Nikon D300 – Umrüstung auf Infrarot 830nm

Infrarot-mit-Nikon-D800E-und-AF-S-VR-416-35mm-II

Die Infrarotfotografie reizt mich schon seit geraumer Zeit. Wirklich neu ist sie nicht, bereits für etwa 100 Jahren wurden die ersten Versuche mit der Infrarotfotografie unternommen. War es in den Kindertragen dieser besonderen Spielart der Fotografie noch etwas ganz besonderes, so ist es im Zeitalter der digitalen Spiegelreflexkameras recht einfach geworden. Der Sensor einer handelsüblichen digitalen Spiegelreflexkamera ist in einem weiten Spektrum des sichtbaren und nicht mehr sichtbaren Lichtes empfindlich. Kurzwelliges für unsere Augen nicht mehr wahrnehmbares UV-Licht kann ebenso abgebildet werden wie langwellige Wärmestrahlung.

Nachtsichtgeräte machen sich diesen Umstand schon seit vielen Jahren zunutze. Besonders die warmen Körper von Menschen und Säugetieren lassen sich nachts im infraroten Bereich noch einfangen, selbst wenn unsere Augen längst nur noch tiefe Dunkelheit wahrnehmen können. Doch der Chip einer Digitalkamera soll eigentlich Bilder aufzeichnen die dem entsprechen was unser Auge im Moment der Fotografie wahrgenommen hat. Hier schlägt nun die Stunde der AA-Filter. Diese Anti-Aliasing-Filter sind aus außergewöhnlich hochwertigem Glas gefertigt und erfüllen mehrere Zwecke. Zum einen wirken sie wie ein leichter Weichzeichner um die Bildung unschöner Moiré-Effekte zu vermeiden. Diese ergeben sich durch die gleichmäßige Anordnung der Pixel auf einem herkömmlichen Sensor in Verbindung mit Motiven die feine Mustern und geometrische Strukturen enthalten. Bei einem Stück Film ist das anders, dort sind die lichtempfindlichen Kristalle relativ zufällig verteilt, so dass hier kaum Moiré-Effekte entstehen können.

Eine weitere Aufgabe des AA-Filters ist es, die Bereiche des Lichtspektrums die wir Menschen nicht sehen können vom Chip fern zu halten, damit sie das Bildergebnis nicht verfälschen. Bei Kameras wie der Fuji X100 ist das ein wenig anders. Diese Kameras verwenden AA-Filter die deutlich weniger in das „Bildgeschehen“ eingreifen und zusätzlich sind die lichtempfindlichen Pixel ein wenig unregelmäßig verteilt. Damit können diese Kameras eine ganz außergewöhnlich hohe Vielfalt an kleinsten Details abbilden und man kann sie sogar in Verbindung mit einem handelsüblichen Infrarotfilter (720nm) für die Infrarotfotografie einsetzen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Farbdarstellung dieser Kameras manchmal nicht so präzise ist wie es sich mancher Techniker in seinem Labor wünschen würde.

Hier habe ich ein Beispielfoto für Euch, das im letzten Jahr in der Schweiz entstanden ist. Ich habe es mit der Fuji X100 und einem HAMA IR72 aufgenommen.

Neulich-am-Zaubersee

Aber man kann Farbverschiebungen in Verbindung mit einem kleinen Trick Rechnung tragen und Kameras mit dünnem oder gar fehlendem AA-Filter so auf die Sprünge helfen, dass sie eine korrekte Farbdarstellung liefern. Hierzu braucht man lediglich ein paar passende ICC-Profile und einen RAW-Konverer wie Adobe Camera-RAW. Wie das geht habe ich in diesem Video gezeigt.

Schaut man sich die beiden Fotos weiter oben etwas genauer an, so fällt auf, dass die Wolken relativ viel Bewegungsunschärfe zeigen. Woran liegt das? Besonders die Nikon D800E ist als hochauflösende Studiokamera konzipiert und der AA-Filter lässt fast kein Infrarotlicht passieren. Setzt man nun einen Infrarotfilter vor sein Objektiv, so muss man selbst an sonnigen Tagen bei ISO-100 bis zu 30s und länger belichten. Das Ergebnis sind besonders bei der D800E Fotos, die aufgrund der langen Belichtungszeit sehr mit Bildrauschen zu kämpfen haben. Um das Bildrauschen zu verringern könnte man jedes Bild VIERMAL aufnehmen und später in Photoshop mit schwindender Deckkraft „übereinander legen“. Doch das wird eine zeitraubende Angelegenheit, weil man 4x 30s belichten muss, 4x 30s warten muss bis die Rauschunterdrückung fertig ist und dann noch eine längere Zeit mit Photoshop verbringen muss.

Bei der Nikon D700 ist das Bildrauschen weniger stark, aber auch diese Kamera verwendet einen sehr dichten AA-Filter. Wer die Nikon D700 für die Infrarotfotografie in Verbindung mit einem IR-Filter vor dem Objektiv nutzen möchte, der muss wie bei der D800 ständig den Filter an und wieder abschrauben. Das ist nicht nur lästig, da besteht auch immer die Gefahr, dass man beim Hantieren mit dem Infrarotfilter das Objektiv stärker als erlaubt berührt und die eingestellte Fokussierung versehentlich verstellt.

Hier ein Beispielfoto das ich mit meiner Nikon D700 gemacht habe. Für dieses Foto habe ich ein altes manuell fokussiertes Nikon AiS 2.0/35mm in Verbindung mit einem HAMA IR-72 verwendet, das recht unempfindlich gegenüber versehentlicher „De-Fokussierung“ ist.

Siegwehr-mit-Nikon-D700-und-Infratrot-Filter-IR-72

Einerseits ist die Bewegungsunschärfe dieser Fotos ja sehr schön, aber die Entstehung dieser Bilder ist abgesehen von der genialen kleinen Fuji X100 meist sehr mühsam.

Daher habe ich mich lange gefragt ob es nicht irgendwie einfacher geht? Und siehe da, das Problem lässt sich lösen. Schauen wir uns die Sensor-Einheit der Nikon D300 einmal genauer an. Auf dem folgenden Foto sieht man sehr schön den eigentlichen Chip der Nikon D300 und den Halter für den AA-Filter. Um an diese Baugruppe zu kommen, muss man die D300 sehr weitgehend zerlegen. Keine einfache Aufgabe, aber für einen geübten Servicetechniker durchaus machbar. Danach kann der AA-Filter entfernt und durch einen Filter ersetzt werden, der nur noch langwellige Wärmestrahlung passieren lässt.

Nikon-D300-CMOS-Sensor

Ich habe mich vor 5 Wochen entschlossen die ältere meiner beiden Nikon D2x entsprechend umbauen zu lassen. Leider gab es ein technisches Problem, daher habe ich mich entschieden meine Nikon D300 zu „opfern“ und sie zu einer Wärmebildkamera umbauen zu lassen. Der Umbau hat 529,- Euro gekostet und mit dem Ergebnis bin ich relativ zufrieden. Ein Problem bei extrem dichten Infrarotfiltern ist, dass sich in der Schmelze aus Glas und Blei winzige Klumpen bilden können. Hat man einen solchen Filter weit weg vom Sensor vor dem Objektiv so ist das alles völlig unkritisch. Baut man einen solchen Filter nun aber direkt vor dem Sensor der Kamera statt des AA-Filters ein, so werden selbst allerfeinste „Miko-Klumpen“ als dunkle Flecken auf den Bildern sichtbar. Je dichter ein Infrarotfilter ist, umso größer ist das Risiko, dass diese „Klumpen“ auftreten. Besonders bei „echten“ Infrarotfiltern mit 830nm ist das Risiko groß. Daher müssen diese Filter einzeln selektiert werden und oft bemerkt man erst nach dem Zusammenbau der Kamera, dass der Filter nicht geeignet ist. Dann hilft nur eines, das ganze Ding muss wieder zerlegt werden und es muss ein zweiter Versuch gestartet werden. Zusätzlich kann beim Umbau noch allerfeinster Staub zwischen Sensor und Chip gelangen. Dieser lässt sich später nicht mehr entfernen und man muss die „Fehlstellen“ entweder in jedem seiner Fotos immer wieder manuell mit Photoshop und dem Kopierstempel entfernen oder man arbeitet grundsätzlich im RAW-Modus und verwendet Nikon Capture für die RAW-Konvertierung. Hier kann man dann ein Staubreferenzbild verwenden um die Schatten der Staubkörner automatisch aus den Bildern zu entfernen.

Bei den ersten Testbildern musste ich leider feststellen, dass auf meiner teuer umgebauten Nikon D300 nicht nur 2-3 kleine „Klumpen“ zu sehen sind, sondern etwa 20 winzig kleine dunkle Fehlstellen. Angesichts des Umbaupreises in Höhe von 529,- Euro ist das wirklich frustrierend! Wie sehr sie im „echten Leben“ aber wirklich stören werden, dass wird sich zeigen.

Hier habe ich nun mein erstes Test-Foto mit der umgebauten Nikon D300. Jeder der daheim ein Ceran-Kochfeld hat weiß, dass diese Dinger fast schwarz sind und dass man die Heißspiralen nur sieht, wenn sie tief drinnen im Kochfeld rot aufglühen. Mit der umgebauten Nikon D300 kann man nun durch dieses „Glas“ hindurchschauen. Und das Krasse ist, dass dies bereits bei ISO-800, Blende 2.8 und 1/30s funktioniert – also freihändig ganz ohne Stativ!

Nikon D300 - Infrarot - Infrared

Schaltet man eines der Kochfelder für etwa 10s ein, so wird es im Bild wie im folgenden Fotos dargestellt. Die sich langsam erwärmende Heizspirale wird weiß abgebildet. Lässt man das Kochfeld eingeschaltet bis man mit bloßem Auge die Heizspirale sehen kann, so überstrahlt dieses eine Kochfeld im Testbild schnell das gesamte Foto. Die Nikon D300 kann also „Wärme“ nach dem Umbau sehr gut differenzieren!

Nikon D300 - Infrarot - Infrared

Hier nun das Kochfeld vorne links im Detail. Es war etwa 15s lang eingeschaltet und schon sehen wir, dass man mit sehr kurzen Belichtungszeiten arbeiten kann und dass die Wärmestrahlung zu weißen Bildbereichen führt während der Rest des Kochfeldes ist tiefer Dunkelheit versinkt.

Nikon D300 - Infrarot - Infrared

Nun ein Test im Schneetreiben an der Bonner Museumsmeile mit ISO-200, 1/125s und Blende 5,6 ohne Stativ. Als Objektiv habe ich das Nikon AF-S 2.8/17-55 verwendet.

Nikon D300 - Infrarot - Infrared

Das Bild zeigt überraschend viele feine Details und lässt für das Frühjahr auf schöne Landschaftsfotos mit der D300 hoffen. In der kalten Winterzeit sind Infrarotfotos meist relativ langweilig weil nur wenige Bildelemente wirklich warm sind. Blühen aber erst einmal die Pflanzen und produzieren die Blätter der Bäume wieder ordentlich viel Chlorophyll, so werden mit der umgebauten Nikon D300 Infrarotfotos wie dieses hier ganz einfach möglich sein und darauf freue ich mich jetzt schon ganz besonders 🙂

Sonogno-im-Tessin-mit-Fuji-X100-und-IR-72

Nikon D7100 versus D7000 versus D600

Nikon D7100

Die lange Zeit der Ungewissheit hat endlich ein Ende, Nikon hat mit der D7100 den offiziellen Nachfolger der D300s und zugleich der D7000 vorgestellt. Hat im Jahr 2010 die Zahl „12“ die Anzahl der Megapixel der Nikon DX-Kameras gekennzeichnet, so sind wir inzwischen bei der magischen „24“ angekommen. Angefangen mit der D3200 über die D5200 und die D7100 sind nun drei aktuelle DX-Kameras in unterschiedlichen Preissegmenten mit unterschiedlicher Ausstattung und einer Ausstattung von 24 Megapixeln lieferbar.

Noch vor wenigen Monaten waren Kameras wie die D7000 oder die D5100 das Maß der Dinge. Daran hat sich eigentlich nichts geändert, sie sind noch so gut wie vor zwei Jahren, aber sie sind inzwischen recht preiswert zu haben. Diese Kameras wurden in extrem großen Stückzahlen hergestellt und eine preiswerte Nikon D7000 ist auch im Zeitalter der D7100 noch immer ein gutes Arbeitsgerät.

Aber schauen wir und dieses beiden Kameras mal im direkten Vergleich an. Ich habe für Euch mal beide Kameras direkt einander gegenüber gestellt.

Nikon D7100 versus D7000

Schaut man sich dieses Bild genau an so fällt auf, dass eigentlich nichts auffällt. Änderungen am Bedienkonzept gibt es praktisch nicht. Alles ist wie man es kennt und mag. Alle Bedienelemente sind dort geblieben wo sie hin gehören und das wird alle Fotofreunde freuen die ihre D7000 im Schlaf bedienen können und vielleicht irgendwann zur neueren D7100 aufsteigen wollen.

Nikon D7100 versus D7000

Auf der Rückseite werden dann leichte Unterschiede sichtbar. Hatte die D7000 (unten) noch einen „Kipphebel“ mit einem integrierten Auslöseknopf für Live-View und Video-Aufzeichnung, so ist bei der D7100 (oben) der Video-Auslöser wie bei der D600 oder der D800 auf die Oberseite der Kamera gewandert. Wie bei der D600 und D800 unterscheidet auch die D7100 zwischen Live-View für Foto und Video. Das funktioniert sehr gut, ist aber aus meiner Sicht kein Killerargument gegen die D7000. Ich verwende die D7000 schon seit vielen Monaten und habe mit der Anordnung der Bedienelemente nie Probleme gehabt. Aber Fotofreunde die eine D7100 als Backup zur D600 oder D800 nutzen wollen werden sich darüber freuen.

Nikon D7100 versus D7000

Alles in allem kann man feststellen, dass bis auf einige marginale Änderungen alles beim alten geblieben ist und das ist auch gut so!

Schauen wir uns jetzt mal die D7100 im direkten Vergleich zur erst vor einigen Monaten vorgestellten D600 an. Hier fallen noch weniger Unterschiede bei den Äußerlichkeiten auf. Wer allerdings genau hinsieht stellt sofort fest, dass bei der D600 der Spiegel und das Prisma deutlich größer geraten sind. Diese Kamera ist eben eine FX-Kamera und ihr Chip ist bei gleicher Auflösung doppelt so groß. Damit werden sehr wahrscheinlich auch ISO-Empfndlichkeit und Tonwertumfang bei der D600 sichtbar besser ausfallen.

Nikon D7100 versus D600

Hier fällt auf den ersten Blick auf, dass man sich bei Nikon um ein durchgängiges Design bemüht hat. Die D7100 wird so erfolgreich die Brücke vom DX- zum FX-Format schlagen. Beide Kameras sehen sich zum verwechseln ähnlich, wenn der größere Chip der D600 nicht wäre…

Nikon D7100 versus D600

Schaut man D7100 und D600 von der Rückseite an, so kann man sie fast gar nicht mehr auseinander halten. Würde man ihnen noch eine D800 gegenüberstellen, so wäre diese lediglich etwas größer und hätte ein rundes Sucherokular.

Nikon D7100 versus D600

Werfen wir einen Blick auf die Neuerungen bei den technischen Daten der D7100. Neben dem höher auflösenden Chip mit kleineren Pixeln fällt die brauchbare Bildwiederholfrequenz von 6 Bildern/s auf. Verwendet man den 1.3x Crop-Modus, so ist die Auflösung etwas geringer, die Brennweitenverlängerung nochmals stärker. Im Gegenzug sind dann flotte 7 Bilder/s möglich.

In den Monate die ich mit der D7000 unterwegs war habe ich vor allem die gute Video-Qualität sehr zu schätzen gelernt. Was mich jedoch immer ein wenig gestört hat, war die auf 23,97 Bilder/s festgelegte Bildfrequenz. Immer wenn ich mit mehreren Kameras gefilmt habe und daraus ein Video erstellen wollte gab es Probleme. Die Videokamera filmt mit 25 B/s, die D7000 mit 24 B/s, die AW-100 mit 29,97, die P7100 mit 23,97 B/s, die GoPro-Kameras mit 25 oder 30B/s. Konvertiert man die Bildwiederholraten nicht aufwendig um, so laufen die Szenen bei einem Mulitcam-Edit entweder nicht gleich schnell oder sie „ruckeln“ sichtbar bei der Wiedergabe.

Das ist mit der D7100 nun anders. Diese Kamera beherrscht jetzt alle gängigen Bildwiederholraten bis hin zu 50i und 60i (Interlaced – Halbbilder/Sekunde). Damit ist sie kompatibel zu meiner Panasonic HC-X909 sowie der D800E und das freut mich natürlich sehr 🙂

Das Autofokussystem der D7100 hat nun mit Kameras wie der D300, D700 oder der D600 gleichgezogen. Es gibt nun insgesamt 51 AF-Punkte und 15 Kreuzsensoren.

Aus meiner Sicht wären es damit auch schon die wesentlichsten Unterschiede zwischen der D7000 und der D7100.

Fazit

Alle drei Kameras werden sehr gute Bildergebnisse liefern, sofern der Mensch der sie benutzt damit umzugehen versteht. Wer mit der D7000 Schrottfotos gemacht hat, der wird mit der D7100 weiterhin Schrottfotos machen. Wer jedoch sein Handwerk beherrscht ist mit der D7000 fast so gut beraten wie mit der D7100. Neben höherer Auflösung und Verbesserungen bei der Video-Aufzeichnung gibt es keine großartigen Änderungen. Wer also auf jeden Cent schauen muss, der profitiert sehr von der Vorstellung der D7100, denn damit wird die D7000 in den kommenden Wochen noch weiter im Preis fallen. Und all jene die immer glauben, dass sie eine neue Kamera brauchen um endlich gute Fotos zu machen, werden ihre D7000 bei eBay & Co. in den kommenden Monaten preiswert verscherbeln.

Wer seine Fotos auf Großformatdruckern weiterverarbeiten will, der wird sich über die gesteigerte Auflösung der D7100 freuen. Dass man bei dieser Kamera ähnlich wie bei der D800E das Tiefpass weggelassen hat wird den Bildergebnissen zu sichtbar mehr Details als bei der D5200 verhelfen. Im Gegenzug gibt es natürlich ein gewisses Risiko, dass sich unschöne Moiré-Effekte zeigen könnten. Aber Nikon wäre nicht Nikon wenn man das nicht bedacht hätte. Ich gehe aktuell davon aus, dass es sehr bald wieder eine neue Version von Nikon Capture geben wird und dass hier pfiffige neue Algorithmen im Rahmen der RAW-Konvertierung bei der Unterdrückung der Moiré-Effekte helfen werden.

Bei aller Euphorie muss man jedoch sagen, auch diese Kamera hat keine Motivklingel und auch diese Kamera kann nicht mehr als die Realität so präzise wie möglich abbilden. Schlechtes Licht bleibt auch mit der D7100 schlechtes Licht und verwackelte Bilder sehen mit der D7100 genauso gruselig aus wie mit der D7000 – nur dass sie nochmals deutlich mehr Speicherplatz auf der heimischen Festplatte benötigen werden.

Beispielfotos zur Nikon D7100 findet ihr hier. Alle technischen Daten zur Nikon D7100 findet ihr hier.

Update vom 24.03.2012:

Die Redakteure der CHIP haben in der letzten Woche eine sehr umfassende Fotostrecke mit vielen Test- und Beispielfotos aus der Nikon D7100 veröffentlicht: Bildergalerie zur Nikon D7100 auf chip.de Diese Fotostrecke beginnt mit einigen Pressefotos und dann gibt es Testbilder von unterschiedlichen Objektiven mit unterschiedlichen ISO-Werten zu sehen. Alle Testbilder kann man zum Vollbild vergrößern.

Hier habe ich eines dieser Testbilder für Euch direkt verknüpft: Testbild Nikon D7100 mit AF-S 1.4/50mm Dieses Bild zeigt auf beeindruckende Art und Weise die herausragende Bildqualität der neuen Nikon D7100 bei Blende 8 und der niedrigsten ISO-Einstellung. Sehr spannend ist, dass selbst bei ISO-1600 das Rauschverhalten des neuen Chips noch vorbildlich niedrig ist!

Ob die Version der Nikon D7100 für Linkshänder ein Verkaufsschlager werden wird, das bleibt abzuwarten…

Nikon D7100 Left - Front - Top

Und eine 3D-Variante wird es wohl auch nicht geben 🙂

Nikon D7100 - 3D

Nikon D800E – The Great Battle

Update:

In der ersten Version war ein fieser Pfeifton zu hören den ich leider nicht bemerkt habe, weil meine „alten Ohren“ sehr hohe Frequenzen inzwischen leider nicht mehr wahrnehmen können 😦

Wer sein Gehör testen will, der schaut/hört sich mal die erste Version an und konzentriert sich auf einen hohen Pfeifton. Wer diesen Ton wie ich nicht bemerkt, der hat wie ich eine ausgeprägte Hochtontaubheit. Daran kann man leider nicht wirklich etwas ändern. Frequenzen die ein „kaputtes Ohr“ nicht mehr wahrnehmen kann, die kann man mit einem Hörgerät verstärken wie man will, hören wird man sie dadurch trotzdem nicht mehr. Für mich ist dies die traurige Erkenntnis dieser Woche 😦

Um den Pfeifton weg zu bekommen  habe ich an einer „stillen Stelle“ ein „Noise-Sampling“ aufgenommen und dies in den Noise-Filter von MAGIX Video Deluxe 2013 eingebunden. Zusätzlich habe ich über den Equalizer alle Frequenzen oberhalb von 10.000 Hertz um 12 dB abgesenkt.

Mein letztes Video habe ich aus einigen „Überbleibseln“ des vorletzten Videos zusammengestellt, es war in gewisser Weise also eine Resteverwertung gewesen. Bei YouTube kam dann eine Beschwerde eines Zuschauers, der mangelnden Informationsgehalt bemängelt hat und in einem Kommentar dies hier geschrieben hat:

Akkordinator

Also ich mag deine Videos ja eigentlich wirklich sehr (vor allem die History-Serie) aber das war leider eher kein Vergleich. Bis auf die Serienbildgeschwindigkeit bist du hier ja auf vieles nicht eingegangen. Was vor allem wichtig wär wären z.B Auflösung, Bildrauschen, und auch im Zusammenhang mit der Serienbildgeschwindigkeit die AF-Geschwindigkeit uvm.

Diesen Kommentar habe ich mir zu Herzen genommen und für Euch ein Video erstellt in dem ich nun mein Augenmerk auf die Bildqualität meiner fünf Kandidaten gelenkt habe.

Gegen Ende des Videos habe ich mein „Testobjekt“ mit allen Kameras fotografiert und jeweils das ISO-100 Foto auf eine Höhe von 1080 Pixeln verkleinert. Damit passt es ohne Skalierung auf einen „normalen“ FULL HD-Fernseher (1920×10890 Pixel). Wer sich diese Bilder in aller Ruhe ganz genau anschauen möchte, für den habe ich sie hier nochmals verknüpft. Die Bilder habe ich nur vom RAW-Format in das JPG-Format konvertiert und dabei versucht Weißabgleich, Helligkeit und Kontraste so anzupassen, dass sie möglichst ähnlich aussehen. Mal ganz ehrlich, wenn es nicht darunter stehen würde, könntet Ihr erkennen welches Foto mit welcher Kamera aufgenommen wurde?

Lediglich bei den beiden Bildern aus der D800E und der D700 ist die Tiefenschärfe etwas geringer weil ich hier ein 60mm Macro statt eines 40er Macro-Objektives wie bei den DX-Kameras verwendet habe. Daran könnte man es vielleicht noch erkennen. Aber ansonsten das Foto aus der nun schon fast 8 Jahre alten D2x kaum vom Bild aus der fast noch nagelneuen D800E zu unterscheiden.

Fazit:

Wer eine Kamera sucht mit der er Fotos machen möchte um sie bei flickr & Co zu zeigen oder auch mal eine eBay Auktion zu illustrieren, der kann mit einer relativ einfachen preiswerten Kamera Fotos erstellen die sich von Fotos aus der D800E nicht unterscheiden lassen. Diese teureren neueren Kameras können ihre Stärken erst dann ausspielen wenn es um höhere ISO-Werte geht und richtig große hochwertige Fine-Art-Prints gemacht werden. Für den „normalen“ Fotoalltag sind alle im Video gezeigten DX Kameras mehr als ausreichend. Hier sollte man sich nach seinen persönlichen Vorlieben richten. Soll die Kamera klein und leicht sein und auch filmen können, dann eine D7000. Wer nur fotografieren will und etwas sucht was voll fett und überaus robust ist, der nimmt eine D2x. Wer eine höhere Bildwiederholrate haben will, der nimmt eine D700 oder eine D300.

Alternativ kann man sich auch noch die neue D600 anschauen, die zum überschaubaren Preis auch praktisch alles kann. Und in einigen Wochen wird dann auch eine neue Nikon DX Kamera erscheinen die sowohl die D7000 als auch die D300s ersetzen wird.

Wem das alles noch zu teuer ist, der bekommt derzeit ganz preiswert eine neue Nikon D5100 und hat damit die gleiche Bildqualität wie bei der D7000. Wer unbedingt 24 Megapixel will und wenig Geld hat, der nimmt die nagelneue Nikon D5200. Das Leben kann so einfach sein 🙂

Hier nun die 1080er Fotos…

D2x_0001

D300_9722

D700_2528

D800E_7550

D7000_4649

Für alle Leser die meine beiden vorherigen Videos noch nicht kennen habe ich sie hier nochmals verknüpft.

Nikon D2x – Im Land der Riesenbögen

Es war der Tag vor dem großen Sturz im Arches Nationalpark im Jahr 2010. Bewaffnet mit Nikon D300 und D2x ging es kreuz und quer durch diesen wunderbaren sehr weitläufigen Park. Viele Kilometer kann man dort wandern und selbst mit dem Auto ist man eine ganze Weile unterwegs um bis ans östliche Ende des Parks zu fahren. Fotografiert habe ich parallel mit der Nikon D300 mit AF-S VR 2.8/70-200mm und dem famosen AF-S 2.8/17-55mm an der Nikon D2x. Zwischendurch habe ich dann mal das Tokina AT-X PRO 4/12-24mm an die D300 montiert…

Alle Fotos sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken…

Nikon D300 - Arches National Park

Diese Location ist einzigartig und sie lädt immer wieder dazu ein die „Klassiker“ zu fotografieren die man aus der National Geographic oder der Galerie von Tom Till in Moab kennt.

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist ein Bild bei dem meine Freundin Sandra unter dem großen Bogen aus dem oberen Foto sitzt. Das Ding ist wirklich gewaltig und man hat Mühe sich vorzustellen, dass dieser Bogen einst eine Wand war und, dass er irgendwann so wie auch der Delcate Arch und seine Freunde einstürzen wird.

Nikon D300 - Arches National Park

Sehr interessant ist immer wieder der Größenvergleich der winzigen Menschen mit den Formationen dieser einzigartigen Landschaft.

Nikon D300 - Arches National Park

Diese Formation erinnert mich immer wieder an einen Zwerg der entspannt mit heraus gestecktem Bauch die Unterlippe vorschiebt.

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist meine Freundin Sandra unterwegs zum Double-O-Arch. Die Wanderwege sind übrigens nicht gesichert! Wer hier ausrutscht und ein paar Meter in die Tiefe stürzt kann sich schnell sehr schwer verletzen. Mein Freund Wolfgang hat dort vor einigen Jahren mit einer Videokamera hantiert und war so vertieft in seinen Film, dass er aus Versehen in ein recht großes Loch gefallen ist. Mit verstauchtem Knöchel musste er viele Kilometer zurück zu Auto humpeln und war danach mehr als eine Woche nicht in der Lage längere Strecken zu Fuß zu gehen. Diese Zeit hat er sich mit Bootsfahrten auf dem Colorado-River vertrieben – das hat auch seinen Reiz 🙂

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ist eine Formation die aussieht wie ein Stückchen Schokoladenkuchen…

Nikon D300 - Arches National Park

Hier ein Blick über das Castle Valley in Richtung La Sal Mountains. Dieses Gebirge ist im Frühjahr noch oft mit Schnee bedeckt und wer den wunderschönen Delicate Arch im Abendlicht fotografiert kann sich dann über verschneite Berge im Hintergrund freuen!

Hier eine Teil des Weges der mich zurück vom Double-O-Arch zum Parkplatz geführt hat.

Nikon D2x - Arches National Park

Hier der Landscape Arch, aus dem vor einigen Jahren einige große Felsbrocken abgestürzt sind. Nun ist der nur noch ein paar Meter dick und wird wohl sehr bald wie einige seiner „Kollegen“ vor ihm einstürzen. In einigen tausend Jahren wird ganz in der Nähe ein neuer Arch entstanden sein, aber das werden wir alle nicht mehr erleben 🙂

Nikon D2x - Arches National Park

Hier ein ganz besonderer Arch, der einen wunderbaren Blick in die Ferne ermöglicht. Ich habe an dieser Location mehrere Fotos gemacht, aber erst mit dem freundlichen älteren Herren als Maßstab funktioniert das Bild so wie ich es mir vorstelle.

Nikon D2x - Arches National Park

Auf dem Rückweg bin ich in ein schweres Unwetter geraten. Als der Regen überstanden war hingen bedrohlich schwere Wolken am Himmel. Meine beiden Nikons waren pitschnass, aber sie stecken das weg. Vor allem bei Objektiven wie dem AF-S 2.8/17-55mm ist die Konstruktion des Objektives für den Einsatz in rauer Umgebung ausgelegt. Ein kleines billiges „Kit-Objektiv“ hätte diesen krassen Regenguss sicher nicht unbeschadet überstanden 🙂

Nikon D2x - Arches National Park

Betrachtet man sich die JPG-Bilder die ich hier mit der D2x gemacht habe. so sind sie fast Schwarz-Weiß – zu heftig waren die Kontraste. Aber mit der einfachen billigen Software „Snapseed“ ließen sich noch erstaunlich viele Details sichtbar machen.

Nikon D2x - Arches National Park

Auch hier zeigt sich einmal mehr welche unglaublichen Reserven der RAW-Modus bietet.

Nikon D2x - Arches National Park

Fazit

Auch wenn die Bilder nun ein paar Jahre auf der Festplatte auf die Hintergrundbeleuchtung eurer Monitore gewartet haben, so zeigen sie doch immer noch einige Impressionen aus einem tollen weitläufigen Nationalpark. Dieser Park ist so groß, dass man dort schnell mal eine ganze Woche verbringen kann. Ich selbst habe dort nun etwa 10 Tage verbracht und habe letztlich das Gefühl, dass ich dort noch einmal hin muss weil ich noch immer nicht alles gesehen habe 🙂

Nikon D7000 versus D300 und D2x

Beim Schnitt meines Reviews zur Nikon D7000 sind wirklich viele Szenen der digitalen Schere zum Opfer gefallen. Ohne diese radikalen Kürzungen wäre das Video etwa 90 Minuten lang geworden und wer will sich so etwas schon anschauen? Aus den „Überbleibseln“ habe ich eben für Euch noch schnell eine kurze direkte Gegenüberstellung von D7000, D300 und D2x erstellt. Diesmal auch in total vollem Full HD. Wenn die Wiedergabe stottert, also entweder die Auflösung reduzieren oder eine Weile auf die „Pause“ drücken bis alles brav gepuffert ist.

Wenn Ihr noch Wünsche für weitere Videos habt, dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar unter diesen Artikel. Für die Nutzung der Kommentarfunktion ist übrigens keine Anmeldung notwendig!