Die Woche ist herum und es geht mal wieder mit der blauen K1200r heim nach Bonn. Die Wettervorhersage ist nicht wirklich toll und es sind auch nur noch 15°C. Also rein in die Regenkombi – das erste Mal seit über einem Jahr! So ist das wohl mit den meisten Regenkombis auf dieser Welt, jeder hat eine, jeder haßt sie, keiner nutzt sie, jedenfalls nicht freiwillig.
Als es bei Bingen anfängt zu regnen bin ich wirklich froh wetterfest eingepackt zu sein. Zwischendurch kommt immer mal wieder die Sonne heraus, es ist trotz allem eine wirklich schöne Tour.
Als ich drei Stunden später daheim ankomme sind die Nachrichten nicht wirklich gut. In der Post finde ich ein Trauerschreiben, die Beisetzung ist am nächsten Freitag. Außerdem liegt meine Mutter seit Mittwoch im Krankenhaus, ein Herzinfarkt. Nein, es sind keine guten Nachrichten. Doch mein kleines Motorrad-Video ist gefilmt und nach einem „Schnell-Schnitt“ auch schon online.
Also, hier ist es nun, ein unbeschwertes Video das entstand als ich noch nicht ahnte welche Nachrichten mich erwarten würden.
Wir starten in Bingen und fahren auf der B9 vorbei an St. Goar, Bacharach, Boppard, Oberwesel, Koblenz, Bad Breisig, Remagen, Oberwinter bis nach Bonn. Immer wieder eine schöne Tour, auch wenn es mal regnet. Es ist wie im „echten“ Leben, da scheint auch nicht immer nur die Sonne…
Die Nacht war wieder viel zu kurz und die Woche beginnt wie immer völlig überraschend. Um 6h30 bin ich startklar. Mit der blauen BMW geht es über die Dörfer nach Ahrweiler, dann über Altenahr und Ahrbrück in Richtung Adenau. Vorbei am Nürburgring über Cochem nach Kaub. Weiter nach Simmerin, ich will via Bad Kreuznach nach Mainz. Irgendwann lese ich auf dem Display meines TomTom Urban Rider, dass die voraussichtliche Ankunftszeit mit 11h30 veranschlagt wird. Das ist nun doch ein wenig zu spät.
In der Nähe von Simmern plane ich um „Mainz – Schnellste Strecke“. Es geht auf die B50 in Richtung Stromberg. Nach einer endlosen Baustelle geht es dann zügig vorwärts. Was ich nicht weiß ist, dass auf der A3 ein Gefahrgut-Transporter verunglückt ist. Die gesamte A3 ist gesperrt, es ist Phosphor-Säure ausgelaufen. Vermutete Ursache: Sekundenschlaf…
Kaum bin ich auf der A61 stehe ich im Stau und in was für einem Stau! Zusätzlich ist es blöd, dass direkt vor mir mehrere Polizeifahrzeuge ebenfalls im Stau stehen. Nach etwa einer Stunde habe ich es zum Rastplatz Hunsrück geschafft. Über die winzige Zulieferer-Straße verlasse ich heimlich still und leise die Autobahn. Es geht scharf links, eigentlich ist diese Straße nur für die Land- und Forstwirtschaft frei gegeben. Das TomTom blinkt, eigentlich darf ich hier gar nicht her fahren… Etwas später bin ich dann bei der Stromburg in Stromberg. Kurz drauf versuche ich mich erneut mit der A61 und lande mitten in einer Großbaustelle. Ja hört das denn niemals auf? Um kurz nach 11h bin ich im Büro, frisch geduscht und umgezogen, hat doch noch geklappt…
Später am Abend gibt es noch einen Burger in Oppenheim, das Wetter ist schön und ich genieße die Kilometer auf der B9 am Rhein entlang. Mit hereinbrechender Dunkelheit erreiche ich mein kleines Mainzer Appartement. Die frisch „reparierte“ neue Nikon P7100 habe ich in einem der Motorradkoffer dabei. Und mir kommt in den Sinn, dass ich sie einem kleinen Kältetest unterziehen könnte. Ein paar Bierflaschen werden beiseite geschoben und dann kommt die P7100 in den Kühlschrank hinein. Tür zu – Tür auf – Bier raus – Tür zu – Tür auf – Bier raus – Tür zu – so geht das eine ganze Weile. Später schneide ich schnell am Mac mit iMovie eine kleines Filmchen zusammen und denke mir für den Schluss noch eine kleine völlig unerwartete Überraschung aus 🙂
Es ist wieder Wochenende und es geht an einem wirklich supertollen Spätsommertag mit der blauen K1200 heimwärts. Woher fahren wir denn diesmal? Ich habe noch die mahnenden Worte meines Nachbarn Tobias im Ohr „Du musst auch mal woanders entlang fahren. Immer nur am Rhein, das wird auf Dauer doch total langweilig!“
Wie Recht er doch hat, nicht nur für Euch „Zuschauer“ sondern auch für mich als“Filmproduzenten“ ist es schön mal ab und zu eine neue Strecke auszuprobieren. Da es einer der letzten schönen Tage sein wird, habe ich mir etwas besonderes überlegt. Es soll von Mainz über die A60/A61 und die B50 nach Bernkastel an der Mosel gehen. Dann ganz entspannt an der Mosel entlang nach Koblenz, dort auf die B9 und ab nach Hause.
Einige kleine Videoschnipsel habe ich dazu ja schon gepostet. Heute war dann nach ziemlich genau 132 Stunden der „Roh-Film“ erstellt, der alle drei Kameraperspektiven enthält. Darüber habe ich ja auch schon kurz berichtet. Aus diesem „Rohfilm“ habe ich dann heute einen kleinen Extrakt erstellt und ihn mit etwas „Chilout-Musik“ unterlegt die zum Lieferumfang der Software „Magix Retten Sie Ihre Videocassetten“ gehört.
Hier ist nun mein Video! Vielleicht bedenkt ihr beim Anschauen, wie viele Kilowattstunden Strom für die Erstellung und den Upload notwendig waren! 🙂
Hier nochmals die Tour in der Übersicht – das Video zeigt den Abschnitt von Bernkastel nach Koblenz und ein Stückchen der B9 in Richtung Bonn.
Es ist wieder Wochenende und es geht von Mainz zurück nach Bonn – nur wie?? Um 15h bin ich startklar, den TomTom Urban Rider „sage“ ich zunächst, dass es mir den Weg nach Bernkastel an der Mosel zeigen soll. Meine K1200r Sport ist vollgetankt und es geht bei Mainz auf die A60 in Richtung Westen. Bei Bingen wechseln wir auf die B61, kurz hinter Stromberg biegen wir ab auf die B50 in Richtung Bernkastel. Nach etwa 120 Kilometern bin ich dann an der Mosel. Das Wetter ist ein Traum und ich bin wirklich glücklich, dass wir nach dem durchwachsenen Sommer nun einen schönen Oktober haben.
In Bernkastel ein kurzer Stopp und nun werden alle Kameras „gezündet“. Beim Aufsteigen erwische ich die hintere Kamera mit dem Fuß und dabei habe ich sie dann tatsächlich abgeschaltet. Dies fällt mir aber erst beim nächsten Zwischenstopp und der „Kamerakontrolle“ an einer Baustellenampel auf – na egal, die hintere Kamera hatte eh fast nur Gegenlicht – ok – ist doch schade… Es ist DIE TOUR des Jahres und von drei Kameras laufen nur zwei 😦
Die Mosel hat deutlich mehr Brücken als der Rhein und so kann man munter lustig hin und her wechseln – ein Angebot, das ich auch gern annehme!
Bei Koblenz geht es dann auf die B9 und ab nach Bonn. Daheim angekommen wartet Sandra schon mit Wein und Pizza – großartig! Die Tour hat rund 4 Stunden gedauert, ich bin gut 300 Kilometer gefahren und hatte einfach nur Spaß – ein genialer Start isn Wochenende!
Dabei sah es am Vormittag zwischendurch noch so aus, als würde alles ins Wasser fallen. Es gab Probleme bei der Installation unseres neuen Software-Releases in einer Windows 2003 Umgebung mit Citrix Servern. Ein zentrales Steuerelement der DateTime-Picker hat immer das aktuelle Datum angezeigt und man konnte das Datum auch nicht löschen. Blöd, wirklich blöd und so wäre ein sinnvoller Test durch die Fachseite nicht nöglich gewesen. Aber dank der tollen Zusammenarbeit mit unserem überaus pfiffigen Projektleiter war das Problem um 13h aus der Welt und so konnte ich einen der letzten Tage doch noch genießen und eine Tour fahren die nicht ganz alltäglich ist.
Und so sah sie aus: (Der Link öffnet die Karte in Google-Maps, oder einfach das Bild anklicken, dann wird es groß)
Nach der Pizza schaut sich Sandra eine Doppelfolge von Cobra 11 an. Ich als „Fernsehverweigerer“ schneide noch schnell zwei Videos aus dem vieln Material das ich auch heute wieder eingefangen habe…
Zunächst die letzten Minuten bevor ich Bernkastel an der Mosel erreiche. Der „Abstieg“ von der B50 hinab zur Mosel ist wirklich schön!
Dann habe ich hier noch einen Soundcheck mit der GoPro HD HERO 960 in einem komplett geschlossenen Unterwassergehäuse. Die Kamera ist mit einem Rohrhalter an den Superbike-Lenker (AC-Schnitzer) meiner K1200 Sport montiert. An der Shell Tankstelle kann ich von der Kasse aus sehen, wie ein paar Autofahrer neugierig um mein Moped mit den drei GoPro Kameras und dem TomTom Navigationssystem herumschleichen – irgendwie sind die Kameras doch ein wenig peinlich, aber ohne sie gibt es keine Videos…
Morgen gibt es dann ein volles heimisches Programm. Bloggen, aufräumen, Bürokrams erledigen und nachmittags zusammen mit Sandra ihr neues Auto abholen. Ob sie dann endlich wieder schlafen kann??
Es ist einer der letzten wunderbaren Spätsommertage und daher sollte man diesen Tag genießen so gut es eben geht! Um 18h sind Hermann und ich dann startklar. Seine silberne K1200 AC Schnitzer sieht schon wieder anders aus. Jedesmal wenn wir uns sehen, sind wieder ein paar Aufkleber runter und irgendwas ist neu lackiert oder frisch poliert. Eine echte Liebesbeziehung wie sie nur ein Biker verstehen kann 🙂
Ich schnappe mir noch schnelle die kleine GoPro HD HERO 960 und los geht der Spaß. In Gau Algesheim gibt es ein Eis und im allerletzten Abendlicht sind wir dann wieder in Mainz. Noch schnell tanken und dann das Video schneiden. Ein bisschen Musik finde ich auch noch. Diesmal sind es drei schon etwas ältere Songs von Gereon M. Hillebrand.
Mal sehen wie heute das Wetter wird. Die drei GoPros sind schon wieder startklar. Vielleicht könnte es von Mainz nach Bernkastel gehen, dann an der Mosel entlang bis kurz vor Koblenz und dann durch die Eifel nach Bonn? Klingt das nach einem Plan? Oder mal schauen ob die Aartalstraße nun wieder frei gegeben ist? Na, wir werden es sehen – im wahrsten Sinne des Wortes 🙂