Das perfekte Stativ – Teil 8

Nach dem siebten meiner Serie „Das perfekte Stativ – Teil 7“ habe ich den gestrigen Abend genutzt um für Euch noch ein ausführliches Review zum neuen Vanguard 283CT mit GH-300T zu machen. Beides zusammen wird im Set als ABEO Pro 283CGH vertrieben. Das komplette Set ist mit etwa 650,- Euro nicht billig aber ich halte den Preis dennoch für angemessen. Wirft man einen Blick auf andere Carbon-Stative, so kosten diese bei ähnlicher Ausstattung oft deutlich mehr.

Hier ist mein Review:

Hier nochmals die Link zum Stativ und der deutlich preiswerteren Variante aus Aluminium.

Das perfekte Stativ – Teil 7

Der Zubehörhersteller Vanguard hat in seiner inzwischen etwa 26 jährigen Firmengeschichte die Herzen vieler Fotofreunde erobert. Nachdem man mit dem Stativ Alta PRO 283CT und dem GH-100 Kugelkopf im Jahr 2012 beim Red Dot Design Award abgeräumt hatte, wurde der Jury in diesem Jahr das ABEO Pro 283CGH mit dem GH-300T Kugelkopf präsentiert. In 19 Kategorien wurden fast 5.000 Einsendungen von einer unabhängigen Jury bewertet. Das Echo war mehr als positiv und so konnte Vanguard in diesen Jahr den Red Rot Design Award zum zweiten Mal in Folge einfahren.

Wer schon einmal intensiv mit einem Stativ gearbeitet hat kennt das Problem, dass man meist die rechte Hand nicht frei hat um die Kamera auszulösen. Mit dem GH-300T versucht man sich bei Vanguard an einer Antwort. Dieser große Kugelkopf verfügt über einen gute gemachten Pistolengriff und was liegt da näher als einen Auslöseknopf in diesen Griff zu integrieren? Die Verbindung zur Kamera wird über ein entsprechendes Kabel hergestellt. Es sind Kabel für alle gängigen Kameramodelle verfügbar.

Ich habe für Euch mal ein Exemplar besorgt und einen kleinen Teaser erstellt. Ein ausführliches Review werde ich in den nächsten Tagen nachliefern.

Die dreiteiligen Beine des ABEO Pro 283CGH sind aus mehreren Lagen mit hochfesten Carbon Fasermatten gefertigt. Das gibt Stabilität und spart zugleich Gewicht. Die sechseckige Mittelsäule wird von einem besonders pfiffig konstruierten Mechanismus gehalten. Neben der Höhenverstellbarkeit kann diese Säule auch waagerecht montiert werden und zugleich als Griff für die Führung horizontaler Kameraschwenks dienen.

Bei niedrigen ISO-Werten, kleinen Blenden und entsprechend langen Belichtungszeiten gelingen so schnelle Mitzieher mit beeindruckender Hintergrundunschärfe. Um diesen Effekt noch zu verstärken können die Belichtungszeiten durch zusätzliche Graufilter weiter verlängert werden. Für die perfekte Schärfe fokussiert man manuell auf den Bereich in dem man sein Motiv erwartet und schaltet dann den Autofokus ab. Ist das Motiv in Sichtweite, so verfolgt man es mit dem drehbar gelagerten Kugelkopf und löst die Kamera über den integrierten Auslöser aus.

Das Handling des GH-300 Kugelkopfes ist wie schon beim GH-100 sehr einfach und praxisnah. Während der GH-100 eher für leichte Spiegelreflexkameras wie beispielsweise die neue Nikon D7100 ausgelegt ist, trägt der stabile und deutlich größere GH-300T auch schwere Kameras wie die Nikon D4 in Verbindung mit einem größeren Teleobjektiv. Zur hohen Stabilität trägt nicht zuletzt das professionelle neue System mit robusten Schnellwechselplatten bei. Sehr interessant ist, dass das Stativgewinde nicht in der Mitte der Schnellwechselplatte angebracht ist. In Verbindung mit dem Schwalben-Schwanz-Design ergibt sich ein einfacher Nodalpunktadapter die für die meisten Panorama-Fotografien bereits zufrieden stellende Ergebnisse liefern dürfte. Außerdem ermöglicht diese flexible Trägerplatte die Kamera perfekt auf dem Stativkopf auszubalancieren.

Mein Exemplar des GH-300T war sehr stramm eingestellt und man braucht schon etwas Kraft um die Kamera in die richtige Position zu bringen. Das ist zunächst etwas ungewohnt, aber mit der Zeit wird dies sicher etwas nachlassen und als angenehmer Nebeneffekt trägt der GH-300T auch größere Kameras sehr gut.

Mit dem ABEO Pro 283CGH ist Vanguard ein großer Wurf gelungen der viele Freunde finden wird. Der GH-300T Kugelkopf ist mit seinem ungewöhnlichen Design doch sehr praxisnah. Freunde actionreicher Bilder und schneller Mitzieher haben hier ein neues Arbeitsmittel mit dem sich die Trefferquote deutlich steigern lässt.

Die hier gezeigte Kombination kann zum Preis von etwa 650,- Euro bezogen werden. Für kleinere Budgets ist für 450,- Euro das nahezu baugleiche ABEO Pro 283AGH mit Beinen aus Aluminium lieferbar. Der GH-300T Kugelkopf kann auch ohne Stativ bezogen werden, der Preis liegt dann bei etwa 170,- Euro.

Das perfekte Stativ – Teil 6 – Preview

In den letzten Jahren hat sich der der Hersteller Vanguard in Fotografen-Kreisen einen guten Namen gemacht und bürgt damit für gute Qualität zum fairen Preis. Und die Vanguard Design-Abteilung ist auch immer wieder für eine Überraschung gut. Die bereits seit einiger Zeit lieferbare Produktgruppe mit Kombinationen aus Kugelkopf und Pistolengriff hat mit dem GH-300T nun Zuwachs erhalten. Das Buchstabe T steht dabei für „Trigger“ – also für „Auslöser“. In Verbindung mit einem passenden Kabel kann man damit die meisten Kameras der großen Hersteller auslösen ohne die Hand vom Pistolengriff nehmen zu müssen. Besonders dort wo schnelle Schwenzbewegungen in Verbindung mit actionreicher Bewegungsunschärfe gefragt sind, spielt das neue ABEO Stativ in Verbindung mit dem GH-300T seine Stärken aus.

Weitere Informationen findet Ihr hier:

In den nächsten Wochen werde ich Euch dieses interessante Stativ in einem Video ausführlich vorstellen.

Hier mein Video zum Vanguard Alta Pro Stativ mit dem GH-100 Kugelkopf:

Das perfekte Stativ – Teil 5

Es hat eine Weile gedauert, aber nun ist er fertig, der fünfte Teil meiner Reihe über Stative für Fotografen und Video-Amateure. Heute wird das Vanguard Alta Pro 263AT mit dem bereits im ersten Teil gezeigten GH-100 Kugelkopf vorgestellt.

Wer sich für diese Kombination interessiert findet hier weitere Informationen:

Sinnvolle Kritik und Verbesserungsvorschläge sind wie immer jederzeit herzlich willkommen 🙂

Für alle Freaks hier noch einer der beliebten Screenshots den ich während des Video-Schnitts auf meinem Notebook gemacht habe.

Videoschnitt - Das perfekte Stativ - Teil 5
Videoschnitt – Das perfekte Stativ – Teil 5

Das perfekte Stativ – Teil 3

Die Arbeit mit einem krassen Teleobjektiv und einer professionellen hochauflösenden Kamera zählt für viele Fotoamateure einen Wunschtraum dar. Ich selbst war jahrelang auf der Suche nach einem perfekten Teleobjektiv das auch wirklich bezahlbar ist. Rückblickend muss ich leider sagen, dass ich mit den „Gurken“ die ich mir gekauft habe letztlich nur eine Menge Geld verschenkt habe. Teuer gekaut und enttäuscht später billig verramscht, das ist mir nicht nur einmal passiert. Irgendwann kam dann der Tag an dem das Koto gut gefüllt war und ich habe mir endlich ein „richtiges“ Teleobjektiv kaufen konnte. Dieses Objektiv habe ich in Kombination mit einer Nikon D2x und einer Nikon D300 schon sehr oft verwendet und die Ergebnisse waren stets grandios. Aber worüber ich mich fast immer geärgert habe, das waren das Stativ und der Stativkopf.

Will man beispielsweise ein statisches weit entferntes Motiv perfekt ins Bild rücken, so kommt es bei der Position der Kamera auf jeden Millimeter an. Da ist es wirklich Nerv tötend wenn der verwendete Kugelkopf die schwere Kombination nicht so recht halten kann. Kaum nimmt man die Hände von der Kamera federn Stativ und Kugelkopf etwas nach und der Ausschnitt ist wieder ein anderer. Das nervt total! Daher habe ich mir irgendwann einen Manfrotto 410 Getriebeneiger gekauft. Damit klappt die präzise Ausrichtung sehr gut, aber nun kann man keine bewegten Motive mehr verfolgen.

Erst mit der hier vorgestellten Kombination aus „Gimbal Head“ und großem Carbon-Stativ habe ich das passende Stativ gefunden. Diese Kombination ist einfach ganz großartig und wer sich gelegentlich eine Naturdoku im Fernsehen anschaut, der sieht immer mal wieder engagierte Fotografen die mit ganz ähnlichen Systemen arbeiten.

Hier habe ich noch ein kleines Test-Video für Euch, das ich mit dem Nikon AF-S VR 4/200-400mm aus dem oberen Video und der Nikon D7000 im Zoo in Neuwied aufgenommen habe. Teilweise kam sogar ein Nikon TC-17E II Telekonverter zum Einsatz. Wer das Video ganz genau anschaut der findet Passagen in denen sich die Kamera ruckartig bewegt. Besonders beim Versuch einen kleinen Panda bei seinem Weg in eine Baumkrone zu verfolgen fällt es auf. Dies liegt daran, dass der im letzten Video vorgestellte Kugelkopf FLM-38FT zwar sehr gut für die Fotografie geeignet ist, aber beim Filmen keine wirklich gute Figur abgibt. Mit dem BENRO GH2 klappt das alles deutlich besser!

Wie im Video versprochen habe ich Euch hier die gezeigten Artikel bei amazon.de herausgesucht: