Polaroid SX-70 – Der Kult lebt weiter

Eigentlich wollte ich ja nur mein neues Hochleistungsobjektiv für meine Nikon D800E abholen. Noch mehr Auflösung, noch mehr Details noch klarere Kontraste, das liegt derzeit voll im Trend und muss natürlich auch zu meinen Zielen gehören. Aber wenn man dann eine uralte voll funktionsfähige mit Klebeband reparierte Polaroid SX-70 fast geschenkt bekommt, wer kann da schon „NEIN“ sagen? Aber seht selbst…

Wer sich jetzt fragt ob es denn noch Filme für diese Kameras gibt, ja es gibt sie! Aber sie sind wirklich kostspielig. Für 8 Fotos muss man etwa 20 Euro einkalkulieren. Aber nach der Pleite und der Wiederauferstehung gibt es diese kultigen Filme in diversen Varianten. Farbe, Schwarz-Weiß, farbige Ränder, es gibt da kaum etwas was es nicht gibt. Wer also Spaß daran hat abseits des Mainstreams Fotos zu machen die sich ganz von selbst entwickeln und sich mit einem Feuerzeug, einer Herdplatte oder einer Heißluftpistole bearbeiten lassen, der sollte sich mal nach einer billigen alten Polaroid Kamera umschauen. Zwar sind die Fotos teuer und genügen den Anforderungen der Experten aus den diversen Internetforen in keiner Weise, aber Spaß macht es trotzdem.

Die Videoqualität ist übrigens ebenso unterirdisch wie die Qualität der Polaroid-Fotos. Es ist mit einem Smartphone gefilmt (HTC Desire HD) und mit dem kostenlosen Microsoft Movie-Maker unter Windows geschnitten. Warum das?? Ganz einfach, gestern habe ich ein neues Experiment gewagt und auf meinem im Jahr 2007 gekauften DELL INSPIRON 9400 ein neues Windows 8 installiert. Eben wollte ich dann schnell das MAGIX Video Deluxe MX einspielen, aber das geht nicht! Es wurde „zu oft installiert“ und um mich vor mir selbst zu beschützen muss ich jetzt ein Anfrage bei MAGIX stellen, damit dort gnädiger Weise mein Konto wieder freigeschaltet wird. Das ist echt ärgerlich und nicht kundenfreundlich. Da kauft man eine Software die nicht wirklich billig ist, kämpft sich tapfer durch Bugs und Updates und wenn man sie beim Wechsel auf eine neue Windows-Version neu installieren will wird einem das vom Hersteller zunächst verboten. Das geht mir auf den Keks!

Ach ja, bei einer generalüberholten wunderschöne Zeiss Ikon Ikonta konnte ich auch nicht „NEIN“ sagen. In den kommenden Wochen wird es auch zu dieser wunderbaren Kamera ein Video geben. Die Rollfilme liegen schon im Kühlfach!

Nikon D7000 – Review Nikkor 10-24mm DX

Heute will ich gar nicht viel schreiben, das habe ich ja gestern schon getan 🙂 Heute habe ich für Euch ein knapp 9 Minuten langes Video das einer meiner treuesten Leser für Euch erstellt hat. Also denn, gebt dem jungen Nicolas eine Chance und schaut Euch mal sein Video zur Nikon D7000 und dem ziemlich guten Nikon 10-24mm Weitwinkel-Zoom an.

Über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge freuen sich alle BLOGGER und YouTuber. Vergesst also nicht das Video kurz zu bewerten und vielleicht einen Kommentar zu hinterlassen. Nicolas wird sich sicher sehr darüber freuen 🙂

Snapseed – Fotos einfach und effizient bearbeiten

Viele Amateure scheuen noch immer davor zurück ihre Kamera im RAW-Modus zu verwenden. Die möglicherweise langwierige RAW-Konvertierung scheint hier zu schrecken. Aber das muss gar nicht sein. Es gibt da beispielsweise eine Software mit dem schönen Namen „Snapseed“ die eigentlich für die Nutzung auf dem Smartphone entwickelt wurde. Vor diesem Hintergrund war die möglichst einfache Nutzung bei der Entwicklung sehr wichtig. Diese Software möchte ich Euch hier heute kurz vorstellen und zeigen, dass es nicht immer große teure Pakete wie beispielsweise Photoshop CS6 sein müssen. Zwar kann man mit Snapseed auch Bilder im JPG-Format bearbeiten, aber in den RAW-Bildern steckt einfach „mehr drin“ und bei extremen Einstellungen treten Clipping-Effekt deutlich später auf. Abgeschnittene und damit „verlorene“ Tonwerte sind dadurch seltener und die „Freiheiten“ bei der Bearbeitung von RAW-Bildern erstaunlich größer.

Wer einen Mac verwendet, der kann Snapseed über den Apple App-Store zum Kampfpreis von 17,99 Euro erwerben. Als Windows-User kann man eine passende Version online über die Snapseed-Webseite beziehen.

Snapseed im Apple App Store

Bei Snapseed wurde versucht alles so einfach wie möglich zu gestalten. Auf den ersten Blick sieht Snapseed nicht nach einer ernst zu nehmenden Software zur Bildbearbeitung aus. Aber schauen wir mal genauer hin. Hier habe ich ein Foto das ich vor ein paar Tagen in der Flugzeugausstellung bei Hermeskeil mit einer Nikon D800E und dem SAMYANG 2.8/15mm aufgenommen habe.

Flugausstellung in Hermeskeil - Nikon D800E

Öffnen wir das RAW-Bild zu diesem Foto doch mal in Snapseed. Auf den ersten Blick fällt auf, die Benutzeroberfläche ist denkbar einfach gestaltet. Aber die wenigen verfügbaren Effekte haben es wirklich in sich!

Beispiel - Nikon D800E - Snapseed

Bearbeiten wir das Foto mal in der Effekt-Kategorie „Drama“…

Snapseed - Nikon D800E

Mit einigen wenigen Klicks lässt sich hier die Bildwirkung sehr drastisch verändern. Wer mag, kann das Ergebnis später noch in einer anderen Software nachbearbeiten. Um diese zu zeigen habe ich hier eine störende Begrenzungs-Schnüre mit dem Photoshop-Kopierstempel digital entfernt.

Snapseed - Nikon D800E

Das Ergebnis ist ein Bild das den aktuellen Publikumsgeschmack recht gut trifft. Es ist kein HDR, aber es könnte ein HDR sein. Die Kontraste sind heftig und die durch das krasse Weitwinkel stark verzerrte Perspektive verändern die Proportionen des Flugzeugs derart stark, dass die meisten Zuschauer im ersten Moment überrascht sein werden. Wer sich mit den Möglichkeiten von Snapseed auseinander setzt, der findet schnell gefallen daran und angesichts des wirklich niedrigen Kaufpreises ist diese Software eine echte Empfehlung.

Hier noch einige RAW-Bilder die ich für Euch mit Snapseed konvertiert habe. Um die jeweiligen Effekte stark hervorzuheben, habe die Einstellungen bewusst etwas krasser gewählt als man es normaler Weise tun würde.

Dieses Beispielfoto habe ich bei ISO-200 und 1/125s mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm bei weit geöffneter Blende aufgenommen. Die selektive Schärfe habe ich mit Snapseed bewusst verstärkt und eine leichte Vignette verwendet.

Snapseed - Nikon D800E

 

Hier nun ein Detail einer Flugzeugturbine das ein NASA-Foto von 1968 sein könnte. Neben einem „Grunge-Effekt“ habe ich hier Schärfe und Details stark betont. Dies wie gesagt nur als Demonstration, normalerweise wäre man hier ein wenig zurückhaltender 🙂

Snapseed - Nikon D800E

Im letzten Beispielfoto möchte ich Euch zeigen was man unter „Tonwert-Abrissen“ und „Clipping“ versteht. Dieses Foto ist bei krassem Gegenlicht entstanden. Die Sonne wurde zwar vom hinteren Leitwerk dieses Jumbos verdeckt, aber die Wolken waren weiß und überstrahlt. In solchen Situationen hilft einzig die Korrektur des Belichtungsmessers. Korrigiert man in solchen Situationen die Belichtung um etwas -1.0EV oder mehr, so behalten die hellen Bildbereiche noch etwas Zeichnung. Meist ist in dem dann viel zu dunkel geratenen Foto aber in den dunklen Bereichen noch genügend Zeichnung vorhanden um diese dunklen Bereiche so aufzuhellen, dass sich noch eine zufrieden stellende Tonwertverteilung ohne Abrisse ergibt. Perspektive und Wolkenhimmel sind hier zwar ziemlich cool, aber durch die Überbelichtung ist das Bild eigentlich „zerstört“ und kann selbst mit Snapseed oder anderen Programmen nicht mehr gerettet werden.

Snapseed - Nikon D800E

Vorbereitungen für das größte Video aller Zeiten

Hasselblad verus Nikon

Jeder ernsthafte Fotofan steht früher oder später vor der Frage: „Welches Stativ soll ich mir kaufen?“

Um hier ein wenig Lichts ins Dunkel zu bringen und Euch mit ein paar Tipps aus meinen Erfahrungen hilfreich beiseite zu stehen plane ich derzeit ein Video in dem es nur um eines geht um das „Stillstehen“. Die meisten unter Euch werden es als Kinder gehasst haben. Still stehen, still sitzen, still sein, für Kinder ist das wirklich schwer und für leblose Kreaturen wie eine Kamera ist es noch einmal deutlich schwieriger. Eigentlich haben sie es gar nicht drauf, das „Stillhalten“ und das ist auch der Grund warum tagtäglich viele Millionen Fotos auf der ganzen Welt leicht verwackelt sind. Viele Fotoamateure wundern sich immer wieder über ihre unscharfen Fotos und denken, dass der Autofokus schuld ist. Aber nein, es ist das „Stillhalten“ was mal wieder nicht funktioniert hat.

Unter all den vielen Millionen Fotos sind dann noch Exemplare die zusätzlich zur Unschärfe durch eine verwackelte Kamera noch mit einem anderen Problem zu Kämpfen haben. Sie wurden einfach schnell „hin gerotzt“. Aus der Hüfte geschossen, schnell geknipst, ohne Sinn und Verstand, so wie mein Titelfoto hier oben… (Leider konnte kein Stativ für dieses Bild benutzen, denn die waren alle schon belegt…) Aber so hat es zu einer echt coolen Reflektion gereicht. Wer sich im übrigen zu erklären vermag woher dieses zauberhafte Farbenspiel stammt, der sollte das in einem Kommentar unter diesem Artikel deutlich kundtun und damit den Rest der Leserschaft auf diese Art und Weise davon überzeugen, dass er ein echtes Mastermind der exakten Bildanalyse ist!

Verwackelte und schnell hingerotzte Fotos, das muss nicht sein! Wer sich die Nutzung eines Stativs „auferlegt“ wird schnell bemerken, dass er entspannter fotografiert, besser über seine Bildkomposition nachdenken kann und neben alle dem von der Mehrzahl seiner „Zuschauer“ als echter Profi wahrgenommen wird. So werden nicht nur die Fotos besser, das zu kleine Ego wird  wird auch gleich aufpoliert… Ok, liebe Freunde, ich hoffe Ihr könnte jetzt noch ruhig schlafen, denn ein wenig müsst Ihr es noch abwarten bis „Das größte Video aller Zeiten“ bei YouTube zu sehen sein wird! Bis dahein sind übrigens Vorschläge für Inhalt und Ausführung Eurerseits jederzeit ganz herzlich willkommen 🙂

Wer sich jetzt fragt warum ich diese Zeilen schreibe, ganz einfach, weil ich Ironie und Sarkasmus mag, gute Laune habe und ich mich auf das Video richtig freue!

 

Nikon History – Teil 6 – Nikon F100

Endlich ist der neue Teil meiner Serie „Nikon History“ fertig. Diesmal geht es um die Nikon F100. Wer nach dem Video alle Fakten nachlesen möchte, der findet bspw. hier das Handbuch zur Nikon F100: http://www.bhphotovideo.com/lit_files/42036.pdf

Zu Beginn des Videos habe ich Euch einen Blick durch den Sucher der Kameras versprochen, dies aber dann irgendwie total vergessen. In den nächsten Tagen werde ich daher ein Video nachliefern in dem ich einfach mal die Sucherbilder verschiedener Kameras einander gegenüberstellen werden.

Wer meine Serie „Nikon History“ noch nicht kennt, der kann die anderen Teile hier „nachlesen“ und „nachschauen“:

Den Videoschnitt habe ich diesmal mit Final-Cut-Pro-X auf einem 17″  MacBook Pro (Intel Core i7) erledigt. Das hat überraschend gut funktioniert. Das Programm ist allerdings dreimal beim Einfügen von Bildern mit Überblendungen und Zoomfahrten abgestürzt. Während der „normalen“ Arbeit läuft es sehr stabil. Die in mittlerer Qualität exportierte finale Datei ist in Full HD (1080p) satte 3,9 GB groß!! Nach dem Upload bei YouTube bleibt davon leider nur noch die Hälfte übrig. Ich wollte es genau wissen und habe das Video anschließend wieder von YouTube „abgesogen“. Diese Datei ist 1,8GB groß! Wer dieses Video also in kompletter HD-Auflösung anschauen möchte, der muss innerhalb von 30 Minuten 1,8GB herunterladen können. Gibt der lokale Anschluss das nicht her, so kann man das Video auch in einer etwas geringeren Auflösung anschauen.

Aufgenommen sind alle Videosequenzen mit einer Panasonic HC-X 909, den Ton habe ich direkt über die Kamera mit einem aufgesteckten Nikon ME-1 aufgezeichnet.

Kurz vor Schluss gibt es eine schon recht alte kurze Video-Sequenz die ich in einem kleinen Propellerflugzeug über dem Grand Canyon mit einer Nikon S600 aufgenommen habe. Diese kleine Kamera liefert leider nur eine sehr bescheidene Video-Qualität. Aber ich war damals sehr froh, dass ich überhaupt ein paar kleine Video-Schnipsel aufzeichnen konnte. Die Fotos vom Grand-Canyon sind mit einer F100 und dem Nikon AF-D 2.8/60mm auf Kodak Ektar 100 fotografiert. Für den Scan habe ich einen Nikon Coolscan V-ED benutzt.

Hier noch eine Impression vom Video-Schnitt auf dem MacBook (Anklicken für Originalgröße)

Videoschnitt mit Apple Final-Cut-Pro-X

Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind jederzeit herzlich willkommen! Über einen „Daumen nach oben“ bei YouTube würde mich mich sehr freuen. Die Zeit für Vorbereitung, Aufzeichnung und Videoschnitt betrug etwa 24 Stunden. Über die Monetarisierung bei YouTube wird es innerhalb eines Jahres etwa 24 Euro einspielen. Wer jetzt denkt, dass man mit solchen Videos reich werden kann, der sollte vielleicht mal seinen alten Mathematiklehrer anrufen 🙂