Nikon D600 – Weg mit dem Sensordreck

Erst seit wenigen Wochen ist die neue Nikon D600 auf dem Markt und schon beschweren sich die ersten User über Probleme mit Staubpartikeln auf dem Chip der Kamera. Seit etwa einer Woche geistert nun ein Video durch die Gemeinde das in einer Zeitraffersequenz zeigt, wie sich langsam aber sich mehr und mehr Staub auf dem Chip der Kamera niederschlägt. Bei einem Auto würde man sagen: „Ok, nach den ersten 10.000 Kilometern ist es eingefahren und braucht dann einen Ölwechsel damit der erste mechanische Abrieb ausgespült wird!“ Das versteht jeder und niemand hat ein Problem damit seinen neuen Porsche nach ein paar Wochen mit frischem sauberen sauteuren Motoröl befüllen zu lassen. Bei einer Nikon ist man nicht so tolerant, da ist man eher frustriert.

Doch woher kommt all der Staub? Böse Stimmen haben ja schon gemutmaßt, dass es nach den vielen Katastrophen der letzten Monate und dem hohen Erfolgsdruck in den Nikon-Produktionsstätten etwas zu staubig sein könnte. Das glaube ich eher nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich bei diesen Staubpartikeln um den ersten Abrieb der Spiegelmechanik handelt, auch eine Kamera muss man „einfahren“ werden. Außerdem saugt praktisch jedes Objektiv fiesen Staub in das Innere eines DSLR-Kameragehäuses. Und bei jedem Objektiv-Wechsel kann neuer Staub eindringen. Dieser wird dann bei jedem Spiegelschlag immer wieder aufgewirbelt. Besonderes bei Zeitraffersequenzen mit vielen Einzelbildern ein großes Problem. Noch größer wird dieses Problem wenn die Einzelbilder bei wenig Licht aufgenommen werden und der Verschluss relativ lange Zeit geöffnet bleibt. Dann ist bereits nach kurzer Zeit Staub auf dem Sensor einer jeden digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) vorprogrammiert. Das war vor 10 Jahren bei meiner Nikon D100 so, das Problem hat sich über D1x, D2x und D300 bis zur D800E fortgesetzt. Auch die Kameras meiner Bekannten und Freude hatten schon oft mit diesem Problem zu kämpfen. In meinem Leben habe ich schon viele Chips vom lästigen Staub befreit und muss feststellen, das ist keine Raketenwissenschaft! Ein Unglück hat es dabei noch nicht gegeben, der Vorgang ist manchmal lediglich etwas zeitraubend weil man häufige mehrere Anläufe benötigt bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine fast nagelneue Nikon D800E bereits nach etwa 200 Auslösungen gereinigt werden musste und dass jetzt etwa 2000 Bilder später der Chip schon wieder eingestaubt ist! Man könnte sagen: „Wohl dem, der in der Lage ist den Chip seiner Kamera professionell selbst zu reinigen“.

Wie man den Chip in seiner Kamera richtig säubert habe ich in diesen beiden Videos gezeigt:

Also keine Sorge, das ist kein Einzelschicksal von Besitzern einer Nikon D600 bei einer Canon, Sony oder Olympus gibt es die gleichen Sorgen. Statt zu fluchen sollte man sich ein Reinigungsset bestellen und sich damit abfinden, dass der Staub der sich früher auf Dias und Negativen niederschlug genetisch mutiert ist und sich nun bevorzugt auf CMOS-Sensoren absetzt. Das Leben ist manchmal sehr ungerecht 🙂

Hier habe ich noch einige Zeitraffersequenzen die ich mit meiner Nikon D7000 erstellt habe. Auch diese Kamera kann den Chip mit Ultraschall schütteln und die Werbung verspricht, dass man damit allem Staub den Garaus machen kann. Wer sich das Video genau anschaut, der sieht mitten drin einen fiesen großen dunklen Fleck. Das ist „Zeitraffer-Sensordreck“ – möglicherweise ist dieser hier sogar genetisch mutiert!!

Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen „Wolkenfilms“ zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird „Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern„. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings‘ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es „voll daneben“ (Ein entsprechendes Zitat aus „The Big Lebowski“ habe ich mir gerade verkniffen!).

Nikon D7000 – Zeitraffer mit extremem Teleobjektiv

Vor ein paar Tagen hatten wir eine ungewöhnlich klare Nacht und einen traumhaft schönen Vollmond. Als der Mond von meinem Balkon aus zu sehen war, habe ich schnell meine D7000 samt Riesentele aufgestellt und das Schauspiel aufgenommen. Ein paar heulende Wölfe im Hintergrund hätten die schaurige Szenerie wohl perfekt gemacht. Aber wer will in Deutschland schon nachts einen Wolf heulen hören?

Zum Videoschnitt, die Originalaufnahme habe ich um den Faktor 10 beschleunigt und einen etwas größeren Ausschnitt gewählt. Daher ist das Video nicht in Full HD sondern „nur“ in 720p.

Über den Soundtrack habe ich nicht lange nachgedacht sondern einfach mal mein Klavier geöffnet, den ZOOM H2 oben drauf gestellt und vier mal das tiefe A gespielt. Dann noch viermal das A eine Oktave höher und schon klingt es irgendwie gruselig 🙂

 

Nikon D7000 – Zeitraffer mit AF-S VR 4/200-400

Bei der Erstellung meines Artikels zur Fahrt über den Schweizer Klausenpass sind mir ein paar alte Fotos „in die Hände gefallen“ auf denen meine damalige Freundin Nina zusammen mit meiner schönen alten BMW R80-RT zu sehen ist. Da kam mir die Idee eine alte MP3 Datei anzuhören die wir von mittlerweile 13 Jahren aufgenommen haben. Damals im Oktober 1999 hatte mein Vater Geburtstag und er ist überraschend kurz danach gestorben und einen Tag vor Heiligabend bei strömendem Regen beerdigt worden. Es kam mir damals alles vor wie in einem schlechten Film.

Während wir einige Wochen zuvor dabei waren unsere Sachen zusammen zu packen um ihn und meine Mutter zu besuchen hatte Nina die Idee, dass wir noch schnell für Ihn ein Geburtstagslied aufnehmen könnten. Nina schlug das Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel vor – das „Ombra Mai Fu“

Ich habe schnell ein Playback mit meinen damals noch sehr zahlreichen Synthesizern erstellt. Nina hat einen Kopfhörer aufgesetzt und dann live zu meinem Playback gesungen. Nach drei Takes waren wir zufrieden und ich habe noch schnell eine kleine CD gezaubert. Wir haben dazu das Cover der 6. Symphonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Aufnahme mit Leonard Bernstein (Deutsche Grammophon) eingescannt und den Titel mit Photoshop so verändert, dass Nina & Ansgar draufstanden.

Noch sehr gut erinnere ich mich an das erwartungsvolle Gesicht meines Vaters, als er diese CD ausgepackt hat. Er hatte insgeheim gehofft, dass wir für ihn eine kleine Lied aufnehmen. Und es war lustig zu sehen wie ihm zunächst die Gesichtszüge entgleisten als er dachte wir hätten einfach nur eine CD für ihn gekauft. Aber dann kam ihm die Erleuchtung und seine Augen begannen zu leuchten. Sekunden später lag die CD im CD-Player und wir lautschten andächtig den Klängen meiner Synthesizer und natürlich Ninas Sopranstimme.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass meine Eltern sich grinsend ansehen, statt dessen begannen sie wie auf Kommando gleichzeitig zu weinen!

Was war los?? Es dauerte eine ganze Weile bis sie sich wieder beruhigt hatten und schließlich haben sie uns erzählt, dass wir ohne es zu wissen genau das Lied getroffen haben das damals bei ihrer Hochzeit in der Kirche gesungen wurde. Welch ein Zufall, da gibt es Millionen Lieder die wir hätten aussuchen können und wir haben genau dieses Lied „getroffen“.

Als mein Vater kurz drauf nicht mehr bei uns war habe ich dieses Lied wirklich oft gehört und noch heute stimmt es mich sehr nachdenklich.

In den letzten Wochen hatten wir hier in Bonn oft einen sehr krassen Himmel mit schweren Gewitterwolken und zwischendurch immer wieder sonnigen Abschnitten. Das ganze hat mich fasziniert und ich habe immer mal wieder meine Nikon D7000 mit meinem großen 200-400mm Teleobjektiv an ein geöffnetes Fenster gestellt. Die D7000 nimmt 20 Minuten Video auf, danach ist Schluß! Weil ich immer wieder vergessen habe die Kamera „zeitnah“ neu zustarten, habe ich leider nur einzelne „Videoschnipsel“ die ich mit Magxi Video Deluxe MX auf um das 50-fache Tempo beschleunigt habe.

Die gewaltigen Datenmengen sind ein großes Problem und noch viel schwieriger ist es, alle Parameter so einzustellen, dass die Wolken später auch „flüssig“ dahinziehen. Es hat mich mehrere Anläufe gekostet es halbwegs zu hinzubekommen. Dazu musste ich das knapp 180 Sekunden lange Video einmal als unkomprimiertes AVI speichern. Das Ding war dann satte 14,0 GB groß und das bei nicht einmal voller HD Auflösung sondern „nur“ in 720p!

Anschließend habe ich das Monster in Video Deluxe importiert und als WMV-Datei ausgegeben. Wirklich unzufrieden bin ich mit dem Kompressionsergebnis. Besonderns in den dunklen Bildbreichen sieht man wirklich extrem fiese Kompressions-Artefakte. Vielleicht hat ja einer von Euch eine Idee mit welchen Einstellungen man das Video so hinbekommt, dass es annähernd wie das „unkomprimierte Monster“ aussieht?

Ok, ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Logic Audio mit midicontrol Pro49

Seit ich meine kleinen Mac’s habe, mag ich die Musiksoftware ‚Logic‘. Es ist die ultimative erwachsene Variante von ‚Garageband‘ und man kann damit eigentlich alles machen was man sich musikalisch vorzustellen vermag. Vor etwa drei Wochen habe ich mir dann für 3,99 Euro das ‚Garageband-APP‘ auf mein iPad geladen und war von Anfang an wirklich begeistert. Schnell war klar, dass da ein Audio-Interface her muss. Also habe ich mir ein APOGEE JAM bestellt. Dieses Interface erlaubt den Anschluss einer E-Gitarre oder eines Mikrophons an ein iPad oder einen Computer mit USB-Schnittstelle. Es produziert einen wirklich tollen Sound und es macht einfach Spaß damit Gitarre zu spielen. Meine Gitarren-Effektgeräte werde ich nun alle verkaufen können, das iPad und meine kleinen Mac’s können das inzwischen viel besser.

Neben Logic gibt es auf dem Mac auch die Software ‚Mainstage‘. Will man einfach mal ne Runde Gitarre spielen ist das wirklich cool. Via Mainstage wird das MacBook zur Sammlung krasser Gitarrenverstärker mit vielen Effekten und tollen Sounds. Leider ist es während man auf der Gitarre spielt nicht ganz einfach über die Tastatur des MacBooks die Sounds in Mainstage zu wechseln. Da müsste es doch eine Lösung geben? Nach 10 Minuten ‚Forschungsarbeit‘ wird klar, dass ich mir von Behringer das FCB-1010 bestellen werde, gesagt getan.

Während der nächsten Tage warte ich auf die Lieferung, aber es kommt nichts. Heute gibt es dann eine E-Mail, dass das FCB-1010 derzeit nicht lieferbar ist. Also gibt es nur eins – Abbestellen und rein ins Auto. 30 Minuten später bin ich beim Music Store in Köln. Der Neubau an der Istmabul-Straße ist riesig und es macht einfach Spaß dort die vielen tausend Dinge anzuschauen und den Jungs zuzuhören wie sie Gitarren und vieles mehr ausprobieren.

Eine Stunde später gibt es beim Schottischen Spezialitäten-Restaurant auf der anderen Straßenseite einen 9er Chicken-Nuggets. Während ich es mir bei Hühner-Formfleisch und Barbecue-Sauce gut gehen lasse liegt im Kofferraum meiner Dieselrakete nicht nur das Behringer FCB-1010 sondern auch ein kleines USB-Masterkeyboard. Es hat den schönen Namen midicontrol Pro49 – klingt das nicht vielversprechend?

Später am Abend nachdem einige der letzten Umzugskartons ausgeräumt sind sitze ich mit meinem 17″ MacBook auf dem Bett. Auf den Ohren habe ich den neuen AKG K540, rechts neben mir liegt das midicontrol Masterkeyboard. Ok, es ist alles da, nur was soll ich damit jetzt anstellen? Ich probiere mal ein paar Grooves durch, dann ein paar Bass-Sounds und nach einigen wenigen Minuten steht ein kleines „Grundgerüst“ für 60 Sekunden „sinnlose Filmmusik“. Schnell noch eine asiatisch angehauchte Melodie-Stimme und eine coole Breakbeats unterlegen und schon ist es fertig. Über den Kopfhörer klingt es einfach geil. Die Bässe bumsen was das Zeug hält und alle Sounds sind schön klar definiert, super!

Der Export in eine MP3-Datei dauert etwa 30s, danach habe ich ein kurzes Stück Musik. Damit könnte ich meine bei YouTube wegen eines Content-ID-Treffers (wieder einmal) von der Umsatzbeteiligung deaktivierte Zeitrafferaufnahme „Bon(n) Timelapse“ unterlegen.

Also schnell „Final Cut Pro X“ starten, das Projekt öffnen, den Apple-Soundtrack wegwerfen und aus dem Finder das neue MP3-File hineinziehen. Kurz ein Fade-Out erstellen und die Lautstärke auf -4 dB absenken, damit Euch nicht die Ohren wegfliegen. Der Export mit dem ProRes-Codec dauert etwa 30s, das Ergebnis ist 1,34 GB gross – uff – keine 60s Sekunden HD-Video in voller Auflösung in bester Qualität haben 1,34 GB – der Wahnsinn…

Das muss kleiner werden! Ich starte einen zweiten Export, diesmal nehme ich ein „Vimeo & YouTube HD-Preset“ des Add-Ons mit dem schönen Namen „Compressor“. Und prompt dauert die Verarbeitung des kleinen Videos auch gute 6 Minuten!! Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aus 1,34GB sind 0,153GB – also 153MB geworden. Das passt zu meinem „16.000er Hausfrauen-DSL-Anschluss“. Nach 5 Minuten ist das Video bei Vimeo hochgeladen. Hannibal vom A-Team würde sich jetzt eine Zigarre anstecken und die Worte sagen „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert“.

Doch dann das…

Das Video ist also NICHT in HD und 23 Minuten soll ich noch warten. Das ist alles echt blöd, zahlt man bei Vimeo nicht ist man voll der Depp. Also schieben wir die Datei mal zu YouTube rüber… Das geht aber auch nicht schneller…

Doch kurz nach Mitternacht ist es dann geschafft, alles ist online, ich kann diesen Artikel publizieren und endlich schlafen gehen. Oder ob ich noch schnell einen neuen Soundtrack für ein anderes Video zusammen fummeln könnte…

Und hier die Vimeo-Variante …leider ohne HD 😦