Fotoschule – Teil 4 – Objektive

Autumn Colors #2 - Nikon 1 V2

(Beispiel-Foto: Nikon 1V2 mit AF-S 1,2/32mm und zwei ‚gekreuzten‘ Polfiltern)

Im vierten Teil meiner kleinen Fotoschule geht es um das richtige Objektiv und irgendwie auch um die passende Kamera. Dabei muss die Kamera nicht nur zum Objektiv passen und umgekehrt, es muss beides auch zum persönlichen Geldbeutel passen. Was nutzt eine sündhaft teure Profikamera wenn man anschließend nächtelang bei eBay nach dem ultimativen Objektiv-Schnäppchen suchen muss?

Mein Rat:

  • Think BIG start small

Also, bedenkt beim Kauf Eurer Kamera die Folgekosten!

Hier ein Rechenbeispiel für ein High-End Ausrüstung im DX-Format:

  1. Nikon D7100: 1049,- Euro
  2. Nikon AF-S DX 2.8/17-55mm: 1146,- Euro
  3. Nikon AF-S VR FX 2.8/70-200mm: 1829,- Euro
  4. Nikon AF-S DX 10-24mm: 749,- Euro
  5. Nikon TC-17E II: 453,- Euro
  6. Nikon AF-S DX 2.8/40mm Macro: 210,- Euro
  7. Nikon AF-S DX 1.8/35mm: 163,- Euro
  8. Nikon SB-910: 369,- Euro
  9. Vanguard Alta Pro 263 AGH: 180,- Euro
  10. Vanguard Skyborne 53: 217,- Euro
  11. B&W Polfilter 77mm: 115,- Euro
  12. B&W Graufilter 77mm: 128,- Euro
  13. ML-L3 Infrarot Auslöser: 14,50 Euro
  14. HOYA Infrarot-Filter 77mm: 108,- Euro
  15. Filteradapter 49-77mm: 15,- Euro

SUMME: 6.745,50 Euro

In dieser Liste sind noch keine Cokin-Filter, Speicherkarten, externe Festplatten, Zusatzakkus usw. enthalten und trotzdem liegen wir bei fast 7.000 Euro. Wer nun wirklich Geld sparen will, der kann statt des 2.8/70-200mm ggfs. das AF-S DX 55-300mm aus dem folgenden Video kaufen. Statt des 10-24mm könnte man auch das sehr gute Tokina ATX 110-17mm nehmen. Das 2.8/17-55 könnte ggfs. durch das AF-S VR DX 16-85mm ersetzt werden.

Durch die Wahl dieser Objektive lässt sich der Gesamtpreis für eine hochwertige Fotoausrüstung im DX-Format um ca. 2.500 Euro senken und dies bei geringen Einbußen in der Bildqualität. Wer sich für eine solche Variante entscheidet sollte schauen welches Objektiv den größten Filterdurchmesser hat und sich daran orientieren, so kann man nochmals etwas Geld sparen.

Wie man sich aber auch dreht und wendet, es bleibt einfach sehr teuer!

In der Welt der Nikon 1 J2 scheint dagegen aktuell die Sonne, hier bekommt man für unter 1.000 Euro eine Kamera, mit 2 Akkus, 4 Objektiven, Blitzlicht, Filtern und Fototasche.

Wer das Pendant zur oben genannten DX-Ausrüstung im FX-Format auf Basis der Nikon D800 mit hochwertigen Objektiven erwerben will, der liegt sehr schnell bei deutlich über 10.000 Euro für eine komplette Ausrüstung. Hier sollte man in jedem Fall zwischen Kosten und Nutzen abwägen. Was nutzt eine solche Ausrüstung, wenn der ungeliebte Nachbar von der anderen Straßenseite mit seiner Nikon D7000 und dem 18-200mm „Deppenzoom“ 8 Wochen lang durch Australien tourt, während Ihr daheim im kalten Deutschland Überstunden schiebt um euch das neueste High-End Objektiv leisten zu können?

All dies und noch viel mehr ist heute das Thema im vierten Teil meiner kleinen Fotoschule:

Fotoschule – Teil 3

Aktuell geht es Schlag auf Schlag – kaum ist Teil 2 von „Ansgar’s kleine Fotoschule“ fertig, da habe ich schon den dritten Teil für Euch 🙂

Hier habe ich ein Fotos das ich eben mit der Nikon 1 V2 und dem tollen Nikon  AF-S 1.2/32mm von der Nikon 1 V1 gemacht habe. Mit der Nikon 1 V1 und dem hier gezeigten Sigma EX DC 1,4/35mm habe ich in Verbindung mit dem Nikon FT-1 Adapter das aktuelle Video aufgenommen. Die großartige Nikon D800E steht nur als Dekoration im Hintergrund. Das liegt daran, dass die Nikon 1 einfach so wunderbare Fotos und Videos liefert.

Nie zuvor habe ich ein Kamerasystem derartig unterschätzt. Wäre sie nicht in den letzten Monaten so stark im Preis gefallen, ich würde mich wohl noch immer mit vielen schweren Objektiven und der Nikon D800E abschleppen. Aktuell bin ich mit der Nikon 1 V2 und dem AF-S 1,2/32mm wirklich ziemlich glücklich.

Nikon 1 V1 & FT1 & Sigma EX DC 1.4/35mm

Hier habe ich mal die ganzen kleinen Kartons abgelichtet. Ihr könnt schon sehen, ich habe mir inzwischen fast das gesamte Programm zusammengekauft. Aktuell bin ich wirklich sehr gespannt was die Nikon 1 V3 bringen wird 🙂

LEGO was Yesterday...

Hier habe ich das Beispielfoto aus dem obigen Video für Euch in voller Auflösung bei flickr.com hochgeladen. Schaut es mal in Originalgröße an und fragt Euch ganz kritisch ob Ihr dieses Ergebnis einer billigen kleinen Kamera mit einem Sensor im CX Format zugetraut hättet?

Nikon 1 V2 & Nikkor 1.8/18.5mm - Full Resolution - Sample

Wer eine Kamera sucht um Fotos für eBay Aktionen und ein paar Urlaubsbilder aufzunehmen, der ist mit den Kameras und Objektiven des Nikon 1 Systems wirklich gut bedient.  In den kommenden Woche werde ich mich in einem speziellen Video eingehend den einzelnen Kameras und Zubehörteilen dieses wehre coolen Systems widmen.

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback zu diesem Video. Wer mag darf natürlich gern den YouTube-Daumen nach oben drücken oder diesen Artikel oder das Video bei Facebook oder Google+ teilen 🙂

Fotoschule – Teil 2

Und da haben wir schon den zweiten Teil meiner kleinen Fotoschule. Diesmal wird das Thema BLENDE – ZEIT – ISO so einfach und anschaulich wie irgend möglich erläutert. Beim Dreh musste ich alles geben! Nach der ersten Hälfte hat wieder der Akku meiner Nikon 1V1 schlapp gemacht, ich hatte ihn seit Teil 1 nicht aufgeladen… Also habe ich die „Bierszene“ mit der Nikon 1 V2 gefilmt, dabei aber versehentlich nicht den richtigen Fokuspunkt gefunden und erst später beim Schnitt bemerkt, dass diese Szene total unscharf ist. Also musste ich noch eine Flasche Bier auf EX trinken – hicks…

Voller Hoffnung ging es danach an den zweiten Anlauf. Doch diesmal war der Ton teilweise so stark übersteuert, dass man es sich eigentlich nicht anhören konnte. Inzwischen war der Akku für die Nikon 1V1 wieder etwas aufgeladen und so konnte ich Versuch #3 starten. Objektiv, Speicherkarte, alles zurück und Take #3 starten. Hier das Desaster, beim Versuch die drei Gläser Bier auf EX zu trinken habe ich mich verschluckt. Man war das ein Gehustete und der Schaum lief mir fast aus der Nase…

30 Minuten später hatte ich mich endlich etwas gesammelt, war aber nun schon leicht begetrunken. Doch für meine Leser und Zuschauer gebe ich alles und so ist Take #4 auch endlich geglückt.

Beim Export des Videos gab es schließlich um kurz nach Mitternacht die gleiche Fehlermeldung wie beim Video zuvor – Arg..

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.09.00

Also habe ich es wie beim letzten Mal versucht, alle Vorschau-Dateien (Render-Files) zu löschen und los gehts…

Doch dann wieder ein Fehler, langsam aber sicher kriege ich die Krätze…

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.18.52

Das letzte Update von Final Cut Pro X hat einen echt fiesen Mistfehler eingeschleppt! Was ist zu tun, ich bin leicht angetrunken, hundemüde und für diese ganze Videonummer fällt mir nur noch das Wörtchen „Rotz“ ein. Aber egal, ich will es irgendwie hinbekommen… Also drücke ich Command + A um alle Videoschnipsel gleichzeitig zu markieren, danach erstelle ich daraus einen neuen zusammengesetzten Clip. Nach ein paar Minuten ist dieser fertig und in ein neues Projekt eingefügt. Erneut starte ich den Export und irgendwann um kurz vor 1h in der Nacht klappt es dann endlich – das Leben als YouTuber ist manchmal mehr als grausam…

Der Upload erfolgt über Nacht und am nächsten Morgen ist es schon online und mein YouTube-Hater hat mir auch schon den „Daumen nach unten“ gegeben – wow… Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust diese negative Bewertungen zu kompensieren und den Daumen nach oben zu drücken, ich würde mich sehr freuen 🙂

 

 

Nik Color Efex Pro – Teil 3

Nikon D800E - SAMYANG 2.8/14mm

(Foto aus dem Beispiel-Video – Anklicken für HD-Auflösung)

In den beiden letzten Artikeln habe ich Euch bereits einige Features der Bildbearbeitungsprogramme NIK Color Efex und NIK HDR Efex vorgestellt. Gestern hatte ich zu fortgeschrittener Stunde endlich die Möglichkeit meine neue Hauppauge HD-PVR2 auszupacken und zwischen mein Apple TV und meinen Fernseher zu hängen. Die Verkabelung ist recht einfach. Vom HDMI-Ausgang des Apple-TV geht es in den HDMI-Eingang der HD-PVR2. Von dort dann mit einem zweiten HDMI Kabel direkt in den Fernseher. Die Hauppauge HD-PVR2 hat noch einen USB-Anschluß. Dort wird ein recht langes USB-Kabel eingesteckt über das das Video-Signal aufgenommen werden kann.

Für die Aufnahme gibt es vom Hersteller sogar eine Software die auf meinem MacBook Pro sehr gut funktioniert. Um für einen ersten Test ein Signal zu haben das sich via HD-PVR2 aufzeichnen lässt, habe ich einfach bei einem neuen MacBook das Airplay via Apple-TV aktiviert. Das MacBook kann man so konfigurieren, dass es automatisch die Auflösung des Fernsehers übernimmt. So hatte ich ein schönes FULL HD Signal, das ich gleich wieder mit dem Notebook aufgenommen habe das dieses Signal eigentlich produziert hat.

Das war gewissermaßen „von hinten durch das Auge geschossen“ – aber es sollte ja auch nur ein kleiner Test sein. Beim Anschauen des Test-Videos kam mir dann die Idee, daraus ein kleines Tutorial zu machen. Final Cut Pro X war gerade frisch installiert und so konnte ich gleich schauen wie sich diese Software mit dem extrem hochauflösenden Retina-Display (2880 x 1800 Pixel) schlägt. Die Tonspur habe ich übrigens mit meinem t.bone USB Mikrofon aufgenommen. Hier habe ich einen Screenshot der Video-Bearbeitungssoftware in voller Retina-Auflösung – das ist schon cool! (Einfach anklicken…)

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 00.03.21

Hier nun das fertige YouTube-Video in voller HD-Auflösung:

Sowohl Photoshop CS6, als auch die Tools der NIK Collection und Final Cut Pro X funktionieren mit dem Retina Display wirklich gut. Überraschend gut funktioniert auch die Skalierung des Retina Displays. Aufgrund der extrem hohen Pixeldichte kann man endlich auf in Auflösungen arbeiten die von der nativen Auflösung des Displays abweichen. Bei „normalen“ LCDs wird dann meist alles Unscharf und unschön, ganz anders beim Retina Display. Dieses Display ist das mit großem Abstand allerbeste Display das ich in den letzten 30 Jahren benutzen durfte!!

Einige Leser haben mich gefragt ob die NIK Tools denn auch mit Aperture von Apple funktionieren? Um dies zu testen habe ich eben eine etwas ältere Version von Apple Aperture installiert (Version 3.1.4). Wohlgemerkt habe ich Aperture NACH den NIK Tools installiert. Und siehe da, die NIK PlugIns sind trotzdem auf Anhieb verfügbar – Super!

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.13

Bisher habe ich Euch nur die Color Efex und HDR Efex vorgestellt. Hier habe ich jetzt noch einen Screenshot der Silver Efex, die wirklich tolle Möglichkeiten für die Schwarz-Weiss Konvertierung digitaler Fotos bieten. Wer mehr über die einzelnen Komponenten der NIK Collection wissen möchte, der sollte sich die Videos anschauen, die ich im letzten Artikel verknüpft habe.

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.49

Fazit

Es funktioniert alles zusammen wirklich gut. Das neue MacBook verrichtet seine Arbeit in jeder Beziehung ganz ausgezeichnet. Das AirPlay via FritzBox klappt mit einer Verzögerung von etwa 0,5s ganz vorzüglich. Die Skalierung auf das Format des Full-HD Fernsehers klappt automatisch und das Abgreifen des Signals via Hauppauge HD-PVR2 ist sensationell einfach. Es ist eine passende Software für OS-X verfügbar und mit einem speziellen HDMI-Kabel kann ich auch viele digitale Kameras an die HD-PVR2 anschließen.

In den nächsten Wochen werde ich mal schauen wie sich diese Features für die Erstellung von Reviews usw. einsetzen lassen. Endlich kann man bspw. APPs für das iPad in guter Qualität vorstellen und durch die Menüstrukturen einer Nikon D800 navigieren ohne das Geschehen mit einer zweiten Kamera vom Display der D800 abfilmen zu müssen. Für den Winter bin ich also gerüstet und es wird mir während der langen kalten dunklen Nächte die uns sehr bald bevorstehen werden nicht langweilig werden 🙂

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich mich im Video etwas vertan habe. Das SAMYANG-Objektiv hat natürlich 14mm nicht 15mm Brennweite – wie konnte ich das nur vergessen…

Nikon P7100 – Perfect Colors

Wieder einmal bin ich auf Reisen und auch heute ist es einer dieser kalten einsamen Winterabende im Hotel. Viel Equipment habe ich nicht dabei, nur mein MacBook, ein einfaches Stativ, meine Nikon P7100 und ein Zoom H2. Es ist schon spät und ich bin müde, aber mir geht seit ein Stunden ein Thema zu einem neuen Tutorial durch den Kopf. Also wird gegen 23h noch schnell ein wenig improvisiert. Die Möbel werden zur Seite gerückt, die Lampen hin und her geschwenkt, die P7100 kommt auf das Stativ, der Weißabgleich wird manuell ausgeführt, das Zoom H2 gestartet und los geht es.

Etwa eine Stunde später ist das neue Video auf meinem MacBook. Es besteht aus zwei Teilen, also ’schnell‘ alles mit iMovie importieren. Der Import ist leider nicht wirklich schnell sondern dauert fast 30 Minuten. Danach will ich noch die Audiospur aus dem Zoom H2 dazu mischen… Doch was ist das? Mitten im Kopiervorgang bricht es ab. Der kleine Mac zeigt die SD-Karte aus dem Zoom H2 nicht mehr an. Ich probiere hin und her und hin und her – aber es will nicht klappen. Meine tolle hochwertige Audiospur ist weg und die SD-Karte ist kaputt. Ein wenig herumgezickt hat sie schon des öfteren, aber nun erscheint es mir irreparabel.

So ein Mist, nun habe ich nur den minderwertigen Ton aus dem Kamera-Mikros und aus dem Mikro das in mein MacBook eingebaut ist. Man hört jedes Tastenklicken und irgendwelche Störgeräusche sind auch im Hintergrund zu vernehmen. Aber es hilft ja nichts…

Also versuche ich zu retten was zu retten ist. Mitten in der Nacht ist das Video fertig, es hat nun doch fast vier Stunden gedauert. Noch schnell hochladen in Richtung YouTube. Die Videodatei ist „nur“ 665MB groß – die Nikon P7100 kann kein Full HD! Trotzdem dauert es wirklich lange. Als ich am anderen Morgen vom Frühstück zurück komme, ist der Upload immer noch nicht fertig. Also lasse ich mein MacBook den ganzen Tag über vor sich hin laufen, irgendwann sollte der Upload doch endlich einmal fertig werden…

Als ich abends heim komme ist der Upload abgebrochen. So ein Mist, ich muss ihn erneut starten. Diesmal nehme ich Google Chrome. Irgendwo habe ich gelesen, dass Google Chrome bei Unterbrechungen der Internet-Verbindung da weiter macht wo es die Unterbrechung gab. Na, schauen wir mal ob das klappt…

Und es klappt! Knapp fünf Stunden hat es gedauert und nun ist mein neues Video online. Es muss noch bei YouTube verarbeitet werden, das dauert nochmals etwa eine Stunde. Alles in allem hat es also fast 30 Stunden benötigt dieses Video zu machen. Ok, ich habe zwischendurch geschlafen, gearbeitet und war nebenan im Supermarkt um mir eine neue SD Karte zu kaufen…

Bitte entschuldigt den schlechten teilweise recht leisen Ton. Ich hoffe Ihr könnt trotzdem ein paar neue Infos mitnehmen. Ok, jetzt aber viel Spaß mit meinem neuen Tutorial…

Und hier einige der Testbilder aus der Nikon P7100 in voller Größe – einfach anklicken…