Faulenzen auf Teneriffa

Tag 3 – Herum gammeln auf der Finca San Juan

Die Wochen vor Reiseantritt waren teilweise stressig und so sind Sandra und ich froh, dass wir einfach mal bei schönem Wetter auf unserer kleinen fast menschenleeren Finca abhängen können. Außer uns sind noch Katja und Thomas aus Villingen-Schwennigen hier, also nur die „ganz kleine Besetzung“. Aber am Donnerstag wird sich das radikal ändern, denn dann ist die Finca „ausverkauft“. Derzeit geht es aber noch gemütlich zu und wir können uns vom neuen Koch Tomi und seiner Frau Sylvia alle kulinarischen Köstlichkeiten wünschen die uns in den Sinn kommen. Sandra darf sogar mal zum neuen Chefkoch in die Küche und gemeinsam mit ihm einen Topf Garbanzas kochen. Das ist ein kanarischer Kichererbseneintopt und der ist wirklich lecker!

So geht der Tag vorbei, ich wandere mit meiner Nikon D7000 ein wenig auf der Finca herum und nehme das eine oder andere kleine Video-Schnipselchen auf. Am Ende würde ich gern einen kleinen HD-Film über diese tolle Insel zusammen stellen. Mal sehen was daraus wird 🙂 Vorerst sammle ich einfach typische kanarische „Impressionen“, später werden wir dann sehen was sich draus zaubern lässt.

Tag 4 – Das defekte Auto

Bei der Ankunft habe ich noch frohlockt als ich am Flughafen Teneriffa Süd beim Cicar Büro den Zündschlüssel zu unserem Mietwagen entgegen nehmen durfte. 1511 Kilometer sollten auf dem Kilometerzähler stehen und das war tatsächlich nicht gelogen. Ein fast neuer Opel Astra, wie schön. Beim Verlassen des Flughafen-Geländes fiel mir dann eine blinkende Warnleuchte auf. Ein Batterie-Symbol blickt ständig. Hm, was das wohl bedeutet? Ob eine Sicherung durch ist? Aber das Auto fährt prima und so haben wir es ignoriert und sind geradewegs zur Finca San Juan gefahren.

Dort angekommen blinkt es immer noch. Auch als wir zwei Tage später zu Besuch bei Karin und Wolfgang sind, blinkt die Lampe immer noch. Sandra lässt das keine Ruhe und beim Frühstück drängt sie darauf, dass wir etwas unternehmen. Da mein Spanisch gerade mal für eine Bestellung im Restaurant ausreicht bitte ich unseren Küchenchef Tomi beim Cicar-Büro in Puerto de la Cruz anzurufen. Gern würden wir das Auto tauschen. Tomi ruft na und ich bin erstaunt, dass er Spanisch spricht als wäre es seine Muttersprache. Später erfahre ich, dass sie es auch ist 🙂 Die Dame am anderen Ende der Telefonleitung erklärt ihm, das dies ein bekanntes Problem ganz neuer Opels sei. Wir sollten die Polklemmen der Batterie nachziehen, dann wäre alles gut.

Als ich etwas später die Motorhaube öffne sind die Plastikabdeckungen der Batterie schon alle geöffnet. Irgendjemand hat da wohl schon nach dem Fehler gesucht. Aber ich kann auch nichts weiter erkennen, alle Kabel sind fest verschraubt, nicht wackelt oder scheint fehlerhaft zu sein. Hm, was tun? Tomi hat mir geraten direkt zur Avenida Generale oder so ähnlich zu fahren. In der Nähe des HiperDino in Puerto de La Cruz. Blöd ist, dass ich keine Karte dabei habe. Nach den vielen Reisen bin ich ein wenig „überheblich“ geworden und hatte daheim das Gefühl schon alles zu kennen. Doch dem ist nicht so, die Insel ist doch etwas größer. Keine Karte nirgendwo, nicht auf dem iPad, nicht auf dem Garmin Colorado, nicht auf dem Notebook. Blöd!

Ok, wir fahren trotzdem los, es ist schon 11h30 und ich rechne damit, dass um 13h das Büro verlassen sein wird – Mittagspause! Als wir in Puerto abkommen können wir ein Schild sehen auf dem etwas von „Rent-a-Car“ zu lesen ist, nur parken kann man dort nirgendwo. Nach mehreren frustrierenden Ehrenrunden beschließen wir zum Südflughafen zu fahren, dort haben wir das Auto abgeholt und dort wird das Büro besetzt sein.

Als wir eine Stunde später am Flughafen eintrudeln ist natürlich nichts besetzt. Hinter dem Cicar Büro stehen ein paar Flugbegleiterinnen und rauchen eine Zigarette, vielleicht ist da mehr als nur Tabak drin, keine Ahnung, sie scheinen sich jedenfalls hinter dem kleinen Häuschen zu verstecken. Nach einer Viertelstunde kommt dann ein Cicar-Mitarbeiter mit einem frisch gewaschenen Fahrzeug angefahren. Als er aussteigt frage ich ihn auf Englisch ob er uns helfen kann. Er setzt sich in unseren Astra, startet den Motor und sieht die blinkende rote Batterie-Warnleuchte. „No Problemo! It‘s a new car, no problemo!!!“ Okay, sein Wort in Gottes Ohr! Es kam also wie es immer kommt, niemand ist zuständig und man lässt die Kunden mit dem Mietwagen allein bis sie irgendwann die Notrufnummer wählen müssen. Ziemlich gefrustet und irgendwie auch leicht verärgert verlassen wir den Flughafen wieder. Was nun? Wir fahren mal zum Playa de las Americas. Dort angekommen scheint die Sonne und es sind auch nur ein paar Minuten zu fahren.

Sandra gefällt es an der Promenade richtig gut und als wir dann auch noch ein leckeres Mittagessen bekommen ist die Welt wieder in Ordnung. Grundsätzlich ist dieser Strand gar kein „schlechtes Pflaster“. Wer unkompliziert ein paar Tage Sonne tanken möchte kann sich eine Pauschalreise buchen, vom Flughafen hierhin mit dem Taxi fahren und einfach die vielen Restaurants und Geschäfte zu Fuß erkunden bis es wieder mit dem Taxi heimwärts geht. Unser Reiseansatz ist da deutlich teurer und aufwändiger.

Nachmittags brechen wir am „Playa de las Americas“ wieder auf, die Sonne scheint ohne Unterlass, am Himmel ist keine Wolke zu sehen. Bei sonnigen 25°C geht es in Richtung Arona hoch zum Pico del Teide, zum höchsten Berg Spaniens!

Die Serpentinen sind schier endlos. Wir fahren langsam, sonst wird uns beiden übel. Die rote Batterie-Kontrolleuchte blinkt derweil fleissig vor sich hin…

Als wir oben in den Canadas del Teide sind steht die Sonne schon sehr tief. Immer mal wieder halten wir an und ich nehme mit der Nikon D7000 und dem AF-S VR 16-85mm einige Video-Sequenzen auf. An einem Aussichtspunkt komme ich mit einem anderen Besucher ins Gespräch, er stammt aus Sri Lanka, ist Arzt und arbeitet in einem Krankenhaus. Es ist für ihn das erste Mal und er ist richtig überwältigt. Als er merkt, dass ich schon viele Male hier war beginnt ein kleines „Beratungsgespräch“. Wir unterhalten und über die besten Orte für das Fotografieren des Sonnenauf- und Untergangs. Später bekomme ich im Auto die Frage gestellt, ob ich mal wieder jemandem erklärt habe wo mal überall hin muss. Okay…

Zwei Stopps und etliche Höhenmeter später sind wir knapp oberhalb der dichten Wolkendecke oberhalb von La Orotava auf der Nordseite der Insel. Die Wolken sind so dicht, es sieht fast aus wie ein Meer, ein Wolkenmeer. Wir sind etwa 1200 Meter hoch, kurz darauf fahren wir in den Wolken hinein. Bei 900 Höhenmetern sind wir dann unterhalb der Wolkendecke. Es ist schlagartig etwas wärmer geworden, dafür ist es jetzt stockfinster.  Als wir an unserer Finca eintreffen ist das Abendessen schon fertig. Wir laufen direkt vom Auto ins Restaurant, was für ein Service.

Tag 5 – Sonnenuntergang am Punta de Teno

Am Morgen bin ich ziemlich zerknittert. Unser Bett steht mit der Kopfseite an einer Außenwand und hoch oben über unseren Köpfen ist ein Fenster das nicht wirklich dicht abschließt. Ist es draußen kalt und windig, so drückt der Wind die kalte Luft durch die Ritzen des Fensterrahmens und während man darunter schläft fällt einem regelrecht die kalte Luft ins Gesicht. Am Morgen danach habe ich Halsschmerzen und der Kopf dröhnt wie ein leeres Ölfass gegen das ein halbwüchsiger Skater mit seinen Sportschuhen tritt. Beim Frühstück wird es etwas besser und nach einer Ibuprophen geht es dann irgendwann recht gut. Ich lege mich ein wenig in die Sonne und genieße den Tag so gut es die Kopfschmerzen erlauben.

Später so gegen 14h machen wir uns auf den Weg nach Garachico. Dort gibt es viel zu sehen und ich würde dort gern ein wenig mit der D7000 filmen. Kaum angekommen sitzen wir schon in einem typisch kanarischen Restaurant und lassen es uns gut gehen. Nach dem Essen gibt es eine kleine Runde durch die Stadt, danach geht es weiter zum westlichsten Zipfel der Insel, zum Punta de Teno.

Als wir dort eintrudeln ist es kurz vor 18h. Die Sonne scheint noch hochzustehen, aber sie fällt wirklich schnell hinter La Gomera in das weite Meer. Bevor es passiert, klettere ich noch schnell auf einen der Aschehügel vor dem schicken Leuchtturm. Es gibt ein paar Fotos aus der D700 mit dem neuen AF-S VR 3/16-35mm. Dann schnell auf die andere Seite, mal schauen wie es dort aussieht. Kaum angekommen steht die Sonne schon wirklich tief. Ich stelle die D7000 mit dem famosen AF-S VR 16-85mm auf das neue kleine leichte Manfrotto Carbon-Stativ und lasse sie in voller HD-Auflösung vor sich hin filmen. Während dessen schieße ich mit der D700 und dem 16-35mm Bild um Bild. Es ist windig wie die Hölle und ich bin richtig außer Atem. Da geschieht plötzlich das unerwartete, eine heftige Windböe fegt mich fast ins Meer, aber ich kann mich noch halten. Ganz im Gegensatz zu meiner D7000 auf dem kleinen leichten Wanderstativ, als ich mich umschaue liegt sie in der Lava-Asche.

So ein Mist, ist noch alles heil? Ok, der Autofokus klappt noch das Objektiv hat nichts abbekommen, lediglich der Korpus der Kamera ist etwas verschrammt. Allerdings hat es die Schutzabdeckung des Displays voll erwischt. Sie ist total verschrammt. Aber egal, dafür ist sie da! Hauptsache es ist nicht mehr passiert!

Zwar sind alle Fotosachen versichert, aber mit 250 Euro Selbstbeteiligung! Gut, dass es glimpflich abgegangen ist, ansonsten hätte ich mich sehr geärgert!

Kurz drauf bin ich wirklich mutig und tausche in all dem Wind das Objektiv an der D700 gegen das SAMYANG MF 2.8/14mm aus. Damit gibt es anschließend eine ganze Reihe schöner Schüssen eines tollen Sonnenuntergangs über La Gomera. Leider wackelt das kleine leichte Stativ wie die Hölle. Wenn ich beim nächsten Mal hier bin, habe ich hoffentlich ein echtes „Männerstativ“ dabei. Ein Stativ kann gar nicht schwer genug sein. Leider schließen sich damit Stativ und lange Wanderungen irgendwie aus. Aber zum Punta de Teno kann man mit dem Auto fahren, fast bis ganz vorn zum Leuchtturm. Also kommt das etwas schwerere BENRO-Stativ morgen in den Kofferraum!

Später am Notebook fällt mir auf, dass auch die Videoaufnahmen durch den stürmischen Wind ziemlich krass verwackelt sind. Schade ist das, aber vielleicht kann man es mit iMovie noch ein wenig kompensieren, schauen wir mal…

Eine Stunde später sind wir dann zurück auf unserer Finca. Es gibt eine tolle Gemüsesuppe und Lamm Filets ins Rotwein-Sauce – der Wahnsinn! Zum Nachtisch ein Yoghurt-Zitronen-Mousse – großartig.

Morgen treffen wir uns dann um 9h beim Jardín Botanicò. Sandra geht gemeinsam mit Karin eine Runde reiten und ich werde zusammen mit „Wanderboss Heinz“ und seinen Freunden eine kleine Tour unternehmen. Dazu werde ich wohl die D7000 mit dem 16-85mm Objektiv einpacken. Mehr ist sicher zu schwer und sehr wahrscheinlich letztlich völlig überflüssig 🙂

Am nächsten Morgen

Endlich mal ohne Kopfschmerzen aufstehen! Sandra hat am Abend das Fenster über dem Bett mit einem Badetuch abgedichtet. Nun schläft es sich wirklich besser. Leider habe ich vergessen an meinem Telefon die neue Zeitzone einzustellen. Als ich abends den Wecker auf 7h gestellt habe, habe ich das natürlich nicht bedacht. Mein Schlaf ist so tief und so traumlos, dass ich nicht mitbekomme, dass Sandra um 6h aufspringt um im dunklen Wohnzimmer den Krachmacher zu suchen. Als sie eine Stunde später im Schlafzimmer das Licht anknipst ist sie wenig begeistert, was man verstehen kann – gähn…

Heute ist das Treffen mit „Wanderboss Heinz“ und seinen Freunden angesagt. Wir treffen uns um 9h am Botanischen Garten in Puerto de la Cruz. Da man nie genau weiss was diesen durchtrainierten Rentnern alles in den Sinn kommt habe ich diesmal nur die Nikon D7000 mit dem kleinen 16-85mm Objektiv dabei. Ok, da ist noch ein trockenes Hemd zum Wechseln und das Lunchpaket das uns Tomi am Vorabend zusammengestellt hat. Noch etwas zu trinken und schon ist aus dem Fotorucksack ein Wanderrucksack geworden 🙂

Nikon D7000 – Praxistest auf Teneriffa

Um 5h30 klingelt der Wecker, um 7h30 sind wir unterwegs zum Flughafen Köln-Bonn. Eigentlich will ich Sandra nur kurz am Terminal 2 absetzen, das Auto im P3 abstellen und dann gemeinsam mit ihr einchecken. Aber die Schalter von Air Berlin sind schon geöffnet. Alles klappt problemlos, 5 Minuten später haben wir schon unsere Bordkarten. Wenn das doch bei der Abreise auf Teneriffa auch mal so problemlos klappen würde…

Danach schnell das Auto parken, zu Fuß zurück zum Terminal 2 und ab zur Sicherheitskontrolle. Meinen Fotorucksack habe ich diesmal in meinem großen Koffer verstaut. Im Fotorucksack selbst sind Batterien und Ladegeräte, eben lauter Dinge die eher nicht geklaut werden und denen ein ordentlicher Stoß nicht viel ausmacht. Alle Fotosachen sind schön einzeln verpackt in einem neuen kleinen Hartschalenkoffer. Dieses Ding ist 50 x 40 x 25 cm groß, wiegt aber leider fast 16 Kilogramm! Bei der Sicherheitskontrolle ist mir daher nicht ganz wohl. Was, wenn der Koffer gewogen wird? Aber es klappt alles reibungslos. Meine dicken Wanderstiefel piepesten ganz ordentlich, darum kümmern sich die Sicherheitsleute ganz besonders ausführlich. Meine Fotosachen übersehen sie dabei irgendwie. Während ich die Schuhe wieder anziehe bin ich wirklich erleichtert. Endlich darf das riesige Nikon AF-S VR 4/200-400mm mal wieder mit auf Reisen!

Am Vorabend habe ich mit der Versicherung noch eine letzte E-Mail ausgetauscht. Nun ist auch alles was ich mitschleppe versichert, super!

Diesmal ist alles ganz und ganz digital. Leider mussten ein paar Sachen daheim bleiben. Im Kühlfach liegen noch etwa 30 Rollfilme Fuji Velvia 50, meine Rollei und die Hassis sind in der Nähe. Schade, ich hätte gern mal wieder mehr analog fotografiert. Aber wie soll ich Bilder mit der D7000 bzw. der D700 und allen neuen Objektiven für meinen BLOG machen, wenn ich sie nicht mitnehmen kann weil ansonsten zu befürchten ist, dass das Flugzeug wegen des Gewichts meiner vielen Fotosachen nicht starten kann 😦

Der Flug ist sehr kurzweilig, ich habe mein iPad II dabei. Im 64 GB großen Speicher finden sich Hangover II und eine Reihe anderer Filme. Diese habe ich am Vortag noch schnell auf dem MacBook konvertiert. Im Apple APP-Store gibt es dazu das Programm DVD-Ripper. Auf der Webseite der Programmierer gibt es das Programm DVD-Decrypter. Will man eine kopiergeschützte DVD auf ein iPad kopieren, startet man zunächst DVD-Decrypter, legt dann die DVD ein und kann sie Dann mit DVD-Ripper öffnen. Dann noch kurz auf Start klicken, eine Stunde warten und schon hat man eine etwa 1GB große MP4 Datei die man via iTunes auf das iPad kopieren kann. Dort sieht man zwar kein Cover, aber auch das läßt sich ändern!

Praktisch ist, dass es ein Preset für das iPad gibt. So ist alles ganz einfach und das Ergebnis wirklich überzeugend!

So vorbereitet gibt es also auf dem Flug erst einmal Hangover II und danach wenn Frozen. Alles sehr kurzweilige Unterhaltung ohne viel Tiefgang.

Nach 4 Stunden und 20 Minuten Flugzeit treffen wir am Flughafen Teneriffa Süd ein. Am Schalter von Cicar sind drei Mitarbeiter und nur zwei Kunden. Keine 5 Minuten später habe ich einen fast neuen Opel Astra, 1511 Kilometer sollen erst auf dem Tacho stehen, super!

Koffer rein und los. Etwa 100 Kilometer später trudeln wir auf der Finca San Juan auf der Nordseite Teneriffas ein. Der Schlüssel zu unserem kleinen Häuschen steckt schon. Schnell die Koffer hinein und auf zum Restaurant weiter oben. Jo begrüßt uns freudig, wir sind schon Stammgäste. Gleich lernen wir auch den neuen Koch und eine neue Mitarbeiterin kennen. 10 Minuten später gibt es kaltes Bier und dampfende Garbanzas, so kann eine Reise beginnen.

Später wird auf dem iPad kurz dieser Artikel geschrieben, dann heißt es Koffer auspacken und danach geht es ab ins große Einkaufszentrum bei Puerto de la Cruz. Alles was man für das Badezimmer braucht haben wir dabeisein gelassen. Das gibt es im Al Campo ganz preiswert und so vermeiden wir ggfs. teures Übergepäck.

Ab 19h gibt es ein Menü mit drei Gängen, war für ein schöner Auftakt für diese Reise. Um kurz nach 21h Ortzeit (in Deutschland ist es jetzt schon 22h) gibt es einen letzten Ramazotti auf Eis mit Zitrone, danach verabschieden wird uns von den beiden anderen Gästen. Auch der neue Koch hat jetzt nach fünfzehn Stunden Arbeitszeit endlich Feierabend.

Tag 2 – Zu Besuch bei Wolfgang und Karin

Als wir am nächsten Morgen aufwachen sind wir erholt und ausgeschlafen, die Kopfschmerzen des Vortages sind Geschichte. Wären wir Teil der Fernsehserie „LOST“ würde ich sagen „Das ist die Insel, sie will und begrüßen!“ Aber das sind wir nicht, ich bin nich Jack, Sandra ist nicht Kate und Sayid habe ich hier auch noch nicht gesehen. Also begrüßen wir unseren Koch und seine Frau. Es gibt Sekt, hausgemachtes dunkles Brot, original Bayrische Weisswurst mit Händelmayer Senf, deutschen Filterkaffee, uns geht es hier richtig gut!

Nach unserem ausgiebigen Frühstück mit allerlei Köstlichkeiten und einem Gläschen Sekt würde ich ja gern in der Sonne liegen, aber der Himmel ist heute bewölkt. Zwar zeigt das Thermometer 20°C, aber die Sonne versteckt sich hinter dicken Wolken. Also wandere ich ein wenig mit dem witzigen „Loreo Lens in a Cap“ und der Nikon D700 auf unserer kleinen Finca herum. Um 15h haben wir uns mit Wolfgang und Karin verabredet. Also schnell in den tollen neuen Opel und ab nach Santa Ursula. Nach all den Monaten tut es gut die beiden wieder zu sehen. Es gibt frischen Kaffee und selbst gebackene Kekse. Dabei sitzen wir auf der Terrasse oberhalb von La Orotava und schauen uns in der Ferne den Pico del Teide an. Leider lässt er sich heute kaum blicken, schade! Später gibt es eine kleine Wanderung durch das „deutsche Viertel“ von Puerto de la Cruz – La Paz. Gegen 18h verabschieden wir uns und düsen nach Los Realejos zum famosen Monasterio. Dort gibt es saftige Rump-Steaks mit Fritten und Salat. Dazu eine Cerveza und danach einen Ramazotti auf Eis, das Leben kann so schön sein.

Zurück an unserer Finca steht nur ein Auto auf dem Parkplatz, das sind die Zwei mit denen wir gestern zu Abend gegessen haben. Sie haben auch einen nagelneuen Opel Astra von Cicar. Das passt heute wirklich gut. Um 20h54 sind wir so müde, dass uns fast die Augen zufallen. Ok, noch schnell aufschreiben was wir heute gemacht haben, sonst ist es morgen schon wieder fast vergessen…

Okay, das war Tag 2 auf Teneriffa 2011 – wenig spektakulär aber durchaus erholsam. Viele Fotos habe ich mir der Nikon D7000 nicht nicht gemacht, aber das wird sich hoffentlich bald ändern 🙂 Gute Nacht!

Nikon D7000 – Praxistest auf Teneriffa 2011

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Der große Praxistest rückt näher, wie wird sich die neue Nikon D7000 auf Teneriffa schlagen. Im Gepäck sind alle Objektive die ich während der letzten Monate hier vorgestellt habe und zur „Reserve“ ist auch eine D700 dabei. Das Fotogepäck ist wieder einmal viel zu schwer und ich hoffe, dass es am Flughafen keinen Stress mit dem Handgepäck geben wird.

Während der kommenden Wochen werde ich hier immer mal wieder Eindrücke dieser tollen Insel posten und auch gleich dazuschreiben mit welcher Kamera und welchem Objektiv etc. das alles fotografiert ist. Zu Silvester gibt es dann auch ein paar Videos. Leider ist auf Teneriffa der Internetzugang immer noch etwas schwierig, für den Upload einiger Fotos reicht es so eben aus, für YouTube-Videos ist es einfach zu langsam und auch viel zu teuer.

Aber zu Silvester gibt es ja wieder ein gutes deutsches DSL  –> Deutsche-Super-Leitung…

Als kleiner Vorgeschmack hier einige Bilder die bei früheren Reisen auf  Teneriffa entstanden sind. Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken, dann sieht man sie etwas größer.

OS-X Lion unter Windows 7 – Teil II

Die heutige Lektion des Tages ist:

  • Wer OS-X Lion in einer virtualisierten Variante unter VMWare zum Laufen bekommen hat ist ein Held!
  • Wer in dieser vituellen Maschine die automatischen Updates aktiviert handelt grob fahrlässig!
  • Wenn genau dieses OS-X ein automatisches Update findet ist das blöd!
  • Wer versucht dieses Update einzuspielen ist dämlich!
  • Danach ist die virtuelle Maschine nämlich kaputt!
  • Wer noch eine Kopie dieser virtuellen OS-X Lion Maschine hat ist glücklich!
  • Wer keine Kopie mehr hat ist ein Idiot!

Ich kann mich glücklich schätzen, trotzdem komme ich mir vor wie ein Idiot…

Nun muss ich alles neu installieren was da schon drin war, denn mein Backup ist schon ziemlich alt. Und ich sehe damit nicht nur alt aus, ich fühle mich auch gerade so.

Asterix und Obelix würden mein aktuelles Gefühl etwa so ausdrücken: *&+%$§*#\@€&$§^°

Und die Moral von der Geschicht: Update Deinen Lion nicht.

Oder: Lass den Quatsch und nimm gleich einen echten Mac…

Nikon P7100 – Vignettierung korrigieren

Gestern habe ich eine E-Mail bekommen in der einer meiner Leser gefragt hat, ob die Vignettierung der Bildecken so wie im angehängten Beispiel-Foto normal sei. Zum Thema Vignettierung kann man sagen, dass grundsätzlich alle Objektive dazu neigen bei offener Blende einen entsprechenden „Fehler“ zu produzieren. Verkleinert man die Blendenöffnung, so nimmt die Vignettierung ab. Wirklich komplett verschwinden tut sie aber meist nicht. Es sei denn, man verwendet eine Kamera mit einem kleinen DX Chip in Verbindung mit einem Objektiv das für einen deutlich größeren Bildkreis gerechnet ist.

Also ein FX-Objektiv an einer DX-Kamera oder bspw. ein Hasselblad-Objektiv mit entsprechendem Adapter an einer FX-Kamera.

Womit wir schon beim Thema wären! Ich liebe meine Hasselblad Kameras, besonders die schrullige SWC (Super-Wide-Camera). Aber besonders bei der SWC ist die Randabschattung wirklich enorm. Daher habe ich eine ganze Weile experimentiert um herauszufinden, wie sich diese Vignettierung der SWC bei einem gescannten Dia oder Negativ korrigieren lässt.

Eigentlich ist es ganz einfach und so habe ich gestern schnell ein kleines Tutorial erstellt das zeigt, wie ich diese Vignettierung beim an die E-Mail angehängten Beispielfoto korrigiert habe. Beim „Probeschauen“ ist mir ein kleiner Fehler im Video aufgefallen: Das Foto ist mit einer Nikon P7100 und nicht, wie im Video gesagt, mit einer Nikon P7000 fotografiert worden. Ich hoffe Ihr könnt über diesen kleinen Fehler hinweg sehen.

Ok, nun aber endlich „Film ab“