USA-2014 – Tag 15 – Grand Teton National Park

Es ist Freitag der 16. Mai und es ist unser letzter Morgen in Cody Wyoming. Weil es am letzten Abend wegen der erschreckend weiten Wege im Yellowstone National Park wieder sehr spät geworden ist, schlafen wir lange aus und brauchen fast bis 11h bis wir endlich startklar sind. Bevor es losgeht verabschiede ich mich noch bei Petra vom Cody Cowboy Village. Sie gibt mir noch die E-Adresse des Motels und bietet an bei Fragen rund um das Reisen im Yellowstone National Park behilflich zu sein.

Falls jemand von Euch Fragen haben sollte, so kann er sich sicher auch an Petra wenden:

  • ccv@tctwest.net

Weil der Weg nach Moab in Utah landschaftlich sehr reizvoll aber auch sehr weit ist, haben wir uns entschlossen in Rock Springs / Wyoming einen Zwischenstopp einzulegen.

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Unsere Reise führt uns ein letztes Mal durch den wunderbaren Yellowstone National Park. Es liegt noch immer viel Schnee, aber es ist in den letzten Tagen bereits viel abgeschmolzen. Besonders in den Höhenlagen türmen sich die Schneemassen aber teilweise noch mehr als ca. 2 Meter hoch auf. Am Yellowstone Lake legen wir eine Pause ein. Der See ist nun schon teilweise eisfrei und die wunderbaren Wolken spiegeln sich sehr schön in der spiegelglatten Wasseroberfläche. Das ist doch ein Foto wert…

Mirror Lake #1 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Es geht weiter in Richtung Westen bis wir den Abzweig nach Süden zum Grand Teton National Park erreichen. Hier liegt fast kein Schnee mehr und wir sind guter Dinge, dass es auch sp bleiben wird. Aber dann steigt die Straße über viele Kilometer steil an und mit ihr die weißen Ränder links und rechts der Straße. Schließlich erreichen wir einen Pass der annähernd 3.000 Meter hoch ist. Kurz darauf kommt dann der wunderschöne verschneite Gebirgszug mit den Grand Tetons ins Bild. Als wir einen Abzweig zu einer kleinen Bucht sehen biege ich spontan nach rechts ab. Als ich wenig später an einem traumhaft schönen einsamen Strand stehe staune ich nicht schlecht wie sehr dieser Anblick doch dem berühmten Foto von Ansel Adams gleicht.

Es ist Zeit meine Nikon D800E und das AF-S 2,8/14-24mm auszupacken…

Mirror Lake #2 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Eigentlich ist das Licht eher bescheiden und wenn ich jetzt allein wäre würde ich sicher warten bis die Sonne hinter der Grand Tetons verschwindet und den Himmel (hoffentlich!!) wunderschön einfärbt. Aber ich ich bin jetzt in Begleitung und meiner Sandra will ich es nicht zumuten drei oder vielleicht auch vier Stunden auf ein einziges Foto zu warten. Also nehme ich Belichtungsreihen auf und schaue später am Abend was sich daraus zaubern lässt. Mit ziemlich viel Nacharbeit in Photoshop entsteht schließlich ein völlig surreales Abbild des Sees und der Grand Tetons. Es ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag es 🙂

Mirror Lake #3 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Besonders nach der Konvertierung mittels NIK Silver Efex macht es ein sehr gute Figur. Nun erinnert es mich schon fast an Ansel Adams 🙂

Grand Tetons in Ansel Adams Style

Als wir ins Rock Springs eintreffen ist es schon dunkel und die ersten Motels die wir ansteuern sind alle ausgebucht. Schließlich finden wir im Motel 8 ein einfaches aber zweckmäßiges Zimmer zum Preis von 64$ – also ca. 50 Euro. Dort werden noch schnell die Fotos des Tages auf Festplatten kopiert und dann geht auch schon das Licht aus.

USA-2014 – Tag 13 – Cody Wyoming

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Als ich vorgestern in den Abendstunden hier im Cody Cowboy Village eingecheckt habe, hat mir die sehr nette deutschsprachige Mitarbeiterin „Petra“ bereits einige Tipps für unseren Aufenthalt hier in Cody gegeben. Heute wollen wir es ganz ruhig angehen lassen und einige dieser Tipps ausprobieren. Nachdem wir ausschlafen haben geht es erst einmal zum Frühstück in die Stadtmitte. Dort gibt es bei „Granny’s Diner“ ein echt saugutes Frühstück. Danach geht es kurz in den Walmart und anschließend wieder zum Motel. Wir stellen unsere Einkäufe schnell in den Kühlschrank und machen uns zu Fuß auf den Weg zum „Old Trail Town“. Gleich hinter unserem Motel sitzt auch schon einer der vielen Hasen im Gras. Ich habe ausschließlich meine Panasonic GH3 samt 100-300mm Telezoom (Entspricht 200-600 im FX-Format) und ein 7-14mm Weitwinkelzoom (Entspricht 14-28mm im FX-Format) dabei. Bereits als ich den kleinen scheuen Hasen entdecke leistet das kleine leichte 100-300mm Zoom-Objektiv sehr gute Dienste.

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Am Old Trail Town angekommen lernen wir auch gleich den Besitzer kennen. Wegen des langen Winters ist noch nicht alles wieder korrekt aufgeräumt. Daher öffnet das kleine Freilicht-Museum offiziell erst morgen. Aber wir dürfen schon einige Fotos machen. Morgen kommen wir wieder und dann können wir alle Häuser auch von innen anschauen!

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Gegen Mittag streunen Sandra und ich etwas durch dieses niedliche kleine Örtchen und für mich ist heute wieder ein „Tag des gepflegten Knipsbildes“ – es ist „Snapshot-Day“.

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Am Nachmittag entschließen wir uns zu einem kleinen Ausflug auf der von Petra so sehr angepriesenen „South-Fork-Road“. Hier habe ich ein Bild aus Google-Earth. Die gelbe Linie ist die Route hinauf in den Yellowstone National Park. Die von mir rot markierte Route ist etwas das was wir heute gefahren sind. Kurz nach dem Ortsausgang habe ich meine Sandra das erste Mal mit dem großen Geländewagen fahren lassen. Erst wollte sie nicht so recht, aber etwas später scheint es ihr dann sogar Spaß zu machen dieses große schwarze Ungetüm zu bewegen.

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Die Ausläufer der South-Fork-Road führen irgendwann einfach ins Nichts. Die Straße ist dann zu Ende und man steht vor einigen wirklich sehr majestätischen Bergen. Heute sind sie sogar noch mit Schnee bedeckt. Außerdem geht bald die Sonne unter, so entsteht dann das folgende Foto. Es ist eine wirklich perfekte Wildnis die „normale“ Touristen so niemals zu sehen bekommen werden. (Einfach mal anklicken, dieses Foto ist recht groß).

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Zurück in Cody gibt es noch einen kurzen Stop beim Walmart. Während unserer Mittagspause habe ich eine kleine Flasche Jägermeister gekauft und dafür brauchen wir jetzt noch zwei stilechte kleine Gläschen. Im Walmart werde ich auch schnell fündig. Es gibt viele niedliche kleine Gläser mit Aufschriften wie „I Love Yellowstone“ usw. Da ist letztlich auch was dabei was zu meinem Geschmack ganz gut passt. Mit den kleinen Gläschen unter dem Arm geht es dann nach Nebenan ins Motel.

Morgen werden wir uns die Ecken des Yellowstone National Parks in denen wir noch gar nicht waren etwas genauer ansehen. Übermorgen werden wir dann auschecken und uns auf den langen Weg in Richtung Süden machen.

USA-2014 – Tag 11 – Yellowstone National Park

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Es ist der elfte Tag in den USA. Meine Sandra hat ihre erste Nacht in Las Vegas verbracht und wird heute nach Billings in Montana fliegen. Das ist wirklich weit weg im Nord-Osten und damit sie dort nicht allzu lange allein auf mich warten muss, soll es heute von Sun Valley in Idahoe nach Cody in Wyoming am östlichen Eingang des Yellowstone National Parks gehen.

Nachdem ich meine Sachen zusammen gepackt habe gebe ich kurz meine Zimmerschlüssel ab und mache mich auf den Weg. Von Lisa konnte ich mich leider nicht verabschieden weil die Rezeption heute mit einer anderen Kollegin besetzt ist. Bevor es aber so richtig losgeht, gibt es bei Angenie und Peter noch ein wirklich amerikanisches tolles Frühstück. Bei „Belgium Blueberry Waffels“ mit warmem Ahorn Sirup und „Scrambled Eggs“ lassen wir es uns gut gehen und unterhalten uns über die „Beauty Spots“ in Deutschland. Nach dem Frühstück schauen wir uns noch ein paar Fotos an und überlegen ob wir uns nicht vielleicht über Weihnachten auf Teneriffa treffen könnten. Ein wie ich finde wirklich großartiger Gedanke!!

Gegen 10h geht es dann mit dem großen Mietwagen zunächst in Richtung Süden. Nach etwa einer Stunde dann entlang der „Craters of the Moon“ weiter in Richtung Nord-Osten. Die Craters of the Moon sind wirklich ganz spannend. Dort sieht es aus wie am Fuße des Pico Viejo auf Teneriffa der zuletzt vor etwa 100 Jahren ausgebrochen ist. Hier in Idahoe hätte ich derartig gewaltige Lava Felder nicht erwartet.

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Als Route habe ich mir den südlichen Eingang des Yellowstone ausgesucht und möchte so ganz nebenbei noch den Grand Teton Nationalpark besuchen. Aber als die Grand Tetons bereits als zum Greifen nahe erscheinen ist die Straße irgendwann einfach zu Ende. Vor mir liegt eine fast einen Meter hohe Schneedecke, hier komme ich nicht weiter. Zähneknirschend geht es fast eine Stunde lang wieder zurück. Über den westlichen Eingang ist der Yellowstone National Park dann erreichbar. Zwischendurch halte ich immer mal wieder an und mache Fotos von Büffeln, Rehen und allerlei anderem Getier.

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Mit Beginn der Dämmerung erreiche ich den Bill Cody Staudamm. Bill Cody ist den meisten Deutschen eher als Buffalo Bill bekannt. Und da er hier eine echte Größe war und bis heute ist, gibt es im nach ihm benannten Örtchen Cody etliche Bill Cody Museen, Cowboy Bars und vieles mehr. Ich fahre zweimal hin und her und entschließe mich schließlich im Cody Cowboy Village Inn einzuchecken.

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An der Rezeption ist es ganz witzig, ich werde innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde als deutscher Tourist enttarnt und somit können Petra und ich ja auch Deutsch sprechen. 🙂 Ich bin wirklich überrascht und freue mich sehr über die vielen Tipps die sie auf Lager hat. Später am Abend trifft meine Sandra dann auch in Billings Montana ein. Somit kann ich ganz entspannt in meinem extrem urigen allein stehenden Holzhaus einschlafen.

Das Cody Cowboy Village Inn ist ein sehr neues Motel und die gesamte Anlage ist extrem gut gepflegt und in hervorragendem Zustand. Alles wirkt als wäre es nagelneu und in den kleinen Holzhäusern geht es hell und freundlich zu. Auf der Tapete im Bad sind Cowboy-Hüte und Cowboy-Stiefel zu sehen. Selbst der Fuß einer Lampe wurde aus einem alten Cowboy-Stiefel gefertigt. Das ist das Amerika das meiner Sandra sicher sehr gut gefallen wird.

Am nächsten Morgen geht es mir ziemlich gut und ich fühle mich erholt und ausgeruht. Schnell diesen Artikel schrieben und dann mache ich mich gleich selbst auf den Weg nach Billings um meine Sandra dort einzusammeln. Danach schauen wir mal was es im Yellowstone National Park alles zu sehen gibt.

In einigen Tagen wollen wir dann weiter nach Moab. Später stehen dann noch Monument Valley, Page, Grand Canyon und zum Abschluss wieder Las Vegas auf dem Programm. Es bleibt spannend 🙂

USA-2014 – Tag 10 – Relaxing in Sun Valley

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Eigentlich gibt es von heute nicht viel zu berichten, jedenfalls nicht im Bezug auf die Fotografie…

Am Morgen werde ich irgendwann von der Sonne geweckt, ich habe tatsächlich solange geschlafen wie es nur ging 🙂 Als mich dann die Sonne endlich wach gekitzelt hat mache ich es mir mit dem Mac im Bett gemütlich und suche in Ruhe einige Fotos für die noch ausstehenden Artikel zu den beiden vergangenen Tagen aus. Irgendwann klingelt das Telefon und ich werde vom Zimmermädchen gefragt ob sie mein Zimmer heute nicht aufräumen soll: „Ok, please give me 10 minutes…“ Ein paar Minuten später sitze ich dann auch mit meinem Mac unten in der Lobby des Hotels und schreibe meine Artikel bevor ich vergesse habe was ich an diesen Tagen alles erlebt habe. Irgendwann komme ich wieder mit der unglaublich netten Lady an der Rezeption ins Gespräch. Am Ende unseres Gespräches habe ich eine neue Facebook Freundin und kann nun mit Lisa in Kontakt bleiben.

Thank you Lisa!

Um den Text etwas aufzulockern habe ich hier ein Foto das am Ende meines nächtlichen Shoppings in den Alabama Hills beim Mobius Arch entstanden ist. Hier sieht man sehr schön wie die Sonne über Lone Pine aufgeht, was für ein wunderbares Schauspiel das doch ist und zudem noch völlig kostenlos!

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Als mich gegen Nachmittag der Hunger quält schreibe ich Angenie eine SMS und kurz drauf treffen wir uns schon im Restaurant gleich neben dem Hotel. Chris kommt auch noch kurz dazu, es ist schön ihn noch einmal zu treffen, wer weiß wann ich das nächste Mal hier sein kann?

Nach dem Essen verabreden wir uns für den Abend. Es ist Muttertag und alle Restaurants werden weitgehend ausgebucht sein. Aber Angenie will ein Restaurant für uns finden. Ich mache es mir derweil im Hotel erneut gemütlich und schreibe meinen letzten Artikel zu Ende. Während ich schreibe und die nächsten Tag plane läuft ein paar Meter weiter eine Waschmaschine. Für 1,75$ kann man eine Ladung Wäsche waschen, der Trockner kostet ebenfalls 1,75$. Für nochmals 1,50$ bekommt man ein kleines Päckchen Waschpulver aus einem Automaten der zwischen der Eismaschine und dem Getränkeautomaten aufgestellt ist.

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So wohl die Waschmaschine als auch der Trockner sind robuste Profimaschinen die ihre Arbeit in kürzester Zeit verrichten. So kann ich sogar weiße und farbige Wäsche getrennt waschen und trocknen und bin trotz allem noch vor dem Abendessen fertig 🙂

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Später am Abend treffen wir uns in einem tollen Restaurant mit wirklich gutem Essen und einem sehr gepflegten Ambiente. Sun Valley ist wirklich eine kleine Perle unter den amerikanischen Städten und ich kann gut verstehen warum Stars wie Bruce Willis und Jami Lee Curtis hier gewohnt haben oder noch wohnen. Nach dem Essen schreibe ich noch schnell diese Zeilen und dann geht es auch gleich ins Bett, es ist schon wieder deutlich nach Mitternacht.

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Hier habe ich noch ein Foto meines ersten Frühstücks nach der Ankunft in Sun Valley vor zwei Tagen. Das sieht nicht nur lecker aus, das war es auch 🙂

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Eben habe ich noch ein SMS meiner Sandra erhalten, sie ist heil und wohlbehalten in Las Vegas angekommen und verbringt jetzt eine Nacht im Hooters, bevor sie morgen nach Billings in Montana fliegen wird. Ich werde morgen eine letztes Mal mit Angenie und Peter frühstücken und mich dann auf den Weg zum Yellowstone Nationalpark machen. Auf der östlichen Seite gibt es das Örtchen Cody, dort werde ich versuchen ein Zimmer für 2-3 Tage zu finden, das Sandra und ich als Stützpunkt für unsere Besuche im Yellowstone Nationalpark nutzen können. Nachdem ich dort eingecheckt habe werde ich Sandra in Billings abholen.

Es bleibt spannend 🙂

USA-2014 – Tag 9 – Sightseeing in Idahoe

Es ist mein erster „richtiger“ Tag in Idahoe und als das Telefon klingelt stecke ich noch ganz tief in meinen Träumen. Dementsprechend fällt es mir schwer ein halbwegs sinnvolles Englisch zu sprechen. Aber am anderen Ende ist Angenie und sie gibt sich alle Mühe herauszuhören was ich eigentlich sagen möchte. Alles fängt damit an, dass ich das Gefühl habe in einer falschen Zeitzone gelandet zu sein. Und das ist tatsächlich richtig! Unterwegs habe ich am Vortag ein Hinweisschild am Straßenrand gesehen „Mountain Time – Timezone“ war darauf zu lesen. Also verständige ich mich mit Angenie zunächst darauf welche Uhrzeit eigentlich korrekt ist. Mein iPad war am Abend noch online und hat schon die „richtige“ Zeit. Man Handy ist noch eine Stunde zurück und mein Notebook hat es auch schon kapiert, was für ein Durcheinander…

Ziemlich genau 60 Minuten später treffen wir uns in der Lobby des Hotels. Danach geht es zu einem sehr urigen Restaurant in dem es ein sehr gutes Frühstück gibt. Nach dem Frühstück geht es zum Haus von Angenie und Peter. Weil beide sehr sportlich und sehr aktiv sind, haben sie sehr detailliertes Kartenmaterial der näheren und ferneren Umgebung. Gemeinsam überlegen wir welche Erkundungstour für den Anfang die beste wäre. Es soll viel zu sehen geben, das Fahren soll Spaß machen und es soll nicht zu kurz und auch nicht zu lang sein. Letztlich entschließe ich mich zu dieser Route:

Idahoe-Roundtrip

 

Kurz nach dem Start passiere ich das Sun Valley Resort, ein wirklich edles Hotel das sicher nicht ganz preiswert ist. Mein Weg führt mich vorbei am Hyndman Peak auf einer zunächst sehr gut asphaltierten Straße. Nach ein paar Kilometern geht diese Straße in eine sehr gute befahrbare Schotterpiste (Gravel Road) über. Es ist kalt und windig und das leichte Schneetreiben lädt nicht gerade dazu ein weiter Wanderungen zu machen um tolle Fotolocations zu finden. Aber auch entlang der Straße gibt es immer wieder eine tolle Aussicht auf verschneite Gebirgszüge. Weil das Wetter für „normale“ Fotografie nur wenig hergibt, fotografiere ich an diesem Tag fast ausschließlich mit der kleinen Nikon 1 V1 die ich mir vor einigen Wochen auf Infrarot 700nm habe umrüsten lassen.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #9 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #11 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Immer wieder gibt es kleine lohnende Abzweige und mit meinem gewaltigen Geländewagen muss ich mir keine Sorgen machen irgendwo nicht durchzukommen. Lediglich schlammige Passagen sollte man meide wie die Pest. Der Schlamm setzt sich in kürzester Zeit in das Profil der Reifen und dann geht nichts mehr! Hier ist also allergrößte Vorsicht geboten!!

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #8 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #7 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #6 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Das Ende der Off-Road Piste führt mich an den östlichsten Punkt meiner Reise. Bis hierhin war ich fast zwei Stunden unterwegs. Nun geht es auf einer sehr gut ausgebauten Straße in Richtung Norden.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #1 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #5 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Auch hier muss ich immer wieder anhalten weil kleine aber feine Motive den Wegesrand säumen.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #4 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Schließlich lande ich in Stanley. Ein wirklich schöner kleiner Ort hoch oben und den Bergen direkt am beeindruckenden Salmon River gelegen. Ich halte kurz an um ein Foto zu machen, als ich danach so richtig auf das Gaspedal treten möchte, entdecke ich gut getarnt hinter einigen Sträuchern einen örtlichen Polizeiwagen. Er ist besetzt und die der Polizist grüßt zurück als ich freundlich die Hand hebe! Nur gut, dass mich der Übermut nicht verleiteten konnte hier zu schnell zu fahren…

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #3 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Unterwegs halte ich immer wieder an und schaue mal was sich am Ende einiger schmaler Feldwege verbirgt. Ich finde nichts außergewöhnliches und so geht es stets unverrichteter Dinge wieder zurück.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #2 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Auf dem letzten Teilstück das mich wieder in Richtung Süden führt halte ich rechts der Passstraße an und genieße das gewaltige Panorama. Was für ein tolles Land dies doch ist. Kaum bin ich hier und schon bin ich hingerissen von der wilden Schönheit dieser weitläufigen Bergwelt.

Idaoe see through a 700nm Low-Pass Filter #10 - Nikon 1 V1 & 6,7-13mm

Kurz darauf kommt mit auf der Straße ein ganz seltsamer Vogel entgegen. Er schlägt wie wild mit den Flügeln und ich fühle mich spontan an die „Start-Szene“ aus dem Disney Film „Bernhard & Bianca“ erinnert. Schließlich hebt er doch noch ab, landet aber gleich neben der Straße wieder. Weite Strecken scheinen nicht sein Ding zu sein. Weil ich hier sowieso den ganzen Tag allein unterwegs bin trete ich voll auf die Bremse, greife nach hinten und schnappe mit meine Panasonic GH3 mit dem bereits angesetzten 100-300mm Telezoom. Der schnelle Serienbild-Modus und die intelligente Automatik sind bereits eingestellt und so gelingen einige schöne Aufnahmen dieses seltsamen Tieres das mich ein wenig an unsere Graureiher erinnert.

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

Wie aus dem Nichts taucht plötzlich ein weiterer Vierbeiner auf. Es sieht aus wie eine Mischung aus Hirsch und Antilope, keine Ahnung was es wirklich ist. Aber nachdem er mich entdeckt hat macht Er (oder Sie?) einige schnelle Sprünge zur Seite um mich danach aus sicherer Distanz zu mustern.

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

What's the name of this animal? - Panasonic GH3 & 100-300mm

Ein paar Minuten zu spät treffe ich schließlich am Abend wieder bei Angenie und Peter ein. Sie haben gekocht und ihre Freunde Peggy und Chris sind auch zu Besuch. Peggy und Chris haben eine Weile in Alaska gelebt. Irgendwann ist es ihnen dort wahrscheinlich zu kalt geworden und nun wohnen sie in Idahoe. Hier gibt es auch viel Schnee, aber die Winter sind deutlich kürzer und die Sommer länger und sicher deutlich freundlicher. Bis in die Nacht hinein unterhalten wir uns, schauen Fotos und überlegen gemeinsam welche Reisen als nächstes kommen könnten.

Zurück im Hotel bin ich rundum glücklich und schlafe auch sehr schnell ein. Mein Jet-Lag ist nun vollständig vergessen…