Panasonic GH3 – Schönes Bokeh mit kleinem Sensor

Bokeh Test #9 - Nikon D800E - AF-D 1,4/85mm @F1,8

Die Hintergrundunschärfe wird auch als Bokeh bezeichnet. Bei hartgesottenen „Lens-Nerds“ wird das Bokeh eines Objektives oft höher gehandelt als die Abbildungsqualität. Weil man für Kameras mit kleinen Sensoren auch Objektive mit kürzeren Brennweiten benötigt, wird die Hintergrundunschärfe größer je kleiner der Sensor wird. Das mag paradox klingen, es ist aber so 🙂 Dies ist wohl auch der Grund warum echte Profis auch heute noch mit Kameras wie der Mamiya RZ-67 Pro II fotografieren. Dort ist die Fläche die belichtet wird satte 6x7cm groß. Daher hat bei einer solchen Mittelformat-Kamera ein kleines Portrait-Teleobjektiv schon rund 200mm Brennweite. An einer Kamera wie der Panasonic GH3 bekommt man einen sehr ähnlichen Blickwinkel schon mit etwa 45mm Brennweite hin. Der Unterschied im Bildeindruck ist dadurch jedoch gewaltig.

Spätestens seit der Vorstellung der Nikon D600 ist ein ausgeprägter Trend weg von Kameras mit Sensoren im APS-C Format, hin zum doppelt so großen 35mm Kleinbildformat auszumachen. Alle jene die bei diesem Wechsel sehr tief in die Tasche greifen haben wohlmöglich Haus und Hof verpfändet weil sie in einer Fotozeitung gelesen haben, dass man nur im „Vollformat“ ein tolles Bokeh hinkriegt und dass Fotos ohne Bokeh grundsätzlich schlecht sind. Hier gibt es viel Hysterie seitens der Kunden und in den Marketing-Abteilungen manch eines Kameraherstellers wird dies mit fetten Bonuszahlungen honoriert.

Schauen wir uns heute mal am Beispiel einiger Objektive an wie es mit dem Bokeh bei der Panasonic GH3 bestellt ist. Diese Kamera hat einen relativ kleinen Sensor der etwa ein Viertel der Fläche hat die es bspw. bei der Nikon D800 gibt. Ganz oben habe ich ein Foto eingefügt, dass ich eben draußen im Garten mit meiner Nikon D800E und dem „Weltmeister des gepflegten Bokehs“ dem Nikkor AF-D 1,4/85mm bei Blende 1,8 aufgenommen habe.

Der Hintergrund ist in diesem Foto fast verschwunden. Im Gegenzug reicht die Tiefenschärfe aber kaum von der Nase bis zu den Ohren meines kleinen „Foto-Bären“. Die Hintergrundunschärfe ist also recht ausgeprägt aber die gesamte Auflösung des Bildes leidet offensichtlich unter der fast vollständig geöffneten Blende.

Da der Micro-Four-Thirds Standard von mehreren Kameraherstellern gemeinsam entwickelt wurde, lassen sich Olympus Objektive sehr schön an der Panasonic GH3 nutzen. Schauen wir uns mal im Vergleich die Panasonic GH3 mit dem Olympus Zuiko 1,8/45mm an. Dieses Objektiv entspricht einem 90mm Objektiv bezogen auf das 35mm Kleinbild (Vollformat).

Das Foto habe ich bei vollständig geöffneter Blende aufgenommen. Im Vergleich zum obigen Foto ist der Hintergrund deutlich klarer erkennbar, aber der kleine Bär wird trotzdem sehr schön vom Hintergrund abgehoben und im Vergleich zum Nikon-Portraittele ist hier die Nase des Bären sehr scharf abgebildet. Die Sache hat auch einen Vorteil, wer etwas ungeübt ist wird mit einer Micro-Four-Thirds Kamera also bei Portraits eine etwas höhere Trefferquote erzielen.

Bokeh Test #2 - Olympus Zuiko 1,8/45mm

Ein weiterer Vorteil sind Preis und Gewicht. Das Olympus 1,8/45mm kostet gerade einmal 279,- Euro und wiegt einen Bruchteil des Nikon-Pendants.

Schauen wir uns nun ein LEICA 2,8/45mm Macro-Objektiv an. Dieses Objektiv wurde weniger für schönes Bokeh als vielmehr für allerhöchste Auflösung konstruiert.

Bokeh Test #1 - LEICA MACRO ELMARIT 2,8/45mm

Man sieht einen ganz deutlichen Unterschied zum Olympus-Objetkiv. Auch hier ist der preisliche Unterscheid sehr groß, das LEICA 2,8/45mm ist mit einer Preisempfehlung in Höhe von 799,- Euro fast dreimal so teuer wie das winzige Pendant von Olympus.

Schauen wir uns nun an wie es um das Bokeh bestellt ist wenn man das gleiche Foto mit einem Panasonic 3,5-5,6/14-42mm Objektiv bei 42mm Brennweite und Blende 5,6 aufnimmt.

Bokeh Test #3 - Panasonic 3,5-5,6/14-42

Die Strukturen im Hintergrund sind jetzt noch deutlicher zu erkennen. Aber das Foto wäre dennoch recht brauchbar. Hier wird auch schnell klar, dass man die  längste Brennweite man bei Kameras mit kleinem Sensor für eine gelungenes Portrait-Foto verwenden sollte.

Megazoom Objektive sind zwar bei „Lens-Nerds“ sehr verschrieben, aber dennoch mehr als praktisch. Ich fotografiere beispielsweise sehr gern mit dem Panasonic 3,5-5,6/14-140mm Megazoom. Schauen wir mal wie unser Bär bei ca. 42mm Brennweite mit diesem Objektiv bei vollständig geöffneter Blende aussieht.

Bokeh Test #4 - Panasonic 3,5-5,6/14-140mm V2

Im direkten Vergleich zum 12-42mm „Kit-Objektiv“ ist hier die Hintergrund-Unschärfe sogar ein wenig ausgeprägter. Dies liegt daran, dass Blende 5,6 bei dieser Linse erst bei 140mm Brennweite erreicht wird. Es ist bei mittleren Brennweiten also ein wenig lichtstärker als das Kit-Objektiv.

Nun treten wird ein paar Schritte zurück und fotografieren unseren Bären mal bei 140mm Brennweite mit dem 10-fach Zoomobjektiv bei vollständig geöffneter Blende, also bei F/5,6.

Bokeh Test #5 - Panasonic 3,5-5,6/14-140mm @140mm

Der Ausschnitt ist jetzt etwas anders, mein Garten ist einfach zu klein. Aber wir sehen schon, dass der Hintergrund jetzt recht schön verschwimmt. Und aufgrund des engeren Blickwinkels wird unser kleiner Bär auch viel stärker betont, weil das Objektiv wegen der langen Brennweite – die einem 280mm Objektiv im Vollformat entspricht – sehr viele weniger „Hintergrund sieht“.

Jetzt merken wir uns die Spitze des kleinen Bäumchens das da rechts im Bild etwas unscharf zu sehen ist. Danach montieren wir ein 100-300mm Telezoom an die Panasonic GH3 und fotografieren genau die Spitze dieses kleinen Baumes bei 300mm Brennweite – also 600mm im Vollformat!

Bokeh Test #6 - Panasonic 100-300 @300mm

 

Hier sehen wir nun sehr schön wie jetzt der Hintergrund völlig verschwimmt. Wer sagt, dass man mit Kameras die einen kleinen Sensor haben kein schönes Bokeh hinbekommt, der ist also ein Lügner oder hat einfach keine Ahnung. Aber vielleicht hat er auch nur die falschen Objektive…

Alle Beispielfotos habe ich für Euch in voller Größe bei flickr.com hochgeladen. Schauen wir uns nun dieses Bild in voller epischer Schönheit an. Nun fällt schnell auf, dass wir jetzt in Regionen vordringen in denen wir zwar eine schöne Hintergrundunschärfe erzielen können, aber die Tiefenschärfe im Gegenzug nur noch einige wenige Zentimeter beträgt. Also blenden wir dieses Objektiv jetzt auf Blende 11 ab und schauen wie es dann aussieht.

Bokeh Test #7 - Panasonic 100-300 @300mm F/11

Die Hintergrundunschärfe ist noch immer sehr ausgeprägt und in der 100% Ansicht kann man sehen, dass die Abbildungsqualität enorm zugelegt hat. Nun machen wir ein kleines Experiment und fotografieren die Spitze unseres kleinen Bäumchens mit einem alten Nikkor AiS 2,8/55mm das wir mit einem Novoflex-Adapter an die Panasonic GH3 montieren. Bei Blende 5,6 erhalten wir damit dieses Foto:

Bokeh Test #8 - Nikkor AiS 2,8/55mm @ F5,6

Das Bokeh und etwas „härter“, aber grundsätzlich ist auch dieses Objektiv an einer Micro-Four-Thirds Kamera sehr brauchbar, sogar wenn es um zwei Stufen abgeblendet wird um Abbildungsqualität und Tiefenschärfe zu erhöhen.

Fazit

Eine schöne Hintergrundunschärfe kann auch bei Micro-Four-Thirds Kamera sehr leicht erreicht werden. Allerdings muss man hier stärker auf den Bildaufbau achten als bei der Nutzung einer 35mm Kleinbild oder gar Mittelformat-Kamera. Wer für ein Portrait sein Modell schön vom Hintergrund abheben möchte, der muss dafür sorgen, dass der Hintergrund etwa doppelt so weit weg ist wie es bei einer 35mm Kamera notwenig wäre. Ist es nicht möglich diese Distanz zu erreichen, so kann man eine längere Brennweite verwenden. Bei 140mm Brennweite gelingen mit einer Panasonic GH3 Fotos deren Bokeh recht nah an dem ist was sich mit dem Nikkor AF-D 1,4/85mm erreichen lässt.

Wer ein solches Objektiv nicht hat oder sich nicht so weit von seinem Model entfernen kann, weil beispielsweise das Studio zu klein ist, der kann näher an sein Modell heran gehen und so das Bokeh etwas weicher gestalten. Hat man etwas Zeit, so empfiehlt es sich mit unterschiedlichen Blenden-Einstellungen zu fotografieren. Ein weiches Bokeh ist nicht alles. Was nutzt das tolle Bokeh wenn die Gesichter eines Models nicht wirklich scharf abgebildet wurden?

Hier muss man seinen Mittelweg zwischen Bokeh und Auflösung finden. Wer Kosten und Gewicht nicht scheut, der kann natürlich weiterhin zu größeren Sensor-Formaten greifen. Damit lässt sich das Bokeh leichter steuern, aber auf Reisen sind diese großen schweren Ausrüstungen eben auch oft ein Hindernis.

Noch ein Tipp: Mit einem neutralgrauen Filter kann man überschüssiges Licht „wegfiltern“ und so auch tagsüber bei hellem Sonnenlicht mit weit geöffneter Blende fotografieren. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit 4x Filtern gemacht. Sie dunkeln das Sucherbild in akzeptablem Maße ab und haben bei viel Licht noch keinen wirklich negativen Einfluss auf die Funktionsweises des Autofokus-Systems.

Abschließend kann ich das kleine preiswerte Olympus 1,8/45mm Objektiv allen empfehlen die gern Portraits fotografieren und denen ein schönes Bokeh dabei wichtig ist.

 

 

Ansgars kleine Fotoschule – Der richtige Moment

Gestern habe ich zu später Stunde noch etwas „Resteverwertung“ betrieben und aus altem Material ein kleines Video erstellt. Die Video-Schnipsel habe ich im Jahr 2011 aufgenommen während ich mehrere Wochen in den USA unterwegs war. Die drei ersten Wochen habe ich mit meiner Freundin Sandra verbracht. Wir waren ständig unterwegs und haben gemeinsam viel gesehen und erlebt. Aber die wirklich abgefahrenen „Foto-Momente“ habe ich erst erlebt als noch zwei Wochen lang allein unterwegs sein konnte und sie schon wieder arbeiten musste. Gemeinsam waren wir im Death Valley National Park. Es war schön und dieser Park hat mir sehr gut gefallen, aber wir sind fast keine Off-Road Pisten gefahren und haben nur recht wenig Zeit am frühen Morgen oder späten Abend außerhalb unserer Hotelzimmer verbracht. Es war Februar/März und dann kann es selbst im sonnigen Kalifornien recht kalt werden.

Am Tag der Heimreise meiner Freundin habe ich mich von Las Vegas erneut auf den Weg ins Death Valley aufgemacht und dort am zweiten Abend den Race Track besucht. Es ist eine weite höllische holprige Fahrt dorthin und ich weiß nicht ob ich ein zweites Mal dorthin fahren würde. Unterwegs gingen so schwere Regenschauer nieder, dass ich anhalten musste weil die Scheibenwischer keine klare Sicht mehr möglich machen konnten. Als ich letztlich am Race Track eintraf war es schon zu spät, ich hatte die mehr als fiese Anreise total unterschätzt. Die Spuren auf denen die Steine „um die Wette laufen“ sieht man nur ganz kurz vor Sonnenuntergang, dann wenn die Sonne ganz tief steht und die leichten Vertiefungen ihre Schatten werfen.

Also war ich etwas gefrustet, aber als ich schließlich ein paar Kilometer später ein Paar aus Bishop CA traf und mit ihnen ins Quatschen kam, spielte sich plötzlich am Horizont ein ganz ergreifendes Schauspiel ab. Die schweren Gewitterwolken schwebten klar konturiert über dem Race Track und die untergehende Sonne schien von links unten hinein. Während diese Wolkenformation rot zu leuchten begann zückten die beiden Fremden und ich unsere Kameras und schossen Bild um Bild.

Als ich das folgende Foto aufgenommen hatte war ich schon ganz glücklich und war kurz davor weiter zu fahren.

Death Valley - The Race Track

Doch dann geschah das unverhoffte Naturschauspiel und ich war wie elektrisiert. In kurzer Zeit habe ich mit unterschiedlichen Kameras und Objektiven wirklich viele Fotos aufgenommen, es waren sogar einige Dias dabei!

Death Valley Thunderstorm #1

Obwohl ich weit weg war, ließ sie die gesamte Pracht nur mit einem Extremweitwinkel einfangen. Aber mein Auto stand etwas weiter weg und die Objektive waren im Kofferraum. Also musste ich im Laufschritt zum Auto sprinten, schnell das Nikkor AF-S 2,8/10,5mm an meine Nikon D300 montieren und wieder zurück flitzen. In diesem kurzen Augenblick hatte sich das Schauspiel schon wieder verändert und war fast vorbei.

Death Valley Thunderstorm #1

Einige wenige coole Fotos waren noch möglich, aber dann war alles nur noch dunkle graue Suppe.

Fazit

In den meisten Fällen lohnt es sich Geduld aufzubringen und auf den richtigen Moment zu warten. Während man wartet kann man schon das eine oder andere Foto aufnehmen. Aber wenn es „ernst“ wird sollte man bereit sein und dann muss jeder Handgriff sitzen. Momente wie dieser dauern in der Regel nur wenige Minuten. Wer sich in diesen Momenten etwa mit seinem Stativ abmüht oder in den Tiefen der Kameramenüs nach der richtigen Einstellung sucht, der wird sich später ärgern. Tolle Fotos entstehen eben nicht nur durch Glück allein, sondern nur wenn man im richtigen Moment sein Handwerk beherrscht.

Daher empfehle ich jedem ambitionierten Amateur regelmäßig seine Kamera in die Hand zu nehmen, sich kleine fotografische Aufgaben zu stellen und den Umgang mit Kamera und Zubehör so lange zu üben bis alles wie im Schlaf funktioniert. Wer zwischendurch mal die Bedienungsanleitung seiner Kamera studiert ist hier zusätzlich im Vorteil.

Ich werde oft gefragt welche Kamera ich denn empfehlen würde. Im Gespräch kommt meist schneller heraus, dass der „Fragende“ bereits eine gute Kamera besitzt aber sie ganz und gar nicht bedienen kann und bislang immer zu faul war mal einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen oder sich durch ein gutes Buch zu schmökern. Oft wird beim Wunsch nach besseren Fotos die Hoffnung in das neue Equipment gesetzt, was aber ein Trugschluss ist. Ich selbst habe mir vor fast 20 Jahren meine erste E-Gitarre gegönnt und in den Jahren danach immer wieder neue, besser, tollere Instrumente gekauft. Letztlich kann ich noch immer nicht vernünftig Gitarre spielen und habe viel Geld für Instrumente ausgegeben die ich gar nicht beherrsche.

Mit teuren Fotoapparaten ist es eigentlich ganz genau so. Gibt man einem Eric Clapton eine Stratocaster aus Korea in die Hand die man im Musikgeschäft um die Ecke für 500 Euro kaufen kann, dann wird er auf dieser Gitarre unglaublich gut musizieren können. Bei einer Kamera ist es ganz ähnlich. Wer seine 500 Euro Kamera im Schlaf beherrscht und alles heraus zu kitzeln vermag was die Kamera bietet, der wird immer bessere Fotos schießen als die gut betuchten Besitzer gewaltig großer Kameras die sich an jedem schönen Sonntag mit ihrem Ausrüstung im Zoo abmühen und sich von ihrem „Foto-Führer“ die Zusammenhänge zwischen Zeit und Blende immer wieder mühsam erklären lassen müssen.

Wissen ist Macht – Nix wissen macht nix…

All jenen unter Euch die an ihren Fähigkeiten feilen wollen empfehle ich für den Anfang einen Blick in ein gutes Buch. Wer lieber via Kindle liest, der findet beispielsweise bei amazon.de auch sehr locker geschriebene und gut lesbare Bücher von Scott Kelby. Mir haben die folgenden vier Bücher von Tom Ang schon vor ein paar Jahren wirklich viel Spaß bereitet. Inzwischen mag es aktuellere Kameras als die in den Büchern abgebildeten geben. Aber wie gesagt, ein Eric Clapton vermag auch auf einer alten Gitarre gute Musik zu machen 🙂

TomAng-Profitechniken

TomAng-Fotogafieren-das-ganze-Jahr

TomAng-Wie-die-Profis

TomAng-Praxiskurs

Fotoschule Teil 9 – Reisefotografie III

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Im Vergleich zum Winter des letzten Jahres kann man diesen Winter eigentlich gar nicht so wirklich ernst nehmen. Der Grund ist ebenso einfach wie plausibel: Kalt ist woanders

Und weil sich auch beim Wetter im alles fein auszugleichen versteht, müssen gerade die Menschen in den USA und Russland heftig frieren während die dort nach Süden wandernden extrem kalten Luftmassen reichlich warme Luft von Nordafrika hinauf zu uns nach Europa drücken. Trotz des milden Wetters habe ich aktuell wieder einmal fieses Halsweh und die meiste Zeit des Wochenendes mit Tee und warmen Decken auf dem Sofa verbracht. Und weil das so extrem langweilig ist, habe ich von den schon auf Teneriffa vorbereiteten Videodateien ein neues Video zum Thema Reisefotografie für Euch bei YouTube hochgeladen.

 

Bereits gestern habe ich ein Video hochgeladen, das am gleichen Tag mal schnell zwischendurch entstanden ist. Es hat zwar mit der Fotografie nur wenig zu tun, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen unter Euch wie sich der SONY HDR-MV1 im Soundcheck gegen eine GoPro HD HERO 1080 schlägt.

 

Für alle die es noch nicht kennen in hier der zweite Teil zum Thema „Reisefotografie“.

 

Damit alles rund ist, habe ich hier noch den ersten Teil für alle die ihn noch nicht gesehen haben.

 

Ich hole mir jetzt eine Tasse heißen Tee aus der Küche und hoffe, dass ich pünktlich zu Beginn der neuen Woche wieder fit bin.

Fotoschule Teil 8 – Reisefotografie auf Teneriffa

Nach der Rückkehr aus Teneriffa habe ich nun einiges an Videomaterial woraus ich noch das eine oder andere kurze Video erstellen kann. Nachdem ich Euch im letzten Teil gezeigt habe was ich auf Reise aktuell dabei habe und wofür das alles ist, gibt es heute ein etwas kürzeres Video das ich nach einer Straßensperre schnell in meinem Auto auf Teneriffa improvisiert habe. Beim Schnitt habe ich noch ein wenig „Teneriffa-Bonusmaterial“ darunter „geschummelt“.

In den nächsten Tagen wird es hoffentlich einen kurzen dritten Teil zu diesem Thema geben. Danach habe ich noch etwas Material für einen Vergleich des SONY HDR-MV1 mit der GoPro HD-HERO 1080. Sobald das alles verarbeitet und veröffentlich ist werde ich mich langsam aber sicher mit dem Schnitt des eigentlichen Reisevideos beginnen. So seid Ihr dann schon ein wenig eingestimmt und könnt hoffentlich mit den Locations aus dem Reisevideo etwas mehr als nur den Namen verbinden.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Video 🙂

Ach ja, in meinem Video habe ich auch das „Glück“ angesprochen. Hier habe ich noch ein etwas älteres Video das ich im Jahr 2011 mit meiner Nikon P7000 im Monument Valley aufgenommen habe. An diesem Tag habe ich auf eine ganz besonderes Event gehofft und es sah lange so aus als wenn es nichts werden würde. Aber dann konnte ich doch noch ein paar schöne Fotos machen.

Am Tag danach habe ich gehofft, dass es noch besser wird, denn dieses Schauspiel gibt es im Frühjahr und im Herbst an jeweils drei Tagen im Jahr. Am zweiten Tag ist das Schauspiel etwas ausgeprägter und am dritten Tag sieht es etwa so aus wie am ersten Tag. Welcher Tag laut Kalender wirklich perfekt ist, das kann man in den einschlägigen Internet-Foren erfragen oder man hat eben gleichgesinnte Mitstreiter die bereit sind sich zusammen mit Euch die Beine in den Bauch zu stehen und ordentlich lange für eine gutes Foto zu frieren. Aber ob das Wetter dann auch wirklich so mitspielt wie man es sich erhofft, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Also viel Spaß bei diesem Video das ich nach meinem damaligen Fotofreund Allan Vasenius aus Los Angeles benannt habe. Hier ist noch ein Foto das Allan mir später geschickt hat.

The Vasenius Shadow at Monument Valley

Nach meiner Rückkehr hat Allan mir eine E-Mail geschickt in der er seine Reise für mich und seine Freund zusammengefasst hat. Ein paar schöne Fotos gibt es dort auch zu sehen.

Fotoschule Teil 7 – Reisefotografie

Nach unserer Heimkehr aus Teneriffa ist nun etwas Zeit um mich durch die vielen Stunden Video-Material zu arbeiten und mehrere tausend RAW-Bilder zu sichten. Im Vergleich zu den letzten Reisen ist meine „fotografische Beute“ diesmal etwas bescheiden ausgefallen. Dies liegt daran, dass zwei sehr schöne Locations geschlossen bzw. nicht mehr erreichbar sind und weil ich in diesem Jahr wesentlich mehr gefilmt als fotografiert habe.

Dementsprechend geht es Teil 7 meiner Serie „Ansgar’s kleine Fotoschule“ nicht nur um die Fotografie sondern auch um die Hilfsmittel zur Erstellung schöner Videos die ich diesmal dabei hatte. Einige der Dinge die Ihr im Video zu sehen bekommt habe ich nicht so nutzen können wie ich es mir vorgenommen oder gewünscht habe. Das lag auch am ungewöhnlich kalten Wetter und meiner noch immer sehr angeschlagenen Gesundheit.

So war ich nur einmal zu nächtlicher Zeit über den Wolken hoch oben im Gebirge. Es war so bitterkalt, für einige neue Fotos der Milchstraße wollte ich keine neuerliche Lungenentzündung riskieren. In den letzten Tagen gab es wieder reichlich neuen Schnee mit schwerem Glatteis auf Teneriffa. Es war nicht lustig und es hat fast eine Woche gedauert bis die Straßen wieder befahrbar waren. Aktuell zeigt sich der höchste Berg der Spanier wieder herrlich weiß verschneit und ich wenn ich die Facebook-Fotos der Menschen aus La Orotava sehen, möchte ich am liebsten gleich wieder hin 🙂

Aber nun muss erst einmal das Geld für die nächste Reise verdient werden. Mit ein wenig Glück geht es in ein paar Monaten nach zweijähriger Pause endlich wieder in die USA. Schauen wir mal, schöne Fotos bspw. aus dem Yellowstone Nationalpark habe ich bislang noch keine in meinem Portfolio.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Video, ich habe es mit dem SONY HDR-MV1 Audiorecorder und einer Nikon 1 V2 aufgezeichnet. Die Tonspur kommt vom SONY HDR-MV1. Wer also überlegt sich dieses sehr coole kleine Ding zu kaufen, der sollte sich das Video ggfs. beispielsweise via Apple TV auf dem heimischen Fernseher und über eine große Stereoanlage anhören. Zu Beginn des Videos hört man dann auch schon wie extrem empfindlich die Mikrofone des HDR-MV1 sind. Ich habe eine etwas hastige Bewegung gemacht und das Gerät ein wenig durch die Gegend geschwenkt und man hört auf guten Lautsprechern sehr deutlich die damit verbundenen Windgeräusche!

Dann gibt es noch eine Szene in der ich einige streitende Tiere im Affengehege aufgenommen und dies als Tonspur für eine kurze Video-Sequenz verwendet habe. Eigentlich war es an diesem Tag im Jungle-Park fast windstill, aber eine ganz leichte Brise gab es doch und wer genau hinhört, der hört sie im Video auch sehr deutlich.

SONY-HDR-MV1-1

Mein Fazit:

Die Video- und Audioqualität des SONY HDR-MV1 hat mich sehr überzeugt. Allerdings sollte man das Gerät nur in geschlossenen Räumen verwenden. Einen Windschutz kann man aufgrund der Bauweise gar nicht oder nur sehr schlecht anbringen. Daher könnte man es bei Außenaufnahmen bspw. mit einem Nikon ME-1 inkl. Windschutz kombinieren. Das habe ich versucht und die Ergebnisse waren auch ganz ordentlich. Besser eignet sich für den Außeneinsatz allerdings der ZOOM H2n inkl. Windschutz. Leider hatte ich diesen Windschutz daheim vergessen. Also habe ich meist mit einer etwas zusammen gerollten kleinen Socke improvisiert. Es sah zwar etwas komisch aus, hat aber durchaus gut funktioniert.

In den nächsten Tagen gibt es noch einen kurzen zweiten Teil zu diesem Video und dann habe ich auch noch etwas Material zum Thema „Fotografieren bei Nacht“. Es wird also nicht langweilig werden 🙂

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback. Schreibt mir doch mal was ihr alles auf Euren Reisen mitschleppt, was ihr davon letztlich doch nicht benutzt und wie ihr es künftig handhaben wollt. Ich freue mich darauf!!