Dieses Problem kennt jeder Videoblogger, immer wenn man mal Zeit hat um einen Videoblog aufzunehmen ist es draußen bereits dunkel. Mir ging das schon mehrfach so und immer wenn ich versucht habe mit der Nikon P7100 oder D7000 einige Video-Sequenzen bei sparsamer künstlicher Ausleuchtung aufzunehmen, so waren die Erebnisse nicht wirklich zufriedenstellend, weil die Kameras teilweise auf ISO-800 und mehr wechseln mussten. Das hat mich oft geärgert und bei meinen ersten ernsthaften Video-Gehversuchen mit der D7000 auf Teneriffa hat es mich sehr gestört, dass man praktisch keine Zoomfahrt hinbekommt die nicht total verwackelt ist.
Mit der Panasonic HC-X909 ist eine Videokamera lieferbar die nicht nur einen wunderbar weich laufenden Zoom hat, sie macht auch bei relativ wenig Licht noch recht brauchbare Video-Aufnahmen. Es ist keine Broadcast-Qualität aber dennoch sehr brauchbar und sehr wahrscheinlich besser als bei Kameras der 200 Euro Klasse.
Hier will ich kurz von meinen ersten Eindrücken berichten:
- Angenehm großes Gehäuse, man(n) hat was in der Hand, super
- Großes sehr scharfes Klappdisplay
- Display kann für Videoblogs nach vorn gedreht werden, super
- Riesiger Zoombereich mit sehr brauchbarer 29,8mm Anfangsbrennweite (Bezogen auf das 35mm Kleinbildformat)
- Sehr weich laufender Zoom der über die Zoomwippen gut kontrolliert werden kann. Man kann damit sanft hineinzoomen und langsam schneller werden
- Selbst im maximalen Telebereich sind die Ergebnisse noch sehr scharf
- Zusätzlicher elektronischer Sucher, sehr gut in heller Umgebung
- Manueller Fokus, in einer Dialogszene könnte man damit schön zwischen den Charakteren wechseln, so wie es die Profis machen. Die ersten Versuche sehen vielversprechend aus
- Manuelle Einstellmöglichkeiten für viele Parameter wie Weißabgleich etc.
- Überraschend gut funktionierender Bildstabilisator
- Gut funktionierende „intelligente Automatik“
- Sehr einfacher Anschluss für externe Mikrophone wie das Nikon ME-1 (Siehe Bild)
- Die Aufzeichnung mit 1080/50p bringt schöne flüssige Ergebnisse
- Zeitraffersequenzen können damit sehr einfach erstellt werden, die Kamera wird einfach aufgestellt und macht den Rest allein, großartig
Als negativ empfinde ich diese Punkte:
- Kein separates Ladegerät, der Akku muss in der Kamera geladen werden
- Manche Taster und Schalter könnten noch etwas größer sein
- Nur einen Slot für SD-Karten, dieser fasst aber SDXC Karten bis 64GB
- Zoomgeräusche sind deutlich wahrnehmbar (siehe/höre Testvideo)
Alles in allem eine Runde Sache von der ich mir für künftige Video-Blogs allerhand erhoffe.
Hier mein erstes Video mit einigen kurzen Tests.
Hier zwei Beispiele für einige meiner Videos die mit der D7000 bei wenig Licht aufgenommen sind. In mehreren Szenen sieht man (wenn man es in voller HD Auflösung kritisch anschaut) ein deutliches Farbrauschen. Das wird künftig nun hoffentlich alles besser und einfacher!
Für diejenigen unter Euch die es immer noch nicht kennen, habe ich hier nochmals meine Featurette zur Nikon D7000. Bei den Zoomfahrten die NICHT mit der Videobearbeitungssoftware gemacht sind fällt doch ein relativ starkes Wackeln der Kamera auf. Das hat mich beim Filmen total genert und ich habe oft mehrere Versuche unternommen. Ein Problem ist dabei auch, dass die Lisensysteme innerhalb der Objektive während des „Zoomens“ nicht linear bewegt werden. Damit ändert sich der Widerstand beim Drehen des Zoomrings und damit die Geschwindigkeit des Zoomvorgangs. Das nervt manchmal ziemlich. Ich habe daher letztlich gänzlich drauf verzichtet und den Auflösungsverlust beim späteren „digitalen Zoom“ in Kauf genommen.










