herausforderung, das beste aus den gemachten Fotos herauszuholen. Damit die Sichtung der Bilder auf einem Windows PC schneller geht, kann man mit der D2x (und vielen anderen Kameras) immer zusätzlich zum RAW-Bild ein kleines stark komprimiertes JPG aufnehmen. Diese JPG-Bilder kann bspw. die Windows „Bild und Faxanzeige“ sehr schnell darstellen. So kann man schnell durch viele hundert Fotos navigieren und sich die besten Fotos für die Nachbearbeitung herauspicken.

Ich lege meist einen Unterordner mit dem Namen „Reworked“ an und speichere dort nach der RAW-Konvertierung alle Fotos als 16-Bit TIFF Datei. Zusätzlich erstelle ich meist für meinen BLOG eine kleine Version mit 1000 Pixeln Kantenlänge, das erledigt ein kleines Photoshop-Makro für mich. Diese kleinen Bilder verwende ich für meinen BLOG. Die großen TIFF-Dateien warten dann darauf, dass ich große Prints davon anfertige oder anderes damit mache.

Ganz wichtig:

Niemals die RAW-Dateien nach der Konvertierung löschen! Der Geschmack ändert sich und die Leistungsfähigkeit der RAW-Konverter steigt von Jahr zu Jahr. Nicht selten sehe ich heute Fotos die ich vor 10 Jahren gemacht habe und denke nur „Oh Gott wie konnte ich nur…“ Dann ist es sehr vorteilhaft, wenn man noch die RAW-Bilder hat und sie mit allen Kenntnissen und Erfahrungen die man neu dazu gewonnen hat erneut verarbeitet. Nicht selten entstehen dabei Fotos von deren Qualität man selbst überrascht ist!

Hier nun ein Foto das mir Julian per E-Mail zugeschickt hat in voller Größe – einfach anklicken…

Nikon D2x - Nikon AF-S VR 18-299mm

Bei diesem Foto stört mich etwas, dass man an den oberen Kanten „angeschnittene“ Baumstämme sieht. Das lässt sich ganz einfach mit einer trapez-förmigen Entzerrung in beheben. Viele Programme bieten dazu eine „Perspektiv-Korrektur“. In Photoshop CS5 kann man bspw. Strg+A, Strg+T drücken und ist dann im Modus „Transformieren“. Jetzt klickt man mit der rechten Maustaste in das Bild und wählte „Perspective“ oder „Perspektive“. Danach kann man das Bild an den Ecken mit dem Mauszeiger „greifen“ und es breiter oder schmaler ziehen. Das ist sehr praktisch um „stürzende Linien“ auszugleichen. Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst sieht es komisch aus.

Das Bild habe ich im JPG-Modus „bekommen“ und ich habe mich gefragt, wie man es ein wenig aufpeppen kann? Die Farben sind recht kühl und grundsätzlich korrekt. Trotzdem habe ich es via Strg+A und Strg+C in die Zwischenablage kopiert, dann mit Photoshop CS5 ein kräftiges „HDR-Toning“ durchgeführt und dann das Original-Foto via Strg+V als neue Ebene darüber gelegt. Über die Transparenz dieser Ebene kann man dann sehr schön regeln wie stark das Tonemapping letztlich ausfallen soll. Als nächsten Schritt habe ich via Strg+U den Dialog „Hue/Saturation“ oder auch „Farbton/Sättigung“ aufgerufen und die Sättigung der roten und gelben Bildelemente verstärkt. Dann habe ich im Dialog „Photo Filter“ den „Warming Filter (85)“ mit 25% Deckkraft (Voreinstellung) darüber gelegt. Zum Schluss habe ich die Helligkeit der Mitteltöne durch ganz leichtes Biegen der Gradationskurve (Strg+M) abgesenkt. Das Bild hat nun einen leicht violetten Farbstich. Dieser ließe sich ganz einfach korrigieren, aber gerade dieser Farbstich gefällt mir hier außergewöhnlich gut. Viele Fotografen setzen farbige Cokin-Filter ein um genau diesen Effekt zu erzielen. Hier hat er sich ganz nebenbei ergeben und es gefällt mir so wie es ist 🙂

Nikon D2x - Nikon AF-S VR 18-299mm

Weitere Tipps & Tricks für bessere Fotos habe ich hier für Euch zusammengestellt:

Meine Literaturtipps für alle die dazu lernen möchten und bessere Fotos machen wollen:

Hier findet Ihr weitere Fotos vom 14 Jahre alten Julian:

Nikon D2x – Im Land der Riesenbögen

Es war der Tag vor dem großen Sturz im Arches Nationalpark im Jahr 2010. Bewaffnet mit Nikon D300 und D2x ging es kreuz und quer durch diesen wunderbaren sehr weitläufigen Park. Viele Kilometer kann man dort wandern und selbst mit dem Auto ist man eine ganze Weile unterwegs um bis ans östliche Ende des Parks zu fahren. Fotografiert habe ich parallel mit der Nikon D300 mit AF-S VR 2.8/70-200mm und dem famosen AF-S 2.8/17-55mm an der Nikon D2x. Zwischendurch habe ich dann mal das Tokina AT-X PRO 4/12-24mm an die D300 montiert…

Alle Fotos sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken…

Nikon D300 - Arches National Park

Diese Location ist einzigartig und sie lädt immer wieder dazu ein die „Klassiker“ zu fotografieren die man aus der National Geographic oder der Galerie von Tom Till in Moab kennt.

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist ein Bild bei dem meine Freundin Sandra unter dem großen Bogen aus dem oberen Foto sitzt. Das Ding ist wirklich gewaltig und man hat Mühe sich vorzustellen, dass dieser Bogen einst eine Wand war und, dass er irgendwann so wie auch der Delcate Arch und seine Freunde einstürzen wird.

Nikon D300 - Arches National Park

Sehr interessant ist immer wieder der Größenvergleich der winzigen Menschen mit den Formationen dieser einzigartigen Landschaft.

Nikon D300 - Arches National Park

Diese Formation erinnert mich immer wieder an einen Zwerg der entspannt mit heraus gestecktem Bauch die Unterlippe vorschiebt.

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist meine Freundin Sandra unterwegs zum Double-O-Arch. Die Wanderwege sind übrigens nicht gesichert! Wer hier ausrutscht und ein paar Meter in die Tiefe stürzt kann sich schnell sehr schwer verletzen. Mein Freund Wolfgang hat dort vor einigen Jahren mit einer Videokamera hantiert und war so vertieft in seinen Film, dass er aus Versehen in ein recht großes Loch gefallen ist. Mit verstauchtem Knöchel musste er viele Kilometer zurück zu Auto humpeln und war danach mehr als eine Woche nicht in der Lage längere Strecken zu Fuß zu gehen. Diese Zeit hat er sich mit Bootsfahrten auf dem Colorado-River vertrieben – das hat auch seinen Reiz 🙂

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist eine Formation die aussieht wie ein Stückchen Schokoladenkuchen…

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ein Blick über das Castle Valley in Richtung La Sal Mountains. Dieses Gebirge ist im Frühjahr noch oft mit Schnee bedeckt und wer den wunderschönen Delicate Arch im Abendlicht fotografiert kann sich dann über verschneite Berge im Hintergrund freuen!

Hier eine Teil des Weges der mich zurück vom Double-O-Arch zum Parkplatz geführt hat.

Nikon D2x - Arches National Park

Hier der Landscape Arch, aus dem vor einigen Jahren einige große Felsbrocken abgestürzt sind. Nun ist der nur noch ein paar Meter dick und wird wohl sehr bald wie einige seiner „Kollegen“ vor ihm einstürzen. In einigen tausend Jahren wird ganz in der Nähe ein neuer Arch entstanden sein, aber das werden wir alle nicht mehr erleben 🙂

Nikon D2x - Arches National Park

Hier ein ganz besonderer Arch, der einen wunderbaren Blick in die Ferne ermöglicht. Ich habe an dieser Location mehrere Fotos gemacht, aber erst mit dem freundlichen älteren Herren als Maßstab funktioniert das Bild so wie ich es mir vorstelle.

Nikon D2x - Arches National Park

Auf dem Rückweg bin ich in ein schweres Unwetter geraten. Als der Regen überstanden war hingen bedrohlich schwere Wolken am Himmel. Meine beiden Nikons waren pitschnass, aber sie stecken das weg. Vor allem bei Objektiven wie dem AF-S 2.8/17-55mm ist die Konstruktion des Objektives für den Einsatz in rauer Umgebung ausgelegt. Ein kleines billiges „Kit-Objektiv“ hätte diesen krassen Regenguss sicher nicht unbeschadet überstanden 🙂

Nikon D2x - Arches National Park

Betrachtet man sich die JPG-Bilder die ich hier mit der D2x gemacht habe. so sind sie fast Schwarz-Weiß – zu heftig waren die Kontraste. Aber mit der einfachen billigen Software „Snapseed“ ließen sich noch erstaunlich viele Details sichtbar machen.

Nikon D2x - Arches National Park

Auch hier zeigt sich einmal mehr welche unglaublichen Reserven der RAW-Modus bietet.

Nikon D2x - Arches National Park

Fazit

Auch wenn die Bilder nun ein paar Jahre auf der Festplatte auf die Hintergrundbeleuchtung eurer Monitore gewartet haben, so zeigen sie doch immer noch einige Impressionen aus einem tollen weitläufigen Nationalpark. Dieser Park ist so groß, dass man dort schnell mal eine ganze Woche verbringen kann. Ich selbst habe dort nun etwa 10 Tage verbracht und habe letztlich das Gefühl, dass ich dort noch einmal hin muss weil ich noch immer nicht alles gesehen habe 🙂

Nikon D7000 versus D300 und D2x

Beim Schnitt meines Reviews zur Nikon D7000 sind wirklich viele Szenen der digitalen Schere zum Opfer gefallen. Ohne diese radikalen Kürzungen wäre das Video etwa 90 Minuten lang geworden und wer will sich so etwas schon anschauen? Aus den „Überbleibseln“ habe ich eben für Euch noch schnell eine kurze direkte Gegenüberstellung von D7000, D300 und D2x erstellt. Diesmal auch in total vollem Full HD. Wenn die Wiedergabe stottert, also entweder die Auflösung reduzieren oder eine Weile auf die „Pause“ drücken bis alles brav gepuffert ist.

Wenn Ihr noch Wünsche für weitere Videos habt, dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar unter diesen Artikel. Für die Nutzung der Kommentarfunktion ist übrigens keine Anmeldung notwendig!

Nikon D7000 versus D300 versus D2x

Einer meiner Facebook-Freunde hat mich vorgestern gebeten eine kleines Review zu Nikon D7000 zu machen. Da dieses Video ohnehin längst überfällig war habe ich mit einige DX Kameras und etwas Zubehör geschnappt und mich damit eine Weile vor meine Video-Kamera gestellt. Eigentlich sollte das Video nur etwas 15 Minuten dauert. Aber dann habe ich gequatscht und gequatscht und gequatscht…

Beim Videoschnitt mit dem neuen Magix Video Deluxe 2013 habe ich dann schon echt vieles weggeschnitten und trotzdem hat das Video wieder 52 Minuten. Na, vielleicht ist da aber auch gut so. Wer keine Zeit dafür hat dem sei gesagt

  • Die D7000 ist eine preiswerte leichte bärenstarke Kamera.
  • Die D300 fühlt sich etwas dicker und professioneller an, macht ähnlich gute Bilder, ist besser für die HDR-Fotografie zu gebrauchen und hat eine Schnellere Bildfolgezahl.
  • Im DX-Format mag ich die D2x noch immer fast am liebsten weil sie einfach eine echte Profimaschine ist. Macht man alles richtig, so sind die Ergebnisse auch mit der D2x ganz großartig.
  • D2x und D300 kosten auf dem Gebrauchtmarkt etwa genauso viel wie eine D7000. Wer keine Videos aufnehmen möchte und für wen sich die D7000 zu sehr nach „Mädchenkamera“ anfühlt, der hat also einige sehr gute Alternativen.
  • Wenn es doch ein wenig Video sein soll, dann könnte eine gebrauchte D300s auch interessant sein.
  • Die D2xs hat ein etwas besseres Display als die D2x, Softwaretechnisch sind sie völlig identisch.

So könnte eine Zusammenfassung des ersten Teils dieses Videos niedergeschrieben werden. Im zweiten Teil geht es um Blitzlichter und Objektive. Hier ist die Botschaft:

  • Es muss nicht immer teuer sein, auch mit Zubehör von Sigma & Co. kann man tolle Fotos machen.
  • Blitzen mit mehreren Blitzlichtern ist einfach und schwierig zugleich.
  • Wer keine große Softbox herumschleppen will, für den gibt es kleine leichte Alternativen.

Wie ist Eure Meinung zu diesen Kameras? Welche dieser drei Kameras gefällt Euch besser und warum ist das so?

Ich freue mich auf Eure Kommentare 🙂

Und für alle die sie noch nicht kennen, hier zwei Videos die ich mit der D7000 erstellt habe.