Lord Helmchen – Schuberth S1 pro versus Shoei Qwest

 

Der Wecker geht um 6h55 – ich bin platt – das Hechtsheimer Weinfest steckt mir noch in den Knochen. Ab unter die Dusche, danach geht es schon besser. Rüber zum besten Frühstück der Welt und schon ist alles wieder ok. Wenig später sitze ich wieder auf meinem blauen BMW und fahre zum Büro. Ein Gehörschutz ist nicht eingestöpselt und ich achte penibel auf alle Geräusche und das sind echt viele…

Später am Abend geht es zu Polo, ich will mal den Shoei Qwest zur Probe fahren. Bei meinem Schuberth passt seit dem Visier-Wechsel nichts mehr so richtig, es zieht in den Augen und sie sind ständig nur noch gerötet und brennen. Im Internet habe ich nur Lobeshymnen auf den Qwest gelesen. Es soll der ultimative leise Tourenhelm von Shoei sein, das will ich genauer wissen!

Der Verkäufer bei Polo hat mit einer Probefahrt gar kein Problem. Ich muss nur meinen Personalausweis abgeben und schon kann es losgehen. Vorher montiert er mir noch das Visier mit der Verlaufstönung – da stehe ich ja voll drauf! Den Windabweiser für das Kinnteil findet er leider nicht. Also geht es mit einem nagelneuen serienmäßigen Helm der 449 Euro kosten soll auf Probefahrt. (Plus 65 Euro für das Visier!!)

Nach den ersten Metern wird mir klar, es gibt keinen Helm auf der Welt der so leise ist wie ich es mir wünschen würde. Ich rufe mir die Geräusche der Anfahrt in Erinnerung und muss sagen, bereits auf den ersten Metern wirkt der Shoei Qwest lauter als mein mittlerweile fünf Jahre alter  Schuberth S1 pro. Wenn ich das Kinnteil mit der Hand abdecke ist es viel besser, der Windabweiser ist ein MUST!! Es geht über die B9 ein Rhein entlang, es ist viel los und ich kann nicht so schnell fahren wie ich gern würde. Aber das muss auch sein, das gehört zum Biker-Leben einfach dazu. Kurz vor Nierstein wende ich und fahre zurück. Nun kann ich mal ein Stück auf etwa 180 km/h beschleunigen. Der Shoei liegt überaus ruhig im Wind, seine Aerodynamik ist wirklich gut. Aber im Nacken zieht es, da deckt der Schubert den Kopf besser ab. Und die Geräusche sind höllisch. Es zieht von unten in das offene Kinnteil und es ist als würde man mit einem Auto mit offenen Scheiben mit 100 km/h über die Autobahn fahren. Ich probiere ein wenig mit den Lüftungsschlitzen. Die Belüftung ist recht gut, aber die Aufbauten erzeugen unangenehme hohe Pfeifgeräusche.

Das war also nix, kein Helm für mich, da ist der Schuberth eher mein Ding. Er sitzt irgendwie bequemer und ist doch ein wenig leiser – wenn man 85 dB bei 100 km/h auf einem unverkleideten Motorrad leise nennen kann!!

Kurz vor dem Quartier 65 dann ein Stau. Auf der Straße liegt ein total zerdeppertes kleines Motorrad, vielleicht ein 125er oder eine 80er. Was genau geschehen ist kann ich nicht erkennen, aber es sind Rettungswagen da und überall sind Gaffer und Polizisten. Ich muss daran denken, dass ich noch nie mit dem Motorrad gestürzt bin – toi toi toi – so soll das auch bleiben! Als Jugendlicher habe ich mich mal mit einer 50er auf die Klappe gelegt – das hat mir gereicht!!

Am Hotel hole ich kurz die Koffer und dann geht es zurück zu Polo. Den Helm kann ich einfach zurückgeben. Er wird geputzt, das Visier wird wieder eingeschweißt und dann wartet er auf den nächsten Probefahrer. Ein toller Service. Bei Louis hätte ich den Helm komplett bezahlen müssen und hätte danach das Geld erstattet bekommen – was soll das?? Vielleicht sind die Jungs bei Polo doch cooler als bei Louis :-}

Egal, ich kaufe noch Pflegemittel für die Motorradjacke, einen kleinen Trox-Schlüssel um das Visier meines Schuberth S1 pro justieren zu können und noch zwei neue Ohrenstöpsel für 25 Euro. Mal sehen wie die sind! Die beiden Stöpsel die ich in der letzten Woche bei Louis gekauft habe, benutzt jetzt meine Freundin Sandra. In meinen Ohren halten die kleinen Dinger nicht, erst bekomme ich sie nicht hinein und dann fallen sie nach einigen Minuten von allein wieder heraus. HEAROS heißen die Dinger, leider auch nichts für mich…

Zurück im Hotel habe ich Hunger und es gibt Rettung – Herr Schreeb macht mir einen Teller mit Makrele, Tomaten und Vollkornbrot – genial!

Frisch gestärkt probiere ich mal meine „gute“ Logitech QuickCm 9000 Pro an meinem MacBook aus. Sie wird auf Anhieb erkannt und ich kann ein bisschen Quatsch mit Photo Booth machen. Leider ist die Auflösung dieser Kamera in Photo Booth nur 640×480 Pixel. Die Kamera kann volle 1080p – also Full HD! Doch das fortschrittlichste Betriebssystem aller Zeiten hat noch nichts an Bord was HD kann und Logitech liefert auch nichts – ziemlich blöd! Im Apple App-Store finde ich das Programm „Vision HD“ – es kostet nur 3,99 € – aber es ist totaler Schrott. Also probiere ich es mal mit Moso HD – das kostet 11,99 € und der Download ist 75,3 MB groß. Das Programm funktioniert und verspricht HD – aber bei meinen ersten Tests sieht es nach allem aus – aber nicht nach HD – aber mal abwarten…

Wie einfach ist das doch unter Windows 7 – aber das ist ja von der „Bösen Macht“ und total veraltet – zumindest wenn man den stets gut gestylten Verkäufern im Apple-Store glauben darf – aber Design ist eben nicht alles…

Letztlich entsteht nur dieses kleine spaßige Filmchen…

GoPro Montage

Es ist Sonntag und das Wochenende ist schon wieder mal vorbei. Sandra ist mit der weißen K1200 um 15h in Richtung Heimat aufgebrochen. Ihre Yamaha ist beim Schrauber und ihrem Auto geht es auch nicht gut. Also ist sie am Freitag mit dem Zug angereist. Der Großbrand in Minden hat diese Fahrt zu einem unschönen Abenteuer werden lassen, das will sie sich heute ersparen. Am Samstag waren wir noch kurz beim Louis in Koblenz. Von dem was wir kaufen wollten haben wir nichts bekommen, aber statt dessen hat Sandra jetzt einen neuen Helm – einen richtig schicken SHOEI – und ich überlege ob ich diesen Helm nicht auch einmal zur Probe fahren soll. Mein Schubert geht mir inzwischen auf die Nerven. Alles fing mit dem kaputten Visier an. Nun ist das dritte Visier montiert, es gibt neue Scharniere, ein neues Anti-Beschlag-Visier, aber irgendwie passt das alles einfach nicht so recht. Es zieht in den Augen und beim Öffnen und Schließen löst sich das Anti-Beschlag-Visier immer mal wieder. Das ist alles sehr unbefriedigend und zudem ist der Helm bei meiner Körpergröße und Sitzposition mit dem AC-Schnitzer Superbike-Lenker laut wie die Hölle. Aber 150 km/h kann man den Kopf kaum noch gerade halten, da hilft nur eine geduckte ziemlich unbequeme Sitzposition. Na, vielleicht probiere ich am Montag mal Sandras neuen SHOEI aus 🙂

Aber eigentlich geht es in diesem Post ja um die Montage der neuen GoPro Kamera 🙂 Bei meinem vorletzten Besuch beim Louis in Mainz habe ich mir eine GoPro Rohrhalterung für 25 Euro gekauft. Dieser Halter ist für ein Fahrrad grundsätzlich ok, aber an einem Motorrad ist es doch eine wacklige Angelegenheit.

So sieht der GoPro Rohrhalter aus:

Da ich dieser Konstruktion von Anfang an nicht wirklich getraut habe und da noch ein kompletter zweiter RAM-Mount-Satz für ein TomTom Rider daheim liegt, habe ich mir zusätzlich gleich eine M-8 Haltekugel für die Gabelbrücke gekauft. Zusammen mit der Kopfplatte und dem Arm des RAM-Mount-Systems ergibt sich so ein wirklich toller Halter. Die obere Platte habe ich gründlich entfettet und dann den flachen Klebehalter aufgeklebt den GoPro zur Kamera mit geliefert hat. Das ganze wird noch mit einer kleinen Kordel gesichert, damit ich die nicht ganz preiswerte kleine Kamera nicht mal aus Versehen verliere 🙂

Hier sind die Einzelteile:

Und so sieht es fertig montiert aus:

Ok, nun aber auf nach Mainz – den neuen Halter testen 🙂

Wenn der Vater mit dem Sohne

 

Ich glaube so hieß mal ein alter Film mit Heinz Rühmann – wie dem auch sei – heute wollen mein Sohn und ich eine kleine Motorradtour machen. Er hat um 13h20 die Schule aus und ich will ihn um 14h bei der Mama abholen. Ein Stunde vorher werfe ich noch einen Blick auf mein Telefon, da ist eine SMS von Leon. „Hi Papa, es ist 7:17 und ich bin gerade aufgestanden. Es regnet, sollen wir nicht heute lieber etwas anderes machen?“ Ein kurzer Blick aus dem Fenster, der Himmel ist schwer bewölkt aber vielleicht haben wir doch Glück. Ich antworte ihm per SMS, dass wir es doch versuchen sollten.

Kaum ist die SMS raus, da fängt es an zu regnen. Was für ein Mist. Während ich überlege was wir statt einer Motorradtour machen könnten, hört es nach einigen Minuten schon wieder auf und die Sonne kommt durch. Na wer sagt es denn! Es ist Juli und das Wetter ist wie im April. Ok, doch schnell in die Mopedklamotten steigen und los. Als ich bei Leon ankomme ist er schon abfahrbereit. Schnell den Helm auf den kleinen Kopf, den „Sicherheitsgurt“ um den Papa geschlungen und schon geht es los.

Wir wollen zum Café Fahrtwind und dort eine große Portion Fritten mit Ketchup und Mayonnaise essen. Ich habe die neue kleine GoPro Kamera an meinem Motorrad montiert, schnell aktivieren das Ding und den Auslöser drücken, schon geht es los. Wir fahren ein Stückchen Autobahn und dann bei Grafschaft ab in die hügelige Landschaft der Voreifel. Etwa 30 Minuten später sind wir schon am Café Fahrtwind. Es ist nicht viel los auf den Straßen und am Café Fahrtwind sind wir die einzigen Gäste, so kenne ich das gar nicht. Es gibt einen kleinen Plausch mit dem supernetten Chef und die Fritten bereitet er uns höchst persönlich zu – prima 🙂

Als wir uns mit unserem Malzbier draußen hinsetzen wollen gibt es ein paar Regentropfen. Ob wir besser reingehen? Gedacht getan! Doch die Regentropfen hatten sich irgendwie verirrt, es bleibt alles trocken! Als wir unsere Fritten aufgegessen haben, geht es wieder weiter. Schnell die GoPro starten, das TomTom anwerfen und los. Eigentlich würde ich gern in Richtung Mosel fahren und dann am Rhein entlang zurück nach Bonn. Aber im Süden ist der Himmel so tief schwarz, das sieht aus als wäre der Weltuntergang nicht weit weg. Wir fahren zurück nach Ahrbrück und nehmen dann ein paar Straßen die ich gut kenne, die ich aber schon eine Weile nicht mehr gefahren bin. Für mich ist es in Heimspiel und während wir durch verwunschene Wälder düsen hoffe ich, dass es meinem Leon auch ein wenig Spaß macht.

In der Nähe von Ahrweiler machen wir noch eine kleine Pause und sind dann irgendwann zwischen 17h und 18h wieder in Bonn bei seiner Mama. Eine schöne Tour war das, leider hatten wir nicht so viel Zeit uns etwas zu erzählen. Beim nächsten Mal gehen wir vielleicht mal wieder zum Shoppen in die Stadt 🙂

Auf dem Rückweg bin ich der Meinung, dass die kleine GoPro Kamera eingeschaltet ist. Später stelle ich dann fest, dass ich statt einer Video-Sequenz lediglich ein paar blöde Snapshots gemacht habe – schade – so ist die Runde nicht ganz vollständig. Das ist aus meiner Sicht der große Nachteil dieser kleinen Kamera, man kann während der Fahrt nicht sehen ob sie wirklich eingeschaltet ist. Das Display ist sehr klein und nicht beleuchtet. Die Bedienung mit den beiden Tastern ist ein wenig kryptisch und die blinkende kleine Leuchtdiode sieht man einfach nicht. Wäre sie auf der Oberseite, so hätte man eine gewisse Kontrolle. So kann man immer nur hoffen, dass alles ok ist. Später kommt dann die große Überraschung – oder eben auch nicht…

Man stelle sich vor, dass jemand mit dem Ding einen Fallschirmsprung macht, vielleicht sogar zusammen mit Kumpels und in toller Formation. Alles aufwändig, lange geübt und nicht ganz preiswert. Abends am Computer stellt man dann fest, dass die Kamera nicht richtig eingestellt war und es nur ein paar verwackelte JPGs gibt – ist doch blöd – oder?

Hier habe ich noch eine zweite Version des Videos, die ich mal auf die 20-fache Geschwindigkeit gebracht habe. So richtig gefällt sie mir aber nicht, ich finde sie einfach zu schnell. Die obige Version ist 8-fach beschleunigt, das gefällt mir besser und man ist beim Anschauen auch nicht ganz so knapp vor einem epileptischen Anfall 🙂

Bonn nach Mainz im Zeitraffer

 

Es ist 17h am Donnerstag und ich kann schon ins Wochenende starten. Zuerst geht es vom Büro zum Appartement, umziehen, die sieben Sachen zusammenpacken und dann rauf aufs Motorrad. Über die Route habe ich mir keine großartigen Gedanken gemacht, ich will erst einmal raus aus Mainz und dann vielleicht mal Rhein entlang, aber mal sehen.

Die ersten paar hundert Meter ist noch alles gut. Es ist etwa 17:30 und es sind angenehme 25 °C, vor mir liegen ca. 150 Kilometer Fahrspaß – denke ich – doch es soll noch ganz anders kommen…

Kaum auf der Autobahn ist da ein riesiger Stau weil kurz vor dem Mainzer Tunnel ein Auto liegen geblieben ist. Als das durchgestanden ist will ich weiter bis Bingen auf der Autobahn fahren. Doch dann wieder ein Stau, nicht ganz so groß, aber auch nervig. Ich entschließe mich die Autobahn zu verlassen, doch diese Ausfahrt ist gesperrt. „Meine“ Fahrbahn wird gerade neu asphaltiert. Es zwängen sich vier enge Fahrspuren auf endlosen Kilometern über die gegenüberliegende Seite der Autobahn. Die Zeit vergeht im Zeitraffer. Neben mir stehen dicke LKW und pusten mir den Ruß auf das Visier. Nach einer halben Stunde kann ich die Kupplung kaum noch ziehen, ich stehe jetzt insgesamt schon fast eine Stunde im Stau herum. Dann die Erlösung, es ist ein Auto liegen geblieben, ein Polizist steht daneben und winkt damit die Gaffer weiterfahren und den Stau nicht noch länger machen.

Endlich bin ich an einer Ausfahrt, es ist schon kurz vor Bingen. Also runter von der Autobahn, wer weiß was mich noch erwarten würde. Es geht über die B9 in Richtung Rhein. Bei Bingen muss ich anhalten. Der Gehörschutz, den ich mir kurz vor der Abfahrt noch schnell bei LOUIS für 5,95 Euro gekauft habe, ist schon wieder heraus gerutscht. Diese kleinen Silikon-Dinger sind ja nett, aber erst bekommt man sie in die Ohren nicht hinein und dann fallen sie von allein wieder heraus. Kann das im Sinne des Erfinders sein? Ich muss mal bei Hein Gericke schauen, ob die nicht etwas haben was in meinen Ohren besser funktioniert.

Nachdem die guten alten Ohropax in die Ohren gestopft sind geht es wieder weiter. Als ich um kurz vor 21h daheim ankomme bin ich fix und fertig. Fast vier Stunden hat die Fahrt ins Wochenende gedauert. Kurz lüften, etwa trinken und dann auf dem MacBook mal schauen wie die Video Sequenzen mit der neuen GoPro geworden sind.

Die Verarbeitung dauert ewig lang. Während dessen spiele ich mal ein wenig mit Photo-Booth herum. Das Ergebnis lade einfach mal so wie es ist bei YouTube hoch und verlinke es in einem kurzen Artikel. Als ich das Video dann anschaue sind Bild und Ton in keiner Weise synchron – was ist denn da schon wieder schief gelaufen?

Also alles löschen und ab ins Bett – meine Abonnenten werden sich fragen was das denn wohl ist – aber heute werden sie ja aufgeklärt 🙂

Am nächsten Tag steht eine Motorradtour mit meinem Sohn auf dem Programm, um 14h soll es losgehen. Es ist also noch etwas Zeit um das Video zu schneiden und in den Wartezeiten mal den Staubsauger zu benutzen. Während die Reinigung der Wohnung schnell gute Formen annimmt, geht es mit dem Video nur schleppend voran. Die Datenmengen sind gewaltig. Der Film ist relativ schnell geschnitten, aber der Export ist langwierig. Das kleine MacBook arbeitet zwei Stunden vor sich hin um dann irgendwie abzubrechen, es ist kein Video auf der Festplatte. Ich starte neue und versuche allerhand, bis es schließlich klappt. Das Video hat in guter Qualität bei einer Auflösung von 720p satte 4,43GB !!!

Also eine zweite Version erstellen, doch es ist schon 13h und ich muss langsam los um meinen Sohn abzuholen. Das Video muss also noch warten.

Als ich spät am Abend wieder daheim bin, geht es weiter. In iMovie wähle ich „Exportieren mit Quicktime“ und schraube so lange an den Einstellungen bis letztlich eine etwa 0,45GB große Datei entsteht. 10% der Originalgröße – das ist doch was – aber man sieht auch den Unterschied! Leider kann ich alles andere in diesem Leben wohl nicht mehr bei YouTube abladen 🙂 Also hoch damit.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich geschafft – mein neues Video ist online 🙂

Und beinahe wäre sie weg gewesen…

Es ist Mittwoch, es ist weniger heiß und allen scheint es wieder ein wenig besser zu gehen. Jedenfalls vergeht dieser Tag wie im Flug und am Abend soll es noch besser werden! Um kurz nach 17h geht es zusammen mit Hermann auf zu unserer ersten gemeinsamen Tour. Hermann will mir mal seine Heimat zeigen, das Rhein-Hessische und das größte zusammenhängende Weinbaugebiet Deutschlands.

Am Himmel hängen schwere Wolken und wir sind skeptisch ob wir es wirklich wagen sollen, aber nun haben wir es schon so oft geplant und immer wieder verschoben, heute ist der Tag der Tage. Über die A60 geht es in Richtung Bingen, dann auf die A63 in Richtung Alzey. Kurz drauf biegen wir ab und dann beginnt der große Spaß. Eine richtig tolle Landschaft mit richtig vielen schönen Kurven. Doch kurz bevor wir nach etwa 90 Minuten unser Ziel erreichen beginnt es zu regnen. Also wollen wir uns eine nette Kneipe suchen, aber die haben heute irgendwie alle geschlossen. Zwei Fehlversuche später entschließen wir uns zurück nach Mainz zu fahren und mal wieder das Heiliggeist aufzusuchen, da waren wir schon lange nicht mehr.

Inzwischen haben wir die Motorräder getauscht. Ich fahre jetzt einen Boxer mit 1150 ccm und Hermann sitzt auf meiner blauen Turbine. Ungewohnt ist es für mich. Hermanns BMW fährt sich im Grunde genommen so wie meine R850r die ich im letzten August in Zahlung gegeben habe um mir die blaue K1200r zu kaufen. Es ist wie eine Zeitreise, ich muss an Hauke denken, wie er ein ähnliches Motorrad im letzten Jahr mal als „gemütlichen Panzer“ bezeichnet hat. Hermann hat an der K1200 richtigen Spaß, ich komme gar nicht hinter her. Er schwingt sich durch die engen Kurven wie ein junger Gott und es kommt mir vor  als könnte ich sein Grinsen noch aus einigen hundert Metern Entfernung sehen.

Kurz vor Mainz stehen wir dann eine Weile vor einer Baustellenampel und Hermann gibt seine ersten Eindrücke preis – „Die gebe ich nicht mehr wieder her!“  Oh je, das wird noch schwierig 🙂

Später im Heiliggeist gibt es dann etwas Leckeres auf die Gabel und ein wirklich ausgedehntes „Benzingespräch“. Als wir das Restaurant verlassen hat es doch noch angefangen zu regnen. Aber das ist uns egal, es war eine schöne Tour, das Essen war lecker und endlich ist es nicht mehr so drückend warm. Der Weg nach Haus ist kurz und Hermann winkt mir ganz vergnügt zu als ich nach rechts zum Quartier 65 abbiege.

Raus aus den nassen Klamotten, Zähne putzen und mal kurz schauen ob der Upload des letzten Videos geklappt hat. Hey super, es ist online – es geschehen noch Zeichen und Wunder 🙂

Hier ist also der mit Musik untermalte Zusammenschnitt der ersten Testfahrt die ich am Montag mit „Tyler Durden“ unternommen habe – seinen richtigen Namen habe ich ja leider vergessen – schade eigentlich… Und auch hier ist gleich wieder ein Tippfehler im Titel – ich sollte nicht immer bis spät in die Nacht an diesen kleinen Videos herumbasteln…

 

Und so sieht die Tour in Google Earth aus – habe ich übrigens mit meinem TomTom Urban Rider aufgezeichnet..