Aufstehen und los

6h am Morgen, Sandra ist besser drauf, aber nicht wirklich gut. Es gibt als erst einmal einen Tee und eine Banana, das hilft hoffentlich. Abends habe ich noch Cola und Salzstangen eingekauft, was für ein Start in den Urlaub.

Während Sandra hustet sitze ich mit dem Mac im Bett und suche eine leere Festplatte. Externe Festplatten habe ich mehrere, aber im Grunde genommen sind sie alle voll. Früher hat man seine Filme in Schränken, Schubläden und Schuhkartons gehortet, heute sammelt man Festplatten. Die Zeiten ändern sich…

Mein Resümee: Entweder sind alle Platten weitgehend voll oder so klein, dass es sich gar nicht mehr lohnt sie mit zu nehmen. Also werden wir wohl heute Abend im Einkaufszentrum im Puerto de La Cruz für etwa 75 Euro mal wieder eine 500er Festplatte kaufen. Da soll noch mal jemand sagen, dass die Digitale Fotografie nichts kostet. Manchmal bezweifle ich, dass die Fotografen die früher mit Filmen, Chemie und dem ganzen Tam Tam gearbeitet haben vergleichsweise mehr Geld ausgegeben haben als ein heutiger durchschnittlich ambitionierter Hobbyfotograf 🙂

Aber das ist eben der Fortschritt und wenn man ehrlich ist, macht der ja auch Spaß. Wie habe ich mich im letzten Jahr geärgert, als ich die vielen Diafilme vom Labor abgeholt habe, die ich während der USA-Reise im März/April belichtet habe. Fast alle Filme sind mit langen Schrammen überzogen. Beim Anschauen der Dias mit meinem schönen Rollei Überblend-Projektor konnte daher selbst ein Glas Rotwein den Schmerz nicht lindern. So ein heiliger Mist, Diafilme für über 200 Euro und fast alle sind mit meterlangen Telegrafendrähten „geschmückt“ – da doch lieber ein bisschen Staub auf dem Sensor, denn den kann man wegpusten…

Allerdings denke ich auf der anderen Seite, dass ich diese Dias noch haben werde wenn auch die letzte Festplatte ihren Dienst eingestellt haben wird. Klar, man kann alle paar Jahre immer mal alle Bilder auf neue Datenträger kopieren, aber es sind jetzt schon so inflationär viele Bilddateien, wenn man ehrlich ist macht das doch eh niemand. Statt dessen leben wir mit der Gewissheit, dass die vielen schönen Fotos bald alle weg sein werden. Aber so ist das eben, vielleicht ist es ja auch ganz gut so. Wenn ich mir meine Fotos anschaue, die ich 1983 gemacht habe – hui – da wäre es nicht schlimm sie alle zu verlieren. Sie haben heute allenfalls einen privaten Wert, schöne Andenken, mehr aber auch nicht. Also einfach mal abwarten was passiert, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm. 🙂

Update um 10h

Die Koffer sind gepackt und ich bin verwundert wie viele Kofferbänder sich in meiner Wohnung finden lassen 🙂 Um kurz nach 8h bin ich noch schnell los gewandert um ein Mittel gegen Durchfall zu besorgen. Draußen ist alles weiß eingeschneit, niemand war vor mit vor unserer Haustüre. Der frische Schnee knirscht unter den groben Sohlen der Wanderschuhe, alles ist ganz still. In meiner Winterjacke ist es schön kuschelig warum und ich geniesse den kleinen Marsch zur Apotheke. Als ich auf die erste etwas größere Straße einbiege sehe ich den ersten Menschen. Ein älterer Herr mit Schubkarre, Besen und Schneeschieber. Er hat schon fast 100 Meter Gehweg vom Schnee befreit. Warum nur? Ist das der Stadtteilhausmeister? Auf wirklich akkurat geräumten Wegen geht es weiter in Richtung Apotheke. Ich kreuze die Hauptstraße und hier ist der Gehweg wieder voller Schnee, das knirscht einfach wunderschön. Fast schade, dass wir gleich weg müssen. Mir kommt in den Kopf, dass der Schnee und die Kälte vielleicht einfach nur total nerven wenn man zur Arbeit muss und im Nahverkehr einfach nichts funktionieren will. Hat man Zeit das alles in Stille zu genießen ist es wunderschön.

An der Art und Weise wie die Gehwege geräumt werden kann man ablesen wie die Leute so drauf sind die hier wohnen. Neulich hat mich Tobias mal erwischt als ich gerade im Büro die Toilette verließ und mich gefragt ob ich ein „Knüller“ oder ein „Falter“ sei. Hä? „Ich habe mal gelesen, dass ein Hersteller von Toilettenpapier mal eine Untersuchung gemacht hat weil er wissen wollte wie die Kunden die Produkte des Unternehmens benutzen. Heraus kam -> Es gibt Knüller und Falter!“

Okay…

Während ich ein passables Doppelhaus kreuze kommt mir in den Sinn, dass es auch bei den „Schneeräumern“ ein Pendant zu Knüllern und Faltern geben könnte. Der Weg hier ist eher gewedelt, mit einem Besen mit weichen Borsten. Vielleicht gibt es Wedler, Stampfer, Schrubber, Schieber, Längs- und Querräumer – wer weiß… Vor dem Doppelhaus ist ganz exakt nur die eine Seite geräumt. Vielleicht kann man am Verhalten der „Schneeschieber“ sogar ablesen wie sich die Familien verstehen? Ist wie hier nur eine Seite geräumt könnte es sein, dass sie heftigen Zoff miteinander haben. Sind beide Seiten geräumt, aber unterschiedlich, so leben sie vielleicht in friedlicher Koexistenz. Ist gar nicht geräumt sind sie vielleicht im Urlaub, oder ihr Hausmeister hat verschlafen? Welche skurrile Gedanken am frühen Morgen…

Die Apotheke hat natürlich noch geschlossen. Ich gehe weiter nur nächsten Apotheke, auch zu! Dann auf die Hausdorfstraße zur dritten Apotheke. Ich habe Glück, eine junge Frau stellt gerade die ganzen Wagen mit Mitteln gegen Erkältungen nach draußen. Ich bekomme ein Paket Immodium Akut lingual und ein normales Paket – jeweils 12 Stück – das sollte unseren Flug retten!

Zurück geht es über unterschiedlich gut geräumte Wege, ich denke wieder an die Leute die das hier gemacht haben. Knüller und Falter, ein breites Grinsen erhellt mein Gesicht.

Der alte Mann hat inzwischen das halbe Stadt-Viertel vom Schnee befreit, welche eine Energie am frühen Morgen!

Ich biege auf die kleine Seitenstraße ab, eine alte Dame mit einem kleinen Hund kommt mir entgegen. Der Hund hat so wenig Fell, dass er einen Pullover tragen muss 🙂 Sie geht ganz vorsichtig, unter dem Schnee ist alles vereist. Ein paar Meter weiter haut es mich dann beinahe von den Beinen. Adrenalin schießt durch die Adern, mir wird heiß. Es geht noch einmal gut. Das wäre es jetzt auch noch, einen Arm brechen. Das wäre dann keine Urlaubsreise sondern ein Krankentransport. Die alte Dame macht es richtig, schön vorsichtig! Besser ist das.

Es ist jetzt 10h10 und alles ist soweit fertig. Obgleich noch ein paar Filme im Kühlschrank lagern habe ich mich entschlossen diesmal keine analoge Kamera mehr mitzuschleppen. Vielleicht wenn es im Februar nach Las Vegas geht, mal sehen…

Ich mache jetzt mal den Koffer zu und dann gibt es noch ein kleines Frühstück – für mich allein…

Gegen Mittag dann ein Taxi rufen und hoffen, dass wir gut und pünktlich zum Flughafen kommen.

Bis später….

Die letzten Stunden in Deutschland

Es ist Freitagmorgen als ich um 9h mit einem irren Brummschädel wach werde. Was ist das nur wieder, ich werde echt nicht jünger. Den ganzen Tag schleiche ich in der Bude herum, suche meine sieben Sachen zusammen und packe so mehr schlecht als recht meinen Koffer.

Kurz vor 18h dann schnell in die Stadt um Sandra am Bahnhof abzuholen. Sie ist nur ein Schatten ihrer selbst. Als letzte Amtshandlung des Jahres hat sie noch an der Verabschiedung einiger Kollegen teilgenommen und sich dabei ganz heftig den Magen verdorben. Die Fahrt mit dem Zug nach Bonn war ihre kleine private Hölle. Als wir dann endlich um kurz nach 18h im Auto sitzen wollen wir nur noch weg. Raus aus dem ganzen erkälteten fiesen Matsch und Schnee. Man kann es kaum in Worte fassen wie wir uns auf Jo und Caro freuen. Zwei Wochen Sonne, Meer, Gebirge, Wandern und Fotografieren, Yeah!!

Einmal noch schlafen, dann geht es los zum Flughafen. Hoffentlich geht es Sandra morgen wieder besser. 2008 bin ich auf dem Weg nach Teneriffa kurz vor dem Start im Flieger ohnmächtig geworden. Gleiches Ding, Abends noch schnell zum McDonalds auf einen Burger mit Fritten und Mayo. 60 Minuten später dann Durchfall, Kotzen bis zur totalen Erschöpfung – was ätzend.

Hoffentlich geht es Sandra morgen wieder besser.

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Hier noch eine kleine Urlaubsvorfreudenimpression – der Pico dle Teide mit Weitwinkel 🙂

März 2010 – Hasselblad SWC und Fuji Velvia 50

 

Moment, einen habe ich noch – weil es so schön ist 🙂

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Teneriffa–Immer wieder…

Ich glaube es war wohl 2003 als ich das erste Mal die größte der kanarischen Inseln besucht habe. Im Jahr darauf war ich auf Gran Canaria, auch schön, aber Teneriffa hat mich in ihren Bann geschlagen. Als im Winter 2005 neuen Jahre Unternehmensberatung bei Mummert + Partner zu Ende gingen, habe ich diese Insel allein besucht. Mein erster Urlaub in dem ich gaaaanz allein war. Manchmal war es frustig, aber ich habe viele lustige Leute kennen gelernt und ich erinnere mich noch heute gern an die Abende mit Pepe an der Rezeption im Hotel Marte in Puerto de la Cruz.

“Una botella de vino tinto por favor” (Ich hätte gern eine Flasche Rotwein)

“Quiero un gran vaso de cerveza fría” (Ein kaltes Bier wäre jetzt nicht schlecht)

Gebloggt habe ich damals noch nicht, jedenfalls nicht so richtig – ein wenig aber doch… Praktisch jeden Abend habe ich meine Fotos durchgeschaut, ein oder zwei Bilder ausgeguckt und sie dann auf einen USB-Stick kopiert. Mit diesem Stick bin ich dann in das Foyer des Hotels gewandert und habe dort für 4 Euro die Stunde meinen “Blog” live in die fotocommunity geschrieben. Das war witzig und es gab so viel Feedback, dass ich gar nicht wirklich allein war.

So sah das damals aus:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/165591

Schon damals habe ich mich mit mehreren Kameras abgeschleppt. Meine D2x war noch ganz ganz neu und die F5 war mir schon sehr ans herz gewachsen. Wenn man heute darüber nachdenkt was ich da alles so durch die Gegen geschleppt habe 🙂

Aber es war witzig und Dias wie dieses hier haben für die Mühe entschädigt.

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Wasser auf dem Mond – Mensch war ich damals aus dem Häuschen! All die Jahre später war alles immer nur trocken. Aber damals im Winter 2005 gab es einen Tropensturm – DELTA – und der hatte es in sich! Nicht nur, dass er Wasser auf den Mond gebracht hat, er hat auch die gesamte Stromversorgung des südlichen Teils der Insel lahm gelegt. War das ein Chaos!

So wie hier sah das damals aus: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/165591/display/4574510

Im letzten Winter gab es wieder einen schweren Sturm und damals gab es wieder Wasser auf dem Mond. Ich erinnere mich noch gut daran. Zwei meiner Fotos wurden sogar in einer Zeitung abgedruckt.

http://issuu.com/clevercomunicacion/docs/megawelle_issue_02-2010_web

An diesem Abend waren Sandra und ich fast allein dort oben am Pico del Teide. Viele Fotografen waren seit dem dort oben auf der “Jagt nach einem See den es nicht mehr gibt” – wir haben ihn gesehen – was für ein glücklicher Zufall 🙂

Ich kann mich noch recht gut daran erinnern wie es langsam dunkel wurde, das Licht von Minute zu Minute schöner wurde und Sandra frierend und mosernd zum Auto marschiert ist. Ich glaube inzwischen hat sie meine Euphorie verstanden. Hier zwei Bilder zum Vergleich, zwischen denen etwa 60 Minuten verstrichen sind.

Mondsee

Ist dieses Foto hier nicht viel cooler?

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Nun im Winter 2010 ist heute mein letzter Arbeitstag für dieses Jahr und das ist auch gut so – es war alles ziemlich anstrengend. Nun freue ich mich nur noch auf ein paar Tage auf der Finca von Jo und Caro, auf das gute Essen, den tollen Wein, die warme Sonne und die entspannten Leute.

http://www.finca-san-juan.com

Das Haus La Palma haben wir ja schon im Frühjahr kennen gelernt. Und dort dürfen wir nun die nächsten beiden Wochen verbringen. Das ist so cool…

http://www.finca-san-juan.com/casas/palma.php

Eben habe ich mal kurz das neue Handy in das Badezimmer gehalten – eine “kleine Hemdenparade” – morgen ist alles trocken und kommt dann zum Teil in den Koffer. Viele Hemden mit langen Ärmeln werde ich nicht brauchen, auf Teneriffa haben wir zwischen 18 und 25°C

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Ein wenig erinnert mich das alles an die Vorbereitungen für meine USA Reise im Februar 2009. Damals wollte der Koffer nicht so recht zu gehen. Ich habe alles gebügelt, denn so hat das alles ein bisschen weniger Raum im Koffer benötigt. Auch wenn ich das Bügeln von Hemden echt hasse, damals hat es Spaß gemacht. Mal sehen ob es morgen notwendig wird 😉

Damals im Winter 2005 habe ich morgens um kurz nach 6h immer fast allein zusammen mit einer echt netten alten Dame gefrühstückt. Sie hat mir damals erzählt, dass sie schon seit 17 Jahren immer wieder im Winter in dieses Hotel kommt. Inzwischen leider allein, weil ihr Mann seit ein paar Jahren keine Lust mehr hat. Sie ist jeden Morgen schräg gegenüber des Hotels am Busbahnhof zu einem Wandertreff gegangen. Dann mit dem Bus ins Anaga-Gebirge, oder was anderes was schön war. Dort ist sie den ganzen Tag bergauf und bergab gewandert um sich damit ihren Lebensabend zu verschönern.

Ich habe sie damals ob ihrer Konsequenz bewundert und beschlossen es ihr vielleicht einmal gleich zu tun wenn es nur finanzierbar ist. Im Winter im T-Shirt im Gebirge wandern gehen und dabei die Meeresluft des Atlantiks atmen, was kann es schöneres geben?

Ein paar Jahre danach habe ich dann über die FC Edith, Karin, Wolfgang, Jeannette, Günther und die vielen anderen Residenten kennen gelernt. Die machen das genau richtig!!

Was für ein Lebenstraum.

Aber vor den Urlaub haben die Götter das Kofferpacken gesetzt und dazu gehört auch seine sieben Sachen zusammen zu suchen. Damit fange ich jetzt einfach mal an.

Hier noch ein par Impressionen früherer Reisen:

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Die Spitze des Pico del Teide mit 600er Teleobjektiv und Masca am Morgen.

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Eine Schildkröte beim Sonnenbad im Jardin Botanico und ein paar Felsen bei Puerto de la Cruz.

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Nachts im Anaga-Gebirge am Pico del Ingles – sehr cool war das!!

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Abends im Hafen von Puerto de la Cruz.

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Die Weisse Ondlandschaft und ein Blick vom Pico del Teide rüber nach La Gomera und La Palma.

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Zu Weihnachten gibt es in Puerto de la Cruz eine schöne Kirmes. Und noch ein Sonnenuntergang an der Westseite des Pico de Teide mit Blick auf La Gomera – etwa 2000m hoch über dem Meer – wunderbar!

Hier habe ich eine kleine Diashow angelegt.

Frisch rasiert um 6h53

Die Zeitverschiebung beträgt nur eine Stunde und dennoch schaue ich um 6h04 das erste Mal auf den Wecker. Es ist Freitag und es sind noch sieben Tage bis es wieder losgeht. Ich hätte nicht gedacht, dass sich diese kurze Zeitverschiebung so sehr bemerkbar macht. Eine Stunde – wie soll das erst wieder in Las Vegas werden? Ich glaube da sind es 9 Stunden Unterschied. Einmal in Arizona angekommen wird es beim Wechsel zwischen Utah und Arizona wieder eine Stunde sein, aber mehrmals täglich!

Gerade geht mir ein Gedanke durch den Kopf, wenn man im Arizona ein schlafen geht und stets in Utah aufwacht, hat dann jeder Tag 25 Stunden – Hmmm. Oder sind es 25 und 23 Stunden im Wechsel, schließlich muss man nach dem Wachwerden im anderen Bundesstaat ja auch wieder zurück. Und, wer bringt einen nachts unbemerkt über die Grenze? Was wenn man an der Stelle der Erde an der sich das Datum ändert nach Norden schaut und mit beiden Füßen jeweils links und rechts der Datumsgrenze steht. Ist dann das Linke Bein einen Tag älter als das Rechte? Zeit ist was komisches… Na, vielleicht solle ich auch einfach nur mal unter die Dusche gehen und nicht am Morgen über absurden Dingen sinnieren.

Jedenfalls habe ich früh am morgen meinen Rasierer gefunden und bis auf die Stoppeln die ich übersehen habe ist das Gesicht nun wieder ganz menschlich 🙂

Schnell an den Compi und die Bilder der Wanderung am Guerges-Steig noch einmal sichten. War ne coole Wanderung, trotz oder vielleicht gerade wegen des Nebels.

Hier gibt es ein kleines Fotoalbum zur Wanderung. Die GPS-Daten habe ich auch, aber die sind noch im “Aufzeichnungsgerät” – die gibt es später…

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Hier gibt es ein echt gutes Kaninchen:

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Jetzt geht es erst einmal unter die Dusche, dann gibt es ein ganz leicht variiertes bestes Frühstück der Welt, dann wird ordentlich was gearbeitet und danach geht es wieder heim nach Bonn. Koffer auspacken, Wäsche waschen, das übliche. Am Sonntag dann fast alles in umgekehrter Reihenfolge. Und schon muss ich wieder dran denken wie sich wohl jemand fühlt der mit dem linken Fuß im Gestern steht…

Widdada – Oder: Warum ich um 06:07 schon wach bin

Es ist 5h30 und das Aufstehen schmerzt in den Gliedern. Vielleicht sind es aber auch die Nachwehen der Wanderung am Guerges-Steig – keine Ahnung – es tut weh und ich komme kaum die Treppe runter ins Bad. Die Dusche bringt wieder Leben in die alten Knochen. Dann heißt es Koffer packen und alles zum Auto schleppen. Ich gebe mir Mühe und rolle den Koffer nicht über die Holzdielen, die anderen Hotelgäste schlafen noch. Die Rezeption im San Roque ist rund um die Uhr besetzt und so kann ich auch gleich alles bezahlen. Der Spaß war nicht billig. 230 Euro pro Nacht plus Minibar – ich muss tief durchatmen – eigentlich wusste ich es ja, aber irgendwie hatte ich es verdrängt. Wenn man bedenkt was die vier Tage auf der Finca San Juan gekostet haben, beim nächsten Mal einfach rechtzeitig buchen und bei Caro und Jo auf der Finca das süße Leben genießen. So schön das San Roque auch ist, mit dem gesparten Geld kann man eine zweite Reise finanzieren!

Aber egal, es gibt sogar Frühstück und das schon um 7h30 in der Frühe – prima! Nach dem Frühstück kurz die Zähne putzen, noch einen kurzen Blick in alle Schränke und Schubladen werfen, noch einmal ganz kurz den Rietveld-Stuhl ‘besitzen’ und dann ab ins Auto.

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Im Auto läuft die selbstgebrannte MP3-CD, die Sonne scheint schon früh am Morgen, es sind 17°C und die Laune ist ein wenig wehmütig aber doch ganz gut. Es geht los! Bis La Matanza läuft alles wunderbar, dann gibt es einen Stau und der dauert fast eine Stunde. Es ist Zeit genug aber ich werde doch unruhig. Wenn man genau weiß wann das Flugzeug startet und NICHT weiß wie lange der Stau noch dauert ist das echt uncool!

Am Flughafen angekommen lese ich als erstes, dass das Flugzeug verspätet ist. Na prima, die Sorgen waren vollkommen grundlos – außerdem wäre trotz Stau noch Zeit genug. Am Schalter geht es sofort los. In den letzten Jahren war es eine elende Warterei, heute ist schon alles geöffnet und nach weniger als 5 Minuten ist der Check-In beendet – cool! Definitiv cool!

Dann eine echt lange Schlange bei der Sicherheitskontrolle. Filme raus, Notebook raus, Gürtel raus, Geldbörse raus, Handy raus, Navi raus, Autoschlüssel raus… Hä? Autoschlüssel??? Mist, ich habe total vergessen den Schlüssel bei Cicar abzugeben. Nun stehe ich mitten in der Sicherheitszone – uncool – definitiv uncool!

Kurz drauf ist der Check erledigt, niemand nimmt eine Feinstaubprobe und niemand fragt sich ob die Hasselblad SWC und der Drahtauslöser vielleicht eine Zündvorrichtung sein könnten – in Frankfurt war das anders! Was mache ich mit dem Schlüssel? Da stehen ein paar Polizistinnen herum. Sie sind total nett. Sie erklären mir, dass ich alle Zeit der Welt habe. Ich bin eingecheckt und “The plane won’t leave without you!” Das ist wiederrum cool – ich habe MACHT – ich habe das Flugzeug und alle unfreundlichen Mitreisenden in der Hand – ICH KANN DEN FLUG VERZÖGERN!! Genial! Später erfahre ich dann, dass in Frankfurt jemand von genau dieser Macht gebrauch gemacht hat. Der Flieger hat auf dem Hinweg sein Zeitfenster für den Abflug verpasst und ist daher mit einer Stunde Verspätung auf Teneriffa gelandet. Macht ist blöd!

Egal, ich kann rückwärts durch die Sicherheitskontrolle. Treppen runter, einmal quer durch das Terminal, bei Cicar lege ich den Schlüssel auf den Tresen und werde nur nett angegrinst. Gracias! De Nada! Wieder die Treppe hoch und nochmal beim Sicherheitscheck anstellen. Gürtel raus, Geldbörse raus, Uhr ab… nach 10 Minuten ist es zum zweiten Mal erledigt. Ich bin jetzt sowas von keinem Risiko mehr und trotz allem immer noch pünktlich!

Nach einer Stunde endloser Warterei – Macht ist blöd – endlich im Flieger. Ein XL-Seat am Notausgang – kann man via Internet buchen – kostet 20 Euro pro Strecke! Aber es lohnt sich!

Der Pilot gibt mächtig Gas! irgendwann liegen rechts unter uns verschneite Berge. Während der Abspann von Slumdog Millionaire läuft krame ich mein Garmin raus und schalte es mal ein. Es findet sogar mehrere Satelliten und hat eine Genauigkeit von 18m – cool! Ich kann sehen dass wir gerade über Luzern sind. Rechts unten ist die Rigi – Mama I’m coming home….

Ich setze einen Wegpunkt! Der ist definitiv cool – ein Wegpunkt in 10068 Metern Höhe!! Wer hat das schon? Hier mal einen Geocache ablegen und dann zuschauen wie sie unten am Boden verwirrt durch die Gegend stolpern. Müsste allerdings ein echt leichter Geocache sein. Und man müsst ihn irgendwie in der Luft verankern damit der Wind ihn nicht hinfort weht. Hm… Besser wir lassen das!

In Frankfurt geht alles reibungslos. Ab ins Taxi und nach Mainz. Im Quartier 65 gibt es ein Glas Sekt – ich bin wieder daheim!

Danach eine Pizza im La Rustica – definitiv eine der besten Pizzen die man sich denken kann und für mich gerade richtig – Pizza Popeye!! Dazu ein Rotwein – so kann die Reise enden. Vor dem La Rustica sitzen noch zwei total nette Arbeitskollegen. Ich bin echt wieder zuhause!

Um 11h geht das Licht aus – und um 6h bin ich schon wieder wach. ZEITVERSCHIEBUNG! Mit Schrecken denke ich an die nächste Reise, aber davon erzähle ich später! Jetzt gehe ich erst einmal unter die Dusche und dann gibt es im Quartier 65 das wirklich BESTE FRÜHSTÜCK DER WELT.

Hier ein kleiner Vorgeschmack – das Bild hat mir Marcus im letzten Jahr über sein tolles iPhone geschickt – Muchas gracias!!

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Über Ostern gibt es dann eine Tour mit dem neuen Moped – das wird definitiv echt cool! Gerade habe ich ein Handyknipsbild von der letzten Mopedtour nach Bad Düben unter den Fingern. Das da bin ich – der Bagger ist supercool!

Das geniale am neuen Moped ist, dass die Frauen da echt drauf stehen – oder sitzen – und das ist wiederum massiv cool! 🙂

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Ok, veröffentlichen, duschen, frühstücken, arbeiten…

Ciao…

Ok, einen hab ich noch… Oder zwei?

Das Video hier ist auch ganz witzig…

Und noch einen….

Da lacht das Bikerherz 🙂