Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz – Tag 4

Noch heute erinnere ich mich gut an den Januar 2000 und wie es war zum ersten Mal die Schweiz nicht nur kurz mit dem Bus auf dem Weg nach Italien zu durchqueren. Damals habe ich mir am Flughafen Zürich Kloten bei SIXT einen Golf gemietet und bin damit zu einem Meeting nach Luzern gefahren. Ein Navi hatte der Mietwagen damals noch nicht und so musste ich meinen Weg selbst finden. Irgendwie habe ich es damals geschafft die Autobahn in Richtung Süden auf der westlichen Seite des Zürisees zu finden. An einer Raststätte habe ich damals angehalten und mir eine Straßenkarte für die Schweiz gekauft. Danach ging es über einen unscheinbaren kleinen Pass (den Hirzel) in Richtung Zug und weiter nach Luzern.

Viele Monate später war das dann alles kalter Kaffee, die anfängliche Unsicherheit war verflogen und die Schweiz wurde von Montag bis Freitag so langsam aber sicher meine zweite Heimat. Heute fast 12 Jahre später habe ich mehrere Jahre dort verbracht und habe das Land und seine Menschen schätzen und lieben gelernt.

Im Pfingstmontag 2000 habe ich meine alte BMW abgestaubt und bin mit ihr nach Luzern gefahren. In den folgenden Monaten habe ich dieses Land nach Feierabend mit meinem schönen alten 50PS „Dampfer“ durchkämmt und wirklich viele tolle neue Orte, Täler und Pässe entdeckt. Richtig genial fand ich immer den Pragelpass der vom Muotatal bei Schwyz in Nord-Östlicher-Richtung zum Klöntalsee bei Glarus führt. Nimmt man den Klausenpass für die „Rückreise“ so hat man eine großartige etwas abenteuerliche „Feierabendrunde“.

Die Wettervorhersage für heute war nicht wirklich berauschend und so hatte ich heute die Idee, diese Runde endlich einmal wieder abzufahren. Doch bim Blick in die Liste der Alpenpässe wurde schnell klar, dass der Pragelpass derzeit gesperrt ist. Außerdem haben wir Sonntag, da ist er eh gesperrt. Also Plan-B – über den Klausenpass nach Glarus, dann zum Klöntalsee und danach vorbei am Zürisee über den Hirzel und Zug zurück nach Buochs. Das sollte Spaß bringen und locker an einem Tag zu schaffen sein.

Also los… Kurz bevor der Klausenpass landschaftlich wirklich toll wird halten wir kurz an und ich „klebe“ die kleine GoPro HD HERO 1080 auf das Glasdach meines silbrigen Spaßmobils. Es geht weiter bis kurz unterhalb der Passhöhe. Dort halten wir an, die Aussicht ist grandios. Sandra mag nicht aussteigen, sie hat Höhenangst und es geht gleich neben dem Auto kräftig tief nach unten. Also schieße ich mir der kleinen Fuji X100 ein paar Fotos. Das ist aber gar nicht so einfach. Versucht man sein Bild über das rückwärtige Display zu komponieren, so erkennt man im gleißend hellen Sonnenlicht eigentlich gar nichts. Verwendet man den tollen Hybridsucher, so sieht man zwar alles, aber es ist trotzdem schwer den richtigen Ausschnitt zu finden, denn der  Leuchtrahmen zeigt doch nicht ganz exakt das was schließlich auf dem Chip landen wird. Verwendet man des „vollelektronische“ Sucherbild, so ist es irgendwie zu dunkel und so richtig hilfreich ist es daher auch nicht.

Hier einige Impressionen dieser tollen Tour. Das „Fahrvideo“ gibt es wenn ich wieder daheim bin und einen vernünftigen Internetzugang habe!

Alle Fotos sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken…

Mit der GoPro HD HERO 1080 auf dem Klausenpass

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Auf dem Klausenpass mit GoPro HD HERO 1080

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100

Unter diesen Bedingungen ist eine Spiegelreflexkamera nach wie vor so richtig schwer im Vorteil! Ganz egal wie hell es in der Umgebung auch sein mal, mit einer Spiegelreflexkamera kann ich mein Bild in aller Ruhe komponieren. Das geht mit der X100 auch, aber man muss doch deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Wohlgemerkt nur bei extrem heller Umgebung!

Auf der Rückseite des Klausenpass ist es schwer nebelig. An einer Spitzkehre halten wir trotzdem kurz an und ich versuche mich mit einigen Makro-Fotos. Ohne Nahlinse geht das mit der X100 nicht so richtig gut, aber die Ergebnisse sind dennoch ganz brauchbar.

Auf dem Klausenpass mit Fuji Finepix X100 - Makro-Testfoto

Es geht weiter zum MacDonald‘s bei Glarus. Dort gibt es ein schönes Kaltgetränk und einige industriell gefertigte Kohlehydrate…

Wenig später sind wir dann am Klöntalsee. Über dem gewaltigen Gebirgsmassiv auf der Rückseite des Sees wabern schwere Wolken hin und her, es sieht fast aus als wären die Bergzipfel in Zuckerwatte gehüllt. Wirklich sehen kann man sie nicht, aber sie lassen sich erahnen. Dadurch, dass sich die Wolken dort oben fleissig abregnen stürzen an vielen Stellen geniale Wasserfälle aus mehreren hundert Metern Höhe in die Tiefe. Das kenne ich so sonst nur aus Norwegen. Aber auch bei meinem „Erstkontakt“ vor 12 Jahren mit dem Motorrad hatte es am Vortrag schwer geregnet und bereits damals haben mich diese Wasserfälle völlig fasziniert. Leider hatte ich damals nur eine kleine APS-Kamera dabei! Als ich ein paar Jahre später erneut dort war, schien die Sonne, der Himmel war super blau und von Wasserfällen war keine Spur zu sehen, man kann nicht immer Glück haben…

Heute ist das anders! Schlechtes Wetter ist gutes Fotowetter, das zeigt sich hier einmal mehr!

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Am Klöntalsee mit Fuji Finepix X100

Als ich gerade mitten drin bin in meiner Fotosession mit Infrarot-Filter und Stativ, macht unerwartet die Batterie schlapp. So ein Mist! Eine Ersatzbatterie habe ich, aber sie liegt daheim in Bonn. Ein Ladegerät habe ich dabei, aber wir müssten zurück zum MacDonald‘s fahren und uns dort eine Steckdose suchen und dazu haben wir keine Lust. Also öffnen wir das Dach des Spaßmobils und genießen einfach die tolle Straße die uns am Seeufer entlangführt.

Später geht es wie geplant über den Hirzel nach Zug. Dort „parkieren“ wir das Auto in einem neuen schier unglaublich sauberen Parkhaus und genießen den unerwarteten Sonnenschein in einem der viele Cafés direkt am Zuger Seeufer. Das Leben kann wirklich schön sein!

Als der Tag sich dem Abend entgegen neigt, geht es entlang am Seeufer in Richtung Brunnen. Dort zweigen wir nach Süden ab und umrunden wieder einmal den „unteren“ Teil des Vierwaldstätter Sees. Pünktlich zum Abendessen sind wir zurück am Hotel und lassen es uns dort noch eine Weile gut gehen. Was für ein toller Tag! Morgen geht es weiter und morgen sind alle Akkus frisch geladen und die Speicherkarten leer gefegt…

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz – Tag 2

Nach einer stürmischen Nacht mit Gewitter und schweren Regenfällen sieht unser Alpenpanorama am nächsten morgen ziemlich traurig aus. Die Wolken hängen tief und lassen nichts Gutes für den Rest des Tages erahnen. Schnell ein paar Foto mit der Fuji X100 knipsen und dann geht es auf zum Frühstück.

Morgenstimmung am Vierwaldstätter See bei Buochs

Morgenstimmung am Vierwaldstätter See bei Buchs mi Fuji X100

Beim Frühstück bin ich erstaunt, dass das Rührei 6 Franken extra kostet. Aber es ist lecker und sicher aus besonderen Bio-Eiern hergestellt. Morgen werde ich ein einfaches gekochtes Ei essen, das ist im Übernachtungspreis enthalten…

Nach dem Frühstück geht es auf in Richtung Luzern. Wir entscheiden uns für den langen Weg um den süd-östlichen Teil des Sees herum. Kurz hinter Buochs biegen wir bei Beckenried versehentlich falsch ab und landen so in einer wirklich schönen viele Kilometer langen Sackgasse hoch oben auf dem Seelisberg der gewagt in den Vierwaldstätter See hineinragt und famos Ausblicke auf die anderen Ufer dieses auf so wunderbare Art und Weise verzweigten Sees freigibt.

Hier habe ich unserer Routenplanung – einfach Anklicken um sie in der originalen Auflösung sehen zu können.

Unsere Routenplanung - Buochs nach Luzern

Fotos entstehen leider keine, denn es regnet ohne Unterlass. Irgendwie ist es schon frustrierend. Ich bin selbständig und wenn ich den Einkommensausfall, die Hotelkosten und alles andere zusammen rechne, so sind diese wenigen Tage wirklich richtig richtig teuer. Aber irgendwann muss man ja auch mal etwas anderes sehen und außerdem möchte ich die Fuji X100 endlich so richtig auf Herz und Nieren testen.

Als wir auf der Höhe der Tellsplatte sind, halten kurz an. Hier zeigt sich schnell, dass es ein Fehler war den Weitwinkel-Konverter daheim zu lassen. Die Berge auf der anderen Seite des Sees sind majestätisch und wirklich schön, aber sinnvoll ablichten lassen sie sich mit der Fuji X100 aus dieser Perspektive leider nicht. Auch habe ich meinen kleinen selbstgebauten Nodalpunktadapter daheim vergessen. Irgendwie bin ich weniger gut vorbereitet als ich es gedacht hatte…

Zwischenstopp an der Tellsplatte am Vierwaldstätter See mit Fuji X100

Gegen Mittag treffen wir in Luzern ein. Am Ortseingang ist der übliche Stau und als wir endlich in der Tiefgarage im Löwencenter einen der 13 freien Parkplätze ergattert haben sind wir überglücklich. Kurz drauf sitzen wir im Restaurant des Hotels Reebstock. Hier habe ich viele viele Monate meines Beraterlebens verbracht und es ist ein wenig so, als würde man ich wieder nach Hause kommen. Ganz witzig ist es da, dass eine der Kellnerinnen mich nach all den Jahren noch wieder erkennt. Seit die Eigentümerin sich im Jahr 2008 von diesem kleinen Juwel verabschiedet hat, hat sich vieles geändert.

Der Reebstock ist sicher noch ein gutes Hotel, aber es ist dennoch nicht mehr so wie damals.

Frisch gestärkt geht es gegen 15h rüber ins Löwencenter, es regnet wieder ohne Unterlass. Nach einem kurzen Einkauf sitzen wir im Auto und überlegen was wir machen sollen. Es geht zum Verkehrshaus der Schweiz. Schauen wir doch mal was es dort gibt. Sandra steigt kurz aus und checkt den Spielplan im dort ebenfalls ansässigen IMAX-Kino. Es gibt Man in Black III in 3D und Titantic in 3D – beides nicht ihre Filme. Frustriert vom vielen Regen geht es weiter zurück in Richtung Buochs. Dort lassen wir bei einem tollen Abendessen den Tag ausklingen.

Als ich später diesen Block schreiben möchte ist der Akku meines MaxBook endgültig erschöpft, es braucht frische Energie. Ziemlich überrascht muss ich jedoch feststellen, dass der dicke Schuko-Stecker des Netzteils für mein MacBook hier im Zimmer in keine einzige Steckdose passt! Die beiden Kontakte sind sind fach zu dick! Mist, wie soll ich ohne Strom bloggen?

Etwas frustriert überlege ich was gehen könnte. Dann habe ich eine Idee. Am Apple-Netzteil kann man das Stromkabel abziehen. Dort passt ganz prima das Stromkabel hinein, dass zum Lagegerät der kleinen Fuji X100 gehört. Die Kontakte am anderen Ende des Kabels sind etwas dünner und so passen sie in eine Schweizerische Steckdose! Mein BLOG ist gerettet…

Während ich den Tag Revue passieren lasse und mir die wenigen Fotos anschaue kommt mir in den Sinn, dass die 119 Franken für unser Abendessen echt teuer waren. Auch die beiden Salate zur Mittagszeit haben mit 70 Franken ordentlich das Budget belastet. An der Tankstelle haben wir 1.82 Franken für einen Liter Super bezahlt und das Parken im Löwencenter hat für zwei Stunden 8 Franken gekostet. Eine Reise in die Schweiz gehört nicht zum preiswertesten was man sich vorstellen kann. Für 5 Tage Urlaub in der Schweiz könnte man auch 14 Tage Urlaub auf Teneriffa buchen und sehr individuell auf der Finca San Juan wohnen. Man könnte dort dreimal am Tag sehr gut essen und würde noch weniger bezahlen als hier allein das Abendessen kostet. Ok ok, ich will nicht klagen, schließlich habe ich es mir selbst ausgesucht, aber teuer ist es hier trotzdem!

Und der WLAN-Zugang via monzoon ist eine einzige Krankheit. Will man ein Bild in seinen BLOG hochladen, so „friert“ der Safari Browser auf dem Mac immer wieder ein. Kann ich daheim meinen BLOG einfach via Safari-Web-Browser schreiben und Bilder verknüpfen usw. so muss ich hier alles in Pages oder einem anderen Programm vorschreiben und hoffen, dass ich es später auch veröffentlicht bekomme. So schlecht wie das WLAN funktioniert so teuer ist es. Rein rechnerisch ist für uns eine Buchung für 7 Tage die sinnvollste Lösung, aber das kostet 69 Schweizer Franken. Dafür kann man bei 1&1 in Deutschland schon fast 60 Tage VDSL bekommen. Aber hier ist eben vieles doch ein wenig anders. Wer hier her verreist muss wissen was ihn erwartet, sonst bekommt er hier regelmäßig die Krise.

Hier habe ich noch ein Infrarot-Foto, das ich heute morgen um etwa 10h vom Balkon unseres Hotelzimmers aufgenommen habe.

Morgenstimmung über dem Vierwaldstätter See mit Fuji X100 und Infrarotfilter

Ich muss wirklich sagen, dass mich die Unwirklichkeit dieser Infrarot-Bilder echt umhaut. Sobald es mal nicht die ganze Zeit regnet werde ich mal schauen wie es aussieht wenn man auf belebten Plätzen mit Belichtungszeiten von etwa 5 Sekunden fotografieren kann!

Morgen wollen wir uns um 12h in Weggis an der Talstation der Seilbahn mit Heinz und seiner Frau treffen. Gemeinsam wollen wir ein wenig oben auf der RIGI spazieren gehen. Ich werde eine CF-Speicherkarte dabei haben und Heinz hat mir versprochen, dass ich ein paar Testbilder mit seiner nagelneuen Nikon D800 aufnehmen darf. Darauf freue ich mich schon sehr. Eigentlich war diese Tour als „Erprobungsrunde“ für meine Nikon D800E gedacht, aber von dieser Kamera ist bislang selbst am Horizont noch keine Spur zu sehen.

Also schauen wir morgen mal was in der D800 steckt 🙂

Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz

Es ist Donnerstag und wir haben lange geschlafen weil heute ein Feiertag ist. Den Freitag haben wir frei und die nächste Woche können wir auch machen was wir wollen. Was für ein Luxus 🙂

So (ähnlich) wird unsere Route aussehen:

Reiseroute von Mainz nach Luzern

In den nächsten Tagen wir die geniale kleine Fuji X100 beweisen müssen was in ihre steckt. Mit im Gepäck sind verschiedene Speicherkarten, Verlaufsfilter, ein Polfilter und endlich einmal wieder ein Infrarotfilter. Natürlich noch ein Stativ und ein Drahtauslöser. Das Wetter soll sehr durchwachsen sein. Wenn es zu fies wird, fahren wir einfach weiter nach Italien. Schließlich sind wir frei wie die Vögel und keine Pauschaltouristen 🙂

Hier ein kleiner Vorgeschmack, diese Fotos habe ich Mai 2008 mit einer Nikon D300 rund um Luzern aufgenommen. Alle Fotos sind wieder 1000 Pixel breit, also anklicken wenn es größer sein soll.

Mit der Gongel hoch zur RIGI - Blick auf den Pilatus

Blick von der RIGI hinüber zum Pilatus

In Luzern an der Reuss

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Ja, dann mal los…

Nikon D800E – Auslieferung noch im Mai?

Am Wochenende habe ich erneut beim Fotohändler meines Vertrauens nachgefragt ob er mir schon einen Liefertermin zur seit langem bestellten Nikon D800E sagen kann. Seine Antwort kam prompt, er hat die Hoffnung in der letzten Mai-Woche die ersten Exemplare geliefert zu bekommen. Erst vor kurzem wurde die Nikon D3200 mit einem sehr hochauflösenden 24 Megapixel-Sensor angekündigt. Interessant ist, dass diese Kamera bereits heute lieferbar und vorrätig ist.

Der Grund scheinen die unterschiedlichen Produktionsstandorte zu sein. Vor dem Tsunami im Jahr 2011 und der anschließenden der Reaktorkatastrophe wurden die professionellen und einige semiprofessionelle Kameras traditionell in Japan gefertigt. Der „Kleinkrams“ für die Amateure und Hobbyknipser kam bereits in den letzten Jahren aus China und anderen „Billiglohnländern“. Nach dem Tsunami hat Nikon ganze Produktionsstätten verlagert und wurde prompt von einer Hochwasserkatastrophe in Thailand erwischt. Dies hat Konstruktion und Auslieferung neuer Modelle um Monate zurückgeworfen. Zudem haben sich bei den aktuellen Profimodellen noch kleine Software-Fehler eingeschlichen die erst vor kurzem durch ein Firmware-Update behoben wurden.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, die D800E wird kommen und ich denke es wird ein Fest werden 🙂

Kurven räubern mit dem Mercedes SLK R172

Im meinem letzten Post habe ich Euch ja schon eine kurzes Video gezeigt bei dem die kleine GoPro HD HERO 960 mit einem Saugnapf seitlich am Auto befestigt war. Hier habe ich jetzt eine kurze Video-Sequenz die wir auf dem Heimweg aufgenommen haben. In Dernau an der Ahr sind wir in Richtung Grafschaft abgebogen und die schöne kurvenreiche Straße hochgedüst. Zwischendurch hat die Stimme aus meinem Navigationssystem immer mal wieder gesagt „Bitte beachten sie die Höchstgeschwindigkeit“ – wirklich krass haben wir auch nicht darüber gelegen.

Allein in Deutschland sind im letzten Jahr 3991 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 9,4% dar. Die Polizei will und darf das nicht hinnehmen und so ist in diesem Jahr die Anzahl der Radarkontrollen massiv gestiegen. Verkehrsregeln sind für uns alle da und sie haben ihren Sinn. Daher sollte man auf kleine Hilfsmittel wie die warnende Stimme aus dem Navigationssystem hören, meine ganz private Meinung.

Aber, kann man da überhaupt noch Spaß mit einem Motorrad oder einen Sportwagen haben? Na, irgendwie schon, auch wenn man sich an die Regeln hält. Klar macht die Heizerei Spaß, aber was wenn plötzlich ein Kind auf die Straße läuft oder ein alter Mann sein Fahrrad bergauf schiebt und dadurch eine Spitzkehre gefährlich eng wird? Wer sein Motorrad oder Sportcoupé nach Herzenslaune ausfahren möchte, der kann dies am Hockenheimring, den Nürburgring oder einer anderen Rennstrecke tun. Alternativ kann man sich auch mal in ein Kart setzen und auf der Kartbahn in Mainz Finthen seine Kreise ziehen.

Hier kann man sich eine Liste der Vollkaskoschäden der letzten Jahre anschauen. Allein im Jahr 2010 gab es in Deutschland 22.586 Vollkaskoschäden mit PKW. Die Versicherungen mussten dafür 5.371.000.000 Euro berappen. Das tun sie natürlich nicht freiwillig! Je mehr Schäden es gibt, umso teurer werden die Versicherungen für uns alle!

Wer also das genial gute Fahrwerk des neuen SLK Baureihe R172 ausreizen und nach Herzenslust genießen will sollte diese Zahlen im Kopf haben und vielleicht doch öfter einmal den „Cruise-Modus“ einschalten. Vor diesem Hintergrund gehören kurze Erprobungsfahrten wie diese hier NICHT zu meinem täglichen Spaßprogramm – nur ab und zu 🙂

Fahrt bitte umsichtig damit niemand durch Euch zu Schaden kommt!