Mercedes SLK 200 – Soundcheck

Mercedes SLK-200 R172

Mercedes SLK-200 R172

Als es los nach Mainz geht ist es noch dunkel und kalt, die Uhr steht erst bei 6h – ich bin noch müde aber wenn ich später fahre sind die Straßen unerträglich voll, also los… Auf dem Beifahrersitz habe ich meine kleine Nikon P7100 und ein einfaches DÖRR Stativ mit einem simplen Gitzo-Kugelkopf. Mein neues ZOOM H2n ist auch dabei. Im Kofferraum liegt das neue MacBook, ich bin gut ausgestattet. Während mich die Sitzheizung ordentlich auftaut werde ich langsam wach. Irgendwo hinter Koblenz halte ich kurz an und bringe die P7100 auf dem Beifahrersitz in Position. Zwei Beine des Stativs sind zu 2/3 ausgezogen und weisen in den Fußraum der Beifahrerseite. In der Mitte drücken sie gegen das Handschuhfach. Das dritte Bein ist fast vollständig ausgezogen und stützt sich nach hinten gegen den Beifahrersitz ab. So steht die kleine leichte Kamera recht stabil und ich kann sogar während der Fahrt auf dem Display kontrollieren was wirklich aufgezeichnet wird. Sogar den Zoom kann ich betätigen als mich rechts ein stromlinienförmiger Zug der Deutschen Bahn zu überholen versucht.

Am Abend in Mainz kopiere ich die 20 minuten dauernde 1GB große Videodatei und ein großes WAV-File aus meinem ZOOM H2n auf die 750er Festplatte in meinem MacBook das ich am Wochenende zuvor umgebaut und zusätzlich mit einer pfeilschnellen SSD versehen habe. Die Arbeit an diesem Notebook gerät jetzt richtig zur Freude. Zuerst versuche ich mich mit iMovie. Aber ich bekomme die Tonspur wieder nicht synchron unter das Video gelegt, vom späteren Schnitt ganz zu schweigen. Also wird nicht lange gefackelt, ich starte das MacBook neu, halte die Alt-Taste gedrückt und wechsle zu Windows 7. Dort habe ich mir das Magix Video Deluxe MX installiert und damit komme ich inzwischen richtig gut zurecht. Es ist nicht so einfach zu bedienen wie iMovie, aber die Möglichkeiten sind wesentlich vielfältiger und letztlich irgendwie professioneller.

Nun klappt es auch die mit dem ZOOM H2 separat aufgenommene Tonspur perfekt unter das Video zu legen. Bevor ich losgefahren bin, habe ich im Auto einmal laut in die Hände geklatscht. Damit habe ich einen guten Synchronpunkt, das Klatschen ist auf dem Video-Ton ebenso wie auf der separaten Audiospur zu hören und in der Wellenformdarstellung in Magix Video Deluxe gut zu sehen. Am Ende habe ich nochmals kurz in die Hände geklatscht, damit habe ich die Sicherheit, dass nichts auseinander gelaufen ist. Das Problem mit unterschiedlichen Samplingraten von 44,1 und 48 kHz macht mich nämlich manchmal wirklich fertig…

Nach etwa zwei Stunden ist das Video zusammen montiert. Auf dem I7 Prozessor mit seinen acht Prozessorkernen braucht das 17″ MacBook für den Export des Videos in Richtung YouTube gerade mal 3 Minuten. Das Video dauert 5 Minuten, damit ist dieses Notebook schneller als alle anderen Computer die ich daheim habe!

Als das Video fertig ist schaue ich es in Ruhe mit einem ordentlichen Kopfhörer an und bin begeistert wie schön man das Schmatzen hört, dass der SLK zwischen den Gängen produziert. Die 7-Gang Automatik schaltet nicht einfach hoch, der SLK gibt jeweils einen kurzen Gas-Stoß in die Zylinder, was der relativ kleine 1,8 Liter Vierzylinder mit einem satten Brabbeln quittiert. Die Sounddesigner waren hier wirklich kreativ und das Ding klingt trotz aller Vernunft, Downsizing und Spritsparbemühungen wie ein echter Roadster. Auf den teilweise miserablen Straßenabschnitten der B9 habe ich später noch reichlich Gelgenheit seine sportliche Federung zu „genießen“.

Als das Video fertig für den Upload ist, sind von mehr als 1.0 GB noch 0,085 GB übrig, nach zwei Stunden sind diese 85 MB dan sogar bei YouTube abgetankt und hier ist nun mein neues Video. Hört mal genau hin, ich habe es mehrfach eingebaut, wie dieses Auto zwischen den Gängen kurz auf das elektronische Gaspedal drückt, ist in meinen Ohren eine wahre Freude. Roooooaaaaar Brrr Rooooooaaaaaaaaarrrrr 🙂

Hier ist ein kleines Video das sehr schön zeigt wie der Sound des kleinen Vierzylinders für die Insassen dieses Fahrzeugs aufbereitet wird 🙂

Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima

Morgen ist der erste Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir an diesem Tag vor einem Jahr unsere Runde um die San Francisco Bay gedreht haben und ich abends aus einer E-Mail meiner Mutter erfahren habe, dass wir auf uns aufpassen sollen und dass ein Tsunami an der Westküste der USA erwartet wird. Dieser ist auch so eingetroffen, aber er war harmlos. Außer einigen beschädigten Sportbooten ist nicht viel passiert. Die Japaner hat es dagegen ungleich härter getroffen.

Seit ein paar Stunden ist die neue Fassung meines kurzen Films zu dieser Reise online. Da bei der ersten Version der Kommentar doch sehr improvisiert war und auch einen Tick zu laut war, habe ich ihn nochmals neu aufgenommen und das Video auch strukturell etwas überarbeitet. Bei der Erstellung dieses Films hatte ich schon wieder vergessen, dass in der Zeit die wir im Yosemite Nationalpark verbracht haben in Japan ein schreckliches Unglück seinen Verlauf genommen hat. Heute ist es mir wieder eingefallen und daher möchte ich außerhalb dieses Videos kurz daran erinnern.

Heute lief dann auch noch eine Doku im Fernsehen, die Holländer haben ein Atomkraftwerk, in Belgien sind es zwei in Frankreich ganze 58 Kernkraftwerke. Damit decken die Franzosen etwa 70% ihres Energiebedarfs und die Mehrzahl der privaten Haushalte wird mit Strom beheizt. Im letzten kalten Winter kam es dennoch zu Engpässen und die Franzosen brauchten Stromlieferungen aus Deutschland – verkehrte Welt…

Hier gibt es Infos zum Bericht der „Aktuelle Stunde„.

Nikon P7000 – Featurette

Nachdem der Rohschnitt seit Monaten auf der Festplatte meines Computers wartet, habe ich die letzten Tage genutzt um daraus endlich einen fertigen Film zu erstellen. Als nach vielen Stunden mit Schnitt, Probeschauen, Verwerfen, Ändern, Probeschauen und abermaligem Ändern der Film endlich fertig ist klingelt es an der Türe. Der Postbote ist da und bringt mir zwei DVD die ich etliche Tage zuvor online bei Magix bestellt habe. Bei der Sichtung des neuen Audiomaterials wird schnell klar, ich muss die komplette Hintergrundmusik wegwerfen und mit diesem Material neu umsetzen. Und endlich habe ich einige wirklich gut passende Geräusche mit Straßenatmosphäre, Vogelzwitschern, Wasserfällen und vielem mehr. Damit kann ich die vom Wind gebeutelten schlechten Tonaufnahmen aus der P7000 sehr einfach ersetzen und werde ein wesentlich besseres Endergebnis erzielen.

Als nach einen weiteren Tag der Film in seiner neuen Version steht geht es an den Export. Ich wähle ein MP4 Dateiformat in der besten Qualität mit zwei Encoding-Duchgängen. Als nach etwa vier Stunden das Ergebnis steht bin ich gespannt. Die Datei ist 4,8 GB groß – urgs – wie soll ich das bei YouTube hochladen? Egal, ich schau es mir erst einmal an. Gleich nach den ersten Kamerafahrten tritt totale Ernüchterung ein. Ständig sind flackernde Streifen und andere Artefakte und Bildstörungen zu sehen. So geht das nicht, das ruiniert die ganze Arbeit.

Der Film wird mit anderen Settings neu exportiert. Wieder und wieder versuche ich es. Anti-Interlace-Filter ein/aus, was auch immer. Die kleinen „Testrendering“ mit 60s sind ok, der gesamte fertige Film ist es nicht. Es ist zu Haare raufen und macht mich fast wahnsinnig. Erst als ich ein 113MB großes Update aus dem Internet heruntergeladen habe, dies installiert ist und der Rechner neu gestartet ist, gelingt ein Export im WMV-Format (Windows-Media-Video). Mit einem Qualitätsfaktor von 95 ist diese Datei 2,78 GB groß, das könnte klappen.

Für den Upload verwende ich Google Chrome. Mit meiner 6 MBit DSL-Leitung benötigt der Upload viele Stunden.

Doch dann fast ein Jahr nachdem ich die vielen kurzen Video-Schnipsel und Fotos gemacht habe ist mein Film endlich online, was für ein Fest 🙂

Danach versuche ich meine erste Blu-Ray zu erstellen. Die Kapitel-Marker und Menüs sind schnell gesetzt und aus Vorlagen zusammengestellt. Doch nun muss der gesamte Film erneut gerendert werden. Ganze 4,5 Stunden soll das schon wieder dauern, ich kann es echt nicht mehr sehen…

Am nächsten Morgen freue ich mich darauf meine erste Blu-Ray in meiner SONY Playstation 3 anschauen zu können, aber statt eines Films hält mein Computer nur eine Fehlermeldung für mich bereit…

Update um 15:30

Nachdem ich meine erste Motorradtour des neuen Jahres unternommen habe und beide Mopeds nun vollgetankt und mit korrektem Luftdruck auf das nächste sonnige Wochenende warten, starte ich einen zweiten Anlauf für die Erstellung meiner ersten Blu-Ray. Und diesmal klappt es, scheinbar war der Rohling aus dem ersten Versuch fehlerhaft. Bei einer Tasse heißem Kaffee schaue ich mir meinen ersten „echten Film“ auf meinem 52″ Fernseher an und bin schwer beeindruckt wieviel besser die Qualität im Vergleich zum stark komprimierten „YouTube-Stream“ ist, den ich mir im Vergleich via Apple-TV anschaue. Die eingebetteten Bilder sind „rattenscharf“, der Tom kommt über die großen Lautsprecher „kinomäßig“ daher und letztlich macht mich das Ergebnis wirklich froh.

Nun wird es noch schwerer die Zeit abzuwarten bis die neue Nikon D800E endlich da ist. Mit dieser Kamera eine Endeckungsreise durch Island zu unternehmen, was für eine großartige Vorstellung. Vielleicht kann ich diesen Traum ja tatsächlich umsetzen, schauen wir mal…

Fuji X100 – Hands-On und Review

Es ist einer dieser Tage, draußen ist es kalt, ich bin eigentlich müde und abgekämpft aber ohne einen neuen Artikel oder ein Video schlafen zu gehen ist auch nicht befriedigend. Was könnte ich heute mal machen? In meinem Mainzer-Appartement sind die Mittel sehr begrenzt. Aber ich habe ein kleines Stativ, die Nikon P7100 und die neue Fuji X100 dabei. Außerdem noch den ZOOM H2 Audio-Recorder und meinen getunten Mac Mini. Damit sollte sich doch etwas anstellen lassen…

Also wird das kleine Appartement wieder umgeräumt und ich wage mich an eine Vorstellung der neuen Fuji X100. Als alles im Kasten ist wird es am MacMini in iMovie importiert. Das dauert fast eine halbe Stunde… Parallel kopiere ich schon einmal die Tonspur auf die externe 2TB Festplatte. Dann versuche ich sie mit Wavelab LE7 zu öffnen und auf eine sinnvolle Lautstärke zu bringen. Aber Wavelab schimpft mich immer wieder aus, dass der 48 kHz Modus an der Soundkarte nicht aktiviert werden kann. Meine „Soundkarte“ ist ein Roland UA-25X USB-Audiointerface. Nach einer Weile erinnere ich mich, dass es auf der Rückseite einen Schiebeschalter gibt. Aha, der steht auf 44,1 kHz. Ich stelle ihn auf 48 kHz, kein Unterschied. Vielleicht muss ich neu booten, also wird der Mac neu gestartet. Einige Minuten später ist immer noch alles beim alten. Hm, was ist los? Ich suche das Web nach einem Treiber ab und werde fündig. Der Treiber ist schnell installiert, nun nur noch den Mac neu starten. Aber er fährt nicht mehr herunter. Ich warte eine Weile, nichts passiert, also halte ich den Power-Knopf eine Weile gedrückt bis er sich ausschaltet. Danach fährt er nicht mehr hoch! So ein Mist, da soll mir noch mal einer dieser gestylten Apple-Verkäufer erzählen, dass bei einem Mac immer alles wie von Geisterhand ganz allein funktioniert…

Mac an, Mac aus, Mac an, Mac aus, er bleibt immer wieder hängen. Also suche ich via Smartphone im Web nach einer Lösung. Da ist was, ich kann unmittelbar nach dem Start die Shift-Taste gedrückt halten, das soll einen Start im abgesicherten Modus bewirken. Beim dritten Anlauf scheint es zu klappen. Aber der Mac bleibt wieder hängen. Ok, schauen wir weiter, das D kann man drücken, nächster Versuch, auch nichts… So geht das eine Weile, bis ich irgendwann mal auf die Toilette muss. Als ich zurück bin sehe ich den blauen Desktop und es werden gerade die Ions aufgebaut. Na, geht doch!

Ich starte Wavelab aber das 48 kHz Problem ist immer noch da! Egal, ich konvertiere einfach die Datei in 44,1 kHz, dann kann ich sie komprimieren und lauter machen. Danach wieder in 48 kHz zurück verwandeln und speichern. Nach etwa zwei Stunden habe ich eine laute Tonspur, war doch ganz einfach… Nur wie kriege ich die jetzt mit meinem Video zusammen?

Ich starte iMovie und ziehe das Video in den Schneidebereich. Aus dem Finder wird die externe Tonspur dazu „geworfen“. Zu Beginn der Aufnahme habe ich kurz in die Hände geklatscht, das sieht man in der Wellenform-Darstellung ganz deutlich. So kann ich die „gute“ externe Tonspur ganz einfach mit der Tonspur aus den eigebauten Mikros der Nikon P7100 synchronisieren. Danach wird die Original-Tonspur stumm geschaltet, nun klingt das schon ganz ordentlich. Aber jedes mal wenn ich  das Video schneide wird die Tonspur nicht geschnitten und sie muss immer wieder neu angeordnet werden damit der Ton Lippen-Synchron bleibt. Das geht irgendwie gar nicht. Also stoße ich einen Export des gesamten ungeschnittenen Videos mit der neuen Tonspur an. Später kann ich es wieder importieren und dann so schneiden wie ich es gewohnt bin. Aber der Export für 20 Minuten Video-Rohmaterial soll 40 Minuten dauern. Danach muss ich es wieder importieren, schneiden, wieder exportieren und dann bei YouTube hochladen. Ob das heute noch klappt?

Während iMovie exportiert habe ich eine Idee! Ich starte einfach mal Logic Pro 9.1.4 und ziehe vom Finder mein Roh-Video hinein. Und siehe da, nach etwa einer Minute hat Logic Pro das Video importiert und die Audiospur separiert! Nun schiebe ich die gute Tonspur aus meinem ZOOM H2 vom Finder ebenfalls in Logic Pro. Einige Sekunden später kann ich beide Spuren untereinander sehen und anhand der Wellenformdarstellung und meines „Hand-Claps“ exakt ausrichten. Dann benutze ich je eines der Compressor- und Limiter-Plugins und Sekunden später habe ich eine schöne laute Tonspur, genial! Der Export geht schnell, es dauert etwa 4 Minuten. Super!

Danach breche ich den Export von iMovie ab, importiere das Video mit der neuen Tonspur und kann beginnen die Versprecher heraus zu schneiden. Gegen 24h habe ich dann die Idee, mit der Nikon P7100 im Macro-Modus das Display der X100 zu filmen und etwas zu den Settings zu erzählen. Das könnte ganz interessant sein und die Bedienungsanleitung ersetzen. Eine Stunde später ist auch dieses Video in iMovie importiert. Auf das Hin und Her mit der separaten Tonspur verzichte ich einfach mal. Danach nehme ich mit meinem HTC Desire HD noch einige kurze Sequenzen auf, bei denen ich direkt in den Hybridsucher der X100 schaue.

Um 2h morgens ist das Video dann geschnitten. Nun muss es exportiert werden, das soll drei Stunden dauern… Endlich kann ich schlafen! Am nächsten Morgen ist der Mac fertig mit dem Export. Nun muss es in Richtung YouTube hochgeladen werden. Ich verwende Google Chrome, dieser Browser soll beim Upload auch Unterbrechungen der Netzverbindung verkraften. Als ich aus der Dusche komme steht da zu lesen „Video wird hochgeladen. Verbleibende Zeit 578 Minuten…“ Na prima, ob das gut geht? Egal, ich gehe nebenan im Hotel frühstücken und wandere etwas später zu Fuß durch das Schneetreiben ins Büro.

Als ich spät am Abend zurück bin ist der Upload tatsächlich erfolgreich abgeschlossen, der Wahnsinn!

Nur kurz einen kleinen Artikel dazu schreiben – ihr lest ihn gerade – das Video verknüpfen und schon ist wieder ein neuer Post fertig – war doch ganz einfach…

Auf meinem heimischen DELL 3GHz Quad-Core hätte ich das Video in einer halben Stunde geschnitten, inkl. der neuen Tonspur! Dieser Mac und sein iMovie ist ja nett, aber wenn man wirklich „arbeiten“ will, dann sollte man sich einen echten Männercomputer zur Hand nehmen. Ok ok, der Mac sieht besser aus, aber für das was er gekostet hat bekommt man einen echt höllisch schnellen PC. Und die Probleme mit dem Neustart nach der Treiberinstallation zeigen mir einmal mehr, dass die toll gestylten Apple-Verkäufer die im Saturn und beim MediaMarkt regelmäßig die Windows-PCs verteufeln einfach keine Ahnung haben 🙂

Nikon D700 – AF-Feinabstimmung mit Spyder LENSCAL

Die Frage ob die Automatik „richtig“ scharf stellt ist so alt wie das erste Autofokussystem. Bereits bei der Nikon F4 konnte man mit einem winzig kleinen Inbusschlüssel die Funktion des Autofokussystems beeinflussen. Damals ging das alles noch total mechanisch in dem man den Autofokus-Chip bewegt hat! Inzwischen sind viele Jahre vergangen und die Ingenieure haben weiter getüftelt. Bei der Nikon D1x konnte man nur davon träumen, inzwischen gehört es zum guten Ton. Viele moderne Kameras erlauben eine Feinabstimmung des Autofokussystems. Doch wie macht man das und wie werden die Ergebnisse reproduzierbar?

Die umtriebigen Tüftler der Datacolor AG haben sich auch dafür etwas überlegt! Seit einer Weile kann man für knapp 60,- Euro eine Testvorrichtung erwerben die es wirklich sehr vereinfacht den Autofokus seiner Kamera korrekt auf alle relevanten Objektive abzustimmen. Ich schreibe hier ganz bewusst „relevante Objektive“! Denn falls überhaupt ein leichter Autofokusfehler vorhanden ist, so wird er bei Weitwinkelobjektiven selten wirklich spürbar auffallen. Sobald man bspw. ein 16mm Objektiv auf Blende 5,6 abblendet, ist die Tiefenschärfe so ausgeprägt, dass ein leichter Autofokusfehler nicht auffallen wird.

Bei lichtstarken Objektiven mit einer Anfangsöffnung von 1.8 oder gar 1.4 lohnt sich in der Regel eine kurze Kontrolle. Bei Teleobjektiven wird ein Autofokusfehler mit zunehmender Brennweite immer spürbarer. Hier kann eine Feinabstimmung die Bildqualität spürbar verbessern.

Für mein kleines Tutorial habe ich eine Nikon D700 und ein Nikon AF-D 1.4/85mm sowie ein AF-S VR 2.8/70-200mm verwendet. Das Ergebnis hat mich überrascht, beide Objektive harmonieren perfekt mit der D700, es muss nichts nachgestellt werden. Aber das muss nicht immer so sein! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Nun aber genug der Vorrede – Film ab…

Für alle die es interessiert wie der Schnitt dieses kurzen Videos aussieht habe ich hier noch einen Screenshot. Einfach anklicken, dann sieht man ihn in der Original-Größe.