Kritisch gesehen – Die Fälscher

Der österreichische Film „Die Fälscher“ des Drehbuchautors und Regisseurs Stefan Ruzowitzky basiert auf den Erinnerungen eines Juden mit dem so ganz und gar nicht jüdischen Namen Adolf Burger. Der Film erzählt die Geschichte der groß angelegten „Aktion Bernhard“, bei der die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges Falschgeld, Pässe und Wertpapiere in großem Stil fälschen ließen um die horrenden Kosten des zweiten Weltkriegs wenigstens teilweise decken zu können.

Adolf Burger ist der letzte Überlebende der im Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin zur Herstellung von Falschgeld gezwungenen Menschen. Der Film basiert weitgehend auf seinen Erinnerungen. Im Film wird er von August Diehl dargestellt.

Adolf Burger

Ein wesentlicher Bestandteil des Films ist der moralische Zweikampf zweier „Fälscher“. Auf der einen Seite steht Adolf Burger der mit aller Kraft versucht zu verhindern, dass täuschend echt wirkende Dollar-Noten den Nazis helfen könnten den Krieg vielleicht doch noch zu gewinnen. Auf der anderen Seite steht Salomon Sorowitsch der einfach nur versucht in dieser Hölle zu überleben.

Adolf Burger und weiteren Häftlingen ist es zuzuschreiben, dass sie durch das Vortäuschen von Problemen bei der Herstellung die endgültige Fertigstellung der gefälschten Dollarnoten um mehrere Monate verzögern konnten. Somit konnte der Großteil der gefälschten Dollarnoten mit einem Wert des vierfachen der Britischen Geldreserven nicht mehr in Umlauf gebracht werden.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Leistung des David Striesow welcher die ambivalente Figur des Sturmbannführers Friedrich Herzog perfekt verkörpert. Mal ist er nett, mal fies, mal verängstigt und stets versucht er auf seine Weise zu überleben und für den Fall der Fälle mit gefälschten schwedischen Pässen für sich und seine Familie dem verdienten Ende doch noch zu entkommen.

Hier ein kurzes Interview mit Adolf Burger.

Und hier noch ein Interview mit Hemmt Diehl der die Rolle des Adolf Burger verkörpert.

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