Nikon D700 – Weg mit dem Sensordreck

Am letzten Wochenende habe ich eine kurze Pause genutzt um schnell ein kleines Tutorial aufzuzeichnen. Heute war dann etwas Zeit für den Schnitt. Die Tonspur habe ich mit einem ZOOM H2n aufgezeichnet. Die Video-Aufzeichnung ist aus einer Nikon D7000 mit dem AF-S VR 16-85mm und dem Nikon AF-S 2.8/40mm Macro. Einzelne „Super-Makro“-Sequenzen habe ich mit dem Nikon AF-D 2.8/20mm und einem 22mm starken Zwischenring aufgenommen. Die Mamiya am Anfang ist eine 6x7cm Mittelformat-Kamera vom Typ RZ-67 Pro II – eine echtes Arbeitstier – leider zu groß für Unterwegs.

Im Hintergrund läuft mein Featurette „Island of dreams“, es wird live von einem Apple via YouTube „gestreamt“ und auf einem LCD-Fernseher angezeigt. Damit die Belichtung sich nicht ständig ändert, habe ich bei ISO-400 und 1/30s & Blende 8 im manuellen Modus gefilmt. Der Weißabgleich ist ebenfalls fix eingestellt, er ist ein wenig zu braun, so viele Sonne habe ich auf den Kanaren gar nicht tanken können 🙂

Ich hoffe der Eine oder Andere unter Euch kann aus dem Video etwas mitnehmen und traut sich vielleicht mal selbst an die Reinigung des Chips seiner Kamera. Falls nicht, auch nicht schlimm, die Leute beim Nikon Service können das richtig gut!

Bezeichnend finde ich, dass die Profikameras gleich auf diesen Ultraschall-Schnickschnack verzichten. Denn das hilft nur begrenzt, wenn es ganz dicke kommt, dann muss man den Chip trotz Ultraschall putzen. Und dann sollte man ggfs. wissen wie es geht!

ACHTUNG:

Wer wie ich einfach die Dauerbelichtung der Kamera verwendet sollte wissen worauf er sich einlässt! Wer hier vom Auslöser abrutscht während er mit dem Sensor-Swab auf dem Chip ist, ruiniert sich garantiert den Verschluss der Kamera!! Will man auf „Nummer Sicher“ gehen, sorgt man für einen vollständig aufgeladenen Akku und benutzt die Menüfunktion „Inspektion“.

Nikon D7000 – Full HD Featurette

Am 25. Dezember 2011 heißt es wieder einmal Abschied zu nehmen. Nach einem schnellen Frühstück geht es einmal rund um die Insel zum Flughafen Tenerife Sur. Hinter uns liegen 15 Tage mit Sturm, Sonne, Wolken, Meer, Gebirge, gutem Essen, kleinen Wanderungen und gemütlichen Abenden. Im Gepäck habe ich eine Festplatte mit wirklich vielen kurzen Video-Fragmenten.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wird ausgeschlafen und danach wird jede freie Minute darauf verwendet die kurzen Fragmente zu einem halbwegs sinnvollen schönen Video zusammen zu fügen.

Als es nach fast drei Wochen fertig ist, habe ich eine 11 Gigabyte große Video-Datei auf der Festplatte. Wie kann man das im Jahr 2012 veröffentlichen? Ich entschließe mich daher eine stärker komprimierte Version zu rendern, eine MP4-Datei wäre vielleicht nicht so verkehrt. Die Voreinstellungen für den MP4-Export verheißen eine Dateigröße von 1.6GB. Zunächst rändere ich eine Minute aus dem Film um die Qualität des Ergebnisses beurteilen zu können. Es sieht recht gut aus und erscheint mit relativ kompakt. Mit diesen Settings könnte man das gesamte 35 Minuten lange Video exportieren. Etwa fünf Stunden später ist der Film dann fertig gerendert. Aber er ist immer noch wirklich groß, statt 11GB sind es jetzt 4,82GB.

Egal, ich versuche mal einen Upload in Richtung YouTube. Als Browser wähle ich Google Chrome. Google verspricht, dass dieser Browser bei Unterbrechungen der Internet-Verbindung ohne Probleme weiter machen soll. Na schauen wir mal…

Der Upload über meine Internet-Anbindung mit 16MB/s dauert satte 14 Stunden! Aber es klappt, am Morgen des 9. Januar 2012 ist das Video online, juchu!

Und hier ist es nun, mein Featurette zur letzten Reise nach Teneriffa. Die Panorama-Schwenks sind mit einer GoPro Hero HD 1080 in Full HD aufgenommen. Die Kamera war dabei auf einen Küchenwecker geklebt und hat sich ganz langsam um die eigene Achse entgegen dem Uhrzeiger-Sinn gedreht. Beschleunigt man die aufgezeichneten Videos um den Faktor 50 bis 100, so dreht es sich relativ „rund“ und die Wolken ziehen ganz wunderbar an der Kamera vorbei.

Alle „normalen“ Video-Sequenzen sind mit der Nikon D7000 in Full HD mit 23,97 B/s aufgezeichnet. Die GoPro zeichnet im PAL-Modus mit 25 B/s auf. Ganz am Ende des Videos gibt es noch eine kurze Sequenz aus der Nikon Aw-100, diese zeichnet mit 30 B/s auf. Das alles so zusammenzufügen, dass das Video dennoch „rund“ läuft und nicht ruckelt ist gar nicht so einfach, um nicht zu sagen „dass das ein Dschungel“ ist.

Fast alle verwendeten „Still-Photos“ sind mit der Nikon D700 fotografiert. An einigen Stellen bin ich leider vor der D7000 herumgesprungen, aber durch den krassen Zeitraffer sieht das sogar fast witzig aus.

Die Musik stammt aus dem Lieferumfang verschiedener Magix Produkte. Einige kleine Auszüge haben ich aus einer Royalty-Free Music-Collection verwendet. YouTube hat trotzdem Content-Treffer generiert, eine Monetarisierung des Videos scheidet damit aus. Aber das ist eh ein „Special-Interest“. Es gibt keine blanken Brüste, kein besoffenen Typen, keine Kunststückchen, niemand baut einen Unfall und ein Bein bricht sich auch niemand. Damit ist es bei YouTube ohnehin zur „Bedeutungslosigkeit“ verdammt. Die Zeitraffer-Sequenzen mit der Kamera auf dem Auto habe ich ebenfalls mit der kleinen GoPro aufgezeichnet. Die Musik dazu stammt aus der Feder von Gereon M. Hillebrand (www.gerimusic.com), der Track heißt „Driving“ – irgendwie passt er zu allen „Fahrvideos“ 🙂

Aber vielleicht gefällt es Euch gerade deshalb – ich hoffe es!

Wer Spaß an meinem kleinen „Chill-Out-Projekt“ hat, könnte es bei YouTube mal mit einem kurzen Kommentar oder dem „Daumen hoch“ honorieren. Feedback ist das Lebenselixier der Internet-Blogger, das ist bei mir nicht anders 🙂

Und nun Film ab…

Nikon D700 – Einmal den Fotorucksack ausschütten

Tag 14 – Telefotografie mit der Nikon D700 und der D7000 im Loro Parque

Um Tierportraits in einem der Parks auf Teneriffa fotografieren zu können habe ich mein großes Telezoom mitgeschleppt. Wirklich oft verwendet habe ich es bislang noch nicht, lediglich im Jungle Parque habe ich ein paar hundert Fotos damit gemacht. Aber diese Fotos gefallen mir teilweise auch wirklich gut. Das Bildqualität dieser „Linse“ ist fast unschlagbar und heute will ich sie noch einmal im Loro Parque benutzen.

Als Sandra mich weckt habe ich fast 11 Stunden geschlafen, es ist 7h30 und es ist mir eigentlich wieder einmal viel zu früh. Etwas steif und unbeholfen tapse ich ins Badezimmer, wo ist der Lichtschalter? Autsch ist das hell, gibt es das nicht auch in dunkel? Es ist nicht leicht wenn man früh morgens bei gutem Licht fotografieren möchte. Ok, so richtig früh morgens ist es ja gar nicht, aber es fühlt sich so an. Keine Ahnung warum, aber ich könnte hier jeden Tag zwölf Stunden und länger schlafen.

Als ich frisch geduscht und glatt rasiert im Auto sitze ist es 8h30. Auf der Windschutzscheibe des gemieteten Opels hat sich schon die kleine GoPro festgesaugt. Es geht den Berg hinab in Richtung Norden. Mein Ziel ist Puerto de la Cruz. Die Fahrt vergeht wie in Trance, so wirklich wach bin ich noch gar nicht. Nach etwa 30 Minuten treffe ich am Loro Parque ein. Ich fahre auf den bewachten Parkplatz. Meinem Freund Wolfgang haben sie hier vor ein paar Monaten die Luft aus einem Reifen gelassen, weil der dem „falschen Parkwächter“ keine Geld geben wollte. Vielleicht sind die 2,40 Euro für den bewachten Parkplatz keine schlechte Investition.

Ich kann ganz vorne fast am Eingang parken. Es sind erst vier andere Autos hier. Schnell die GoPro abmontieren und in den Kofferraum legen und die Fotosachen zurecht legen.

Alles ist da, zwei Stative sind noch vom Vortag im Kofferraum, der Fotorucksack, alles oder doch nicht?

Oh je, ich habe verschlafen wie ich war genau das vergessen weshalb ich eigentlich hier hin wollte! Mein Nikon AF-S VR 4/200-400 steht noch auf unserer Finca im dunklen verschlossenen Kleiderschrank. Das muss so sein, weil ansonsten die Kameraversicherung im Falle eines Diebstahls nichts zahlt. Wird etwas aus dem Hotelzimmer gestohlen, so muss es in einem verschlossenen Schrank gelegen haben. Wird es aus dem Auto gestohlen, so muss es im verschlossenen Kofferraum gewesen sein.

Ja, nun stehe ich hier, der Tag erwacht und ich auch! Zurückfahren? Das dauert locker eine ganze Stunde? Ach egal, ich habe das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm im Fotorucksack und der Teleconverter TC-17E II ist auch dabei. 200mm x 1.7 x 1.5 = 510mm  Teleobjektiv – wenn man den kleinen Chip meiner D7000 berücksichtigt. Das sollte eigentlich auch für ein paar schöne Video-Sequenzen reichen. Ok, mit dem dicken Tele wären es 400 x 1.7 x 1.5 = 1020mm und das bei nur einer Blende Lichtverlust!

Ach egal, dann habe ich das Ding eben wegen einer Handvoll Tierfotos mitgeschleppt, übermorgen geht es wieder heim, ist je auch egal…

Mit überraschend leichtem Gepäck geht es zur Kasse. Das Ticket kostet 33,- Euro, wenn man innerhalb von 14 Tagen wieder kommen möchte kostet das zusätzlich 10,- Euro. Kinder sind etwas billiger, eine Jahreskarte ist gar nicht viel teurer. Der Park öffnet um 9h und schließt gegen 17h.

Als ich das letzte Mal hier war, hatte ich das dicke Objektiv dabei. Und es gab prompt Probleme, weil die Mitarbeiter mir nicht glauben wollten, dass ich als Amateur mit D2x und diesem Teleobjektiv unterwegs bin. Profis müssen nämlich eine Genehmigung einholen und die ist nicht ganz preiswert! Heute mir dem viel kleineren Objektiv und der fast winzigen D7000 gibt es keine Probleme. Da ich eh mit „Kleinem Gepäck“ fotografiere, habe ich auch das große Stativ im Auto gelassen. Das kleine leichte Manfrotto ist auch ok. Dieses Objektiv war vor ein paar Wochen bei amazon.de für 74,- Euro im Sonderangebot. Der Manfrotto Kugelkopf hat nochmals 49,- Euro gekostet, alles in allem ist das Stativ also nicht billig, aber für das was es bietet auch nicht überteuert.

Zuerst geht es zu den Gorillas, dann zu den Chimpansen, dann die Pinguine, der Park hat viel zu bieten. Irgendwann bin ich wieder bei den Cimpansen, es ist inzwischen 25°C warm geworden und ich habe das Gefühl, dass mich mein schwarzer Fleece-Pulli umbringt. Also ist Umziehen angesagt! Da könnte man doch schnell mal ein paar Fotos mit der Nikon D700 machen? Warum denn nicht, auf einer kleinen Mauer kann ich den Fotorucksack ablegen. Die D7000 ab vom Tele, die D700 dran, das 16-85 an die D7000. Klick Klick Klick, ein Foto nach dem anderen. Irgendwann bin ich fertig und würde gern wieder filmen. Wie toll wäre es doch, wenn die D700 auch filmen könnte! Insgeheim freue ich mich schon auf die D800…

Also die D700 wieder ab vom Tele, die D7000 dran, das 16-85 der D7000 an die D700, quasi als Ersatz für einen Gehäusedeckel. Akribisch wird alles im Rucksack verstaut, ach ja, der Fleece-Pulli muss ja auch noch dran. Mein LOWE-PRO Minitrecker AW hat zwei Riemen mit denen man die „Klappe“ mit dem dem „Unterteil“ verbinden kann. So kann man aus dem oberen Teil des Rucksacks an die obere Kamera und es wird verhindert, dass sich der Rucksack versehentlich komplett öffnet und etwas herausfallen könnte.

Ziemlich müde und verschwitzt bin ich inzwischen, eigentlich möchte ich nach Hause. Also schwinge ich mir den Rucksack auf den Rücken und höre ein lautes Scheppern. meine fast neue Nikon D700 liegt plötzlich neben mir. Die Gegenlichtblende des 16-85mm ist zersplittert, der nagelneue Slim-Line Polfilter ohne Deckel auf dem Objektiv! Ohje, da habe ich vergessen den Reißverschluss zu schließen und die „Klappe“ des Rucksacks mit dem zweiten Riemen zu sichern. So eine „Scheiße“ – ich bin total genervt. Neulich am Punta de Teno hat mir eine Windböe die D7000 samt Stativ umgestoßen, nun liegt die D700 auf der Boden. Ja hört das denn nie auf? Wie schusselig kann man eigentlich sein?

Ok, ich habe eine teuere Fotoversicherung, aber die zahlt keine „Kratzer“ und die Selbstbeteiligung beträgt 250,- Euro. Wirklich viel ist nicht passiert. Die Gegenlichtblende hat den gesamten Sturz abgefangen und der Batteriegriff hat ein paar Schrammen. Gott sei Dank, alles halb so wild. Ziemlich frustriert packe ich alles wieder zusammen und schaue zweimal nach, ob der Reißverschluss auch wirklich geschlossen ist.

Zwei Stunden später habe ich dann keine Lust mehr, ich bin jetzt seit 5 Stunden im Loro Parque, die Sonne scheint und es sind 25°C. Morgen ist Weihnachten, eigentlich gar nicht übel. Aber mir ist nicht wirklich gut, ich bin müde, die Füße tun weh und ich habe einen Sonnenbrand auf der Nase. Also beenden wir das hier für heute. Um 15h bin ich am Auto, schnell alles einpacken und los. An der Finca angekommen bin ich ziemlich erledigt und freue mich auf ein leckeres Essen. Tomi macht und eine Portion Garnelen in siedendem Knoblauch Öl. Dazu gibt es reichlich Brot, Aioli und ein schönes kaltes Bier. Was für ein Tag. Den Rest des Tages verbringe ich mir einer Decke auf einer Liege im Garten unseres kleinen kanarischen Häuschens. Die Sonne kommt und geht, die Wolken ziehen, es ist toll einfach hier zu liegen und in der Ferne das Rauschen des Meeres zu hören. Wenn da nicht diese Fliege wäre die mir immer wieder auf der Nase herumkrabbelt. Irgendwann bin ich es leid und gehe rein, Fliegen sind definitiv eine überflüssige Spezies…

Um 19h gibt es noch die deutschen 20h Nachrichten, wir sind eine Stunde „zurück“. In Asien gab es erneut eine unbeschreibliche Flutkatastrophe mit mehreren tausend Toten. Da werden Erinnerungen an den Tsunami wach der damals viele tausend Menschenleben gekostet hat. Wir sind hier irgendwie auf der Insel der Glückseeligen, hätten wir keinen Fernseher, wir würden wohl gar nichts mitbekommen. Eigentlich wäre es ja auch kein Problem. Warum muss man wissen ob unser deutscher Bundespräsident sein Amt ausgenutzt und sich einen billigen privaten Kredit organisiert hat?

Hand auf‘s Herz, wer hätte es in seiner Situation nicht auch gemacht? Im Fernsehen dann die Moralapostel die zu allem eine Meinung haben, in der Regel eine Andere. „Das Amt des Bundespräsidenten sehe ich dadurch schwer beschädigt!“ Sollte mich das interessieren? Vielleicht ja, aber hier auf den Kanaren bin ich so weit weg von alle dem, eigentlich geht es mit am „Ar…“ vorbei…

Statt dessen gibt es ein tolles Abendmenü. Der neue Koch Tomi versteht sein Handwerk, es ist auch heute wieder alles richtig gut! Ganz witzig das Dessert. Es ist eine Mousse aus Yoghurt, mit Zitrone drin und frischem Obst obendrauf. Während ich vor mich hin geniesse steht Tomi neben mir und fragt ob es „pfuffig“ genug sei. Ja, das ist es, es ist definitiv herrlich „pfuffig“. Woher kenne ich eigentlich diesem Begriff? Findet man den in irgendeinem Wörterbuch? „Pfuffig“ – kein schlechter Begriff, irgendwie beschreibt er mein derzeitiges Lebensgefühl – hier auf unserer kleinen Finca mit dem tollen Wetter und dem guten Essen ist es wirklich alles ziemlich „Pfuffig“.

Ok, das war der vorletzte Tag auf Teneriffa 2011. Hier noch einige Fotos aus dem Logo Parque. (Wie immer 1000 Pixel breit oder hoch)

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Nikon D7000 – Leichtes Gepäck für schöne Wanderungen

Tag 13 – Wandern im Teno-Gebirge

Als der Wecker klingelt ist es für mich eigentlich noch viel zu früh, aber es hilft ja nicht. Duschen, anziehen, frühstücken, Fotorucksack AUSPACKEN und los geht es. Um 9h50 treffen wir uns mit Wolfgang in San Juan de la Rambla. In meinem Fotorucksack ist die D7000 mit  Batteriegriff und dem neuen AF-S VR 16-85mm. Außerdem habe ich nur noch das neue AF-S 2.8/40mm Macro dabei. Es ist „knackscharf“ und vielleicht kann ich es für ein paar Details einsetzen. Ansonsten ist nur etwas zu Essen und zu trinken dabei. Ach ja, mein kleines Manfrotto Carbon-Stativ und zwei Wanderstöcke habe ich noch eingepackt.

Später am Abend werde ich bemerken, dass ich das Macro-Objektiv wieder einmal nicht benutzt habe. Auch das Stativ wird während der Wanderung im Auto bleiben, die Wanderer sind einfach immer so zügig unterwegs, da ist einfach keine Zeit für ausgiebige Kameraschwenks oder HDR Bilder. Sie wollen wandern und ich will fotografieren, eigentlich passt das nicht zusammen. Letztlich laufe ich weit abgeschlagen der Gruppe hinterher und habe trotzdem kaum Zeit mal ein Bild in Ruhe zu komponieren. Alles wird nur schnell aus dem Handgelenk geknipst. Aber, nach der Wanderung kenne ich wieder einen mir bislang unbekannten wirklich schönen Teil der Insel und das ist für spätere Reisen auch etwas wert 🙂

Wie dem auch sei, Sandra und ich sind pünktlich am Treffpunkt und Wolfgang kommt eine Minute später auch schon angefahren. Ich steige bei Wolfgang ein, Sandra klettert auf den Fahrersitz unseres Mietwagens und los geht die Fahrt. Sandra fährt in Richtung La Orotava, es steht mal wieder ein Ausritt durch die Kanarische Bergwelt auf dem Programm.

Wolfgang und ich treffen uns etwas später in Teno Alto mit den anderen Wanderern. Sie sind fast alle pünktlich. Heute hat der Wanderboss Heinz sogar die Route vorbereitet. Ein anderer Wander-Chef ist diese Route vor einigen Tagen abgelaufen und hat sie mit einem GPS aufgezeichnet und im Internet verfügbar gemacht. Wolfgang hat die GPX-Datei auf einem neuen Garmin GPS. Damit sollte nichts schief gehen. Die Route ist etwa 7,5  Kilometer lang und hat 240 Höhenmeter unterschied, das sollte problemlos zu schaffen sein.

Vom Restaurant in Teno Alto geht es die Straße entlang die ich vor ein paar Tage gemeinsam mit Sandra mit dem Auto gefahren bin. Aber schon nach ein paar Metern biegen wir rechts ab und gehen eine wirklich schöne Runde durch die einsame Bergwelt des Teno-Gebirges. Immer wieder kommen wir an tollen Aussichtspunkten vorbei, die Blicke auf den Pico del Teide sind wirklich famos. Leider steht die Sonne noch sehr hoch, zwei bis drei Stunden später wäre das Licht für schöne Fotos viel viel besser. Aber ich kann es mir heute leider nicht aussuchen.

Am Ende der Wanderung gibt es im einzigen Restaurant von Teno Alto (Los Bailaderos) etwas zu essen. Das Essen schmeckt gut und es ist preiswert. Es gibt Garbanzas und frittierte Kartoffelspalten wahlweise mit Ziege oder anderen Fleischsorten. Wolfgangs Hund Schröder freut sich später über die vielen übrig gebliebenen Knochen 🙂

Etwas eine Stunde später treffen wir uns wieder ins San Juan de la Rambla mit Sandra. Nun heißt es wieder Abschied zu nehmen und die Autos zu tauschen. Als wir auf unserer kleinen Finca eintreffen steht die Sonne schon tief. Man könnte schnell die D700 einpacken und noch irgendwo hin flitzen, aber eigentlich haben wir keine Lust mehr und freuen uns auf einen ruhigen Abend. Heute ist Donnerstag der 22. Dezember 2011, am Sonntag geht es schon wieder zurück nach Deutschland. Dort ist es kalt und regnerisch, daran mag ich derzeit gar nicht denken. Heute während der Wanderung war es wunderbar warm und ich war die ganze Zeit über ohne Jacke in einem leichten Wanderhemd mit kurzen Ärmeln unterwegs, einfach wunderbar!

Nikon D7000 – Praxistest auf Teneriffa 2011

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Der große Praxistest rückt näher, wie wird sich die neue Nikon D7000 auf Teneriffa schlagen. Im Gepäck sind alle Objektive die ich während der letzten Monate hier vorgestellt habe und zur „Reserve“ ist auch eine D700 dabei. Das Fotogepäck ist wieder einmal viel zu schwer und ich hoffe, dass es am Flughafen keinen Stress mit dem Handgepäck geben wird.

Während der kommenden Wochen werde ich hier immer mal wieder Eindrücke dieser tollen Insel posten und auch gleich dazuschreiben mit welcher Kamera und welchem Objektiv etc. das alles fotografiert ist. Zu Silvester gibt es dann auch ein paar Videos. Leider ist auf Teneriffa der Internetzugang immer noch etwas schwierig, für den Upload einiger Fotos reicht es so eben aus, für YouTube-Videos ist es einfach zu langsam und auch viel zu teuer.

Aber zu Silvester gibt es ja wieder ein gutes deutsches DSL  –> Deutsche-Super-Leitung…

Als kleiner Vorgeschmack hier einige Bilder die bei früheren Reisen auf  Teneriffa entstanden sind. Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken, dann sieht man sie etwas größer.